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Patent Searching and Data


Title:
FAT BLEND
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1999/033355
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to an oil, fat and/or lecithin-based fat blend containing polyunsaturated fatty acids. The inventive fat blend is characterised in that the fatty acids gamma-linolenic acid, stearidonic acid and eicosapentaenoic acid together make up 10 to 500 mg/g total fatty acids. The gamma-linolenic and eicosapentaenoic acids each represent 20 to 50 wt.% and the stearidonic acid represents 15 to 50 wt.% of the sum of these three fatty acids. The inventive fat blend can be incorporated into a dietetic or a pharmaceutical product, especially a dietetic food, and can be used especially for administering to patients suffering from chronic/inflammatory diseases, disorders of the lipid metabolism, a weakened immune function and/or a restricted lipolytic capacity of the gastrointestinal tract.

Inventors:
SAWATZKI GUENTHER (DE)
BOEHM GUENTHER (DE)
KOHN GERHARD (DE)
FARWER SANDRA (DE)
KLIEM MICHAEL (DE)
Application Number:
PCT/EP1998/008409
Publication Date:
July 08, 1999
Filing Date:
December 22, 1998
Export Citation:
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Assignee:
NUTRICIA NV (NL)
SAWATZKI GUENTHER (DE)
BOEHM GUENTHER (DE)
KOHN GERHARD (DE)
FARWER SANDRA (DE)
KLIEM MICHAEL (DE)
International Classes:
A23D9/00; A23D9/007; A23L1/30; A23L33/00; A23L33/115; A23L33/12; A61K31/20; A61K45/06; A61P3/06; A61P29/00; A61P37/04; (IPC1-7): A23L1/00
Foreign References:
US5223285A1993-06-29
EP0682878A21995-11-22
EP0615753A11994-09-21
EP0764405A21997-03-26
EP0756827A21997-02-05
DE3924607A11991-01-24
Attorney, Agent or Firm:
Köster, Hajo (Jaeger und Köster Pippinplatz 4a Gauting, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Fettmischung, aufgebaut aus den Bestandteilen, die ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Olen, Fetten, Lezithinen, Fett säuren und deren Salzen und Estern, und enthaltend mehrfach un gesättigte Fettsäuren, dadurch gekennzeichnet, daß die Fettsäuren gammaLinolensäure, Stearidonsäure und Ei cosapentaensäure zusammen 10 bis 500 mg/g Gesamtfettsäuren ausmachen und die gammaLinolensäure und die Eicosapentaensäure jeweils 20 bis 50 Gew.% und die Stearidonsäure 15 bis 50 Gew.% der Summe dieser drei Fettsäuren ausmachen.
2. Fettmischung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fettsäuren gammaLinolensäure, Stearidonsäure und Ei cosapentaensäure zusammen 10 bis 100 mg/g Gesamtfettsäuren ausmachen und die gammaLinolensaure und die Eicosapentaensäure jeweils 35 bis 45 Gew.% und die Stearidonsäure 15 bis 25 Gew.% der Summe dieser drei Fettsäuren ausmachen.
3. Fettmischung nach Anspruch 2, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß die gammaLinolensäure und die Eicosapentaensäure jeweils ca. 40 Gew.% und die Stearidonsäure ca. 20 Gew.% der Summe dieser drei Fettsäuren ausmachen.
4. Fettmischung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie Arachidonsäure enthält und daß der Quotient aus der Summe der gammaLinolensäure plus Stearidonsäure plus Eicosa pentaensäure zur Arachidonsäure mindestens 10 : 1 beträgt.
5. Fettmischung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, da (l der Gehalt an Phospholipiden bis zu 40 Gew.% der Gesamtli pide (= Summe der Ole, Fette und Lezithine) beträgt.
6. Fettmischung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Phospholipide 1 bis 10 Gew.% der Gesamtlipide ausma chen.
7. Fettmischung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Summe der in der Fettmischung in Form von Phospholipi den vorliegenden Fettsäuren gammaLinolensäure, Stearidonsäure und Eicosapentaensäure bis zu 120 mg/g Gesamtfettsäuren aus machen.
8. Fettmischung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch kennzeichnet,e daß die Summe der in der Fettmischung in Form von Phospholipi den vorliegenden Fettsäuren gammaLinolensäure, Stearidonsäure und Eicosapentaensäure 0,0550 mg/g Gesamtfettsäuren ausma chen.
9. Diätetisches oder pharmazeutisches Mittel enthaltend eine Fett mischung nach einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 8.
10. Mittel nach Anspruch 9, dadurch kennzeichnet,e daß es sich um eine Fettemulsion, eine Fertignahrung, eine Flüs signahrung, eine rekonstituierte oder zu rekonstituierende Pulver nahrung, insbesondere zur parenteralen, enteralen und/oder oralen Verabreichung, um einen Nahrungsriegel oder um eine streichfähi ge Paste handelt.
11. Mittel nach Anspruch 10 in Form einer Flüssignahrung oder rekon stituierten Pulvernahrung zur parenteralen, enteralen und/oder oralen Ernährung, dadurch geken nzeich net, daß der Fettgehalt 10 bis 55 Energie% ausmacht und die Energie dichte 0,5 bis 3,0 kcal/ml beträgt.
12. Mittel nach Anspruch 11, dadurch geken nze ich net, daß der Fettgehalt 25 bis 40 Energie% ausmacht und die Energie dichte 1,11,4 kcal/ml beträgt.
13. Mittel nach einem der Ansprüche 8 bis 12 in Form einer Flüssignah rung oder rekonstituierten Pulvernahrung, dadurch geken nzeich net, daß die Fettsäuren gammaLinolensäure, Stearidonsäure und Ei cosapentaensäure zusammen 0,5 bis 30 g/1500 ml der flüssigen Nahrung ausmachen.
14. Mittel nach Anspruch 13, dadurch kennzeichnet,e daß die gammaLinolensäure, Stearidonsäure und Eicosapentaen säure zusammen 1 bis 10 g/1500 ml der flüssigen Nahrung ausma chen.
15. Verwendung einer Fettmischung nach einem der Ansprüche 1 bis 8 oder eines diätetischen oder pharmazeutischen Mittels nach einem der Ansprüche 9 bis 14 zur parenteralen, enteralen und/oder oralen Verabreichung an Patienten mit chronischinflammatorischen Er krankungen, mit Lipidstoffwechselstörungen, mit geschwächter Im munfunktion und/oder mit eingeschränkter lipolytischer Kapazität des Gastrointestinaltraktes.
Description:
Fettmischung BESCHREIBUNG Die Erfindung betrifft eine Fettmischung auf Basis von Olen, Fetten und/oder Lezithinen mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren, ein diese Fettmischung enthaltendes diätetisches oder pharmazeutisches Mittel und die Verwendung dieser Fettmischung bzw. dieses diätetischen oder pharmazeutischen Mittels.

