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Title:
FILTER ELEMENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/082799
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a filter element (3) designed as a replacement element, of which the filter medium (59), which is formed as a hollow body and extends between two closure parts, in particular in the form of end caps (13, 19), is pleated with individual filter folds (66), characterized in that the filter medium (59) comprises a filter material (61) made of cellulose.

Inventors:
HEGMANN, Martin (Blumenstraβe 22, Gersheim, 66453, DE)
SCHUNK, Andreas (Kastanienweg 2, Waldmohr, 66914, DE)
Application Number:
EP2017/001201
Publication Date:
May 11, 2018
Filing Date:
October 11, 2017
Export Citation:
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Assignee:
HYDAC FILTER SYSTEMS GMBH (Industriegebiet, Sulzbach/Saar, 66280, DE)
International Classes:
B01D36/00; B01D29/11; B01D29/21; B01D29/58; B01D39/16
Foreign References:
DE102014010196A12016-01-14
DE102012022285A12014-05-15
DE102015005562A12015-11-05
US20080245719A12008-10-09
DE102009006586A12010-06-17
GB880537A1961-10-25
DE2436080A11975-05-22
US3313417A1967-04-11
US2387368A1945-10-23
US2801009A1957-07-30
US20160023149A12016-01-28
EP2609966A12013-07-03
DE102011119868A12013-06-06
Attorney, Agent or Firm:
BARTELS UND PARTNER (Patentanwälte, Lange Strasse 51, Stuttgart, 70174, DE)
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e Filterelement (3), das als Austauschelement konzipiert ist, dessen als Hohlkörper ausgebildetes und sich zwischen zwei Abschlussteilen, insbesondere in Form von Endkappen (13, 19), erstreckendes Filtermedium (59) plissiert mit einzelnen Filterfalten (66) ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Filtermedium (59) ein Filtermaterial (61 ) aus Cellulose aufweist.

Filterelement nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das den Hohlkörper bildende plissierte Filtermedium (59) an seinen beiden einander benachbart zugewandten Längsrändern über eine Schweiß- und/oder Klebstoffverbindung fest verbunden ist.

Filterelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das aus Cellulose bestehende Filtermaterial (61 ) mit einer gleichförmigen Dicke von mehr als 2 mm gleich hohe Filterfalten (66) aufweist, die, mit tal- und gipfelseitig gleichen Biege- oder Faltradien versehen, unter Auslassen der Schweiß- und/oder Klebstoffverbindung einstückig ineinander übergehen.

Filterelement nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Biegeradien auf der Tal- und der Gipfelseite aller Falten (66) gleich sind und dass das zum Hohlkörper geformte Filtermaterial (61 ) mit einzelnen Filterfalten (66) spitz aufeinander zulaufende Fluidräume (67) begrenzt.

Filterelement nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das aus Cellulose bestehende Filtermedium (59) dem Abtrennen von Wasser aus Hydraulikölen dient und Wassertropfen im Wasser-Öl-Gemisch vom Volumen her vergrößert, die auf- grund des Dichteunterschieds zwischen Wasser und Öl unter der Wirkung der Schwerkraft absinken.

Filterelement nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das aus Cellulose bestehende Filtermedium (59) zumindest auf einer seiner Seiten, wie der Filtrat- und der Unfiltratse te, mit mindestens einer Schutzlage, wie einem Vlies oder Gewebe, versehen ist, das dem Faltenverlauf nachfolgt.

Filterelement nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das aus Cellulose bestehende Filtermedium (59) von einem Partikelfilter (69) umfasst ist.

Filterelement nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Partikelfilter (69) ein weiteres plissiertes Filtermedium aufweist, dessen Filterfaiten eine größere Packungsdichte aufweisen und eine größere Faltenhöhe besitzen als die Filterfalten (66) des einen Filtermediums (59) aus Cellulosematerial.

Filterelement nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den beiden Filtermedien (59, 69) ein flu- iddurchlässiges Stützrohr (71 ) angeordnet ist, und vorzugsweise ist auch auf der von diesem abgewandten Seite des Cellulose- Filtermediums (59) ein weiteres Stützrohr (63) angeordnet.

