STANOJEVIC, Svetislav (Wilhelm-Kress-Strasse 19, Salzburg, A-5020, AT)
| Patentansprüche Trennzaun (100, 200) mit schwenkbarem Paneel (4) aufweisend: - zwei Pfosten (1 , 2), die zum festen Verbinden mit einem Boden ausgebildet sind, wobei wenigstens einer der Pfosten einen über wenigstens eines seiner Enden zugänglichen Hohlraum mit einer seitlichen Öffnung aufweist, - ein Paneel (4), das zwischen den Pfosten angeordnet ist und eine seitliche Öffnung aufweist, und - zwei, jeweils zwischen einem der Pfosten und dem Paneel angeordnete Drehgelenke (5, 5') zum drehbaren Verbinden des Paneels mit den Pfosten, wobei - wenigstens eines der Drehgelenke (5, 5*, 5*', 5") einen ersten Gelenkkörper (51 , 51*, 51*', 51") aufweist, der mit dem einen Hohlraum aufweisenden Pfosten (1 ,2) verbunden ist und eine erste Drehlagervorrichtung (513, 516) umfasst, und einen mit dem Paneel (4) verbundenen zweiten Gelenkköper (52, 52*, 52*', 52"), der eine zweite Drehlagervorrichtung (523, 526) umfasst, - die beiden Drehlagervorrichtungen (513, 523; 516, 526) so ausgebildet sind, dass eine der beiden Drehlagervorrichtungen (513, 516) die andere (523, 526) in radialer Richtung umschließt und die radial innere der beiden Drehlagervorrichtungen einen Hohlraum umschließt, der über eine Öffnung (512, 512*) im ersten Gelenkkörper (51 , 51*) mit der seitlichen Öffnung des Pfostens verbunden und über eine Öffnung (522, 522*) im zweiten Gelenkkörper (52, 52*) mit der seitlichen Öffnung des Paneels verbunden ist, - der erste Gelenkkörper (51 , 51*) zwei erste Anschlagflächen (514a, 514b; 514a*, 514b*) aufweist, die in einem radialen Abstand zur Drehachse und innerhalb eines mit Bezug auf die Drehachse ersten Winkels (φ1) angeordnet sind, - der zweite Gelenkkörper (52, 52*) zwei zweite Anschlagflächen (524a, 524b; 524a*, 524b*) aufweist, die so in einem radialen Abstand zur Drehachse angeordnet sind, dass sie bei Drehen des zweiten Gelenkkörpers (52, 52*) relativ zum ersten Gelenkkörper (51 , 51*) an die ersten Anschlagflächen anschlagen können, wobei die zweiten Anschlagflächen innerhalb eines mit Bezug auf die Drehachse zweiten Winkels (cp2) angeordnet sind und die Summe aus erstem Winkel und zweitem Winkel einem Wert aus dem Bereich von 230 bis 280 Grad oder aus dem Bereich von 170 bis 190 Grad entspricht. Trennzaun nach Anspruch 1 , worin erster und zweiter Gelenkkörper dosenförmig mit jeweils einer zentralen Öffnung (512, 512*, 522, 522*) im Dosenboden ausgebildet sind und die Drehlagervorrichtung bei einem der beiden Gelenkkörper von dessen äußerer Mantelfläche (523) und bei dem anderen der beiden Gelenkkörper von dessen innerer Mantelfläche (513) gebildet ist. Trennzaun nach Anspruch 1 , worin die Drehlagervorrichtung in einem der beiden Gelenkkörper als Wälzlager (516) ausgeführt ist. Trennzaun nach Anspruch 3, worin das Wälzlager (516) so angeordnet ist, das die Drehachse des Wälzlagers mit der Drehachse des Drehgelenks (5) übereinstimmt. Trennzaun nach Anspruch 3 oder 4, worin die Drehlagervorrichtung (526) des anderen der beiden Gelenkkörper von einem Hohlkörper gebildet ist, der das Wälzlager (516) in seinem Inneren aufnimmt oder im Inneren des Wälzlagers (516) aufgenommen ist. Trennzaun nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin das Drehgelenk (5") eine Rastvorrichtung (517", 530", 531", 532") aufweist, die in Raststellung den zweiten Gelenkkörper (52") gegenüber dem ersten Gelenkkörper (51") in einem vorgegebenen Drehwinkel so fixiert, dass zum Verändern des Drehwinkels ein bestimmtes Mindestdrehmoment erforderlich ist. Trennzaun nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin der erste Gelenkkörper (51 , 51*) einen Klemmansatz aufweist, der den Pfosten (1 , 2) teilweise umschließt und ein zum Pfosten komplementäres Außenprofil aufweist. Trennzaun nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin der erste Gelenkkörper (51 , 51*) wenigstens eine Öffnung zur Aufnahme eines Befestigungsmittels für die Befestigung einer Klemme (6) oder des Klemmansatzes eines weiteren Drehgelenks (5, 5') aufweist. Trennzaun nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin wenigstens die ersten oder zweiten Anschlagflächen (514a, 514b; 514a*, 514b*; 524a, 524b; 524a*, 524b*) von einem elastischen Material gebildet sind. Trennzaun nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin die ersten Anschlagflächen von den in Umfangsrichtung weisenden Seitenflächen einer teilringförmigen ersten Backe (514,514*) gebildet sind. 11. Trennzaun nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin die zweiten Anschlagflächen von den in Umfangsrichtung weisenden Seitenflächen einer teilringförmigen zweiten Backe (524, 524*) gebildet sind. 5 12. Trennzaun nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin das Paneel (4) einen Hohlraum für die Aufnahme eines Informationsträgers (20) aufweist. 13. Trennzaun nach Anspruch 12, worin das Paneel eine verschließbare Öffnung zum Einführen eines Informationsträgers (20) in den Hohlraum und zum ) Entnehmen des Informationsträgers aus dem Hohlraum umfasst. 14. Trennzaun nach Anspruch 12 oder 13, worin im Hohlraum eine Beleuchtungsvorrichtung angeordnet ist. 5 15. Trennzaun nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einem zur Leitung elektrischer Energie und/oder elektrischer Signale ausgebildeten Kabel, das im Trennzaun (100, 200) durch den Hohlraum des Pfostens (1 , 2) und den im Drehgelenk (5) ausgebildeten Hohlraum in die seitliche Öffnung des Paneels (4) führend angeordnet ist. ) 16. Trennzaun nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin die beiden Pfosten (1 , 2) an den nicht zur Bodenbefestigung vorgesehenen Enden miteinander mit einem Riegel (3) verbunden sind. 5 17. Trennzaun nach Anspruch 16, worin im Riegel (3) eine Beleuchtungseinrichtung (14) angeordnet ist. 18. Trennzaun nach Anspruch 16 oder 17, worin im Riegel (3) an der dem Paneel (4) zugewandten Seite und in dem Paneel (4) an der dem Riegel (3) zugewandten ) Seite jeweils ein Permanentmagnet angeordnet ist, welche Magneten so angeordnet sind, dass sich ungleiche Pole gegenüberliegen. Trennzaun nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin in wenigstens einem der Pfosten (1 , 2) an der dem Paneel (4) zugewandten Seite und in dem Paneel (4) an der dem wenigstens einen Pfosten (1 , 2) zugewandten Seite jeweils ein Permanentmagnet angeordnet ist, welche Magneten so angeordnet sind, dass sich ungleiche Pole gegenüberliegen. |
Die Erfindung betrifft einen Trennzaun mit zwischen den Pfosten angeordneten Paneelen und im Besonderen einen Trennzaun, bei dem die Paneele nach zwei Seiten ausgeschwenkt werden können.
Trennzäune dienen der Abgrenzung benachbarter Bereiche. In öffentlichen Bereichen werden Trennzäune z. B. zur Absicherung von Gefahrenstellen, zum Kenntlichmachen und Eingrenzen von bestimmten Nutzungsbereichen wie beispielsweise von Wartezonen an Haltestellen, oder als Leitmittel zur Vorgabe gewünschter Wegverläufe, z. B. in Parkanlagen, Stadien oder Untergrundbahnhöfen, eingesetzt.
Außer zur Abgrenzung werden Trennzäune auch häufig zur Informationswiedergabe verwendet, wofür die Zäune mit Informationsträgern ausgestattet sind. Je nach Einsatzzweck eines Zauns unterscheiden sich die auf den Informationsträgern wiedergegebenen Inhalte, wobei die Nutzung solcher Informationsträger zu Werbezwecken eine immer größere Bedeutung erlangt.
Aus der Internationalen Patentanmeldung WO 2007/071316 A1 ist ein Trennzaun bekannt, bei dem zwischen zwei Pfosten ein zur Aufnahme von Informationsträgern ausgebildetes Paneel angeordnet ist. Das Paneel ist mit jedem der Pfosten über ein Schwenkgelenk verbunden, das ein Schwenken des Paneels zwischen den beiden horizontalen Endpositionen ermöglicht, die z. B. zum Sitzen oder Ablegen von Gegenständen genutzt werden können. Bei Nichtbenutzung stellt sich das Paneel mithilfe einer geeignet gewählten Gewichtsverteilung automatisch in die zwischen den beiden horizontalen Positionen befindliche vertikale Position. Zur Begrenzung des Schwenkwinkels ist am Paneel ein Bolzen vorgesehen, der in eine am Schwenkgelenk vorgesehene Führungsnut eingreift. Hierdurch besteht eine nicht unerhebliche Gefahr, dass über den Bolzen Kleidungsstücke in der Führungsnut eingeklemmt und beschädigt werden, oder sich Personen und insbesondere unerfahrene Kinder an dieser Führung verletzen. Ferner sieht der in der WO 2007/071316 A1 offenbarte Zaun keine Möglichkeit der Versorgung von eventuell in dem Paneel angeordneten elektrischen Einrichtungen vor.
Weitere Barrierevorrichtungen mit Klappsitzen sind aus der deutschen Offenlegungsschrift DE 43 24 920 A1 sowie dem deutschen Gebrauchsmuster DE 295 01 720 U1 bekannt.
