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Title:
FILTER ARRANGEMENT FOR FILTERING PARASITIC INDUCTION CURRENTS, AND VOLTAGE CONVERTER COMPRISING A FILTER ARRANGEMENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2016/008646
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a filter arrangement (FA) for filtering parasitic induction currents, having the following features: - an electrically conductive housing part (GT) which at least partly surrounds a cavity (HR), - an electric ground connection (MA) on the housing part (GT) for establishing an electric connection to an electric ground (MS), - a busbar (SS) in the cavity (HR), and - at least one electric filter component (FE) which is electrically connected between the busbar (SS) and the housing part (GT) and is mechanically secured to the housing part (GT) and to the busbar (SS). The invention further relates to a voltage converter comprising at least one such filter arrangement.

Inventors:
RIDDER, Matthias (Eisenstr. 19, Eckental, 90542, DE)
UMERSKI, Adam (Kesslerplatz 1a, Nürnberg, 90489, DE)
Application Number:
EP2015/062806
Publication Date:
January 21, 2016
Filing Date:
June 09, 2015
Export Citation:
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Assignee:
CONTI TEMIC MICROELECTRONIC GMBH (Sieboldstraße 19, Nürnberg, 90411, DE)
International Classes:
H03H1/00
Domestic Patent References:
WO2014122095A12014-08-14
Foreign References:
US20130154766A12013-06-20
US6218913B12001-04-17
US5838216A1998-11-17
EP2911295A12015-08-26
Attorney, Agent or Firm:
BONN, Roman (Postfach 22 16 39, München, 80506, DE)
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Claims:
Filteranordnung (FA) zum Filtern von parasitären Induktionsströmen, die folgende Merkmale aufweist:

ein elektrisch leitendendes Gehäuseteil (GT) , das einen Hohlraum (HR) zumindest teilweise umschließt, einen elektrischen Masseanschluss (MA) an dem

Gehäuseteil (GT) zur Bildung einer elektrischen Verbindung zu elektrischer Masse (MS) ,

eine Stromschiene (SS) in dem Hohlraum (HR) , zumindest ein elektrisches Filterbauelement (FE) , das zwischen der Stromschiene (SS) und dem Gehäuseteil (GT) elektrisch angeschlossen und an dem Gehäuseteil (GT) und an der Stromschiene (SS) mechanisch befestigt ist .

Filteranordnung (FA) nach Anspruch 1, ferner umfassend zumindest eine Abtrennwand (AT) aus elektrisch leitfähigem Material, die den Hohlraum (HR) in zumindest zwei Kammern (Kl, K2, K3 und K4) unterteilt, wobei die zumindest eine Abtrennwand (AT) mit dem elektrischen Masseanschluss (MA) elektrisch leitend verbunden ist und die zumindest zwei Kammer (Kl, K2, K3 und K4) voneinander elektromagnetisch isoliert .

Filteranordnung (FA) nach Anspruch 1 oder 2, wobei das zumindest eine Filterbauelement (FE) als ein Kondensator, insb. ein Keramikkondensator, ausgebildet ist.

Filteranordnung (FA) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das zumindest eine Filterbauelement (FE) als SMD-Bauelement auf einer Leiterplatte befestigt und über die Leiterplatte mit dem Gehäuseteil (GT) elektrisch leitend verbunden ist.

Filteranordnung (FA) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das zumindest eine Filterbauelement (FE) als SMD-Bauelement mit einer ersten elektrischen Bodenkontaktfläche (KF1) und einer zweiten elektrischen Bodenkontaktfläche (KF2) ausgebildet ist, und über die erste Bodenkontaktfläche (KF1) mit dem Gehäuseteil (GT) und über die zweite Bo¬ denkontaktfläche (KF2) mit der Stromschiene (SS) elektrisch leitend, direkt angrenzend, flächig und mechanisch ver¬ bunden ist.

Filteranordnung (FA) nach Anspruch 5, wobei das Gehäuseteil (GT) zumindest einen zur Stromschiene (SS) hin ragenden Vorsprung (VS1) aufweist, über den das zumindest eine Filterbauelement (FE) mit dem Gehäuseteil (GT) elektrisch leitend und mechanisch verbunden ist, und/oder die

Stromschiene (SS) zumindest einen zum Gehäuseteil (GT) hin ragenden Vorsprung (VS2) aufweist, über den das zumindest eine Filterbauelement (FE) mit der Stromschiene (SS) elektrisch leitend, direkt angrenzend, flächig und me¬ chanisch verbunden ist.

