KRUSE, Alfons (Christoph-Bernhard Strasse 24, Dinklage, 49413, DE)
BRAUER, Jochen (Christoph-Bernhard-Strasse 39, Lohne, 49393, DE)
KUJAT, Marcus (Fritz-Berend-Str. 10, Osnabrück, 49090, DE)
KRUSE, Alfons (Christoph-Bernhard Strasse 24, Dinklage, 49413, DE)
BRAUER, Jochen (Christoph-Bernhard-Strasse 39, Lohne, 49393, DE)
| Patentansprüche:
1. Folienbeutel, der durch Falten einer Folie geformt ist, eine Frontfläche (1), eine Rückfläche (2), eine eingelegte erste Seitenfalte (3) sowie eine eingelegte zweite Seitenfalte (4) aufweist und durch eine Längssiegelnaht (5) sowie eine Kopfsiegelnaht (6) verschlossen ist,
wobei an der Innenfläche des Folienbeutels unterhalb der Kopfsiegelnaht (6) ein Wiederverschlussstreifen (7) befestigt ist, der die erste Seitenfalte (3) lösbar mit der benachbarten Frontfläche (1) und Rückfläche (2) des
Beutels verbindet,
wobei die Außenkanten zwischen der ersten Seitenfalte (3) und der angrenzenden Front- bzw. Rückfläche (1 , 2) aus Faltkanten bestehen,
wobei die erste Seitenfalte (3) eine wiederverschließbare Schütte bildet, wenn ein Beutelabschnitt (8) oberhalb des Wiederverschlussstreifens (7) zur Füllgutentnahme entlang einer in der Folie enthaltenen Schwächungslinie (9) aufgerissen wird, und
wobei die Folie aus einer zumindest zweischichtigen Verbundfolie besteht, die an der Beutelinnenseite eine Schicht (14) aus einem siegelfähigen Kunststoff und an der Beutelaußenseite eine Schicht (15) aus einem nichtsiegelfähigen Material aufweist,
d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Faltkanten zwischen der ersten Seitenfalte (3) und der Front- bzw. Rückfläche (1 , 2) durch Längssiegelnähte (10) versteift sind, die sich bis zur Kopfsiegelnaht (6) erstrecken, dass an die Enden des Wiederverschlussstreifens (7) eine Siegelnaht (19, 21) angrenzt, welche die Front- und Rückfläche (1 , 2) des Folienbeutels verbindet und sich bis zur Kopfsiegelnaht (6) oder bis zur zweiten Seitenfalte (4) erstreckt und dass die Schwächungslinie (9) aus der Kombination einer durch Heißsiegeln gebildeten Prägelinie (17) und einer in die Außenschicht der Verbundfolie eingebrachten und die Prägelinie überlagernden Lasernaht (18) besteht.
2. Folienbeutel nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die an den Faltkanten angeordneten Längssiegelnähte (10) im Bereich des Wiederver- schlussstreifens (7) unterbrochen sind.
3. Folienbeutel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass dort, wo die Schwächungslinie (9) die durch Längssiegelnähte (10) verstärkten Faltkanten erreicht, Kerben (20) in den Längssiegelnähten (10) zur Rissinitiierung vorgesehen sind.
4. Folienbeutel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwächungslinie (9) sich parallel zu dem Wiederverschlussstreifen (7) und einer daran anschließenden Quersiegelnaht (19), welche den Füllgutraum oberseitig schließt, über die gesamte Breite des Folienbeutels bis zu den Rändern der zweiten Seitenfalte (4) erstreckt.
5. Folienbeutel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwächungslinie (9) sich parallel zu dem Wiederverschlussstreifen (7) erstreckt und dann mit einem vertikalen Abschnitt zur Kopfsiegelnaht (6) ausläuft.
6. Folienbeutel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Front- und Rückfläche (1 , 2) des Beutels durch eine vertikale Zusatzsiegelnaht (22) verbunden sind, die neben der ersten Seitenfalte (3) angeordnet ist, sich von der an den Wiederverschlussstreifen (7) anschließenden Quersiegelnaht (19) bis zur Kopfsiegelnaht (6) erstreckt und den Seitenfaltenbereich oberhalb des Wiederverschlusses von dem Füllgutraum des Beutels trennt.