Ausgehend von dem Dargelegten ist es daher wünschenswert, einen sichereren Trennzaun anzugeben. Ferner ist es wünschenswert, einen Trennzaun anzugeben, der die Versorgung einer in einem Paneel angeordneten elektrischen Einrichtung ermöglicht.
Ausführungsformen eines Trennzauns mit verringerter Verletzungsgefahr und der Möglichkeit der Versorgung von in oder am schwenkbaren Paneel angebrachten elektrischen Einrichtungen weisen zwei Pfosten, ein zwischen den Pfosten angeordnetes Paneel und zum drehbaren Verbinden des Paneels mit den Pfosten ausgebildete Drehgelenke auf. Die Pfosten dieser Ausführungsformen sind zum festen Verbinden mit einem Boden ausgebildet und einer der Pfosten weist in seinem Inneren einen Hohlraum, der über wenigstens eines seiner Enden zugänglich ist, und eine seitliche Öffnung zu diesem Hohlraum auf. Auch das Paneel weist eine seitliche Öffnung auf. Die Drehgelenke sind jeweils zwischen einem der Pfosten und dem Paneel angeordnet, wobei wenigstens eines der Drehgelenke einen ersten Gelenkkörper, der mit dem einen Hohlraum aufweisenden Pfosten verbunden ist undeine erste Drehlagervorrichtung umfasst, und einen zweiten Gelenkkörper aufweist, der eine zweite Drehlagervorrichtung umfasst. Die beiden Drehlagervorrichtungen sind hierbei so ausgebildet, dass eine der beiden Drehlagervorrichtungen die andere in radialer Richtung umschließt und die radial Innere der beiden Drehlagervorrichtungen einen Hohlraum umschließt, der über eine Öffnung im ersten Gelenkkörper mit der seitlichen Öffnung des Pfostens verbunden und über eine Öffnung im zweiten Gelenkkörper mit der seitlichen Öffnung des Paneels verbunden ist. Der erste Gelenkkörper weist ferner zwei erste Anschlagflächen auf, die in einem radialen Abstand zur Drehachse und innerhalb eines mit Bezug auf die Drehachse ersten Winkels angeordnet sind. Der zweite Gelenkkörper weist zwei zweite Anschlagflächen auf, die so in einem radialen Abstand zur Drehachse angeordnet sind, dass sie bei Drehen des zweiten Gelenkkörpers relativ zum ersten Gelenkkörper an die ersten Anschlagflächen anschlagen können, wobei die zweiten Anschlagflächen innerhalb eines mit Bezug auf die Drehachse zweiten Winkels angeordnet sind und die Summe aus erstem Winkel und zweitem Winkel einem Wert aus dem Bereich von 230 bis 280 Grad bzw. einem Wert aus dem Bereich von 240 bis 280 Grad bzw. einem Wert aus dem Bereich von 250 bis 280 Grad bzw. einem Wert aus dem Bereich von 260 bis 280 Grad oder aus dem Bereich von 170 bis 190 Grad entspricht. Anstelle der vorstehend genannten Obergrenze des Winkelbereichs von 280 Grad kann auch eine Obergrenze des Winkelbereichs von 270 Grad und insbesondere weniger als 270 Grad wie beispielsweise 265 Grad oder 260 Grad verwendet werden, wobei die Untergrenzen des Winkelbereichs von 230 Grad bzw. 240 Grad bzw. 250 Grad bzw. 260 Grad jeweils unverändert bleiben. Für einen Schwenkwinkel des Paneels von 90 Grad beträgt die Summe aus erstem und zweitem Winkel 270 Grad. Das schwenkbare Paneel eines solchen Trennzauns kann dabei sowohl für die Informationsübermittlung durch z. B. An- oder Einbringen von Informationsträgern dienen, als auch als Sitz- oder Abstellmöglichkeit. Ferner erleichtert das schwenkbare Paneel das Hindurchführen von Gegenständen von einer Seite des Zauns zur anderen, ohne diese über den Zaun heben zu müssen. Die Ausbildung des Trennzauns mit zwei Pfosten ermöglicht eine stabile Befestigung an einem Boden, so dass auch bei größeren Belastungen kein Kippen des Trennzauns zu befürchten ist. Die einen von außen zugänglichen Hohlraum umschließenden Drehlagervorrichtungen ermöglichen eine kompakte Ausführung der Drehgelenke mit geschlossener Durchführung, wodurch die Möglichkeit einer geschützten Kabelführung vom Pfosten in das Paneel gegeben und der Gefahr von Verletzungen am Drehgelenk wirksam vorgebeugt ist.
Gelenkkörper von vorteilhaften Ausführungen hiervon sind dosenförmig mit jeweils einer zentralen Öffnung im Dosenboden ausgebildet, wobei die Drehlagervorrichtung bei einem der beiden Gelenkkörper von dessen äußerer Mantelfläche und bei dem anderen der beiden Gelenkkörper von dessen innerer, die äußere Mantelfläche des anderen Gelenkkörpers radial umschließende Mantelfläche gebildet ist. Hierdurch wird eine nach außen geschlossene Drehgelenkform erzielt, in die keine Fremdkörper wie z. B. Schmutzpartikel in den Drehmechanismus eindringen oder beispielsweise Kleidung oder Körperteile eingeklemmt werden können. Die Dosenform verbindet eine hohe Betriebssicherheit mit einer hohen Bedienersicherheit.
Weitere vorteilhafte Ausführungsformen weisen ein Drehgelenk auf, worin die Drehlagervorrichtung in einem der beiden Gelenkkörper als Wälzlager ausgeführt ist. Hierdurch wird eine geringe Reibung bei Drehen des Gelenks mit einer gleichzeitig hohen Belastbarkeit des Drehgelenks verbunden. Bei Ausführungsformen hiervon ist das Wälzlager zweckmäßig so angeordnet, dass die Drehachse des Wälzlagers mit der Drehachse des Drehgelenks übereinstimmt, so dass das Drehgelenk selbst keinen drehwinkelabhängigen Einfluss auf die zum Schwenken des Paneels erforderliche Kraft ausübt. Bei weiteren Ausführungsformen eines mit einem Wälzlager ausgestatteten Drehgelenks bildet vorzugsweise ein Hohlkörper die Drehlagervorrichtung des anderen der beiden Gelenkkörper, wobei der Hohlkörper vorzugsweise so ausgebildet ist, dass er das Wälzlager in seinem Inneren aufnimmt oder im Inneren des Wälzlagers aufgenommen ist.
Bei weiteren vorteilhaften Ausführungsformen weist das Drehgelenk eine Rastvorrichtung auf, die in Raststellung den zweiten Gelenkkörper gegenüber dem ersten Gelenkkörper in einem vorgegebenen Drehwinkel so fixiert, dass zum Verändern des Drehwinkels ein bestimmtes Mindestdrehmoment erforderlich ist. Eine entsprechende Rastvorrichtung ermöglicht ein mit normaler Kraft überwindbares Fixieren des Paneels in einer vorgegebenen Ruhelage.
Zur formschlüssigen Anbindung an einen der Pfosten ist am ersten Gelenkkörper vorteilhaft einen Klemmansatz ausgebildet, der den Pfosten teilweise umschließt und ein zum Pfosten komplementäres Außenprofil aufweist.
Weitere Ausführungsformen des Trennzauns weisen einen ersten Gelenkkörper auf, der wenigstens eine Öffnung zur Aufnahme eines Befestigungsmittels, wie z. B. einer Schraube, einer Mutter, einer Niete, eines Splints, eines Klemmseils oder dergleichen zur Befestigung einer Klemme oder eines Klemmansatzes eines weiteren Drehgelenks aufweist. Dies ermöglicht eine einfache Montage eines einzelnen Drehgelenks wie auch die gleichzeitige Montage zweier, z. B. an gegenüberliegenden Seiten eines Pfostens angeordneter Drehgelenke.
Zur Dämpfung des Anschlags bei Drehen des Drehgelenks in eine seiner Endpositionen sind wenigsten die ersten oder zweiten Anschlagflächen aus einem elastischen Material, beispielsweise aus einem synthetischen Kautschuk oder Naturkautschuk, gebildet. Bevorzugte Ausführungsformen weisen erste Anschlagflächen auf, die von den in Umfangsrichtung weisenden Seitenflächen einer teilringförmigen ersten Backe gebildet sind. Weitere bevorzugte Ausführungsformen weisen zweite Anschlagflächen auf, die von den in Umfangsrichtung weisenden Seitenflächen einer teilringförmigen zweiten Backe gebildet sind. Entsprechende Backen ermöglichen eine einfache Integration der Anschlagflächen in die Gelenkkörper und bieten eine hohe Stabilität.
Bei weiteren bevorzugten Ausführungsformen des Trennzauns weist das Paneel einen Hohlraum für die Aufnahme eines Informationsträgers, beispielsweise eines bedruckten Papiers, laminierten Papiers (z. B. Laminat aus Papier und Folie, Laminat aus Papier und Klebeschicht, etc.), einer bedruckten Kunststofffolie, einer elektronischen Anzeigevorrichtung oder dergleichen auf, wobei zumindest eine Seite des Paneels vorteilhaft von einem transparenten bzw. durchsichtigen Material gebildet ist, um die Sichtbarkeit des Informationsträgers von außerhalb des Paneels sicherzustellen. Als Beispiele für hierfür geeignete Materialen können das umgangssprachlich auch als Acrylglas bezeichneten Polymethylmethacrylat, thermoplastische Polyesther, wie z. B. das unter dem Markennamen Axpet® vertriebene Polyesther und Polycarbonate wie z. B. Lexan® genannt werden. Zum Erleichtern eines Wechsels des Informationsträgers weisen Ausführungsformen hiervon eine verschließbare Öffnung zum Einführen eines Informationsträgers in den Hohlraum des Paneels und zum Entnehmen des Informationsträgers aus dem Hohlraum des Paneels auf. Bevorzugte Ausführungsformen des Trennzauns weisen eine Beleuchtungsvorrichtung auf, die im Hohlraum des Paneels angeordnet ist und so die auf dem im Hohlraum angeordneten Informationsträger wiedergegebenen Inhalte auch Nachts bzw. bei ungünstigen Beleuchtungssituationen zugänglich macht.
