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Title:
FEEDER TABLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/019818
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a feeder table (1) for a plate-type object (2), the feeder table (1) comprising conveyor means (3a, 3b) for the linear conveying of the plate-type object (2) parallel to a first direction (4), and a rotating device (7) for rotating the plate-type object (2) about an axis of rotation parallel to a third direction (6), the third direction being normal in relation to a plane of the feeder table (1) and the plane of the feeder table (1) spanning through the first direction (4) and a second direction (5) which is normal thereto. According to the invention, the rotating device (7) has a main arm (9) that can be rotated about a first axis of rotation (12), and at least one additional arm (10a, 10b) which is mounted on the main arm (9) in such a way that it an be rotated about a second axis of rotation (13a, 13b), the first axis of rotation (12) and the second axis of rotation (13a, 13b) being parallel to the third drection (6).

Inventors:
HASELSTEINER, Hubert (Adersdorf 282, 3332 Biberbach, 3332, AT)
Application Number:
EP2017/068741
Publication Date:
February 01, 2018
Filing Date:
July 25, 2017
Export Citation:
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Assignee:
HASELSTEINER, Hubert (Adersdorf 282, 3332 Biberbach, 3332, AT)
International Classes:
B65G49/06; B05B13/02; B05C5/02; B05C13/02; B65G47/244; C03C17/00
Attorney, Agent or Firm:
KLIMENT & HENHAPEL PATENTANWAELTE OG (Singerstrasse 8/3/9, 1010 Wien, 1010, AT)
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Claims:
A N S P R U C H E

Zustelltisch (1) für einen plattenförmigen Gegenstand (2), der Zustelltisch (1) umfassend Fördermittel (3a, 3b) zum geradlinigen Fördern des plattenförmigen Gegenstands (2) parallel zu einer ersten Richtung (4) sowie eine

Drehvorrichtung (7) zum Drehen des plattenförmigen

Gegenstands (2) um eine Drehachse, welche parallel zu einer dritten Richtung (6) ist, wobei die dritte Richtung normal auf eine Ebene des Zustelltischs (1) steht und die Ebene des Zustelltischs (1) durch die erste Richtung (4) und eine normal auf diese stehende zweite Richtung (5) aufgespannt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die

Drehvorrichtung (7) einen Hauptarm (9) aufweist, der um eine erste Drehachse (12) drehbar ist, und mindestens einen Zusatzarm (10a, 10b), der am Hauptarm (9) um eine zweite Drehachse (13a, 13b) drehbar gelagert ist, wobei die erste Drehachse (12) und die zweite Drehachse (13a, 13b) parallel zur dritten Richtung (6) sind.

Zustelltisch (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am mindestens einen Zusatzarm (10a, 10b) mindestens ein Drehteller (IIa, IIb, 11c, lld) um eine dritte

Drehachse (14a, 14b, 14c, 14d) drehbar gelagert ist, welche parallel zur dritten Richtung (6) ist.

Zustelltisch (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass genau zwei Zusatzarme (10a, 10b) vorgesehen sind.

Zustelltisch (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass für jeden Zusatzarm (10a, 10b) genau zwei Drehteller (IIa, IIb; 11c, lld) vorgesehen sind.

Zustelltisch (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Nullstellung (15) eine

Längsachse (17a, 17b) jedes Zusatzarms (10a, 10b) parallel, und vorzugsweise deckungsgleich, zu einer

Längsachse (16) des Hauptarms (9) verläuft.

6. Zustelltisch (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass in der Nullstellung (15) die Längsachse (16) des Hauptarms (9) parallel zur ersten Richtung (4) verläuft.

7. Zustelltisch (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehvorrichtung (7) parallel zur ersten Richtung (4) und/oder zur zweiten Richtung (5) und/oder zur dritten Richtung (6) bewegbar ist.

8. Zustelltisch (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördermittel mindestens einen, vorzugsweise mehrere parallel verlaufende, Riemenförderer (3a, 3b) umfassen.

9. Zustelltisch (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehvorrichtung (7) zwischen zwei Riemenförderern (3a, 3b) angeordnet ist.

10. Zustelltisch (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördermittel (3a, 3b) parallel zur zweiten Richtung (5) bewegbar sind.

11. Zustelltisch (1) nach Anspruch 10 und 9, dadurch

gekennzeichnet, dass die zwei Riemenförderer (3a, 3b) , zwischen denen die Drehvorrichtung (7) angeordnet ist, parallel zur zweiten Richtung (5) aufeinander zu und voneinander weg bewegbar sind.

12. Zustelltisch (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Zusatzarm (10a, 10b) parallel zur dritten Richtung (6) relativ zum Hauptarm (9) bewegbar ist.

13. Zustelltisch (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Drehteller (IIa, IIb, 11c, lld) parallel zur dritten Richtung (6) relativ zum mindestens einen Zusatzarm (10a, 10b) bewegbar ist.

14. Zustelltisch (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine

Drehteller (IIa, IIb, 11c, lld) als Sauger und/oder

Greifer ausgebildet ist.

15. Verwendung eines Zustelltisches (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 14 zum Zuführen des plattenförmigen

Gegenstands (2) zu einer Bearbeitungsvorrichtung (8) zum

Bearbeiten, vorzugsweise Beschichten, insbesondere eines Rands, des plattenförmigen Gegenstands (2).

16. Verwendung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der plattenförmige Gegenstand eine Glasplatte (2) ist .

Description:
ZUSTELLTISCH

GEBIET DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Zustelltisch für einen plattenförmigen Gegenstand, der Zustelltisch umfassend Fördermittel zum geradlinigen Fördern des plattenförmigen Gegenstands parallel zu einer ersten Richtung sowie eine

Drehvorrichtung zum Drehen des plattenförmigen Gegenstands um eine Drehachse, welche parallel zu einer dritten Richtung ist, wobei die dritte Richtung normal auf eine Ebene des

Zustelltischs steht und die Ebene des Zustelltischs durch die erste Richtung und eine normal auf diese stehende zweite

Richtung aufgespannt ist.

Weiters betrifft die vorliegende Erfindung die Verwendung eines erfindungsgemäßen Zustelltisches.

STAND DER TECHNIK

Für das Beschichten von plattenförmigen Gegenständen,

insbesondere mit Farbe, ist es notwendig, die plattenförmigen Gegenstände, vorzugsweise auf einer Auflagefläche, genau auszurichten, damit mittels linear verfahrbarer Siebe,

Farbauftragswalzen oder anderer Auftragseinrichtungen,

insbesondere im Rahmen von Siebdruck-, Walz- oder

Sprühverfahren, die Beschichtung, insbesondere Farbe, auf die gewünschten Stellen aufgebracht werden kann. Muster aus geraden Linien sollen z.B. in der gewünschten Form genau parallel zu einer Plattenkante einer rechteckigen Glasplatte verlaufen. Eine derartige Vorrichtung zum Ausrichten in Form eines Zustelltisches ist etwa aus dem Gebrauchsmuster AT 13.360 U bekannt.

Die Anforderungen an die Funktionalität solcher Vorrichtungen werden insofern immer größer, als das Spektrum der Dimensionen von zu beschichtenden plattenförmigen Gegenständen stetig wächst und momentan von einigen Dezimetern bis zu mehreren Metern Kantenlänge reicht. Entsprechend ist es eine große Herausforderung, plattenförmige Gegenstände

unterschiedlichster Größe präzise verfahren und ausrichten zu können, zumal das Ausrichten über einen möglichst großen

Winkelbereich möglich sein soll und das Manipulieren des plattenförmigen Gegenstands nicht zuviel Zeit kosten darf.

AUFGABE DER ERFINDUNG

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen

alternativen Zustelltisch zur Verfügung zu stellen, der das präzise Ausrichten und Verfahren plattenförmiger Gegenstände unterschiedlichster Dimensionierungen zeitsparend erlaubt.

