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Patent Searching and Data


Title:
FILTER DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/105700
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a filter device (104, 204, 304) for filtering granules, in particular moist and/or dry granules, comprising a filter housing (108, 208, 308) having a base (119, 219, 319), a cover (106, 206, 306) and a side wall (107, 207, 307), an inlet for the granulate arranged on the filter housing, an outlet (110, 210, 310) for the sieved granulate arranged on the filter housing (108, 208, 308), a sieve (111, 211, 311) arranged in the sieve housing (108, 208, 308) and an inlet (116, 216, 316) for transfer air, wherein the outlet (110, 210, 310) for the sieved granulate, which is arranged on the sieve housing (108, 208, 308) is arranged on the side wall (107, 207, 307) of the sieve housing (108, 208, 308)

Inventors:
THIES, Jochen (Asternweg 3, Lörrach, 79540, DE)
KAPE, Adrian (Rheinstraße 24, Rheinfelden, 79618, DE)
PRITZKE, Heinz (Ernst Thälmann Straße 23, Braunsdorf, 01737, DE)
Application Number:
EP2018/080436
Publication Date:
June 06, 2019
Filing Date:
November 07, 2018
Export Citation:
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Assignee:
GLATT MASCHINEN- UND APPARATEBAU AG (Kraftwerkstraße 6, 4133 Pratteln, 4133, CH)
International Classes:
B07B1/06; B07B1/20; B07B1/46; B07B4/08; B07B11/06
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
PATENTANWÄLTE MAGENBAUER & KOLLEGEN PARTNERSCHAFT MBB (Plochinger Str. 109, Esslingen, 73730, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Siebvorrichtung (104, 204, 304) für das Sieben von Granu lat, insbesondere feuchtem und/oder trockenem Granulat, um fassend

(a) ein einen Boden (119, 219, 319), einen Deckel (106, 206, 306) und eine Seitenwand (107, 207, 307) auf weisendes Siebgehäuse (108, 208, 308),

(b) eine am Siebgehäuse (108, 208, 308) angeordnete Ein- trittsöffnung (116, 216, 316) für das Granulat,

(c) eine am Siebgehäuse (108, 208, 308) angeordnete Aus- trittsöffnung (110, 210, 310) für das gesiebte Gra nulat ,

(d) ein im Siebgehäuse (108, 208, 308) angeordnetes

Sieb (111, 211, 311), und

(e) eine Einlassöffnung (116, 216, 316) für Transferluft, dadurch gekennzeichnet, dass die am Siebgehäuse (108, 208, 308) angeordnete Austrittsöffnung (110, 210, 310) für das ge siebte Granulat an der Seitenwand (107, 207, 307) des Siebge häuses (108, 208, 308) angeordnet ist. 2. Siebvorrichtung (104, 204, 304) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Siebgehäuse (108, 208, 308) eine zy- lindrische Bauform aufweist.

3. Siebvorrichtung (104, 204, 304) nach Anspruch 1 oder An spruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Siebgehäuses (108, 208, 308) zumindest teilweise konisch geformt ist.

4. Siebvorrichtung (104, 204, 304) nach einem der vorherge- henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die am Siebge häuse (108, 208, 308) angeordnete Austrittsöffnung (110, 210, 310) für das gesiebte Granulat tangential an der Seiten wand (107, 207, 307) des Siebgehäuses (108, 208, 308) ange ordnet ist. 5. Siebvorrichtung (104, 204, 304) nach einem der vorherge henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslass- Öffnung (110, 210, 310) oberhalb der Einlassöffnung (116,

216, 316) für Transferluft angeordnet ist.

6. Siebvorrichtung (104, 204, 304) nach einem der vorherge- henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das im Siebge häuse (108, 208, 308) angeordnete Sieb (111, 211, 311) ent sprechend der Bauform des Siebgehäuses (108, 208, 308) ausge bildet ist.

7. Siebvorrichtung (104, 204, 304) nach einem der vorherge- henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Siebvor richtung (104, 204, 304) einen im Siebgehäuse (108, 208, 308) angeordneten Mahlkörper (114, 214, 314) aufweist.

8. Siebvorrichtung (104, 204, 304) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der im Siebgehäuse (108, 208, 308) ange- ordnete Mahlkörper (114, 214, 314) oberhalb des Siebs (111, 211, 311) angeordnet ist.

9. Siebvorrichtung (104, 204, 304) nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der im Siebgehäu- se (108, 208, 308) angeordnete Mahlkörper (114, 214, 314) entsprechend der Bauform des Siebs (111, 211, 311) ausgebil det ist.

10. Siebvorrichtung (104, 204, 304) nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der im Siebgehäu- se (108, 208, 308) angeordnete Mahlkörper (114, 214, 314) rotierbar ist.

11. Siebvorrichtung (104, 204, 304) nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der im Siebgehäu- se (108, 208, 308) angeordnete Mahlkörper (114, 214, 314) über einen Motor (M) antreibbar ist.

