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Patent Searching and Data


Title:
FINGER GUARD DEVICE AND MOUNTING PROFILE THEREFOR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/082868
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a finger guard device for a pivotable leaf door, having a roller screen housing (1), a roller screen web (2) which has a fastening means (3), and a mounting profile (4). The finger guard device can be fastened to a door frame (R) by means of the housing (1) and to the leaf door (F) by means of the mounting profile (4). The fastening means (3) of the roller screen web (2) can be connected detachably to the mounting profile (4) so that the roller screen web (2) covers a gap between the door leaf (F) and the door frame (R) when the finger guard device is used as intended. The mounting profile (4) has a supporting leg (40) for placing on and fastening to the door leaf (F). The mounting profile is in the form of an angled profile and has a fastening leg (42, 43), which projects beyond the supporting leg (40), for detachably fastening the fastening means (3) of the roller screen web (2).

Inventors:
DINTHEER, Andreas (Alpenstrasse 25, 8308 Illnau, 8308, CH)
BRÄNDLE, Andreas (Mitteldorfstrasse 16, 8442 Hettlingen, 8442, CH)
Application Number:
EP2017/075603
Publication Date:
May 11, 2018
Filing Date:
October 09, 2017
Export Citation:
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Assignee:
PLANET GDZ AG (Neustadtstrasse 2, 8317 Tagelswangen, 8317, CH)
International Classes:
E06B7/36
Foreign References:
CN201170043Y2008-12-24
JP2008231673A2008-10-02
DE202015102877U12016-09-12
DE202008016094U12009-02-26
DE3716654A11988-12-08
GB2164690A1986-03-26
DE202008016094U12009-02-26
DE3716654A11988-12-08
Attorney, Agent or Firm:
CLERC, Natalia (Postfach 1772, 8027 Zürich, 8027, CH)
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Claims:
SCHUTZANSPRÜCHE

Fingerschutzvorrichtung für eine schwenkbare Flügeltür, wobei die Fingerschutzvorrichtung ein Rollogehäuse (1), eine Rollobahn (2) mit einem Befestigungsmittel (3) und ein Montageprofil (4) aufweist, wobei die Fingerschutzvorrichtung mittels des Gehäuses (1) an einem Türrahmen (R) und mittels des Montageprofils (4) an der Flügeltür (F) befestigbar ist und wobei das Befestigungsmittel (3) der Rollobahn (2) lösbar mit dem Montageprofil (4) verbindbar ist, so dass die Rollobahn (2) bei bestimmungsgemässer Benutzung der Fingerschutzvorrichtung einen Spalt zwischen dem Türflügel (F) und dem Türrahmen (R) überdeckt, wobei das Montageprofil (4) einen Auflageschenkel (40) zur Auflage und Befestigung am Türflügel (F) aufweist,

dadurch gekennzeichnet, dass das Montageprofil (4) als Winkelprofil ausgebildet ist und einen dem Auflageschenkel (40) vorstehenden Befestigungsschenkel (42, 43) zur lösbaren Befestigung des Befestigungsmittels (3) der Rollobahn (2) aufweist.

Fingerschutzvorrichtung nach Anspruch 1, wobei das Befestigungsmittel (3) in den Befestigungsschenkel (42, 43) einhängbar ist, um die Rollobahn (2) zwischen Türrahmen (R) und Türflügel (F) zu befestigen.

Fingerschutzvorrichtung nach Anspruch 2, wobei das Befestigungsmittel (3) einen Einhängehaken und das Montageprofil (4) eine Hakenaufnahme (43) aufweist.

Fingerschutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Befestigungsmittel (3) einen im Wesentlichen u-förmigen Querschnitt aufweist mit einem ersten Schenkel, einem zweiten Schenkel und einem die zwei Schenkel verbindenden Steg, wobei der erste Schenkel zum Einhängen dient und der zweite Schenkel gegenüber dem ersten Schenkel verlängert ist und eine nach aussen gerichtete Nut (31) aufweist, in welchem die Endleiste (20) eingeführt ist.

Fingerschutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der Befestigungsschenkel (42) mindestens annähernd senkrecht zum Auflageschenkel (40) verläuft.

6. Fingerschutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das Montageprofil (4) einen Verbindungsschenkel (41) aufweist, welche den Auflageschenkel (40) und den Befestigungsschenkel (42) miteinander verbindet.

7. Fingerschutzvorrichtung nach Anspruch 6, wobei der Verbindungsschenkel (41) in je einem Winkel von grösser als 90° zum Auflageschenkel (40) und zum Befestigungsschenkel (42) angeordnet ist.

8. Fingerschutzvorrichtung nach Anspruch 7, wobei der Winkel zwischen Verbindungsschenkel (41) und Auflageschenkel (40) annähernd 135° und der Winkel zwischen Verbindungsschenkel (41) und Befestigungsschenkel (42) annähernd 135° beträgt.

9. Fingerschutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei sich der Befestigungsschenkel (42) zu seinem freien Ende hin verjüngt und eine Hakenaufnahme (43) bildet.

10. Fingerschutzvorrichtung nach Anspruch 9, wobei die Hakenaufnahme (43) eine geradlinige, aber dünnere Verlängerung des Befestigungsschenkels (42) bildet.

11. Fingerschutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 oder 10, wobei die Hakenaufnahnie (43) an ihrem freien Ende eine vom Auflageschenkel (40) weg gerichtete Nase (430) aufweist.

12. Fingerschutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, wobei ein dickerer Teil des Befestigungsschenkels (42) eine erste Anschlagfläche (420) und die Hakenaufnalinie (43) eine zweite Anschlagfläche (432) für das Befestigungsmittel (3) bilden.

13. Fingerschutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, wobei das Befestigungsmittel (3) die Hakenaufnahme (43) umschliesst.

14. Fingerschutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei der Auflageschenkel mindestens eine Ausnehmung (6) aufweist zur Aufnahme einer am Türflügel (F) befestigten Griffstange (H).

15. Fingerschutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei der Auflageschenkel derart beschaffen ist, dass in ihm eine Ausnehmung (6) ausbrechbar, fräsbar oder durch Sägen ist zur Aufnahme einer am Türflügel (F) befestigten Griffstange (H).

16. Fingerschutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei das Montageprofil (4) in seiner Länge mindestens zweistückig ausgebildet ist zwecks Anordnung des Montageprofils (4) auf einer Ober- und einer Unterseite einer an der Flügeltür befestigten Griffstange (H) und wobei sich die Rollobahn (2) einstückig über die gesamte Länge des Montageprofils (4) erstreckt.

17. Montageprofil (4) einer Fingerschutzvorrichtung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 16, wobei das Montageprofil (4) als Winkelprofil ausgebildet ist mit einem Auflageschenkel (40) und einen dem Auflageschenkel (40) vorstehenden Befestigungsschenkel (42, 43) zur lösbaren Befestigung des Befestigungsmittels (3) der Rollobahn (2) .

Description:
TITEL FINGERSCHUTZVORRICHTUNG UND MONTAGEPROFIL HIERFÜR

TECHNISCHES GEBIET Die vorliegende Erfindung betrifft eine Fingerschutzvorrichtung für eine schwenkbare Flügeltür und ein Montageprofil hierfür.

STAND DER TECHNIK

Türen bergen, insbesondere für Kleinkinder, eine erhöhte Unfallgefahr. Es kommt immer wieder vor, dass Finger zwischen schwenkbarem Türflügel und Türrahmen eingeklemmt werden. Die dabei auf die eingeklemmten Finger wirkenden Kräfte sind gross, entsprechend kann die daraus resultierende Verletzung gravierend sein.

Aus dem Stand der Technik sind deshalb Vorrichtungen bekannt, welche einen Schutz vor unbeabsichtigtem Einklemmen der Finger bieten sollen. In einer Lösungsvariante wird der Spalt zwischen der gegenbandseitigen Nebenschliesskante des schwenkbaren Türflügels und dem Türrahmen mit einem textilen Schutzrollo überdeckt, welcher einerseits am Türrahmen und andererseits am schwenkbaren Türflügel befestigt ist.

