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Title:
FASTENING SYSTEM COMPRISING JOINT ELEMENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/166623
Kind Code:
A1
Abstract:
A fastening system (1) for fastening a panel (2), in particular a facade panel, at an adjustable distance from a base (3), the fastening system (1) comprising: a fastening element (4) for fastening in the base (3), a holding element (5) for holding the panel (2) having an opening (5a), a holding shaft (6) arranged at an opening in the holding element (5), wherein the holding shaft (6) has a region (7) with a reduced diameter, and a joint element (8) comprising a through-opening (9) which has an internal thread for screwing with an external thread arranged on the fastening element (4), wherein the joint element (8) is arranged in the holding shaft (6) such that the angle between the joint element (8) and the holding shaft (6) can be changed, wherein the joint element (8) has a joint region (8a) and a holding region (8b) and is designed such that it can be moved through the opening (5a) in the holding element (5) into the holding shaft (6), wherein the holding region (8b) is moved through the region (7) of the plate-like shaft having the reduced diameter until the region (7) having the reduced diameter is disposed between the joint region (8a) and the holding region (8b) and in said position the joint element (8) is held in the holding shaft (6) in a tension-resistant and compression-resistant manner. The invention further relates to a method for producing a fastening system of this kind and to a method for fastening a panel using a fastening system of this kind.

Inventors:
ACHENBACH, René (Bachweg 4, Bad Laasphe, 57334, DE)
SCHRÖDER, Andreas (Danziger Str. 10, Erndtebrück, 57339, DE)
Application Number:
EP2017/056386
Publication Date:
September 20, 2018
Filing Date:
March 17, 2017
Export Citation:
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Assignee:
EJOT BAUBEFESTIGUNGEN GMBH (In der Stockwiese 35, Bad Laasphe, 57302, DE)
International Classes:
E04F13/08; F16C11/06
Foreign References:
DE19515904A11995-11-09
DE4323989A11995-01-19
DE8808787U11988-09-08
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
HOHGARDT, Martin (Bardehle Pagenberg Partnerschaft mbB, Breite Straße 27, Düsseldorf, 40213, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Ein Befestigungssystem (l) zum Befestigen einer Platte (2), insbesondere einer Fassadenplatte in einem einstellbaren Abstand zu einem Untergrund (3), wobei das Befestigungssystem (1) aufweist:

ein Befestigungselement (4) zur Befestigung in dem Untergrund (3), ein Halteelement (5) zum Halten der Platte (2) mit einer Öffnung (5a), einen an einer Öffnung in dem Halteelement (5) angeordneten Halteschaft (6), wobei der Halteschaft (6) einen Bereich (7) mit einem reduzierten Durchmesser aufweist, und

ein Gelenkelement (8), das eine Durchgangsöffnung (9) mit einem

Innengewinde zum Verschrauben mit einem an dem Befestigungselement (4) angeordneten Außengewinde aufweist, wobei das Gelenkelement (8) derart in dem Halteschaft (6) angeordnet ist, dass der Winkel zwischen dem Gelenkelement (8) und dem Halteschaft (6) verändert werden kann, wobei das Gelenkelement (8) einen Gelenkbereich (8a) und einen

Haltebereich (8b) aufweist und derart ausgestaltet sind, dass es durch die Öffnung (5a) in dem Halteelement (5) in den Halteschaft (6) bewegt werden kann, wobei der Haltebereich (8b) durch den Bereich (7) des Tellerschafts mit dem reduzierten Durchmesser bewegt wird bis sich der Bereich (7) mit dem reduzierte Durchmesser zwischen dem Gelenkbereich (8a) und dem Haltebereich (8b) befindet und in dieser Position das Gelenkelement (8) zug- und druckfest in dem Halteschaft (6) gehalten wird.

2. Das Befestigungssystem (1) gemäß Anspruch 1, wobei der Haltebereich (8b) des Gelenkelements (8) konusförmig ausgestaltet ist und das Ende des

Haltebereichs (8b) mit dem größeren Durchmesser an der zu dem

Gelenkbereich (8a) zugewandten Seite des Haltebereichs (8b) angeordnet ist.

3. Das Befestigungssystem (1) gemäß einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei das Gelenkelement (8) drehfest in dem Halteschaft (6) angeordnet ist.