Der Körper ist bekanntlich in der Lage, bestimmte gesättigte und einfach ungesättigte Fettsäuren einschließlich der Stearinsäure (C18-0) und der Ölsäure (C1 8-1w9) endogen zu synthetisieren. Der Körper ist jedoch nicht in der Lage, die für ihn erforderlichen polyungesättigten Fettsäuren Linolsäure (18-2w6) und alpha-Linolensäure (C18-3w3) endogen zu synthetisieren, so daß diese Fettsäure exogen mit der Nahrung zuge- führt werden müssen und daher auch als essentielle Fettsäuren be- zeichnet werden.

Aus diesen essentiellen Fettsäuren werden dann im menschlichen Fett- saurestoffwechsel durch Kettenverlängerung (Elongation) und Desatu- rierung eine Vielzahl von längerkettigen (C20 und C22) und höher de- saturierten Fettsäuren synthetisiert. Bei den Fettsäuren, die sich von der Linolsäure (C18-2w6) ableiten, spricht man von der w6-Familie, während sich von der alpha-Linolensäure die w3-Familie ableitet. Diese mehrfach ungesättigten Fettsäuren werden im englischen auch als polyunsatura- ted fatty acids oder PUFA bezeichnet. Bezüglich der im Rahmen der vorliegenden Unterlagen verwendeten Kurzbezeichnung bzw. Nomen- klatur wird im übrigen ergänzend verwiesen auf"lipid analysis"von Wil- liam W. Christie, Pergamon Press 1973.

Die genannten mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind strukturelle Be- standteile jeglicher Zellmembranen des Körpers. Einigen speziellen Fettsäuren aus der w3-und der w6-Familie kommt besondere Bedeu-

tung zu, da aus ihnen spezielle Molekule synthetisiert werden, die in ih- rer Gesamtheit als Eicosanoide bezeichnet werden.

Unter Eicosanoiden als Sammelbegriff versteht man heute eine außer- ordentlich vielfältige und komplexe Mischung von physiologisch hoch- wirksamen, hormonähnlichen Verbindungen, die an vielfältigen Regula- tionsvorgängen im Körper teilnehmen. Die Eicosanoide leiten sich vor allem aus den w6-und w3-desaturierten C20-Präkursorfettsäuren diho- mo-gamma-Linolensäure (DGLA ; 20-3w6), Arachidonsäure (AA ; 20- 4w6), Eicosatetraensäure (20-4w3) und Eicosapentaensäure (EPA ; 20- 5w3) ab.