7. Folienbeutel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Quer- siegelnaht (19) schräg zur Kopfsiegelnaht (6) verläuft, wobei der Abstand zwischen der Quersiegelnaht und Kopfsiegelnaht am ersten Ende, das an die vertikale Zusatzsiegelnaht (22) angrenzt, kleiner ist als an dem anderen Ende im Bereich der zweiten Seitenfalte (4).
8. Folienbeutel nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der von der Kopfsiegelnaht (6) und der Quersiegelnaht (19) begrenzte Abschnitt des Folienbeutels eine Handgriffausstanzung (23) enthält.
9. Folienbeutel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge des Wiederverschlussstreifens (7) größer ist als die Breite der ersten Seitenfalte (3), wobei ein mittlerer Abschnitt des Wiederverschlussstreifens an der Innenfläche der Seitenfalte befestigt ist und wobei daran beidseitig anschließende Endabschnitte des Wiederverschlussstreifens mit der Innenseite der Frontfläche bzw. Rückfläche (1 , 2) verbunden sind.
10. Folienbeutel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die den Folienbeutel mantelseitig schließende Längssiegelnaht (5) die zweite Seitenfalte (4) mit der Front- oder Rückfläche (1 , 2) des Beutels verbindet und eine Außenkante bildet. |
Folienbeutel
Beschreibung:
Die Erfindung betrifft einen Folienbeutel, der durch Falten einer Folie geformt ist, eine Frontfläche, eine Rückfläche, eine eingelegte erste Seitenfalte sowie eine eingelegte zweite Seitenfalte aufweist und durch eine Längssiegelnaht sowie eine Kopfsiegelnaht verschlossen ist,
wobei an der Innenfläche des Folienbeutels unterhalb der Kopfsiegelnaht ein Wiederverschlussstreifen befestigt ist, der die erste Seitenfalte lösbar mit der benachbarten Frontfläche und Rückfläche des Beutels verbindet,
wobei die Außenkanten zwischen der ersten Seitenfalte und der an- grenzenden Front- bzw. Rückfläche aus Faltkanten bestehen,
wobei die erste Seitenfalte eine wiederverschließbare Schütte bildet, wenn ein Beutelabschnitt oberhalb des Wiederverschlussstreifens zur Füllgutentnahme entlang einer in der Folie enthaltenen Schwächungslinie aufge- rissen wird, und
wobei die Folie aus einer zumindest zweischichtigen Verbundfolie besteht, die an der Beutelinnenseite eine Schicht aus einem siegelfähigen Kunststoff und an der Beutelaußenseite eine Schicht aus einem nichtsiegel- fähigen Material aufweist.
Ein Folienbeutel mit dem beschriebenen Aufbau eignet sich zur Verpackung von Schüttgut, beispielsweise Trockenfutter für Tiere, und weist einen Wiederverschluss auf, der es erlaubt, den Inhalt der Verpackung in Teilmengen, also portionsweise auszuschütten bzw. zu entnehmen. Die Entnahme erfolgt durch eine öffnung in der ersten Seitenfalte, wobei die Seitenfalte nach öffnen des Wiederverschlusses herausziehbar ist und als Schütte genutzt werden kann. Die öffnung ist wiederverschließbar. Der Wiederverschluss kann als so genannter Zipperverschluss ausgeführt werden, der leistenförmige Nut- und
Federelemente aufweist, die manuell durch Druck miteinander verbunden werden können und dann eine Rast- bzw. Clipsverbindung bilden. Auch andere Wiederverschlüsse, z. B. Klettverschlüsse oder Wiederverschlüsse mit einem selbstklebenden Streifen, sind denkbar.