4. Das Befestigungssystem (1) gemäß Anspruch 3, wobei der Halteschaft (6) an seiner Innenseite und das Gelenkelement (8) an seiner Außenseite mindestens einen Vorsprung und mindestens eine Ausnehmung zur Bildung einer drehfesten Verbindung aufweisen.

5. Das Befestigungssystem (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Halteelement (5) an der dem Untergrund (3) abgewandten Seite Befestigungsmittel in der Form von Pilzköpfen aufweist

6. Das Befestigungssystem (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Befestigungselement (4) Spreizmittel aufweist, um einen in dem Untergrund (3) angeordneten Spreizdübel (10) aufzuspreizen.

7. Das Befestigungssystem (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Befestigungselement an einem Endbereich eine Werkzeugaufnahme aufweist.

8. Ein Verfahren zur Herstellung eines Befestigungssystems (1) zum Befestigen einer Platte (2), insbesondere einer Fassadenplatte in einem einstellbaren Abstand zu einem Untergrund (3), wobei das Verfahren die folgenden Schritte aufweist:

Einführen eines Gelenkelements (8) in den Halteschaft (6) eines

Halteelements (5), bis sich ein Haltebereich (8b) des Gelenkelements (8) hinter einem Bereich (7) des Halteschafts (6) mit reduziertem Durchmesser befindet, und

Verschrauben des Gelenkelements (8) mit einem Befestigungselement (4) zur Befestigung an einem Untergrund (3).

9. Ein Verfahren zur Befestigung einer Platte (2), insbesondere einer

Fassadenplatte in einem einstellbaren Abstand an einem Untergrund (3) mit Hilfe eines Befestigungssystems (1), wobei das Verfahren die folgenden Schritte aufweist:

Befestigen eines Befestigungselements (4) des Befestigungssystems (1) an oder in dem Untergrund (3);

Anordnen eines Gelenkelements (8) des Befestigungssystems (1) an dem Befestigungselement (4),

Einstellen der Position des Gelenkelements (8) an dem Befestigungselement (4) und Ausrichten des Halteelements (5) an dem Halteschaft (6) und Befestigen der zu befestigenden Platte (2) an dem Halteelement.

Description:
Befestigungssystem mit Gelenkelement

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Befestigungssystem zur Befestigung von plattenförmigen Elementen an einem Untergrund sowie ein Verfahren zur Herstellung eines entsprechenden Systems. Bei den Elementen kann es sich unter anderem um Fassadenplatten handeln. Diese Platten sollen in einem einstellbaren Abstand zu dem Untergrund befestigt werden.

Derartige Befestigungssysteme weisen im Allgemeinen ein Befestigungselement zum Befestigen in dem Untergrund und ein tellerförmiges Mittel zum Halten der Platte auf. Im Rahmen der Montage kann es immer wieder mal passieren, dass das

Befestigungselement nicht senkrecht in dem Untergrund angeordnet wird. Dies führt dann dazu, dass das Haltemittel nicht parallel zum Untergrund ausgerichtet ist und somit die an dem Haltemittel angeordnete Platte schief ist. Beispielsweise ist die Platte dann nicht parallel zu dem Untergrund angeordnet, sondern ist an einer Stelle näher am Untergrund als an einer anderen Stelle.

Grundsätzlich ist es bekannt Gelenkverbindungen zwischen Befestigungselementen und Haltetellern anzuordnen. Eine derartige Gelenkverbindung wird beispielsweise in DE 43 23 989 Ai beschrieben. Die bekannten Gelenkverbindungen haben allerdings den Nachteil, dass sie sehr aufwendig in der Herstellung und bei der Montage sind. Darüber ist bei den bekannten Befestigungssystemen häufig der Abstand zum

Untergrund nicht einstellbar oder wenn er einstellbar ist, besteht die Gefahr, dass bei dem Einstellen des Abstands unbemerkt die Wirksamkeit der Verbindung mit dem Untergrund nachlässt.

Die vorliegende Erfindung stellt sich daher die Aufgabe ein Befestigungssystem bereitzustellen, mit dem eine Platte, insbesondere eine Fassadenplatte in einem einstellbaren Abstand zu einem Untergrund und in einem bestimmten Winkel befestigt werden kann, wobei das Befestigungssystem einfach in der Herstellung und in der Montage sein soll. Darüber hinaus stellt sich die vorliegende Erfindung die Aufgabe entsprechende Verfahren bereitzustellen.