Die biologischen Effekte der aus den mehrfach ungesättigten Fettsäuren gebildeten Eicosanoide unterscheiden sich außerordentlich und je nach dem, ob sich die Eicosanoide von den Fettsäuren der w6-oder w3- Familie ableiten. Im Aligemeinen werden den Eicosanoiden der w3- Reihe anti-inflammatorische Effekte zugeschrieben, während die Eico- sanoide der Arachidonsäure aus der w6-Familie pro-inflammatorischen Charakter besitzen.

Aufgrund der Ernährungspraktiken und Ernährungsweise, insbesondere in den westlichen Ländern, kommt es nun zu einer Erhöhung der Arachi- donsäuregehalte in den Membranlipiden der Körperzellen und damit zu einer erhöhten Synthese der von der Arachidonsäure abzuleitenden, pro-inflammatorischen Eicosanoide.

In der letzten Zeit wurde nun versucht, durch die gezielte diätetische Aufnahme von speziellen mehrfach ungesättigten Fettsäuren die Krank- heitsbilder verschiedener chronisch-entzündlicher Erkrankungen sowie von Lipidstoffwechsetstörungen positiv zu beeinflussen. So beschreiben beispielsweise die EP-A 0 756 827 und die EP-A 0 764 405 die Verab- reichung von Fettblends bzw. von Fettmischungen auf Basis von Nacht- kerzenöl und/oder Fischöl zur Modulation des Immunsystems. Die DE-A 39 24 607 empfiehit die Verwendung diätetischer Produkte auf Basis von

Fischöl zur Blutdrucksenkung bei Hyperlipidämien. In der EP-A 0 457 950 wird darüber hinaus die Verwendung von Stearidonsäure in phar- mazeutischen Zusammensetzungen zur Behandlung von Krankheiten mit entzündlichem Ursprung beschrieben.

Auf dem Markt werden auch bereits Fettemulsionen zur enteralen Ernäh- rung angeboten, die als wesentliche Fettsäuren gamma-Linolensäure (GLA), Eicosapentaensäure (EPA) und zum Teil auch Stearidonsäure (SA) enthalten, welche zu einer Immunmodulation dienen sollen.

Bei allen den in den aufgeführten Druckschriften beschriebenen Pro- dukten und auch bei den auf dem Markt erhältlichen Produkten stehen die zur Anwendung gebrachten mehrfach ungesättigten Fettsäuren je- doch in einem unausgewogenen Verhältnis zueinander.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine verbesserte Fett- mischung und ein diese enthaltende diätetisches oder pharmazeutisches Mittel bereitzustellen, mit der der Fettsäurestoffwechsel und insbesonde- re der Eicosanoidstoffwechsel in optimaler Weise beeinflußt werden kann, so daß durch die Verabreichung dieser Fettmischung bzw. Nah- rung die Symptomatik und die klinischen Probleme von Patienten mit verschiedenen Erkrankungen signifikant verbessert werden.

Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Fettmischung und eine diese Fettmischung enthaltendes diätetisches Nahrungsmittel gemäß der Leh- re der Ansprüche.

Es wurde nämlich überraschend festgestellt, daß der Eicosanoidstoff- wechsel der Arachidonsäure effektiv und optimiert dadurch beeinflußt werden kann, daß die mehrfach ungesättigten Fettsäuren gamma- Linolensäure (GLA), Eicosapentaensäure (EPA) und Stearidonsäure (SA) in einem spezifischen, balancierten Verhältnis zueinander verab- reicht werden. Beansprucht wird daher, daß in der Fettmischung die GLA und die EPA jeweils 20 bis 50 Gew.-% und die SA 15 bis 50 Gew-%

der aus diesen drei Fettsäuren gebildeten Summe ausmachen. Zudem macht die Summe dieser Fettsäuren zusammen 10 bis 500 mg pro g der Gesamtfettsäure (Summe der insgesamt vorhandenen Fettsäuren) aus.

Werden die drei genannten Fettsäuren in der beanspruchten Menge und in den beanspruchten Verhältnissen verabreicht, dann wird die Entste- hung von pro-inflammatorischen Eicosanoiden der Arachidonsäure ne- gativ beeinflußt. Zudem wird das physiologische Gleichgewicht der Eico- sanoide im Hinblick auf eine anti-inflammatorische und lipidsenkende Wirkung verschoben. Auch kann durch die erfindungsgemäße Fett- mischung eine entwicklungs-oder krankheitsbedingte Verminderung der lipolytischen Kapazitat des Gastrointestinaltraktes stimmuliert und ver- bessert werden.