Zur Versorgung einer im Hohlraum des Paneels angeordneten elektrischen Einrichtung, wie z. B. der zuvor beschriebenen Beleuchtung, oder eines Datensichtgeräts, weist der Trennzaun bei weiteren Ausführungsformen vorteilhaft ein zur Leitung elektrischer Energie und/oder elektrischer Signale ausgebildetes Kabel auf, das im Trennzaun durch den Hohlraum des Pfostens und den im Drehgelenk ausgebildeten Hohlraum in die seitliche Öffnung des Paneels führend angeordnet ist.
Zur verbesserten Stabilität sind die beiden Pfosten bei besonders bevorzugten Ausführungsformen des Trennzauns untereinander an den nicht zur Bodenbefestigung vorgesehenen Enden mit einem Riegel verbunden. Die Höhe der Pfosten kann dabei so gewählt sein, dass der Riegel bei Nutzung des Paneels als Sitzfläche die Funktion einer Rückenlehne annimmt.
Zum Verhindern eines Nachschwingens des Paneels beim Hochklappen in die vertikale Lage kann gemäß einer Ausführungsform ein Permanentmagnet an der zum Paneel gewandten Seite des Riegels und diesem gegenüber ein weiterer Permanentmagnet an der zum Riegel gewandten Seite des Paneels angeordnet sein. Die Permanentmagneten sind bevorzugt innerhalb des Riegels bzw. des Paneels aufgenommen. Alternativ oder zusätzlich kann auch in wenigstens einem der Pfosten an der dem Paneel zugewandten Seite und in dem Paneel an der dem wenigstens einem Pfosten zugewandten Seite jeweils ein Permanentmagnet angeordnet sein. In beiden Fällen sind die Magneten so angeordnet, dass sich ungleiche Pole gegenüberliegen.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit den Ansprüchen sowie den Figuren. Es sei darauf hingewiesen, dass die Erfindung nicht auf die Ausführungsformen der beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern durch den Umfang der beiliegenden Patentansprüche bestimmt ist. Insbesondere können die einzelnen Merkmale bei erfindungsgemäßen Ausführungsformen in anderer Anzahl und Kombination als bei den untenstehend angeführten Beispielen verwirklicht sein. Bei der nachfolgenden Erläuterung einiger Ausführungsbeispiele der Erfindung wird auf die beiliegenden Figuren Bezug genommen, von denen Figur 1 eine schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform eines
Trennzauns mit schwenkbarem Paneel zeigt,
Figur 2 eine schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform eines
5 Trennzauns mit schwenkbarem Paneel zeigt,
Figur 3a eine schematische Darstellung einer dritten Ausführungsform eines
Trennzauns mit schwenkbarem Paneel zeigt,
) Figur 3b eine schematische Darstellung einer vierten Ausführungsform eines
Trennzauns mit schwenkbarem Paneel zeigt,
Figur 3c eine schematische Darstellung einer fünften Ausführungsform eines
Trennzauns mit schwenkbarem Paneel zeigt,
5
Figur 4 eine sechste Ausführungsform eines Trennzauns mit schwenkbarem
Paneel in einer schematischen Darstellung zeigt,
Figur 5 eine siebte Ausführungsform eines Trennzauns mit schwenkbaren
3 Paneelen in einer schematischen Darstellung zeigt,
Figur 6 eine erste Ausführungsform eines Drehgelenks für einen Trennzaun gemäß den Figuren 1 , 2, 3 und 7 in einer Schemazeichnung zeigt,
5 Figur 7 eine achte Ausführungsform eines Trennzauns mit schwenkbaren
Paneelen in einer schematischen Darstellung zeigt,
Figur 8 eine zweite Ausführungsform eines Drehgelenks für einen Trennzaun gemäß den Figuren 1 , 2, 3 und 7 in einer Schemazeichnung zeigt,
D
Figur 9 eine dritte Ausführungsform eines Drehgelenks für einen Trennzaun gemäß den Figuren 1 , 2, 3 und 7 in einer Schemazeichnung zeigt,
Figur 10 eine vierte Ausführungsform eines Drehgelenks für einen Trennzaun
5 gemäß den Figuren 1 , 2, 3 und 7 in einer Schemazeichnung zeigt,
Figur 11a eine achte Ausführungsform eines Trennzauns mit schwenkbaren
Paneelen in einer schematischen Darstellung zeigt, und Figur U b eine neunte Ausführungsform eines Trennzauns mit schwenkbaren Paneelen in einer schematischen Darstellung zeigt.
In den Figuren sind Elemente die im Wesentlichen gleiche technische Funktionen erfüllen mit gleichen Bezugszeichen versehen. Verschiedene Ausgestaltungen dieser Elemente weisen ähnliche Bezugszeichen auf.
Die schematische Darstellung von Figur 1 zeigt einen Trennzaun 100 bei dem zwischen zwei Pfosten 1 und 2 mithilfe von Drehgelenken 5 und 5' ein Paneel 4 schwenkbar gelagert ist. Unter einem Pfosten ist hierbei ein längliches Tragelement zur vertikalen Verbauung zu verstehen. Der Begriff Paneel wird in dieser Schrift in seiner allgemeinen Form verwendet, d. h. zur Bezeichnung eines flächigen Körpers, bei dem die Ausdehnung von Vorder- und Rückseite größer ist als der Abstand zwischen diesen Seiten. Vorder- und Rückseite eines Paneels können planar aber auch profiliert, beispielsweise mit einer Einbuchtung versehen, ausgeführt sein.
Das Paneel 4 kann wahlweise aus der in der linken Darstellung von Figur 1 gezeigten vertikalen in die in der rechten Darstellung von Figur 1 veranschaulichte vordere oder hintere horizontale Lage geschwenkt werden. Während das Paneel 4 in der vertikalen Lage die Bereichsabgrenzung durch den Trennzaun 100 visuell verdeutlicht, kann das Paneel in den horizontalen Schwenkpositionen als Sitzgelegenheit oder als Ablage für Gegenstände genutzt werden. Ferner ermöglicht ein Schwenken des Paneels in eine horizontale Lage auch das Hindurchreichen von Gegenständen in Griffhöhe. Vorzugsweise schwenkt das Paneel bei Nichtbenutzung automatisch in die vertikale Lage zurück.
In der gezeigten Darstellung ist das Paneel mit einem Informationsträger 20 versehen, der vorzugsweise in einen Hohlraum des Paneels eingebracht durch dessen transparente bzw. durchsichtige Front sichtbar ist. Der auf dem Informationsträger präsentierte Inhalt kann wie in Figur 1 veranschaulicht Werbezwecken dienen, er kann aber auch Informationen enthalten, die für den jeweiligen Verwendungszweck des Trennzauns 100 relevant sind: beispielsweise den Fahrplan eines öffentlichen Verkehrsmittels, wenn der Trennzaun 100 zur Abgrenzung des Haltestellenbereichs dient, oder einen Hinweis wie z. B. "Kein Durchgang" oder dergleichen, oder eine graphische Markierung wie z. B. ein Licht reflektierendes Streifenmuster.
Als Informationsträger 20 eignen sich alle bekannten Arten von körperlichen Informationsträgern, wobei insbesondere Papiere, Kunststofffolien, Leuchtfolien, animierte Leuchtfolien und beleuchtbare oder hinterleuchtbare elektronische Flachbildschirme, wie z. B. Flüssigkristallanzeigen, zu nennen sind. Zu den Informationsträgern sind auch sogenannte elektronische Papiere zu zählen, die z. B. elektrophoretische Vorgänge, Elektrobenetzung oder mikromechanisch gesteuerte Interferenzmodulation nutzen, aber auch bistabile Flüssigkristallanzeigen. Die elektronischen Papiere können Reflektoren verwenden oder hinterleuchtet sein. Elektronische Papiere benötigen nur während der Änderung der darauf wiedergegebenen Darstellung Energie und sind daher insbesondere bei Insellösungen von Vorteil, bei denen kein externer Stromanschluss vorhanden ist. Ferner kann das Paneel statt einen Informationsträger aufzunehmen auch Leuchtkörper umschließen, die verschiedene Bereiche des Paneels, z. B. zu Animationszwecken, unterschiedlich bzw. auch zu unterschiedlichen Zeiten ausleuchten.
Das Paneel kann zur Aufnahme und eventuellen Beleuchtung eines Informationsträgers mit einem oder mehreren kammerartigen Hohlräumen versehen sein, die vorzugsweise von einer Seitenfläche des Paneels 4, beispielsweise der Seitenfläche an der in der linken Darstellung von Figur 1 unteren Kante des Paneels 4, zum Einführen und Wiederentnehmen des Informationsträgers zugänglich sind. An dieser Seitenfläche ist vorzugsweise eine abnehmbare Abdeckung angebracht, die die Aufbewahrung der Informationsträger im Paneel 4 sichert und ein Eindringen von Schmutz und Feuchtigkeit verhindert. Die Fixierung des abnehmbaren Seitenteils am Paneel 4 kann durch Befestigungsmittel, wie z. B. Sicherheitsschrauben oder bei häufigem Wechsel der Informationsträger auch mithilfe von Magneten erfolgen.
Alternative Ausführungsformen des Paneels 4 weisen von innen oder außen bedruckte Sichtseiten, d. h. Vorder- und/oder Rückseiten auf, wobei zwischen den beiden Seiten eine Beleuchtungseinrichtung angeordnet sein kann, die den Druck hinterleuchtet und so auch bei ungünstiger äußerer Beleuchtungssituation oder nachts gut erkennbar macht. Ein solches direktes Bedrucken der Sichtseiten des Paneels eignet sich insbesondere dann, wenn der vom Informationsträger wiedergegebene Inhalt über einen langen Zeitraum gültig ist bzw. nicht gegen einen anderen ersetzt werden muss. Statt die Sichtseiten des Paneels zu bedrucken können diese auch mit einem z. B. folienförmigen Informationsträger beklebt werden.