Diese Aufgabe wird durch das Befestigungssystem gemäß Anspruch l und durch die Verfahren gemäß den Ansprüchen 8 und 9 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Das erfindungsgemäße Befestigungssystem ist ausgestaltet um eine Platte in einem einstellbaren Abstand zu einem Untergrund zu befestigen. Bei der Platte kann es sich insbesondere um eine Fassadenplatte handeln. Das Befestigungssystem weist ein

Befestigungselement, ein Halteelement, einen Halteschaft und ein Gelenkelement auf.

Das Befestigungselement ist ausgestaltet, um in dem Untergrund befestigt zu werden. Dem Fachmann sind verschiedenste Techniken bekannt, wie eine Befestigungselement in einem Untergrund befestigt werden kann. Das Befestigungselement kann

beispielsweise als Nagel oder Schraube ausgestaltet sein, die direkt in dem Untergrund angeordnet werden können. Das Befestigungselement kann aber auch derart ausgestaltet sein, dass es mit einem Hilfsmittel, wie zum Beispiel einem Dübel in dem Untergrund verankert werden kann. Dies sind allerdings nur Beispiele und das Befestigungselement kann auch mit anderen Befestigungstechniken, wie zum Beispiel Kleben oder Verspannen in oder an dem Untergrund befestigt werden.

Das erfindungsgemäße Befestigungssystem weist auch ein Halteelement auf. Das Halteelement ist derart ausgestaltet, dass es die zu befestigende Platte halten kann. Hierfür kann das Halteelement Mittel aufweisen, die mit der zu befestigenden Platte verbunden werden können. Um eine bestmögliche Verbindung herstellen zu können, ist das Halteelement häufig tellerförmig ausgestaltet und wird daher auch als

Halteteller bezeichnet. Das Halteelement ist aber nicht notwendigerweise auf die Ausgestaltung als Teller oder auf eine andere bestimmte Form beschränkt.

Das Befestigungssystem weist außerdem einen Halteschaft auf. Dieser Halteschaft ist an dem Halteelement angeordnet. Erfindungsgemäß weist das Halteelement eine Öffnung auf und an dieser Öffnung befindet sich der Halteschaft. Der Halteschaft weist vorzugsweise einen Bereich auf, in dem das Gelenkelement angeordnet werden kann. Hierbei handelt es sich vorzugsweise um einen Hohlraum, der von wandartigen

Bereichen des Halteschafts gebildet wird. Dabei ist der Halteschaft vorzugsweise derart an dem Halteelement angeordnet, dass die Öffnung in dem Halteelement in den Bereich in dem Halteschaft übergeht, in dem das Gelenkelement angeordnet werden soll. Erfindungsgemäß befindet sich in dem Bereich des Halteschafts in dem das Gelenkelement angeordnet werden soll ein Bereich mit einem reduzierten

Durchmesser. Dieser Bereich kann sich an einem der Enden des Halteschafts befinden oder irgendwo zwischen den Enden. Ein reduzierter Durchmesser liegt vor, wenn die wandartigen Bereiche des Halteschafts dafür sorgen, dass es in diesem Bereich enger ist als an mindestens einer anderen Stelle in dem Schaft. Der Querschnitt dieses Bereichs mit reduziertem Durchmesser muss nicht notwendigerweise kreisförmig sein, sondern kann auch eckig sein oder eine andere Form aufweisen.

Darüber hinaus weist das erfindungsgemäße Befestigungssystem ein Gelenkelement auf. Dieses Gelenkelement ist ein wesentliches Element um die gewünschte

Winkelverstellbarkeit und die Einstellbarkeit des Abstands zu erzielen.

Erfindungsgemäß weist das Gelenkelement eine Durchgangsöffnung auf. Diese Durchgangsöffnung hat an zumindest einer Stelle ein Innengewinde. Dieses

Innengewinde ist derart ausgestaltet, dass es mit einem Außengewinde auf dem Befestigungselement verschraubt werden kann. Dabei ist dem Fachmann klar, dass zumindest eines von dem Innengewinde und dem Außengewinde nicht

notwendigerweise ein durchgehendes Profil aufweisen muss. Viel mehr können das Innengewinde und das Außengewinde durch alle möglichen Vorsprünge und

Ausnehmungen gebildet werden, die eine feste Verbindung zwischen dem

Befestigungselement und dem Gelenkelement erzielen und bei denen ein relatives Verdrehen von einem der beiden Elemente gegenüber dem anderen Element dazu führt, dass sich das Gelenkelement relativ zu dem Befestigungselement entlang dem Befestigungselement bewegt. Denn mit Hilfe des Gewindes kann die Position des Gelenkelements auf dem Befestigungselement verändert werden. Durch Drehen des Gelenkelements auf dem Befestigungselement kann das Gelenkelement entweder in Richtung Untergrund oder von dem Untergrund weg bewegt werden.

