| WO/1989/007293 | LIQUID LEVEL CONTROL SYSTEM |
| JP06346499 | VACUUM VALVE CONTROLLER |
| JP09330130 | LIQUID LEVEL CONTROL UNIT |
JOHANNING, Joachim (Rolandsfeld 29, Oberhausen, 46045, DE)
DZIOBEK, Frank (Walkmühlenstrasse 113, Mühlheim/Ruhr, 45470, DE)
JOHANNING, Joachim (Rolandsfeld 29, Oberhausen, 46045, DE)
| Ansprüche 1. Messeinrichtung zur Regelung des Füllstandsniveaus eines Flüssigkeits-Gas- Gemisches über ein Flüssigkeitszulaufventil in einem Behälter, umfassend mindestens ein vertikales Flüssigkeitsstandrohr, das an der seitlichen Außenwand des Behälters angebracht ist und das über horizontale röhrenförmige hydraulische Vorrichtungen in Fluid-Ieitender Verbindung mit dem Innenraum des Behälters steht, wobei ■ eine erste untere hydraulische Vorrichtung, die in Boden-Nähe des Behälters angebracht ist, so dass sich das Füllstandsniveau in dem Flüssigkeitsstandrohr mit dem in dem Behälter ändert, und ■ eine zweite hydraulische Vorrichtung, oberhalb des Sollwerts des Füllstandsniveaus in dem Behälter vorgesehen ist, so dass sich das Füllstandsniveau in dem Flüssigkeitsstandrohr mit Überschreiten eines frei wählbaren Sollwerts des Füllstandsniveaus im Behälter ändert, und ■ die Messeinrichtung mit einer Anzeige- und Regeleinrichtung ausgestattet ist, die mit dem Flüssigkeitszulaufventil des Behälters in steuernder Verbindung steht, und ■ der Behälter Zu- und Ableitungen für Flüssigkeiten und Gase umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass ■ das Flüssigkeitsstandrohr mit mindestens einer weiteren dritten, horizontal in den Behälter ragenden röhrenförmigen hydraulischen Vorrichtung ausgestattet ist, die auf Höhe des Sollwerts oder unterhalb des Sollwerts des Füllstandsniveaus im Behälter angebracht ist, und ■ die erste untere hydraulische Vorrichtung in Bezug auf die weiteren vorgesehenen hydraulischen Vorrichtungen Rückflußströmungs-drosselnd ausgestaltet ist. 2. Messeinrichtung zur Regelung des Füllstandsniveaus nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter ein Verdampfer ist, wobei der Sollwert des Füllstandsniveaus in dem Verdampfer durch eine vollständige Bedeckung von im Verdampfer enthaltenen Aufheizvorrichtungen gegeben ist. 3. Messeinrichtung zur Regelung des Füllstandsniveaus nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufheizvorrichtungen im Verdampfer mindestens ein Wärmetauscherrohr umfassen. 4. Messeinrichtung zur Regelung des Füllstandsniveaus nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter eine Dampftrommel ist, wobei der Sollwert des Füllstandsniveaus in der Dampftrommel bei einem mittigen Füllstand gegeben ist, wobei Abweichungen von ± 0 -20 %, und vorzugsweise ± 0 - 10 %, und besonders bevorzugt von ± 0 - 5 % von dem mittigen Füllstandsniveau in der Dampftrommel zulässig sind. 5. Messeinrichtung zur Regelung des Füllstandsniveaus nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die dritte, horizontal in den Behälter ragende röhrenförmige hydraulische Vorrichtung, gemessen am Mittelpunkt des Durchmessers der hydraulischen Vorrichtung, 1 bis 25 % bezogen auf den Sollwert, bevorzugt 1 bis 15 % und besonders bevorzugt 8 bis 12 % unterhalb des Sollwertes angebracht ist. 6. Messeinrichtung zur Regelung des Füllstandsniveaus nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückflußströmungs-drosselnde Ausgestaltung der ersten hydraulischen Vorrichtung eine der Maßnahmen Querschnitts-verengende Vorrichtungen und/oder Ventile und/oder Rückflussdrosseln umfasst. 7. Messeinrichtung zur Regelung des Füllstandsniveaus nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die röhrenförmigen hydraulischen Vorrichtungen aus der Gruppe Stutzen und Schläuche ausgewählt werden. 