DARSTELLUNG DER ERFINDUNG

Zur Lösung der genannten Aufgabe ist es bei einem Zustelltisch für einen plattenförmigen Gegenstand, der Zustelltisch

umfassend Fördermittel zum geradlinigen Fördern des

plattenförmigen Gegenstands parallel zu einer ersten Richtung sowie eine Drehvorrichtung zum Drehen des plattenförmigen Gegenstands um eine Drehachse, welche parallel zu einer dritten Richtung ist, wobei die dritte Richtung normal auf eine Ebene des Zustelltischs steht und die Ebene des Zustelltischs durch die erste Richtung und eine normal auf diese stehende zweite Richtung aufgespannt ist,

erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Drehvorrichtung einen Hauptarm aufweist, der um eine erste Drehachse drehbar ist, und mindestens einen Zusatzarm, der am Hauptarm um eine zweite Drehachse drehbar gelagert ist, wobei die erste Drehachse und die zweite Drehachse parallel zur dritten Richtung sind. D.h. die erste Richtung, die zweite Richtung und die dritte

Richtung stehen wechselseitig normal aufeinander. Indem der mindestens eine Zusatzarm so gedreht wird, dass dieser vom Hauptarm in einem, vorzugsweise rechten, Winkel absteht, können große plattenförmige Gegenstände von der erfindungsgemäßen Drehvorrichtung unterstützt und gedreht werden . Dabei kann der mindestens eine Zusatzarm in einem Endbereich des Hauptarms an diesem drehbar gelagert sein, um

plattenförmige Gegenstände mit einer großen Fläche

unterstützen bzw. auf die Drehvorrichtung auflegen zu können. Zur Lagerung des mindestens einen Zusatzarms am Hauptarm kann ein mit dem Hauptarm verbundenes bzw. an diesem fixiertes Lagerelement vorgesehen sein.

Die drehbare Lagerung des Zusatzarms kann entlang einer

Längsachse des Zusatzarms gesehen im Bereich seiner Mitte erfolgen, um eine möglichst stabile Konstruktion und die

Auflage von schweren plattenförmigen Gegenständen auf der Drehvorrichtung zu ermöglichen.

Grundsätzlich kann das Ausrichten des plattenförmigen

Gegenstands somit durch Verdrehen des Hauptarms um die erste Drehachse erfolgen. Insbesondere für große plattenförmige Gegenstände ist das die bevorzugte Art und Weise des

Ausrichtens. Beispielsweise kann mit dem erfindungsgemäßen Zustelltisch eine rechteckige Glasplatte von bis zu 3 m, vorzugsweise bis zu 6 m, Länge und von bis zu 3,21 m Breite problemlos manipuliert und einer Bearbeitungsvorrichtung exakt zugeführt werden. Hierzu ist zu bemerken, dass eine

grundsätzliche Einschränkung auf eine maximale Plattengröße nicht existiert, d.h. der erfindungsgemäße Zustelltisch kann problemlos für die Manipulation noch längerer und/oder

breiterer plattenförmiger Gegenstände, insbesondere

Glasplatten, ausgelegt werden.

Dabei wird der plattenförmige Gegenstand mit den Fördermitteln der Drehvorrichtung zugeführt und mit der Drehvorrichtung - im geschilderten Fall durch Drehung des Hauptarms um die erste Drehachse - entsprechend gedreht und vorzugsweise auch

entsprechend linear verfahren, wobei diese Schritte (Drehen einerseits, Verfahren andererseits) grundsätzlich

hintereinander oder aber auch gleichzeitig ausgeführt werden können.

Bei der Bearbeitungsvorrichtung kann es sich um eine

Beschichtungsvorrichtung handeln, die beispielsweise auf Basis von Siebdruck-, Walz-, Sprühverfahren oder Digitaldruck die Beschichtung, insbesondere Farbe, auf die gewünschten Stellen aufbringt. Dabei können auch beliebige - nicht nur geradlinige - Muster aufgebracht werden. Die Bearbeitungsvorrichtung kann aber - alternativ oder zusätzlich - auch für andere

Bearbeitungsschritte vorgesehen sein, z.B. fürs Fräsen.

Sofern der plattenförmige Gegenstand geringere Dimensionen bzw. eine mittlere Größe aufweist und ausschließlich durch einen einzigen Zusatzarm unterstützt bzw. auf diesen aufgelegt werden kann, kann das Ausrichten des plattenförmigen

Gegenstands prinzipiell auch durch Drehen des Zusatzarms um die zweite Drehachse alleine erfolgen, ohne dass hierfür der Hauptarm verdreht werden muss. Beispielsweise kann auf diese Weise eine rechteckige Glasplatte von 1 m bis 2 m Länge und 1 m bis 2 m Breite problemlos manipuliert und der

Bearbeitungsvorrichtung exakt zugeführt werden. Wiederum wird der plattenförmige Gegenstand mit den Fördermitteln der Drehvorrichtung zugeführt und mit der

Drehvorrichtung - in diesem Fall durch Drehung des Zusatzarms um die zweite Drehachse - entsprechend gedreht und

vorzugsweise auch entsprechend linear verfahren, wobei diese Schritte (Drehen einerseits, Verfahren andererseits)

grundsätzlich hintereinander oder aber auch gleichzeitig ausgeführt werden können. Gleichwohl ist es in diesem Fall denkbar, den Hauptarm zusätzlich zu verdrehen, um eine

zusätzliche Bewegung des plattenförmigen Gegenstands zu erzeugen, insbesondere dann, wenn der plattenförmige

Gegenstand exzentrisch zur ersten Drehachse angeordnet ist. Entsprechend kann diese zusätzliche Bewegung in die genannte Sequenz von Bewegungen (Drehen und Verfahren) aufgenommen werden.

Denkbar wäre es auch bei Vorhandensein mehrerer Zusatzarme, dass mehrere plattenförmige Gegenstände, von denen jeder jeweils auf einem einzigen Zusatzarm aufgelegt ist, unabhängig voneinander gedreht werden können, indem jeder der Zusatzarme entsprechend um seine zweite Drehachse gedreht wird. D.h.

vorzugsweise können die Zusatzarme unabhängig voneinander um ihre zweite Drehachse verdreht werden.

Wiederum werden die plattenförmigen Gegenstände mit der

Drehvorrichtung - in diesem Fall durch Drehung der Zusatzarme um die jeweilige zweite Drehachse - entsprechend gedreht und mit den Fördermitteln entsprechend linear verfahren, wobei diese Schritte (Drehen einerseits, Verfahren andererseits) üblicherweise in einer geeigneten Sequenz hintereinander und ggf. iterativ ausgeführt werden. Auch in diesem Fall ist es denkbar, den Hauptarm zusätzlich zu verdrehen, um eine

zusätzliche Bewegung der plattenförmigen Gegenstände zu erzeugen, insbesondere dann, wenn die plattenförmigen

Gegenstände exzentrisch zur ersten Drehachse angeordnet sind. Entsprechend kann diese zusätzliche Bewegung in die genannte Sequenz von Bewegungen (Drehen und Verfahren) aufgenommen werden .

Insbesondere um kleine plattenförmige Gegenstände geeignet ausrichten zu können, ist es bei einer bevorzugten

Ausführungsform des erfindungsgemäßen Zustelltisches

vorgesehen, dass am mindestens einen Zusatzarm mindestens ein Drehteller um eine dritte Drehachse drehbar gelagert ist, welche parallel zur dritten Richtung ist. D.h. sofern der plattenförmige Gegenstand kleine Dimensionen aufweist und ausschließlich durch einen einzigen Drehteller unterstützt bzw. auf diesen aufgelegt werden kann, kann das Ausrichten des plattenförmigen Gegenstands durch Drehen des Drehtellers um die dritte Drehachse alleine erfolgen, ohne dass hierfür der Zusatzarm und/oder der Hauptarm verdreht werden müssen.

Beispielsweise kann auf diese Weise eine rechteckige

Glasplatte von 0,3 m bis 1,3 m Länge und 0,3 m bis 1,3 m

Breite problemlos manipuliert und der Bearbeitungsvorrichtung exakt zugeführt werden.