Das Gelenkelement ist erfindungsgemäß ausgestaltet, um in dem Halteschaft angeordnet zu werden. Dabei kann das Gelenkelement vorzugsweise derart gegenüber dem Halteschaft bewegt werden, dass der Winkel zwischen dem Gelenkelement und dem Halteschaft verändert werden kann. Hierbei kann es sich um eine

Winkeländerung in einer Ebene handeln. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind der Halteschaft und das Gelenkelement allerdings derart ausgestaltet, dass der Winkel in einem dreidimensionalen Raum geändert werden kann. Wenn das Befestigungssystem beispielsweise an einer im Wesentlichen senkrechten Wand angeordnet ist und sich das Befestigungselement somit im

Wesentlich horizontal erstreckt, kann das an dem Halteschaft angeordnete

Halteelement beispielsweise in einer Ebene nach oben oder nach unten gekippt werden. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform kann das Haltelement zusätzlich noch nach links oder rechts gekippt werden, d.h. im Raum bewegt werden. Weiter bevorzugt ermöglichen das Gelenkelement und der Halteschaft Kippbewegungen in jede Richtung im Raum. Dies führt dazu, dass die Anordnung des Halteschafts relativ zum Gelenkelement räumlich flexibel ist.

In einer bevorzugten Ausführungsform bilden eine gedachte Achse durch die

Durchgangsöffnung des Gelenkelements und eine rechtwinklig zum Haltelement sich erstreckende gedachte Achse den Winkel. In der vorliegenden Ausführungsform entspricht die gedachte Achse durch die Durchgangsöffnung des Gelenkelements der Längserstreckung des Befestigungselements. Die rechtwinklig zum Haltelement sich erstreckende gedachte Achse geht vorzugsweise durch die Öffnung in dem Haltelement und entspricht vorzugsweise der Längserstreckung des Halteschafts. Wenn die beiden Achsen parallel sind bzw. ineinander übergehen, dann wird in der vorliegenden Erfindung von einem geraden Zustand gesprochen. Wenn die beiden Achsen aber in einem Winkel zueinanderstehen, wird dies als schiefer Zustand bezeichnet.

Erfindungsgemäß weist das Gelenkelement einen Gelenkbereich und einen

Haltebereich auf. Der Gelenkbereich ist vorzugsweise der Bereich des Gelenkelements, der derart in dem Halteschaft bewegt werden kann, dass die Funktion eines Gelenks realisiert werden kann. Mit Hilfe dieses Gelenks wird, wie oben beschrieben, der Winkel zwischen Gelenkelement und Halteschaft verändert. Der Haltebereich des Gelenkelements ist vorzugsweise derart ausgestaltet, dass er das Gelenkelement in dem Halteschaft hält. Das Gelenkelement ist erfindungsgemäß derart ausgestaltet, dass es durch die Öffnung in dem Halteelement in den Halteschaft bewegt werden kann. Der Haltebereich des Gelenkelements ist derart ausgestaltet, dass er durch den Bereich des Halteschafts mit dem reduzierten Durchmesser bewegt werden kann bis sich der Bereich mit dem reduzierten Durchmesser zwischen dem Gelenkbereich und dem Haltebereich des Gelenkelements befindet. In dieser Position wird das Gelenkelement zug- und druckfest in dem Halteschaft gehalten. Eine derartige zug- und druckfeste Halterung ist insbesondere wichtig, wenn mit der zu befestigenden Platte eine hinterlüftete Fassade erstellt wird. In diesem Fall befindet sich an der Innenseite der Platte, also an der Seite der Platte, die in Richtung Untergrund zeigt, kein Element, das ein Bewegen der Platte in Richtung Untergrund verhindern könnte. Dadurch, dass das Gelenkelement und der Halteschaft derart ausgestaltet sind, kann das Befestigungssystem einfach hergestellt und montiert werden. Der Halteschaft und das Gelenkelement können separat hergestellt werden und für die Montage wird das Gelenkelement einfach in den Halteschaft geschoben. Durch das Zusammenspiel des Halteschafts und des Gelenkelements entsteht eine zug- und druckfeste Verbindung. Durch das aus Halteschaft und Gelenkelement gebildete Gelenk kann die an dem Halteelement angeordnete Platte gegenüber dem Untergrund ausgerichtet werden. Außerdem kann der Abstand zwischen der Platte und dem Untergrund eingestellt werden, ohne dass die Gefahr besteht, dass unbemerkt die Verbindung des