Ein derartiges Schutzrollo ist beispielsweise in GB 2 164 690 offenbart. Das Rollogehäuse, welches eine Welle zum Aufwickeln der textilen Rollbahn beinhaltet, ist mit einem Nutstein versehen. Am Türrahmen ist ein v-förmiger Halter angebracht, in welchen der Nutstein einsteckbar ist, um das Gehäuse zu halten. Der freie Rand der Rollobahn ist mit einer steifen Endleiste versehen, welche am Türflügel angeschraubt ist. Somit kann lediglich das Gehäuse, nicht jedoch die Endleiste einfach gelöst werden. In DE 20 2008 016 094 U soll eine Manipulation durch Lösen der Schraubverbindungen verhindert werden und die Montage soll vereinfacht werden. Hier sind deshalb sowohl türrahmenseitig wie auch türflügelseitig Halter vorhanden, welche auf den Türrahmen bzw. auf den Türflügel geschraubt werden. Das Gehäuse des Rollos sowie der freie Rand des Rollos sind in Befestigungsmitteln angeordnet, welche in diese Halter eingerastet werden können und die Befestigungsschrauben überdecken. Diese Vorrichtung weist den Nachteil auf, dass eine Lösung der Verbindung nur mit einem Spezi al Werkzeug möglich ist. Es besteht zudem die Gefahr, dass der Halter oder das Befestigungsmittel beim Lösen zerstört wird. Des Weiteren ist eine Nachjustierung der Halter nicht mehr möglich, da die Befestigungsmittel die Schrauben überdecken, mit welchen die Halter am Türflügel und am Rahmen festgeschraubt sind.

DE 37 16 654 offenbart eine Fingerschutzvorrichtung mit Rollo, wobei das Rollogehäuse mit dem Türrahmen verschraubt ist. Der freie Rand des Rollos ist in einer Nut eines Montageprofils gehalten, welches mit dem schwenkbaren Türflügel verschraubt ist. Damit das Rollo gelöst werden kann, müssen somit die Schrauben gelöst und das gesamte Montageprofil vom Türflügel entfernt werden. Zudem weist diese Vorrichtung den Nachteil auf, dass das Montageprofil relativ viel Platz benötigt. Dies ist insbesondere störend, wenn der Türflügel eine horizontal verlaufende Griffstange aufweist. Derartige Griffstangen werden beispielsweise bei Notausgängen, Fluchttüren oder rollstuhlgängigen Türen zusätzlich oder alternativ zu den Türklinken angebracht. Je nach Anwendungsbereich und Funktionsweise werden diese Griffstangen als Panikstangen, push-bar oder mit anderen Begriffen bezeichnet. Üblicherweise lassen sich die Griffstangen nach unten drücken und/oder es lassen sich zwei Teile der Griffstangen zusammendrücken, um die Türflügel zu öffnen. Die Griffstangen erstrecken sich üblicherweise über einen grossen Bereich der Türbreite. Oft erstrecken sie sich über die gesamte Breite des Türflügels. In der dieser Beschreibung beiliegenden Figur 2 ist eine weitere Lösung offenbart. Hier ist ein Montageprofil 4', auch Befestigungsleiste genannt, vorhanden, welche auf dem Türflügel F befestigt wird. Das freie Ende 20 des Rollos 2 ist mit einem Einhängeprofil 3, auch Einhängeleiste genannt, verbunden. Das Einhängeprofil 3 lässt sich in einen Hintergriff des Montageprofils 4' einhängen, um so das Rollo einfach lösbar am schwenkbaren Türflügel zu befestigen. Diese Vorrichtung weist den Vorteil auf, dass das Rollo einfach und ohne Spezialwerkzeuge gelöst und wieder befestigt werden kann, z.B. wenn der Türflügel ausgehängt werden muss. Nachteilig ist jedoch, dass bei Türen mit Griffstangen der Platz für die Montage oft nicht ausreicht, da üblicherweise ein genügender Abstand zur Griffstange vorhanden sein muss.

