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Patent Searching and Data


Title:
FEED SWITCHING ARRANGEMENT FOR A SUSPENDED CONVEYING DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/098784
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a switching device for a suspended conveying device, which comprises guiding rails (103, 123) and carriers for material to be conveyed (105), the carriers having a base body (11) and rollers (113a, 113b) protruding away therefrom on opposing sides, wherein the carriers for material to be conveyed (105) can be moved with a roller (113a, 113b) on a guiding rail (103, 123) guided along a conveying path in a suspended manner. The device further comprises a first guiding rail (103), a second guiding rail (123) leading toward the first guiding rail (103), and a feed switching leg (121) for transferring carriers for material to be conveyed (105) from the second guiding rail (123) to the first guiding rail (103). The feed switching leg (121) is held freely pivotally on the second guiding rail (123) by means of a hinged arrangement (130) such that it can be pushed into a feed position by the carriers of material to be conveyed (105) fed via the second guiding rail (123), in this position the leg being able to guide the carrier for material to be conveyed (105) on the first guiding rail (103), wherein the carrier for material to be conveyed (105) moved in a suspended manner with a roller (113b) on the feed switching leg (121) can engage in the first guiding rail (103).

Inventors:
SCHÖNENBERGER, Rolf (Wettersteinstrasse 28, Landsberg, 86899, DE)
Application Number:
EP2008/001183
Publication Date:
August 21, 2008
Filing Date:
February 15, 2008
Export Citation:
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Assignee:
RSL LOGISTIK GMBH & CO. KG (Justus-von-Liebig-Strasse 12, Landsberg, 86899, DE)
SCHÖNENBERGER, Rolf (Wettersteinstrasse 28, Landsberg, 86899, DE)
International Classes:
B65G19/02; B65G9/00; E01B25/26
Attorney, Agent or Firm:
WEICKMANN & WEICKMANN (Postfach 860 820, München, 81635, DE)
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Claims:

Ansprüche

1. Weichenvorrichtung für eine Hängefördereinrichtung, die Führungs- schienen (103, 123) und Fördergutträger (105) mit einem jeweiligen

Basiskörper (111) und davon zu entgegengesetzten Seiten nach außen abstehenden Laufrollen (113a, 113b) umfasst, wobei die Fördergutträger (105) mit jeweils wenigstens einer Laufrolle (113a, 113b) auf einer Seite des Basiskörpers (111 ) an einer betreffenden Führungs- schiene (103, 123) seitlich hängend längs einer jeweiligen Förderstrecke geführt bewegbar sind, wobei die Laufrolle (113a, 113b) mit einem Führungsprofil (115a, 115b) der Führungsschiene (103, 123) in Eingriff steht, umfassend eine erste Führungsschiene (103) , die einer ersten Förderstrecke zugeordnet ist, eine zweite Führungsschiene (123), die einer zweiten Förderstrecke zugeordnet ist, zur ersten Führungsschiene (103) hin führt und mittels einer Halterung (127) relativ zur ersten Führungsschiene (103) fixiert ist, und einen Einschleusweichenschenkel (121) zum überleiten von längs der zweiten Förderstrecke herangeführten Fördergutträgern (105) von der zweiten Führungsschiene (123) zur ersten Führungsschiene (103), wobei der Einschleusweichenschenkel (121) mittels einer Gelenkan- Ordnung (130) an dem der ersten Führungsschiene (103) benachbarten

Ende der zweiten Führungsschiene (123) in deren Verlängerung frei schwenkbeweglich so gehalten ist, dass er durch Belastung durch einen ihm über die zweite Führungsschiene (123) zugeführten Fördergutträger (105) zu einer Einschleus- Stellung hin zu drängen ist, in der er den Fördergutträger (105) bei dessen Weiterbewegung auf die erste Führungsschiene (103) führen kann, wobei dabei der mit einer auf einer Seite seines Basiskörpers (111) angeordneten Laufrolle (113b) an dem Einschleusweichen-

schenkel (121 ) hängend bewegte Fördergutträger (105) mit einer auf der anderen Seite seines Basiskörpers (111) angeordneten Laufrolle (113a) mit dem Führungsprofil (115a)der ersten Führungsschiene (103) in Eingriff kommen kann.