Ein Folienbeutel mit den eingangs beschriebenen Merkmalen ist aus WO 2004/092025 A2 bekannt. Er besteht aus einer zu einem Schlauch gefalteten Folie. Der durch Falten erzeugte Schlauch weist einliegende Seitenfalten auf und ist mantelseitig mittels einer Längssiegelnaht verschlossen. An der Innen- fläche des Folienbeutels ist ein Wiederverschlussstreifen befestigt, der eine der Seitenfalten lösbar mit der benachbarten Front- und Rückfläche des Beutels verbindet. Der Wiederverschlussstreifen ist länger als die Breite der Seitenfalte und ist an den Innenseiten der Seitenfalte sowie den angrenzenden Beutelflächen, welche die Front- und Rückfläche des Beutels bilden, befestigt. Die Kopfsiegelnaht verschließt den oberen Rand des Folienbeutels und erstreckt sich als gerade Siegelnaht über die gesamte Breite des Folienbeutels. Zum erstmaligen Gebrauch wird ein Beutelabschnitt oberhalb des an der Beutelinnenseite angeordneten Wiederverschlusses entlang einer Schwächungslinie aufgerissen. Nachteilig ist, dass sich nach dem Abtrennen des Folienab- Schnittes eine öffnung im Folienbeutel bildet, die sich von dem Wiederverschluss vertikal bis zum oberen Rand des Folienbeutels erstreckt und nicht verschlossen werden kann. Ein weiterer Nachteil ist die unbefriedigende Formstabilität des Folienbeutels. Beim Gebrauch öffnet sich die Schütte sehr weit, wobei der Beutel auf der Entnahmeseite weitgehend seine Form verliert. Aufgrund der geringen Formstabilität ist die Handhabung des geöffneten Beutels schwierig. Insbesondere bei großen Beuteln erfordert die Handhabung des geöffneten Beutels und die dosierte Entnahme von Füllgut erhebliches Geschick des Benutzers.
Aus DE 201 15 181 U1 ist ebenfalls ein Seitenfaltenbeutel mit einer wiederverschließbaren Entnahmenöffnung in einer Seitenfalte bekannt. Die Kopfsiegelnaht ist eine gerade Naht und verschließt den oberen Rand des Folienbeutels. Parallel zu ihr ist eine weitere horizontale Naht vorgesehen, die sich von der Außenseite der zweiten Seitenfalte bis zu den an der Innenseite der
Front- und Rückfläche befestigten Enden des Wiederverschlussstreifens erstreckt. Da diese Siegelnaht an die Enden des Wiederverschlusses angrenzt, ist der Beutel bei geschlossenem Wiederverschluss auch im Gebrauch verhältnismäßig dicht. Die Seitenfalten bestehen aus separaten, V-förmig ge- falteten Folienstreifen, die zwischen Frontfläche und Rückfläche des Beutels eingelegt und durch Längssiegelnähte mit diesen verbunden sind. Zur Abdichtung des Folienbeutels sind breite Nähte notwendig, die formsteife Außenkanten des Beutels bilden und dem Folienbeutel eine gute Formstabilität verleihen. Nachteilig ist, dass die Siegelnähte die öffnungsbreite des Wieder- Verschlusses erheblich einschränken, was die Entnahme insbesondere von größerem stückigen Füllgut erschwert. Auch sind die Siegelnähte zwischen den Seitenfalten und der Front- bzw. Rückfläche nicht immer gasdicht.
Ein ähnlicher Folienbeutel wie die zuvor beschriebenen Ausführungen mit einer wiederverschließbaren Entnahmeöffnung in der Seitenfalte ist aus WO 02/079049 A1 bekannt.
Wiederverschließbare Folienbeutel, die beispielsweise zur Verpackung von Trockenfutter für Tiere verwendet werden, bestehen in der Praxis aus hoch- wertigen Verbundfolien, die eine gut bedruckbare Außenschicht aus Polyester, eine siegelbare Innenschicht aus einem Polyolefin und häufig eine metallische Zwischenschicht mit einer guten Barrierewirkung in Bezug auf Sauerstoff und Wasserdampf aufweisen. Problematisch ist die Schwächungslinie. Sie ist bei den bekannten Folienbeuteln häufig als Perforation ausgebildet, welche luft- durchlässig ist. Der im Innern des Folienbeutels angeordnete Wiederverschluss stellt ebenfalls keinen gasdichten Verschluss dar, so dass das Füllgut bei einer längeren Lagerung austrocknen kann und sich die Produkteigenschaften des Füllgutes verändern können.
Vor dem erläuterten technologischen Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die Gebrauchseigenschaften von Folienbeuteln zu verbessern, die durch Abreißen eines Folienabschnittes geöffnet werden und einen Wiederverschluss in einer Seitenfalte aufweisen. Der Folienbeutel soll bis zum
erstmaligen öffnen weitgehend luftdicht und wasserdampfdicht sein. Er soll sich leicht öffnen lassen und bei der Entnahme von Füllgut gut handhabbar sein.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Folienbeutel mit den Merk- malen des Anspruches 1 gelöst. Ausgehend von einem Folienbeutel mit den eingangs beschriebenen Merkmalen sind die Faltkanten zwischen der ersten Seitenfalte und der Front- bzw. Rückfläche erfindungsgemäß durch Längssiegelnähte versteift, die sich bis zur Kopfsiegelnaht erstrecken. An die Enden des Wiederverschlussstreifens grenzt eine Siegelnaht an, welche die Front- und Rückfläche des Folienbeutels verbindet und sich bis zur Kopfsiegelnaht oder bis zur zweiten Seitenfalte erstreckt. Ferner besteht die Schwächungslinie aus der Kombination einer durch Heißsiegeln gebildeten Prägelinie und einer in die Außenschicht der Verbundfolie eingebrachten und die Prägelinie überlagernden Lasernaht.