8. Messeinrichtung zur Regelung des Füllstandsniveaus nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeige- und Regeleinrichtung mit Sensoren und/oder Fühlern ausgestattet ist. 9. Verfahren zur Regelung des Füllstandsniveaus eines Flüssigkeits-Gas- Gemisches in einem Behälter nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei ■ eine Flüssigkeit in den Behälter geleitet wird, wobei die Flüssigkeit durch eine erste hydraulische Vorrichtung, die in Boden-Nähe des Behälters angebracht ist und in Bezug auf die anderen vorgesehenen hydraulischen Vorrichtungen Rückflußströmungs-drosselnd ausgestaltet ist, in das Flüssigkeitsstandrohr strömt, und ■ bei weiter ansteigendem Füllstandsniveau im Behälter die Flüssigkeit durch mindestens eine weitere dritte hydraulische Vorrichtung, die auf Höhe des Sollwerts oder unterhalb des Sollwerts des Füllstandsniveaus des Behälters angebracht ist, eingeleitet wird und die Flüssigkeit im Flüssigkeitsstandrohr auf den tatsächlichen Level aufgefüllt wird, und ■ bei weiterem Zuleiten von Flüssigkeit in den Behälter der Level der Flüssigkeit im Flüssigkeitsstandrohr weiteraufgefüllt wird, und ■ entweichendes Gas aus der Flüssigkeit im Flüssigkeitsstandrohr über eine zweite hydraulische Vorrichtung, die oberhalb des Sollwerts des Füllstandsniveaus im Behälter angebracht ist, geleitet wird, und ■ bei Erreichen des Sollwertes das Einleiten von Flüssigkeit in den Behälter eingestellt wird, indem von einer Anzeige- und Regeleinrichtung ein Signal gesendet wird, wodurch das Flüssigkeitszulaufventil des Behälters geschlossen wird, und ■ bei Unterschreiten des Sollwertes von der Anzeige- und Regeleinrichtung ein Signal gesendet wird, wodurch das Flüssigkeitszulaufventil des Behälters geöffnet wird. 10. Verfahren nach Anspruch 9 dadurch gekennzeichnet, dass in den Behälter, der ein Verdampfer ist, eine Flüssigkeit geleitet wird, diese Flüssigkeit im Verdampfer über Aufheizvorrichtungen erhitzt wird und als Gas aus dem Verdampfer ausgetragen wird. 11. Verfahren nach Anspruch 9 dadurch gekennzeichnet, dass in den Behälter, der eine Dampftrommel ist, eine mit Gasblasen angereicherte Flüssigkeit geleitet wird, und diese Flüssigkeit in der Dampftrommel von den Gasblasen separiert wird und Gas und Flüssigkeit in getrennten Strömen aus der Dampftrommel ausgetragen werden. 12. Verwendung nach einem der vorstehenden Ansprüchen dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung zur Regelung des Füllstandsniveaus in Kaltverdampfern mit Zwei-Phasen-Gemischen eingesetzt wird. 13. Verwendung nach einem der vorstehenden Ansprüchen dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung zur Regelung des Füllstandsniveaus in Kaltverdampfern von Ammoniak-Anlagen eingesetzt wird. 14. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung zur Regelung des Füllstandsniveaus in Dampftrommeln eingesetzt wird, bei denen ein Wasser/Dampf-Gemisch getrennt wird. |
[0001] Die Erfindung betrifft eine neue Messeinrichtung und ein Verfahren sowie dessen Verwendung zur Füllstandsregelung in Behältern mit Flüssigkeits-Gas- Gemischen. Dabei ist sowohl die Verwendung in Dampftrommeln und allgemein in Separatoren für Zwei-Phasen-Gemische als auch in Verdampfern denkbar.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Niveaumesseinrichtungen bekannt, die als seitlich an den jeweiligen Behältern angeordnete Standrohre ausgeführt und mit Schaugläsern zur Beobachtung der Flüssigkeitsniveaus in den Behältern ausgerüstet sind. Die Standrohre besitzen je einen oberen und unteren Messstutzen, die jeweils beide mit den Innenräumen der Behälter in Fluid-Ieitender Verbindung stehen. Dabei sind die unteren Messstutzen in Bodennähe der Behälter angebracht und die oberen Messstutzen deutlich oberhalb der Sollwerte der angestrebten Flüssigkeitsstände.
[0003] Die Messung funktioniert nach dem Prinzip der„kommunizierenden Röhren". Das Flüssigkeitsstandrohr zeigt den gleichen Niveaustand an, wie er sich im Behälter darstellt, solange die Flüssigkeit im Flüssigkeitsstandrohr sowie die
Flüssigkeit, die sich im Behälter befindet, die gleiche Dichte Rho besitzen. Bei reinen Flüssigkeiten ist diese Grundvoraussetzung des gleichen Rho-Wertes für die
Flüssigkeit im Behälter und diejenige im Messrohr mit guter Genauigkeit gegeben und das beschriebene Messprinzip ist ohne Probleme anwendbar. [0004] In Flüssigkeits-Gas-Gemischen in einem Behälter ist die Dichte aber abhängig von der Menge des in der Flüssigkeit enthaltenen Gases. D.h. dass für Standmessungen an Behältern mit Zwei-Phasen-Gemischen oben genannte
Forderung nicht immer erfüllt wird, weil im Standrohr das Zwei-Phasen-Gemisch separiert und die reine Flüssigkeit eine entsprechend höhere Dichte aufweist.