Da Griffstangen bei den Türen bereits vormontiert sind und Fingerschutzvorrichtung nachträglich angebracht werden, lassen sich zudem gewisse Türen mit Griffstangen auch nicht auf einfache Art und Weise mit den anderen oben beschriebenen Fingerschutzvorrichtungen nachrüsten.

DARSTELLUNG DER ERFINDUNG

Es ist deshalb eine Aufgabe der Erfindung, eine Fingerschutzvorrichtung für eine schwenkbare Flügeltür sowie ein Montageprofil hierfür zu schaffen, welche auch bei Türflügeln mit Griffstangen eingesetzt werden können. Diese Aufgabe lösen eine Fingerschutzvorrichtung mit den Merkmalen gemäss Anspruch 1 sowie ein Montageprofil mit den Merkmalen gemäss Anspruch 17.

Die eriindungsgemässe Fingerschutzvorrichtung für eine schwenkbare Flügeltür weist ein Rollogehäuse, eine Rollobahn mit einem Befestigungsmittel und ein Montageprofil auf. Sie ist mittels des Gehäuses an einem Türrahmen und mittels des Montageprofils an der Flügeltür befestigbar. Das Befestigungsmittel der Rollobahn ist lösbar mit dem Montageprofil verbindbar, so dass die Rollobahn bei bestimmungsgemässer Benutzung der Fingerschutzvorrichtung einen Spalt zwischen dem Türflügel und dem Türrahmen überdeckt. Das Montageprofil weist einen Auflageschenkel zur Auflage und Befestigung am Türflügel auf. Erfindungsgemäss ist das Montageprofil als Winkelprofil ausgebildet und es weist einen dem Auflageschenkel vorstehenden Befestigungsschenkel zur lösbaren Befestigung des Befestigungsmittels der Rollobahn auf. Dank des vorstehenden Befestigungsschenkels kann das türseitige Befestigungsmittel der Fingerschutzvorrichtung relativ schmal ausgebildet sein. Es findet genügend Platz neben einer bereits montierten Griffstange. Dies ist insofern wichtig, da die Türen mit Griffstangen geliefert werden und Fingerschutzvorrichtungen üblicherweise erst nachträglich, oft erst nach Jahren, an der Tür angebracht werden.

Die Befestigung der Rollobahn am Türflügel kann auf verschiedenste Art und Weise erfolgen. Insbesondere lassen sich alle oben genannten Befestigungsarten verwenden, z.B. anschrauben oder einklippsen. Vorzugsweise ist das Befestigungsmittel jedoch in den Befestigungsschenkel einhängbar, um die Rollobahn zwischen Türrahmen und Türflügel zu befestigen. Dank der federbelasteten Rückstellkraft des Rollos wird die Rollobalin dadurch gespannt. Diese Lösung verwendet die Vorteile der Ausführungsform gemäss Figur 2; d.h. die Rollobahn ist einfach befestigbar und wieder lösbar, ohne dass hierfür Spezialwerkzeuge verwendet werden müssen und ohne dass einzelne Teile beschädigt werden könnten.

Vorzugsweise weist das Befestigungsmittel einen Einhängehaken und das Montageprofil eine Hakenaufnahme auf. Dies ist eine einfach zu bedienende Vorrichtung. In einer bevorzugten Ausführungsform weist das Befestigungsmittel einen im Wesentlichen u-förmigen Querschnitt auf mit einem ersten Schenkel, einem zweiten Schenkel und einem die zwei Schenkel verbindenden Steg. Der erste Schenkel dient zum Einhängen und der zweite Schenkel ist gegenüber dem ersten Schenkel verlängert. Das Befestigungsmittel weist eine nach aussen gerichtete Nut auf, in welchem die Endleiste eingeführt ist. Dies erleichtert die Befestigung der Rollobahn, ist optisch ansprechend und in den Abmessungen minimiert. Diese Ausbildung ist in Figur 2 erkennbar.

Der Befestigungsschenkel kann in einem beliebigen Winkel ungleich 0° zum Auflageschenkel verlaufen. Vorzugsweise verläuft er jedoch mindestens annähernd senkrecht zum Auflageschenkel. Die ist eine platzsparende Lösung.

