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| - 1 - PATENTANSPRÜCHE 1. Aktenvernichter mit · einer Vorrichtung zum Erfassen von in den Papiereinzug des Aktenvernichters eingebrachten metallischen Objekten, • einem Schneidwerk (1) mit rotierenden Schneidwerkzeugen (2), • einem Motor (M) zum Antrieb der Schneidwerkzeuge (2) sowie · einer Getriebeeinrichtung (G) zur Verbindung des Motors (M) mit den rotierenden Schneidwerkzeugen (2), dadurch gekennzeichnet, dass im Wesentlichen sämtliche, die rotierenden Schneidwerkzeuge (2) umgebenden metallischen Bauteile (3,4,5,6) des Schneidwerks (1) des Aktenvernichters, der Motor (M) und die Getriebeeinrichtung (G) derart elektrisch leitend miteinander verbunden sind, dass sie auf einem gemeinsamen definierten elektrischen Potential liegen. 2. Aktenvernichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass weiterhin auch die rotierenden Schneidwerkzeuge (2) des Aktenvernichters derart mit den die rotierenden Schneidwerkzeuge (2) umgebenden metallischen Bauteilen (3,4,5,6) des Schneidwerks (1) des Aktenvernichters, dem Motor (M) und der Getriebeeinrichtung (G) elektrisch leitend verbunden sind, dass sie auf dem gemeinsamen definierten elektrischen Potential liegen. - 2 - 3. Aktenvernichter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem gemeinsamen definierten elektrischen Potential um das Erdpotential handelt. 4. Aktenvernichter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die rotierenden Schneidwerkzeuge (2) und die zu den Schneidwerkzeugen (2) in axialer Richtung parallel angeordneten metallischen Bestandteile (3,4) des Schneidwerks (1) an beiden axialen Enden der Schneidwerkzeuge (2) jeweils elektrisch leitend miteinander verbunden sind. 5. Aktenvernichter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass an beiden axialen Enden der Schneidwerkzeuge (2) elektrisch leitende Endplatten (5,6) vorhanden sind, die die rotierende Schneidwerkzeuge (2) und die zu den Schneidwerkzeugen (2) in axialer Richtung parallel angeordneten metallischen Bestandteile (3,4) des Schneidwerks (1) elektrisch leitend miteinander verbinden. 6. Aktenvernichter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Endplatten (6) durch eine Gehäusewand der Getriebeeinrichtung (G) gebildet wird. - 3 - 7. Aktenvernichter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (M) elektrisch leitend an der eine der Endplatten (6) bildenden Gehäusewand der Getriebeeinrichtung (G) befestigt ist. 8. Aktenvernichter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrisch leitende Verbindung der rotierenden Schneidwerkzeuge (2) mit den ortsfest angeordneten metallischen Bestandteilen (3,4,5,6) des Schneidwerks (1) über Schleifkontakte erfolgt. 9. Aktenvernichter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidwerk (1) metallische Abstandshalter (3) aufweist, die in axialer Richtung der Schneidwerkzeuge (2) gesehen parallel zu diesen angeordnet sind, wobei die Abstandshalter (3) Abstreifelemente (31) aufweisen, in die die Schneiden der Schneidwerkzeuge (2) im Betrieb abschnittsweise eingreifen, und wobei die Abstreifelemente (31) derart ausgebildet sind, dass sie einen schleifenden elektrischen Kontakt zwischen den Abstandshaltern (3) und den rotierenden Schneidwerkzeugen (2) herstellen. |
Hartmannweg 5
88682 Salem
Aktenvernichter mit Metallerkennung
I. Anwendungsgebiet
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Aktenvernichter und insbesondere einen Aktenvernichter mit einer Metallerkennung.