Hierdurch ist die Messung mit Unsicherheiten verbunden. Es gibt durchaus
Betriebszustände, bei denen das Rho der Flüssigkeit im Behälter nur halb so groß ist, wie das Rho im Flüssigkeitsstandrohr. Bei Verdampfern ist die Menge der
aufsteigenden Gasblasen und damit die Verringerung der effektiven Dichte eine Funktion der Verdampferlast, es gibt also keine konstante Abweichung des spezifischen Gewichtes zwischen dem Zwei-Phasen-Gemisch und der Flüssigkeit. D. h. der jeweils wirksame Druck am unteren Messstutzen ist von der effektiven Dichte des Mediums im Verdampferraum abhängig. Diese Dichte wird aber durch den Dampfblasenanteil des verdampfenden Mediums in einem von außen nicht direkt bestimmbaren Maß herabgesetzt.
BESTÄTIGUNGSKOPIE [0005] Bei Verdampfern hängt also der Umfang, in dem die effektive Dichte des Mediums im Verdampferraum herabgesetzt wird, im Wesentlichen von der
verdampfenden Flüssigkeitsmenge ab, d.h. von der Verdampferbelastung. Es ist deshalb möglich, dass die Füllstandshöhe im Verdampferraum bis zum
Tröpfchenabscheider ansteigt, obwohl der angezeigte Füllstand eine normale Füllhöhe suggeriert.
[0006] Ein optimales Füllstandsniveau in Verdampfern ist dann erreicht, wenn alle Wärmetauscherrohre mit Flüssigkeit bedeckt sind, und der Verdampfer seine volle Leistung entfalten kann. Ein höherer Füllstand ist nicht notwendig und auch nicht wünschenswert, denn es besteht die Gefahr, dass zusammen mit dem Gas auch Flüssigkeit den Behälter verlässt, was wiederum zu Schäden an nachgeschalteten Maschinen führen kann.
[0007] Generell ist dieses Problem, das hier am Beispiel eines Verdampfers dargestellt ist, aber auch bei sämtlichen anderen Behältern mit Zwei-Phasen- Gemischen, wie z.B. bei Dampftrommeln bekannt. Hier wird generell ein Sollwert bei etwa mittiger Füllhöhe des Behälters angestrebt, um eine möglichst saubere Trennung in eine Gas- und eine Flüssigphase zu gewährleisten.
[0008] In der Regel ist es zumindest unerwünscht, wenn Flüssigkeit aus einem solchen Behälter von der Gasphase mitgerissen wird, da mit ihr Verunreinigungen wie Salze ausgetragen werden können. Dies kann zu Korrosion und Erosion in
nachgeschalteten Anlagenteilen führen. Bei Anlagen mit unmittelbar nachgeschalteten Verdichtern, wie dies z.B. in den Kälteanlagen von Ammoniak-Anlagen der Fall ist, kann es hierdurch zusätzlich zu Schäden an Laufrädern kommen.
[0009] Daraus folgt, dass beim Auftreten von Zwei-Phasen-Gemischen das beschriebene Messprinzip nur bedingt anwendbar ist. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um eine lokale optische Anzeige oder eine Fernanzeige mittels elektrischer Druckaufnehmer handelt.
[0010] Verlässt man sich trotz der beschriebenen Messungenauigkeit auf die Anzeige im Messrohr, so erfordert die Bedienung eines derartigen Regelkreises zur Regelung des Füllstandsniveaus in einem Behälter mit einem Flüssigkeits-Gas- Gemisch viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl. Eine optimale Einstellung des Füllstandsniveaus im Behälter für alle denkbaren Lastfälle ist nicht möglich. [0011] D.h. also, dass je nach Konstruktion und Anwendung oder Betrieb des Behälters das optimale Betriebsniveau bekannt ist, aber das Problem der genauen messtechnischen Erfassung zu lösen bleibt.
[0012] Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, eine Messeinrichtung, ein Verfahren zum Betreiben dieser Messeinrichtung sowie Verwendungen dieser Messeinrichtung zur Verfügung zu stellen, die es erlauben, bei einem gewissen Sollwert des Füllstandsniveaus im Behälter zu gewährleisten, dass der Flüssigkeitspegel im Behälter nicht so weit ansteigt, dass Flüssigkeit mit der Gasphase aus dem Behälter ausgetragen wird.
[00 3] Dies wird erreicht durch den Einsatz einer neuen Messeinrichtung zur Regelung des Füllstandsniveaus eines Flüssigkeits-Gas-Gemisches über ein
Flüssigkeitszulaufventil in einem Behälter, umfassend mindestens ein vertikales Flüssigkeitsstandrohr, das an der seitlichen Außenwand des Behälters angebracht ist und das über horizontale röhrenförmige hydraulische Vorrichtungen in Fluid-Ieitender Verbindung mit dem Innenraum des Behälters steht, wobei
■ eine erste untere hydraulische Vorrichtung, die in Boden-Nähe des Behälters angebracht ist, so dass sich das Füllstandsniveau in dem Flüssigkeitsstandrohr mit dem in dem Behälter ändert, und
■ eine zweite hydraulische Vorrichtung, oberhalb des Sollwerts des Füllstandsniveaus in dem Behälter vorgesehen ist, so dass sich das Füllstandsniveau in dem Flüssigkeitsstandrohr mit Überschreiten eines frei wählbaren Sollwerts des Füllstandsniveaus im Behälter ändert, und
■ die Messeinrichtung mit einer Anzeige- und Regeleinrichtung ausgestattet ist, die mit dem Flüssigkeitszulaufventil des Behälters in steuernder Verbindung steht, und
■ der Behälter Zu- und Ableitungen für Flüssigkeiten und Gase umfasst, und
■ das Flüssigkeitsstandrohr mit mindestens einer weiteren dritten, horizontal in den Behälter ragenden röhrenförmigen hydraulischen Vorrichtung ausgestattet ist, die auf Höhe des Sollwerts oder unterhalb des Sollwerts des Füllstandsniveaus im Behälter angebracht ist, und
■ die erste untere hydraulische Vorrichtung in Bezug auf die weiteren vorgesehenen hydraulischen Vorrichtungen Rückflußströmungs-drosselnd ausgestaltet ist.