Filterelement nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden einander gegenüberliegenden Endkappen (13, 19) als Abschlussteile zwischen sich die beiden als Hohlzylinder ausgebildeten Hohlkörper der beiden Filtermedien (59, 69) aufnehmen und dass der Partikelfilter (69) den Cellulosefilter (59) vorzugsweise auf dessen Abströmseite umfasst.

1 1 . Vorrichtung zur austauschbaren Aufnahme eines Filterelements (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit einem Filtergehäuse (1 ), das einen Aufnahmeraum für das Filterelement (3) mit mehreren Fluidanschlussstellen (41 , 45, 47) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmeraum zumindest teilweise von einer Aufnahmestange (31 ) durchgriffen ist, auf die zentrisch das Filterelement (3) aufsetzbar ist, das über seine eine Endkappe (19) und eine zusätzliche Festlegeeinrichtung (35, 39) an der Stange (31 ) festlegbar ist.

Vorrichtung nach Anspruch 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass im montierten Zustand des Filterelements (3) auf der Aufnahmestange (31 ) im Gehäuse (1 ) eine jede Endkappe (13, 19) über einen Abstandshalter (27) mit Dichtfunktion einmal an der Festlegeeinrichtung (35, 39) und einmal an einem Zwischenboden (1 1 ) des Gehäuses (1 ) gelagert ist.

Vorrichtung nach Anspruch 1 1 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Durchströmung des Filterelements (3) von außen oder innen nach innen bzw. nach außen der Zwischenboden (1 1 ) nebst dem Filterelement (3) einen Wassersammei räum (43, 53) mit Öl- und Wasser-Fluidanschlussstellen (45, 47) auf der Reinseite von einem Un- filtratraum trennt mit einer Fluidanschlussstelle (41 , 47) für die Zufuhr des Öl-Wasser-Gemisches auf der Unfiltratseite des Filterelements (3).

14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 1 bis 1 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (1 ) als Einbauteil in einen Fluidtank konzipiert und zur Umgebung hin mittels eines abnehmbaren Gehäusedeckels (9) verschlossen ist. Verfahren zum Herstellen eines Filtermediums (59) aus Cellulose für ein Filterelement (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 mit mindestens den folgenden Herstellschritten:

Anfeuchten einer eben verlaufenden Filtermatte (75) aus Cellulo- sematerial,

Plissieren der angefeuchteten Filtermatte mittels einer Faltmaschine (81 , 83),

Bilden eines vorzugsweise zylindrischen Hohlkörpers,

Verbinden der beiden Längsseiten des Hohlkörpers mittels eines Schweiß- und/oder Klebeverfahrens, und

Trocknen des Filtermediums (59) aus Cellulose.

Verfahren nach Anspruch 1 5, dadurch gekennzeichnet, dass es um die folgenden Herste II schritte ergänzt ist:

Anbringen einer Lage, vorzugsweise aus Vlies oder Gewebe auf einer vorzugsweise auf beiden Seiten der ebenen Cellulose- Filtermatte (75) und

Einfalten der jeweils weiteren Lage zusammen mit der Filtermatte (75) mittels der Faltmaschine (81 , 83).

Description:
Filterelement

Die Erfindung betrifft ein Filterelement, das als Austauschelement konzipiert ist, dessen als Hohlkörper ausgebildetes und sich zwischen zwei Abschlussteilen, insbesondere in Form von Endkappen, erstreckendes Filtermedium plissiert mit einzelnen Filterfalten ausgebildet ist. Ferner bezieht sich die Erfindung auf eine Vorrichtung zur austauschbaren Aufnahme eines solchen Filterelements und auf ein Verfahren zum Herstellen eines Filtermediums aus Cellulose für ein derartiges Filterelement.