Der Befestigungsschenkel grenzt in einer einfachen Ausführungsform unmittelbar an den Auflageschenkel an. Eine optimal platzsparende Lösung ist gegeben, wenn das Montageprofil einen Verbindungsschenkel aufweist, welche den Auflageschenkel und den Befestigungsschenkel miteinander verbindet. Dadurch lässt sich das Montageprofil auch bei kleinstem oder fehlendem Platzangebot zwischen Griffstange und Türflügelkante montieren. Insbesondere kann das Montageprofil in diesem Fall auch bei einer sich über die gesamte Breite des Türflügels erstreckenden Griffstange verwendet werden.

Vorzugsweise ist der Verbindungsschenkel in je einem Winkel von grösser als 90° zum Auflageschenkel und zum Befestigungsschenkel angeordnet. Die Platzverhältnisse sind insbesondere dann optimal genutzt, wenn der Winkel zwischen Verbindungsschenkel und Auflageschenkel sowie der Winkel zwischen Verbindungsschenkel und Befestigungsschenkel je annähernd 135 0 betragen. Vorzugsweise ist das Montageprofil einstückig ausgebildet und vorzugsweise besteht es aus Metall, insbesondere Aluminium, oder aus einem Kunststoff. In einer Ausführungsform ist es zumindest in einer Längsausdehnung zwei- oder mehrstückig ausgebildet. D.h. es erstreckt sich von einem oberen Bereich des Türflügels bis zur Oberseite der Griffstange in einem Stück und von der Unterseite der Griffstange bis in einen unteren Bereich des Türflügels in einem zweiten Stück. Im Querschnitt ist das Montageprofil auch in dieser Ausführungsform vorzugsweise einstückig ausgebildet, d.h. die zwei genannten Stücke sind je einstückig.

In einer bevorzugten Ausführungsform verjüngt sich der Befestigungsschenkel zu seinem freien Ende hin und bildet eine Hakenaufnahme. Dies erleichtert das Einhängen der Rollobahn, bzw. seines Befestigungsmittels.

Vorzugsweise bildet die Hakenaufnahme eine geradlinige, aber dünnere Verlängerung des Befestigungsschenkels. Dies erleichtert die einstückige Herstellung und gewährleistet durch entsprechende Ausbildung des Befestigungsschenkels ein möglichst spielfreies Einhängen. Bevorzugte Merkmale zur entsprechenden Verwirklichung des letztgenannten Vorteils sind nachfolgend noch angegeben. Vorzugsweise weist die Hakenaufnahme an ihrem freien Ende eine vom Auflageschenkel weg gerichtete Nase auf. Alternativ oder zusätzlich bildet ein dickerer Teil des Befestigungsschenkels eine erste Anschlagfläche und die Hakenaufnahme bildet eine zweite Anschlagfläche für das Befestigungsmittel. Vorzugsweise umschliesst das Befestigungsmittel die Hakenaufnahme. Alle diese Merkmale verhindern einzeln und in Kombination miteinander ein Wackeln des eingehängten Einhängeprofils.

In einer bevorzugten Ausführungsform wird der Auflageschenkel mit seiner freien Stirnfläche seitlich an die Griffstange herangeführt, eventuell bis zum Anschlag, und anschliessend am Türflügel befestigt. In anderen Ausfülirungsformen weist der Auflageschenkel mindestens eine Ausnehmung auf zur Aufnahme der am Türflügel befestigten Griffstange. Eine derartige Ausnehmung kann auch vor Ort von einem Monteur im Auflageschenkel angebracht werden. Hierfür ist der Auflageschenkel vorzugsweise derart beschaffen, dass die Ausnehmung im Schenkel ausbrechbar ist, z.B. als Sollbruchstelle, oder durch Fräsen oder Sägen erzeugbar ist.