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2. Weichenvorrichtung nach Anspruch 1 , wobei die zweite Führungsschiene (123) und/oder die Einschleusweichenschenkel (121) ein Gefälle hin zur ersten Führungsschiene (103) aufweisen, so dass sich daran geführte Fördergutträger (105) im Gefällebereich allein aufgrundo ihrer Schwerkraft zur ersten Führungsschiene (103) bewegen können.

3. Weichenvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei am übergang zwischen - und im Abstand zu der zweiten Führungsschiene (123) und dem Einschleusweichenschenkel (121) ein Einweiselement (134) an-5 geordnet ist, und zwar zur Zwangsführung von längs der zweiten Führungsschiene (123) herangeführten und mit einer ihrer Laufrollen (113b) an dem Einschleusweichenschenkel (121) hängend bewegten Fördergutträgern (105) in Richtung zur ersten Führungsschiene (103), so dass bei nicht in Einschleusstellung befindlichem Einschleusweichenschen-o kel (121) ein den Einschleusweichenschenkel (121) zur Einschleusstellung drängendes Moment von einem an dem Einweiselement (134) zwangsgeführten Fördergutträger (105) auf den Einschleusweichenschenkel (121 ) ausgeübt werden kann. 5 4. Weichenvorrichtung nach Anspruch 3, wobei das Einweiselement (134) eine oberhalb des Einschleusweichenschenkels (121) verlaufende starre Führungsleiste ist, die mit dem Basiskörper (111) eines ; dem Ein- schleusweichenschenkel (121) von der zweiten Führungsschiene (123) her zugeführten Fördergutträgers (105) in Führungseingriff kommen0 kann.

5. Weichenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis

4, wobei der Einschleusweichenschenkel (121) mittels eines Scharniers (130) um eine gegenüber der Vertikalen leicht geneigten Schwenkachse (132) schwenkbar an dem der ersten Führungsschiene (103) benachbarten Ende der zweiten Führungsschiene (123) gelagert ist, so dass er unter der Gewichtskraft eines Fördergutträgers (105) ein Drehmoment bezüglich der Schwenkachse (123) erfährt, das ihn zur Einschleusstellung hin tendieren lässt.

6. Hängefördereinrichtung mit einer Weichen Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5.

Description:

Einschleusweichenvorrichtung für eine Hängefördereinrichtung

Beschreibung

Die Erfindung betrifft eine Weichen Vorrichtung für eine Hängefördereinrichtung, die Führungsschienen und Fördergutträger mit einem jeweiligen Basiskörper und davon zu entgegengesetzten Seiten nach außen abstehenden Laufrollen umfasst, wobei die Fördergutträger mit jeweils wenigstens einer Laufrolle auf einer Seite des Basiskörpers an einer betreffenden Führungs- schiene seitlich hängend längs einer jeweiligen Förderstrecke geführt bewegbar sind, wobei die Laufrolle mit einem Führungsprofil der Führungsschiene in Eingriff steht.

Solche Hängefördereinrichtungen mit Führungsschienen und Fördergutträ- gern sind z. B. aus der DE 198 16 688 A1 , der EP 0 623 497 B1 und der DE 199 43 141 A1 bekannt.