Erfindungsgemäß wird somit eine Fettmischung bereitgestellt, die sich durch hohe Gehalte und ein spezifisches Verhältnis an bestimmten mehrfach ungesättigten Fettsäuren zueinander auszeichnet. Diese Fett- mischung oder ein dieses enthaltendes Nahrungsmittel kann an Patien- ten mit akut-und chronisch-inflammatorischen Erkrankungen, an Pati- enten mit Autoimmunerkrankungen, an Patienten mit Fettstoffwechsel- störungen (Hyperlipidämien), an Patienten mit geschwächter Immun- funktion und an Patienten mit eingeschränkter lipolytischer Kapazität des Gastrointestinaltraktes verabreicht werden. Weitere Anwendungs- gebiete der erfindungsgemäß beanspruchten Gegenstände sind weiter unten näher erlautert.

Bei der erfindungsgemäßen Fettmischung liegen die Fettsäuren vor- zugsweise in derjenigen Form vor, in der sie im zur Anwendung ge- brachten Rohstoff Öl, Fett und Lezithin gebunden sind, d. h. insbesonde- re als Triglyceride und Phospholipide. Diese Fettsäuren können jedoch insgesamt oder teilweise auch als freie Fettsäuren, als Ester, beispiels- weise einfache Alkylester wie Ethylester, oder als Salz vorliegen. Auch ist es möglich, umgeesterte Fettsäuren zum Einsatz zu bringen. So kann

die erfindungsgemäße Mischung beispielsweise mit derartigen freien Fettsäuren, einfachen Fettsäureestern und Fettsäuresalzen supplemen- tiert sein. Es ist sogar erfindungsgemäß umfaßt, daß die erfindungsge- mäße Mischung ausschließlich aus diesen freien Fettsäuren, einfachen Fettsäureestern und/oder Fettsäuresalzen besteht und daher terminolo- gisch an sich auch als Fettsauremischung zu bezeichnen wäre.

Die erfindungsgemäße Fettmischung enthält zweckmäßigerweise ver- schiedene Ole, Fette und/oder Lezithine. So kann die Fettmischung bei- spielsweise verschiedene derartige Ole, Fette und Lezithine enthalten, die keine oder nur geringe Gehalte an mehrfach ungesättigten Fettsäu- ren aufweisen. Um letztere Fettsauren dann in die Fettmischung zu in- korporieren, werden diese Ole, Fette und/oder Lezithine mit solchen gemischt, welche eben die mehrfach ungesättigten Fettsäuren besitzen.

Bei den Olen, Fetten und/oder Lezithinen kann es sich um übliche han- deln, beispielsweise tierische und pflanzliche. Allerdings können auch Ole, Fette und Lezithine mikrobiellen und/oder synthetischen Ursprungs und somit auch neu entwickelte Ausgangsstoffe eingesetzt werden.

Auch erst noch in der Zukunft zu entwickelnde Rohstoffe können einge- setzt werden, denn bezüglich der zur Anwendung gebrachten Ausgangs- stoffe kommt es lediglich darauf an, daß sie die spezifizierten Fettsäuren in den aufgeführten Mengen und Verhältnissen enthalten.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform machen die Fettsäuren GLA, SA und EPA zusammen 10 bis 100 mg pro g der ingesamt vorhandenen Fettsäuren aus ; zudem machen die GLA und die EPA jeweils 35 bis 45 Gew.-% und die SA 15 bis 25 Gew.-% der Summe dieser drei Fettsäuren aus. Wenn im Rahmen der vorliegenden Unterlagen von einem Bereich die Rede ist, dann sind alle die in diesem Bereich fallenden Zwischen- werte offenbart. Somit stellt die Schreibweise 10 bis 100 mg bzw. 10 bis 500 mg nur eine verkürzte Schreibweise für alle dazwischenliegenden Werte, insbesondere alle ganzzahligen Werte dar, beispielsweise 10,11,

12,13,15,... 30, 31, 32, 33... 65,66,67,68,... 85,... 104,105,106,... 150, 151,152,... 187,188,189,190,... 215,216,217,... 241,242,243,... 268, 269,270,... 280,... 290,... 300,301,302,303,304..., 310..., 320..., 330..., 340..., 350..., 360,361..., 370..., 380..., 390..., 400..., 410..., 415,416, 417..., 420..., 430..., 440..., 450..., 460..., 470..., 480..., 490,491..., 495,496.... Entsprechendes gilt für die Gewichtsprozentbereiche von 15 bis 50 Gew.-%, 35 bis 45 Gew.-% und 15 bis 25 Gew.-%. Dadurch sind zumindest alle dazwischenliegenden ganzzahligen Werte offenbart, bei- spielsweise 15,18,21,24,27,28,31,33,37,39,40,42,44,47 und 49.