Filterelemente dieser Art sind Stand der Technik. Solche Filterelemente fin- den weit verbreitete Anwendung in Hydrauliksystemen unterschiedlichster Auslegung, um durch Abreinigungen von Fremdstoffbelastungen aus dem Hydraulikfluid die Betriebssicherheit betreffender Systeme zu gewährleisten. Derartige Filterelemente kommen auch mit Vorteil in Kraftstoffversorgungssystemen zum Einsatz. So zeigt beispielhaft die DE 10 201 1 1 19 868 A1 eine Filtervorrichtung für mit Wasserbeimengungen belastete Fluide, wie Dieselkraftstoff, mit einem Filterelement, das in einem Filtergehäuse von der Rohseite zur Reinseite hin vom betreffenden Fluid durchströmbar ist und für eine mehrstufig erfolgende Filtration und Wasserabscheidung mindestens je ein vorrangig wasserabscheidend wirksames Filtermaterial und ein vorrangig partikuläre Verschmutzungen rückhaltendes Filtermaterial aufweist, wobei eine das abgeschiedene Wasser aufnehmende Wasser- Sammeleinrichtung vorhanden ist, und als vorrangig wasserabscheidend wirksames Filtermaterial dient ein Koaleszier-Filtermedium.

Aber auch Fluide wie Hydrauliköle weisen häufig emulgierte Wasserbe- standteile auf, die bei Filtration zumindest teilweise abzutrennen wären. Übliche Filterelemente mit dem Stand der Technik entsprechender Bauweise werden dieser Forderung häufig nicht in ausreichendem Maße gerecht.

Im Hinblick auf diese Problematik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrun- de, ein Filterelement zur Verfügung zu stellen, das bei der Filtration von Fluiden mit einer Öl-Wasser-Emulsion eine besonders effektive Abtrennung von Wasser ermöglicht, das funktionssicher arbeitet und das kostengünstig herstellbar ist. Erfindungsgemäß ist diese Aufgabe durch ein Filterelement gelöst, das die Merkmale des Patentanspruchs 1 in seiner Gesamtheit aufweist.

Gemäß dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 besteht eine wesentliche Besonderheit der Erfindung darin, dass das Filtermedium ein Filtermate- rial aus Cellulose aufweist. Bei der Durchströmung mit dem Fluid wirken die Cellulosefasern koaleszierend, wodurch sich aus dem Wasseranteil der Emulsion vergrößerte Tropfen bilden, die aufgrund des Dichteunterschiedes von Wasser und Öl nach unten absinken, so dass es zu einer Abtrennung vom weniger dichten Medium kommt. Es hat sich in praktischen Versuchen herausgestellt, dass ein dahingehendes Filterelement funktionssicher die angesprochene Wasser-Abtrennung vornimmt und darüber hinaus kostengünstig in der Herstellung ist. Aufgrund der Plissierung des Filtermediums unter Bildung von einzelnen Filterfalten wird die Filteroberfläche deutlich vergrößert, so dass in besonders effektiver Weise die angesprochene Ab- trennung und mithin mit hohem Wirkungsgrad veranlasst ist. Dies hat so keine Entsprechung im Stand der Technik. Vorzugsweise ist das den Hohlkörper bildende plissierte Filtermedium an seinen beiden einander benachbart zugewandten Längsrändern über eine Schweiß- und/oder Klebstoffverbindung fest verbunden. Die Seitengeome- trie ist durch den festen Verbund bleibend gesichert.

Bei besonders vorteilhaften Ausführungsbeispielen weist das aus Cellulose bestehende Filtermedium mit einer gleichförmigen Dicke von mehr als 2 mm gleich hohe Filterfalten auf, die, mit tal- und gipfelseitig gleichen Bie- ge- oder Faltradien versehen, unter Auslassen der Schweiß- und/oder Klebstoffverbindung einstückig ineinander übergehen. Bei dieser gleichförmigen Dicke und der gleichförmigen Faltengeometrie ist eine starke Koaleszier- wirkung erreichbar, was eine besonders effektive Wasserabscheidung ermöglicht.