Wiederum wird der plattenförmige Gegenstand mit den

Fördermitteln der Drehvorrichtung zugeführt und mit der

Drehvorrichtung - in diesem Fall durch Drehung des Drehtellers um die dritte Drehachse - entsprechend gedreht und

vorzugsweise auch linear verfahren, wobei diese Schritte

(Drehen einerseits, Verfahren andererseits) grundsätzlich hintereinander oder aber auch gleichzeitig ausgeführt werden können. Gleichwohl ist es in diesem Fall denkbar, den Hauptarm und/oder den Zusatzarm, auf dem der Drehteller drehbar

gelagert ist, zusätzlich zu verdrehen, um eine zusätzliche Bewegung des plattenförmigen Gegenstands zu erzeugen,

insbesondere dann, wenn der plattenförmige Gegenstand

exzentrisch zur ersten Drehachse und/oder zweiten Drehachse angeordnet ist. Entsprechend kann diese zusätzliche Bewegung in die genannte Sequenz von Bewegungen (Drehen und Verfahren) aufgenommen werden. Analog zum oben Gesagten wäre es bei Vorhandensein mehrerer Drehteller denkbar, dass mehrere plattenförmige Gegenstände, von denen jeder jeweils auf einem einzigen Drehteller

aufgelegt ist, unabhängig voneinander gedreht werden können, indem jeder der Drehteller entsprechend um seine dritte

Drehachse gedreht wird. D.h. vorzugsweise können die

Drehteller unabhängig voneinander um ihre dritte Drehachse verdreht werden.

Wiederum werden die plattenförmigen Gegenstände mit den

Fördermitteln der Drehvorrichtung zugeführt und mit der

Drehvorrichtung - in diesem Fall durch Drehung der Drehteller um die jeweilige dritte Drehachse - entsprechend gedreht und vorzugsweise auch entsprechend linear verfahren, wobei diese Schritte (Drehen einerseits, Verfahren andererseits)

grundsätzlich hintereinander oder aber auch gleichzeitig ausgeführt werden können. Auch in diesem Fall ist es denkbar, den Hauptarm und/oder den mindestens einen Zusatzarm

zusätzlich zu verdrehen, um eine zusätzliche Bewegung der plattenförmigen Gegenstände zu erzeugen, insbesondere dann, wenn die plattenförmigen Gegenstände exzentrisch zur ersten und/oder zur jeweiligen zweiten Drehachse angeordnet sind. Entsprechend kann diese zusätzliche Bewegung in die genannte Sequenz von Bewegungen (Drehen und Verfahren) aufgenommen werden . Bei plattenförmigen Gegenständen mittlerer Größe, können mehrere Drehteller eines Zusatzarms eine Auflage für den jeweiligen plattenförmigen Gegenstand bilden, wobei dann beim Ausrichten nur der Zusatzarm um die zweite Drehachse und/oder der Hauptarm um die erste Drehachse verdreht werden. Bei großen plattenförmigen Gegenständen können mehrere Drehteller mehrerer Zusatzarme, ggf. alle Drehteller aller Zusatzarme, eine Auflage für den jeweiligen plattenförmigen Gegenstand bilden, wobei dann beim Ausrichten nur der Hauptarm um die erste Drehachse verdreht wird. Um den (mindestens einen) plattenförmigen Gegenstand mit der Drehvorrichtung zu bewegen, wird dieser nach der Zuführung durch die Fördermittel vorzugsweise von diesen mittels der Drehvorrichtung abgehoben und bleibt während der gesamten Bewegung mit der Drehvorrichtung angehoben. Dabei genügt es, wenn der plattenförmige Gegenstand nur ein wenig von den Fördermitteln abgehoben wird, z.B. einige Zentimeter, typischerweise 3 cm bis 7 cm, insbesondere 5 cm. Nachdem der plattenförmige Gegenstand relativ zur Bearbeitungsvorrichtung die gewünschte Position hat, wird dieser vorzugsweise wieder abgesenkt, um eine stabile Lage während der Bearbeitung mit der Bearbeitungsvorrichtung zu garantieren.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Zustelltisches ist es vorgesehen, dass genau zwei Zusatzarme vorgesehen sind. In der Praxis stellt diese Konfiguration einen meist optimalen Kompromiss dar hinsichtlich des

Konstruktionsaufwands und der damit verbundenen Kosten einerseits und dem bearbeitbaren Größenspektrum der zu bewegenden plattenförmigen Gegenstände andererseits. Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Zustelltisches ist es vorgesehen, dass für jeden Zusatzarm genau zwei Drehteller vorgesehen sind. Auch dies stellt für die Praxis einen meist optimalen Kompromiss dar hinsichtlich des Konstruktionsaufwands und der damit verbundenen Kosten einerseits und dem bearbeitbaren Größenspektrum der zu bewegenden plattenförmigen Gegenstände andererseits.

Insbesondere wird durch zwei Drehteller pro Zusatzarm eine sichere Auflage für große plattenförmige Gegenstände

ermöglicht . Insbesondere bei mittleren und kleinen plattenförmigen

Gegenständen ist es mitunter nicht unbedingt notwendig, den mindestens einen Zusatzarm winkelig vom Hauptarm abstehen zu lassen, um eine möglichst stabile Unterstützung bzw. Auflage des plattenförmigen Gegenstands zu ermöglichen. In diesem Fall kann die Drehvorrichtung platzsparend angeordnet werden. Daher ist es bei einer bevorzugten Ausführungsform des

erfindungsgemäßen Zustelltisches vorgesehen, dass in einer Nullstellung eine Längsachse jedes Zusatzarms parallel, und vorzugsweise deckungsgleich, zu einer Längsachse des Hauptarms verläuft .

Es sei jedoch bemerkt, dass im Allgemeinen eine optimale

Anpassung der Drehvorrichtung an die Geometrie des

plattenförmigen Gegenstands möglich ist durch passende Wahl eines Winkels zwischen der Längsachse des Hauptarms und der Längsachse des mindestens einen Zusatzarms. Z.B. kann der mindestens eine Zusatzarm so - typischerweise in einem Bereich von 5° bis 30° - relativ zum Hauptarm gedreht werden, dass eine optimale Unterstützung eines langen schmalen

plattenförmigen Gegenstands ermöglicht wird. Bei mehreren Zusatzarmen wäre es dabei auch denkbar, dass nicht alle, sondern nur einer der Zusatzarme oder einige ausgewählte

Zusatzarme einen derartigen Winkel mit dem Hauptarm

einschließen und die restlichen Zusatzarme parallel zum

Hauptarm ausgerichtet sind. Insbesondere wenn genau zwei

Zusatzarme vorhanden sind, ist es denkbar, dass die Längsachse eines der beiden Zusatzarme mit der Längsachse des Hauptarms einen Winkel größer 0° aber kleiner 90°, vorzugsweise einen Winkel im Bereich von 5° bis 30°, mit der Längsachse des

Hauptarms einschließt und der andere der beiden Zusatzarme parallel zum Hauptarm ausgerichtet ist. Selbstverständlich sind aber auch Situationen möglich, in denen beide bzw.

sämtliche Zusatzarme parallel ausgerichtet sind und denselben Winkel mit dem Hauptarm einschließen.

Um insbesondere bei kleinen plattenförmigen Gegenständen die Drehvorrichtung besonders platzsparend anordnen zu können, ist es bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform des

erfindungsgemäßen Zustelltisches vorgesehen, dass in der Nullstellung die Längsachse des Hauptarms parallel zur ersten Richtung verläuft. Es kann also eine Anordnung der Drehteller erzielt werden, bei welcher alle Drehteller auf einer Linie liegen, die parallel zur ersten Richtung verläuft. Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Zustelltisches ist es vorgesehen, dass die Drehvorrichtung parallel zur ersten Richtung und/oder zur zweiten Richtung und/oder zur dritten Richtung bewegbar ist. Zum einen kann hierdurch ein gewisses Verfahren des plattenförmigen

Gegenstands parallel zur ersten Richtung ermöglicht werden, ohne dass hierzu die Fördermittel verwendet werden müssen. Auf diese Weise lässt sich der plattenförmige Gegenstand

zeitsparend und äußerst präzise linear bewegen.