Zudem sind auch alle von den größeren Bereichen umfaßten kleineren Bereiche mit umfaßt.

Das oben Gesagte gilt auch bezüglich der in den vorliegenden Unterla- gen beanspruchten Fettgehalte in Form von Energie-% und für die be- anspruchten Gewichtsprozentangaben für die Lezithine. Auch hier sind insbesondere alle ganzzahligen Werte zwischen den Grenzwerten dieser Bereiche offenbart.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform enthält die Fettmischung auch Arachidonsäure (AA). Der Quotient aus der Summe aus GLA +SA+EPA zur AA beträgt dabei mindestens 10 : 1.

Nach einer weiterhin bevorzugten Ausführungsform beträgt der Lezithin- gehalt bis zu 40 Gew.-% der Gesamtlipide (= Summe der Ole, Fette und Lezithine), vorzugsweise 1 bis10 Gew.-%.

Nach einer weiterhin bevorzugten Ausführungsform macht die Summe der in der Fettmischung in Form von Phospholipiden vorhandenen Fett- säuren GLA, SA und EPA bis zu 120 mg/g der Gesamtfettsäuren, vor- zugsweise 0,05 bis 50 mg pro g der Gesamtfettsäuren aus. Diese in Form von Phospholipiden vorliegenden Fettsäuren können somit bei- spielsweise 0,05,0,1,0,5,1,2,3,4,5,6,7,8,9 und 10 mg pro g Ge- samtfettsäuren ausmachen. Auch in diesem Fall sind wieder alle zwi- schen den Grenzwerten liegenden Bereiche offenbart.

Wie bereits dargelegt, kann man die erfindungsgemäße Fettmischung herstellen indem man tierische, pflanzliche, mikrobielle und/oder syn- thetische Ole, Fette und/oder Lezithine in bestimmten Mengenanteilen miteinander vermischt.

Als pflanzliche Oie können zum Beispiel"konventionelle"Ole aus mono- und dicotylen Pflanzen (wie z. B. Kokosöl, Palmkernöl, Palmöl, Soyaöl, Sonnenblumenöl, Rapsöl) verwendet werden. Zur gezielten Erhöhung des gamma-Linolen-(GLA)-und Stearidonsäure-(SA)-Gehaltes werden "spezielle"pflanzliche Ole wie Borretschöl, Nachtkerzenöl, Echiumöl, Trichodesmaöl, sowie die Samenöle weiterer Spezies z. B. aus den Fa- milen der Boraginaceae, Scrophulariaceae, Onagraceae und Saxifraga- ceae eingesetzt. Außerdem können beispielsweise auf chemischem oder enzymatischem Wege hergestellte und auch durch chromatografische Auftrennung erhaltene GLA-und SA-reiche Konzentrate aus den ge- nannten Quellen verwendet werden. Als tierische Fette und Ole können beispielsweise Eieröle, Fischöle und Ole von marinen Säugetieren, so- wie beispielsweise auf chemischem bzw. enzymatischem Wege herge- stellite oder auch durch chromatografische Trennung erhaltene eicosa- pentaensäurereiche und/oder stearidonsäurereiche Konzentrate aus diesen Rohstoffen eingesetzt werden. Weiterhin können gamma- Linolen-, Stearidon-sowie Eicosapentaensäure enthaltende Ole und Fette aus mikrobiellem Ursprung bzw. entsprechende Algen-und Pilzöle sowie daraus abzuleitende Konzentrate verwendet werden.