Die Schwächungslinie besteht aus einer durch Heißsiegeln erzeugten Prägelinie und einer deckungsgleich ausgeführten Lasernaht. Durch das Heißsiegeln wird die Folie unter der Einwirkung von Druck und Temperatur verformt, und im Laserverfahren erfolgt im Bereich der Prägelinie ein partieller Materialabtrag an der Außenseite der Verbundfolie. Die erfindungsgemäße Kombination einer Lasernaht mit einer heißgesiegelten Prägelinie ergibt eine Schwächungslinie, die sich durch ein sehr gutes Aufreißverhalten auszeichnet. Das Aufreißen ist leichtgängig und erfolgt mit einer definierten Ausbreitung entlang der Schwächungslinie. Dadurch, dass der Laserabtrag auf die Außenschicht der Verbundfolie beschränkt ist, bleibt die Schwächungslinie luftdicht. Die Permeation von Sauerstoff und Wasserdampf durch den Bereich der Schwächungslinie ist vernachlässigbar. Dort, wo die Schwächungslinie die durch Längssiegelnähte verstärkten Faltkanten erreicht, sind zweckmäßig Kerben in den Längssiegelnähten zur Rissinitiierung vorgesehen.
Die Schwächungslinie kann sich parallel zu dem Wiederverschlussstreifen und einer daran anschließenden Quersiegelnaht, welche den Füllgutraum oberseitig schließt, über die gesamte Breite des Folienbeutels bis zu den Rändern der zweiten Seitenfalte erstrecken. Im Rahmen der Erfindung liegt es aber auch,
dass die Schwächungslinie sich parallel zu dem Wiederverschlussstreifen erstreckt und dann mit einem vertikalen Abschnitt zur Kopfsiegelnaht ausläuft.
Durch das Aufreißen eines Beutelabschnittes entlang der Schwächungslinie wird der Wiederverschluss in der ersten Seitenfalte des Folienbeutels freigelegt. Nach Freilegen des Wiederverschlusses kann die Seitenfalte als Schütte ausgeklappt werden, wobei sich eine Schüttöffnung ergibt, die zumindest doppelt so lang ist wie die Breite der Seitenfalte. Die große öffnung erleichtert die Entnahme von stückigem Füllgut. Die zur Kantenversteifung vorgesehenen Längssiegelnähte verleihen dem Folienbeutel auch in geöffnetem Zustand eine beachtliche Formstabilität, so dass auch eine gute Handhabe von großen Folienbeuteln gewährleistet ist. Die zur Kantenversteifung vorgesehenen Längssiegelnähte können im Bereich des Wiederverschlussstreifens ausgespart werden. Auf die Dichtigkeit des Folienbeutels hat dies keinen Einfluss, da die Außenkante der ersten Seitenfalte Faltkanten sind und die zusätzlich angebrachten Längssiegelnähte keine Dichtungsfunktion besitzen.
Der Wiederverschlussstreifen bildet vorzugsweise einen Zipperverschluss und weist einen an der Innenfläche des Beutels befestigbaren Folienträger und an den Folienträger angeformte leistenförmige Verschlusselemente auf. Die leistenförmigen Verschlusselemente sind nach Art einer Nut- und Federverbindung durch Druck manuell miteinander verrastbar. Der Folienträger ist zweckmäßig mit zwei Siegelnähten, die beidseits der leistenförmigen Verschlusselemente angeordnet sind, mit der den Folienbeutel bildenden Folie verbunden.
Die Folienbeutel werden als flachgelegte Beutel gefertigt und erst später in Abfüllanlagen mit Füllgut befüllt, welches beispielsweise durch eine bodenseitige öffnung oder - vor Anbringung der Kopfsiegelnähte - am oberen Ende des Beutels eingefüllt wird. Für den Transport werden die flach liegenden Folienbeutel gestapelt. Dabei werden die Wiederverschlusselemente an FaIt- bzw. Knickkanten des Folienbeutels stark gebogen. Der Wiederverschlussstreifen für einen Zipperverschluss besitzt erhebliche elastische Rückstellkräfte, die dem Knicken entgegenwirken und zur Folge haben können, dass die flachliegenden
Folienbeutel im Bereich der ersten Seitenfalte aufspreizen. Bei zunehmender Stapelhöhe besteht dann die Gefahr, dass die aufeinander gestapelten Beutel verrutschen. Um dies zu vermeiden, können die leistenförmigen Verschlusselemente des Wiederverschlussstreifens an Knickkanten des Folienbeutels durch eine Ausstanzung oder einen Schnitt unterbrochen werden. Bei der Fertigung des Folienbeutels wird der Verschlussstreifen nach dem Aufbringen auf eine zunächst noch ebene Folienbahn, an der Stelle, an der später die Knickkante der Seitenfalte ist bzw. die Folienbahn gefaltet wird, eingestanzt oder eingeschnitten.
Hinsichtlich des Anbringens des Wiederverschlussstreifens ergeben sich mehrere Möglichkeiten. Eine bevorzugte Ausführung der Erfindung sieht vor, dass die Länge des Wiederverschlussstreifens größer ist als die Breite der ersten Seitenfalte, wobei ein mittlerer Abschnitt des Wiederverschlussstreifens an der Innenfläche der Seitenfalte befestigt ist und wobei daran beidseitig anschließende Endabschnitte des Wiederverschlussstreifens mit der Innenseite der Frontfläche bzw. der Rückfläche des Beutels verbunden sind. Der Wieder- verschlussstreifen kann als Klettstreifen, als Streifen mit einer selbstklebenden Oberfläche oder als Zipperverschluss, dessen Formschlusselemente mit sich selbst verbindbar sind, ausgebildet sein. Im Rahmen der Erfindung liegt es aber auch, dass der an der Innenfläche der ersten Seitenfalte befestigte Wieder- verschlussstreifen eine der Breite der Seitenfalte entsprechende Länge aufweist und sich bis zu den Außenkanten des Beutels erstreckt und dass an den Innenseiten der Frontfläche und der Rückfläche Verschlussstreifen befestigt sind, die mit dem an der ersten Seitenfalte angebrachten Wiederverschluss- streifen zusammenwirken. Geeignete Profile für die Wiederverschlussstreifen und Verschlussstreifen sind in DE 201 15 181 LM beschrieben.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind alle vier Außen- kanten des Folienbeutels durch Längssiegelnähte versteift. Die den Folienbeutel mantelseitig schließende Längssiegelnaht kann in eine Kante, welche die zweite Seitenfalte begrenzt, integriert werden. Bei dieser Ausführung verbindet die den Folienbeutel mantelseitig schließende Längssiegelnaht die zweite Seitenfalte mit der Front- oder Rückfläche des Beutels.
Die Front- und Rückflächen des Beutels können durch eine vertikale Zusatznaht verbunden werden, die neben der ersten Seitenfalte angeordnet ist und sich von einer an den Wiederverschlussstreifen anschließenden Quersiegelnaht bis zur Kopfsiegelnaht erstreckt und den Seitenfaltenbereich oberhalb des Wiederverschlusses von dem Füllgutraum des Beutels trennt. Die Quersiegelnaht, die den Füllgutraum oberseitig schließt, verläuft parallel zur Kopfsiegelnaht. Im Rahmen der Erfindung liegt es aber auch, diese Quersiegelnaht schräg zur Kopfsiegelnaht auszurichten, wobei der Abstand zwischen der Quersiegelnaht und der Kopfsiegelnaht am ersten Ende, das an die vertikale Zusatzsiegelnaht angrenzt, kleiner ist als an dem anderen Ende im Bereich der zweiten Seitenfalte. Der von der Kopfsiegelnaht und der Quersiegelnaht begrenzte Abschnitt des Folienbeutels kann ferner für eine Handgriffausstanzung genutzt werden.
Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung erläutert. Es zeigen schematisch:
Fig. 1 die Seitenansicht eines noch original verschlossenen Folienbeutels,
Fig. 2 den in Fig. 1 dargestellten Beutel in geöffnetem Zustand in einer perspektivischen Darstellung,
Fig. 3 einen Schnitt durch den geöffneten Folienbeutel in der Schnittebene
A-A aus Fig. 1 ,
Fig. 4 eine Schnittdarstellung durch die Verbundfolie im Bereich der
Schwächungslinie in einer stark vergrößerten Darstellung und
Fig. 5 und 6 weitere Ausgestaltungen eines noch original verschlossenen Folienbeutels jeweils in der Seitenansicht.
Der in den Figuren dargestellte Folienbeutel ist durch Falten einer Folie geformt und weist eine Frontfläche 1 , eine Rückfläche 2, eine eingelegte ersten Seitenfalte 3 sowie eine eingelegte zweite Seitenfalte 4 auf. Der Folienbeutel ist durch
eine Längssiegelnaht 5, eine Kopfsiegelnaht 6 und eine nicht dargestellte Bodensiegelnaht verschlossen. An der Innenfläche des Folienbeutels unterhalb der Kopfsiegelnaht 6 ist ein Wiederverschlussstreifen 7 befestigt, der die erste Seitenfalte 3 lösbar mit der benachbarten Frontfläche und Rückfläche des Beutels verbindet. Zur Füllgutentnahme muss ein Beutelabschnitt 8 oberhalb des Wiederverschlussstreifens 7 entlang einer in der Folie enthaltenen Schwächungslinie 9 aufgerissen werden. Danach bildet die erste Seitenfalte 3 eine wiederverschließbare Schütte. Aus einer vergleichenden Betrachtung der Fig. 1 bis 3 wird deutlich, dass die Faltkanten zwischen der ersten Seitenfalte 3 und der angrenzenden Front- bzw. Rückfläche 1 , 2 durch Längssiegelnähte 10 versteift sind. Die Längssiegelnähte 10 erstrecken sich von einer nicht dargestellten Bodensiegelnaht bis zur Kopfsiegelnaht 6 und sind im Bereich des Wiederverschlussstreifens 7 unterbrochen. Auch die zweite Seitenfalte 4 ist von Außenkanten begrenzt, die durch Längssiegelnähte verstärkt sind. Der Quer- Schnittsdarstellung in Fig. 3 entnimmt man, dass die den Folienbeutel mantelseitig schließende Längssiegelnaht 5 in die Außenkante der zweiten Seitenfalte hinein verlegt ist und die zweite Seitenfalte 4 mit der Front- oder Rückfläche 1 , 2 des Beutels verbindet. Die Längssiegelnaht 5 erfüllt eine Dichtungsfunktion, während die den anderen Außenkanten zugeordneten Siegelnähte Faltkanten lediglich verstärken und keine Dichtungsfunktion haben.
Der Wiederverschlussstreifen 7 weist einen an der Innenfläche des Beutels befestigbaren Folienträger 11 und an den Folienträger angeformte leisten- förmige Verschlusselemente 12 auf. Die leistenförmigen Verschlusselemente 12 bilden einen Zipperverschluss aus Formschlusselementen, die manuell durch Druck miteinander verrastbar sind. An der Knickkante 13 der eingelegten Seitenfalte 3 können die leistenförmigen Verschlusselemente 12 durch eine Ausstanzung oder einen Schnitt unterbrochen sein. Diese Maßnahme verhindert ein Aufspreizen des Seitenfaltenbereiches in Folge einer Biegebean- spruchung der leistenförmigen Vorsprünge der Verschlusselemente. Die Länge des Wiederverschlussstreifens 7 ist größer als die Breite der ersten Seitenfalte 3, wobei ein mittlerer Abschnitt des Wiederverschlussstreifens an der Innenfläche der Seitenfalte befestigt ist und wobei daran beidseitig anschließende Endabschnitte des Wiederverschlussstreifens 7 mit den Innenflächen der Front-
fläche 1 bzw. der Rückfläche 2 des Beutels verbunden sind. Die Verschlusselemente 12 des Wiederverschlussstreifens 7 sind so ausgebildet, dass sie mit sich selbst verbindbar sind.