Weitere Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnungen beschrieben, die lediglich zur Erläuterung dienen und nicht einschränkend auszulegen sind. In den Zeichnungen zeigen:

Figur 1 eine perspektivische Ansicht einer Tür mit einer Fingerschutzvorrichtung;

Figur 2 einen Querschnitt durch einen Teil einer Tür mit Fingerschutzvorrichtung in einer nicht beanspruchten Ausführungsform;

Figur 3 einen Querschnitt durch einen Teil einer Tür mit Fingerschutzvorrichtung in einer ersten Ausführungsform gemäss der Erfindung; Figur 4 einen Querschnitt durch einen Teil einer Tür mit Fingerschutzvorrichtung in einer zweiten Ausführungsform gemäss der Erfindung;

Figur 5 einen perspektivischen Ausschnitt der Fingerschutzvorrichtung gemäss

Figur 3;

Figur 6 eine perspektivische Darstellung eines Montageprofils der

Fingerschutzvorrichtung gemäss Figur 3; Figur 7 einen Querschnitt durch das Montageprofil gemäss Figur 6 und

Figur 8 einen perspektivischen Ausschnitt der Fingerschutzvorrichtung gemäss

Figur 4.

BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN

In Figur 1 ist das grundsätzliche Prinzip einer Fingerschutzvorrichtung, welches auch die Grundlage für die erfindungsgemässe Vorrichtung bildet, dargestellt. Figur 1 zeigt eine Tür mit einem Türrahmen R und einem Türflügel F. Das Türband ist in dieser Figur nicht sichtbar. Wie in Figur 1 erkemibar ist, erstreckt sich die Fingerschutzvorrichtung S annähernd über die gesamte Höhe des Türflügels F und überbrückt so den Spalt, welcher bei geöffneter Tür zwischen Türrahmen R und Türflügel F entsteht. In Figur 2 ist eine Ausführungsform einer Fingerschutzvorrichtung gut erkennbar. Sie besteht im Wesentlichen aus einem Rollo. In einem Rollogehäuse 1 ist eine Welle 21 angeordnet. Auf der Welle 21 ist eine Rollobahn 2 aufgewickelt. Die Rollobahn 2 besteht vorzugsweise aus einem textilen Material. Die Welle 21 ist federbelastet, sodass ein automatischer Rückzug eines abgewickelten Teils der Rollobahn 2 erfolgt.

Das freie Ende der Rollobahn 2 ist mit einer Endleiste 20 verstärkt. Diese Endleiste kann durch Verdickung der Rollobahn 2 oder durch einen Draht gebildet sein. Üblicherweise ist jedoch der freie Rand der Rollobahn 2 mit einer Metall- oder Kunststoffleiste verbunden. Diese Endleiste 20 ist in einem Einhängeprofil 3 gehalten, welche hackenförmig ausgebildet ist.

Das Rollogehäuse 1 des Rollos ist üblicherweise am Türrahmen R befestigt. Hierfür ist eine Befestigungsleiste 10 am Rollogehäuse 1 angebracht oder einstückig mit ihm verbunden. Am Gegenstück der Tür, hier also am Türrahmen R, ist ein Montageprofil 4' angeschraubt. Die Befestigungsschrauben sind in den Figuren mit dem Bezugszeichen 5 versehen. Das Einhängeprofil 3 wird zur Befestigung des Rollos in das Montageprofil 4' eingehängt, Dank der Rückstellkraft des Rollos ist die Rollobahn 2 im eingehängten Zustand in jeglicher Stellung des Türflügels F gespannt. Sie überdeckt jeweils den Spalt zwischen Türrahmen R und Türflügel F. Die erfindungsgemässen Ausführungsformen gemäss den Figuren 3 bis 8 verwenden dasselbe Grundprinzip. In einer ersten erfindungsgemässen Ausführungsförm gemäss den Figuren 3 und 5 bis 7 ist anstelle des flachen Montageprofils 4' gemäss Figur 2 ein Montageprofil 4 nun jedoch als Winkelprofil ausgebildet. Es ist vorzugsweise einstückig ausgebildet und vorzugsweise aus Metall oder einem Kunststoff gefertigt. Es erstreckt sich vorzugsweise über die gesamte Breite der Rollobahn 2, d.h. über annähernd die gesamte Höhe des Türflügels F.