Bei Verwendung folienförmiger Informationsträger wie z. B. Papier- oder Kunststofffolien oder folienförmiger Anzeigevorrichtungen in Verbindung mit einer Beleuchtungseinrichtung zum Hinterleuchten der Informationsträger weist das Paneel vorzugsweise drei Kammern auf, von denen jeweils eine an die Innenseite einer Sichtseite angrenzt und die dritte zur Aufnahme der Beleuchtung zwischen den beiden anderen Kammern angeordnet ist. Das Paneel kann einstückig, z. B. als ein in einem Spritzgussverfahren oder durch Blasformen hergestelltes Teil, ausgeführt sein. Als Materialien eignen sich hierfür insbesondere transparente farblose oder eingefärbte Polycarbonate, beispielsweise Polyesther oder sogenannte Acrylgläser. Prinzipiell sind alle Materialien geeignet, die 5 eine ausreichend hohe Festigkeit, Schlagzähigkeit, Steifigkeit und Härte aufweisen und vorzugsweise transparent und insbesondere durchsichtig sind.
Andere Ausführungsformen eines Paneels 4 weisen an einer oder an beiden Seitenflächen eine Polsterung auf. In den Fällen, bei denen nur eine Seitenfläche mit o einem Polster versehen ist, kann die andere Seitenfläche wie oben angegeben weiterhin für die Aufnahme von Informationsträgern, bedruckt, transparent, und von innen beleuchtet bzw. hinterleuchtet sein. Die Polsterung kann ferner unter Verwendung durchscheinender Materialien ausgeführt sein und, z. B. durch Bedrucken oder Weben, selbst als Informationsträger dienen. Entsprechende Polsterauflagen verbessern den
5 Sitzkomfort und eignen sich daher insbesondere für Bereiche mit hoher Nutzfrequenz von Sitzgelegenheiten bei gleichzeitig hoher Sitzdauer, beispielsweise für Wartebereiche von öffentlichen Einrichtungen, Krankenhäusern, Bahnhöfen oder Flughäfen.
!0 Bei der in Figur 1 veranschaulichten Ausführungsform eines Trennzauns 100 weist das Paneel 4 einen Rahmen auf, der aus einem Metallprofil, beispielsweise einem U-Profil gebildet ist. Geeignete Rahmenmaterialien sind Metalle, wie z. B. Aluminium, Schwarzstahl oder Edelstahl, deren Oberflächen durch Lackieren, Pulverbeschichten, Glasperlenbestrahlung oder andere übliche Oberflächenbehandlungen veredelt sein
:5 können. Al-Mg-Si (Aluminium-Magnesium-Silicium-Legierung) hat sich aufgrund seines geringen Gewichts, seiner guten mechanischen Eigenschaften und seiner großen Korrosionsbeständigkeit als besonders vorteilhaft erwiesen. Selbstverständlich können auch Kunststoffprofile oder Profile aus natürlich vorkommenden Materialien wie z. B. Holz als Rahmenelemente verwendet werden. Vorder- und Rückseite des Paneels 4
(0 und eventuell auch weitere zwischen diesen Seiten befindliche Trennwände zum Schaffen weiterer Kammern können in Nuten des Rahmens eingefasst sein, wobei die eingefassten Ränder der Sichtseitenplatten vorzugsweise so abgenommen sind, dass deren Außenflächen stufenlos an die Außenflächen des sie einfassenden Rahmenprofils anschließen. Die als Sichtflächen des Paneels 4 verwendeten Platten
S5 können ein Höhenprofil aufweisen, das ein bequemeres Sitzen darauf ermöglicht.
Bei Verwendung blatt- bzw. folienförmiger Informationsträger weist das Paneel 4 gemäß einer Ausführungsform einen U-förmig gebogenen Rahmen auf, zwischen dessen Rahmenelementen an jeder der beiden Seitenflächen eine 4 mm starke Acrylglasplatte KD angeordnet ist. Um zum Rahmen hin eine ebene Sitzfläche zu schaffen, sind die vom Rahmen überdeckten Ränder der Acrylglasplatten entsprechend der Rahmenstärke versetzt zur nicht überdeckten Oberfläche ausgeführt. Beispielsweise kann der vom U- förmigen Rahmen umgrenzte Raum mit 4 mm starken Acrylglasplatten verschlossen werden, wobei die Ränder dieser Platten im Überdeckungsbereich des Rahmens 2 mm abgefräst sind. Mit einem Abstand von wenigstens 0,2 mm und höchstens 4 mm sind unterhalb der Acrylglasplatten im Inneren des Rahmens jeweils zwei Stahlbleche aus nichtrostendem Stahl angeordnet und werden vom Rahmen gehalten. Der Raum zwischen den beiden Stahlblechen ist mit Styropor gefüllt. Soll der blatt- oder folienförmige Informationsträger von innerhalb des Paneels beleuchtet werden, ist anstelle der beiden Stahlbleche jeweils eine Platte aus transluzentem Werkstoff, beispielsweise aus Kunststoff oder Glas, angeordnet. Die Beleuchtung erfolgt über eine zwischen den beiden transluzenten Platten angeordnete Lichtquelle. In einer Ausführungsform sind die Anschlussstellen der Plexiglasplatten zum Rahmen mittels eines geeigneten Dichtmittels, z. B. Neopren®, gegen Feuchtigkeit und insbesondere gegen das Eindringen von Flüssigkeiten abgedichtet. Es wird daraufhingewiesen, dass der vorstehend beschriebene Paneelenaufbau lediglich eine mögliche Ausführungsform der vorliegenden Erfindung darstellt, und diese nicht auf diese Ausführungsform beschränkt ist. Beispielsweise kann bei einer weiteren Ausführungsform der Raum zwischen den vom Paneelenrahmen gefassten transluzenten äußeren Platten von einem Schaumkörper ausgefüllt sein, der an eines Polsters statt der Sitzfläche eine komfortable Nachgiebigkeit verleiht. Geeignete Schaumkörper können z. B. aus aufgeschäumten Polystyrol (EPS) oder extrudiertem Polystyrolschaum (XPS) hergestellt werden. Insbesondere werden geschlossenporige Schaumstoffe bevorzugt, wobei eine eventuelle Wasseraufnahme durch Umkleiden des Schaumstoffs mit z. B. einer Folie zusätzlich minimiert werden kann. Zu Beleuchtungs- wie zu Hinterleuchtungszwecken können in dem Schaumstoff Leuchtmittel wie z. B. Leuchtdioden (LEDs) angeordnet werden, die entweder in am Rand ausgebildete Öffnungen eingesteckt oder bei der Herstellung des Schaumkörpers mit eingeschäumt werden. Alternativ kann der Schaumkörper aus zwei aneinanderliegenden Teilkörpern bestehen, zwischen denen die Leuchtmittel angeordnet werden. Ein Fixieren der beiden Teilkörper aneinander, z. B. mittels Kleben, ist nicht generell erforderlich, kann aber die Langzeitstabilität des Aufbaus positiv beeinflussen.
Außer mit einem wie zuvor beschriebenen symmetrischen Aufbau können auch Paneele mit asymmetrischem Aufbau verwendet werden. Zum Beispiel dann, wenn nur eine Seite des Paneels zur Aufnahme eines Informationsträgers beispielsweise als Werbeträger dienen soll. Beispielsweise kann dann die bei horizontaler Orientierung des Paneels unten liegende Seite als Informationsträgers verwendet werden, und die bei horizontaler Orientierung des Paneels oben liegende Seite eine Polsterung, eine hinterlüftete Sitzfläche (z. B. aus Lochblech) oder ähnliches aufweisen. In diesem Fall kann beispielsweise das Paneel gemäß einer Ausführungsform insgesamt aus (ggf. im vollen Volumen oder in einem Teilvolumen aufgeschäumten) Kunststoff bestehen. In der bei horizontaler Orientierung des Paneels unten liegenden Seite ist eine Ausnehmung vorgesehen, in welcher der Informationsträger 20 (z. B. Werbeträger) angeordnet werden kann. Diese Ausnehmung kann beispielsweise von einer Acrylglasscheibe verschlossen werden. Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht auf den vorstehenden Paneelaufbau beschränkt.
Statt der oben beschriebenen abnehmbaren Seitenfläche kann die Öffnung des Paneels 4 nach dem Einbringen von Informationsträgern und/oder elektrischer Einrichtungen auch stoffschlüssig, z. B. mit einem Klebeband verschlossen werden. Auch die Öffnung des Paneels 4 kann mittels einer Dichtung gegen Feuchtigkeit und insbesondere Flüssigkeit abgedichtet sein.
Zur Versorgung der Beleuchtung oder eines Bildschirms im Paneel 4 mit Strom und/oder Informationssignalen, weist das Paneel 4 eine Öffnung auf, die in Höhe des an einer der Seitenflächen angebrachten Drehgelenks 5 angeordnet ist. Die Öffnung ermöglicht das Einführen eines oder mehrerer Kabel in den bzw. in die im Paneel 4 ausgebildeten Hohlräume bzw. Kammern. Bei Verwendung elektronischer Informationsträger kann z. B. ein Telekommunikationskabel durch die Öffnung geführt werden, über das eine Fernsteuerung und gegebenefalls Fernwartungwartung des Informationsträgers ermöglicht wird. Selbstverständlich können Fernsteuerung und Fernwartung auch über eine Luftschnittstelle, beispielsweise eine Mobilfunkschnittstelle, realisiert sein, wobei diese zur Sicherung eines störungsarmen Empfangs vorzugsweise in den oberen Bereichen der Pfosten oder im Riegel angeordnet sein kann und über ein durch das Drehgelenk geführtes Kabel mit dem Informationsträger verbunden ist. Über entsprechende Schnittstellen kann z. B. eine Anbindung an eine Webseite erfolgen, auf der die gewünschten Informationen präsentiert werden.
Die Form der Paneele 4 kann von der in den Figuren veranschaulichten Form abweichen. Beispielsweise können statt der rechteckförmigen Form mit abgeschrägten Vorderkanten auch Formen ohne Anschrägungen, mit Rundungen statt mit Abschrägungen, oder auch teilkreis- bzw. kreis- oder ellipsenförmige Grundformen gewählt werden. Die Aufhängung der Paneele an den Drehgelenken 5 kann dabei auch mittig erfolgen, um die Informationsfläche zu maximieren.