II. Technischer Hintergrund
Um eine Beschädigung des Schneidwerks durch in d ie
Papierzuführung eingebrachte Metallteile, wie z. B. Büroklammern , Heftklammern oder ähnliches zu vermeiden weisen manche
Aktenvernichter heutzutage eine Metallerkennung auf. Diese
Metallerkennung umfasst üblicherweise eine Sensoreinrichtung, die auf in die Papierzuführung eingebrachtes Metall reagiert und das Schneidwerk und/oder die Papierzuführung des Aktenvernichters abschaltet, bevor die Metallteile mit den schneidenden Elementen des Schneidwerks in Kontakt kommen können .
Die der entsprechenden metallerkennenden Sensoreinrichtung zugrunde liegende Funktionsweise beruht hierbei auf den
üblicherweise zur Detektion/Erfassung von Metall verwendeten Verfahren wie beispielsweise auf Induktion beruhende
Pulsmessungen oder Wechselstrommessungen .
BE Aufgrund der geringen Größe des zu detektierenden metallischen Objekts und der sich ergebenden kleinen Signalhöhe tritt in der Praxis bei den Aktenvernichtern nach dem Stand der Technik das Problem auf, dass das Signal-Rausch-Verhältnis sehr klein ist, so dass eine zuverlässige Erkennung kleiner Metallteile nicht gegeben ist.
III. Darstellung der Erfindung a) Technische Aufgabe
Es ist daher eine Aufgabe gemäß der Erfindung, einen
Aktenvernichter mit einer Sensoreinrichtung zur Metallerkennung bereitzustellen, die auch bereits auf kleine in die Papierzuführung eingebrachte Metallteile zuverlässig reagiert.
b) Lösung der Aufgabe
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des
Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen. Erfindungsgemäß wird das in der Sensoreinrichtung auftretende Signal-Rausch-Verhältnis verbessert, indem zur
Rauschunterdrückung im wesentlichen alle metallischen Bauteile des Schneidwerks, insbesondere die rotierenden Schneidwerkzeuge gegebenenfalls umgebende Metallteile des Schneidwerks wie z.B. Leitbleche, Abstandshalter oder ähnliches, zusammen mit dem den Aktenvernichter betreibenden Elektromotor und dem den Motor und die Schneidwerkzeuge mechanisch verbindenden Getriebebauteilen auf ein gemeinsames definiertes elektrisches Potential gelegt werden. Dies erfolgt vorzugsweise durch eine entsprechend
elektrisch leitende Verbindung dieser Bauteile. Auf diese Weise kann erreicht werden, dass die die rotierenden
Schneidwerkzeuge umgebenden metallischen Bauteile eine Art
Faradayschen Käfig bilden, der die sich aufgrund der
Relativbewegung zwischen den rotierenden Schneidwerkzeugen und dem ortsfestem Metallerkennungssensor ergebenden Rauschsignale minimiert.
Vorteilhafterweise werden weiterhin auch die rotierenden
Schneidwerkzeuge selbst gemeinsam mit den vorstehend genannten Bauteilen auf das gemeinsame definierte elektrisches Potential gelegt. Somit kann der störende Einfluss der sich bewegenden, üblicherweise aus Metall bestehenden Schneidwerkzeuge auf das Sensorsignal weiter verringert werden.
Vorzugsweise handelt es sich bei dem gemeinsamen Potential um das Erdpotential.
Insbesondere können hierbei die rotierenden Schneidwerkzeuge und die zu den Schneidwerkzeugen in axialer Richtung parallel
angeordneten und die Schneidwerkzeuge gegebenenfalls zumindest teilweise umgebenden metallischen Bestandteile des Schneidwerks, wie z.B. Leitbleche oder Abstandshalter, an beiden axialen Enden der Schneidwerkzeuge jeweils elektrisch leitend miteinander verbunden sein, so dass sich hier ein Ringschluss ergibt. Um eine elektrische Verbindung zwischen den einzelnen Bauteilen des Schneidwerks, d.h. rotierenden Schneidwerkzeugen, Leitblechen, Abstandshalten usw. zu erzeugen, können beispielsweise an beiden axialen Enden der Schneidwerkzeuge elektrisch leitende Endplatten vorgesehen sein, an denen die einzelnen Elemente entweder z. B . im Fall von Leitblechen, Abstandshaltern o.ä. leitend ortsfest befestigt oder im Fall der rotierenden Schneidwerkzeuge elektrisch leitend gelagert sind . Als elektrisch leitende Endplatten kommen neben Metallplatten auch Platten aus einem elektrisch leitenden
Verbundmaterial in Frage wie beispielsweise
Kohlefaserverbund Stoffe.