[0014] Dabei ist mit dem Ausdruck„auf Höhe des Sollwerts des Füllstandsniveaus im Behälter" eine Anbringung der dritten, horizontal in den Behälter ragenden röhrenförmigen hydraulischen Vorrichtung gemeint, die direkt der Höhe des Sollwertes, gemessen am Mittelpunkt der röhrenförmigen hydraulischen Vorrichtung, entspricht. [0015] Durch die Anbringung dieser dritten hydraulischen Vorrichtung unterhalb des Sollwertes wird gewährleistet, dass zu dem Flüssigkeitsniveau im
Flüssigkeitsstandrohr bei Erreichen des Sollwertes im Behälter, auch der
entsprechende Wert im Flüssigkeitsstandrohr angezeigt wird. In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die dritte, horizontal in den Behälter ragende röhrenförmige hydraulische Vorrichtung, gemessen am Mittelpunkt des Durchmessers der hydraulischen Vorrichtung, 1 bis 25 % bezogen auf den Sollwert, bevorzugt 1 bis 15 % und besonders bevorzugt 8 bis 12 % unterhalb des Sollwertes angebracht.
[0016] In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Behälter ein Verdampfer, wobei der Sollwert des Füllstandsniveaus in dem Verdampfer durch eine vollständige Bedeckung von im Verdampfer enthaltenen Aufheizvorrichtungen gegeben ist. Dabei umfassen die Aufheizvorrichtungen im Verdampfer mindestens ein
Wärmetauscherrohr. Die Flüssigkeit kann beispielsweise eine Kühlflüssigkeit jeglicher aus dem Stand der Technik bekannten Art sein. [0017] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist der Behälter eine
Dampftrommel, wobei der Sollwert des Füllstandsniveaus in der Dampftrommel bei einem mittigen Füllstand gegeben ist, wobei Abweichungen von ± 0 -20 %, und vorzugsweise ± 0 - 10 %, und besonders bevorzugt von ± 0 - 5 % von dem mittigen Füllstandsniveau in der Dampftrommel zulässig sind. [0018] Vorzugsweise umfasst die Rückflußströmungs-drosselnde Ausgestaltung der ersten hydraulischen Vorrichtung eine der Maßnahmen Querschnitts-verengende Vorrichtungen und/oder Ventile und/oder Rückflussdrosseln.
[0019] Mit Vorteil werden die röhrenförmigen hydraulischen Vorrichtungen aus der Gruppe Stutzen und Schläuche ausgewählt. [0020] Zweckmäßig ist die Anzeige- und Regeleinrichtung mit Sensoren und/oder Fühlern ausgestattet.
[0021] Das entsprechende Verfahren zur Regelung des Füllstandsniveaus eines Flüssigkeits-Gas-Gemisches in einem Behälter mittels der beschriebenen
Messeinrichtung umfasst die nachfolgenden Verfahrensschritte:
■ eine Flüssigkeit wird in den Behälter geleitet, wobei die Flüssigkeit durch eine erste hydraulische Vorrichtung, die in Boden-Nähe des Behälters angebracht ist und in Bezug auf die anderen vorgesehenen hydraulischen Vorrichtungen Rückflußströmungs-drosselnd ausgestaltet ist, in das außen am Behälter angebrachte Flüssigkeitsstandrohr strömt, und ■ bei weiter ansteigendem Füllstandsniveau im Behälter und Erreichen des entsprechenden Niveaus die Flüssigkeit durch mindestens eine weitere dritte hydraulische Vorrichtung, die auf Höhe des Sollwerts oder unterhalb des Sollwerts des Füllstandsniveaus des Behälters angebracht ist, eingeleitet wird und die Flüssigkeit im Flüssigkeitsstandrohr auf den tatsächlichen Level aufgefüllt wird, und
■ bei weiterem Zuleiten von Flüssigkeit in den Behälter der Level der Flüssigkeit im Flüssigkeitsstandrohr weiter aufgefüllt wird, und
■ entweichendes Gas aus der Flüssigkeit im äußeren Flüssigkeitsstandrohr über eine zweite hydraulische Vorrichtung, die oberhalb des Sollwerts des
Füllstandsniveaus im Behälter angebracht ist, geleitet wird, und
■ bei Erreichen des Sollwertes das Einleiten von Flüssigkeit in den Behälter eingestellt wird, indem von einer Anzeigeeinrichtung im Flüssigkeitsstandsrohr ein Signal an eine Regeleinrichtung gesendet wird, und durch diese das Flüssigkeitszulaufventil des Behälters geschlossen wird, und
■ bei Unterschreiten des Sollwertes von der Anzeige- und Regeleinrichtung ein Signal gesendet wird, wodurch das Flüssigkeitszulaufventil des Behälters geöffnet wird.
