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Patent Searching and Data


Title:
FILTER FABRIC AND USE OF A FILTER FABRIC
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/024955
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a filter fabric with offset threads extending parallel to each other and which are guided alternately about parallel straight threads extending perpendicular thereto, in order to form woven fabric.

Inventors:
WIRTZ, Peter (Amselweg 7, Düren, 52353, DE)
KNEFEL, Markus (Max-Planck-Str. 3, Düren, 52353, DE)
DRESCHERS, Daniel (Brunnenstraße 24, Geilenkirchen, 52511, DE)
HERPER, Dominik (Brigidastr. 17, Düren, 52353, DE)
LÄPPCHEN, Christoph (Himmelreich 30, Brühl, 50321, DE)
HENSELER, Peter (Sankt-Nikolaus-Str. 3, Heimbach, 52396, DE)
Application Number:
DE2018/000224
Publication Date:
February 07, 2019
Filing Date:
July 25, 2018
Export Citation:
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Assignee:
GKD - GEBR. KUFFERATH AG (Metallweberstr. 46, Düren, 52353, DE)
International Classes:
D03D1/00; B01D39/00; B01D39/08; B07B1/00; D03D9/00; D03D15/00
Foreign References:
DE2531752A11977-02-03
DE4302031C11993-12-16
DD288983A51991-04-18
US4945952A1990-08-07
DE102009044740A12011-06-09
Attorney, Agent or Firm:
PATENTANWALTSKANZLEI LIERMANN-CASTELL (Inhaber: Klaus Castell, Am Rurufer 2, Düren, 52349, DE)
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Claims:
Patentansprüche:

1. Filtergewebe mit parallel zueinander verlaufenden verkröpften Fäden (1 .1 bis 1.6 und 2.1 bis 2.6), die abwechselnd um quer dazu verlaufende parallele gerade Fäden (3.1 bis 3.6) geführt sind, um ein Gewebe (4) zu bilden, dadurch gekennzeichnet, dass es Öffnungen (5.1 bis 5.6) aufweist, die nur zwischen den verkröpften Fäden (1.1 bis 1.6 und 2.1 bis 2.6) gebildet sind.

2. Filtergewebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein gerader Faden (3.1 bis 3.6) dicker ist als mindestens ein verkröpfter Faden (1.1 bis 1.6 und 2.1 bis 2.6).

3. Filtergewebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die geraden Fäden (3.1 bis 3.6) dicker sind als die verkröpften Fäden (1.1 bis 1.6 und 2.1 bis 2.6).

4. Filtergewebe nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die geraden Fäden (3.1 bis 3.6) mehr als drei Mal und vorzugsweise etwa vier Mal so dick sind wie der dünnste Faden (1 .1 bis 1 .6) der verkröpften Fäden (1 .1 bis 1 .6 und 2.1 bis 2.6).

5. Filtergewebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei den verkröpften Fäden (1.1 bis 1.6 und 2.1 bis 2.6) sich ein dickerer Faden (2.1 bis 2.6) und ein dünnerer Faden (1.1 bis 1.6) abwechseln.

6. Filtergewebe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der dickere Faden (2.1 bis 2.6) etwa doppelt so dick ist wie der dünnere Faden (1.1 bis 1.6).

7. Filtergewebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die geraden Fäden (3.1 bis 3.6) einen freien Abstand zwischen ei- nander haben, der mindestens doppelt so lang ist wie der Durchmesser des dicksten verkröpften Fadens (2.1 bis 2.6).

8. Filtergewebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die geraden Fäden (3.1 bis 3.6) einen freien Abstand zwischen ei- nander haben, der mindestens doppelt so lang ist wie der mittlere Durchmesser der geraden Fäden (3.1 bis 3.6).

9. Filtergewebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zueinander verlaufende verkröpfte Fäden (1.1 bis 1.6 und 2.1 bis 2.6) zumindest bereichsweise um mehrere quer dazu verlaufende parallele gerade Fäden (3.1 bis 3.6) geführt sind bevor sie um die oder den nächsten der geraden Fäden (3.1 bis 3.6) geführt sind.

10. Filtergewebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fäden (1.1 bis 1.6, 2.1 bis 2.6, 3.1 bis 3.6) aus unterschiedlichen Materialien hergestellt sind. 1 1. Filtergewebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kugeldurchlass zwischen 20 und 400 μιη, insbesondere zwischen 30 und 300 μηη, liegt.

12. Verwendung eines Filtergewebes nach einem der vorhergehenden Ansprüche zur Filtration von Abwasser. 13. Verwendung eines Filtergewebes nach einem der vorhergehenden Ansprüche zur Filtration von Gasen.

