WALSER, Thomas (Moosburg 15, Güttingen, CH-8594, CH)
| Ansprüche
1. Federweiches Lagerungszwischenstück zur Verwendung in einem Drehstuhl, der eine Stuhlsäule (9) mit Gaslift (1 ) und normiertem Konus, sowie eine Sitzmechanik mit konischer Hülse hat, wobei das Lagerungszwischenstück ein elastisches Element aufweist, um mittels des Lagerungszwischenstücks eine federweiche Verbindung zwischen der Stuhlsäule (9) und der Sitzmechanik zu gewährleisten, dadurch gekennzeichnet, dass
- das Lagerungszwischenstück eine Hülse (3) umfasst, um den normierten Konus der Stuhlsäule (9) aufnehmen zu können, wobei die Hülse (3) mindestens teilweise von einem elastischen Gummielement (7) umgeben ist,
- das Lagerungszwischenstück ein Gehäuse umfasst, das in einem oberen Bereich einen Konus (4) zum Einstecken in die konische Hülse der Sitzmechanik umfasst, und das im unteren Bereich die Hülse (3) samt dem elastischen Gummielement (7) mindestens teilweise radial umschliesst.
2. Federweiches Lagerungszwischenstück nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Lagerungszwischenstück so dimensioniert ist, dass es sich auf eine Mehrzahl der normierten Konen der Gaslifte (1 ) an Stuhlsäulen (9) und Stuhlsitzmechaniken ohne jegliche Anpassung dazwischen stecken und benutzen lässt.
3. Federweiches Lagerungszwischenstück für Drehstühle, dadurch gekennzeichnet, dass es einen konischen Zylinder auf der einen Seite und eine konische öffnung auf der anderen Seite hat, um passgenau zwischen den bestehenden Baugruppen wie ein „Zwischenstecker" montiert werden zu können.
4. Federweiches Lagerungszwischenstück für Drehstühle dadurch gekennzeichnet, dass gemäss den Ansprüchen 1 und/oder 2 die seitliche Beweglichkeit mit einer Verstellschraube regulierbarist. |
Federweiche Lagerungszwischenstücke für Drehstühle
Die Erfindung betrifft federweiche Lagerungszwischenstücke, die federweich auf alle Seiten beweglich sind.
Beschreibung
Es wird die Priorität der deutschen Gebrauchsmusteranmeldung DE 20 2008 014 043.9 beansprucht, die am 22.10.2008 eingereicht worden ist.
Die herkömmlichen Stuhlfüsse sind mit einem stabilen statischen Fahrwerk ausgestattet. Es ist ebenfalls bekannt, dass die, aus ergonomischen Gründen immer häufiger gewünschte Beweglichkeit im Fuss, in der Säule oder in der Sitzmechanik integriert wird. Dies erfordert jeweils aufwendige Anpassungen der Bauteile.
Aus der Schrift EP 0 761 136-B1 sind Sitzmöbel bekannt, die in vertikaler Richtung abgefedert sind.
Aufgabe der Erfindung ist, zwischen den üblichen bestehenden Komponenten ein zusätzliches bewegliches Zwischenstück ohne jegliche Anpassung an das jeweilige Bauteil einzufügen und damit einen Mehrwert für bestehende unbewegliche Komponenten zu erzielen.
Die Erfindung ist im Folgenden anhand in den Zeichnungen dargestellter Ausführungsbeispiele ausführlich beschrieben. Es zeigen
Fig. 1 eine schematische Ansicht eines Gasliftes mit einem Zwischenteil oben ; Fig. 2 eine schematische Ansicht eines Gasliftes mit einem Zwischenteil oben;
Fig. 3 eine schematische Ansicht eines Gasliftes mit zwei Zwischenteilen oben und unten;
Fig. 3A eine schematische Schnittansicht von Fig. 3;
Fig. 4 eine schematische Detailansicht eines Zwischenteils unten; Fig. 5 eine schematische Detailansicht eines Zwischenteils unten;
Fig. 6 eine schematische Detailansicht eines Zwischenteils unten;
Fig. 7 eine schematische Detailansicht eines Zwischenteils unten.
Dies wird mit folgenden Massnahmen erreicht:
Es ist bekannt, dass weltweit praktisch alle höhenverstellbaren Gaslifte 1 für Stuhlsäulen ein normiertes Mass von 28mm mit einem Morsekonus (ca. 1.44° konisch) besitzen. Ebenfalls normiert sind die Standrohre 50mm mit Morsekonus 1.44°.
Auf diesen Morsekonus wird unter der Sitzfläche üblicherweise bei Drehstühlen die Sitzmechanik mit integrierter Auslösemechanik, die auf der Unterseite eine passende konische Hülse hat (nicht gezeigt), gesteckt. Sobald diese Verbindung belastet wird, ergibt sich ein stabiler dauerhafter Presssitz. Bei den Standrohren befindet sich der Morsekonus üblicherweise an der Unterseite. Dieser Konus wird in die passende öffnung der Fusskreuze / Scheiben gesteckt. Das Fussgelenk kann ebenfalls in der gezeigten Form realisiert werden.
