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Patent Searching and Data


Title:
FILTER CANDLE FOR A BACKWASH FILTER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/022702
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a filter candle for a backwash filter for filtering a fluid, said filter candle comprising a filter candle interior which is surrounded by a filter medium. The aim of the invention is to create a filter candle the filter medium of which can be cleaned in the backwash phase in a particularly effective and even manner. For this purpose, the filter candle comprises a backwash flow baffle element which can be displaced in a longitudinal direction of the filter candle by the backwash flow caused when the filter candle is backwashed and effects a local increase of the baffle pressure of the backwash flow. The backwash flow baffle element does not rest on the filter medium when the filter candle is backwashed.

Inventors:
KÄSKE, Egon (Zehntweg 53, Aachen, 52078, DE)
Application Number:
EP2007/006850
Publication Date:
February 28, 2008
Filing Date:
August 02, 2007
Export Citation:
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Assignee:
DÜRR ECOCLEAN GMBH (Mühlenstrasse 12, Filderstadt, 70794, DE)
KÄSKE, Egon (Zehntweg 53, Aachen, 52078, DE)
International Classes:
B01D29/66
Attorney, Agent or Firm:
HÖRNER, Andreas (Hoeger, Stellrecht & PartnerUhlandstrasse 14 c, Stuttgart, 70182, DE)
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Claims:

Patentansprüche

1. Filterkerze für ein Rückspülfilter (100) zum Filtrieren eines Fluids, umfassend einen von einem Filtermedium (114) umgebenen Filterkerzen- innenraum (110) und einen in dem Filterkerzeninnenraum (110) angeordneten Rückspülstromstaukörper (120), der beim Rückspülen der Filterkerze (104) durch den Rückspülstrom in einer Längsrichtung (106) der Filterkerze (104) bewegbar ist und eine lokale Erhöhung des Staudrucks des Rückspülstroms erzeugt, wobei der Rückspülstromstaukörper (120) beim Rückspülen der Filterkerze (104) nicht an dem Filtermedium (114) anliegt.

2. Filterkerze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausdehnung des Rückspülstromstaukörpers (120) quer zu der Längsrichtung (106) der Filterkerze (104) kleiner ist als die lichte Weite (D) des Filter- kerzeninnenraums (110) quer zu der Längsrichtung (106) der Filterkerze (104).

3. Filterkerze nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausdehnung des Rückspülstromstaukörpers (120) quer zu der Längsrichtung (106) der Filterkerze (104) mindestens ungefähr 80 %, vorzugsweise mindestens ungefähr 90 %, der lichten Weite (D) des Filterkerzeninnenraums (110) beträgt.

4. Filterkerze nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite eines Spaltes zwischen dem Rückspülstromstaukörper (120) einerseits und einer Begrenzungswand des Filterkerzeninnenraums (110) andererseits höchstens ungefähr 3 mm, vorzugsweise höchstens ungefähr 2 mm, beträgt.

5. Filterkerze nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Rückspülstromstaukörper (120) im wesentlichen kugelförmig ausgebildet ist.

6. Filterkerze nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Rückspülstromstaukörper (120) im wesentlichen zylindrisch ausgebildet ist.

7. Filterkerze nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Rückspülstromstaukörper (120) eine vorsprungfreie Oberfläche aufweist.

8. Filterkerze nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Rückspülstromstaukörper (120) beim Rückspülen der Filterkerze (104) nicht an einer Begrenzungswand des Filterkerzeninnenraums (110) anliegt.

9. Filterkerze nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Rückspülstromstaukörper (120) eine kleinere mittlere Dichte aufweist als das filtrierte Fluid.

10. Filterkerze nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Rückspülstromstaukörper (120) als ein Hohlkörper ausgebildet ist.

11. Filterkerze nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Rückspülstromstaukörper (120) ein Material umfasst, das eine geringere Dichte aufweist als das filtrierte Fluid.

12. Filterkerze nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Filterkerze (104) im wesentlichen zylindrisch ausgebildet ist.

13. Filterkerze nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Filterkerze (104) einen Anschlag (132) für den Rückspülstrom- staukörper (120) aufweist, an welchem der Rückspülstromstaukörper (120) während der Filtrationsphase der Filterkerze (104) anliegt.