14. Verwendung eines Filtergewebes nach einem der vorhergehenden Ansprüche zur Filtration von Öl.

Description:
Filtergewebe und Verwendung eines Filtergewebes

[Ol ] Die Erfindung betrifft ein Filtergewebe mit parallel zueinander verlaufenden verkröpften Fäden, die abwechselnd um quer dazu verlaufende parallele gerade Fäden geführt sind, um ein Gewebe zu bilden. [02] Ein derartiges Filtergewebe ist als Drahtgewebe aus der DE 10 2009 044 740 AI bekannt. Dieses Gewebe ist dazu geeignet, bei gleich bleibender Durchflussrate die Filterfeinheit zu verbessern, d.h. die Größen der auszufiltemden Partikel sind verringert oder bei gleichbleibender Filterfeinheit wird die Durchflussrate erhöht. Um die zwischen den ett- und Schussdrähten liegenden Zwischenräume mit mehreren Poren zu versehen, umschlingen die Kettdrähte mit den größeren Längen bzw. den stärkeren Verformungen die Schussdrähte um 360° oder nahezu um 360°. Dabei kommt es zu Berührungen der in Reihen liegenden verformten Bereiche der Kettdrähte.

[03] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Filtergewebe vorzustellen, bei dem durch die Variation der Kett- und Schussdrähte Durchflussrate und Filterfeinheit beliebig variiert werden können, ohne ein Verstopfen des Filters befürchten zu müssen.

[04] Diese Aufgabe wird mit einem gattungsgemäßen Filtergewebe gelöst, das Öffnungen aufweist, die nur zwischen den verkröpften Fäden gebildet sind.

[05] Während im Stand der Technik die Kettdrähte die Schussdrähte so umschlingen, dass zwischen den verkröpften Kettdrähten keine Öffnungen mehr vorgesehen sind, werden erfindungsgemäß die verkröpften Fäden derart um die parallel verlaufenden geraden Fäden geführt, dass zwischen den verkröpften Fäden Öffnungen entstehen, durch die Partikel in das Gewebe eindringen können.

[06] Besonders vorteilhaft ist es, wenn mindestens ein gerader Faden dicker ist als mindestens ein verkröpfter Faden. Dies ermöglicht es, dass zwischen verkröpften Fäden

BESTÄTIGUNGSKOPIE Partikel ins Gewebe eindringen können und in Folge der Dicke des geraden Fadens der Ausgang aus dem Gewebe größer ist als der Eingang zwischen den verkröpften Fäden in das Gewerbe. Dies führt dazu, dass der sich aufweitende Querschnitt einen Sogeffekt bewirkt, der wie bei einer Venturidüse den Durchfluss positiv begünstigt. [07] Eine vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, dass die geraden Fäden dicker sind als die verkröpften Fäden. Dies führt dazu, dass alle Öffnungen zwischen den verkröpften Fäden kleiner sind als die Öffnungen zwischen den verkröpften Fäden und den geraden Fäden. Der Abstand zwischen den verkröpften Fäden definiert somit die Feinheit des Filters und die Dicke der parallel verlaufenden geraden Fäden sichert eine hohe Durchflussrate durch das Filtermaterial.

[08] Eine vorteilhafte Ausführungsvariante sieht vor, dass die geraden Fäden mehr als dreimal und vorzugsweise etwa viermal so dick sind wie der dünnste Faden der verkröpften Fäden. Die dünnen Fäden der verkröpften Fäden definieren somit weiterhin die Porosität und die weit dickeren geraden Fäden sichern einen besonders hohen Durch- fluss.

[09] Eine hohe Stabilität kann dadurch erzielt werden, dass bei den verkröpften Fäden sich ein dickerer Faden und ein dünnerer Faden abwechseln.

[10] Als vorteilhafte Ausführungsvariante hat sich ein Filtergewebe herausgestellt, bei dem der dickere Faden der verkröpften Fäden etwa doppelt so dick ist wie der dün- nere Faden der verkröpften Fäden.

[1 1 ] Da der Durchfluss auch durch den Abstand der geraden Fäden beeinflusst wird, wird als vorteilhafte Ausfuhrungsvariante vorgeschlagen, dass die geraden Fäden einen Abstand zueinander haben, der mindestens doppelt so lang ist wie der Durchmesser des dicksten verkröpften Fadens. [12] In Bezug auf den mittleren Durchmesser der geraden Fäden ist es vorteilhaft, wenn zwischen den geraden Fäden ein freier Abstand vorgesehen ist, der mindestens doppelt so lang ist wie der mittlere Durchmesser der geraden Fäden. [13] Eine spezielle Ausführungsform sieht vor, dass parallel zueinander verlaufende verkröpfte Fäden zumindest bereichsweise um mehrere quer dazu verlaufende parallele gerade Fäden geführt sind bevor sie um die oder den nächsten der geraden Fäden geführt sind. Somit können entweder auf einer Seite des Gewebes immer wieder mehr als ein gerader Faden umschlungen werden oder auch beidseitig des Gewebes.

[ 14] Die Fäden des Filtergewebes können Drähte oder Fäden aus Metall oder Kunststoff sein. Diese können monofil oder multifil ausgebildet sein. Dabei können die gekröpften Fäden als Kette oder als Schuss gewebt sein.