Die Möglichkeit, den plattenförmigen Gegenstand mittels der Drehvorrichtung auch parallel zur zweiten Richtung zu bewegen, ermöglicht einen insgesamt größeren Bereich, in welchem der plattenförmige Gegenstand bewegt werden kann, ohne dass die Bewegung parallel zur zweiten Richtung zwangsweise mit anderen Mitteln als der Drehvorrichtung erfolgen müsste. Die Möglichkeit, den plattenförmigen Gegenstand mittels der

Drehvorrichtung auch parallel zur dritten Richtung zu bewegen, bietet eine einfache Möglichkeit, den plattenförmigen

Gegenstand von den Fördermitteln zu entkoppeln, insbesondere indem der plattenförmige Gegenstand mittels der

Drehvorrichtung einfach von den Fördermitteln nach oben abgehoben wird. Umgekehrt kann natürlich auch die

Drehvorrichtung vom plattenförmigen Gegenstand auf einfache Art und Weise (wieder) entkoppelt werden, insbesondere indem die Drehvorrichtung nach unten abgesenkt wird und der

plattenförmige Gegenstand dadurch auf anderen Elementen des Zustelltischs , insbesondere auf den Fördermitteln, zu liegen kommt. D.h. auf diese Art und Weise könnte die Kopplung zu den Fördermitteln (wieder) hergestellt werden. Um die gesamte Drehvorrichtung parallel zur dritten Richtung zu bewegen, kann der Hauptarm entlang der dritten Richtung, beispielsweise mittels mindestens eines pneumatischen, hydraulischen oder elektrischen Zylinders, bewegt werden.

Vorzugsweise erfolgt diese Bewegung entlang der ersten

Drehachse .

Insbesondere falls mittelgroße plattenförmige Gegenstände von den linearen Fördermitteln abgehoben, gedreht und ggf. auf diese wieder aufgelegt werden sollen, ist mitunter ein

Zusatzarm groß genug, um eine vollständige Unterstützung und ein sicheres Aufliegen des plattenförmigen Gegenstands zu gewährleisten. D.h. es muss in diesem Fall nur der jeweilige Zusatzarm parallel zur dritten Richtung bewegt werden, was beispielsweise mittels mindestens eines pneumatischen, hydraulischen oder elektrischen Zylinders geschehen kann. Um dies zu ermöglichen, ist es bei einer bevorzugten

Ausführungsform des erfindungsgemäßen Zustelltisches

vorgesehen, dass der mindestens eine Zusatzarm parallel zur dritten Richtung relativ zum Hauptarm bewegbar ist.

Vorzugsweise erfolgt diese Bewegung entlang der jeweiligen zweiten Drehachse.

Insbesondere falls kleine plattenförmige Gegenstände von den linearen Fördermitteln abgehoben, gedreht und auf diese wieder aufgelegt werden sollen, ist mitunter ein Drehteller groß genug, um eine vollständige Unterstützung und ein sicheres Aufliegen des plattenförmigen Gegenstands zu gewährleisten. D.h. es muss in diesem Fall nur der jeweilige Drehteller parallel zur dritten Richtung bewegt werden, was

beispielsweise mittels mindestens eines pneumatischen, hydraulischen oder elektrischen Zylinders geschehen kann. Um dies zu ermöglichen, ist es bei einer bevorzugten

Ausführungsform des erfindungsgemäßen Zustelltisches

vorgesehen, dass der mindestens eine Drehteller parallel zur dritten Richtung relativ zum mindestens einen Zusatzarm bewegbar ist. Vorzugsweise erfolgt diese Bewegung entlang der jeweiligen dritten Drehachse.

Grundsätzlich ist aus dem Stand der Technik eine Vielzahl an Möglichkeiten für die Realisierung geeigneter linearer

Fördermittel bekannt, beispielsweise Kettenförderer, auf denen der plattenförmige Gegenstand aufliegt, oder ein Luftpolster kombiniert mit Fingerförderern, die den plattenförmigen

Gegenstand auf dem Luftpolster schieben. Um eine konstruktiv einfache, präzise und zuverlässige Realisierung von geeigneten Fördermitteln zu erreichen, ist es bei einer bevorzugten

Ausführungsform des erfindungsgemäßen Zustelltisches

vorgesehen, dass die Fördermittel mindestens einen,

vorzugsweise mehrere parallel verlaufende, Riemenförderer umfassen. Üblicherweise liegt der plattenförmige Gegenstand bei dessen Beförderung durch die Riemenförderer aufgrund der Schwerkraft auf diesen auf. Denkbar wäre es aber auch, die Riemenförderer mit geeigneten Haftmittel auszustatten, um den plattenförmigen Gegenstand besonders stabil, und vorzugsweise einfach lösbar, auf den Riemenförderern zu fixieren, z.B.

mittels Magnete, vorzugsweise Elektromagnete, oder

Ansaugvorrichtungen .

Um einerseits eine stabile Lage des plattenförmigen

Gegenstands bei dessen geradliniger Förderung mittels der Fördermittel bzw. Riemenförderer zu garantieren und

andererseits eine möglichst ausbalancierte Anordnung des plattenförmigen Gegenstands auf der Drehvorrichtung bei

Drehungen mit dieser sicherzustellen, ist es bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Zustelltisches vorgesehen, dass die Drehvorrichtung zwischen zwei Riemenförderern angeordnet ist.

Um den plattenförmigen Gegenstand über größere Distanzen parallel zur zweiten Richtung bewegen zu können, ist es bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Zustelltisches vorgesehen, dass die Fördermittel parallel zur zweiten Richtung bewegbar sind. Vorzugsweise kann dabei jedes Fördermittel, insbesondere jeder Riemenförderer, individuell parallel zur zweiten Richtung bewegbar sein, d.h. unabhängig von einem anderen Fördermittel, insbesondere anderen

Riemenförderern. Im Falle der zwischen zwei Fördermitteln bzw. Riemenförderern angeordneten Drehvorrichtung können die

Riemenförderer auch gemeinsam mit der Drehvorrichtung parallel zur zweiten Richtung mitbewegt werden, ohne dass die

Drehvorrichtung an einen der Riemenförderer anstößt.

Um einerseits eine stabile Förderung plattenförmiger

Gegenstände unterschiedlichster Größe mittels der

Riemenförderer sicherzustellen und andererseits stets eine möglichst ausbalancierte Anordnung des plattenförmigen

Gegenstands auf der Drehvorrichtung bei Drehungen mit dieser sicherzustellen zu können, ist es bei einer besonders

bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen

Zustelltisches vorgesehen, dass die zwei Riemenförderer, zwischen denen die Drehvorrichtung angeordnet ist, parallel zur zweiten Richtung aufeinander zu und voneinander weg bewegbar sind. Vorzugsweise wird dabei die Drehvorrichtung parallel zur zweiten Richtung gesehen stets in der Mitte zwischen den zwei Riemenförderern angeordnet.

Der erfindungsgemäße Zustelltisch eignet sich insbesondere dafür, plattenförmige Gegenstände einer

Bearbeitungsvorrichtung, insbesondere zum Beschichten, auf höchst präzise und effektive Art und Weise zuzuführen.

Entsprechend ist erfindungsgemäß eine Verwendung eines

erfindungsgemäßen Zustelltisches zum Zuführen des

plattenförmigen Gegenstands zu einer Bearbeitungsvorrichtung zum Bearbeiten, vorzugsweise Beschichten, insbesondere eines Rands, des plattenförmigen Gegenstands vorgesehen. Die präzise Bearbeitung bzw. Beschichtung von Randbereichen plattenförmiger Gegenstände ist im Bereich der Glasindustrie eine immer häufiger gestellte Anforderung. Entsprechend ist es bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verwendung vorgesehen, dass der plattenförmige Gegenstand eine Glasplatte ist.

Insbesondere wenn der erfindungsgemäße Zustelltisch für die Zuführung von Glasplatten verwendet wird, ist es vorteilhaft, die Drehteller als Sauger auszuführen, die eine Saugfunktion haben, um die aufliegende Glasplatte wahlweise anzusaugen und so zu fixieren oder freizugeben. Derartige Sauger mit einer solchen Saugfunktion sind an sich bekannt. Selbstverständlich ist mit derartigen Saugern auch das Ansaugen anderer

plattenförmiger Gegenstände möglich, insbesondere wenn diese eine geschlossene glatte Fläche aufweisen, um ein effektives Ansaugen zu ermöglichen.