[0022] In weiterer Ausgestaltung des Verfahrens wird in den Behälter, der ein Verdampfer ist, eine Flüssigkeit geleitet, und diese Flüssigkeit wird im Verdampfer über Aufheizvorrichtungen erhitzt und als Gas aus dem Verdampfer ausgetragen.
[0023] In einer weiteren Ausgestaltungsmöglichkeit des Verfahrens wird in den Behälter, der eine Dampftrommel ist, eine mit Gasblasen angereicherte Flüssigkeit geleitet, und diese Flüssigkeit wird in der Dampftrommel von den Gasblasen separiert und Gas und Flüssigkeit werden in getrennten Strömen aus der Dampftrommel ausgetragen.
[0024] Eine bevorzugte Verwendung ist die Messeinrichtung zur Regelung des Füllstandsniveaus in Kaltverdampfern mit Zwei-Phasen-Gemischen einzusetzen. Diese Verwendung ist vor allem bei Ammoniak-Anlagen von Vorteil. Ein Einsatz in
Heißverdampfern ist ebenfalls möglich.
[0025] Eine weitere Verwendungsmöglichkeit ist die Messeinrichtung zur
Regelung des Füllstandsniveaus in Dampftrommeln einzusetzen, bei denen ein Wasser/Dampf-Gemisch getrennt wird. [0026] Anhand der nachfolgenden Figuren sollen verschiedene Ausführungsvarianten der Erfindung näher erläutert werden:
Fig 1 : Eine schematische Darstellung einer Messvorrichtung nach dem
Stand der Technik zur Regelung des Füllstandsniveaus eines Flüssigkeits-Gas-Gemisches wird anhand eines Querschnitts durch einen Behälter gezeigt.
Fig 2: Eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen
Messvorrichtung zur Regelung des Füllstandsniveaus eines Flüssigkeits-Gas-Gemisches wird anhand eines Querschnitts durch einen Behälter gezeigt.
Fig. 3: Darstellung der zu erwartenden Messfehler des Flüssigkeitsniveaus bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Fig. 4: Eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen
Messvorrichtung des Füllstandsniveaus eines Flüssigkeits-Gas- Gemisches wird anhand eines Querschnitts durch einen
Rohrbündel-Kaltverdampfer gezeigt.
Fig. 5: Eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen
Messeinrichtung des Füllstandsniveaus eines Wasser-Dampf- Gemisches wird anhand eines Querschnitts durch eine
Dampftrommel gezeigt.
[0027] In Fig. 1 ist ein Behälter 1 dargestellt, der über eine Zulaufleitung 2, die mit einem steuerbaren Flüssigkeitszulaufventil 3 ausgestattet ist, das mit der
Messeinrichtung nach dem Stand der Technik 4 in steuernder Verbindung steht.
Gelangt Flüssigkeit in den Behälter 1 , so strömt diese in den ersten unteren
Messstutzen 5 der Messvorrichtung nach dem Stand der Technik 4, der in der Nähe des Behälterbodens angebracht ist. Mit steigendem Füllstandsniveau im Behälter 1 steigt auch die Flüssigkeitssäule 6 im Flüssigkeitsstandrohr 7 der Messvorrichtung nach dem Stand der Technik 4. Die Flüssigkeitssäule 6 im Flüssigkeitsstandrohr 7 steigt bis zum Stillstandswert 8 der Flüssigkeit.
[0028] Enthält die Flüssigkeit Gasblasen, so ist der angezeigte Flüssigkeitslevel 6 im Flüssigkeitsstandrohr 7 im Weiteren mit einem Fehler behaftet, der dadurch zustande kommt, dass der wirksame statische Druck 9 am ersten unteren Messstutzen 5 von der effektiven Dichte des Mediums im Behälterinneren abhängig ist. Diese Dichte wird durch den Gasblasenanteil der Flüssigkeit im Behälter herabgesetzt. In einer Messeinrichtung nach dem Stand der Technik trennen sich Gas und Flüssigkeit im äußeren Flüssigkeitsstandrohr 7, das Gas wird über den zweiten oberen Messstutzen 13 abgeleitet, der oberhalb des Sollwerts 10 im Behälter 1 vorgesehen ist, und die Flüssigkeitssäule 6 besteht nur aus Flüssigkeit mit entsprechend höherer Dichte. Da im unteren Messstutzen 5 ein Druckgleichgewicht herrscht, ist die Höhe der
Flüssigkeitssäule 6 prinzipiell niedriger als im Behälter.