Derartige Hängefördereinrichtungen finden weit verbreitet beispielsweise in der Bekleidungsindustrie Verwendung und werden dort vorwiegend zum Transport von an Kleiderbügeln hängenden Bekleidungsstücken genutzt. Als Fördergutträger dienen dabei sogenannte Bügelträger mit einem Basiskörper, der an seinem unteren Ende einen Hakenbereich zum Einhängen eines Kleiderbügels hat und an seinem oberen Ende ein Paar zu entgegengesetzten Seiten von dem Basiskörper abstehender Laufrollen aufweist. Die Bügel- träger sind mit jeweils einer Laufrolle an einer auch als Laufschiene bezeichneten Führungsschiene angehängt, wobei diese Laufrolle im Förderbetrieb -an-einem Führungsprofil bzw-einer-Führungsrille der-Laufschiene geführt— rollen kann. Der Basiskörper des Bügelträgers erstreckt sich seitlich neben der Laufschiene nach unten hin in einen Förderstrecken-Freiraum. üblicher- weise ist zum Antrieb der Bügelträger ein längs der Laufschiene geführtes Antriebsband vorgesehen. Im Falle des Reibband-Antriebs handelt es sich bei dem Antriebsband um ein Reibband, welches beispielsweise als Endlosband um zwei Umlenkstationen umlaufend angetrieben wird und welches

Bügelträger längs der jeweiligen Laufschiene reibschlüssig mitnehmen kann. Hängefördereinrichtungen mit solchen Reibband-Antrieben ermöglichen üblicherweise ein wahlweises Stauen einer Anzahl von Fördergutträgern bei weiterlaufendem Reibband.

Hängefördereinrichtungen der hier betrachteten Art werden häufig auch zur Durchführung von Sortieraufgaben verwendet, wobei nach entsprechenden Sortierkriterien jeweilige Fördergutträger an Abzweigungspunkten aus einer primären Förderstrecke auszuschleusen sind oder längs der primären För- derstrecke weitertransportiert werden sollen. Auch ist bei solchen Sortieraufgaben häufig ein Einschleusen von Fördergutträgern in eine primäre Förderstrecke gefordert. Zum Ausschleusen von Fördergutträgern aus einer Förderstrecke bzw. zum Einschleusen von Fördergutträgern in eine Förderstrecke sind übergabestationen, z. B. aus der EP 0 582 047 B1 , und Ab- zweigstationen, z. B. aus der DE 199 43 141 A1, bekannt. Die vorliegende Erfindung befasst sich mit dem Problem des zuverlässigen Einschleusens von Fördergutträgern in eine Förderstrecke.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Weichenvorrichtung für eine Hängeförder- einrichtung der eingangs erläuterten Art bereitzustellen, wobei die Weichenvorrichtung zum Einschleusen von Fördergutträgern in eine Primärförderstrecke geeignet ist, einen einfachen Aufbau hat und zuverlässig funktioniert.

Zur Lösung dieser Aufgabe wird vorgeschlagen, bei einer Weichenvorrich- tung der eingangs genannten Art folgende Merkmale vorzusehen: eine erste Führungsschiene, die einer ersten Förderstrecke zugeordnet ist, eine-zweite-Führungssehienerdie-einer-zweiten-Förderstreck e zugeordnet ist, zur ersten Führungsschiene hinführt und mittels einer Halterung relativ zur ersten Führungsschiene fixiert ist, und einen Einschleusweichenschenkel zum überleiten von längs der zweiten Förderstrecke herangeführten Fördergutträgern von der zweiten Führungsschiene zur ersten Führungsschiene, wobei der Einschleusweichenschenkel mittels einer Gelenkanordnung an dem der ersten Führungsschiene be-

nachbarten Ende der zweiten Führungsschiene in deren Verlängerung frei schwenkbeweglich so gehalten ist, dass er durch Belastung durch einen ihm über die zweite Führungsschiene zugeführten Fördergutträger zu einer Einschleusstellung hin zu drängen ist, in der er den Fördergutträger bei dessen Weiterbewegung auf die erste Führungsschiene führt, wobei dabei der mit einer auf einer Seite seines Basiskörpers angeordneten Laufrolle an dem Einschleusweichenschenkel hängend bewegte Fördergutträger mit einer auf der anderen Seite seines Basiskörpers angeordneten Laufrolle mit dem Führungsprofil der ersten Führungsschiene in Eingriff kommt.