Insbesondere wenn der erfindungsgemäße Zustelltisch für die Zuführung von Rahmenprofilen, wie z.B. Fensterrahmen,

verwendet wird, ist es vorteilhaft die Drehteller als Greifer auszuführen, die insbesondere am Rahmenprofil angreifen können, um dieses wahlweise zu fixieren oder freizugeben.

Derartige Greifer mit einer solchen Greiffunktion sind an sich bekannt. Selbstverständlich ist mit derartigen Greifern auch das Greifen anderer plattenförmiger Gegenstände möglich, insbesondere wenn diese einen Rahmen bzw. ein Rahmenprofil aufweisen, an welchem die Greifer angreifen können.

Daher ist es bei einer bevorzugten Ausführungsform des

erfindungsgemäßen Zustelltisches vorgesehen, dass der

mindestens eine Drehteller als Sauger und/oder Greifer

ausgebildet ist. D.h. es ist auch eine Kombination möglich, bei der manche Drehteller als Sauger, andere Drehteller als Greifer ausgeführt sind. Denkbar wäre es aber auch, dass ein Drehteller sowohl eine Saugfunktion als auch eine Greiffunktion aufweist. Insbesondere wenn der plattenförmige Gegenstand mit der Drehvorrichtung angehoben ist, wird

hierdurch eine Stabile Lage des plattenförmigen Gegenstands auf der Drehvorrichtung ermöglicht.

KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN

Die Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Die Zeichnungen sind beispielhaft und sollen den Erfindungsgedanken zwar darlegen, ihn aber keinesfalls

einengen oder gar abschließend wiedergeben.

Dabei zeigt:

Fig. 1 eine Aufsicht auf einen erfindungsgemäßen Zustelltisch mit einer darauf angeordneten großen Glasplatte, die mittels einer Bearbeitungsvorrichtung beschichtet werden soll

Fig. 2 eine schematische axonometrische Ansicht des

Zustelltisches analog zu Fig. 1

Fig. 3 eine Aufsicht analog zu Fig. 1, wobei die Glasplatte mittels einer Drehvorrichtung des Zustelltisches verdreht ist

Fig. 4 eine Aufsicht analog zu Fig. 1, wobei die Glasplatte parallel zu einer ersten Richtung und parallel zu einer zweiten Richtung verfahren ist

Fig. 5 eine Aufsicht auf den Zustelltisch, wobei sich die

Drehvorrichtung in einer Nullstellung befindet, um die

Manipulation einer kleinen Glasplatte optimal zu ermöglichen Fig. 6 eine Aufsicht auf den Zustelltisch, wobei auf diesem eine längliche Glasplatte angeordnet und mit der Drehvorrichtung verdreht ist

WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG

In der Aufsicht der Fig. 1 ist eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Zustelltisches 1 dargestellt, auf dem ein plattenförmiger Gegenstand in Form einer (großen) Glasplatte 2 angeordnet ist. In der Darstellung der Fig. 1 ist die

Glasplatte 2 quadratisch ausgeführt mit einer Seitenlänge von typischerweise 2,7 m.

Mittels des Zustelltisches 1 wird die Glasplatte 2 einer

Bearbeitungsvorrichtung 8 zugeführt, um insbesondere einen Randbereich der Glasplatte 2 zu bearbeiten, vorzugsweise zu beschichten. Die Bearbeitungsvorrichtung 8 ist dabei in Fig. 1 lediglich schematisch durch die L-förmige Struktur

illustriert .

Der Zustelltisch 1 weist zwei Riemenförderer 3a, 3b auf, mit denen die Glasplatte 2 parallel zu einer ersten Richtung 4 bewegt werden kann. In Fig. 1 ist die Glasplatte 2 strichliert in einer Position dargestellt, in welcher sie an den

Zustelltisch 1 herangeführt ist und sich unmittelbar vor der Auflage auf die Riemenförderer 3a, 3b befindet. Die

durchgezogenen Linien stellen die Glasplatte 2 nach deren linearer Förderung durch die Riemenförderer 3a, 3b parallel zur, genauer entgegen der, ersten Richtung 4 dar. Diese lineare Förderung bzw. Förderbewegung ist in Fig. 1 durch den Pfeil (ohne Bezugszeichen) neben der strichliert

eingezeichneten Glasplatte 2 angedeutet. Eine zweite Richtung 5 steht normal auf die erste Richtung 4 und spannt mit dieser eine Ebene des Zustelltisches 1 auf, welche Ebene parallel zur Zeichenebene der Fig. 1 ist. Eine dritte Richtung 6 steht normal auf diese Ebene und ragt in Fig. 1 aus der Zeichenebene hinaus. D.h. die drei Richtungen 4, 5, 6 stehen wechselseitig normal aufeinander. Um die Glasplatte 2 für die Beschichtung relativ zur

Bearbeitungsvorrichtung 8 wunschgemäß ausrichten zu können, weist der Zustelltisch 1 neben den Riemenförderern 3a, 3b eine Drehvorrichtung 7 auf, mittels der die Glasplatte 2 um eine parallel zur dritten Richtung 6 verlaufende Drehachse gedreht werden kann.

Hierzu weist die Drehvorrichtung 7 einen Hauptarm 9 auf, der um eine erste Drehachse 12, vorzugsweise mittels eines

Elektromotors 21, drehbar ist, vgl. Fig. 2. Die erste

Drehachse 12 ist parallel zur dritten Richtung 6 und entlang einer Längsachse 16 (vgl. Fig. 3) des Hauptarms 9 gesehen im Bereich des Zentrums des Hauptarms 9 angeordnet.

Im Bereich der beiden Enden des Hauptarms 9 sind zwei

Zusatzarme 10a, 10b drehbar um zweite Drehachsen 13a, 13b am Hauptarm 9 gelagert, wobei auch die zweiten Drehachsen 13a, 13b parallel zur dritten Richtung 6 sind. Die zweiten

Drehachsen 13a, 13b sind entlang von Längsachsen 17a, 17b (vgl. Fig. 3) der Zusatzarme 10a, 10b gesehen im Bereich der Zentren der Zusatzarme 10a, 10b angeordnet. Die Zusatzarme 10a, 10b können vorzugsweise mittels Elektromotoren 21 um die zweiten Drehachsen 13a, 13b gedreht werden.

Im Bereich der beiden Enden jedes Zusatzarms 10a, 10b ist jeweils ein Drehteller IIa, IIb, 11c, lld auf dem jeweiligen Zusatzarm 10a, 10b drehbar um dritte Drehachsen 14a, 14b, 14c, 14d gelagert, welche parallel zur dritten Richtung 6 sind. D.h. der Zusatzarm 10a weist die Drehteller IIa, IIb mit den dritten Drehachsen 14a, 14b auf und der Zusatzarm 10b die Drehteller 11c, lld mit den dritten Drehachsen 14c, 14d. Die Drehteller IIa, IIb, 11c, lld können vorzugsweise mittels Elektromotoren 21 um die dritten Drehachsen 14a, 14b, 14c, 14d gedreht werden.

In den Darstellungen der Fig. 1, Fig. 2, Fig. 3 und Fig. 4 sind die Zusatzarme 10a, 10b derart um die zweiten Drehachsen 13a, 13b gedreht, dass die Zusatzarme 10a, 10b rechtwinkelig vom Hauptarm 9 abstehen. D.h. die Längsachsen 17a, 17b der Zusatzarme 10a, 10b schließen mit der Längsachse 16 des

Hauptarms 9 jeweils einen rechten Winkel ein. Auf diese Weise deckt die Drehvorrichtung 7 eine große Fläche ab, und es können große plattenförmige Gegenstände bzw. Glasplatten 2 problemlos von der Drehvorrichtung 7 aufgenommen bzw.

unterstützt und bewegt werden, ohne dass Gefahr besteht, dass die jeweilige Glasplatte 2 aus dem Gleichgewicht gerät und von der Drehvorrichtung 7 herunter kippt. Die Aufnahme der auf den Riemenförderern 3a, 3b aufliegenden

Glasplatte 2 auf die Drehvorrichtung 7 erfolgt durch Verfahren der Drehvorrichtung 7 in der dritten Richtung 6. Hierdurch wird die Glasplatte 2 zunächst von den Drehtellern IIa, IIb, 11c, lld kontaktiert und sodann von den Riemenförderern 3a, 3b abgehoben, d.h. von den Riemenförderern 3a, 3b entkoppelt.