Mit Vorteil kann die Anordnung so getroffen sein, dass die Biegeradien auf der Tal- und der Gipfelseite aller Falten gleich sind und dass das zum Hohlkörper geformte Filtermedium mit einzelnen Filterfalten spitz aufeinander zulaufende Fluidräume begrenzt. Die Aufeinanderfolge der so gebildeten Fluidräume begünstigt die Anströmung des Cellulosematerials an möglichst großer freiliegender Filteroberfläche.

Das aus Cellulose bestehende Filtermedium kann mit besonderem Vorteil dem Abtrennen von Wasser aus Hydraulikölen dienen, wobei das Filterme- dium die Wassertropfen im Wasser-Öl-Gemisch vom Volumen her vergrößert, die aufgrund des Dichteunterschieds zwischen Wasser und Öl unter der Wirkung der Schwerkraft absinken, wobei durch Schwerkrafteinfluss ein Trennvorgang stattfindet. Bei besonders vorteilhaften Ausführungsbeispielen ist das aus Cellulose bestehende Filtermedium zumindest auf einer seiner Seiten, wie der Filtrat- und der Unfiltratseite, mit mindestens einer Schutzlage, wie einem Vlies oder Gewebe, versehen, das dem Faltenverlauf nachfolgt. Dadurch ist das Cellulosematerial von beiden Seiten her gegen Beschädigungen geschützt. Bei einem schützenden Gewebe kann es sich mit Vorteil um ein feines Me- tallgitter handeln, wie es bei dem Stand der Technik entsprechenden Filterelementen bei einem sog. Mesh-Pack vorgesehen ist.

Mit besonderem Vorteil kann die Anordnung so getroffen sein, dass das aus Cellulose bestehende Filtermedium von einem Partikelfilter umfasst ist. Dieses kann beim Filtrationsvorgang die Funktion eines Vorfilters wahrnehmen.

Dabei kann die Anordnung mit Vorteil derart getroffen sein, dass der Partikelfilter ein weiteres plissiertes Filtermedium aufweist, dessen Filterfalten eine größere Packungsdichte aufweisen und eine größere Faltenhöhe besitzen als die Filterfalten des einen Filtermediums aus Cellulosematerial. Das Partikelfilter kann in der bei derartigen Filtermedien üblichen Weise aus mehreren Materiallagen aufgebaut sein. Bei vorteilhaften Ausführungsbeispielen ist zwischen den beiden Filtermedien ein fluiddurchlässiges Stützrohr angeordnet, und vorzugsweise ist auch auf der von diesem abgewandten Seite des Cellulosefilters ein weiteres Stützrohr angeordnet. Zwischen den Endkappen verlaufende Stützrohre erhöhen die Festigkeit der Baueinheit des Filterelements.

In vorteilhafter Weise können dabei die beiden einander gegenüberliegenden Endkappen als Abschlussteile zwischen sich die beiden als Hohlzylinder ausgebildeten Hohlkörper der beiden Filtermedien aufnehmen, wobei der Partikelfilter den Cellulosefilter vorzugsweise auf dessen Abströmseite umfasst. Gegenstand der Erfindung ist auch eine Vorrichtung zur austauschbaren Aufnahme eines Filterelements nach einem der Patentansprüche 1 bis 10, wobei die Vorrichtung die Merkmale des Patentanspruchs 1 1 in seiner Gesamtheit aufweist. Demgemäß weist die Vorrichtung ein Filtergehäuse mit einem Aufnahmeraum für das Filterelement mit mehreren Fluidanschluss- stellen auf und ist dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmeraum zumindest teilweise von einer Aufnahmestange durchgriffen ist, auf die zentrisch das Filterelement aufsetzbar ist, das über seine eine Endkappe und eine zusätzliche Festlegeeinrichtung an der Stange festlegbar ist. Dadurch, dass für das Filterelement eine zentrale Halterung mit zentral gelegener innerer Haltestange und zugeordneter Festlegeeinrichtung vorgesehen ist und daher keine über den Außenumfang des Filterelements auskragenden Haltemittel für das Filterelement vorhanden sind, ist eine platzsparende Bauweise des Filtergehäuses ermöglicht.