12. Siebvorrichtung (104, 204, 304) nach einem der vorherge henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlass öffnung (116, 216, 316) für Transferluft an der Seiten- wand (107, 207, 307) des Siebgehäuses (108, 208, 308) ange ordnet ist.

13. Siebvorrichtung (104, 204, 304) nach Anspruch 12, da durch gekennzeichnet, dass die Einlassöffnung (116, 216, 316) für Transferluft tangential an der Seitenwand (107, 207, 307) des Siebgehäuses (108, 208, 308) angeordnet ist.

14. Siebvorrichtung (104, 204, 304) nach einem der vorherge henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Siebvor richtung (104, 204, 304) eine Rotorscheibe (220) aufweist.

15. Siebvorrichtung (104, 204, 304) nach Anspruch 14, da- durch gekennzeichnet, dass die Rotorscheibe (220) im Siebge häuse (108, 208, 308) zwischen dem Sieb (111, 211, 311) und dem Boden (119, 219, 319) des Siebgehäuses (108, 208, 308) angeordnet ist.

16. Siebvorrichtung (104, 204, 304) nach einem der Ansprüche 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Rotorschei be (220) über einen Motor (M) antreibbar ist.

17. Siebvorrichtung (104, 204, 304) nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Rotorschei be (220) zumindest teilweise konusförmig ausgebildet ist.

Description:
Siebvorrichtung

Die Erfindung betrifft eine Siebvorrichtung für das Sieben von Granulat, insbesondere feuchtem und/oder trockenem Granu lat, umfassend ein einen Boden, einen Deckel und eine Seiten wand aufweisendes Siebgehäuse, eine am Siebgehäuse angeordne- te Eintrittsöffnung für das Granulat, eine am Siebgehäuse an geordnete Austrittsöffnung für das gesiebte Granulat, ein im Siebgehäuse angeordnetes Sieb und eine Einlassöffnung für Transferluft .

Siebvorrichtungen für Granulate, insbesondere für einen einem Nassgranulationsprozess oder einem Trocknungsprozess in einem Fluidisierungsapparat nachgeschalteten Siebvorgang, sind seit langem Stand der Technik. Die bekannten Siebvorrichtungen werden über eine am Deckel der Siebvorrichtung angeordnete Eintrittsöffnung für das Granulat befüllt und über eine im Boden der Siebvorrichtung nach einem Saugschuh angeordnete Austrittsöffnung nach dem Siebvorgang entleert. Hierbei er folgt der Transport des Granulats von der Eintrittsöffnung zur Austrittsöffnung beispielsweise über eine Schwerkraftbe schickung oder über eine pneumatische Förderung. Nachteilig an solchen aus dem Stand der Technik bekannten

Siebvorrichtungen für Granulate, bei denen das z. B. feuchte Granulat in einen Trockner zu überführen ist, ist, dass diese Siebvorrichtungen eine große Bauhöhe aufweisen bzw. erfordern und somit auch eine räumliche Möglichkeit zur Realisierung einer mit einer bekannten Siebvorrichtung ausgestatteten ver fahrenstechnischen Anlage gegeben sein muss. Darüber hinaus ist bei den bekannten Siebvorrichtungen von Nachteil, dass durch die zumindest teilweise konische Form des Saugschuhs des Siebgehäuses der bekannten Siebvorrichtung durch Anhaf tungen bzw. Ablagerungen von Granulat im dem konisch geform ten Bereich (Saugschuh) des Siebgehäuses der Produkttransfer an gesiebtem Granulat deutlich eingeschränkt wird. Aufgabe der Erfindung ist es eine Siebvorrichtung bereitzu stellen, die bei gleichzeitiger Minimierung der Anhaftungen bzw. Ablagerungen von Granulat am Siebgehäuse eine geringere Bauhöhe erfordert und somit die Nachteile aus dem Stand der Technik beseitigt. Diese Aufgabe wird bei einer Siebvorrichtung der eingangs ge nannten Art dadurch gelöst, dass die am Siebgehäuse angeord nete Austrittsöffnung für das gesiebte Granulat (Produkt) in der Seitenwand des Siebgehäuses angeordnet ist. Vorteilhaft erweise wird dadurch die erforderliche Bauhöhe der Siebvor- richtung deutlich verringert, wodurch sich ein Einbau in be reits bestehende beispielsweise verfahrenstechnische Anlagen einfacher gestaltet. Die Bauhöhe wird beispielsweise durch den Wegfall des nach dem Stand der Technik notwendigen koni schen Bereichs unterhalb des Siebs, der auch als Saugschuh bezeichnet wird, deutlich reduziert. Hierdurch wird eine An haftung bzw. Ablagerung von Granulat im Siebgehäuse, insbe sondere aber im Bereich der Austrittsöffnung des gesiebten Granulats verhindert, wodurch während des gesamten Betriebs stets ein ausreichend schneller und ausreichend guter Pro dukttransfer an gesiebten Granulat ermöglicht wird. Durch die erfindungsgemäße kompakte Bauweise wird zum einen die erfor- derliche Bauhöhe der Siebvorrichtung aufgrund des Wegfalls des Saugschuhs eingespart und gleichzeitig zusätzlich die produktberührte innere Oberfläche des Siebgehäuses verrin gert . Besonders bevorzugt dient die erfindungsgemäße Siebvorrich tung zum Sieben von feuchtem und/oder trockenem Granulat, be sonders bevorzugt für einen einem Nassgranulationsprozess oder einem Trocknungsprozess in einem Fluidisierungsapparat, beispielsweise in einer Wirbelschicht oder dgl . , nachgeschal- teten Siebvorgang.