Das Rollogehäuse 1 sowie das Einhängeprofil 3 können gleich ausgebildet sein wie in der Ausführungsform gemäss Figur 2. Die Rollobahn 2 ist mit ihrer Endleiste 20 im Einhängeprofil 3 fixiert gehalten. Hierfür weist das Einhängeprofil 3 einen Grundkörper auf, welcher einen im Wesentlichen u-förmigen Querschnitt besitzt. Ein erster Schenkel des u-förmigen Grundkörpers bildet einen Einhängehaken. Ein zweiter, länger ausgebildeter Schenkel weist an seinem freien Ende eine Nut 31 auf. Diese ist als Halterung ausgebildet. Die Öffnung der Nut 31 befindet sich auf der dem eingehängten Haken gegenüberliegenden Seite des zweiten Schenkels und ist zum Rollogehäuse 1 hin gerichtet. Die Nut 31 erstreckt sich vorzugsweise über die gesamte Länge des Einhängeprofils 3. Das Einhängeprofil 3 ist vorzugsweise gleich lang ausgebildet wie das Montageprofil 4 und wie das Rollogehäuse 1. Wenigstens sind das Einhängeprofil 3 und die Nut 31 gleichlang ausgebildet wie die Rollbahn 2. Die Endleiste 20 ist in die Nut 31 des Einhängeprofils 3 eingeführt. Sie ist schwenkbar darin gehalten.

Das Montageprofil 4 ist erfindungsgemäss anders ausgebildet als in der Ausführungsform gemäss Figur 2. Es ist ein Winkelprofil. Es weist, wie in Figur 5 gut erkennbar ist, einen Auflageschenkel 40 auf, mit welchem das Montageprofil 4 am Türflügel anliegt und mittels Schrauben 5 oder anderen Befestigungsmitteln, z.B. durch Kleben, am Türflügel F befestigt ist. In den Figuren 6 und 7 ist die Auflagefläche 400 erkennbar, mit welcher der Auflageschenkel 40 an der Oberfläche des Türflügels F anliegt.

Das Montageprofil 4 geht vom Auflageschenkel 40 in einen Verbindungsschenkel 41 und von dort in einen Befestigungsschenkel 42 über. Der Befestigungsschenkel 42 steht dem Auflageschenkel 40 nach aussen, d.h. von der Türflügeloberfläche weg, vor. Dabei verläuft er vorzugsweise mindestens annähernd rechtwinklig zum Auflageschenkel 40. Der Verbindungsschenkel 41 verläuft schrägt zu den zwei übrigen Schenkeln 40, 42 und bildet somit vorzugsweise einen Winkel von grösser als 90°. Vorzugsweise beträgt der Winkel annähernd 135°.