Eine dieser Endplatten kann hierbei gleichzeitig eine Gehäusewand des zwischen Motor und Schneidwerkzeugen wirkenden Getriebes bilden , so dass diese Endplatte auch zur elektrischen Verbindung der entsprechenden Getriebebauteile an das gemeinsame Potential verwendet werden kann. Vorzugsweise kann dann auch der
Motorblock direkt an dieser Endplatte befestigt sein, so dass auch dessen elektrische Verbindung an das gemeinsame Potential über die Endplatte erfolgt. Eine elektrisch leitende Lagerung der rotierenden Schneidwerkzeuge in den Endplatten kann beispielsweise über Schleifkontakte oder ähnliches erreicht werden . Alternativ oder zusätzlich kann ein elektrisch leitender Schleifkontakt auch zwischen den rotierenden Schneidwerkzeugen und den diese umgebenden Bauteilen hergestellt werden , wobei dies vorzugsweise durch die in den Abstandshaltern angeordneten Abstreifer erfolgen kann. Diese Abstreifer, die
üblicherweise dazu diesen , an den Schneidwerkzeugen befindliche Papierreste abzustreifen, könnten hierzu beispielsweise Kohlebürsten aufweisen, um einen elektrisch leitenden schleifenden Kontakt mit den rotierenden Schneidwerkzeugen zu gewährleisten. c) Ausführungsbeispiele
Eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist im folgenden anhand der Figuren beispielhaft näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 : ein schematisches Schaltbild der Grundidee der
vorliegenden Erfindung; Fig. 2: eine perspektivische Ansicht des Schneidwerks eines die vorliegende Erfindung verwirklichenden Aktenvernichters und
Fig . 3: einen Explosionszeichnung der Ausführungsform aus
Figur 2.
Figur 1 zeigt ein schematisches elektrisches Schaltbild der Grundidee der vorliegenden Erfindung . Dargestellt sind hierbei lediglich die für die vorliegende Erfindung relevanten Bauteile eines Aktenvernichters, d . h. das Schneidwerk 1 , der Motor M sowie das den Motor M und das Schneidwerk 1 mechanisch verbindende Getriebe G.
Das Schneidwerk 1 des Aktenvernichters umfasst in dem
dargestellten Beispiel zwei rotierende Schneidwerkzeuge 2. Hierbei handelt es sich, wie bei Aktenvernichtern üblich, um zwei
Schneidwalzen, deren sich gegenüberstehende Mantelflächen mit Schneiden versehen sind , zwischen d ie das zu vernichtende Material geführt wird und von denen das Material in kleine Schnipsel
zerschnitten wird .
In paralleler Anord nung zu den Schneidwerkzeugen 2 verlaufen hierbei auf beiden Seiten der Schneidwerkzeuge 2 jeweils ein metallischer Abstandshalter 3 sowie ein Leitblech 4. An einem Ende der Schneidwerkzeuge 2 sind d ie
Schneidwerkzeuge 2, die Abstandshalter 3 sowie d ie Leitbleche 4 über eine erste Endplatte 5 elektrisch leitend miteinander verbunden. An dem anderen Ende der Schneidwerkzeuge 2 sind die
Schneidwerkzeuge 2, die Abstandshalter 3 sowie d ie Leitbleche 4 über eine zweite Endplatte 6 elektrisch leitend miteinander
verbunden.