Weiterhin können in der erfindungsgemäßen Fettmischung spezifische GLA-, SA-und EPA-enthaltende Lezithine eingesetzt werden ; hierunter sind zu nennen Lezithine aus Eigelb, vorzugsweise solche, die durch ei- ne modifizierte Fütterung ein w3-PUFA betontes Fettsäurespektrum auf- weisen, au#erdem andere natürliche w3-PUFA-enthaltende Lezithine, beispielsweise aus Fischen, marinen Säugetieren oder aus Mikroorga- nismen sowie solche Lezithine, die auf chemischem oder enzymati- schem Wege in ihrem Gehalt an GLA, SA und EPA, vorzugsweise in der

sn-2-Stellung am Glyceringerüst, angereichert wurden. Weiterhin können in der beanspruchten Fettmischung mittelkettige Triglyceride (MCT) ein- gesetzt werden. Die hier verwendeten Ausdrücke"Fette, Ole und Le- zithine"bezeichnen technologische Ausgangsprodukte. Bezeichnungen wie Phospholipide und Triglyceride beziehen sich hingegen auf die che- mischen Spezies. So kann ein Öl durchaus auch Phospholipide (werden häufig auch als Lezithine bezeichnet) und ein Lezithin auch Triglyceride enthalten. Als Ole werden dabei insbesondere im Handel erhältliche Ole eingesetzt, die entschleimt bzw. entlezithiniert sind. Allerdings können auch die nicht behandelten Rohöle je nach Erfordernis zur Anwendung gebracht werden.

Zur Stabilisierung der beanspruchten, hochungesättigten Fettmischung vor autoxidativem Verderb können dem Fachmann bekannte natürliche und synthetische Antioxydantien (wie Ascorbylpalmitat, Tocopherole, etc.) eingesetzt werden. Weiterhin tragen die in der Fettmischung bean- spruchten Gehalte an Lezithinen tierischen, pflanzlichen und/oder mi- krobiellen Ursprungs zur Oxidationsstabilität derselben bei.

In der nachfolgenden Tabelle 1 sind die Rohstoffe bzw. Fette, Ole und Lezithine aufgeführt, aus denen verschiedene bevorzugte Ausführungs- formen der erfindungsgemäßen Fettmischung durch Vermischen herge- stellt wurden. In der ebenfalls nachfolgenden Tabelle 2 ist die resultie- rende Fettsäurezusammensetzung einiger der in der Tabelle 1 aufge- führten Ausführungsbeispiele gezeigt. Der Ausdruck"Blend"ist dabei ein Synonym für den Ausdruck"Mischung".

Tabelle 1 : Zusammensetzung beispielhafter Fettmischungen (An- gaben in Gew.-%) Rohstoffes Blend A Blend B Blend C Blend D Blend E Blend F MCT-Fett 30.0 30.0 30.0-30.0 30.0 Palm Öl 26.0 16.5 20.0 26.0 26.0 26.0 Soyaöl 16.5 11.5 8.0 16.5 17.5 13.5 Cocosnuss-ÖI 30. 0 Borretschöl 8.0 10.0 12.0--- Echium-Öl 11.0 13.0 18.0 19.0 19.0 19.0 -16.0----FischölA Fischöl B 6.5-10.0 6.5 6.5 6.5 Eilipide/Eilezithine 2.0-2.0 2.0 1.0 5.0 Fischlezithin 3 Tabelle 2: Fettsäurezusammensetzung der in der Tabelle 1 aufgeführten Fettmischungen<BR> (Angaben in Gew.-% sofern nicht anders angegeben) Parameter Blend A Blend B Blend C Blend D @<BR> 8-0 17,2 16,5 16,5 2,5 @<BR> 10-0 12,0 13,3 13,3 1,9 @<BR> 12-0 0,4 0,1 0,1 13,9<BR> 14-0 0,4 1,4 0,3 5,7<BR> 16-0 14,1 13,0 11,7 16,6 @<BR> 18-0 Stearinsäure 2,7 2,5 2,6 3,6<BR> 18-1w9 Ölsäure 19,2 15,8 16,8 21,5 @<BR> 18-2w6 Linolsäure 17,5 15,2 15,1 15,8 @<BR> 18-3w6 gamma-Linolensäure (GLA) 3,1 3,8 4,8 2,4<BR> 18-3w3 alpha-Linolensäure 4,2 4,5 5,7 6,4<BR> 18-4w3 Stearidonsäure (SA) 1,6 2,1 2,5 2,5<BR> 20-3w6 di-homo-gamma-Linolensäure (DGLA) 0,02 0,04 0,05 0,02<BR> 20-4w6 Arachidonsäure (AA) 0,2 0,23 0,2 0,2<BR> 20-5w3......Eicosapentaensäure (EPA) 3,0 3,2 4,7 3,0<BR> 22-6w3......Docosahexaensäure 1,0 2,9 1,5 1,0<BR> Verh.Gesamt-w6zu-w3 2.1:1 1.5:1 1.4:1 1.4:1 1<BR> Verh.18-3w6+18-4w3+<BR> 20-5w3 zu 20-4w6 38.5:1 39.3:1 51.9:1 39.5:1 79<BR> #A:18-3w6+18-4w3<BR> +20-5w3 7,7 9,1 11,9 7,9<BR> 18-3w6(in % #A) 40,3 41,7 39,9 30,4 @<BR> 18-4w3(in % #A) 20,8 23,0 21,2 31,7 @<BR> 20-5w3(in % #A) 39,0 35,4 38,9 38,0 @

Die erfindungsgemäße Fettmischung kann auch einem diätetischen oder pharmazeutischen Mittel nach dem Stand der Technik einverleibt sein.