Befestigungssystems geschwächt wird. Denn durch die Öffnung in dem Halteelement kann der Benutzer beispielsweise einfach sehen, ob die Gewindeverbindung zwischen dem Befestigungselement und dem Gelenkelement noch besteht und ob das

Gelenkelement von dem Halteschaft gehalten wird.

Bei dem erfindungsgemäßen Befestigungssystem ist das Einstellen des Abstands zwischen der zu befestigenden Platte und dem Untergrund auch besonders einfach. Durch ein Drehen des von außen zugänglichen Gelenkelements kann das

Gelenkelement auf dem Befestigungselement bewegt werden. Dadurch dass der Benutzer bei dem Einstellen des Abstands den Halteschaft, das Gelenkelement und das Befestigungselement durch die Öffnung in dem Halteelement sehen kann, kann er jede negative Beeinflussung des Befestigungssystems sehen. Beim Drehen des

Gelenkelements kann er beispielsweise sehen, ob sich auch das Befestigungselement bewegt und dadurch gegebenenfalls die Verbindung zwischen dem

Befestigungselement und dem Untergrund beeinflusst wird. In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist der Haltebereich des Gelenkelements konusförmig ausgestaltet. Die Verwendung eines konusförmigen Haltebereichs ist eine Möglichkeit, um das Gelenkelement auf einfache Weise in dem Halteschaft anzuordnen, so dass eine zug- und druckfeste Verbindung entsteht. Dabei ist das Ende des konusförmigen Haltebereichs des Gelenkelements mit dem größeren Durchmesser an der dem Gelenkbereich zugewandten Seite angeordnet, während das Ende mit dem geringeren Durchmesser an der anderen Seite des Haltebereichs angeordnet ist. Auch wenn hier von Durchmessern gesprochen wird, soll dies nicht bedeuten, dass der Konus notwendigerweise kreisförmige Querschnitte aufweist. Der Konus kann jede beliebige Form aufweisen. Wenn das Ende, das zuerst durch den Bereich mit reduziertem Durchmesser bewegt wird, kleiner ist, kann es einfacher durch den Bereich mit dem reduzierten Durchmesser bewegt werden. Daher ist das Ende des Haltebereichs, das zuerst durch den Bereich mit reduziertem Durchmesser bewegt wird, vorzugsweise kleiner, d.h. hat einen geringeren Querschnitt, als die Öffnung in dem Bereich mit dem reduzierten Durchmesser. Das andere Ende des Haltebereichs ist vorzugsweise größer, d.h. hat einen größeren Querschnitt, als die Öffnung in dem Bereich mit dem reduzierten Durchmesser. Dadurch wird verhindert, dass sich das Gelenkelement wieder in Richtung Halteelement bewegt. Dabei muss nicht das gesamte Ende größer sein. Es reicht aus, wenn es einen oder mehrere Vorsprünge gibt, die das zug- und druckfeste Halten des Gelenkelements in dem Halteschaft

unterstützen.

In einer weiter bevorzugten Ausführungsform sind das Ende des Haltebereichs mit dem größeren Durchmesser und/oder der Bereich mit dem reduzierten Durchmesser des Halteschafts zumindest teilweise flexibel ausgestaltet. Diese Flexibilität ermöglicht, dass der Haltebereich durch den Bereich mit dem reduzierten Durchmesser geschoben werden kann. Aufgrund der Ausgestaltung des Haltebereichs und/oder des Bereichs mit reduziertem Durchmesser wird aber ein zurückschieben des Haltebereichs durch den Bereich mit dem reduzierten Durchmesser erschwert. Durch das Anordnen des Befestigungselements in dem Gelenkelement kann das Zurückschieben noch weiter erschwert werden.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Gelenkelement derart ausgestaltet, dass die zug- und druckfeste Verbindung durch das Einführen des Befestigungselements in das Gelenkelement erreicht wird. Alternativ kann die Zug- und Druckfestigkeit durch das Befestigungselement erhöht werden.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Gelenkelement drehfest in dem Halteschaft angeordnet. Dies führt dazu, dass eine Drehung des Halteschafts auch eine Drehung des Gelenkelements bewirkt. Wenn dann auch noch das Haltelement drehfest mit dem Halteschaft verbunden ist, beispielsweise einstückig, dann kann durch eine Drehung des Halteelements das Gelenkelement gedreht werden und somit der Abstand zwischen der zu befestigenden Platte und dem Untergrund eingestellt werden. Die drehfeste Verbindung wird vorzugsweise durch eine zumindest teilweise