Zwischen dem Morsekonus des Gasliftes 1 und der konischen Hülse (nicht gezeigt) der Sitzmechanik wird ein Zwischenteil 2 (in Serie) gesteckt, welches unten eine passende Hülse 3 zur Aufnahme des Gasliftes 1 - und oben einen passenden Konus 4 zum Aufstecken der erwähnten konischen Hülse der Sitzmechanik hat. Das Zwischenteil 2 wird hier auch als Lagerungszwischenstück 2 bezeichnet. Die Sitzmechanik hat üblicherweise einen Auslösehebel, der im Zentrum eines konischen Aufnahmeringes auf einen Auslöseknopf 12 des Gasliftes 1 drückt und damit die Sitzhöhe reguliert.
Die Distanz zwischen diesem Auslösehebel und dem Auslöseknopf 12 wird mit einem Stössel 5 überbrückt, der zur Feinjustierung der Auslösedistanz eine Verstellschraube 6 integriert hat.
Die Beweglichkeit des Zwischenteils 2 und damit des gesamten Stuhloberteils wird mit einem einvulkanisierten, vorgespannten
Gummi 7 erreicht, dessen Härte vorzugsweise 60 - 90 Shore und besonders vorzugsweise 60 - 75 Shore beträgt.
Das in Fig. 2 gezeigte Zwischenteil 2 hat die gleiche Funktion wie das in Fig.1 gezeigte Zwischenteil 2, jedoch ist die seitliche Schwingungsfähigkeit durch Einschränkung mittels eines in den Zylinder gedrehten Keils 8 vorgesehen, wie in Fig. 2 gezeigt. Der Keil 8 bewirkt einerseits eine direkte mechanische Verkleinerung der Bewegungsmöglichkeiten des Gummis 7 und andererseits wird durch den Keil 8 die Ausweichmöglichkeit der Gummimasse des Gummis 7 nach aussen zunehmend einschränkt und damit zusätzlich der Gummi 7 verhärtet einstellbar gemacht.
In Fig. 3 und in der in Fig. 3A gezeigten entsprechenden Schnittdarstellung sind die beiden Bauteile 2 und 1 1 , die vorzugsweise kombiniert aber auch einzeln auf die die Stuhlsäule 9 (Zwischenteil 2) und unter die Stuhlsäule 9 (Bauteil 11 ) gesteckt werden, als Baugruppe gesamthaft dargestellt. Eine Schwenkbewegung von unten erzeugt eine Neigung der Sitzfläche, die durch das obere dazwischen „geschaltete" bewegliche Zwischenteil 2 wieder ausgeglichen werden kann. Dazwischen befindet sich eine Stuhlsäule 9 mit dem Gaslift 1 und dem Standrohr 10.
Das untere bewegliche Steckteil 1 1 alleine, oder in Kombination mit dem oberen beweglichen Zwischenteil 2 ist insbesondere für ein Sitzen ohne Rollen geeignet.
Fig 4. ist eine Detailansicht des Steckers 1 1 (auch bewegliches unteres Steckteil 11 genannt) gezeigt, der zwischen der üblicherweise konischen Unterseite des Standrohres 10 der Stuhlsäule 9 und der konischen öffnung des Fusskreuzes 12 angeordnet ist.
Diese konische öffnung ist weltweit in der Regel 50mm an der Oberseite des
Fusskreuzes und verjüngt sich ebenfalls mit ca. 1.4° nach unten.
Es gibt in wenigen Fällen auch kleinere konische Standrohre 10 für Drehstühle. Das kleinste Mass muss so gewählt sein, dass der genormte Gaslift 1 (28mm) auf der Innenseite des Standrohres 10 bis nach unten gleiten kann, damit die maximale Verstellbarkeit nach unten erhalten bleibt.
Zwischen dem Standrohr 10 und dem Fusskreuz 12 oder einer Fussplatte oder einer Fussscheibe befinden sich zwei dünne Hülsen 14. Der Hohlraum dazwischen wird mit einem vorgespannten Gummi 15 vulkanisiert. Die konische Form zwischen den Hülsen 14 trägt bei Druck von oben zu einer erhöhten Vorspannung des Gummis 15 bei. Die Härte des Gummis 15 ist zwischen 50 und 80 Shore. (Je dünner der Gummi 15 ist, desto weicher kann der Gummi 15 sein, weil das Druckverhalten bei den schmalen seitlichen „Fluchtwegen" sich verändert).
Fig. 5 hat die gleiche Funktion wie Fig. 4 jedoch ist die seitliche Auslenkung gleich wie bei Fig. 2 mit dem drehbaren zylindrischen Keil 13 regulierbar, der in das Gummi 15 eindringt wobei die Anordnung nur umgedreht wurde.
In den Figuren 6 und 7 sind weitere Details der Ausführungsformen nach Fig. 4 und 5 gezeigt.
Falls insbesondere bei Stehhilfen eine grossere seitliche Auslenkung gewünscht wird, so ist in der dargestellten Variante der Konus zur Kraftaufnahme im Stuhlfuss unter oder über dem verstellbaren Weichteil angeordnet.