Die oberen Enden der Pfosten 1 und 2 können als freie Enden ausgebildet sein, die bei Verwendung von Hohlprofilen als Pfosten zweckmäßig mit einer Kappe abgedeckt sind. Zur Erhöhung der mechanischen Stabilität des Trennzauns 100 sind die beiden Pfosten 1 und 2 bei der in Figur 1 dargestellten Ausführungsform an ihren oberen Enden mit einem Riegel 3 verbunden. In der in Figur 1 und 2 gezeigten Ausführungsform ist der Riegel dreigliedrig aus zwei Knieelementen und einem Horizontalelement aufgebaut. In einer dieser Ausführungsformen sind die Knieelemente aus Aluminiumguss gebildet. Es kann aber auch jeder andere Werkstoff wie beispielsweise Metall, Kunststoff oder auch ein natürlicher Werkstoff wie Holz verwendet werden. Als Riegel können auch geeignete andere Querverbindungen verwendet werden, beispielsweise ein Rohrbogen, oder ein Horizontalrohr. Die Verbindung des Riegels mit den Pfosten kann sowohl form- als auch stoffschlüssig erfolgen. Riegel und Pfosten können auch einstückig ausgebildet sein, beispielsweise in Form einer U-förmig gebogenen Stange oder einem U-förmig gebogenen Rohr, wie dies für eine beispielhafte Ausführungsform in den Figuren 3a und 3b schematisch gezeigt ist.
Bei der in Figur 1 gezeigten Ausführungsform ist das untere Ende 7 der Pfosten 1 und 2 zur Verankerung in einem Boden, beispielsweise durch Einführen in eine in den Boden zuvor eingebrachte Hülse, durch Einbetonieren, Verschrauben, Vernieten, Verlöten oder Verschweißen ausgebildet. Das unter Ende der Pfosten kann für jeweils eine oder mehrere der gebräuchlichen Bodenverankerungen inklusive eines chemischen Ankers angepasst gestaltet sein. Andere Ausführungsformen weisen eine Ausbildung des unteren Endes 7 der Pfosten auf, die eine Aufnahme in ein Fußgestell oder in ein Profil ermöglichen, das auf einem Boden aufliegt oder mit diesem fest verbunden ist. Das untere Ende der Pfosten kann hierzu als Profil, beispielsweise aus einem Gussmaterial, einem extrudierten oder stranggepressten Material gebildet sein.
Eine alternative Ausführungsform, bei der das untere Ende 7 der Pfosten 1 und 2 des Trennzauns 200 mit einer Bodenplatte 1 verbunden ist, ist in Figur 2 schematisch gezeigt. Die in Figur 2 gezeigte Bodenplatte 11 weist blockierbare Rollen 12 auf, und ist somit verschiebbar. Dies ermöglicht eine besonders flexible Verwendung des Trennzauns 100, beispielsweise zur Lenkung von Personenströmen oder Abgrenzung von Baustellen. Alternativ kann die Bodenplatte 11 beispielsweise durch Verschrauben oder Verkleben dauerhaft am Boden befestigt sein. In diesem Fall sind keine Rollen vorgesehen.
Eine Befestigung an mit der Bodenoberfläche verklebten Profilen (nicht in den Figuren dargestellt) eignet sich z. B. zum Aufstellen des Trennzauns auf Böden, in die wegen darin enthaltener Installationen wie z. B. einer Fußbodenheizung keine Löcher gebohrt werden können. Die Pfosten können in den Profilen mittels einer Klemm- oder Schraubverbindung lösbar befestigt sein, und so ein bedarfsangepasstes Verschieben des Trennzauns oder der Trennzäune in der von dem Profil gebildeten Schiene ermöglichen. Zum Schutz der Bodenverankerung vor Schmutz oder anderen Umwelteinflüssen ist der Bodenanschlussbereich der Pfosten 1 und 2 vorteilhaft mit Schutzkappen 8 abgedeckt.
Um eine mobile Trennzauneinheit zu erhalten können statt der oben angeführten Bodenplatte 11 auch Standfüße 13 verwendet werden. Ein entsprechend ausgestalteter Trennzaun 300 ist in Figur 3a illustriert, wobei die beiden Standfüße 13 in der dargestellten Ausführungsform über eine Stegverbindung 14 miteinander verbunden sind. Standfüße 13 und Stegverbindung 14 können in einem Stück oder aus mehreren Komponenten aufgebaut gefertigt sein.
Eine Modifikation des Trennzauns 300 von Figur 3a ist in Figur 3b schematisch dargestellt. Die Standfüße 13 des Trennzauns 300' sind nicht über eine Stegverbindung 14 in einer fixen Lage zueinander gehalten. Stattdessen weist das Gestell des Trennzauns 300' einen die Pfosten 1 und 2 des Gestells miteinander verbindenden Querträger 15 auf. Dieser unterhalb eines Paneels 4 angeordnete und zwei benachbarte Pfosten 1 , 2 verbindende Querträger 15 kann fakultativ in allen Ausführungsformen vorgesehen sein. Die Verwendung des Querträgers 15 ist ausdrücklich nicht auf mobile Trennzauneinheiten beschränkt.
Gemäß einer weiteren alternativen Ausführungsform, welche in Figur 3c gezeigt ist, erfolgt eine Befestigung der Pfosten 1 und 2 des Trennzauns 400 nicht am Boden, sondern an einer dem Trennzaun 400 benachbarten Wand oder Stufe mittels eines Befestigungselements 16. In Figur 3c ist in den Riegel 3 zudem eine z. B. unter Verwendung von Leuchtdioden ausgebildete Beleuchtung 17 eingelassen, welche den in oder auf dem Paneel 4 befindlichen Informationsträger 20 und/oder den Boden vor dem Trennzaun 400 beleuchtet. Die z. B. mit LEDs ausgestattete Beleuchtung kann auch als Wegbeleuchtung verwendet werden. Weiter ist in Figur 3c eine Rückenlehne 18 vorgesehen, welche in der vorliegenden Ausführungsform gepolstert ist. Alternativ oder zusätzlich kann auch die Rückenlehne 18 mit einem Informationsträger 20 versehen werden. Es wird betont, dass ein derartiger Riegel 3 mit Beleuchtung 17 und/oder eine derartige Rückenlehne 18 in allen Ausführungsformen vorgesehen sein kann.
In Figur 4 ist eine weitere Ausführungsform eines Trennzauns 500 dargestellt, bei dem zwei in Anlehnung an den in Figur 1 vorgestellten Trennzaun 100 ausgebildete Trennzaunelemente mittels zweier Sprossen 9 miteinander verbunden sind, die die Absperrung auch zwischen den zwei Trennzaunelementen 100 fortzuführen. Selbstverständlich ist es auch möglich nur eine Sprosse 9 oder mehr als zwei Sprossen 9 zu verwenden. Anstatt der Sprossen 9 kann im Bereich zwischen den beiden Trennzäunen 100 auch ein Paneel 4 entweder fest, oder mithilfe von Drehgelenken 5 bzw. 5' schwenkbar, mit den unmittelbar benachbarten Pfosten der nebeneinanderstehenden Trennzäune 100 verbunden sein.
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Gemäß einer weiteren alternativen Ausführungsform, welche ebenfalls auf der in Figur 1 gezeigten Ausführungsform 100 aufbaut und in Figur 5 gezeigt ist, können Paneele 4 benachbarter Trennzaunelemente 100 auch an einem von beiden Paneelen gemeinsam genutzten Pfosten 1 befestigt sein. In diesem Fall kann auf die Verwendung o von Sprossen 9 zwischen den Trennzäunen 100 verzichtet werden. Ferner kann der Riegel dieser Ausführungsform den Bereich zwischen den beiden außengelegenen Pfosten geradlinig verbinden.
Gemäß zweier weiterer alternativen Ausführungsformer 500' und 500", welche auf der 5 in Figur 5 gezeigten Ausführungsform 500 aufbauen, kann bei einer Aneinanderreihung von maximal vier, insbesondere maximal drei und bevorzugt maximal zwei benachbarten Paneelen 4 bei entsprechender Festigkeit des für die Pfosten 1 , 2 und Riegel 3 verwendeten Materials auch gänzlich auf eine Abstützung zwischen den Paneelen 4 verzichtet werden. Vielmehr können die Paneele 4 dann entweder, wie in o Figur 11a gezeigt, direkt aneinander befestigt werden, oder, wie in Figur 11b gezeigt, an einem die Pfosten 1 , 2 verbindenden Querträger 15. DieseY kann zwischen den Paneelen 4 mit dem Riegel 3 kraftschlüssig verbunden sein (gestrichelt gezeigt).
Pfosten wie Sprossen und Riegel sind vorzugsweise aus Metallrohren oder -profilen
5 gefertigt, da diese eine hohe mechanische Festigkeit aufweisen und kostengünstig hergestellt werden können. Selbstverständlich können auch Kunststoffprofile oder Kunststoff-Metall-Verbundprofile verwendet werden. Dabei können die Pfosten, Sprossen und Riegel wahlweise aus dem gleichen oder aus unterschiedlichen Werkstoffen gebildet sein. In einer für Freiflächen und intensive Nutzung bevorzugten o Ausführungsform sind die Pfosten, Sprossen und Riegel jeweils aus nichtrostenden Stahlrohren mit einem Durchmesser von 50 mm gebildet. Die Erfindung ist jedoch nicht auf einen Durchmesser von 50 mm oder auch bestimmte Wandstärken beschränkt. Für die Nutzung zu privaten Zwecken und in geschlossenen Räumen werden Pfosten, Sprossen und Riegel vorzugsweise aus Aluminiumwerkstoffen gefertigt. In eine oder
5 beide Sprossen 9 und/oder Riegel 3 kann eine (in Figur 2 nur für die untere Sprosse 9 gezeigte) Beleuchtung 17 für den Bodenbereich vor oder um den Trennzaun 100 vorgesehen sein. Wenigstens einer der Pfosten 1 oder 2 eines Trennzauns 100 weist einen Hohlraum auf, der über wenigstens eines der Enden des Pfostens zugänglich ist. Bei Verwendung eines Rohrs oder Hohlprofils als Pfosten, bildet das Innenvolumen des
D Rohr bzw. Profils diesen Hohlraum. In Höhe des Drehgelenks 5 weist der Pfosten eine seitliche Öffnung auf, die sich bis in den Hohlraum erstreckt. Somit kann über das Ende des Pfostens und dessen seitliche Öffnung ein Kabel durch den Hohlraum des Pfostens geführt werden.
Bei anderen Ausführungen eines aus den Pfosten 1 und 2 sowie einem eventuellen Riegel 3 und unter Umständen einem oder mehreren Querverbindern 15 gebildeten Gestells wird der tragende Teil des Gestells von einer Stahlkonstruktion gebildet, die beispielsweise aus einem U-Profil gefertigt ist. Die Stahlkonstruktion ist innerhalb einer, beispielsweise rohrförmigen, Konstruktion aufgenommen, die den von außen sichtbaren Teil des Gestells bildet. Letztere muss keine tragenden Funktionen übernehmen, sondern kann nach ästhetischen Gesichtspunkten gestaltet sein, wobei auf eine ausreichende Witterungsbeständigkeit zu achten ist.
Das am Pfosten 1 angebrachte Drehgelenk 5 stellt eine schwenkbare Verbindung zwischen dem Pfosten 1 und dem Paneel 4 her. Das Drehgelenk weist eine durchgehende Öffnung auf, die einen Durchgang von der seitlichen Öffnung des Pfostens 1 zur seitlichen Öffnung des Paneels 4 schafft, und so die Möglichkeit schafft, ein Kabel vom Pfosten geschützt in das Paneel zu überführen.
In Figur 6 ist eine Ausführungsform eines solchen Drehgelenks 5 veranschaulicht. Das Drehgelenk 5 weist zwei Gelenkkörper 51 und 52 auf. Der Gelenkkörper 51 weist eine Außenwand 511 in Form eines Hohlzylinders auf, der an einer seiner beiden Seiten von einer Grundfläche abgeschlossen ist. Die Grundfläche weist eine Öffnung 512 auf, die einen Durchgang von der Außenseite der Grundfläche zum von der Außenwand 511 umgrenzten Innenraum schafft. Im Innenraum des Gelenkkörpers befindet sich eine teilringförmige Backe 514, deren Seitenflächen 514a und 514b radial zur Geometrie der Außenwand 511 ausgerichtet sind. Die beiden Seitenflächen 514a und 514b bilden Anschlagflächen für die Backe 524 des Gelenkkörpers 52. Das Zentrum der teilringförmigen Geometrie der Backe liegt auf der Symmetrieachse der Außenwand 511. Ferner weist die Backe 514 einen Abstand zur inneren Mantelfläche 513 der Außenwand 511 auf, der ein Einführen des zylindrischen Teils der Außenwand 521 des Gelenkkörpers 52 in den Innenraum des Gelenkkörpers 51 ermöglicht.
Der Gelenkkörper 52 weist eine Außenwand 521 auf, die einen hohlzylindrischen Teil und einen im Bereich einer der Grundflächen angeordneten Deckel umfasst, dessen Außendurchmesser in etwa dem Außendurchmesser des Gelenkkörpers 51 entspricht und der in seinem Zentrum eine Öffnung 522 aufweist, die eine Passage vom Innenraum des hohlzylindrischen Teils zur Außenseite des Deckels schafft. Der Durchmesser der äußeren Mantelfläche 523 des hohlzylindrischen Teils ist dabei etwas kleiner als der Durchmesser der inneren Mantelfläche des Gelenkkörpers 51 , so dass die beiden Flächen nach dem Zusammenfügen der beiden Gelenkkörper 51 und 52 aufeinander gleiten können und so ein Verdrehen der beiden Gelenkkörper um die gemeinsame Symmetrieachse ermöglichen. Im Innenraum des Gelenkkörpers 52 befindet sich ebenfalls eine teilringförmige Backe 524, deren Seitenflächen 524a und 524b radial zur Geometrie der Außenwand 511 ausgerichtet sind. Die beiden Seitenflächen 524a und 524b bilden Anschlagflächen für die Backe 514 des Gelenkkörpers 51. Das Zentrum der teilringförmigen Geometrie der Backe liegt auf der Symmetrieachse der Außenwand 521. Der Überstand des Deckels der Außenwand 521 über deren hohlzylindrischen Teil dient dem Abdecken der Stirnfläche des zylindrischen Teils des Gelenkkörpers 51 im montierten Zustand des Drehgelenks, bei dem der Gelenkkörper 52 in den Gelenkkörper 51 eingeschoben angeordnet ist. Hierdurch weist das Drehgelenk eine dosenförmige Geometrie auf, die sich bei Drehen der Gelenkkörper gegeneinander nicht verändert. Die Gefahr des Einklemmens von Fremdkörpern in das Drehgelenk ist hierdurch minimiert und ein sicherer Betrieb des Drehgelenks gewährleistet.
Die Außenwände der Gelenkkörper 51 und 52 sind vorzugsweise aus Metall, wobei wenigstens eine der aneinander gleitenden Flächen der beiden Gelenkkörper mit einem reibungsmindernden Material beschichtet sein kann. Alternativ kann zwischen der inneren Mantelfläche 513 des Gelenkkörpers 51 und der äußeren Mantelfläche 523 des Gelenkkörpers 52 ein Ring aus einem reibungsmindernden Material, beispielsweise einem Kunststoffmaterial angeordnet sein. Bei weiteren alternativen Ausführungsformen befinden sich zwischen den beiden einander zugewandten Mantelflächen Wälzkörper, z. B. in einem Käfig gefasste Kugeln oder Nadeln.
Die Begrenzung des Drehwinkels, d. h. des Winkelbereichs, innerhalb dessen die beiden Gelenkkörper im zusammengefügten Zustand gegeneinander verdreht werden können, wird durch die beiden Backen 514 und 524 bewirkt. Die als Anschlagflächen dienenden Seitenflächen der Backen sind jeweils von der Symmetrieachse der Gelenkkörper aus betrachtet innerhalb eines bestimmten Winkels angeordnet. Bei der Backe 514 sind die Anschlagflächen 514a und 514b innerhalb eines Winkels φ-| , bei der Backe 524 sind die Anschlagflächen 524a und 524b innerhalb eines Winkels q>2 angeordnet. Die beiden Winkel können gleich oder ungleich sein. Für eine Begrenzung des Drehwinkels des Drehgelenks 5 auf 180 Grad, wie er zum Schwenken des Paneels 4 in die beiden horizontalen Positionen erforderlich ist, beträgt die Summe der beiden Winkel >2 180 Grad. In vielen Fällen werden jedoch etwas andere Drehwinkel bevorzugt, beispielsweise um den Sitzkomfort zu erhöhen oder zu verschlechtern, wodurch sich die Zeit beeinflussen lässt, die von einer auf dem Paneel sitzenden Person als angenehm empfunden wird. Vorzugsweise wird der maximale Drehwinkel des Drehgelenks 5 daher auf einen Wert aus dem Bereich von 170 bis 190 Grad begrenzt, wodurch eine leicht nach oben bzw. leicht nach unten verkippte Endlage des ausgeschwenkten Paneels 4 eingestellt werden kann. Entsprechend sind φ-| und ψ2 so gewählt, dass ihre Summe ebenfalls einem Wert aus dem Bereich von 170 bis 190 Grad entspricht. Generell gilt für den verfügbaren Drehwinkel φρ:
(PD = 360°-( φΐ + cp 2 );
Ist das Paneel lediglich zum Ausschwenken auf eine der beiden Seiten vorgesehen, so sind φ-| und q>2 entsprechend so gewählt, dass ihre Summe einem Wert aus dem Bereich von 260 bis 280 Grad entspricht, woraus sich ein Drehwinkelbereich von 80 bis 100 Grad ergibt. Gemäß Ausführungsformen kann der Bereich kleiner sein, nämlich wahlweise 250 bis 280 Grad, 240 bis 280 Grad und 230 bis 280 Grad, woraus sich größere Dreh- bzw. Schwenkwinkelbereiche von jeweils 80 bis 110 Grad, 80 bis 120 Grad und 80 bis 130 Grad ergeben. Ein so großer Winkelbereich ermöglicht einen Austausch eines im Paneel 4 aufgenommenen Informationsträgers 20 auch dann, wenn eine Seite des Trennzauns 100 aufgrund seiner Anordnung (z. B. an einer Straße) nicht zugänglich ist, und der Abstand des Paneels 4 zum Boden bei vertikal orientiertem Paneel 4 zu niedrig ist, um einen Austausch des Informationsträgers nach unten zu ermöglichen. Ein entsprechendes Beispiel mit einem Drehwinkel von 130 Grad und leicht nach unten geneigter Sitzposition ist in der Seitenansicht in Figur 7 veranschaulicht.
Zur Dämpfung des Anschlags bei Schwenken des Paneels in eine der Endlagen sind bei Ausführungsformen des Drehgelenks die Backen aus einem elastischen Material, beispielsweise aus einem synthetischen Kautschuk oder Naturkautschuk. Bei anderen Ausführungsformen sind die Backen aus einem nichtelastischen Material, wobei wenigstens eine der in einer Endposition der Drehung in Kontakt tretenden Anschlagflächen mit einem elastischen Material belegt ist.
Das Rücksteilen des Paneels 4 aus einer ausgeschwenkten Position in die vertikale Ruheposition kann mittels einer ungleichen Gewichtsverteilung im Paneel 4 erreicht werden. Hierzu kann die Abdeckung der in der linken Darstellung von Figur 1 unteren Kante bzw. Seitenfläche des Paneels 4 beispielsweise ein (in den Figuren nicht dargestelltes) Gewicht aufweisen, das bei ausgeschwenktem Paneel ein Drehmoment um die Drehachse des Drehgelenks 5 erzeugt, worüber ein Zurückschwenken des Paneels in die vertikale Lage bewirkt wird.
Andere Ausführungsformen weisen eine z. B. in Form einer Drehfeder ausgebildete (in den Figuren nicht dargestellte) Rückstellfeder auf, die in dem von den beiden Gelenkkörpern umschlossenen Hohlraum angeordnet ist, und bei Drehen der beiden Gelenkkörper aus einer Ruhelage heraus ein Rückstellmoment erzeugt.
Die Fixierung des Paneels 4 in der Ruhelage erfolgt bei einer Ausführungsform wie zuvor erwähnt mithilfe von (in den Figuren nicht eigens gezeigten) Permanentmagneten, von denen einer oder eine erste Gruppe von Permanentmagneten am oder im Rahmen des Paneels 4 angebracht, und ein zweiter Permanentmagnet oder eine zweite Gruppe von Permanentmagneten in dem von den Pfosten 1 , 2 und dem eventuellen Riegel gebildeten Gestell angebracht sind. In der Ruhestellung des Paneels sind die im Paneel 4 angebrachten Magnete den im Gestell angebrachten zugewandt, wobei vorzugsweise die Pole der Magnete zueinander ausgerichtet und die Polaritäten zweier aufeinander zuweisender Magnetpole verschieden sind. Beispielsweise ist der Nordpol eines Magneten in den Pfosten 1 , 2 bzw. dem Riegel 3 einem Südpol des zugehörigen Magneten im Paneel 4 zugewandt, oder umgekehrt der Südpol eines Magneten in den Pfosten 1 , 2 bzw. dem Riegel 3 einem Nordpol des zugehörigen Magneten im Paneel 4 zugewandt. Im Paneel 4 befinden sich die Magnete somit an einer oder mehreren dem Gestell zugewandten Seiten und im, aus Pfosten 1 und 2 und eventuell Riegel gebildeten, Gestell an den dem Paneel 4 zugewandten Seiten. Die Anordnung der Magnete erfolgt so, dass ein Abstand zwischen einem jeweiligen Magnet in den Pfosten 1 und 2 bzw. dem Riegel 3 und dem zugehörigen Magnet im Paneel 4 möglichst klein ist, wobei der Abstand eine bestimmte Mindestgröße nicht unterschreiten sollte, um der Gefahr eines Einklemmens von Fingern zwischen Paneel und Gestell vorzubeugen. Um hohe Feldstärken zu erreichen, sind die Permanentmagnete gemäß einer Ausführungsform aus einer Neodym-Eisen-Bor-Verbindung gebildet. Die Magnete dienen nicht nur zum Aufrechterhalten einer definierten Ruhelage des Paneels 4 im Gestell, sondern auch zum Dämpfen von Nachschwingbewegungen und zum Unterdrücken von Pendelbewegungen durch äußere Einflüsse wie z. B. Windlast.
Im Inneren des Drehgelenks 5 befindet sich ein Hohlraum, der sich von der Öffnung 512 des ersten Gelenkkörpers 51 zur Öffnung 522 des zweiten Gelenkkörpers 52 erstreckt, und mit diesen Öffnungen einen Durchgang durch das Drehgelenk 5 ausbildet. Der Hohlraum ist so gestaltet, dass bei einer Drehung der Gelenkkörper relativ zueinander keine Teile der Gelenkkörper in den Hohlraum eindringen können. Somit kann der mit dem Hohlraum und den Öffnungen geschaffene Durchgang als geschützte Passage für wie oben beschriebene elektrische Zuleitung von einem der Pfosten 1 oder 2 in das Paneel 4 genutzt werden. Um ferner sicherzustellen, dass ein durchgeführtes Kabel nicht in Bereiche des Drehgelenkinnenraums gelangen kann, die von Teilen des Drehgelenks 5 bei einer Drehung passiert werden, kann im Bereich zwischen den Öffnungen 512 und 522 und den Backen 514 und 524 eine ringförmige Wandung vorgesehen sein, die sich von dem Dosenboden des einen Gelenkkörpers zum Dosenboden des anderen Gelenkkörpers erstreckt. Selbstverständlich kann die (in Figur 6 nicht gezeigte) ringförmige Wandung sowohl in einem Stück integral an einem der Gelenkkörper, als auch in zwei Stücken ausgebildet sein, wobei jedes Teilstück integral an jeweils einem der Gelenkkörper ausgebildet ist. Statt die Wandung integral mit den Gelenkkörpern zu formen, kann diese auch als selbstständiges, z. B. hülsenförmiges Bauelement zur Anordnung im Drehgelenk 5 ausgeführt sein.
Es sei darauf hingewiesen, dass in vielen Anwendungsfällen nur eines der Drehgelenke 5 bzw. 5' eine wie oben beschriebene Durchführung aufweisen muss. Das zweite Drehgelenk 5' kann dann einen einfacheren Aufbau aufweisen, beispielsweise ohne Öffnungen 512 und 522 ausgebildet sein oder auch eine zentrale Drehachse aufweisen.
Die Befestigung des Drehgelenks 5 am Pfosten 1 oder 2 kann stoff- oder formschlüssig erfolgen. Bevorzugt wird eine wie in Figur 1 veranschaulichte Klemmverbindung, bei der einer der Gelenkkörper des Drehgelenks einen Klemmansatz 515 aufweist, mit dem das Drehgelenk seitlich an den Pfosten so angelegt wird, dass die Öffnung 512 des Gelenkkörpers 51 an der seitlichen Öffnung des Pfostens angeordnet ist. Der Klemmansatz 5 5 ist an der dem Pfosten zugewandten Seite vorzugsweise so profiliert, dass er flächig an der Pfostenaußenseite anliegt. Hierzu ist das Klemmansatzprofil im Anschlussbereich in etwa komplementär zum Querschnittsprofil des Pfostens im Anschlussbereich ausgebildet. Der Gelenkkörper 51 weist (in der Figur nicht dargestellte) Öffnungen auf, in die Befestigungsmittel wie z. B. Schrauben, Muttern, Nieten, Splinte, Klemmseile oder dergleichen eingeführt werden können. Die Öffnungen erstrecken sich vom Dosenboden des Gelenkkörpers 51 durch den Klemmansatz. Bei den in den Figuren 1 , 2, 3 und 4 dargestellten Ausführungsformen greifen die Befestigungsmittel in eine auf der dem Klemmansatz 5 5 abgewandten Seite des Pfostens angeordnete Klemme 6 und fixieren so das Drehgelenk 5 am Pfosten. Ist an beiden Seiten des Pfostens ein schwenkbares Paneel 4 vorgesehen wie in Figur 5, so greifen die Befestigungsmittel in die Öffnungen am Klemmansatz des für das andere Paneel 4 vorgesehene Drehgelenks 5. Zur weiteren Stabilisierung der Verbindung können im Klemmansatz Stifte vorgesehen sein, die in entsprechende, am Pfosten ausgebildete Vertiefungen oder Öffnungen eingreifen. Klemmansatz 515 und Klemme 6 können einander berührend ausgeführt sein, um eine nach außen geschlossene Anbindung des Drehgelenks an die Pfosten zu schaffen, wobei die Befestigungsmittel vorzugsweise von der Innenseite des Gelenkkörpers eingeführt werden, so dass diese von Außen nicht sichtbar sind. Zur Befestigung des Paneels 4 ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel an der Außenseite des Dosenbodens von Gelenkkörper 52 eine Nut 527 vorgesehen, in die das Paneel eingeführt und mit (in den Figuren nicht gezeigten) Befestigungsmitteln fixiert wird. Statt einer Nut können auch zwei zueinander parallel verlaufende Stege oder andere Profilierungen verwendet werden.
In der Figur 8 ist eine Modifikation 5* des in Figur 6 veranschaulichten Drehgelenks 5 dargestellt. Diese Ausgestaltung eines Drehgelenks 5 * weist ein im ersten Gelenkkörper 51* angeordnetes Wälzlager 516 auf. Am Gelenkkörper 52* ist ein ringförmiger Steg 526 ausgebildet, dessen Außenkontur für einen Presssitz mit der Innenfläche des Wälzlagers 516 ausgebildet ist. Dieser Steg 526 erstreckt sich ferner so nahe an den Dosenboden des ersten Gelenkkörpers heran, dass eine, gegenüber dem die Backen enthaltenden Bereich des Innenraums von Drehgelenk 5 * , abgeschlossene zentrale Passage gebildet wird. Selbstverständlich kann das Wälzlager auch an dem Steg 526 des Gelenkkörpers 52* angeordnet sein, wobei in diesem Fall der Dosenboden des Gelenkkörpers 51* für eine Presspassung mit der äußeren Mantelfläche des Wälzlagers 516 ausgebildet ist. Ferner kann bei Ausführungsformen das Wälzlager auch an die innere Mantelfläche 513 * der Außenwand 511 * des ersten Gelenkkörpers 51* und an die äußere Mantelfläche 523 * der Außenwand 521 * des zweiten Gelenkkörpers 52 * anschließen.
In Figur 9 ist eine weitere Ausgestaltung 5 * ' eines Drehgelenks 5 dargestellt. Im Unterschied zur Ausgestaltung 5* gemäß Figur 8, besteht die Backe im Gelenkkörper 52*' aus zwei voneinander beabstandeten teilringförmigen Teilbacken 524i*' und 524ii*'. Die beiden voneinander abgewandten Seitenflächen 524a * ' und 524b*' bilden die Anschlagflächen dieser zweigeteilten Backe. Diese Anschlagflächen sind innerhalb eines Winkels φι' angeordnet, während die Anschlagflächen der Backe 514*' im anderen Gelenkkörper 51*' innerhalb eines Winkels ψ2' angeordnet sind und die Summe der beiden Winkel jeweils einen Wert aus einem der oben angegebenen Winkelbereiche aufweist. Ferner schließen die Backen in der dargestellten Ausführungsform unmittelbar an die Außenwände der jeweiligen Gelenkkörper an, wobei die Außenwand des Gelenkkörpers 52 * ' nicht mehr innerhalb der Außenwand 511*' des Gelenkkörpers 51 * ' geführt ist, sondern so ausgebildet ist, dass stattdessen die Stirnseiten der Außenwände beider Gelenkkörper aufeinander zuweisen. Selbstverständlich kann das Wälzlager 516 anders als dargestellt auch im Gelenkkörper 52*' aufgenommen sein, wobei auch der Steg 526' statt im Gelenkkörper 52*' im anderen Gelenkkörper 51 * ' ausgebildet sein kann.
Figur 10 zeigt eine weitere bevorzugte Ausführungsform 5" eines Drehgelenks 5. Wie die zuvor vorgestellten Drehgelenke weist auch dieses zwei Gelenkkörper 51" und 52" auf, die zu einem dosenförmigen Drehgelenkkörper zusammengefügt werden können. Im von der Außenwand 511" des ersten Gelenkkörpers 51" umgrenzten Innenraum ist eine Anschlagbacke 514" mit zwei Anschlagflächen 514a" und 514b" ausgebildet. Zur Materialersparnis ist in der Backe 514" eine Ausnehmung 519" ausgebildet. Der dadurch die beiden Anschlagflächen verbindende Backensteg dient der Aufnahme eines Wälzlagers 540", das in der Querschnittsdarstellung des zweiten Gelenkkörpers 52" schematisch dargestellt ist. Gegenüber des Backenstegs befindet sich ein weiterer Steg 516", der ebenfalls der Aufnahme eines Wälzlagers 540" dient. Im Zentrum des Gelenkkörpers 51" befindet sich eine Öffnung 512". Weiterhin ist im Boden 518" des Gelenkkörpers 51" eine Vertiefung 517" ausgebildet, in die ein am zweiten Gelenkkörper 52" angeordnetes Element 530" einer Rasteinrichtung in der Ruhelage des Drehgelenks 5" eingreift. Der Klemmansatz 515" befindet sich wie bei den anderen Ausführungsformen an der zur Montage an einem der Pfosten 1 oder 2 vorgesehenen Außenseite des ersten Gelenkkörpers 51".
Der Innendurchmesser der Außenwand 521" des zweiten Gelenkkörpers 52" ist etwas größer aber nahezu gleich wie der Außendurchmesser der Außenwand 511" des ersten Gelenkkörpers 51". Am Übergang von der Außenwand 521" zur Innenseite des Gelenkkörperbodens 528" ist eine umlaufende Nut 523" ausgebildet, in die die Außenwand 511" des ersten Gelenkkörpers 51" eingreift, wodurch eine nach außen geschlossene Konstruktion des Drehgelenks 5" erreicht wird. Um den zylinderförmigen Steg 526" herum ist ein (nur in der Querschnittsdarstellung gezeigtes) Wälzlager 50" angeordnet. Die äußere Mantelfläche des Wälzlagers 540" wird im zusammengebauten Zustand des Drehgelenks 5" zwischen dem Backensteg und Steg 516" des ersten Gelenkkörpers aufgenommen. Im Inneren des zylinderförmigen Stegs ist die Öffnung 522" ausgebildet. An die Innenkante der umlaufenden Nut 523" anschließend ist die zweite Backe 524" ausgebildet, an deren Anschlagflächen jeweils ein Anschlagkörper 524a" bzw. 524b" angebracht ist. Die Anschlagkörper weisen einen t-förmigen Längsschnitt auf und können rotationssymmetrisch sein. Der von den Anschlagpuffern abgehende Fortsatz wird, wie aus dem Teilausbruch in der Figur erkenntlich ist, in einer Ausnehmung aufgenommen, z. B. in einer Bohrung. Zur Herstellung einer Rastvorrichtung ist in dem Backen 524" eine zylindrische Ausnehmung ausgebildet. In dieser befindet sich eine Gleitbuchse 531", in der vorzugsweise eine Kugel 530" gleitend gefasst ist. Im von der Kugel 530" oder einem anderen Verriegelungskörper abgeschlossenen Innenraum der Gleitbuchse 531" befindet sich ein Rückstellelement, das den nach innen gedrückten Verriegelungskörper 530" wieder nach außen drückt. Das Rückstellelement kann von einer Druckfeder gebildet sein, oder wie im in Figur 10 veranschaulichten Fall von einer gummielastischen Kunststofffüllung 532". Die Summe der Winkel φ-| + ψ2 beträgt im dargestellten Beispiel 180 Grad, wodurch ein Schwenkbereich von +/- 90 Grad um die durch den Verriegelungskörper 530" bestimmte Ruhelage des Drehgelenks erreicht wird. Die Rückstellkraft des Rückstellelements ist dabei so bemessen, dass die Paneele ohne große Kraftanstrengung ausgeklappt werden kann, bei normaler Winddrucklast jedoch im arretierten Zustand verharrt. Auf der im montierten Zustand des Drehgelenks äußeren Seite des Bodens 528" des zweiten Gelenkkörpers sind zwei parallel zueinander verlaufende geradlinige Stege 529" ausgebildet, die einen Zwischenraum 527" eingrenzen, in dem das Paneel 4 aufgenommen wird.
Die Höhe der Drehachse des Drehgelenks am Trennzaun bestimmt sich nach dem jeweiligen Einsatzgebiet. Zum Anbieten einer üblichen Sitzhöhe wird die Drehachse vorzugsweise in einer Höhe von etwa 52 cm über dem Boden, eventuell abzüglich der halben Dicke des Paneels 4, angeordnet. Um Kindern eine Sitzgelegenheit zu bieten, wird die Drehachse entsprechend niedriger angeordnet. Um nur eine leichte Sitzentlastung zu bieten, kann das Drehgelenk auch in Barhockerhöhe angeordnet sein.
Es wird betont, dass in allen vorstehenden Ausführungformen der vorstehend beschriebene Informationsträger 20 sowie die diesen sowie eine ggf. zugehörige Beleuchtungseinrichtung und eine ggf. zugehörige Elektrik bzw. Elektronik (wie beispielsweise auch eine Stromversorgung) aufnehmenden kammerartigen Hohlräume fakultativ auf einer oder beiden Seiten des Paneels 4 vorgesehen sein können. Sind auf beiden Seiten des Paneels 4 in kammerartigen Hohlräumen aufgenommene Informationsträger 20 vorgesehen, so können diese ausgehend von der gleichen oder von unterschiedlichen Seitenflächen des Paneels 4 zum Zwecke des Einführens und Wiederentnehmens des Informationsträgers (beispielsweise zur Austausch oder Wartungszwecken) zugänglich sein. Sind die kammerartigen Hohlräume, welche jeweils eines von mehreren Informationsträgern 20 aufnehmen, von der gleichen Seitenfläche des Paneels 4 aus zugänglich, so können an dieser Seitenfläche für die jeweiligen kammerartigen Hohlräume wahlweise eine gemeinsame abnehmbare Abdeckung oder getrennte abnehmbare Abdeckungen vorgesehen sein.
Es wird weiter betont, dass in allen vorstehenden Ausführungformen die Abdeckung eines jeweiligen Informationsträgers eines Paneels von einem transparenten bzw. durchsichtigen Material gebildet sein kann, um die Sichtbarkeit des Informationsträgers von außerhalb des Paneels sicherzustellen und den Informationsträger vor Beschädigung zu schützen. Als Beispiele für hierfür geeignete Materialen können das umgangssprachlich auch als Acrylglas bezeichneten Polymethylmethacrylat, thermoplastische Polyesther, wie z. B. das unter dem Markennamen Axpet® vertriebene Polyesther und Polycarbonate wie z. B. Lexan® genannt werden. Bei dem transparenten bzw. durchsichtigen Materia kann es sich insbesondere auch um Plattenmaterial handeln. Die Stärke des transparenten bzw. durchsichtigen Plattenmaterials kann in insbesondere zwischen 0,5 mm znd 5 mm und insbesondere zwischen 1 mm und 4 mm und weiter insbesondere 1 mm, 2,5 mm, 3 mm oder 4 mm betragen. Bei Verwendung von Plattenmaterial mit einer Strärke unter 3 mm und insbesondere unter 2 mm ist es nicht erforderlich, die Ränder im Überlappungsbereich 5 des Rahmens des Paneels abzufräsen. Die Stärke des Plattenmaterials kann beispielsweise in Abhängigkeit von einer Tragkraft oder Druckempfindlichkeit eines jeweiligen Informationsträgers geeignet gewählt sein.
Es wird weiter betont, dass in allen vorstehenden Ausführungformen die für wenigstens o eines von Pfosten 1 , 2, Riegel 3, Querträger 15 und Sprosse 9 verwendeten Hohlprofile jeden beliebigen Querschnitt, und insbesondere kreisförmige oder ovale, aber auch allgemein polygonförmige wie insbesondere rechteckige und dreieckige Querschnitte aufweisen können. Dabei können für die Pfosten 1 , 2, Riegel 3, Querträger 15 und Sprosse 9 gleiche oder unterschiedliche Hohlprofile verwendet werden. Weiter kann für 5 wenigstens eines von Pfosten 1 , 2, Riegel 3, Querträger 15 und Sprosse 9 anstelle eines Hohlprofils auch ein Vollmaterial verwendet werden, wie beispielsweise eine massive Stange aus Metall oder Kunststoff.
Die oben beschriebenen Trennzäune können statt mit einer Paneele 4 auch mit einem o Behälter, beispielsweise einem Behälter zur Aufnahme von Abfällen ausgestattet sein.
In diesem Fall ist die Rastein richtung im Drehgelenk stärker eingestellt, so dass ein Ausschwenken des Behälters eine größere Kraftanstrengung erfordert als bei den Paneelen. Zusätzlich kann noch eine Schließvorrichtung vorgesehen sein, so dass nur autorisiertes Personal den Behälter zum Ausleeren aus der Ruhelage kippen kann.
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Die vorliegende Anmeldung nimmt die Priorität der DE 10 2010 005 430.5 vom 22. Januar 2010 sowie der DE 10 2010 005 919.6 vom 27. Januar 2010 in Anspruch. Der Inhalt dieser Dokumente wird hiermit vollumfänglich in Bezug genommen.