Vorzugsweise sind die Drehteller IIa, IIb, 11c, lld als Sauger ausgebildet, um die Glasplatte 2 durch Ansaugen fixieren und so ein ungewünschtes Verrutschen der Glasplatte 2 vermeiden zu können . Um die Drehvorrichtung 7 parallel zur dritten Richtung 6 bewegen zu können, ist im dargestellten Ausführungsbeispiel ein Lagerelement 22, an welchem der Hauptarm 9 drehbar um die erste Drehachse 12 gelagert ist, in einer Schiene 20, welche parallel zur dritten Richtung 6 verläuft, geführt, vgl. Fig. 2. Die Bewegung entlang der Schiene 20 erfolgt mittels eines Elektromotors 21 in an sich bekannter Weise, beispielsweise indem der Elektromotor 21 ein Ritzel (nicht dargestellt) antreibt, welches mit einer Zahnstange (nicht dargestellt) in Eingriff steht. Grundsätzlich könnte aber z.B. auch mindestens ein pneumatischer, hydraulischer oder elektrischer Zylinder zur Bewegung der Drehvorrichtung 7 bzw. des Hauptarms 9 parallel zur dritten Richtung 6 vorgesehen sein. Wenn die Glasplatte 2 von den Riemenförderern 3a, 3b durch Anheben entkoppelt ist, kann die Glasplatte 2 durch Drehung des Hauptarms 9 um die erste Drehachse 12 um einen Drehwinkel α gedreht werden, wie in Fig. 3 illustriert ist. Der

Drehwinkel α kann dabei einen Winkelbereich von zumindest 180° abdecken, um die Beschichtung von zwei gegenüberliegenden Bereichen der Glasplatte 2 durch entsprechendes Drehen der Glasplatte 2 zu ermöglichen. Vorzugsweise deckt der Drehwinkel α einen Winkelbereich von zumindest 360° ab.

Weiters ist in Fig. 3 auch ein Drehwinkel ß eingezeichnet, um den die Zusatzarme 10a, 10b um die jeweilige zweite Drehachse 13a, 13b grundsätzlich gedreht werden können, z.B. um die Geometrie der Drehvorrichtung 7 an die Geometrie und/oder Dimensionierung der zu bewegenden Glasplatte 2 anzupassen oder um eine mittelgroße oder kleine Glasplatte 2, die nur auf einem oder beiden Drehtellern IIa, IIb; 11c, lld eines

einzigen Zusatzarms 10a; 10b aufliegt, zu drehen.

Typischerweise liegen die Dimensionen einer mittelgroßen

Glasplatte 2, die auf beiden Drehtellern IIa, IIb; 11c, lld eines einzigen Zusatzarms 10a; 10b aufliegt, im Bereich von 1,25 m bis 1,75 m Länge und 1,25 m bis 1,75 m Breite. Große Glasplatten 2 weisen typischerweise größere Längen und/oder größere Breiten auf. Dimensionen einer kleinen Glasplatte 2, die auf einem einzigen der Drehteller IIa, IIb, 11c, lld aufliegt, liegen typischerweise im Bereich von 0,4 m bis

1,25 m Länge und 0,4 m bis 1,25 m Breite.

Schließlich ist in Fig. 3 auch ein Drehwinkel γ eingezeichnet, um den die Drehteller IIa, IIb, 11c, lld um die jeweiligen dritten Drehachsen 14a, 14b, 14c, 14d gedreht werden können, um eine kleine Glasplatte 2, die nur auf einem der Drehteller IIa, IIb, 11c, lld aufliegt, zu drehen. Die Drehwinkel ß und γ können jeweils einen Winkelbereich von zumindest 180°

abdecken, um die Beschichtung von zwei gegenüberliegenden Bereichen der Glasplatte 2 durch entsprechendes Drehen der Glasplatte 2 zu ermöglichen. Vorzugsweise decken die

Drehwinkel ß und γ jeweils einen Winkelbereich von zumindest 360° ab. Die Glasplatte 2 kann natürlich auch wieder abgesenkt werden. Das Absenken kann vorgenommen werden, um die Glasplatte 2 auf der Bearbeitungsvorrichtung 8 abzulegen. Dabei kann zur besseren Unterstützung der Glasplatte 2 diese noch immer auch von der Drehvorrichtung 7 unterstützt und mittels der als Sauger ausgeführten Drehteller IIa, IIb, 11c, lld fixiert werden .

Theoretisch wäre es auch denkbar, die Glasplatte 2 durch

Absenken wieder auf die Riemenförderer 3a, 3b aufzulegen, um sie mit den Riemenförderern 3a, 3b bewegen zu können. In diesem Fall würde die Drehvorrichtung 7 soweit abgesenkt, dass sie nicht mehr in Eingriff mit der Glasplatte 7 steht, insbesondere dass die Drehteller IIa, IIb, 11c, lld die

Glasplatte 2 nicht mehr berühren, wobei deren Saugfunktion deaktiviert würde. Vorzugsweise kann jeder der Zusatzarme 10a, 10b sowie jeder der Drehteller IIa, IIb, 11c, lld einzeln parallel zur dritten Richtung 6 bewegt werden, beispielsweise mittels pneumatischer Zylinder (nicht dargestellt) . Somit muss für das Anheben und Absenken mittelgroßer und kleiner Glasplatten 2 nicht stets die gesamte Drehvorrichtung 7 bzw. der Hauptarm 9 auf und ab bewegt werden. Wie insbesondere aus Fig. 2 hervorgeht, ist die Schiene 20 ihrerseits mittels einer Schiene 18, die parallel zur ersten Richtung 4 verläuft, linear geführt. D.h. die Schiene 20 und damit die gesamte Drehvorrichtung 7 können entlang der Schiene 18 bewegt werden. Die Bewegung entlang der Schiene 18 erfolgt im dargestellten Ausführungsbeispiel mittels eines

Elektromotors 21 in an sich bekannter Weise, beispielsweise indem der Elektromotor 21 ein Ritzel (nicht dargestellt) antreibt, welches mit einer Zahnstange (nicht dargestellt) in Eingriff steht. Somit kann die Glasplatte 2, wenn sie auf der Drehvorrichtung 7 bzw. auf den Drehtellern IIa, IIb, 11c, lld aufliegt und angehoben ist, sehr präzise und rasch auch linear parallel zur ersten Richtung 4 bewegt werden, ohne dass hierfür ein Entkoppeln mit der Drehvorrichtung 7 und ein

Koppeln mit den Riemenförderern 3a, 3b nötig wäre.

Die Schiene 18 ist auf einem parallel zur ersten Richtung 4 verlaufenden Querbalken 23 montiert, der seinerseits an seinen Enden in Schienen 19, welche parallel zur zweiten Richtung 5 verlaufen, geführt ist. D.h. die Schiene 18 und damit die gesamte Drehvorrichtung 7 können entlang der Schienen 19 bewegt werden. Die Bewegung entlang der Schienen 19 erfolgt im dargestellten Ausführungsbeispiel mittels mindestens eines Elektromotors 21 in an sich bekannter Weise, beispielsweise indem der mindestens eine Elektromotor 21 ein Ritzel (nicht dargestellt) antreibt, welches mit einer Zahnstange (nicht dargestellt) in Eingriff steht. Somit kann die Glasplatte 2, wenn sie auf der Drehvorrichtung 7 bzw. auf den Drehtellern IIa, IIb, 11c, lld aufliegt und angehoben ist, sehr präzise und rasch auch linear parallel zur zweiten Richtung 5, bewegt werden.

Fig. 4 illustriert eine Situation, in welcher die Glasplatte 2 aufliegend auf der Drehvorrichtung 7 gegenüber der in Fig. 1 dargestellten Position parallel zur, genauer entgegen der, ersten Richtung 4 und parallel zur zweiten Richtung 5 verschoben bzw. verfahren ist. Die Pfeile ohne Bezugszeichen deuten dabei die Bewegungsrichtungen an.

Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Drehvorrichtung 7, insbesondere in zweiter Richtung 5 gesehen, zwischen den Riemenförderern 3a, 3b, vorzugsweise mittig, angeordnet. Die Riemenförderer 3a, 3b sind ihrerseits mit weiteren parallel zur ersten Richtung 4 verlaufenden Querbalken 24a, 24b

verbunden. Diese Verbindung ist in Fig. 2 aus Klarheitsgründen nicht extra dargestellt. Jeder der weiteren Querbalken 24a, 24b ist wiederum in den Schienen 19 geführt und kann entlang der Schienen 19 bewegt werden, womit auch die Riemenförderer 3a, 3b parallel zur zweiten Richtung 5 bewegt werden können. Die Bewegung der weiteren Querbalken 24a, 24b entlang der Schienen 19 erfolgt im dargestellten Ausführungsbeispiel mittels mindestens eines Elektromotors 21 in an sich bekannter Weise, beispielsweise indem der mindestens eine Elektromotor 21 ein Ritzel (nicht dargestellt) antreibt, welches mit einer Zahnstange (nicht dargestellt) in Eingriff steht.

Wenn die Drehvorrichtung 7 parallel zur zweiten Richtung 5 bewegt wird, können somit die Riemenfördere 3a, 3b ebenfalls um einen entsprechenden Betrag parallel zur zweiten Richtung 5 bewegt werden, sodass die relative Anordnung zwischen der Drehvorrichtung 7 und den Riemenförderern 3a, 3b in zweiter Richtung 5 gesehen im Wesentlichen konstant gehalten werden kann .

Theoretisch könnte die Glasplatte 2, wenn sie auf den

Riemenförderern 3a, 3b aufliegt, mit diesen nicht nur parallel zur ersten Richtung 4, sondern auch parallel zur zweiten

Richtung 5 gefördert werden, ohne dass zwangsweise hierfür die Drehvorrichtung 7 eingesetzt werden muss.

Schließlich können die Riemenförderer 3a, 3b jeweils parallel zur zweiten Richtung 5 auch aufeinander zu und voneinander weg bewegt werden, wenn keine Glasplatte 2 (bzw. kein plattenförmiger Gegenstand) auf den Riemenförderern 3a, 3b aufliegt. Auf diese Weise kann ein parallel zur zweiten

Richtung 5 gemessener Abstand 25 der Riemenförderer 3a, 3b zueinander an die Größe der aufzunehmenden Glasplatte 2 (bzw. des aufzunehmenden plattenförmigen Gegenstands) angepasst werden .

Dieser Abstand 25 der Riemenförderer 3a, 3b kann dabei nur soweit reduziert werden, wie es die räumliche Ausdehnung der Drehvorrichtung 7 in zweiter Richtung 5 zulässt, insbesondere wenn die Glasplatte 2 weiterhin mit der Drehvorrichtung 7 gedreht werden können soll. Um dabei für das Ausrichten kleiner Glasplatten 2 (bzw. plattenförmiger Gegenstände) geringe Abstände 25 zwischen den Riemenförderern 3a, 3b zu ermöglichen, können sowohl der Hauptarm 9 als auch die

Zusatzarme 10a, 10b entsprechend ausgerichtet werden.

Die kleinstmögliche Erstreckung der Drehvorrichtung 7 in zweiter Richtung 5 ergibt sich dabei in einer Nullstellung 15, wenn der Hauptarm 9 und die Zusatzarme 10a, 10b so um die Drehachsen 12, 13a, 13b gedreht sind, dass die Längsachsen 16, 17a, 17b alle parallel und vorzugsweise deckungsgleich

verlaufen. Grundsätzlich sind Nullstellungen 15 möglich, bei denen die Längsachsen 16, 17a, 17b nicht parallel zur ersten Richtung 4 verlaufen. Die Nullstellung 15 mit der

kleinstmöglichen Erstreckung der Drehvorrichtung 7 in zweiter Richtung 5 ist jedoch dann gegeben, wenn die Längsachsen 16, 17a, 17b parallel zur ersten Richtung 4 verlaufen. Diese

Nullstellung 15 ist in Fig. 5 illustriert.

Der Abstand 25 der Riemenförderer 3a, 3b ist dabei kleiner als die Seitenlänge einer kleinen Glasplatte 2, sodass die kleine Glasplatte 2 nach Zuführung zum Zustelltisch 1 auf beiden Riemenförderern 3a, 3b aufliegen kann und vorzugsweise

seitlich über die Riemenförderer 3a, 3b ein wenig übersteht. Dabei ist in Fig. 5 die Glasplatte 2 strichliert in einer Position dargestellt, aus welcher sie an den Zustelltisch 1 parallel zur, genauer entgegen der, ersten Richtung 4

herangeführt wird, wobei der Pfeil ohne Bezugszeichen die Bewegung beim Heranführen illustriert. Auf den beiden Riemenförderern 3a, 3b liegend kann die

Glasplatte 2 sodann parallel zur ersten Richtung 4 mittels der Riemenförderer 3a, 3b verfahren werden, insbesondere bis über einen der Drehteller IIa, IIb, 11c, lld, wobei in Fig. 5 die Glasplatte 2 über dem Drehteller lld dargestellt ist. Falls notwendig, können zusätzlich die Drehvorrichtung 7 und damit der Drehteller lld parallel zur ersten Richtung 4 so verfahren werden, bis der Drehteller lld mittig unter der Glasplatte 2 angeordnet ist und diese sicher aufnehmen kann. Für eine

Drehung der Glasplatte 2 kann diese daher durch Bewegen der Drehvorrichtung 7 oder des Drehtellers lld alleine in dritter Richtung 6 zunächst angehoben werden, bis die Glasplatte 2 nur noch auf dem Drehteller lld aufliegt und von diesem

unterstützt wird. Vorzugsweise wird die Glasplatte 2 durch Ansaugen auf dem als Sauger ausgebildeten Drehteller lld fixiert. Sodann kann der Drehteller lld um seine dritte

Drehachse 14d um den gewünschten Winkel γ gedreht werden, um die gewünschte Ausrichtung der Glasplatte 2 zu erreichen.

Es versteht sich, dass auch in diesem Fall die Drehvorrichtung 7 parallel zur ersten Richtung 4 bewegt werden kann, um die auf dem Drehteller lld aufliegende Glasplatte 2 parallel zur ersten Richtung 4 zu bewegen. Weiters kann auch in diesem Fall die Drehvorrichtung 7 - gemeinsam mit den Riemenförderern 3a, 3b parallel zur zweiten Richtung 5 bewegt werden, um die auf dem Drehteller lld aufliegende Glasplatte 2 parallel zur zweiten Richtung 5 zu bewegen.

Theoretisch könnte die Bewegung der Glasplatte 2 natürlich auch, wie oben geschildert, durch Bewegen der Riemenförderer 3a, 3b - gemeinsam mit der Drehvorrichtung 7 - parallel zur zweiten Richtung 5 bewegt werden, wenn die Glasplatte 2 auf den Riemenförderern 3a, 3b aufliegt.

Wie bereits erwähnt, kann die Drehvorrichtung 7 an die

Geometrie der jeweils zu bewegenden und auszurichtenden

Glasplatte 2 durch Drehung der Zusatzarme 10a, 10b angepasst werden. Zur Illustration ist in Fig. 6 eine Anordnung mit einer länglichen rechteckförmigen Glasplatte 2 gezeigt, die mit der Drehvorrichtung 7 verdreht ist. Die Längsachsen 17a, 17b der Zusatzarme 10a, 10b befinden sich dabei in einer gegenüber der Längsachse 16 um ca. 15° verdrehten parallelen Anordnung, um die lange schmale Glasplatte 2 optimal zu unterstützen .