Die zweite Endplatte 6 ist über eine Leitung 7 mit Erde verbunden . Weiterhin sind sowohl der Motor M also auch die das Schneidwerk 1 mit dem Motor M mechanisch verbindende Getriebeeinrichtung G mit der Leitung 7 verbunden , so dass der Motor M , die
Getriebeeinrichtung G sowie die rotierenden Schneidwerkzeuge 2, die
Abstandshalter 3 und die Leitbleche 4 und somit im Wesentlichen sämtliche metallischen Bauteile des Schneidwerks 1 auf Erdpotential liegen.
Figur 2 zeigt eine perspektivische Ansicht der für d ie vorliegende Erfindung relevanten Bauteile eines Aktenvernichters, d . h. des
Motors M , der Getriebeeinrichtung G und des Schneidwerks 1 .
Das Schneidwerk 1 umfasst hierbei die beiden als gegenläufige Walzen ausgebildeten Schneidwerkzeuge 2, die von den beiden Abstandshaltern 3 und Leitblechen 4 teilweise umgeben sind . Das von den Schneidwerkzeugen 2 zu schneidende Material wird den Schneidwerkzeugen 2 hierbei von oben zwischen den
Abstandshaltern 3 zugeführt.
Die Schneidwerkzeuge 2, Abstandshalter 3 und Leitbleche 4 sind hierbei axial zwischen dem die Getriebeeinrichtung G aufnehmenden Gehäuse und einer, im vorliegenden Beispiel aus Kunststoff
bestehenden Lagerplatte 8 angeordnet. Wie aus der Explosionszeichnung aus Figur 3 zu entnehmen ist, ist zwischen der Lagerplatte 8 und den Schneidwerkzeugen 2,
Abstandshaltern 3 und Leitblechen 4 eine Endplatte 5 angeordnet, die aus elektrisch leitendem Metall besteht und die die
Schneidwerkzeuge 2, die Abstandshalter 3 und die Leitbleche 4 elektrisch leitend miteinander verbindet. Die Lagerplatte 8 wurde hierbei aus Gründen der besseren Übersichtlichkeit nicht dargestellt. Dies gilt auch für die Getriebeeinrichtung G. An dem der Lagerplatte 8 gegenüberliegendem Ende sind die
Schneidwerkzeuge 2, die Abstandshalter 3 und die Leitbleche 4 elektrisch leitend mit einer zweiten Endplatte 6 verbunden, die gleichzeitig eine Gehäusewand des die Getriebeeinrichtung G aufnehmenden Gehäuses bildet. Auch diese zweite Endplatte 6 ist aus elektrisch leitendem Material.
Auch der Motor M ist elektrisch leitend mit der zweiten Endplatte 6 verbunden, so dass Schneidwerkzeuge 2, Abstandshalter 3,
Leitbleche 4, Motor M und Getriebeeinrichtung G auf einem
gemeinsamen elektrischen Potential liegen. In der dargestellten Ausführungsform ist die Endplatte 6 über eine nicht dargestellte Leitung mit Erde verbunden, so dass das gemeinsame elektrische Potential durch das Erdpotential gebildet wird. In der dargestellten Ausführungsform weisen die Abstandshalter 3 jeweils mehrere über ihre axiale Richtung verteilte Ausnehmungen 31 auf, die als Abstreifelemente wirken und in die im Betrieb des
Aktenvernichters die Scheidelemente der Schneidwerkzeuge 2 teilweise eingreifen. Um den elektrischen Kontakt zwischen den rotierenden Schneidwerkzeugen 2 und den Abstandshaltern 3 noch weiter zu verbessern besteht vorliegend ein schleifender elektrischer Kontakt zwischen diesen Elementen. BEZUGSZEICHENLISTE
1 Schneidwerk
2 Schneidwerkzeuge
3 Abstandshalter
4 Leitblech
5 Erste Endplatte
6 Zweite Endplatte
7 Leitung
8 Lagerplatte
G Getriebeeinrichtung
M Motor
31 Ausnehmungen in 3
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