Das Siebgehäuse weist in einer vorteilhaften Ausgestaltung eine zylindrische Bauform auf, wobei die Seitenwand des Sieb gehäuses zumindest teilweise konisch geformt ist. Durch eine derartige geometrische Ausgestaltung der Siebvorrichtung wird weiterer u. a. Bauraum eingespart, wodurch die erfindungsge mäße Siebvorrichtung noch besser in bereits bestehende Anla gen integrierbar ist.

Insbesondere hat sich gezeigt, dass besonders bevorzugt die am Siebgehäuse angeordnete Austrittsöffnung für das gesiebte Granulat (Produkt) tangential an der Seitenwand des Siebge häuses angeordnet ist. Durch die tangentiale Anordnung der Austrittsöffnung für das Granulat an der Seitenwand des Sieb gehäuses wird eine optimierte Abführung des gesiebten Granu lats erzielt. Zudem werden durch die tangentiale Anordnung Anhaftungen bzw. Ablagerungen im Bereich der Austrittsöffnung minimiert und ein schneller und unproblematischer Transport des gesiebten Granulats gewährleistet.

Die Auslassöffnung für das gesiebte Granulat ist in einer be vorzugten Ausführungsform oberhalb der Einlassöffnung für Transferluft angeordnet ist. Durch die tangentiale Strö- mung/Bewegung der Transferluft im Siebgehäuse wirken die Fliehkräfte auf das Granulat und treiben bzw. befördern es nach oben. Hierdurch ist es vorteilhaft die Auslassöffnung für das gesiebte Granulat (Produkt) oberhalb der Einlassöff- nung für die Transferluft anzuordnen.

Zusätzlich ist vorzugsweise die Siebvorrichtung derart ausge staltet, dass das im Siebgehäuse angeordnete Sieb entspre chend der Bauform des Siebgehäuses ausgebildet ist. Hierdurch wird die produktberührte innere Oberfläche des Siebgehäuses reduziert, d. h. die möglichen Plätze für Anhaftungen bzw. Ablagerungen im Siebgehäuse werden miniert, so dass ein schneller und unproblematischer Transport des gesiebten Gra nulats gewährleistet wird.

In einer besonderen Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Sieb- Vorrichtung weist die Siebvorrichtung einen insbesondere im Siebgehäuse angeordneten Mahlkörper auf. Der Vorteil eines im Siebgehäuse angeordneten Mahlkörpers besteht darin, dass durch diesen das Granulat verbessert durch das Sieb gepresst werden kann. Durch den Mahlkörper wird also der Siebvorgang optimiert.

In einer diesbezüglich bevorzugten Ausführungsform der Sieb vorrichtung ist der im Siebgehäuse angeordnete Mahlkörper oberhalb des Siebs angeordnet. Der im Siebgehäuse angeordnete Mahlkörper ist rotierbar angeordnet, besonders bevorzugt ist der Mahlkörper über einen Motor, insbesondere einen Elektro motor oder dgl . , antreibbar. Hierdurch wird der Siebvorgang weiter optimiert.

Der im Siebgehäuse angeordnete Mahlkörper ist besonders be vorzugt entsprechend der Bauform des Siebs ausgebildet. Diese Anpassung des Mahlkörpers an die Form des Siebs verbessert die Durchführung des Siebvorgangs in deutlichem Umfang, da das zu siebende Granulat mittels des an die Form des Siebs angepassten Mahlkörpers unter einem kontinuierlichen und gleichbleibenden Druck durch das Sieb gedrückt wird.

In einer zusätzlichen bevorzugten Ausführungsform der erfin dungsgemäßen Siebvorrichtung weist die Siebvorrichtung eine Einlassöffnung für Transferluft auf, wobei die Einlassöffnung für Transferluft vorzugsweise an der Seitenwand des Siebge häuses, besonders bevorzugt tangential an der Seitenwand des Siebgehäuses, angeordnet ist. Als Transferluft werden gasför mige Medien, vorzugsweise Luft aber auch inerte Gase, be zeichnet. Durch die Zufuhr von Transferluft wird der Produkt transport verbessert. Zudem wird im Siebgehäuse der Siebvor richtung eine Luftströmung erzeugt, die Anhaftungen bzw. Ab lagerungen von Granulat an der inneren Oberfläche des Siebge häuses minimiert bzw. ganz verhindert. Insbesondere die vor zugsweise seitliche, besonders bevorzugt aber tangentiale An ordnung der Einlassöffnung für Transferluft erzeugt sehr gute Strömungsverhältnisse der Transferluft im Siebgehäuse zur Verhinderung der Anhaftungen bzw. Ablagerungen von Granulat und in Bezug auf den Granulattransport durch die Austritts öffnung .

Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfinde rischen Siebvorrichtung weist die Siebvorrichtung eine Rotor scheibe auf, die insbesondere zwischen dem im Siebgehäuse an geordneten Sieb und dem Boden des Siebgehäuses angeordnet ist und besonders bevorzugt zumindest teilweise konusförmig aus gebildet ist. Der Vorteil einer zwischen Sieb und Boden im Siebgehäuse angeordneten Rotorscheibe liegt darin, dass diese zum Schutz der Dichtung unterhalb des Siebes dient und um zu verhindern, dass Produkt auf dem Boden, d. h. auf der unteren horizontalen Ebene des Siebgehäuses, liegenbleibt, ist eine Rotorscheibe .

Besonders bevorzugt ist die Rotorscheibe auf einer über einen Motor antreibbaren Welle angeordnet, wodurch ein verbesserter Transfer des gesiebten Granulats sichergestellt wird.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand der beiliegenden Zeich nung näher erläutert. In dieser zeigen:

Figur 1 eine einfache schematische Darstellung eines prin zipiellen Aufbaus einer aus dem Stand der Technik bekannten Granulationslinie mit einer Siebvorrich tung am Austritt eines High-Shear Granulierers ,

Figur 2 einen Querschnitt einer Detailansicht einer aus dem

Stand der Technik bekannte Siebvorrichtung gemäß Ausschnitt A der Fig. 1,

Figur 3 einen Querschnitt eines ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Siebvorrichtung mit einer seitlich am Siebgehäuse angeordneten Austrittsöff nung für das Granulat und einer seitlich am Siebge häuse angeordneten Einlassöffnung für Transferluft,

Figur 4 einen Querschnitt eines zweiten Ausführungsbei

spiels einer erfindungsgemäßen Siebvorrichtung mit einer im Siebgehäuse angeordneten Rotorscheibe und einer seitlich am Siebgehäuse angeordneten Aus trittsöffnung für das Granulat gemäß Schnittebene X-X in Fig. 5,

Figur 5 eine Draufsicht auf das zweite Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Siebvorrichtung mit einer seitlich am Siebgehäuse angeordneten Austrittsöff nung für das Granulat und einer seitlich am Siebge häuse angeordneten Einlassöffnung für Transferluft,

Figur 6 einen Querschnitt einer schematischen Darstellung eines High-Shear Granulierers mit daran angeordne ter erfindungsgemäßer Siebvorrichtung, und

Figur 7 eine Draufsicht auf die in Fig. 5 gezeigte schema tische Darstellung einer an einem High-Shear

Granulierer angeordneten erfindungsgemäßen Siebvor richtung .

In der Fig. 1 wird eine einfache schematische Darstellung ei nes prinzipiellen Aufbaus einer aus dem Stand der Technik be kannten Granulationslinie 1 dargestellt. Um beispielsweise das feuchte Granulat aus einem High-Shear Granulierer 2 in einen Trockner 3 zu überführen ist ein Transfer des Granulats notwendig. Dieser Transfer wird derzeit entweder über eine Schwerkraftbeschickung des Trockners 3 oder über eine pneuma tische Förderung realisiert. Im Falle einer Schwerkraftbe schickung fällt das Granulat durch die eigene Masse getrieben in den Trockner 3. Diese Art der Beschickung erfordert jedoch eine große Bauhöhe und die räumliche Möglichkeit der Reali sierung der Granulationslinie 1. Bei der in Fig. 1 gezeigten Granulationslinie 1 ist zwischen dem High-Shear Granulierer 2 und dem Trockner 3 eine Siebvorrichtung 4 am Austritt des High-Shear Granulierers 2 gezeigt. Der Austritt der Siebvor richtung 4 ist mit dem Trockner 3 über eine flexible

Schlauchleitung 5 verbunden.

Fig. 2 zeigt einen Querschnitt einer Detailansicht einer aus dem Stand der Technik bekannten Siebvorrichtung 4 gemäß Aus schnitt A der Fig. 1 zur Durchführung eines Siebvorgangs von Granulat, insbesondere für einen einem Nassgranulationspro zess oder einem Trocknungsprozess in einer Wirbelschicht nachgeschalteten Siebvorgang.