Dies schließt auch die Verwendung der Fettmischung selbst oder auch von Bestandteilen daraus in mikroverkapselter Form mit ein. Die weite- ren Bestandteile dieses Nahrungsmittels bzw. Diätetikums oder Pharma- zeutikums können bekannter sowie beliebiger Natur sein und sind den entsprechenden Bedürfnissen angepaßt. Vorzugsweise handelt es sich dabei um eine eine Fettmulsion, eine Fertignahrung, eine Flüssignah- rung, eine rekonstituierte Pulvernahrung oder eine zu rekonstituierende Pulvernahrung. Diese Nahrungen dienen insbesondere zur pareneralen, enteralen und/oder oralen Verabreichung. Es kann sich jedoch auch um einen Nahrungsriegel oder um eine streichfähige Paste handeln.

Die erfindungsgemäßen Flüssignahrungen und zu rekonstituierenden Pulvernahrungen dienen insbesondere zur parenteralen, enteralen und/oder oralen Ernährung und weisen vorzugsweise einen Fettgehalt auf, der 10 bis 55 Energie-% beträgt ; die Energiedichte beträgt vor- zugsweise 0,5 bis 3,0 kcal/ml. Der Fettgehalt macht weiterhin insbeson- dere bevorzugt 25 bis 40 Energie-% aus, während die Energiedichte insbesondere bevorzugt 1,1-1,4 kcal/ml beträgt.

Die erfindungsgemäßen diätetischen Nahrungsmittel enthalten nicht nur eine Fettmischung bzw. einen Fettblend der hier beschriebenen Art son- dern können auch andere Produkte, beispielsweise Eiweiß tierischen und/oder pflanzlichen Ursprungs, z. B. Milch, Molke, Erbsen, Weizen und/oder Soja, in Form von komplexem und/oder hydrolysiertem Eiweiß, mit oder ohne Zusatz von freien Aminosäuren und/oder Dipeptiden so- wie Kohlenhydrate (Maltodextrine), Vitamine, Ballaststoffe, Mineralstof- fe, Spurenelemente, Cholin, Taurin, Carnitin, Inositol, Nucleotide in un- terschiedlichen Mengenanteilen sowie gegebenenfalls Wasser. Diese weiteren Bestandteile können je nach Belieben mit der Fettmischung vermengt werden.

In der nachfolgenden Tabelle 3 sind die Lipid-und Fettsäuregehalte ei- niger erfindungsgemäßer Fettmischungen aufgeführt, die in Flüssignah- rungen inkorporiert sind. In der Tabelle 4 sind die Werte für die Zusam- mensetzungen von verschiedenen erfindungsgemäß. en Fiüssignahrun- gen aufgeführt. In Tabelle 5 sind Beispielrezepturen für erfindungsge- angegeben.mä#eFettemulsionen LipidundFettsäuregehaltebeispielhafterFlüssignahrungenenth altendeineerfindungsgemä#TAbelle3: <BR> <BR> FettmischungFettmischung(Angaben /1500ml;sofernnichtandersangegeben)mg aufBasisBlendAaufBasisParameterUnit aufBasisBlendFC Gesamt-Energie 187518751875 25,035,025,035,025,035,0Gesamt-Fetten% 72,952,172,952,172,9g52,1 <BR> <BR> <BR> Phospholipidgehalt % 2 2 5<BR> 30,0MCT% 30,0<BR> mg911512760786511010729210208LA18-2w6 <BR> mg161522602479347112501750GLA18-3w6 <BR> mg218830632964414932814594ALA18-3w3 <BR> mg83311671318184513021823SA18-4w3 <BR> DGLA 20-3w6 mg 10 15 16 22 16 22<BR> AA 20-4w6 mg 104 146 120 168 156 219<BR> EPA 20-5w3 mg 1563 2188 2422 3391 1563 2188<BR> DHA 22-6w3 mg 521 729 755 1057 625 875<BR> <BR> <BR> <BR> <BR> <BR> <BR> <BR> <BR> 401056156234872841155760#18-3w6+18-4w3+20-5w3mg <BR> <BR> (Gesamt) <BR> <BR> 000<BR> 0 0 11,) 0 Tabelle 4: Zusammensetzung beispielhafter erfindungsgemä#er Flüssignahrungen<BR> (die Angaben beziehen sich jeweils auf 100 ml)<BR> Bsp. 1 Bsp. 2<BR> Energie kcal 125 100<BR> Eiwei# en% 24 24<BR> Eiwei# g 7,5 6<BR> Glutamin (g) g 1,51 1,2<BR> Arginin (g) g 0,87 0,70<BR> Fett en% 30 30<BR> Fett g 4,2 3,3<BR> Lezithin g 0.084 0,066<BR> Kohlenhydrate en% 46 46<BR> g 14,4 11,5<BR> Ballaststoffe g 0-0,9 0-7,2<BR> Vitamine, Mineralstoffe und<BR> Spurenelemente voll bilanziert voll bilanziert<BR> Selen (µg) µg 2 - 15 2 - 15<BR> Vit.A (mg RE) mgRE 0,05 - 0,3 0,05 - 0,3<BR> Vit.C (mg) mg 4 - 35 4 - 35<BR> Vit.E (mg TE) mgTE 0,5 - 15 0,5 - 15<BR> beta-Carotin (mg) mg. 0 - 1,5 0 - 1,5