formschlüssige aber nicht rotationssymmetrische Ausgestaltung von dem

Gelenkelement und dem Halteschaft erzielt. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist das Halteelement eine

Markierung auf, die es dem Benutzer erleichtert festzustellen, ob und wie weit das Halteelement und damit gegebenenfalls auch das Gelenkelement gedreht wurden.

Dem Fachmann sind unterschiedliche Mittel bekannt, mit denen eine Platte an dem Halteelement angeordnet werden kann. Vorzugsweise wird mit diesen Mitteln eine kraft-, form- und/oder stoffschlüssigen Verbindung zwischen dem Halteelement und der Platte hergestellt. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist das Haltelement an der dem Untergrund abgewandten Seite Stift-, pilzkopf-, haken- und/oder schlingenförmig Mittel auf, um mit der Platte eine Klett- Verbindung herzustellen.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist das Befestigungselement an einem Endbereich eine Werkzeugaufnahme auf. Hierbei handelt es sich vorzugsweise um den Endbereich, der im montierten Zustand von dem Untergrund abgewandt ist. Mit Hilfe der Werkzeugaufnahme kann das Befestigungselement mit einem Werkzeug in dem Untergrund gesetzt werden. Darüber hinaus kann die Werkzeugaufnahme, die beispielsweise durch eine Ausnehmung in der Form eines Sechskants ausgestaltet ist, dem Benutzer helfen zu erkennen, ob sich beim Drehen des Gelenkelements ungewollt das Befestigungselement mitdreht.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist das Befestigungssystem ein Spannseil auf, das auf der einen Seite, vorzugsweise mit einer Schlaufe oder Öse, an dem Befestigungselement angeordnet ist und an der anderen Seite beispielsweise mit Hilfe eines Befestigungsmittels, beispielsweise einem Dübel, an dem Untergrund befestigt ist. Das Spannseil ist vorzugsweise derart an dem Befestigungselement angeordnet, dass es die Winkelverstellbarkeit und die Einstellbarkeit des Abstands nicht beeinflusst. Der Fachmann weiß, dass statt einem Spannseil auch andere Mittel, wie beispielsweise ein Stab oder eine Stange verwendet werden können. Die Aufgabe wird auch durch ein Verfahren zur Herstellung eines Befestigungssystems zum Befestigen einer Platte, insbesondere einer Fassadenplatte in einem einstellbaren Abstand zu einem Untergrund gelöst. Im Rahmen des Verfahrens wird ein

Gelenkelement in einen Halteschaft eingeführt, bis sich ein Haltebereich des

Gelenkelements hinter einem Bereich des Halteschafts mit reduziertem Durchmesser befindet. Anschließend wird das Gelenkelement mit einem Befestigungselement zur Befestigung an einem Untergrund verschraubt.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe auch durch ein Verfahren zum Befestigen einer Platte, insbesondere einer Fassadenplatte in einem einstellbaren Abstand zu einem Untergrund mit Hilfe eines Befestigungssystems gelöst. Im Rahmen des Verfahrens wird ein Befestigungselement des Befestigungssystems in oder an dem Untergrund befestigt. Außerdem wird ein Gelenkelement mit einem Halteschaft und einem

Halteelement des Befestigungssystems an dem Befestigungselement angeordnet, wobei dies vor oder nach dem Befestigen an dem Untergrund stattfinden kann.