Die Siebvorrichtung 4 umfasst ein einen Deckel 6 und eine Seitenwand 7 aufweisendes Siebgehäuse 8. Das Siebgehäuse 8 weist darüber hinaus zusätzlich eine im Deckel 6 des Siebge häuses 8 angeordnete Eintrittsöffnung 9 für das Granulat und eine am Siebgehäuse 8 angeordnete Austrittsöffnung 10 auf. Im Siebgehäuse 8 ist ein Sieb 11 zum Sieben des Granulats so an- geordnet, dass das über die Eintrittsöffnung 9 eintretende Granulat komplett durch das Sieb 11 aufgenommen wird. Im Siebgehäuse 8 ist dem Sieb 11 zudem ein auf einer Welle 12 über einen Motor M in Pfeilrichtung 13 rotierbar angetriebe ner Mahlkörper 14 zugeordnet. Um den Transfer des Granulats beispielweise in einen Trockner 3 nach dem Sieben zu gewähr leisten wird oberhalb und unterhalb des Siebs 11 der Siebvor richtung 4 über Einlassöffnungen Transferluft zugeführt. Die Zuführung von Transferluft zur Siebvorrichtung 4 wird ober halb des Siebes 11 über eine im Deckel 6 angeordnete erste Einlassöffnung 15 und über eine nach dem Sieb 11 angeordnete zweite Einlassöffnung 16 realisiert.

Das Granulat, das über die im Deckel 6 angeordnete Eintritts öffnung 9 in die Siebvorrichtung 4 entleert wird, wird durch den rotierenden Mahlkörper 14 durch die Maschen des Siebs 11 gepresst. Zu Beginn der Entleerung des Granulats des im Aus führungsbeispiel vorgeschalteten High-Shear Granulierers 2 wird das meiste Granulat auf einmal in das Sieb 11 der Sieb vorrichtung 4 entleert. Hierdurch kommt es vor und nach dem im Siebgehäuse 8 angeordneten Sieb 11 häufig zur Verblockung der Eintrittsöffnung 9 und der Austrittsöffnung 10 der Sieb vorrichtung 4. Die Verblockungen entstehen beispielsweise aufgrund von Anhaftungen bzw. Ablagerungen von Granulat an der von Granulat berührten inneren Oberfläche 17 des Siebge häuses 8, bevorzugt im konisch ausgebildeten Bereich 18 des Siebgehäuses 8, da der konisch ausgebildete Bereich 18 die für das Granulat vorhandene Durchtrittsfläche des Siebgehäu ses 8 hin zu der Austrittsöffnung 10 des Siebgehäuses 8 stark reduziert. Beispielsweise wird in realen Anwendungen der Durchmesser des Siebgehäuses 4 von 400 mm auf einen Durchmes ser der Austrittsöffnung 10 von 100 mm reduziert. Weiterhin bilden sich bei der aus dem Stand der Technik bekannten Aus gestaltung der Siebvorrichtung 4 meist verrundete Brocken von Granulat, die nicht durch das Sieb 11 befördert werden können und somit als Verlust im Sieb 11 verbleiben.

In Fig. 3 ist ein Querschnitt eines ersten Ausführungsbei- spiels einer erfindungsgemäßen Siebvorrichtung 104 mit einer seitlich am Siebgehäuse 108 angeordneten Austrittsöffnung 110 für das zu siebende Granulat und einer seitlich am Siebgehäu se 108 angeordneten Einlassöffnung 116 für Transferluft abge bildet . Die erfindungsgemäße Siebvorrichtung 104 für die Durchführung eines Siebevorgangs von Granulat, insbesondere für einen ei nem Nassgranulationsprozess oder einem Trocknungsprozess in einer Wirbelschicht nachgeschalteten Siebvorgang, gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel umfasst ein einen Boden 119, einen Deckel 106 und eine Seitenwand 107 aufweisendes Siebgehäuse 108. Zusätzlich weist die Siebvorrichtung 104 eine am Siebge häuse 108 angeordnete Eintrittsöffnung 109, eine am Siebge häuse 108 angeordnete Austrittsöffnung 110, ein im Siebgehäu se 108 angeordnetes Sieb 111 und einen im Siebgehäuse 108 an geordneten Mahlkörper 114 auf, wobei die am Siebgehäuse 108 angeordnete Austrittsöffnung 110 in der einteilig ausgeführ- ten Seitenwand 107 des Siebgehäuses 108, besonders bevorzugt tangential an der Seitenwand 107 des Siebgehäuses 108, ange ordnet ist. Während der Produktfluss nach der im Stand der Technik bekannten Siebvorrichtung von oben nach unten erfolg- te, wird in der erfindungsgemäßen neuen Geometrie der Sieb vorrichtung 104 das gesiebte Granulat durch die an der Sei tenwand 107 des Siebgehäuses 108 angeordneten Austrittsöff nung 110 abgesaugt.

Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 weist das Siebgehäuse 108 eine zylindrische, über seine gesamte Bauhöhe H konische, sich vom Deckel 106 zum Boden 118 des Siebgehäuses 108 ver jüngende Bauform auf. Andere Ausgestaltungen der Bauform sind denkbar. Die Seitenwand 107 ist im ersten Ausführungsbeispiel einteilig als konisch ausgeformte Seitenwand 107 ausgeführt. Die Seitenwand 107 kann aber auch mehrteilig, d. h. zumindest zwei Seitenwandabschnitte aufweisend, ausgeführt sein. Außer dem können auch mehrere Eintrittsöffnungen 109 und Austritts öffnungen 110 am Siebgehäuse 108 angeordnet sein. Die Anzahl, Lage und/oder Geometrie der Eintrittsöffnungen 109 ist varia- bei. In Bezug auf die Austrittsöffnungen 110 ist zumindest die Anzahl und/oder die Geometrie variabel. Die Lage der Aus- trittsöffnungen 110 ist zumindest dahingehend eingeschränkt, dass mindestens eine der Austrittsöffnungen 110 seitlich am Siebgehäuse 108 angeordnet ist. Die in Fig. 3 gezeigte Siebvorrichtung 104 umfasst zudem ei nen auf einer, vorzugsweise über einen Motor M, besonders be vorzugt über einen Elektromotor oder dgl . , in Pfeilrichtung 113 rotierbar angetriebenen Welle 112 gelagerten Mahlkörper 114. Der Mahlkörper 114 ist dem Sieb 111 in seiner Form ange passt, so dass das Granulat verbessert unter kontinuierlich gleichbleibendem Druck vom Mahlkörper 114 durch die Maschen des Siebs 111 pressbar ist. Für einen zusätzlich verbesserten Transfer des zu siebenden Granulats durch die das Sieb 111 aufweisende Siebvorrichtung 104 wird der Siebvorrichtung 104 Transferluft über die Einlassöffnung 116 zu geführt. Im Aus- führungsbeispiel ist eine Einlassöffnung 116 an der Seiten wand 107 des Siebgehäuses 108 angeordnet. Die Einlassöffnung 116 ist auch in Anzahl, Lage und/oder Geometrie variabel aus führbar. Vorzugsweise ist die Einlassöffnung der Transferluft 116 unterhalb der Auslassöffnung 110 für das gesiebte Granu- lat (Produkt), also genau umgekehrt wie in Fig. 3 darge stellt, seitlich am Siebgehäuse 108 angeordnet. Durch die tangentiale Bewegung der Luft wirken die Fliehkräfte auf das Granulat und treiben bzw. befördern es nach oben in Richtung der vorzugsweise oberhalb Einlassöffnung der Transferluft 116 angeordneten der Auslassöffnung 110.

Die Geometrie von Siebgehäuse 108, Sieb 111 und/oder Mahlkör per 114 sind vorzugsweise, wie auch im ersten Ausführungsbei spiel ausgeführt, aufeinander abgestimmt, um den Siebvorgang weiter zu optimieren. Durch die Abstimmung der unterschiedli- chen Geometrien aufeinander wird neben einer Reduktion der Bauhöhe durch Verzicht auf einen zusätzlichen Saugschuh auch die innere freie Oberfläche der Siebvorrichtung, insbesondere des Siebgehäuses, minimiert.

Das Granulat tritt im in Fig. 3 gezeigten ersten Ausführungs- beispiel über die Eintrittsöffnung 109 in die Siebvorrichtung 104 ein. Aufgrund der aufeinander abgestimmten Geometrien von Siebgehäuse 108, Sieb 111 und Mahlkörper 114 bilden sich we nige Anhaftungen bzw. Ablagerungen, da die vom Granulat wäh rend des Siebvorgangs berührte innere Oberfläche 117 minimal ist. Zusätzlich bilden sich in Umfangsrichtung des Siebgehäu ses 108 weniger Granulatanhaftungen bzw. -ablagerungen oder werden schneller über die Austrittsöffnung 110 weitertrans portiert, da durch die seitlich über die Einlassöffnung 116 einströmende Transferluft in Verbindung mit der minimalen be rührten inneren Oberflächen 117 optimierte Strömungsverhält- nisse im Siebgehäuse 108 herstellbar sind. Das gesiebte Gra nulat wird durch die an der Seitenwand 107 des Siebgehäuses 108 angeordnete Austrittsöffnung 110 abgesaugt.

Fig. 4 zeigt einen Querschnitt eines zweiten Ausführungsbei spiels einer erfindungsgemäßen Siebvorrichtung 204 mit einer im Siebgehäuse 208 angeordneten Rotorscheibe 220 und einer seitlich am Siebgehäuse 208 angeordneten Austrittsöffnung 210 für das Granulat gemäß Schnittebene X-X in Fig. 5.