[0029] Es ist deshalb möglich, dass der Istwert 11 der Flüssigkeitshöhe im
Behälterinneren bereits viel höher ist als die Flüssigkeitssäule 6 im
Flüssigkeitsstandrohr suggeriert. Bezeichnet man mit y d den mittleren Dampfgehalt der Flüssigkeit im Behälter, so lässt sich aus dem Gleichgewicht der hydrostatischen Drücke im unteren Messstutzen 5 die Beziehung
F h = (h b - h m ) / h b = 1 - h b / h m = y d für den relativen Fehler der herkömmlichen Messeinrichtung herleiten. Der Fehler ist im Wesentlichen vom volumetrischen Gasgehalt der Flüssigkeit abhängig und weitgehend konstant über dem gesamten Messbereich. In der Formel bedeuten h b das Istniveau (8) des Flüssigkeitsstandes im Behälter und h m der Messwert (6) gemäß Fig. 1.
Aus diesem Grund ist es sehr schwierig, einen gewünschten Sollwert 10 eines Zwei- Phasen-Gemisches im Behälterinneren mittels der Messeinrichtung 4 zu halten und einen Austrag an Flüssigkeit aus dem Behälter 1 über einen Gassaustrittsstutzen 12 zu verhindern. [0030] Das späte Erkennen des tatsächlichen Flüssigkeitslevels im Behälter 1 ist sehr unvorteilhaft, da es eventuell zu einer Austragung von Flüssigkeit über die Gasphase kommt, die über den Gasaustrittsstutzen 12 aus dem Behälter 1 abgeführt wird.
[0031] In Fig. 2, die den Behälter 1 mit der erfindungsgemäßen Messvorrichtung 15 zeigt, wird bei zuströmender Flüssigkeit ebenfalls Flüssigkeit über den ersten unteren Messstutzen 5 der Messeinrichtung 15 in das Flüssigkeitsstandrohr 7 strömen. Die Flüssigkeitssäule im Flüssigkeitsstandrohr wird dabei bis zum Stillstandswert 8 der Flüssigkeit ansteigen. Dies entspricht demselben Wert der Flüssigkeitssäule 6 aus Fig. 1. [0032] Enthält die Flüssigkeit Gasblasen, so ist der angezeigte Flüssigkeitslevel im Flüssigkeitsstandrohr 7 auch bei der erfindungsgemäßen Messvorrichtung 15 mit dem gleichen Fehler behaftet, wie in der Beschreibung der Fig. 1 dargestellt. Bei weiter ansteigendem Flüssigkeitslevel im Behälter 1 wird die Flüssigkeit durch einen weiteren Messstutzen 14, der unterhalb des Sollwerts 10 des Füllstandsniveaus des Behälters 1 angebracht ist, geleitet. Die Flüssigkeitssäule 6 aus Fig. 1 im Flüssigkeitsstandrohr 7 wird dadurch auf den tatsächlichen Level aufgefüllt. Nun entsteht eine treibende Kraft im Flüssigkeitsstandrohr 7, da der statische Druck 9 am Fuß des
Flüssigkeitsstandrohres 7 höher ist als der statische Druck am Behälterboden. Dies ist dadurch bedingt, dass bei gleicher Höhe des Füllstandsniveaus im Behälter 1 ein Zwei- Phasen-Gemisch wirkt, während im Flüssigkeitsstandrohr 7 reine Flüssigkeit vorhanden ist. Dadurch wird eine Schlaufenströmung im Flüssigkeitsstandrohr 7 eingeleitet und die Flüssigkeit im Flüssigkeitsstandrohr 7 fließt durch den ersten unteren Messstutzen 5 wieder in den Behälter 1 zurück. Dieser Rückfluss wird bei der erfindungsgemäßen Messeinrichtung 15 nun über eine Rückflußströmungsdrossel 16 gebremst, so dass die Flüssigkeit nicht schneller aus dem Flüssigkeitsstandrohr entweichen kann, wie Flüssigkeit über den weiteren Messstutzen 14 nachläuft.
Deshalb ist bei diesem Betriebspunkt die Messung sehr exakt und entspricht fast dem Sollwert 10. Auf diesen Messfehler wird in nachstehend beschriebener Fig. 3 entsprechend eingegangen.
[0033] Da der Sollwert bei diesem Betriebspunkt aber noch nicht vollständig erreicht ist, bleibt das Zulaufventil 3 weiter geöffnet, und die Flüssigkeitssäule 17 im Flüssigkeitsstandrohr 7 steigt weiter an. Entweichendes Gas aus der Flüssigkeit im Flüssigkeitstandrohr 7 verlässt das Flüssigkeitsstandrohr 7 über den zweiten oberen Messstutzen 13, der oberhalb des Sollwerts 10 im Behälter 1 vorgesehen ist. Bei Erreichen des Sollwertes wird das Einleiten von Flüssigkeit in den Behälter 1 eingestellt, indem über Sensoren ein Signal an das steuerbare Flüssigkeitszulaufventil 3 gesendet wird und das Flüssigkeitszulaufventil 3 geschlossen wird.
[0034] Bei weiterem Ansteigen der Flüssigkeit im Behälter 1 strömt diese durch den oberen Messstutzen 13 in das Flüssigkeitsstandrohr 7, wodurch die
Flüssigkeitssäule 17 im Flüssigkeitsstandrohr 7 weiter aufgefüllt wird und ein
Überschreitungswert angezeigt wird. Bei Erreichen dieses Überschreitungswertes wird erneut über Sensoren ein Signal an das steuerbare Flüssigkeitszulaufventil 3 gesendet, wodurch sich dann das Flüssigkeitszulaufventil 3 schließt und somit keine weitere Flüssigkeit in den Behälter 1 gelangt. [0035] Erst bei Unterschreiten des Sollwertes 10 wird dem Flüssigkeitszulaufventil 3 erneut ein Signal übermittelt, das bewirkt, dass sich das Flüssigkeitszulaufventil 3 wieder öffnet und erneut Flüssigkeit in den Behälter 1 einströmt.
[0036] Im Folgenden wird anhand der Fig. 3 der zu erwartende Messfehler der erfindungsgemäßen Vorrichtung detailliert beschrieben. Bezeichnet man - wie in Fig. 2 dargestellt - den volumetrischen Dampfgehalt der Flüssigkeit im Behälter mit y d , das Flüssigkeitsniveau im Behälter mit h b , den Flüssigkeitsstand in der neuen
Messeinrichtung mit h m , die Höhe des dritten Zulaufstutzens 14 mit H sowie die Durchflussbeiwerte des unteren Messstutzens mit K VS , DI und den des dritten
Zulaufstutzens 14 mit K V s, D2 , SO ergibt sich das Verhältnis zwischen dem tatsächlichen Flüssigkeitsniveau im Behälter h b und dem angezeigten Messwert h m für den Fall h m < H ZU h b = h m *[1 + H / h m *(1 - y d ) 2 *(K vs ,D2/Kvs,Di ) 2 ] / [(1 - y d ) + (1 - y d ) 2 *
und der relative Fehler zwischen Istwert und Messwert zu F u = (hb - h m ) / h b = 1 - h m / h b F u = 1 - [(1 - y d ) + (1 - y d ) 2 *(Kvs,D2/Kvs,Di ) 2 ] / [1 + H / h m *(1 - y d ) z *
sowie für den Fall h m > H das Verhältnis zwischen dem tatsächlichen Flüssigkeitsniveau im Behälter h b und dem angezeigten Messwert h m zu h b = h m *[y d *H / h m + (1 - y d ) + (1 - y d ) 2 *(K VS ,D2/Kvs,Di ) 2 ] / [(1 - yo) +
(1 - y d ) 2 *(KvS,D2/Kv S ,Dl ) 2 ] und der relative Fehler zwischen Istwert und Messwert zu Fo = [(1 - y d ) + (1 - yd) 2* (Kvs,D 2 /Kvs,Di ) 2 ] / [y d *H / h m + (1 - y d ) +
(1 - yd) 2* (K vs ,D2/Kvs,Di ) 2 ]
[0037] Fig. 3 zeigt, wie der verbleibende Fehler bei der neuen Messeinrichtung von der Wahl der Durchflusseigenschaften des unteren Messstutzens 5 (K VS , DI ) sowie des zusätzlichen dritten Messstutzens 14 (K V s, D2 ) abhängt und verdeutlicht die recht geringe Größe der verbleibenden Fehler auch für große Werte des Dampfgehaltes y d in der Flüssigkeit bei geeigneter Wahl des Verhältnisses K VS , D2 K VS , DI - Hierbei zeigt F J. 3a die Fehler im Bereich h m < H und Fig. 3b die Fehler für den Bereich h m > H.
[0038] In Fig. 4 ist die Anwendung der erfindungsgemäßen Messeinrichtung anhand eines Kaltverdampfers 23 gezeigt, wie er beispielsweise in Ammoniakanlagen zum Einsatz kommt. Das Anfahren kann, wenn dies verfahrenstechnisch möglich ist, auch bei einem leeren Kaltverdampfer 23 erfolgen. Sobald flüssiges Kältemittel 21 , 22 in den ersten unteren Messstutzen 5 gelangt, nimmt die Messeinrichtung, wie unter Fig. 2 beschrieben, ihre Arbeit auf. Der Sollwert 10 ist bei dieser Anwendung durch eine vollständige Bedeckung der Wärmetauscherrohre 18 mit Kältemittel 21 , 22 gegeben. Durch die im Kaltverdampfer enthaltenen Wärmetauscherrohre 18 wird das flüssige Kältemittel 21 , 22, das sich im Kaltverdampfer 23 befindet, verdampft und bildet in der Flüssigkeit aufsteigende Gasblasen, wodurch ein Zwei-Phasen-Gemisch entsteht. Diese Gasblasen verlassen den Kaltverdampfer 23 über den
Gasauslaßstutzen 12. Das gasförmige Kältemittel wird über Leitung 19 in einen
Verdichter 20 geführt, mit dessen Hilfe das gasförmige Kältemittel wieder verflüssigt wird und dem Kaltverdampfer 23 wieder zugeführt wird, wodurch sich der
Kältemittelkreislauf schließt. Über die Leitung 22 kann extern Kältemittel nachgefüllt werden. Als Kältemittel wird bei dieser Anwendung vorzugsweise Ammoniak verwendet.
[0039] Bei einem Wechsel von Vollast- auf Schwachlastbetrieb des
Kaltverdampfers 23 sind die Bedingungen so, dass sich bei Schwachlast des
Kaltverdampfers 23 weniger Gasblasen in der Flüssigkeit befinden, da weniger Flüssigkeit verdampft. Dadurch verringert sich das Volumen des Zwei-Phasen- Gemisches um diesen Betrag. Dies hat zur Folge, dass der Füllstand im
Kaltverdampfer 23 stark abnimmt. Nun beginnt der in Fig. 2 beschriebene
Regelvorgang und der Sollwert 10 des Füllstandes wird wieder auf den optimalen Stand gefahren.
[0040] Bei einem umgekehrten Lastwechsel von Schwachlastbetrieb auf
Vollastbetrieb des Kaltverdampfers 23 besteht die Gefahr, dass es, bei einem spontanen Wechsel zu einem Überlaufen des Kaltverdampfers 23 kommt. Der Grund beruht darauf, dass sich das Füllstandsniveau im Kaltverdampfer 23 am optimalen Punkt für einen Schwachlastbetrieb befindet, bei dem aufgrund der geringen Menge an entstehenden Gasblasen, flüssiges Kältemittel, wie oben beschrieben, nachgeregelt wird. Wird nun der Gasblasenanteil durch einen plötzlichen Vollastbetrieb des
Kaltverdampfers 23 spontan erhöht, so erhöht sich auch das Volumen des
Füllstandsniveaus im Kaltverdampfer 23. Daraus folgt, dass der Gradient des
Lastwechsels das Freiraumvolumen des Kaltverdampfers 23 nicht übersteigen darf. Ist diese Forderung erfüllt, so wird das zu hohe Füllstandsniveau durch Verdampfung abgebaut, während das steuerbare Zulaufventil 3 geschlossen bleibt, bis das optimale Füllstandsniveau, also der Sollwert 10, wieder erreicht ist und die Messeinrichtung ihren Regelbetrieb wie unter Fig. 2 beschrieben wieder aufnimmt.
[0041] In Fig. 5 ist die Anwendung der erfindungsgemäßen Messeinrichtung anhand einer Dampftrommel 26 gezeigt. Dazu wird ein Wasser-Dampf-Gemisch 24 über die Zulaufleitung 2 in die Dampftrommel 26 geleitet. Sobald das Wasser-Dampf- Gemisch 24 in den ersten unteren Messstutzen 5 gelangt, nimmt die Messeinrichtung, wie unter Fig. 2 beschrieben, ihre Arbeit auf. Der Sollwert 10 ist bei dieser Anwendung, wie dem Fachmann allgemein bekannt ist, bei einem ca. mittigen Füllstandsniveau der Dampftrommel 26 gegeben. In der Dampftrommel 26 wird die Flüssigkeit von aufsteigenden Dampfblasen 27 separiert und der Dampf 25 wird über den
Gasaustrittsstutzen 12 abgeführt. Die von Dampf befreite Flüssigkeit 29 wird über einen Flüssigkeitsablaufstutzen 28 aus der Dampftrommel 26 abgeführt.
[0042] Vorteile, die sich aus der Erfindung ergeben: ohne großen Aufwand realisierbar ein optimaler Füllstand des Behälters wird jederzeit realisiert.
In Verdampfern ist der optimale Füllstand auch bei Lastwechseln gewährleistet. der Fehler der optischen Anzeige im Flüssigkeitsmessglas ist ab Erreichen des Füllstands im Behälter der zusätzlichen dritten hydraulischen Vorrichtung der Messeinrichtung nur mit einem sehr geringen Fehler belastet. [0043] Bezugszeichenliste
1 Behälter
2 Zulaufleitung steuerbares Flüssigkeitszulaufventil
Messeinrichtung nach dem Stand der Technik erster unterer Messstutzen
Flüssigkeitssäule
Flüssigkeitsstandrohr
Stillstandswert
statischer Druck
Sollwert
Istwert
Gasaustrittsstutzen
zweiter oberer Messstutzen
weiterer Messstutzen
erfindungsgemäße Messeinrichtung
Rückflußströmungsdrossel
Flüssigkeitssäule
Wärmetauscherrohre
Leitung
Verdichter
flüssiges Kältemittel
flüssiges Kältemittel
Kaltverdampfer
Wasser-Dampf-Gemisch
Dampf
Dampftrommel
aufsteigende Dampfblasen
Flüssigkeitsablaufstutzen
von Dampf befreite Flüssigkeit
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