Filteranordnung (FA) nach einem der vorangehenden Ansprüche, die ferner zumindest einen Ferritkörper (FK) umfasst, der die Stromschiene (SS) umgreift.

Filteranordnung (FA) nach Anspruch 7, wobei der zumindest eine Ferritkörper (FK) einen Luftspalt aufweist, und über diesen Luftspalt an der Stromschiene (SS) gesteckt ist.

Filteranordnung (FA) nach Anspruch 7 oder 8, die zumindest zwei Filterbauelemente (FE) und/oder zumindest zwei Ferritkörper (FK) umfasst, wobei die Filterbauelemente (FE) und die Ferritkörper (FK) zueinander in Richtung (RT) der Stromschiene (SS) abwechselnd angeordnet sind.

Filteranordnung (FA) nach einem der Ansprüche 7 bis 9, wobei die Ferritkörper (FK) in Richtung (RT) der Stromschiene (SS) betrachtet jeweils auf die Höhe der jeweiligen Abtrennwände (AT) angeordnet sind.

Filteranordnung (FA) nach Anspruch 10, wobei jeweils eine Abtrennwand (AT), jeweils ein Ferritkörper (FK) sowie Abschnitte der Stromschiene SS, die sich an der jeweiligen Abtrennwand (AT) und dem jeweiligen Ferritkörper (FK) angrenzen, gemeinsam jeweils eine Filterstufe zum Filtern von hochfrequenten elektromagnetischen Störungen ausbilden .

Spannungswandler, der zumindest ein Leistungsbauelement und zumindest eine Filteranordnung (FA) nach einem der vorangehenden Ansprüche umfasst, wobei die Stromschiene (SS) der Filteranordnung (FA) mit dem Leistungsbauelement elektrisch leitend verbunden ist.

Description:
Beschreibung

Filteranordnung zum Filtern von parasitären Induktionsströmen, Spannungswandler mit einer Filteranordnung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Filteranordnung zum Filtern von parasitären Induktionsströmen. Ferner betrifft die Erfindung einen Stromrichter mit zumindest einer genannten Filteranordnung .

Stromrichter, insbesondere Spannungswandler, werden oft im Leistungselektronikbereich, insbesondere in Bordnetzen von Kraftfahrzeugen, verwendet, in denen hohe Ströme in sehr kurzen Zeiten zwischen verschiedenen Strompfaden umgeschaltet werden. Die schnelle Umschaltung der hohen Ströme erzeugt parasitäre Induktionsströme und folglich elektromagnetische Emissionen, die zu Funktionsstörungen bei den Stromrichtern und bei anderen sich in der Nähe der Stromrichter befindlichen Schaltungskomponenten führen können. In Bordnetzen von Kraftfahrzeugen können derartige elektromagnetische Emissionen zum Ausfall der Bordnetze und sogar zur Manövrierunfähigkeit der Fahrzeuge führen .

Um derartige Funktionsstörungen durch die leitungsgebundenen und elektromagnetischen Emissionen zu verhindern, müssen parasitäre Induktionsströme, die in den Stromrichtern entstehen, rechtzeitig gefiltert werden, bevor diese Schäden anrichten können.

Damit besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, eine Möglichkeit bereitzustellen, die parasitären Induktionsströme, die in den Stromrichtern, insbesondere in den Spannungswandlern, entstehen, effektiv zu filtern.

Diese Aufgabe wird durch Gegenstände der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Un ¬ teransprüche . Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung wird eine Filteranordnung zum Filtern von parasitären Induktionsströmen bereitgestellt. Die Filteranordnung umfasst ein elektrisch leitendes Gehäuseteil, das einen Hohlraum zumindest teilweise umschließt. An dem Gehäuseteil weist die Filteranordnung einen elektrischen