[15] Das Filtergewebe eignet sich insbesondere für besonders kleine Partikel. Dabei werden die maximalen Strömungsgeschwindigkeiten in den Gewebeöffnungen durch die besondere Webart drastisch reduziert, indem ankommende und auf das Gewebe auftretende Partikel nicht in das Gewebe eindringen, um es dort zu verstopfen und alle in das Gewebe eingedrungenen Partikel leicht wieder aus dem Gewebe herausgespült werden. Die schlitzförmigen Gewebeöffnungen lassen sich auch leicht rückspülen, da auch beim Rückspülvorgang viel Rückspülflüssigkeit in das Gewebe eindringen kann und die feineren Öffnungen des Gewebes eine Düsenfunktion bilden, um durch das Gewebe zurück gehaltene Partikel vom Gewebe zu lösen.

[16] Ein vorteilhaftes Filtergewebe hat daher einen Kugeldurchlass zwischen 12 und 400 μπι und insbesondere zwischen 30 und 300 μπι oder zwischen 100 und 700 μπι. [17] Besonders vorteilhafte Einsatzgebiete des Gewebes liegen daher in der Filtration von Gasen oder Öl, wobei sich das Gewebe auch für andere gasförmige und flüssige Medien eignet.

[18] Die Reduktion des Kugeldurchlasses auf werte im Bereich zwischen 10 und 50 μπι führt dazu, dass sich derartige Gewebe auch für die Wasserfiltration und insbeson- dere für die Filtration von Abwasser eignen. Dabei ist der sich aus der Gewebeart ergebende gute Durchfluss von besonderem Vorteil. [19] Eine vorteilhafte Ausführungsvariante ist in der Zeichnung dargestellt und wird im Folgenden näher beschrieben. Es zeigt

Figur 1 eine simulierte Gewebebindung als dreidimensionale Abbildung,

Figur 2 eine Draufsicht auf ein erfindungsgemäßes Gewebe mit Metalldrähten, Figur 3 eine erste Ansicht eines erfindungsgemäßen Filtergewebes mit Kunststofffäden,

Figur 4 eine weitere Ansicht des in Figur 3 gezeigten Filtergewebes und

Figur 5 einen vergrößerten Ausschnitt aus Figur 4.

[20] Das in Figur 1 gezeigte Filtergewebe hat parallel verlaufende verkröpfte dünne Fäden 1.1 bis 1.6. Zwischen diesen dünnen Fäden 1.1 bis 1.6 liegen gegenläufig verkröpfte dickere Fäden 2.1 bis 2.6. Die dünneren Fäden 1.1 bis 1.6 und die dickeren Fäden 2.1 bis 2.6 sind jeweils um besonders dicke parallel zueinander verlaufende gerade Fäden 3.1 bis 3.6 geschlungen. Dadurch entsteht ein Gewebe 4 mit Öffnungen 5.1 bis 5.6, die nur zwischen den verkröpften Fäden 1.1 bis 1.6 und 2.1 bis 2.6 gebildet sind. [21 ] Durch diese Öffnungen 5.1 bis 5.6 gelangt das zu filternde Medium in das Gewebe 4, um anschließend auf der gegenüberliegenden Seite des Gewebes durch versetzt dazu angeordnete Öffnungen 6.1 bis 6.6 das Gewebe wieder zu verlassen.

[22] In diesem Ausfuhrungsbeispiel sind die Fäden 2.1 bis 2.6 doppelt so dick wie die Fäden 1.1 bis 1.6 und die Fäden 3.1 bis 3.6 sind doppelt so dick wie die Fäden 2.1 bis 2.6.

[23] Jede Fadenart kann dabei aus einem anderen Material bestehen und es können auch einzelne Fäden aus mehreren Materialien bestehen oder von mehreren Litzen, die nebeneinander liegen oder miteinander verwoben sein können, gebildet sein.

[24] Die Figur 2 zeigt an einem Ausführungsbeispiel aus Metall wie zwischen den Metalldrähten 7.1 bis 7.8 jeweils Metall drahtpaare 8.1 bis 8.8 angeordnet sind. Diese verkröpften Fäden 7.1 bis 8.8 sind um quer dazu verlaufende parallele gerade Drähte 9.1 und 9.2 verwebt. Dabei sind die Drähte 9.1 und 9.2 mindestens so dick wie der doppelte Durchmesser eines Drahtes der Metalldrahtpaare 8.1 bis 8.8.

[25] Die Figuren 3 bis 5 zeigen eine Ausführungsvariante mit Kunststofffäden. Dabei sind die verkröpften Fäden 10.1 und 10.2 um parallel verlaufende gerade Fäden 1 1 .1 und 1 1.2 geschlungen.

[26] Die Kennwerte eines erfindungsgemäßen Metallgewebes im Vergleich zu einem ähnlichen Gewebe aus dem Stand der Technik zeigt die folgende Tabelle: