Müller, Alexander (Am Weiheracker 18, Steinen, 79585, DE)
| 1. | Feldgerät (1) mit einer Feldgeräteelektronik (2) und einer Sensoreinheit (5) für die Prozessmesstechnik, wobei die Feldgeräteelektronik (2) Messsignale der Sensoreinheit (5) empfängt, wobei die Feldgeräteelektronik (2) eine Auswerteeinheit (4) zur Auswertung der Messsignale und Mittel zur Kalibrierung des Feldgerätes (1) umfasst dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Kalibrierung des Feldgerätes (1) ein digitales Verstellelement (11) und einen Mikroprozessor (3) umfassen, wobei zur Kalibrierung des Feldgerätes (1) das digitale Verstellelement (11) vom Mikroprozessor (3) angesteuert wird. |
| 2. | Feldgerät (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Kalibrierung des Feldgerätes (1) das digitale Verstellelement (11) durch entsprechende Signale auf die Auswerteeinheit (4) und/oder auf eine Messsignalerzeugung (6) einwirkt. |
| 3. | Feldgerät (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinheit (4) einen Komparator (12) umfasst, der abhängig von einem Vergleich des Messsignals (M1) mit einem Sollwert (S1) ein Zustandssignal (Z1) erzeugt, wobei der Sollwert (S1) vom digitalen Verstellelement (11) erzeugt wird. |
| 4. | Feldgerät (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Wirkung des digitalen Verstellelements (11) auf die Messsignalerzeugung (6) eine Verstärkungsänderung umfasst. |
| 5. | Feldgerät (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kalibrierung durch ein Schaltelement (9) ausgelöst wird, welches kontaktlos von außerhalb betätigt wird. |
| 6. | Feldgerät (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltelement (9) ein Reed Relais ist, das von außerhalb durch einen Magneten betätigt wird. |
| 7. | Feldgerät (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltelement (9) ein Hall Sensor, der von außerhalb durch einen Magneten betätigt wird. |
| 8. | Feldgerät (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnittstelle (9. 1) zwischen Betätigungselement (8) und Schaltelement (9) als Sende/Empfangseinheit für einen drahtlosen Datenaustausch zwischen dem Betätigungselement (8) und dem Schaltelement (9) ausgeführt ist. |
| 9. | Feldgerät (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnittstelle (9. 1) zwischen Schaltelement (9) und Betätigungselement (8) als Transponderanordnung zur induktiven Datenübertragung mit einer Sendespule und einer Empfangsspule ausgeführt ist, wobei das Betätigungselement (8) die Sendespule umfasst und das Schaltelement (9) die Empfangsspule umfasst. |
| 10. | feldgerät (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnittstelle (9. 1) als Infrarotschnittstelle oder als Funkschnittstelle ausgeführt ist, wobei die Sendeeinheit Teil des Betätigungselements (9) ist und die Empfangseinheit Teil des Schaltelements (8) ist. |
| 11. | Feldgerät (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (8) als Speicherkarte ausgeführt ist. |
| 12. | Verfahren zur Kalibrierung eines Feldgerätes (1), dadurch gekennzeichnet, dass in einem ersten Verfahrensschritt (200) eine Betriebsart des Feldgerätes (1) von einer Feldgeräteelektronik (2) ermittelt wird, dass in einem zweiten Verfahrensschritt (300) ein Sollzustand eines Zustandssignals (Z1) von der Feldgeräteelektronik (2) ermittelt wird, wobei abhängig von der ermittelten Betriebsart und des ermittelten Sollzustandes in einem dritten Verfahrensschritt (400, 500) eine Empfindlichkeit des Feldgerätes (1) solange verändert wird, bis ein Umschalten des Zustandssignals (Z1) erkannt wird, und wobei der Sollzustand des Zustandssignals (Z1) den aktuellen Sensorzustand repräsentiert. |
| 13. | Verfahren nach Anspruch 12, weiter dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren zur Kalibrierung eines Feldgerätes (1) manuell von außerhalb des Feldgerätes (1) gestartet wird (100). |
| 14. | Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, weiter dadurch gekennzeichnet, dass die Betriebsart durch Auswertung der Anschlußbelegung des Feldgerätes (1) ermittelt wird. |
| 15. | Verfahren nach einem der Anspruch 12 bis 14, weiter dadurch gekennzeichnet, dass der Sollzustand des Zustandssignals (Z1) mittels einer logischen Verknüpfung zwischen einem Signal, welches die Betriebsart des Feldgerätes repräsentiert und dem Signal, welches den Ausgangszustand des Zustandssignales (Z1) repräsentiert und der Tatsache, dass ein Kalibriervorgang gestartet (100) wurde, ermittelt wird. |
Bei Feldgeräten mit einer Feldgeräteelektronik und konduktiven oder kapazitiven Sensoreinheiten der Anmelderin ist es bei extremen Feldbedingungen notwendig, mit einem Potentiometer eine Kalibrierung der Empfindlichkeit des Feldgerätes vorzunehmen, wobei insbesondere eine Schaltschwelle einer Auswerteelektronik mit dem Potentiometer eingestellt wird. Die Richtung in der die Schaltschwelle verändert wird hängt davon ab, ob das Feldgerät in einer Betriebsart"MIN"als Pumpenschutz, d. h. Warnung wenn eine vorgegebener Füllstand unterschritten wird oder in einer Betriebsart"MAX"als Überlaufschutz, d. h. Warnung wenn ein vorgegebener Füllstand überschritten, betrieben wird. Die Kalibrierung wird immer dann durchgeführt, wenn ein angezeigter Sensorzustand aufgrund der Feldbedingungen (Ansatz usw.) nicht mit dem aktuellen Sensorzustand übereinstimmt.
Praktisch bei allen bisher auf dem Markt befindlichen Sensoreinheiten zur Füll- standsbestimmung in Flüssigkeiten und Schüttgütern, die auf der Basis von Kapazitätsmessungen oder von Leitfähigkeitsmessungen arbeiten, werden sinusförmige elektrische Wechselspannungssignale als Ansteuersignale für die Sensoreinheiten verwendet. Dabei dienen die Wechselsignale direkt als Messignale. Diese Wechselsignale werden normalerweise mittels eines analogen Oszillators erzeugt und zur weiteren Verarbeitung analog gefiltert, gleichgerichtet und bei Grenzstandschaltern mittels analoger Komparatoren mit vorgegeben Schwellwerten verglichen. Mikroprozessoren werden in der Regel nur dazu eingesetzt, die mittels Analogelektronik aufbereiteten Signale zu linearisieren, zu skalieren sowie mit Zeitverzögerungen, Schalthysteresen oder invertierungen zu versehen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Feldgerät vorzuschlagen, das einfach kalibriert werden kann, insbesondere auch dann, wenn das Feldgerät mit einem hermetisch abgeschlossenen Gehäuse ausgeführt ist und ein Verfahren zur Kalibrierung des Feldgerätes anzugeben.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bezüglich des Feldgerätes durch die Merkmale des Anspruchs 1 und bezüglich des Verfahrens durch die Merkmale des Anspruchs 12 gelöst. Die abhängigen Ansprüche betreffen vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen der Erfindung.
Der Hauptgedanke der Erfindung besteht darin, ein Mittel zur Kalibrierung des Feldgerätes als digitales Verstellelement auszuführen, welches von einem Mikroprozessor angesteuert wird. Besonders vorteilhaft läßt sich der Erfindunggedanke realisieren, wenn bereits ein Mikroprozessor Teil der Feldgeräteelektronik ist, da dieser zur Kalibrierung benutzt werden kann.
Die Kalibrierung mit einem Mikroprozessor und einem digitalen Verstellelement ist insbesondere für Feldgeräte von Vorteil, deren Gehäuse hermetisch abgeschlossen sind, so dass kein Zugang zu einem manuellen Verstellpotentiometer möglich ist.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wirkt das digitale Verstellelement durch entsprechende Signale auf die Auswerteeinheit und/oder auf eine Signalerzeugungsbaugruppe des Feldgerätes ein, wobei die Wirkung des digitalen Verstellelements beispielsweise darin besteht, einen Schwellwert in der Auswerteeinheit oder einen Verstärkungsfaktor in der Signalerzeugungsbaugruppe einzustellen.
Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung umfasst die Auswerteeinheit einen Komparator, der als analoge Schaltung oder als programmierter Funktionsblock ausgeführt sein kann und abhängig von einem Vergleich des Messsignals mit einem Sollwert ein Zustandssignal erzeugt, wobei der Sollwert vom Mikroprozessor über das digitale Verstellelement erzeugt wird.
Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird die Kalibrierung durch ein Schaltelement ausgelöst, welches kontaktlos von außerhalb des Feldgerätegehäuses betätigt wird. Die Betätigung erfolgt bei dieser Weiterbildung beispielsweise durch Änderung eines Magnetfeldes. Das Schaltelement ist beispielsweise als Reed Relais oder als Hall Sensor ausgeführt und das zugehörige Betätigungselement Dauermagnet. Diese Ausführungsform hat den Vorteil, dass sie kostengünstig realisiert werden kann.
Zum Schutz vor versehentlicher Auslösung des Kalibriervorganges, ist ein Zeitfester vorgesehen, innerhalb dessen ein vorgegebener Betätigungsablauf, beispielsweise zweimaliges Betätigen oder Betätigen für eine bestimmte Zeitdauer, vorgenommen werden muß, um den Kalibriervorgang zu starten.
Bei eine anderen Weiterbildung der Erfindung ist die Schnittstelle zwischen dem Betätigungselement und dem Schaltelement als Sende-/Empfangseinheit für einen drahtlosen Datenaustausch von induktiven, optischen oder elektromagnetischen Signalen zwischen dem Betätigungselement und dem Schaltelement ausgeführt, wobei das Betätigungselement als Speicherkarte ausgeführt sein kann.
So kann die Schnittstelle zwischen Schaltelement und Betätigungselement beispielsweise als Transponderanordnung zur induktiven Datenübertragung mit einer Sendespule und einer Empfangsspule ausgeführt sein, wobei das Betätigungselement die Sendespule umfasst und das Schaltelement die Empfangsspule umfasst.
Zudem kann die Schnittstelle als Infrarotschnittstelle zur optischen Übertragung oder als Funkschnittstelle, beispielsweise nach dem Blue-Tooth-Protokoll, ausgeführt sein, wobei die Sendeeinheit Teil des Betätigungselements ist und die Empfangseinheit Teil des Schaltelements ist.
Wir das Schaltelement zur Auslösung des Kalibriervorganges über eine Luftschnittstelle betätigt ist es in vorteilhafterweise möglich durch unterschiedlich kodierte Signale verschiedene Kalibriervorgänge auszulösen, bzw. die Auslösung von einem bestimmten Code abhängig zu machen, so dass keine unbefugte Manipulation oder eine versehentliche Auslösung des Kalibriervorganges möglich ist.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Kalibrierung des Feldgerätes umfasst in einem ersten Verfahrensschritt die Ermittlung einer Betriebsart in der das Feldgerät betrieben wird. Bei einer besonders vorteilhaften Ausführung des Verfahrens ermittelt die Feldgeräteelektronik die Betriebsart durch eine Auswertung der Anschlußbelegung des Feldgerätes.
Der Betrieb des Feldgerätes ist in einer ersten Betriebsart"MIN"als Pumpenschutz, d. h. eine Warnung erfolgt, wenn ein vorgegebener Füllstand unterschritten wird, oder in einer Betriebsart"MAX"als Überlaufschutz, d. h. eine Warnung erfolgt, wenn ein vorgegebener Füllstand überschritten wird, möglich.
In einem zweiten Verfahrensschritt ermittelt die Feldgeräteelektronik einen Sollzustand des Sensors, wobei der Sollzustand mittels einer logischen Verknüpfung zwischen dem Signal, welches die Betriebsart des Feldgerätes repräsentiert und dem Signal, welches den Ausgangszustand des Zustandssignales repräsentiert und der Tatsache, dass ein Kalibriervorgang gestartet wurde ermittelt wird.