Ein Hauptmerkmal dieser als Einschleusweiche ausgebildeten Weichenvorrichtung ist die im Wesentlichen freie Schwenkbeweglichkeit des Einschleusweichenschenkels um seine Schwenkachse, so dass der Weichenschenkel gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung keine Normal-Vor- zugsstellung hat, sondern jeweils bis auf Weiteres im Wesentlichen in der Stellung verbleibt, in die er bei Kontakt mit einem letzten Fördergutträger von diesem verdrängt wurde. Dies kann die Einschleusstellung sein, falls der letzte Kontakt mit einem Fördergutträger beim Einschleusen dieses Fördergutträgers in die erste Förderstrecke stattgefunden hat. Dies kann anderer- seits eine Passivstellung sein, falls der letzte Kontakt des Einschleusweichenschenkels mit einem längs der ersten Führungsschiene zugeführten Fördergutträger bei dessen Weiterleitung längs der ersten Förderstrecke stattgefunden hat. In diesem Fall stößt der Fördergutträger mit seiner der ersten Führungsschiene abgewandten Seite an dem noch in Einschleus- Stellung befindlichen Einschleusweichenschenkel an und verdrängt ihn in eine Passivstellung. Nachfolgend längs der ersten Förderstrecke herangeführte Fördergutträger können dann normalerweise ohne Berührung mit dem Einschleusweichenschenkel weiterbewegt werden, bis dieser von einem einzuschleusenden Fördergutträger wieder in die Einschleusstellung ver- schwenkt worden ist. Es sind somit keine Rückstellmittel, wie etwa Federn oder dgl., erforderlich, um den Einschleusweichenschenkel in eine Normal- Vorzugsstellung vorzuspannen. Dies ermöglicht einen sehr einfachen Aufbau der Weichenvorrichtung mit einem einfachen Scharnier als Gelenkan-

ordnung für den Einschleusweichenschenkel.

Vorzugsweise weisen die zweite Führungsschiene und der Einschleusweichenschenkel ein Gefälle hin zur ersten Führungsschiene von z. B. 5° - 10° relativ zur Horizontalen auf, so dass sich daran geführte Fördergutträger im Gefällebereich allein aufgrund ihrer Schwerkraft zur ersten Führungsschiene bewegen und dabei selbsttätig den Einschleusweichenschenkel in die Einschleusstellung drängen können. Insbesondere zu diesem Zweck wird als besonders bevorzugte Maßnahme weiterhin vorgeschlagen, dass am über- gang zwischen - und im Abstand zu der zweiten Führungsschiene und dem Einschleusweichenschenkel ein Einweiselement angeordnet ist, und zwar zur Zwangsführung von längs der zweiten Führungsschiene herangeführten und mit einer ihrer Laufrollen an dem Einschleusweichenschenkel hängend bewegten Fördergutträgern in Richtung zur ersten Führungsschiene, so dass bei nicht in Einschleusstellung befindlichem Einschleusweichenschenkel ein den Einschleusweichenschenkel zur Einschleusstellung drängendes Moment von einem an dem Einweiselement zwangsgeführten Fördergutträger auf den Einschleusweichenschenkel ausgeübt werden kann. Bei dem Einweiselement handelt es sich vorzugsweise um eine oberhalb des Ein- schleusweichenschenkels verlaufende starre Führungsleiste, die mit dem Basiskörper des betreffenden Fördergutträgers, der dem Einschleusweichenschenkel von der zweiten Führungsschiene her zugeführt wird, in Führungseingriff kommen kann. Der Fördergutträger kommt dabei mit einem oberen Abschnitt seines Basiskörpers mit der Führungsleiste in Kontakt, so dass dieser obere Bereich des Basiskörpers dem zur ersten Führungsschiene führenden Verlauf der Führungsleiste folgen muss. Aufgrund seines Gewichtes tendiert der Fördergutträger dabei dazu, seine vertikale Ausrichtung beizubehalten, wozu er ggf. vermittels der mit dem Laufprofil des Einschleusweichenschenkels in Führungseingriff stehenden Laufrolle den Ein- schleusweichenschenkel zusätzlich seitlich in die Einschleusstellung drängt. Der Fördergutträger kommt dann über den sicher in Einschleusstellung befindlichen Einschleusweichenschenkel zur Weiterfahrt auf der ersten Führungsschiene an.