Die Folie, aus der der Folienbeutel gefertigt ist, ist eine zumindest zweischichtige Verbundfolie, die an der Beutelinnenseite eine Schicht 14 aus einem siegelfähigen Kunststoff und an der Beutelaußenseite eine Schicht 15 aus einem nichtsiegelfähigen Material aufweist. Als Polymer für die Innenschicht sind insbesondere Polyolefine wie beispielsweise Polyethylen, Polypropylen, Polyethylen-Copolymere, Polypropylen-Copolymere sowie Mischungen dieser Polymere geeignet. Die Außenschicht besteht vorzugsweise aus einem Polyester, biaxial orientiertem Polypropylen (BOPP) oder einem orientierten Polyamid (OPA). Die genannten Materialien sind innenseitig oder außenseitig bedruckbar. Die Verbundfolie kann eine oder mehrere Zwischenschichten auf- weisen, z. B. eine dünne Metallschicht zur Verbesserung der Barrierewirkung in Bezug auf die Sauerstoffdurchlässigkeit und die Wasserdampfdurchlässigkeit. Die Schwächungslinie 9 zum öffnen des Folienbeutels besteht aus der Kombination einer durch Heißsiegeln gebildeten Prägelinie 17 und einer in die Außenschicht 15 der Verbundfolie eingebrachten und die Prägelinie 17 über- lagernden Lasernaht 18.
Die Fig. 4 zeigt in einem stark vergrößerten Maßstab einen Querschnitt durch die Schwächungslinie 9. Dargestellt ist der Schichtenaufbau einer Verbundfolie mit einer siegelbaren Innenschicht 14 aus Polyethylen und einer Außenschicht 15 aus Polyethylenterephthalat (PET), die an ihrer Innenfläche bedruckt und mit einer Zwischenschicht 16 aus PET verklebt ist. Die Zwischenschicht 16 ist mit einer etwa 100 Nanometer starken Metallisierung 16' versehen und mit der PE- Schicht 14 verklebt. Im Querschnitt ist die Verformung der Verbundfolie durch die linienförmige Prägung durch Heißsiegeln zu erkennen. In der Mitte der Verformung sind die PET-Schichten 15,16 durch die Kombination von Heißsiegeln und Bestrahlung durch einen Laser bis auf die metallische Be- schichtung, die eine Zwischenschicht 16' bildet, durchtrennt. Die beschriebene Schwächungslinie zeichnet sich durch ein gutes Aufreißverhalten auf und ist gasundurchlässig.
Im Ausführungsbeispiel der Fig. 1 erstreckt sich die Schwächungslinie 9 parallel zu dem Wiederverschlussstreifen 7 und einer daran anschließenden Quersiegelnaht 19, welche den Füllgutraum oberseitig schließt, über die gesamte Breite des Folienbeutels bis zu den Rändern der zweiten Seitenfalte 4. Dort, wo die Schwächungslinie 9 die durch Längssiegelnähte 10 verstärkte Faltkanten erreicht, sind Kerben 20 in den Längssiegelnähten 10 zur Rissinitiierung vorgesehen.
Im Ausführungsbeispiel der Fig. 5 erstreckt sich die Schwächungslinie 9 parallel zu dem Wiederverschlussstreifen 7 und läuft dann mit einem vertikalen Abschnitt zur Kopfsiegelnaht 6 aus. Die Frontfläche und die Rückfläche des Folienbeutels sind durch eine vertikale Siegelnaht 21 verbunden, die an die Enden des Wiederverschlussstreifens angrenzt und sich bis zur Kopfsiegelnaht 6 erstreckt.
Im Ausführungsbeispiel der Fig. 6 sind die Frontfläche 1 und die Rückfläche 2 des Beutels durch eine vertikale Zusatzsiegelnaht 22 verbunden, die neben der ersten Seitenfalte 3 angeordnet ist, sich von einer an den Wiederverschluss- streifen 7 anschließenden Quersiegelnaht 19 bis zur Kopfsiegelnaht 6 erstreckt und den Seitenfaltenbereich oberhalb des Wiederverschlusses von dem Füllgutraum des Beutels trennt. Die Quersiegelnaht 19 verläuft schräg zur Kopfsiegelnaht 6, wobei der Abstand zwischen der Quersiegelnaht und der Kopfsiegelnaht am ersten Ende, das an die vertikale Zusatzsiegelnaht 22 angrenzt, kleiner ist als an dem anderen Ende im Bereich der zweiten Seitenfalte 4. Der von der Kopfsiegelnaht 6 und der Quersiegelnaht 19 begrenzte Abschnitt des Folienbeutels enthält eine Handgriffausstanzung 23.