Mit Vorteil kann hierbei die Anordnung so getroffen sein, dass im montierten Zustand des Filterelements auf der Aufnahmestange im Gehäuse eine jede Endkappe über einen Abstandshalter mit Dichtfunktion einmal an der Festlegeeinrichtung und einmal an einem Zwischenboden des Gehäuses gelagert ist. Dadurch übernimmt die Festlegeeinrichtung die zusätzliche Abdichtung der Filtratseite im Filtergehäuse.

Bei einer Durchströmung des Filterelements von außen oder innen nach innen bzw. nach außen kann der Zwischenboden nebst dem Filterelement einen Wassersammeiraum mit Öl- und Wasser-Fluidanschlussstellen auf der Reinseite von einem Unfiltratraum trennen, der eine Fluidanschlussstelle für die Zufuhr des Öl-Wasser-Gemisches auf der Unfiltratseite des Filterelements aufweist. Mit Vorteil kann das Gehäuse als Einbauteil in einen Fluidtank konzipiert und zur Umgebung hin mittels eines abnehmbaren Gehäusedeckels verschlossen sein. Gemäß dem Patentanspruch 1 5 ist Gegenstand der Erfindung auch ein Verfahren zum Herstellen eines Filtermediums aus Cellulose für ein Filterelement nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei das Verfahren mindestens folgende Herstellschritte umfasst:

Anfeuchten einer eben verlaufenden Filtermatte aus Cellulose- material,

Plissieren der angefeuchteten Filtermatte mittels einer Faltmaschine, Bilden eines vorzugsweise zylindrischen Hohlkörpers,

Verbinden der beiden Längsseiten des Hohlkörpers mittels eines Schweiß- und/oder Klebeverfahrens, und

- Trocknen des Filtermediums aus Cellulose.

Gemäß dem Patentanspruch 16 sind für das Verfahren folgende ergänzende Herstellschritte vorgesehen:

Anbringen einer Lage, vorzugsweise aus Vlies oder Gewebe, auf einer, vorzugsweise auf beiden Seiten der ebenen Cellulose-

Filtermatte und

Einfalten der jeweils weiteren Lage zusammen mit der Filtermatte mittels der Faltmaschine.

Nachstehend ist die Erfindung anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen im Einzelnen erläutert.

Es zeigen: einen Längsschnitt eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung, die zur Aufnahme eines erfindungsgemäßen Filterelements vorgesehen ist; einen Längsschnitt eines abgewandelten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung; einen Längsschnitt des gesondert dargestellten Filterelements gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung; einen Horizontalschnitt des Ausführungsbeispiels des Filterelements; einen vergrößert gezeichneten Teilausschnitt des in Fig. 4 mit V bezeichneten kreisförmig eingehüllten Bereichs; und eine abgebrochen und schematisch vereinfachte perspektivische Schrägansicht eines Teils einer Falteinrichtung zur Herstellung des Filtermediums aus Cellulose gemäß dem erfindungsgemäßen Herstellverfahren.