In alternativen Varianten der Erfindung kann es z. B. vorgesehen sein, dass die zweite Führungsschiene und der Einschleusweichenschenkel kein Gefälle hin zur ersten Führungsschiene aufweisen.

Gegenstand der Erfindung ist auch eine Hängefördereinrichtung gemäß Anspruch 6.

Ein Ausführungsbeispiel der Einschleusweichenvorrichtung nach der Erfin- düng wird nachstehend unter Bezugnahme auf die Figuren 1 - 3 näher erläutert.

Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Einschleusweichenvorrichtung nach der Erfindung in einer Vorderansicht mit in Einschleusstel- lung geschaltetem Weichenschenkel und einem darauf zur überleitung auf eine erste Förderstrecke befindlichen Fördergutträger.

Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf die Einschleusweichenvorrichtung gemäß Fig. 1 in der gleichen Momentaufnahme.

Fig. 3 zeigt die Einschleusweichenvorrichtung aus Fig. 1 mit in Passivstellung befindlichem Einschleusweichenschenkel und an der ersten Führungsschiene geführtem Fördergutträger.

Die als Einschleusweiche dienende Weichenvorrichtung 101 in Fig. 1 um- fasst eine erste Führungsschiene 103, die im betriebsmäßigen Einbauzustand in einer Hängefördereinrichtung einer ersten Förderstrecke zugeordnet ist, längs welcher Fördergutträger 105 in der Förderrichtung 107 bewegbar sind. Im Beispielsfall verläuft die erste Führungsschiene 103 horizontal.

Bei den zu transportierenden Fördergutträgern 105 handelt es sich im Beispielsfall um sog. Bügelträger zum Transport von an Kleiderbügeln hängenden Kleidungsstücken. Jeder Bügelträger 105 weist an seinem unteren Ende

einen Haken 109 auf, in den der Haken eines Kleiderbügels eingehängt werden kann. Jeder Fördergutträger 105 hat einen im Wesentlichen vertikal ausgerichteten Basiskörper 111 und zwei gleichartige, an den einander entgegengesetzten Lateralseiten des Basiskörpers 111 nach außen abstehende konische Laufrollen 113a, 113b. Während der Bewegung längs einer Führungsschiene stützt sich der Fördergutträger 105 mit jeweils einer Laufrolle 113a bzw. 113b an einem Führungsprofil 115a bzw. 115b der betreffenden Führungsschiene ab, so dass er seitlich an der Führungsschiene angehängt und in Längsrichtung der Führungsschiene geführt ist. Unterhalb der Lauf- rollen 113a, 113b ist jeweils ein seitlicher Vorsprung mit einer äußeren Reibfläche 117 an dem Basiskörper 111 des Fördergutträgers 105 vorgesehen. Die der ersten Führungsschiene 103 jeweils zugewandte Reibfläche 117 eines längs der ersten Förderstrecke bewegten Fördergutträgers 105 steht normalerweise mit einem Reibband 119 in reibschlüssigem Kontakt. Das Reibband 119 ist zur Bewegung längs der ersten Förderstrecke an der Führungsschiene 103 geführt und kann bei seiner Bewegung die reibschlüssig angekoppelten Fördergutträger 105 mitnehmen.

Die Weichenvorrichtung 101 umfasst ein hier als Einschleusweichenschen- kel bezeichnetes bewegbares Führungsschienensegment 121 zum überleiten von längs der zweiten Führungsschiene 123 herangeführten Fördergutträgern 105 zur ersten Führungsschiene 103. Der Einschleusweichenschenkel 121 hat wie auch die erste Führungsschiene 103 und die zweite Führungsschiene 123 ein Führungsprofil 115b mit einer zur konischen Form der Laufrollen 113 der Fördergutträger 105 komplementären, zum oberen

Schienenrand hin schräg ansteigenden Kontur. Der Einschleusweichen- ^ schenke! 121 und die zweite Führungsschiene 123 können daher in gleicher Weise wie die erste Führungsschiene 103 einen Fördergutträger 105 an einer seiner Laufrollen 113a bzw. 113b in Eingriff nehmen, um ihn zur Be- wegung zur ersten Führungsschiene 103 hin zu führen. Der Einschleusweichenschenkel 121 und die zweite Führungsschiene 123 sind einer zweiten Förderstrecke zugeordnet und weisen ein Gefälle von z. B. 7° relativ zur Horizontalen auf, so dass sich darauf laufende Fördergutträger 105 aufgrund

der Schwerkraft in Richtung zur ersten Führungsschiene 103 bewegen können.

An einer gemeinsamen Halterungsanordnung 127 sind die erste Führungs- schiene 103, die zweite Führungsschiene 123 und der Einschleusweichenschenkel 121 angeordnet. Der Weichenschenkel 121 bildet in der in Fig. 1 gezeigten Einschleusstellung eine kontinuierliche Verlängerung der zweiten Führungsschiene 123, wobei die Führungsprofile 115b quasi stufenfrei und lückenfrei aneinander anschließen. Ein daran mit einer Laufrolle 113b hän- gend bewegbar geführter Fördergutträger 105 kommt bei Erreichen des freien Endes 122 des Einschleusweichenschenkels 121 mit seiner bis dahin freien Laufrolle 113a auf der anderen Seite des Fördergutträger-Basiskörpers 111 mit dem Laufprofil 115a der ersten Führungsschiene 103 in Führungseingriff, um dann schließlich nach Verlassen des Einschleusweichen- schenkeis 121 längs der ersten Führungsschiene 103 weiterzulaufen. In den Fig. 1 und 2 ist ein solcher Fördergutträger 105 in der Situation kurz vor der überleitung vom Einschleusweichenschenkel 121 zur ersten Führungsschiene 103 dargestellt.

Der Einschleusweichenschenkel 121 ist durch ein Scharnier 130 frei schwenkbeweglich um eine vertikale Schwenkachse 132 gelagert, so dass er mit geringem Kraftaufwand verschwenkt werden kann, um ihn in eine Passivstellung gemäß Fig. 3 zu bringen. Dies kann z. B. durch Anstoßen eines längs der ersten Förderstrecke auf der ersten Führungsschiene 103 herangeführten Fördergutträgers 105 an den Einschleusweichenschenkel 121 erfolgen, der dabei in etwa in die Passivstellung gemäß Fig. 3 verdrängt werden kann. Nachfolgende Fördergutträger 105J<önnen dann frei längs der ersten Förderstrecke bewegt werden, bis ein weiterer Fördergutträger 105 von der zweiten Förderstrecke her eingeschleust werden muss. Dabei ist darauf zu achten, dass zum Zeitpunkt des Einschleusens kein längs der ersten Führungsschiene 103 bewegter Fördergutträger 105 in die Nähe des Einschleusweichenschenkels 121 gelangt.