Der Auflageschenkel 40 kann beispielsweise mit planparallelen Oberflächen ausgebildet sein oder er kann beispielsweise auf der nach aussen, vom Türflügel F weggewandten Seite Verzierungen und/oder Montagehilfen wie beispielsweise eine oder mehrere Nuten oder Rillen 401 aufweisen. Diese verlaufen vorzugsweise in Längsrichtung des Montageprofils 4. Das Montageprofil 4 ist über seine gesamte Länge im Querschnitt gleichbleibend ausgebildet. Es ist vorzugsweise ein Strangprofil. Der Auflageschenkel 40 und der Verbindungsschenkel 41 sind vorzugsweise gleich dick ausgebildet. Vorzugsweise ist der Befestigungsschenkel 42 dicker ausgebildet, wobei er sich zu seinem freien Ende hin verjüngt. Dabei verjüngt er sich über zwei einander gegenüberliegende Stufen, welche jedoch versetzt zueinander angeordnet sind. Der verjüngte Teil des Befestigungsprofils 42 bildet eine Hakenaufnahme 43 für das Befestigungsmittel der Rollobahn 2, d.h. für das Einhängeprofil 3. Wie in Figur 5 gut erkennbar ist, liegt das Einhängeprofi 1 43 mit seinem zweiten Schenkel an einer ersten Anschlagfläche 420 des dickeren Teils des Befestigungsschenkels 42 an. Die Anschlagfläche 420 ist in Figur 6 bezeichnet. Der Haken des Einhängeprofils 3 umgreift das freie Ende der Hakenaufnahme 43 und der erste kürzere Schenkel des Einhängeprofils 43 liegt an der dem Rollogehäuse 1 abgewandten Fläche der dünneren Verlängerung des Befestigungsschenkels 42 an. Dabei stösst das freie Ende des kürzeren Schenkels des Einhängeprofils 3 an eine Schulter zwischen Hakenaufnahme 43 und dickerem Teil des Befestigungsschenkels 42. Diese Schulter bildet eine zweite Anschlagfläche 432. Am freien Ende der Hakenaufnahme ist eine zum Rollogehäuse 1 hingewandte Nase 430 angeordnet. Die Nase 430 bildet vorzugsweise einen rechten Winkel mit der restlichen Hakenaufnahme 43. Die Nase 430 erstreckt sich vorzugsweise bis in die Ebene, welche durch die erste Anschlagfläche 420 definiert ist. Die Nase 430 verhindert zusammen mit den zwei genannten Anschlagflächen 420, 432 ein Wackeln des eingehängten Einhängeprofils 3. Das Einhängeprofil 3 lässt sich zudem in dieser eingehängten Position mit einer oder mehreren Schrauben 30 fixieren.

Das erfindungsgemässe Montageprofil 4 ermöglicht ein Einhängen der Rollobahn 2 senkrecht zur Türoberfläche. Dies erleichtert einerseits das Einhängen. Der wesentliche Vorteil ist jedoch, dass das Montageprofil 4 relativ wenig Platz benötigt und somit auch neben einer bestehenden Griffstange H einer Tür angeordnet werden kann. Dies ist in den Figuren 3 und 5 gut erkennbar.

Ist der Platz zwischen Türflügelkante und Griffstange H noch begrenzter, erstreckt sich die Griffstange H über die gesamte Breite des Türflügels bis zur Türflügelkante oder ist aus anderen Gründen eine derartige Anordnung gewünscht, so lässt sich eine Lösung gemäss den Figuren 4 und 8 wählen. Der Anlageschenkel 40 des Montageprofils 4 ist mit einer Ausnehmung 6 versehen, in welche das Ende der Griffstange H eingreift. Die Ausnehmung 6 kann sich bis zum Verbindungsschenkel 41 oder sogar bis zum Befestigungsschenkel 42 erstrecken.

Die Ausnehmung 6 kann werkseitig angebracht werden. Sie kann jedoch auch vor Ort vom Monteur an geeigneter Stelle erzeugt werden, z.B. durch Fräsen oder durch Sägen. Sie kann auch werkseitig als Sollbruchstelle vorbehandelt sein. In einer hier nicht dargestellten Ausfülirungsform ist das Montageprofil 4 auch in zwei Stücke aufgeteilt, welche ober- und unterhalb der Griffstange H angeordnet sind. Die Befestigungsleiste 20 sowie die Rollobahn 2 sind einstückig ausgebildet und erstrecken sich somit auch über denjenigen Bereich der Griffstange H, welcher die zwei Stücke des Montageprofils 4 voneinander trennt.

Die erfindungsgemässe Fingerschutzvorrichtung und das erfmdungsgemässe Montageprofil ermöglichen die Verwendung einer Fingerschutzvorrichtung selbst bei Türflügeln mit Griffstangen.

BEZUGSZEICHENLISTE Rollogehäuse 42 Befestigungsschenkel Befestigungsleiste 420 erste Anschlagfläche

43 Hakenaufnahme Rollobahn 430 Nase

Endleiste 431 Rille

Welle 432 zweite Anschlagfläche

433 Schulter

Befestigungsmittel

(Einhängeprofil) 5 Schraube

Schraube

Nut 6 Ausnehmung Montageprofil R Türrahmen

Montageprofil F Türflügel

Auflageschenkel H Griffstange

Auflagefläche S Fingerschutzvorrichtung Rille

Verbindungsschenkel