In den Fig. 1 und 2 ist ein Filtergehäuse als Ganzes mit 1 bezeichnet, das zur Aufnahme eines Filterelements 3 gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung vorgesehen ist. Das Filtergehäuse 1 weist ein Hauptteil 5 in Form eines Hohlzylinders auf, das an dem in den Figuren unteren Ende durch ein Bodenteil 7 verschlossen ist, das mit dem Hauptteil 5 verschweißt ist. Am oberen Ende ist das Filtergehäuse 1 durch einen Gehäusedeckel 9 geschlossen, der für Einbau und Ausbau des Filterelements 3 abnehmbar ist. Bei einem Einbau der Filtervorrichtung in einen Fluidtank, beispielsweise in einen Vorratstank für Hydraul iköl, kann der Gehäusedeckel 9 den Ver- schluss für eine Tanköffnung bilden. Durch das Bodenteil 7 ist innerhalb des Aufnahmeraums ein Zwischenboden 1 1 gebildet, auf dem das in den Aufnahmeraum eingesetzte Filterelement mit seinem unteren Abschlussteil gelagert ist. Dieses ist durch eine übliche, aus Kunststoffmaterial bestehende Endkappe 1 3 gebildet, die eine zentrale Öffnung 1 5 als Zugang zum inneren Filterhohlraum 1 7 des Filterelements 3 aufweist. Als oberes Abschlussteil ist eine der unteren Endkappe 1 3 entsprechende obere Endkappe 19 vorgesehen, die ebenfalls eine zentrale Öffnung 21 besitzt. Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel, das für eine Durchströmung des Filterelements 3 von dessen Außenseite her zum inneren Filterhohlraum 1 7 hin vorgesehen ist, besitzt der Zwischenboden 1 1 als Lagerfläche für das Filterelement 3 eine ebene Wand 23, die sich von Außenumfang zu Außenumfang durchgehend erstreckt und eine zentrale Durch- gangsöffnung 25 aufweist, die mit der Öffnung 15 des aufgesetzten Filterelements 3 fluchtet. Auf der Wand 23 ist die untere Endkappe 1 3 über ein einen Abstandhalter 27 bildendes Dichtelement gelagert. Für die Dichtfunktion kann der Abstandhalter 27 aus einem Elastomer oder einem metallischen Dichtelement gebildet sein. An der Auflagefläche für den Abstand- halter 27 weist die Wand 23 des Zwischenbodens 1 1 eine geringfügig vorspringende, umlaufende Ringrippe 29 auf, die eine Dichtkante am Abstandhalter 27 bildet.

Für die Festlegung des Filterelements 3 auf der Lagerung am Zwischenbo- den 1 1 ist eine Aufnahmestange 31 vorgesehen, die sich, zur Gehäuselängsachse 33 koaxial, vom Grund des Bodenteils 7 ausgehend durch den inneren Filterhohlraum 1 7 des aufgesetzten Filterelements 3 erstreckt. Zur Bildung einer Festlegeeinrichtung ist auf dem oberen Endbereich der Aufnahmestange 31 ein Spannteller 35 verschiebbar gelagert und gegenüber der Stange 31 durch einen Dichtring 37 abgedichtet. Der die obere Endkappe 19 übergreifende Spannteller 35 ist durch eine auf einem Außenge- winde der Stange 31 sitzende Mutter 39 gegen das Filterelement 3 anlegbar, wobei, in entsprechender Weise wie bei der an der unteren Endkappe 1 3 gebildeten Halterung, ein Abstandhalter 27 mit Dichtfunktion zwischen Spannteller 35 und Endkappe 19 eingelegt ist und der Spannteller 35 zur Unterstützung der Abdichtung wiederum eine eine Dichtkante bildende, vorspringende, umlaufende Ringrippe 29 aufweist. Bei dem Ausführungsbeispiel von Fig. 1 , bei dem die Durchströmung des Filterelements 3 von außen nach innen vorgesehen ist, befindet sich am Gehäusedeckel 9 eine Fluidanschlussstelle 41 für die Zufuhr einer Öl-Wasser-Emulsion als Unfilt- rat. Am Bodenteil 7 ist für den Ausstrom des Öls als Filtrat aus dem Raum 43 des Bodenteils eine Anschlussstelle 45 vorgesehen, die in der Nähe der oberen Wand 23 gelegen ist. Als Auslass für abgeschiedenes Wasser befindet sich am Grund des Raumes 43 und mithin bodenseitig eine weitere Anschlussstelle 47.

Bei dem für eine Durchströmung des Filterelements 3 vom inneren Filterhohlraum 1 7 her nach außen vorgesehenen Beispiel von Fig. 2 ist, bei sonst gleicher Ausbildung der Fixierung des Filterelements 3 mittels der Festlegeeinrichtung, die Bauweise des Zwischenbodens 1 1 gegenüber Fig. 1 abge- wandelt. Anstelle der ebenen, durchgehenden Wand 23 von Fig. 1 bildet der Zwischenboden 1 1 eine äußere Kreisscheibe 49, an deren radial innerem Ende sich ein nach oben vorstehender Ringkörper 51 anschließt, der mit seiner oberen Endfläche die Lagerung für die untere Endkappe 13 des Filterelements 3 bildet, wobei, wie in Fig.1 , an der Lagerfläche ein Ab- standhalter 27 mit Dichtfunktion eingelegt ist und an der Lagerfläche des Ringkörpers 51 als Dichtkante eine vorspringende Ringrippe 29 vorgesehen ist. Bei dieser Form des Zwischenbodens 1 1 befindet sich die Anschlussstelle 41 für die Öl-Wasser-Emulsion am Grund des Raums 44, der mit dem inneren Filterhohlraum 1 7 in Verbindung ist. Der den Ringkörper 51 umge- bende Raum 53, der mit der Filtratseite 55 an der Außenseite des Filterelements 3 in Verbindung ist, bildet einen Wasser-Sammelraum, an dem sich die Anschlussstelle 47 für den Abstrom abgeschiedenen Wassers befindet. Für den Austritt des Öls als Filtrat ist hierbei die Anschlussstelle 45 in zentraler Lage am Deckel 9 vorgesehen. Einzelheiten des Filterelements 3 sind deutlicher in den Fig. 3 bis 5 dargestellt. Das zwischen den Endkappen 1 3, 19 befindliche Filtermedium weist ein aus Cellulose bestehendes Filtermaterial 59 auf, das aus einer plissierten Filtermatte 61 (Fig. 6) besteht, die zu einem kreiszylindrischen Hohlkörper geformt ist, der an der Stoßstelle durch eine geklebte oder geschweißte Längsnaht geschlossen ist. Das Cellulose-Filtermaterial 59 ist nach dem erfindungsgemäßen Verfahren aus einer Filtermatte 61 mit einer gleichförmigen Dicke von mehr als 2 mm derart plissiert, dass gleich hohe Filterfalten gebildet sind, die tal- und gipfelseitig gleiche Biege- oder Faltradien aufweisen. An der Innenseite des sich zwischen den Endkappen 13 und 15 erstre- ckenden Hohlkörpers des Cellulose-Filtermaterials 59 liegt ein sich ebenfalls von Endkappe 13 zu Endkappe 19 erstreckendes, fluiddurchlässiges Stützrohr 63 an. Wie am besten der Fig. 3 entnehmbar ist, liegt an der Innenseite jeder Endkappe 1 3 und 19 ein Abstützring 65 an, der das Stützrohr 63 in Anlage an der Innenseite des Cellulose-Filtermaterials 59 hält. Wie der in Fig. 5 dargestellte, vergrößerte Ausschnitt zeigt, sind bei dem mit gleichen inneren und äußeren Biegeradien gefalteten Filtermaterial 59 zwischen den einzelnen Falten 66 spitz zulaufende Fluidräume 67 gebildet. Dadurch sind nicht nur Oberflächenbereiche des Filtermaterials 59 als wirksame Filterfläche freiliegend, sondern es sind auch Freiräume für absin- kende Wassertropfen gebildet, worauf unten noch eingegangen wird.

Das Cellulose-Filtermaterial 59 ist außenseitig von einem Partikelfilter 69 umfasst, das, wie das Cellulose-Filtermaterial 59, als kreiszylindrischer Hohlkörper zwischen den Endkappen 1 3 und 1 9 angeordnet ist. Das Parti- kelfilter 69 ist in üblicher Bauweise in der Art eines sog. Mesh-Pack aus mehreren plissierten Lagen aufgebaut. Zwischen dem Partikelfilter 69 und dem Cellulose-Filtermaterial 59 befindet sich ein weiteres fluiddurchlässiges Stützrohr 71 , das sich von unterer Endkappe 1 3 zu oberer Endkappe 19 erstreckt. Die Fig. 6 zeigt in vereinfachter Darstellung die Herstellung der das Cellulose-Filtermaterial 59 bildenden plissierten Filtermatte 61 gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren. Wie gezeigt, wird eine Bahn 75 des mehr als 2 mm dicken Cellulose-Materials in mit Pfeil 77 angedeuteter Richtung unter einem Sprühbalken 79 hindurch bewegt, der die noch ebene Bahn 75 befeuchtet und in einen für einen Faltvorgang günstigen erweichten Zustand bringt. Die Bahn 75 läuft dann durch eine Faltmaschine üblicher Bauweise hindurch, die mittels beweglicher Faltmesser 81 und 83 den Faltvorgang durchführt, durch den die plissierte Filtermatte 61 gebildet wird. Nach dem Formen des das Cellulose-Filtermaterial 59 bildenden Hohlkör- pers wird dieser durch Verbinden seiner beiden Längsseiten mittels eines Schweiß- und/oder Klebeverfahrens geschlossen, wonach das Cellulose- Filtermaterial 59 nach erfolgter Trocknung in das Filterelement 3 eingebaut wird. Vor dem Durchführen des Faltvorgangs wird auf einer Seite, vorzugsweise auf beiden Seiten der noch ebenen Bahn 75 eine einen Schutzüber- zug bildende Lage, die vorzugsweise aus einem Vlies oder einem Gewebe, wie einem feinen Metallgeflecht, besteht, mittels der Faltmaschine zusammen mit den jeweiligen anderen Lagen eingefaltet.

Im Filtrationsbetrieb wird bei dem in Fig. 1 gezeigten Beispiel der Vorrich- tung das Filterelement 3 von der Außenseite des Partikelfilters 69 her zum inneren Filterhohlraum 1 7 hin durchströmt. Dementsprechend bildet die Anschlussstelle 41 den Einlass für das Unfiltrat in Form einer Öl-Wasser- Emulsion. Bei der Durchströmung wirkt das Cellulose-Material des Cellulo- se-Filtermaterials 59 als Koalesziermedium, so dass aus dem Wassergehalt der Emulsion vergrößerte Tropfen gebildet werden, die entlang des Stützrohres 63 absinken und über die Öffnungen 15 der Endkappe und 25 in der Wand 23 des Zwischenbodens 1 1 in den Raum 43 absinken, der dadurch einen Wasser-Sammelraum bildet. Die am Grund des Raums 43 befindliche Anschlussstelle 47 bildet hierbei den Auslass für abgeschiedenes Wasser. Für das Filtrat, das aus dem inneren Filterhohlraum 1 7 ebenfalls über die Öffnungen 1 5 und 21 in den Raum 43 eintritt, bildet die Anschlussstelle 45 den Filtratausgang. Da die Anschlussstelle 45 am oberen Endbereich des Raums 43 angeordnet ist, befindet sie sich auf einem Niveau oberhalb der durch den Dichteunterschied Öl/Wasser gebildeten Trennlinie. Bei dem Ausführungsbeispiel von Fig. 2 ist im Betrieb das Filterelement 3 von seinem inneren Filterhohlraum 1 7 her nach außen hin durchströmt. Dementsprechend bildet die Anschlussstelle 41 an dem Raum 44 unterhalb des Zwischenbodens 1 1 den Einlass für die Öl-Wasser-Emulsion, die über die Öffnung 25 zwischen dem Ringkörper 51 in den Filterhohlraum 17 ein- strömt. Die bei der Durchströmung des Cellulose-Filtermaterials 59 durch Koaleszenz gebildeten Wassertropfen, die entlang des abströmseitigen Stützrohres 71 absinken, gelangen bei der gegebenen Strömungsrichtung zur Filtratseite 55, die an der unteren Endkappe 13 in den Raum 53 übergeht, der vom Zwischenboden 1 1 und der Außenseite des Ringkörpers 51 des Bodenteils 7 begrenzt ist. Dieser Raum 53 bildet dadurch den Wasser- Sammelraum, aus dem das abgeschiedene Wasser über die am Raum 53 befindliche Anschlussstelle 47 abströmt. Am Gehäusedeckel 9, der den oberen Abschluss der Filtratseite 55 bildet, strömt das Öl als Filtrat über die Anschlussstelle 45 aus.