Auch das zweite erfindungsgemäße Ausführungsbeispiel umfasst wie auch das erste Ausführungsbeispiel ein einen Boden 219, einen Deckel 206 und eine Seitenwand 207 aufweisendes Siebge häuse 208. Die Siebvorrichtung 204 weist zudem zusätzlich ei ne am Siebgehäuse 208 angeordnete Eintrittsöffnung 209 für das Granulat, eine am Siebgehäuse 208 angeordnete Austritts öffnung 210 für das gesiebte Granulat (Produkt) , ein im Sieb- gehäuse 208 angeordnetes Sieb 211 und einen im Siebgehäuse 208 dem Sieb 211 zugeordneten Mahlkörper 214 auf, wobei die am Siebgehäuse 208 angeordnete Austrittsöffnung 210 für das gesiebte Granulat in der Seitenwand 207 des Siebgehäuses 208 angeordnet ist, besonders bevorzugt tangential zur Seitenwand 207 des Siebgehäuses 208. Der dem Sieb 211 zugeordnete Mahl körper 214 ist an einer über einen Motor M, vorzugsweise ein Elektromotor oder dgl . , in Pfeilrichtung 213 rotierbar ange triebenen Welle 212 angeordnet. Der Mahlkörper 214 ist ober halb des Siebs 211 im Siebgehäuse 208 angeordnet, wodurch das zu siebende Granulat kontinuierlich mit konstanten Druck durch das Sieb 211 gepresst wird. Auch die Siebvorrichtung 204 des zweiten Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 4 weist eine hier nicht gezeigte Einlassöffnung 216 für Transferluft auf.

Die zum ersten erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel getroff enen Ausführungen in Bezug auf die Seitenwände, Einlass, Ein- ritts- und Austrittsöffnungen usw. sind auf das zweite erfin dungsgemäße Ausführungsbeispiel in gleichem Maße übertragbar.

Die erfindungsgemäße Siebvorrichtung 204 gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel weist eine zylindrische Bauform des Sieb gehäuses 208 auf, wobei die Bauform des Siebgehäuses 208 der Siebvorrichtung 204 über der Bauhöhe H des Siebgehäuses 208 konisch vom Deckel 206 zum Boden 219 verjüngend ausgestaltet ist. Das in dem Siebgehäuse 208 der Siebvorrichtung 204 ange ordnete Sieb 211 ist der Bauform des Siebgehäuses 208 ent sprechend ausgebildet. Zudem ist der im Siebgehäuse 208 der Siebvorrichtung 204 angeordnete Mahlkörper 214 der Bauform des Siebs 211 entsprechend ausgebildet. Hierdurch sind Sieb gehäuse 208, Sieb 211 und Mahlkörper 214 optimal aufeinander abgestimmt .

Im Gegensatz zur Siebvorrichtung 104 des ersten Ausführungs- beispiels weist die Siebvorrichtung 204 zusätzlich eine Ro torscheibe 220 auf. Die Rotorscheibe 220 ist hierbei zwischen dem Sieb 211 und dem Boden 219 des Siebgehäuses 208 der Sieb vorrichtung 204 angeordnet. Die Rotorscheibe 220 ist auf ei ner über den Motor M antreibbaren Welle 212 angeordnet. Somit sind Rotorscheibe 220 und Mahlkörper 2014 auf einer Welle 212 gelagert und werden immer mit derselben Rotationsgeschwindig keit angetrieben. Es ist zudem denkbar, dass die Rotorscheibe 220 und der Mahlkörper 214 des Siebes 211 unabhängig vonei nander, beispielsweise über jeweils über einen separaten Mo- tor, insbesondere einen Elektromotor oder dgl . , antreibbar sind. Hierbei sind die Rotorscheibe 220 und der Mahlkörper 214 auf verschiedenen Wellen angeordnet. Vorzugsweise ist die Rotorscheibe 220 der Siebvorrichtung 204 zumindest teilweise konusförmig ausgebildet. Die Anordnung der Rotorscheibe 220 dient zum Schutz der Dichtung unterhalb des Siebes 211 und um zu verhindern, dass Produkt auf dem Boden 219 liegenbleibt und nicht weiter Richtung der Absaugung der Austrittsöffnung 210 transportiert wird. Hierdurch wird ein noch besserer und vollständiger Transfer des Produkts erzielt und Anhaftungen bzw. Ablagerungen des Granulats im Bereich des Bodens 211 des Siebgehäuses 208 sowie der Seitenwand 207 des Siebgehäuses 208 minimiert.

Eine weitere Verbesserung des Produkttransfers wird dadurch erreicht, dass die hier nicht gezeigte Einlassöffnung 216 für Transferluft an der Seitenwand 207 des Siebgehäuses 208 ange ordnet ist, vorzugsweise ist die hier nicht gezeigte Einlass öffnung 216 für Transferluft tangential an der Seitenwand 207 des Siebgehäuses 208 angebracht.

In Fig. 5 ist eine Draufsicht auf das zweite Ausführungsbei- spiel der erfindungsgemäßen Siebvorrichtung 204 mit einer seitlich am Siebgehäuse 208 angeordneten Austrittsöffnung 210 für das Granulat und einer Einlassöffnung 216 für Transfer luft abgebildet. Der über eine von einem Motor M angetriebene auf einer Welle 212 angeordnete Mahlkörper 214 ist oberhalb des Siebes 211 im Siebgehäuse 208, das einen hier nicht ge zeigten Deckel 206 und einen nicht dargestellten Boden 219 sowie eine Seitenwand 207 aufweist, angeordnet und befindet sich in der Schnittebene X-X. Von der Schnittebene X-X seit lich versetzt ist die Einlassöffnung 216 für die Transferluft an der Seitenwand 207 des Siebgehäuses 208 angeordnet. Durch die Rotation des Mahlkörpers 214 in Pfeilrichtung 213 wird das Granulat durch das Sieb 211 gepresst bzw. gedrückt. Optimiert wird der Siebvorgang durch die in die Einlassöff nung 216 eintretende Transferluft. Die Kombination aus rotie- rendem Mahlkörper 214 und Transferluft ergibt einen verbes serten Siebprozess des Granulats.

Fig. 6 zeigt einen Querschnitt einer schematischen Darstel lung eines Teils eines High-Shear Granulierers 2 mit einem dritten Ausführungsbeispiel einer am High-Shear Granulierer 2 angeordneten erfindungsgemäßen Siebvorrichtung 304. Die Ein lassöffnung 316 für die Transferluft ist tangential am zy lindrischen Siebgehäuse 308 der Siebvorrichtung 304 angeord net. Ebenfalls tangential ist auch die Austrittsöffnung 310 am zylindrischen Siebgehäuse 308 der Siebvorrichtung 304 an- geordnet. Die Einlassöffnung 316 liegt im Ausführungsbeispiel in der horizontalen Schnittebene Y-Y durch die Siebvorrich tung 304, die Austrittsöffnung 310 liegt im dritten Ausfüh rungsbeispiel in der ebenfalls horizontalen Schnittebene Z-Z durch die Siebvorrichtung 304. Im dritten Ausführungsbeispiel sind die horizontalen Schnittebenen Y-Y und Z-Z über der Bau höhe H des Siebgehäuses 308 der Siebvorrichtung 304 zueinan der versetzt. Ein solcher Versatz zwischen den Schnittebenen Y-Y und Z-Z ist jedoch nicht zwingend erforderlich. Die

Transferluft wird im dritten Ausführungsbeispiel dem Siebge- häuse 308 der Siebvorrichtung 304 durch die Einlassöffnung

316 zugeführt und liegt im Vergleich zum Austritt des gesieb ten Granulats durch die Austrittsöffnung 310 des Siebgehäuses 308 der Siebvorrichtung 304 an einer in x-Richtung höher ge legenen Position des Siebgehäuses 308 der Siebvorrichtung 304. Die zum ersten erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel getroff enen Ausführungen in Bezug auf die Seitenwände, Einlass, Ein ritts- und Austrittsöffnungen usw. sind auf das dritte erfin dungsgemäße Ausführungsbeispiel in gleichem Maße übertragbar. Das Granulat tritt vom High-Shear Granulierer 2 kommend in die Siebvorrichtung 304 ein und wird von einem hier nicht dargestellten Mahlkörper 314 durch das Sieb 311 mit kontinu ierlich über dem Sieb 311 verteiltem konstantem Druck ge drückt. Durch die im oberen Bereich des Siebgehäuses 308 tan- gential zur Seitenwand 307 des Siebgehäuses 308 angeordnete Einlassöffnung 316 tritt zusätzlich Transferluft in das Sieb gehäuse 304 der Siebvorrichtung 308 ein und es wird eine ent gegen der x-Richtung spiralförmig abwärts verlaufende Luft strömung innerhalb des zylindrischen Siebgehäuses 308 der Siebvorrichtung 304 erzeugt. Diese Luftströmung transportiert auf dem Weg durch das Siebgehäuse 308 beispielweise an dem Siebgehäuse 308 anhaftendes bzw. abgelagertes Granulat mit in Richtung Austrittsöffnung 310 und verhindert somit eine Verb lockung der Siebvorrichtung 304 durch das Granulat selbst. Durch die tangential an der Seitenwand 307 des Siebgehäuses 308 angeordnete Austrittsöffnung 310 wird zudem für eine op timale Absaugung der des Granulats und der Transferluft ge währleistet .

In Fig. 7 wird eine Draufsicht auf die in Fig. 6 gezeigte schematische Darstellung einer an einem High-Shear

Granulierer 2 angeordneten erfindungsgemäßen Siebvorrichtung 304 gemäß drittem Ausführungsbeispiel gezeigt. Hierbei ist ersichtlich, dass die Einlassöffnung 316 für Transferluft und die Austrittsöffnung 310 für das Produkt auf der gleichen Seite des Siebgehäuses 308 angeordnet sind. Darüber hinaus verlaufen sowohl die Einlassöffnung 316 als auch die Aus- trittsöffnung 310 tangential zum Seitenwand 307 des Siebge häuses 308 der Siebvorrichtung 304.

Bei jeder der verwendeten Geometrie der erfindungsgemäßen Siebvorrichtungen 104, 204 und 304 ist es ausreichend die Transferluft, vorzugsweise über eine tangential an der Sei tenwand 107, 207 oder 307 angeordnete Austrittsöffnung 110, 210 oder 310 anzusaugen und dadurch einen schnellen und si cheren Produkttransfer zu erreichen.