In dem Fall, dass sich ein Fördergutträger 105 auf der zweiten Führungsschiene 123 dem in der Passivstellung gemäß Fig. 3 befindlichen Einschleusweichenschenkel 121 nähert und die übergangsstelle 137 zwischen den Führungsprofilen 115b der zweiten Führungsschiene 123 und des Ein- schleusweichenschenkels 121 erreicht, so kommt es aufgrund der Inein- griffnahme des Führungsprofils 115b des Einschleusweichenschenkels 121 durch die Laufrolle 113b des Fördergutträgers 105 zu einer Belastung des Einschleusweichenschenkels 121 , die ihn zum übergang in die Einschleusstellung gemäß Fig. 1 drängt. Dies erfolgt unter dem Gewicht des Förder- gutträgers 105. Um diesen Effekt zu verstärken, kann es vorgesehen sein, dass die Schwenkachse 132 des den Einschleusweichenschenkel 121 frei schwenkbar haltenden Scharnieres 130 leicht zur ersten Führungsschiene 103 hin geneigt ist. Vorzugsweise ist der Einschleusweichenschenkel 121 dann so austariert, dass das aufgrund seines Eigengewichtes wirkende und ihn zur Einschleusstellung hin belastende Drehmoment durch Lagerreibung, insbesondere im Scharnier 130, kompensiert wird, so dass der unbelastete Einschleusweichenschenkel 121 in der jeweiligen zuletzt eingenommenen Stellung verbleibt. Wird der Einschleusweichenschenkel 121 jedoch von einem Fördergutträger 105 durch dessen Gewicht und ggf. durch das Ge- wicht des daran hängenden Fördergutes belastet, so wird bei der Ausführungsform mit schräg stehender Schwenkachse 132 des Scharniers 130 die Lagerreibung überwunden und der Einschleusweichenschenkel 121 kippt unter dem Gewicht des Fördergutträgers 105 in die Einschleusstellung.

In den Fig. 1 - 3 ist ein an der oberen Querplatte 128 der Halterungsanordnung 127 befestigtes Einweiselement 134 in Gestalt einer starren Führungs- leiste zu erkennen. Die Führungsleiste 134 dient zur Zwangsführung der

Fördergutträger 105 an deren oberen Enden in Richtung zur ersten Führungsschiene 103, wie dies in den Fig. 1 und 2 an dem Beispiel des dort eingezeichneten Fördergutträgers 105 zu erkennen ist. Ein solcher längs der zweiten Führungsschiene 123 herangeführter Fördergutträger 105 kommt im Bereich der übergangsstelle 137 zwischen zweiter Führungsschiene 123 und Einschleusweichenschenkel 121 in Führungseingriff mit der Führungs-

leiste 134, wobei die zur Seite des Einschleusweichenschenkels 121 weisende Seitenfläche 136 des nach oben vom Basiskörper 111 abstehenden Kopfsteges 138 des Fördergutträgers 105 mit der der Seite zum Einschleusweichenschenkel 121 abgewandten Seitenfläche 140 der Führungsleiste 134 in Führungskontakt kommen kann. Sollte sich der Einschleusweichenschenkel 121 dabei noch nicht in der Einschleusstellung befinden, so würde der mit seiner Laufrolle 113b auf dem Führungsprofil 115b laufende Fördergutträger 105 zur Seite geneigt sein, da er an seinem oberen Kopfsteg 138 mittels der Führungsleiste 134 zwangsgeführt ist. Aufgrund seines Gewich- tes tendiert der Fördergutträger 105 jedoch dazu, seine vertikale Ausrichtung einzunehmen. Da die konische Laufrolle 113b des Fördergutträgers 105 mit dem komplementären Führungsprofil 115b des Einschleusweichenschenkels 121 in dieser Situation in Eingriff steht, verschwenkt der sich in seine Vertikalausrichtung einstellende Fördergutträger 105 den Einschleusweichen- schenke! 121 in die Einschleusstellung.

In den vorstehend erläuterten Ausführungsbeispielen handelt es sich bei den gezeigten Fördergutträgern 105 um Einzelbügelträger. Die Erfindung ist jedoch nicht auf die Verwendung mit solchen Einzelbügelträgern beschränkt, sondern kann auch Anwendung finden bei Fördergutträgern dieser Bauart, die durch Verbindungselemente gekoppelt sind und somit einseitig an Führungsschienen anzuhängende Laufwagen bilden, die z. B. auf deren Verbindungselementen Haken von mehreren Kleiderbügeln oder dgl. aufnehmen können.