Erfindungsgemäß wird der Abstand des Halteelements von dem Untergrund durch Drehen des Gelenkelements gegenüber dem Befestigungselement eingestellt und das Halteelement durch Verkippen des Halteschafts relativ zu dem Gelenkelement ausgerichtet.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in den beigefügten Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Aus dem beschriebenen

Ausführungsbeispiel ergeben sich weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile des Gegenstands der Erfindung. Es zeigen:

Fig. 1 eine Außenansicht einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen

Befestigungssystems im schiefen Zustand;

Fig. 2 eine Schnittansicht der Ausführungsform des erfindungsgemäßen

Befestigungssystems im geraden Zustand; eine Schnittansicht durch das Gelenkelement, den Halteschaft und das

Halteelement der Ausführungsform des erfindungsgemäßen

Befestigungssystems im geraden Zustand, Fig. 4 eine Schnittansicht durch das Gelenkelement, den Halteschaft und das

Halteelement der Ausführungsform des erfindungsgemäßen

Befestigungssystems im schiefen Zustand, und Fig. 5 eine Draufsicht auf das Halteelement der Ausführungsform des

erfindungsgemäßen Befestigungssystems.

Figur l zeigt eine Außenansicht einer Ausführungsform eines Befestigungssystems l gemäß der vorliegenden Erfindung im schiefen Zustand. Figur 2 zeigt eine

Schnittansicht der Ausführungsform des Befestigungssystems l im geraden Zustand.

Das Befestigungssystem l ist bestimmt, um eine Platte 2 an einem Untergrund 3 zu befestigen. Das Befestigungssystem weist ein Befestigungselement 4, ein Halteelement 5, einen Halteschaft 6 und ein Gelenkelement 8 auf. Das Befestigungselement 4 ist ein Element mit dem das Befestigungssystem 1 an dem Untergrund 3 befestigt wird.

Hierbei kann es sich beispielsweise um einen Metallstab handeln. In der in den Figuren 1 und 2 veranschaulichten Ausführungsform wird das Befestigungselement 4 aus mehreren Teilen gebildet. Es besteht aus einer Schraube 4a und einer Gewindestande 4b, die mit einer Hülse 4c miteinander verbunden sind. Dies ist aber nur ein Beispiel. Wie oben erläutert, kennt der Fachmann eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie das Befestigungselement 4 ausgestaltet sein kann und wie es an dem Untergrund 3 befestigt werden kann.

Das Befestigungselement 4 ist mit dem Gelenkelement 8 verbunden. Hierfür weist das Befestigungselement 4 ein Außengewinde auf, das mit einem Innengewinde in einer Durchgangsöffnung 9 (siehe Figur 3) des Gelenkelements 8 verschraubt werden kann. An der Außenseite des Gelenkelements 8 ist ein Halteschaft 6 angeordnet, der wiederum mit einem Halteelement 5 verbunden ist. Das Halteelement 5 weist Mittel auf, die ein Halten beziehungsweise ein Befestigen der Platte 2 ermöglichen. In der in den Figuren gezeigten Ausführungsform sind der Haltschaft 6 und das Halteelement 5 einstückig realisiert. Dies muss aber nicht notwendigerweise der Fall sein. Der Halteschaft 6 und das Halteelement 5 können auch aus separaten Teilen gebildet werden, wobei der Halteschaft 6 und das Halteelement 5, wie auch die anderen hier beschriebenen Elemente beziehungsweise Bauteile jeweils auch aus mehreren Teilen bestehen können, so wie dies oben im Zusammenhang mit dem Befestigungselement 4 erläutert und veranschaulicht ist. Das Gelenkelement 8 ist derart in dem Halteschaft 6 angeordnet, dass der Winkel zwischen dem Gelenkelement 8 beziehungsweise dem mit dem Gelenkelement 8 verschraubten Befestigungselement 4 und dem Halteschaft 6 beziehungsweise dem daran angeordneten Halteelement verändert werden kann. Wie beispielsweise in Figur 2 veranschaulicht, ist eine gedachte Achse durch die Durchgangsöffnung des

Gelenkelements parallel zu einer gedachten Achse, die sich rechtwinklig zum

Haltelement durch die Öffnung in dem Halteelement erstreckt. Deshalb wird die Anordnung als gerader Zustand bezeichnet. In Figur 1 stehen die beiden gedachten Achsen in einem Winkel zueinander. Diese Anordnung wird deshalb auch als schiefer Zustand bezeichnet. Durch diese Verstellbarkeit des Winkels wirken sich schief in dem Untergrund angeordnete Befestigungselement nicht auf die Ausrichtung der zu befestigenden Platten aus.

In Figur 3 wird die Anordnung des Gelenkelements 8 in dem Halteschaft 6 detaillierter dargestellt. Der Halteschaft 6 weist einen Bereich 7 mit einem reduzierten

Durchmesser auf. In der hier gezeigten Ausführungsform bewirkt das Zusammenspiel zwischen diesem Bereich 7 mit reduziertem Durchmesser und dem Gelenkelement 8, dass das Gelenkelement 8 zug- und druckfest in dem Halteschaft 6 gehalten wird.

Wenn auf das Halteelement 5 ein Druck in Richtung Untergrund 3 ausgeübt wird, kommt es aufgrund der Ausgestaltung des Gelenkelements 8 und des Halteschafts 6 nicht zu einer Relativbewegung zwischen dem Gelenkelement 8 und dem Halteschaft 6. Genauso wird die Verbindung zwischen dem Gelenkelement 8 und dem Halteschaft 6 nicht durch ein Ziehen an dem Halteelement 5 von dem Untergrund 3 weg beeinflusst.

In der hier gezeigten Ausführungsform weist das Gelenkelement 8 einen Gelenkbereich 8a und einen Haltebereich 8b auf. Die hauptsächliche Funktion des Gelenkbereichs 8a ist es zusammen mit dem Halteschaft 6 ein Gelenk zu bilden. Mit diesem Gelenk kann der Halteschaft 6 in einem Winkel zu dem Gelenkelement 8 angeordnet werden. Figur 4 zeigt wie sich der Halteschaft 6 relativ zu dem Gelenkelement 8 bewegt, damit die beiden in einem Winkel zueinanderstehen, d.h. schief sind.

Bei der in den Figuren gezeigten Ausführungsform sind das Gelenkelement 8 und der Halteschaft 6 derart ausgestaltet, dass der Winkel von beiden zueinander im Raum geändert werden kann. Der Winkel kann also nicht nur in zwei Richtungen verändert werden, wie dies bei einer Winkeländerung in einer Ebene der Fall wäre, sondern in mehr als zwei Richtungen, vorzugsweise in alle Richtungen. In der in den Figuren gezeigten Ausführungsform wird die Veränderbarkeit in mehr als zwei Richtungen dadurch erzielt, dass der Gelenkbereich 8a des Gelenkelements 8 und der Halteschaft 6 jeweils zumindest teilweise die Form eines Kugelsegments, das auch als Kugelkalotte bezeichnet wird, ausgestaltet sind. Bei einer derartigen Ausgestaltung kann die Winkelveränderung zwischen Gelenkelement 8 und Halteschaft 6 räumlich frei erfolgen.

In der in den Figuren gezeigten Ausführungsform weist das Gelenkelement 8 auch noch eine Werkzeugaufnahme 10 auf. Mit Hilfe dieser Werkzeugaufnahme 10 kann das Gelenkelement 8 schnell mit einem Werkzeug, wie beispielsweise einem

Akkuschrauber, auf das Befestigungselement 4 geschraubt werden, beispielsweise bis zu einer Ausgangsposition. In dieser Ausführungsform hat die Werkzeugaufnahme 10 die Form eines Sechskants.

Damit das Befestigungssystem 1 einfach und kostengünstig hergestellt werden kann, sind das Gelenkelement 8 und der Halteschaft 6 derart ausgestaltet, dass das

Gelenkelement 8 durch eine Öffnung 5a in dem Halteelement 5 in die Position bewegt werden kann, in der der Bereich 7 mit dem reduzierten Durchmesser des Halteschafts 6 zwischen dem Gelenkbereich 8a und dem Haltebereich 8b angeordnet ist.

Figur 5 zeigt eine Draufsicht auf das Halteelement 5. Durch die Öffnung 5a in dem Halteelement 5 sieht man den Halteschaft 6, das Gelenkelement 8 mit der

Werkzeugaufnahme 10 und das Befestigungselement 4, so dass man bei der Montage des Befestigungssystems sehen kann, ob die Gewindeverbindung zwischen dem

Befestigungselement 4 und dem Gelenkelement 8 noch besteht und ob das

Gelenkelement 8 von dem Halteschaft 6 gehalten wird. Darüber hinaus weist das Halteelement 5 eine Markierung 11 auf mit deren Hilfe ein Benutzer feststellen kann, ob und wie weit das Halteelement 5 und gegebenenfalls auch das Gelenkelement 8 gedreht wurden.