Masseanschluss auf, der zur Bildung einer elektrischen Verbindung zwischen dem Gehäuseteil und der elektrischen Masse eingerichtet ist. Die Filteranordnung umfasst ferner eine Stromschiene, die in dem Hohlraum angeordnet ist. Außerdem umfasst die Filteranordnung zumindest ein elektrisches Fil ¬ terbauelement, das zwischen der Stromschiene und dem Gehäuseteil elektrisch angeschlossen ist und an dem Gehäuseteil sowie an der Stromschiene mechanisch befestigt ist. Der Erfindung liegt der Gedanken zugrunde, dass die parasitären Induktionsströme hochfrequente Stromanteile in Nutzströmen ausbilden, die mithilfe einer Filteranordnung von den Nutzströmen getrennt und unschädlich gemacht werden können. Im Rahmen der Erfindung wurde erkannt, dass hohe Impedanzen in einer Filteranordnung ein störender Faktor darstellen, die die Filtereigenschaft der Filteranordnung beeinträchtigen.

Mit dieser Erkenntnis wurde im Rahmen der Erfindung angestrebt, eine Lösung zu finden, mit der die Impedanzen in der Filteranordnung auf Minimum reduziert werden können.

Dabei wurde erkannt, dass die Impedanz eines Filterbauelements durch eine Anordnung des Filterbauelements unmittelbar zwischen einer stromführenden Leitung, durch die der Nutzstrom mit dem parasitären Induktionsstromanteil fließt, und elektrischer Masse erheblich reduzieren lässt.

So wurde eine Filteranordnung geschaffen, bei der das Fil- terbauelement unmittelbar zwischen der nutzstromführenden

Stromschiene und dem Gehäuseteil angeordnet ist und mit der Stromschiene und dem Gehäuseteil direkt elektrisch verbunden ist, wobei das Gehäuseteil wiederum mittels eines am Gehäuseteil ausgebildeten elektrischen Massenanschlusses mit der elektrischen Masse unmittelbar elektrisch verbunden ist.

Die unmittelbare elektrische Verbindung des Filterbauelements zwischen der Stromschiene und dem unmittelbar an der elektrischen Masse elektrisch verbundenen Gehäuseteil ermöglicht einen sehr kurzen Stromflussweg von der Stromschiene über den Filterbauelement zu der elektrischen Masse, wodurch die Impedanz von der Stromschiene zu der elektrischen Masse auf Minimum reduziert werden kann.

Hierbei bedeutet das Wort „unmittelbar", dass die elektrische Verbindung von dem Gehäuseteil zu der elektrischen Masse ohne andere Schaltungskomponenten oder andere Gehäuseteile direkt mittels lediglich einer soliden mechanischen und elektrischen Verbindung erfolgt ist. Idealerweise wird der Boden des

Hohlraums, in dem die Filteranordnung angeordnet ist , durch einen massiven Metallkörper gebildet, der elektrisch niederimpedant mit dem Bezugspotential, insbesondere Massepotential, des Fahrzeugs (Chassis) verbunden ist.

Durch die geringe Impedanz ist die parasitäre Induktivität in der Filteranordnung auf Minimum reduziert, wodurch wiederum die Filtereigenschaft der Filteranordnung erheblich verbessert wurde.

Damit ist eine Filteranordnung geschaffen, mit der die parasitären Induktionsströme in den Stromrichtern bzw. den Spannungswandlern effektiv gefiltert werden können.

Die Stromschiene und das Gehäuseteil funktionieren zudem als elektromagnetische Abschirmung für das Filterbauelement.

Die Filteranordnung umfasst vorzugsweise ferner zumindest eine Abtrennwand aus elektrisch leitfähigem Material, die den

Hohlraum in zumindest zwei Kammern unterteilt und die zumindest zwei Kammer voneinander elektromagnetisch isoliert. Dabei sind die Abtrennwände mit dem elektrischen Masseanschluss nieder- impedant elektrisch leitend verbunden.

Vorzugsweise ist das zumindest eine Filterbauelement als ein Kondensator, insbesondere ein Keramikkondensator, ausgebildet.

Vorzugsweise ist das zumindest eine Filterbauelement als ein SMD-Bauelement (ein oberflächenmontiertes Bauelement) ausge ¬ bildet. Dabei weist das zumindest eine Filterbauelement eine erste Bodenkontaktfläche und eine zweite Bodenkontaktfläche auf, die zur Bildung von elektrischen Kontakten ausgeführt sind. Über die erste Kontaktfläche ist das zumindest eine Filterbauelement mit dem Gehäuseteil und über die zweite Kontaktfläche mit der Stromschiene elektrisch leitend und mechanisch direkt angrenzend und flächig verbunden.

Die erste und die zweite Bodenkontaktfläche sind zwei elektrisch leitende niederohmige und flächig ausgedehnte Kontaktflächen, die auf zwei voneinander entgegengesetzte Oberflächen des Filterbauelements ausgebildet sind und analog zu dem Body- und Rückseitekontakt eines Nacktchips zur elektrischen Verbindung des Filterbauelements mit anderen Komponenten vorgesehen sind.

Hierbei bedeutet die Wortgruppe „direkt angrenzend", dass die elektrischen und mechanischen Verbindungen lediglich mittels einer soliden Schraubverbindung, einer Löt-/Schweißverbindung oder einer vergleichbaren stoffschlüssigen Verbindung direkt erfolgt sind und das Filterbauelement lediglich über diese stoffschlüssigen Verbindung an die Stromschiene bzw. den Ge- häuseteil angrenzen.

Das Wort „flächig" bedeutet, dass die elektrischen und me ¬ chanischen Verbindungen über ausgedehnte Kontaktflächen zwischen dem Filterbauelement und der Stromschiene bzw. zwischen dem Filterbauelement und dem Gehäuseteil ausgebildet sind, die sich über die jeweiligen Bodenkontaktflächen des Filterbauelements ausdehnen . Alternativ ist das zumindest eine Filterbauelement als ober ¬ flächenmontiertes Bauelement auf einer Leiterplatte befestigt. Über diese Leiterplatte ist das zumindest eine Filterbauelement mit dem Gehäuseteil elektrisch leitend verbunden.

Vorzugsweise weist das Gehäuseteil zumindest einen zur

Stromschiene hin ragenden Vorsprung auf, über den das zumindest eine Filterbauelement mit dem Gehäuseteil elektrisch leitend und mechanisch verbunden ist. Alternativ oder zusätzlich zu dem zumindest einen Vorsprung am Gehäuseteil weist die Stromschiene zumindest einen zum Gehäuseteil hin ragenden Vorsprung auf, über den das zumindest eine Filterbauelement auch mit der Stromschiene elektrisch leitend und mechanisch verbunden ist. Vorzugsweise umfasst die Filteranordnung ferner zumindest einen Ferritkörper, der die Stromschiene umgreift.

Vorzugsweise weist der zumindest eine Ferritkörper einen Luftspalt auf. Vorzugsweise ist der zumindest eine Ferritkörper über diesen Luftspalt in einfacher Weise an die Stromschiene gesteckt bzw. auf diese aufgesteckt. Insbesondere ist der zumindest eine Ferritkörper U-förmig ausgebildet.

Die Filteranordnung umfasst vorzugsweise zumindest zwei Fil- terbauelemente und/oder zumindest zwei Ferritkörper. Dabei sind die Filterbauelemente und die Ferritkörper zueinander in Richtung der Stromschiene abwechselnd angeordnet.

Damit bilden die Filterbauelemente und die Ferritkörper zusammen einen Tiefpassfilter in π-Topologie aus. Ferner werden hierdurch Hochfrequenzstromanteile über das Gehäuseteil zur elektrischen Masse abgeleitet.

Vorzugsweise weist die Stromschiene in Richtung der Stromschiene betrachtet einen rechteckigen Querschnitt auf. Vorzugsweise sind die Ferritkörper in Richtung der Stromschiene betrachtet jeweils auf die Höhe der jeweiligen Abtrennwände angeordnet . Dabei bilden jeweils eine Abtrennwand, jeweils ein Ferritkörper, der in Richtung der Stromschiene betrachtet sich auf die Höhe der entsprechenden Abtrennwand befindet, sowie Abschnitte der Stromschiene, die sich an der entsprechenden Abtrennwand und dem entsprechenden Ferritkörper angrenzen, vorzugsweise gemeinsam jeweils eine Filterstufe aus, die hochfrequente elektromag ¬ netische Störungen filtert.

Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird ein Stromrichter bereitgestellt. Dabei umfasst der Stromrichter zumindest ein Leistungsbauelement und zumindest eine zuvor beschriebene

Filteranordnung, wobei die Stromschiene der zumindest einen Filteranordnung mit dem zumindest einen Leistungsbauelement elektrisch leitend verbunden ist. Vorteilhafte Ausgestaltungen der oben beschriebenen Filteranordnung sind, soweit im Übrigen auf den oben genannten Stromrichter übertragbar, auch als vorteilhafte Ausgestaltungen des Stromrichters anzusehen. Im Folgenden wird eine beispielhafte Ausführungsform der Erfindung bezugnehmend auf eine Figur näher erläutert. Dabei zeigt die einzige Figur einen Abschnitt einer Filteranordnung FA eines Spanungswandlers eines Elekrofahrzeugs in schematischer

Schnittdarstellung .

Die Filteranordnung FA umfasst ein Gehäuseteil GT, das überwiegend aus einem elektrisch leitenden Material, beispielsweise einer Aluminiumlegierung, besteht und insbesondere den Gehäuseboden des Gehäuses der Filteranordnung FA ausbildet. Das Gehäuseteil GT weist einen elektrischen Masseanschluss MA auf, über den das Gehäuseteil GT mit elektrischer Masse MS elektrisch leitend verbunden ist. Das Gehäuseteil GT weist auf einer dem Hohlraum HR zugewandten Oberfläche vier Vorsprünge VS1 auf, die an dem Gehäuseteil GT in den Hohlraum HR bzw. zur Stromschiene SS hin ragend ausgebildet sind. Das Gehäuseteil GT weist ferner zwei Durchgangsöffnungen DO auf.

Das Gehäuseteil GT umschließt einen Hohlraum HR, in der eine Stromschiene SS angeordnet ist. Die Stromschiene SS umfasst einen Hauptkörper HK, der im We ¬ sentlichen, beziehungsweise zumindest stellenweise, geradlinig und länglich ausgebildet ist und in Richtung RT der Stromschiene SS betrachtet einen rechteckigen Querschnitt aufweist. An den beiden axialen Enden des Hauptkörpers HK umfasst die

Stromschiene SS jeweils eine Anschlusslasche AL, die senkrecht (beziehungsweise schräg) zu dem Hauptkörper HK ausgebildet und jeweils durch eine der beiden Durchgangsöffnungen DO an dem Gehäuseteil GT ins Gehäuseäußere geführt sind. Eine der beiden Anschlusslaschen AL bildet dabei einen Stromeingang aus und ist mit einem Leistungsschalter der in der Figur nicht dargestellten Leistungsendstufe des Spanungswandlers elektrisch leitend verbunden. Eine andere Anschlusslasche AL bildet analog einen Stromausgang aus und ist mit einer nachgeschalteten, in der Figur nicht dargestellten, elektrischen Schaltung elektrisch leitend verbunden. Damit dient die Filteranordnung FA zum Filtern von parasitären Induktionsströmen, die durch hochfrequentes Umschalten des Leistungsschalters in der Leistungsendstufe entstehen und schädlich für die nachgeschaltete elektrische Schaltung sind.

In der jeweiligen Durchgangsöffnung DO weist die Filteranordnung FA jeweils eine Isolierschicht IS auf, die die jeweilige durch die Durchgangsöffnung DO erstreckende Anschlusslasche AL um- mantelt und somit diese bzw. die Stromschiene SS von dem

Gehäuseteil GT elektrisch isoliert (Die Isolierschicht IS ist in der Figur schraffiert dargestellt) . Die Stromschiene SS weist ferner vier Vorsprünge VS2 auf, die an dem Hauptkörper HK zu dem Gehäuseteil GT hin ragend ausgebildet sind. Dabei sind die vier Vorsprünge VS2 an der Stromschiene SS jeweils mit einem der vier Vorsprünge VSl an dem Gehäuseteil GT paarweise gegenüberstehend angeordnet.

Die Filteranordnung FA umfasst ferner drei Ferritkörper FK, die jeweils zwischen je zwei benachbarten Vorsprünge VS2 der Stromschiene SS angeordnet sind.

Dabei umschließen die Ferritkörper FK die Stromschiene SS und weisen jeweils einen Luftspalt auf, der den jeweiligen Ferritkörper FK an einer oder mehreren Stellen durchgehend trennt. Über diesen Luftspalt sind die jeweiligen Ferritkörper die Stromschiene SS umgreifend an der Stromschiene SS gesteckt.

Die Filteranordnung FA umfasst ferner vier Filterbauelemente FE, die in dieser Ausführungsform als oberflächenmontierte Kera- mikkondensatoren ( SMD-Keramikkondensatoren) ausgebildet sind.

Jeder der vier Keramikkondensatoren FE umfasst eine erste elektrische Bodenkontaktfläche KF1 und eine zweite elektrische Bodenkontaktfläche KF2, die auf zwei entgegengesetzt liegenden Oberflächen des jeweiligen Keramikkondensators FE ausgebildet sind .

Die vier Keramikkondensatoren FE sind jeweils zwischen einem Vorsprung VSl des Gehäuseteils GT und einen diesem Vorsprung VSl gegenüberliegenden Vorsprung VS2 der Stromschiene SS platziert. Dabei ist der Keramikkondensator FE über die erste Bodenkontaktfläche KF1 mittels einer Lötschicht LS mit der Stirnseite ST1 des Vorsprungs VSl des Gehäuseteils GT elektrisch leitend und mechanisch verbunden.

Da es sich bei den bevorzugten Kondensatoren um SMD—Komponenten handelt, kann die Filteranordnung FA als mechanischen Träger dieser Komponenten auch eine Leiterplatte aufweisen. Ferner ist der Keramikkondensator FE über die zweite Bodenkontaktfläche KF2 mittels einer weiteren Lötschicht LS mit der Stirnseite ST2 des Vorsprungs VS2 der Stromschiene SS elektrisch leitend und mechanisch verbunden.

Damit bilden die drei Ferritkörper FK und die vier Keramikkondensatoren FE gemeinsam einen Tiefpass-Filter in diesem Fall in π-Topologie aus. Möglich ist auch eine T-Topologie.

Durch die direkte elektrische und mechanische Verbindung von den Keramikkondensatoren FE zwischen der Stromschiene SS und dem Gehäuseteil GT und somit der elektrischen Masse MS ist eine Filteranordnung FA mit einer sehr geringen Impedanz geschaffen, mit der die parasitären Induktionsströme, die in dem vor ¬ geschalteten Leistungsschalter entstehen, effizient zu filtern, so dass eine Funktionsstörung bei der nachgeschalteten elektrischen Schaltung durch die parasitären Induktionsströme wirksam verhindert werden kann.

Zudem umfasst die Filteranordnung FA drei Abtrennwände AT, die den Hohlraum HR in vier Kammern Kl , K2 , K3 und K4 unterteilt . Dabei sind die Abtrennwände AT in Richtung RT der Stromschiene SS betrachtet jeweils auf die Höhe der jeweiligen Ferritkörper FK angeordnet, so dass in jeder der vier Kammer Kl, K2, K3, K4 jeweils eine Filterstufe mit jeweils einem Filterbauelement FE aus ¬ bildet .

Dabei umfassen die Abtrennwände AT am Gehäuseteil GT angeformte massive Vorsprünge und zusätzlich eingebrachte Teile, die aus elektrisch leitfähigem Material wie Aluminium, Aluminiumlegierung, Kupfer, Kupferlegierung oder Stahllegierung, wie z. B. Weißblech bestehen und mit dem Gehäuseteil GT an möglichst vielen Stellen möglichst niederimpedant verbunden sind.

Die Kammer Kl, K2, K3 und K4 sind durch die Abtrennwände AT voneinander elektromagnetisch abgeschirmt. Die elektromagne ¬ tischen Wellen, die sich aus den jeweiligen Filterbauelementen FE ausbreiten, werden von den jeweiligen Abtrennwänden AT blockiert und somit gelangen in die benachbarten Kammer Kl, K2 , K3 und K4 nicht.

Die Abtrennwände AT sind in Richtung RT der Stromschiene SS betrachtet jeweils auf die Höhen der jeweiligen Ferritkörper FK angeordnet und bilden j eweils gemeinsam mit j e einem Ferritkörper FK und Abschnitten der Stromschiene SS, die sich an den jeweiligen Ferritkörpern FK angrenzen, je eine zusätzliche Filterstufe zum Filtern von hochfrequenten elektromagnetischen Störungen in dem durch die Stromschiene SS fließenden Strom.