Bei der Ermittlung des Sollzustandes des Sensors wird vorausgesetzt, dass der aktuelle Zustand des Sensors nicht durch den Ausgangszustand des Zustandssignals repräsentiert wird, da ein Kalibriervorgang manuell von außerhalb des Feldgerätes gestartet wurde, so dass der Ausgangszustand des Zustandssignals so verändert werden muss, dass sich der Sollzustand des Zustandssignals einstellt, der den aktuellen Zustand des Sensors repräsentiert.
Ein Kalibriervorgang wird immer dann ausgelöst, wenn ein angezeigter Sensorzustand, der dem Ausgangszustand eines Zustandssignals entspricht, aufgrund der Feldbedingungen (Ansatz usw.) nicht mit dem aktuellen Sensorzustand übereinstimmt. Zum Schutz vor versehentlichem Auslösen des Kalibriervorganges, muss bei einer Ausführungsform des Verfahrens innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne das Betätigungselement zweimal das Schaltelement betätigen um den Kalibriervorgang zu starten. Selbstverständlich sind auch andere Betätigungsabläufe zum Starten des Kalibriervorganges denkbar, beispielsweise eine Betätigung des Schaltelements durch das Betätigungselement für eine vorgegebene Zeitspanne.
Abhängig von der ermittelten Betriebsart und des ermittelten Sollzustandes des Zustandssignals wird in einem dritten Verfahrensschritt eine Empfindlichkeit des Feldgerätes solange verändert wird, bis ein Umschalten des Zustandssignals erkannt wird.
Die Empfindlichkeit des Feldgerätes wird beispielsweise dadurch erhöht, dass ein Schwellwert für den Komparator verkleinert wird, oder ein Verstärkungsfaktor bei der Erzeugung des Messsignals in der Signalerzeugungsbaugruppe erhöht wird.
Analog wird die Empfindlichkeit des Feldgerätes dadurch verkleinert, dass der Schwellwert für den Komparator vergrößert wird oder der Verstärkungsfaktor des Messsignals verkleinert wird.
Die Erfindung wird anhand der nachfolgenden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt : Fig. 1 : Blockschaltbild eines ersten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Feldgerätes ; Fig. 2 : Blockschaltbild eines zweiten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Feldgerätes ; Fig. 3 : Flußdiagramm des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist umfasst das Feldgerät 1 eine Feldgeräteelektronik 2 und Sensoreinheit 5 zur Ermittlung und/oder Überwachung eines Füllstandes eines Mediums in einem Behälter (nicht dargestellt), wobei die Sensoreinheit 5 beispielsweise als kapazitive oder als konduktiv Sonde ausgeführt ist. Die Feldgeräteelektronik 2 umfasst einen Mikroprozessor 3, eine Auswerteeinheit 4, Signalerzeugungseinheit 6, eine Speichereinheit 7, ein digitales Verstellelement 11 und ein Schaltelement 9, wobei ein Betätigungselement 8 das Schaltelement 9 von außerhalb des Gehäuses 14 der Feldgeräteelektronik kontaktlos betätigt. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Gehäuse 14 hermetisch abgeschlossen und die kontaktlose Betätigung erfolgt durch Änderung eines Magnetfeldes, wobei das Schaltelement 9 beispielsweise als Reed Relais oder als Hall Sensor ausgeführt ist, und das zugehörige Betätigungselement 8 eine Dauermagnet ist. Eine vorhandene Schnittstelle 9. 1 ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel dadurch realisiert, dass ein bestimmter Abstand des Schaltelements 8 zum Gehäuse 14 nicht überschritten wird. Die Schnittstelle 9. 1 kann aber auch aufwendiger realisiert sein, beispielsweise als Sende- /Empfangseinheit für einen drahtlosen Datenaustausch von induktiven, optischen oder elektromagnetischen Signalen zwischen dem Betätigungselement 9 und dem Schaltelement 8. Die dargestellte Auswerteelektronik 4 umfasst einen Komparator 12 und eine Einheit zur Erzeugung eines Ausgangssignals 13, wobei der Komparator 12 als analoge Schaltung ausgeführt ist und abhängig von einem Vergleich eines von der Signalerzeugungseinheit 6 erzeugten Messsignals M1 mit einem vom digitalen Verstellelement 11 erzeugten Sollwert S1 ein Zustandssignal Z1 erzeugt, wobei der Sollwert S1 vom Mikroprozessor 3 über das digitale Verstellelement 11 erzeugt wird. Das Zustandssignal Z1 kann zwei Zustände annehmen und repräsentiert entweder einen Zustand Frei", d. h. der Sensor ist nicht von einem Medium bedeckt, oder einen Zustand bedeckt", d. h. der Sensor ist von einem Medium bedeckt.
Abhängig vom aktuellen Zustand des Zustandssignals Z1 erzeugt die Einheit zur Erzeugung eines Ausgangssignals 13 ein entsprechendes Ausgangssignal, wobei die Einheit zur Erzeugung eines Ausgangssignals 13 eine notwendige Anpassung des Ausgangssignals für die Weitergabe an eine übergeordnete Einheit durchführt. Das erzeugte Ausgangssignal ist von der weiteren Verwendung des Ausgangssignals bzw. vom verwendeten Übertragungsprotokoll abhängig. So kann beispielsweise ein 4-20 mA-Signal, ein 0-10V-Signal, ein PFM-Signal (Pulsfrequenzmodulations-Signal), ein binäres Schaltsignal, oder ein digitaler Code... usw. erzeugt werden. Es ist aber auch vorstellbar, mehrere Ausgangssignale (4-20 mA, 0-10V, PFM Signal, binäres Schaltsignal... usw.) für verschiedene Übertragungsprotokolle bzw. Verwendungszwecke erzeugt und ausgegeben werden.
Das digitale Verstellelement 11 ist beispielsweise als Digital/Analogwandler ausgeführt, der den digitalen Sollwert vom Mikroprozessor 3 in einen analogen Sollwert S1 umwandelt. Zur Kalibrierung des Feldgerätes 1 führt der Mikroprozessor 3 eine Kalibrierfunktion 10 aus, wobei die KalibrierFunktion 10 als auf dem Mikroprozessor 3 ablauffalkylhiges Programm in der Speichereinheit 7 gespeichert ist. Als Teil der Kalibrierfunktion 10 wird bei der Ausführung des Kalibriervorganges der Sollwert S1 über das digitale Verstellelement verändert und in einem Sollwertspeicher 10. 1 gespeichert. Es ist aber auch möglich einen Verstärkungsfaktor (gestrichelt eingezeichnet) in der Signalerzeugungseinheit 6 zu verändern. Die Änderung des Sollwertes ist vom Zustand des Zustandssignals und von der Betriebsart, in der das Feldgerät 1 betrieben wird, abhängig. Die Betriebsart des Feldgerätes ist abhängig von der Beschattung der Sensoreinheit 5 mit der Feldgeräteelektronik 2, d. h. wie die Sensoreinheit 5 mit der Signalerzeugungseinheit 6 verbunden ist. Das Feldgerät kann in einer Betriebsart #MIN" als Pumpenschutz, d. h. Warnung wenn eine vorgegebener Füllstand unterschritten wird oder in einer Betriebsart #MAX" als Überlaufschutz, d. h.
Warnung wenn ein vorgegebener Füllstand überschritten, betrieben werden.
Fig 2. zeigt als zweites Ausführungsbeispiel eine Abwandlung des Ausführungsbeispiels nach Fig. 1. Im Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel sind die Auswerteeinheit 4 mit Komparator 12 und Einheit zur Erzeugung eines Ausgangssignals 13 und das digitale Verstellelement 11 zusätzlich als vom Mikroprozessor ausführbare Funktionen realisiert, wobei die zugehörigen ablauffähigen Programme ebenfalls in der Speichereinheit 7 gespeichert sind. Als neue Einheit ist ein Analog/Digitalwandler 15 vorhanden, der das von der Signalerzeugung 6 erzeugte analoge Messsignal zur Verarbeitung im Mikroprozessor in ein digitales Meßsignal M1 umwandelt. Zur Funkionsweise der einzelnen Einheiten wird auf die Ausführungen zu Fig. 1 verwiesen.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, wird nach einem manuell ausgelösten Start 100 des Kalibriervorganges 100 die Betriebsart des Feldgerätes festgestellt 200. Abhängig von der festgestellten Betriebsart (MIN oder MAX) verzweigt das Verfahren, wobei in beiden Verzweigungen anschliessend der Ausgangszustand des Zustandssignals Z1 ermittelt wird 300. Abhängig vom ermittelten Ausgangszustand des Zustandssignals Z1 wird dann in einer Schleife die Empfindlichkeit des Feldgerätes erhöht 400 oder verringert 500 und der neue Wert abgespeichert. Wird in einer Abfrage 600 erkannt, dass der Sollzustand des Zustandssignales Z1 erreicht ist, dann wird der Kalibriervorgang beendet 700. Ist der Sollzustand noch nicht erreicht, so wird erneut die Empfindlichkeit verändert 400, 500 bis der Sollzustand des Zustandssignals erreicht ist. Zur Änderung der Empfindlichkeit kann der Sollwert S1 des Komparators und/oder der Verstärkungsfaktor für das Meßsignal M1 verändert werden, wobei zur Erhöhung der Empfindlichkeit der Sollwert S1 verkleinert bzw. der Verstärkungsfaktor vergrößert und zur Verringerung der Empfindlichkeit der Sollwert S1 vergrößert bzw. der Verstärkungsfaktor verkleinert wird.
Es ergeben sich folgende mögliche Verfahrensabläufe : In der Betriebsart, MAX ist der Ausgangszustand des Zustandssignals ; frei', der aktuelle Zustand des Sensors ist aber, bedeckt, d. h. der Sollzustand des Zustandssignals ist #bedeckt'. Da ein falscher Zustand angezeigt wird, muss dieser durch den Kalibriervorgang verändert werden. Durch manuelle Auslösung des Kalibriervorganges, wird nun die Empfindlichkeit solange verringert, bis der Komparator umschaltet und der Sollzustand des Zustandssignals erreicht ist.
In der Betriebsart, MAX ist der Ausgangszustand des Zustandssignals ; bedeckt', der aktuelle Zustand des Sensors ist aber, frei', d. h. der Sollzustand des Zustandssignals ist, frei'. Da ein falscher Zustand angezeigt wird, muss dieser durch den Kalibriervorgang verändert werden. Durch manuelle Auslösung des Kalibriervorganges, wird nun die Empfindlichkeit solange erhöht, bis der Komparator umschaltet und der Sollzustand des Zustandssignals erreicht ist.
In der Betriebsart, MIN' ist der Ausgangszustand des Zustandssignals ; frei', der aktuelle Zustand des Sensors ist aber #bedeckt', d. h. der Sollzustand des Zustandssignals ist #bedeckt'. Da ein falscher Zustand angezeigt wird, muss dieser durch den Kalibriervorgang verändert werden. Durch manuelle Auslösung des Kalibriervorganges, wird nun die Empfindlichkeit solange verringert, bis der Komparator umschaltet und der Sollzustand des Zustandssignals erreicht ist.
In der Betriebsart, MIN' ist der Ausgangszustand des Zustandssignals ; bedeckt', der aktuelle Zustand des Sensors ist aber #frei', d. h. der Sollzustand des Zustandssignals ist #frei'. Da ein falscher Zustand angezeigt wird, muss dieser durch den Kalibriervorgang verändert werden. Durch manuelle Auslösung des Kalibriervorganges, wird nun die Empfindlichkeit solange erhöht, bis der Komparator umschaltet und der Sollzustand des Zustandssignals erreicht ist.
Next Patent: DEVICE FOR THE CAPACITIVE MEASURING OF A FILL LEVEL