Schließlich soll noch anhand Fig. 1 ein typischer

Ausrichtevorgang beschrieben werden, wie er bei einer

umfänglichen Beschichtung des Rands der Glasplatte 2 vorkommen kann. Nachdem die Glasplatte 2 mittels der Riemenförderer 3a, 3b der Drehvorrichtung 7 zugeführt und mittels der

Drehvorrichtung 7 angehoben wurde und nur noch auf den

Drehtellern IIa, IIb, 11c, lld aufliegt, wird die Glasplatte 2 in der zweiten Richtung 5 auf eine gedachte erste

Referenzlinie 26, die parallel zur ersten Richtung 4 verläuft, mit der Drehvorrichtung 7 zu bewegt. Sensoren 29 registrieren, wenn eine erste Kante 31 der Glasplatte 2 die Position des jeweiligen Sensors 29 erreicht, und senden ein entsprechendes Signal, das z.B. mit einer Steuereinheit (nicht dargestellt) ausgewertet werden kann. Dabei ist die erste Kante 31 jene, die in der zweiten Richtung 5 gesehen die Glasplatte 2

abschließt. Die Sensoren 29 sind auf einer Linie angeordnet, die parallel zur ersten Richtung 4 verläuft. Daher kann durch die Sensorsignale exakt festgestellt werden, um wieviel Grad die erste Kante 31 gegenüber der ersten Referenzlinie 26 bzw. gegenüber der ersten Richtung 4 verdreht ist. Gemäß dieser Information wird die Glasplatte 2, nachdem die Bewegung in zweiter Richtung 5 gestoppt ist, um den entsprechenden Betrag verdreht, wobei im Ausführungsbeispiel der Fig. 1 die Drehung um die erste Drehachse 12 erfolgt. Nun ist die erste Kante 31 perfekt parallel zur ersten Referenzlinie 26.

Da die Glasplatte 2 rechteckig ist, ist eine zweite Kante 32, mit welcher in erster Richtung 4 gesehen die Glasplatte 2 beginnt, perfekt parallel zu einer gedachten zweiten

Referenzlinie 27, die parallel zur zweiten Richtung 5

verläuft. Nun wird die Glasplatte 2 entgegen der ersten

Richtung 4 auf die zweite Referenzlinie 27 zu bewegt, bis die zweite Kante 32 die Position eines weiteren Sensors 30 erreicht, der dies registriert und ein entsprechendes Signal sendet. Somit sind die Orientierung und Position der

Glasplatte 2 vollständig bekannt, und können in Bezug auf einen Referenzpunkt 28 angegeben werden. Der Referenzpunkt 28 ist im Ausführungsbeispiel der Fig. 1 als Schnittpunkt der beiden Referenzlinien 26, 27 gewählt, kann aber grundsätzlich beliebig festgelegt werden, sofern seine Position bezüglich der Sensoren 29, 30 bekannt ist.

Die Position der ersten Referenzlinie 26 entlang der zweiten Richtung 5 kann dabei so gewählt sein, dass sich ein zu beschichtender Streifen mit einer gewünschten Breite in der zweiten Richtung 5 ergibt, wenn die erste Kante 31 der

Glasplatte 2 zur Deckung mit der ersten Referenzlinie 26 gebracht ist. Ebenso kann die Position der zweiten

Referenzlinie 27 so gewählt sein, dass sich ein zu

beschichtender Streifen mit einer gewünschten Breite in der ersten Richtung 4 ergibt, wenn die zweite Kante 32 der

Glasplatte 2 zur Deckung mit der zweiten Referenzlinie 27 gebracht ist. Die Deckung der ersten Kante 31 mit der ersten Referenzlinie 26 und die Deckung der zweiten Kante 32 mit der zweiten

Referenzlinie 27 können durch Verfahren der Drehvorrichtung 7 parallel zur zweiten Richtung 5 und zur ersten Richtung 4 erzielt werden, sodass die Glasplatte 2 bezüglich der ersten Richtung 4 und der zweiten Richtung 5 nun in einer

Beschichtungsposition positioniert ist. Ggf. müssen die

Riemenförderer 3a, 3b mit der Drehvorrichtung 7 parallel zur zweiten Richtung 5 mitbewegt werden, um einen Zusammenstoß zwischen Drehvorrichtung 7 und Riemenförderern 3a, 3b zu vermeiden. Die Glasplatte 2 kann nun durch Verfahren der

Drehvorrichtung 7 entgegen der dritten Richtung 6 abgesenkt werden, sodass der zu beschichtende Rand im Bereich der ersten Kante 31 und zweiten Kante 32 der Glasplatte 2 auf der

Bearbeitungsvorrichtung 8 aufliegt, um die Beschichtung durchführen zu können. Vorzugsweise wird die Glasplatte 2 dabei weiterhin von der Drehvorrichtung 7 unterstützt und mittels der als Saugelemente ausgeführten Drehteller IIa, IIb, 11c, lld fixiert.

Nach erfolgter Beschichtung kann die Glasplatte 2 mittels der Drehvorrichtung 7 wieder angehoben und durch Verfahren

parallel zur ersten Richtung 4 und zur zweiten Richtung 5 in eine Mittenposition gebracht werden, in der eine Drehung der Glasplatte 2 um 180° erfolgen kann, ohne dass die Glasplatte 2 an der Bearbeitungsvorrichtung 8 oder sonstigen Elementen anstößt. Sofern die Abmessungen der Glasplatte 2 genau bekannt sind, kann die Glasplatte 2 nach erfolgter Drehung um 180° unmittelbar in die Beschichtungsposition verfahren und

abgesenkt werden, um den restlichen Rand der Glasplatte 2 zu beschichten. Andernfalls kann auf die oben beschriebene Art und Weise die Orientierung und Position der Glasplatte 2 neu ermittelt werden und diese sodann in die Beschichtungsposition gebracht werden, um die Beschichtung durchzuführen. Nachdem der Beschichtungsvorgang abgeschlossen ist, wird die Glasplatte 2 vorzugsweise wieder in die Mittenposition

gebracht, wo sie z.B. von einem Kran von der Drehvorrichtung 7 abgehoben werden kann. Theoretisch wäre es aber auch möglich, die Glasplatte 2 auf die Riemenförderer 3a, 3b abzusenken und mit diesen die Glasplatte 2 vom Zustelltisch 1 weg zu fördern, was jedoch in der Praxis meist deutlich zeitaufwendiger ist.

Abschließend sei bemerkt, dass der zu bearbeitende,

vorzugsweise beschichtende, plattenförmige Gegenstand bzw. die Glasplatte 2 nicht zwangsläufig rechteckig sein muss, sondern z.B. auch dreieckig sein oder sonst eine vieleckige Form haben kann. Im Prinzip genügt es sogar, wenn der plattenförmige Gegenstand bzw. die Glasplatte 2 zumindest eine geradlinige Kante aufweist. Somit kann eine Orientierung bezüglich dieser Kante anlog zum oben beschriebenen Verfahren durchgeführt werden und kann eine Bearbeitung, insbesondere Beschichtung, im Bereich dieser Kante erfolgen.

BEZUGSZEICHENLISTE

1 Zustelltisch

2 Glasplatte

3a, b Riemenförderer

4 Erste Richtung

5 Zweite Richtung

6 Dritte Richtung

7 Drehvorrichtung

8 Bearbeitungsvorrichtung

9 Hauptarm

10a, b Zusatzarm

lla,b,c,d Drehteller

12 Erste Drehachse (des Hauptarms)

13a, b Zweite Drehachse (des Zusatzarms)

14a,b,c,d Dritte Drehachse (des Drehtellers)

15 Nullstellung der Drehvorrichtung

16 Längsachse des Hauptarms

17a, b Längsachse des Zusatzarms

18 Schiene in erster Richtung

19 Schiene in zweiter Richtung

20 Schiene in dritter Richtung

21 Elektromotor 22 Lagerelement

23 Querbalken

24a, b Weiterer Querbalken

25 Abstand zwischen den Riemenförderern

26 Erste Referenzlinie (parallel zur ersten Richtung)

27 Zweite Referenzlinie (parallel zur zweiten Richtung)

28 Referenzpunkt

29 Sensor

30 Weiterer Sensor

31 Erste Kante

32 Zweite Kante

α Drehwinkel um die erste Drehachse

ß Drehwinkel um die zweite Drehachse

γ Drehwinkel um die dritte Drehachse