Sonstige Stoffe:<BR> Cholin mg 10 - 100 10 - 100<BR> Taurin mg 0 - 50 0 - 50<BR> Carnitin mg 0 - 20 0 - 20<BR> Inositol mg 0 - 30 0 - 30<BR> Wasser auf 100 ml auf 100 ml

Tabelle 5 : Ausführungsbeispiele der beanspruchten Fettemulsionen (Angaben in g/100 ml) Gehalt Gehalt Bestandteile %-Verteilung 3,0 6,0 MCT-Fett 30% 3,0 6, 0 Canola-Öl 30 % 1,2 2,4 Fischöl B (45/10) 12% 1,8 3, 6 Borretschöl 18% 1,0 2,0 Echiumöl 10% Summe : Summe : Summe : 10 20 Ole und Fette 100% 1,2 1,2 Eilezithin 2,25 2,25 Glycerol USP Bis 100 ml bis 100 ml Wasser (zur Injektion)

Die erfindungsgemäße Fettmischung und das dieses enthaltende erfin- dungsgemäße diätetische oder pharmazeutische Mittel kann insbeson- dere zur Behandlung von Patienten mit den nachgeführten Krankheits- zuständen eingesetzt werden : 1. Patienten mit akut-und chronisch inflammatorischen Erkrankungen, mit Autoimmunerkrankungen und mit geschwächter Immunfunktion : z. B. Patienten mit Morbus Crohn, Psoriasis, chronischer Polyarthritis, Rheuma ; Patienten mit neurodegenerativne Erkrankungen, Patienten mit pulmonaren Erkrankungen, Patienten in der postoperativen Phase, HIV/AIDS-Patienten, Tumorpatienten, Patienten mit zystischer Fibrose, septeische Patienten, Hochrisikopatienten (infektionsgefährdet, zur Vermeidung/Reduktion von nosokomialen Infektionen), kritisch Kranken (z. B. Polytraume, posttraumatisch, Postagressions-Stoffwechsel, meta- bolischer Streß), bei Patienten mit generalisiertem Entzündungssyndrom (SIRS :"systemic inflammatory response syndrome"), Multiorganversa- gen und/oder zur Vorbeugung derselben ; bei Koronar-Patienten nach Angioplastie bzw. Bypass-Operation (restenosis, graft occlusion) zur Unterstützung der Immunsuppressionstherapie bei Patienten nach Or- gantransplantationen und bei Diabetikern.

2. Patienten mit Lipidstoffwechsetstörungen : z. B. Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen, Hyperlipidämien, Metabolischem Syndrom, u. a.

3. Patienten mit eingeschränkter lipolytischer Kapazität des Gastrointe- stinaltraktes z. B. Patienten mit Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, genetische (Cystische Fibrose), Shwachman-Syndrom) entwicklungsbedingter (Neugeborene) oder erworbener exokriner Pankreasinsuffizienz, mit Kurzdarmsyndrom bzw. durch Strahlen oder Zytostatika geschädigtem Gastrointestinaltrakt, nach akuter oder chronisch vollständig parenteraler Ernährung sowie Patienten mit Erkrankungen der Leber und Gallenwege (chronische He- patitis ; Alkohol-Syndrom, Fettleber).