14. Filterkerze nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Filterkerze (104) eine Rückspülstromstaukörperaufnahme (118) für den Rückspülstromstaukörper (120) aufweist, in welcher der Rückspülstromstaukörper (120) während der Filtrationsphase der Filterkerze (104) aufgenommen ist, wobei die Rückspülstromstaukörperaufnahme (118) mindestens einen Fluidkanal (128) zum Vorbeileiten des filtrierten Fluids an dem Rückspülstromstaukörper (120) umfasst.

15. Filterkerze nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Rück- spülstromstaukörperaufnahme (118) mindestens einen in den Innenraum der Rückspülstromstaukörperaufnahme (118) hinein weisenden Vorsprung (126) aufweist.

16. Filterkerze nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Filterkerze (104) einen Stützkörper (108) umfasst, welcher das Filtermedium (114) abstützt.

17. Filterkerze nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Filtermedium (114) an der dem Filterkerzeninnenraum (110) abgewandten Außenseite des Stützkörpers (108) angeordnet ist.

18. Filterkerze nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Filterkerze (104) in der Filtrationsphase von außen nach innen durchströmbar ist.

Description:

Filterkerze für ein Rückspülfilter

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Filterkerze für ein Rückspülfilter zum Filtrieren eines Fluids, die einen von einem Filtermedium umgebenen Filter- kerzeninnenraum umfasst.

Eine solche Filterkerze ist aus der DE 102 44 660 Al bekannt.

Bei dieser bekannten Filterkerze ist im Filterkerzeninnenraum ein Reinigungskörper angeordnet, der an seiner Oberfläche mit feinen Borsten, Bürsten, flexiblen Lippen oder flexiblen Kratzern versehen ist, deren Länge derart gewählt ist, dass der Gesamtdurchmesser des Reinigungskörpers größer ausfällt als die lichte Weite des Filterkerzeninnenraums. Das Filtermedium ist an der Innenseite der Filterkerze angeordnet und wird während einer Rückspülphase der Filterkerze durch die an dem Reinigungskörper angeordneten Borsten, Bürsten, flexiblen Lippen oder flexiblen Kratzer mechanisch abgereinigt.

Hierbei ist von Nachteil, dass die mechanische Reinigungswirkung des Reinigungskörpers die Filterfläche nicht gleichmäßig erfasst und dass das Filtermedium durch den mechanischen Kontakt mit dem Reinigungskörper abgenutzt wird.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Filterkerze der eingangs genannten Art zu schaffen, deren Filtermedium in der Rückspülphase besonders wirksam und gleichmäßig abreinigbar ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Filterkerze nach Anspruch 1 gelöst.

Die erfindungsgemäße Filterkerze umfasst einen in dem Filterkerzeninnenraum angeordneten Rückspülstromstaukörper, der beim Rückspülen der Filterkerze durch den Rückspülstrom in einer Längsrichtung der Filterkerze bewegbar ist und eine lokale Erhöhung des Staudrucks des Rückspülstroms erzeugt. Aufgrund der Staudruckerhöhung in der unmittelbaren Nachbarschaft des Rück- spülstromstaukörpers wird das Filtermedium in seinem unmittelbar an die jeweilige Position des Rückspülstromstaukörpers angrenzenden Bereich besonders intensiv von dem Rückspülstrom durchströmt, so dass jeweils in dem Bereich, in dem sich der Rückspülstromstaukörper befindet, die Verunreinigungen besonders wirksam von dem Filtermedium abgereinigt werden.

Dabei liegt der Rückspülstromstaukörper beim Rückspülen der Filterkerze nicht an dem abzureinigenden Filtermedium an, so dass kein mechanischer Kontakt zwischen dem Rückspülstromstaukörper und dem Filtermedium besteht, wodurch gewährleistet ist, dass das Filtermedium nicht durch Kontakt mit dem Rückspülstromstaukörper abgenutzt wird. Ferner wird erreicht, dass die Bewegung des Rückspülstromstaukörpers in der Längsrichtung der Filterkerze während des Rückspülvorgangs nicht durch mechanische Reibung oder Haftung an dem Filtermedium gebremst wird. Außerdem wird der Rückspülstromstaukörper nicht durch von dem Filtermedium abgelöste Partikel verschmutzt.

Vorzugsweise bewegt sich der Rückspülstromstaukörper während der Rückspülphase der Filterkerze über die gesamte Längserstreckung der Filterkerze hinweg, so dass an jeder Stelle des Filtermediums ein erhöhter Rückspüldruck zur Verfügung steht, wenn die betreffende Stelle von dem Rückspülstromstaukörper passiert wird.

Dadurch wird vermieden, dass das Filtermedium nur dort intensiv von dem Rückspülstrom durchströmt wird, wo der Durchströmungswiderstand niedrig ist. Bei der erfindungsgemäßen Filterkerze wird somit insbesondere in den

auslassnahen Bereichen des Filtermediums die Abreinigungswirkung während der Rückspülphase deutlich verstärkt.

Bei der erfindungsgemäßen Filterkerze wird der fluidische Rückspüleffekt verstärkt, ohne dass eine mechanische Abreinigung des Filtermediums durch einen mit dem Filtermedium in Kontakt kommenden Reinigungskörper erfolgt. Die Abreinigung des Filtermediums erfolgt bei der erfindungsgemäßen Filterkerze daher besonders wirksam, gleichmäßig und schonend.

Durch die verbesserte Rückspülung des Filtermediums und den Wegfall einer mechanischen Abnutzung desselben beim Rückspülen wird die Standzeit der Filterkerze deutlich verlängert.

Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Ausdehnung des Rückspülstromstaukörpers quer zu der Längsrichtung der Filterkerze kleiner ist als die lichte Weite des Filterkerzeninnenraums quer zu der Längsrichtung der Filterkerze. Dadurch wird erreicht, dass der Rückspül- stromstaukörper sich im wesentlichen ungehindert durch den Filterkerzen- innenraum bewegen kann.

Andererseits darf die Ausdehnung des Rückspülstromstaukörpers relativ zu der lichten Weite des Filterkerzeninnenraums nicht zu klein sein, um eine ausreichende Erhöhung des Rückspülstromstaudrucks zu erzielen. Vorteilhafterweise beträgt daher die Ausdehnung des Rückspülstromstaukörpers quer zu der Längsrichtung der Filterkerze mindestens ungefähr 80 %, vorzugsweise mindestens ungefähr 90 %, der lichten Weite des Filterkerzeninnenraums.

Als besonders günstig hat es sich erwiesen, wenn die Breite eines Spaltes zwischen dem Rückspülstromstaukörper einerseits und einer Begrenzungswand

des Filterkerzeninnenraums andererseits höchstens ungefähr 3 mm, vorzugsweise höchstens ungefähr 2 mm, beträgt.

Grundsätzlich kann der Rückspülstromstaukörper eine beliebige Form aufweisen.

Insbesondere dann, wenn eine im wesentlichen zylindrische Filterkerze verwendet wird, ist es günstig, wenn der Rückspülstromstaukörper im wesentlichen kugelförmig oder im wesentlichen zylindrisch ausgebildet ist, weil diese Formen besonders gut an den Querschnitt des Filterkerzeninnenraums ange- passt sind.

Um die Bewegung des Rückspülstromstaukörpers durch den Filterkerzen- innenraum nicht zu behindern, ist es günstig, wenn der Rückspülstromstaukörper eine vorsprungfreie Oberfläche aufweist, die insbesondere frei von Borsten, Bürsten, flexiblen Lippen, flexiblen Kratzern oder anderen Vorsprüngen ist.

Eine besonders reibungsfreie Bewegung des Rückspülstromstaukörpers durch den Filterkerzeninnenraum wird erzielt, wenn der Rückspülstromstaukörper beim Rückspülen der Filterkerze nicht an einer Begrenzungswand des Filterkerzeninnenraums anliegt.

Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Rückspülstromstaukörper während der Filtrationsphase des Rückspülfilters an einem oberen Ende der Filterkerze angeordnet ist und dann während der Rückspülphase von diesem oberen Ende in der Längsrichtung der Filterkerze nach unten bewegt wird.

Um zu erreichen, dass der Rückspülstromstaukörper nach dem Ende der Rückspülphase von selbst in die Ausgangsposition am oberen Ende der Filterkerze zurückkehrt, kann vorgesehen sein, dass der Rückspülstromstaukörper eine kleinere mittlere Dichte aufweist als das filtrierte Fluid. Auf diese Weise ist die auf den Rückspülstromstaukörper einwirkende Auftriebskraft innerhalb des filtrierten Fluids größer als die auf den Rückspülstromstaukörper wirkende Gewichtskraft.

Um dies zu erreichen, kann der Rückspülstromstaukörper beispielsweise als ein Hohlkörper ausgebildet sein.

Alternativ oder ergänzend hierzu kann auch vorgesehen sein, dass der Rückspülstromstaukörper ein Material umfasst, das eine geringere Dichte aufweist als das filtrierte Fluid.

Insbesondere kann vorgesehen sein, dass der Rückspülstromstaukörper vollständig aus einem Material besteht, das eine geringere Dichte aufweist als das filtrierte Fluid.

Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist die Filterkerze im wesentlichen zylindrisch ausgebildet.

Ferner ist es günstig, wenn die Filterkerze einen Anschlag für den Rückspülstromstaukörper aufweist, an welchem der Rückspülstromstaukörper während der Filtrationsphase der Filterkerze anliegt. Auf diese Weise ist die Position des Rückspülstromstaukörpers während der Filtrationsphase der Filterkerze wohldefiniert.

Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Filterkerze eine Rückspülstromstaukörperaufnahme für den Rückspülstrom- staukörper aufweist, in welcher der Rückspülstromstaukörper während der Filtrationsphase der Filterkerze aufgenommen ist, wobei die Rückspülstromstau- körperaufnahme mindestens einen Fluidkanal zum Vorbeileiten des filtrierten Fluids an dem Rückspülstromstaukörper umfasst. Auf diese Weise kann das filtrierte Fluid während der Filtrationsphase ungehindert an dem Rückspülstromstaukörper vorbei fließen, so dass der Strömungswiderstand der Filterkerze durch das Vorhandensein des Rückspülstromstaukörpers nicht erhöht wird.

Um die Position des Rückspülstromstaukörpers innerhalb der Rückspülstrom- staukörperaufnahme in radialer Richtung festzulegen, kann vorgesehen sein, dass die Rückspülstromstaukörperaufnahme mindestens einen in den Innenraum der Rückspülstromstaukörperaufnahme hinein weisenden Vorsprung aufweist.

Zur Erhöhung der mechanischen Stabilität umfasst die Filterkerze vorzugsweise einen Stützkörper, welcher das Filtermedium abstützt.

Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Filtermedium an der dem Filterkerzeninnenraum abgewandten Außenseite des Stützkörpers angeordnet ist. Dadurch wird in einfacher Weise verhindert, dass der Rückspülstromstaukörper beim Rückspülen der Filterkerze an dem Filtermedium anliegt.

Ferner ist vorzugsweise vorgesehen, dass die Filterkerze in der Filtrationsphase von außen nach innen durchströmbar ist.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung sind Gegenstand der nachfolgenden Beschreibung und der zeichnerischen Darstellung eines Ausführungsbeispiels.

In den Zeichnungen zeigen:

Fig. 1 einen schematischen vertikalen Längsschnitt durch eine Filterkerze mit einem Rückspülstromstaukörper, wobei sich die Filterkerze in der Filtrationsphase befindet;

Fig. 2 einen schematischen horizontalen Querschnitt durch eine Rück- spülstromstaukörperaufnahme der Filterkerze aus Fig. 1 in der Filtrationsphase, längs der Linie 2-2 in Fig. 1;

Fig. 3 einen schematischen vertikalen Längsschnitt durch die Filterkerze aus Fig. 1 während einer Rückspülphase; und

Fig. 4 einen schematischen horizontalen Querschnitt durch die Filterkerze aus Fig. 3 während der Rückspülphase, längs der Linie 4-4 in Fig. 3.

Gleiche oder funktional äquivalente Elemente sind in allen Figuren mit denselben Bezugszeichen bezeichnet.

Ein in den Fig. 1 bis 4 dargestelltes, als Ganzes mit 100 bezeichnetes Rückspülfilter umfasst mindestens eine an einer Halterung 102 gehaltene, im wesentlichen zylindrische Filterkerze 104 mit einer im wesentlichen vertikal ausgerichteten Längsmittelachse 106.

Die Filterkerze 104 umfasst einen zylindrischen Stützkörper 108, der einen im wesentlichen zylindrischen Filterkerzeninnenraum 110 umschließt und in den Filterkerzeninnenraum 110 vorstehende, sich parallel zur Längsmittelachse 106 der Filterkerze 104 erstreckende und in Umfangsrichtung der Filterkerze 104 im wesentlichen äquidistant voneinander beabstandete Verstärkungsstreben 112 umfasst.

Der gegenseitige Abstand D der radial innenliegenden Enden zweier einander diametrial gegenüberliegender Verstärkungsstreben 112 definiert die lichte Weite des Filterkerzeninnenraums 110.

Der Stützkörper 108, einschließlich der Verstärkungsstreben 112, kann beispielsweise aus Edelstahl gebildet sein.

Die Außenseite des Stützkörpers 108 ist von einem zylindrischen Filtermedium 114 umgeben, welches beispielsweise als Siebgewebe oder Spaltsieb ausgebildet sein kann und sich an der Außenseite des Stützkörpers 108 abstützt.

Das Filtermedium 114 kann insbesondere aus einem Edelstahlgewebe oder aus einem Kunststoffgewebe gebildet sein.

Wenn das Filtermedium 114 als ein Siebgewebe ausgebildet ist, so beträgt die mittlere Maschenweite des Siebgewebes vorzugsweise von ungefähr 20 μm bis ungefähr 100 μm.

Wenn das Filtermedium 114 als Spaltsieb ausgebildet ist, so beträgt die mittlere Spaltbreite vorzugsweise von ungefähr 20 μm bis ungefähr 100 μm.

Das untere Ende des Stützkörpers 108 und des Filtermediums 114 ist mittels einer Verschlusskappe 116 verschlossen.

Am oberen, offenen Ende der Filterkerze 104 ist eine Rückspülstromstaukör- peraufnahme 118 angeordnet, welche während einer Filtrationsphase der Filterkerze 104 einen beispielsweise kugelförmigen Rückspülstromstaukörper 120 aufnimmt, wie in den Fig. 1 und 2 dargestellt.

Die Rückspülstromstaukörperaufnahme 118 umfasst ein koaxial zum Stützkörper 108 ausgebildetes und angeordnetes Gehäuse 122, von dessen Innenseite 124 mehrere, beispielsweise vier, Verstrebungen 126, welche sich parallel zur Längsmittelachse 106 der Filterkerze 104 erstrecken und in der Umfangsrich- tung der Filterkerze 104 im wesentlichen äquidistant voneinander beabstandet sind, in radialer Richtung in den Innenraum der Rückspülstromstaukörperauf- nahme 118 vorstehen, um zwischen ihren radial innenliegenden Enden den Rückspülstromstaukörper 120 zu zentrieren.

Zwischen jeweils zwei in der Umfangsrichtung der Filterkerze 104 aufeinanderfolgenden Verstrebungen 126 ist jeweils ein Fluidkanal 128 ausgebildet, durch welchen filtriertes Fluid in der Filtrationsphase an dem Rückspülstromstaukörper 120 vorbeiströmen kann.

Das obere Ende des Gehäuses 122 der Rückspülstromstaukörperaufnahme 118 ist an der Halterung 102 der Filterkerze 104 festgelegt und weist eine Austrittsöffnung 129 auf, durch welche filtriertes Fluid aus dem Filterkerzen- innenraum 110 in einen Filtratraum 130 gelangen kann.

Der Rückspülstromstaukörper 120 weist eine geringere mittlere Dichte auf als das filtrierte Fluid, so dass die auf den Rückspülstromstaukörper 120 wirkende Auftriebskraft größer ist als die auf den Rückspülstromstaukörper 120 wirkende Gewichtskraft, weshalb der Rückspülstromstaukörper 120 sich in der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Filtrationsphase der Filterkerze 104 in der am

oberen Ende der Filterkerze 104 angeordneten Rückspülstromstaukörperauf- nahme 118 befindet.

Ein Hindurchtreten des Rückspülstromstaukörpers 120 durch die Austrittsöffnung 129 der Filterkerze 104 wird durch einen Anschlag 132 verhindert, welcher sich quer durch den oberen Bereich der Rückspülstromstaukörperauf- nahme 118 erstreckt und an dessen unterem Ende der Rückspülstromstaukör- per 120 während der Filtrationsphase anstößt.

Der Rückspülstromstaukörper 120 kann beispielsweise als ein Hohlkörper, insbesondere eine Hohlkugel, aus einem Kunststoffmaterial oder aus einem metallischen Material, insbesondere aus einem Edelstahl, ausgebildet sein.

Alternativ hierzu kann der Rückspülstromstaukörper 120 auch massiv aus einem Material ausgebildet sein, welches eine geringere Dichte aufweist als das filtrierte Fluid.

Der Rückspülstromstaukörper 120 weist eine glatte Oberfläche auf, die mit keinerlei Borsten, Bürsten, flexiblen Lippen, flexiblen Kratzern oder anderen Vorsprüngen versehen ist.

Das vorstehend beschriebene Rückspülfilter 100 funktioniert wie folgt:

Während der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Filtrationsphase strömt das zu filtrierende Fluid, beispielsweise eine zu filtrierende Flüssigkeit, die feste Verunreinigungen mit sich führt, aus einem die Filterkerze 104 umgebenden Schmutzraum 133 durch das Filtermedium 114 und Durchlassöffnungen zwischen den Verstärkungsstreben 112 des Stützkörpers 108 in den Filterker- zeninnenraum 110 ein, wobei die abzufiltrierenden Verunreinigungen an der

Außenseite des Filtermediums 114 und/oder innerhalb des Filtermediums 114 abgelagert werden.

Die Strömungsrichtung des Fluids während der Filtrationsphase ist in Fig. 1 durch die Pfeile 134 angegeben.

Aus dem Filterkerzeninnenraum 110 gelangt das filtrierte Fluid durch die Fluid- kanäle 128 der Rückspülstromstaukörperaufnahme 118 an dem Rückspül- stromstaukörper 120 vorbei und durch die Austrittsöffnung 129 in den FiI- tratraum 130.

Bei Erreichen eines bestimmten Verschmutzungsgrades des Filtermediums 114 oder aber nach Ablauf einer vorgegebenen Filtrationszeit wird das Rückspülfilter 100 aus der Filtrationsphase in die in den Fig. 3 und 4 dargestellte Rückspülphase umgeschaltet, in welcher mittels eines (nicht dargestellten) Rückspülmechanismus filtriertes Fluid aus dem Filtratraum 130 in den Filterkerzeninnenraum 110 unter einem erhöhten Rückspüldruck von beispielsweise ungefähr 3 bar bis ungefähr 5 bar rückgespült wird, um, nach Durchtritt des Rückspülstroms durch den Stützkörper 108 und das Filtermedium 114, die an oder in dem Filtermedium 114 abgelagerten Verunreinigungen von dem Filtermedium 114 abzulösen.

Dieser fluidische Rückspüleffekt wird durch den im Filterkerzeninnenraum 110 angeordneten Rückspülstromstaukörper 120 deutlich verstärkt.

Der Rückspülstromstaukörper 120, dessen Oberseite mit dem erhöhten Rückspüldruck des Rückspülstroms beaufschlagt wird, wird durch den Rückspüldruck längs der Längsmittelachse 106 der Filterkerze 104 nach unten bewegt, wie in Fig. 3 dargestellt.

Dabei berührt der Rückspülstromstaukörper 120 die innere Begrenzungswand des Stützkörpers 108 und die Verstärkungsstreben 112 des Stützkörpers 108 nicht oder jeweils nur kurzzeitig, da der Durchmesser d des Rückspülstrom- staukörpers 120 kleiner ist als die lichte Weite D des Filterkerzeninnenraums 110, so dass zwischen der Oberfläche des Rückspülstromstaukörpers 120 und den radial innenliegenden Enden der Verstärkungsstreben 112 ein Spalt von bis zu ungefähr 3 mm entsteht, bei einem Rückspülstromstaukörperdurch- messer d von beispielsweise ungefähr 20 mm.

Durch den zwischen dem Rückspülstromstaukörper 120 und dem Stützkörper 108 verbleibenden Spalt wird der Rückspülstromstaukörper 120 im wesentlichen reibungsfrei durch den Filterkerzeninnenraum 110 nach unten gedrückt.

Da der zwischen dem Rückspülstromstaukörper 120 und dem Stützkörper 108 verbleibende Spalt jedoch vergleichsweise klein ist, ergibt sich in dem in der Strömungsrichtung des Rückspülstroms unmittelbar vor dem Rückspülstromstaukörper 120 liegenden Bereich des Filterkerzeninnenraums 110 ein erhöhter Staudruck in dem Rückspülstrom.

Zugleich ergibt sich in dem in der Strömungsrichtung des Rückspülstroms unmittelbar hinter dem Rückspülstromstaukörper 120 liegenden Bereich 138 des Filterkerzeninnenraums 110 aufgrund der Trägheit des von dem Rückspülstromstaukörper 120 zu verdrängenden Fluids ebenfalls ein erhöhter Staudruck.

Aufgrund der Staudruckerhöhung in den Bereichen 136 und 138 in der unmittelbaren Nachbarschaft des Rückspülstromstaukörpers 120 wird das Filtermedium 114 in dem unmittelbar an die jeweilige Position des Rückspülstromstaukörpers 120 angrenzenden Bereich besonders intensiv von dem

Rückspülstrom durchströmt, so dass jeweils in dem Bereich, in dem sich der Rückspülstromstaukörper 120 befindet, die Verunreinigungen besonders wirksam von dem Filtermedium 114 abgereinigt werden.

Die Strömungsrichtung des Rückspülstroms ist in den Fig. 3 und 4 durch die Pfeile 140 angegeben.

Da die Rückspülphase so lange durchgeführt wird, bis der Rückspülstromstaukörper 120 sich aus der Rückspülstromstaukörperaufnahme 118 bis zum unteren Ende der Filterkerze 104 bewegt hat, überstreicht der durch die Anwesenheit des Rückspülstromstaukörpers 120 erzeugte Bereich intensiver Spülung die gesamte Fläche des Filtermediums 114, so dass die gesamte Fläche des Filtermediums 114 besonders intensiv durchspült und abgereinigt wird.

Aufgrund dieser intensiven Durchspülung des Filtermediums 114 während der Rückspülphase weist die Filterkerze 104 eine besonders lange Standzeit auf.

Ferner wird dadurch, dass sich der Rückspülstromstaukörper 120 im wesentlichen mit konstanter Geschwindigkeit durch den Filterkerzeninnenraum 110 nach unten bewegt, die gesamte Fläche des Filtermediums 114 sehr gleichmäßig durchspült und abgereinigt, so dass es keine Bereiche des Filtermediums 114 gibt, welche nur unzureichend abgereinigt werden und dadurch die Standzeit der Filterkerze 104 als Ganzes verkürzen.

Der Rückspülstromstaukörper 120 kommt während des Rückspulens nicht in Kontakt mit dem Filtermedium 114, so dass die Abreinigung des Filtermediums 114 in der Rückspülphase allein durch den verstärkten fluidischen Rückspüleffekt und nicht durch mechanische Abreinigung mit dem Rückspülstromstaukörper erfolgt.

Nach Beendigung des Rückspulens während der Rückspülphase steigt der Rückspülstromstaukörper 120 vom unteren Ende des Filterkerzeninnenraums 110 wieder selbsttätig nach oben in die Rückspülstromstaukörperaufnahme 118 , da die auf den Rückspülstromstaukörper 120 wirkende Auftriebskraft die auf den Rückspülstromstaukörper 120 wirkende Gewichtskraft überwiegt.

Der Betrieb des Rückspülfilters 100 wird anschließend mit einer weiteren Filtrationsphase fortgesetzt.