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Title:
FISH DELIVERY DEVICE, FISH-TRANSFER SYSTEM EQUIPPED WITH SAID FISH DELIVERY DEVICE, AND METHOD FOR THE AUTOMATED DELIVERY OF FISH TO A FISH PROCESSING DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2016/192756
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a fish delivery device (1) for delivering fish (9) to a fish processing device (7), comprising a delivery conveyor means (3) equipped with a controllable positioning drive (36) and a controllable conveying drive (36). By means of the positioning drive (35), the delivery conveyor means (3) is movable to a storage space (11) that is free of fish (9), to a first state, is movable to a second state for detecting, centered holding and conveying the fish (9), accessing said fish in the storage room (11), and to a third state in interaction with the conveying drive (36), in which after conveyance the fish (9) is released at a fish delivery point (42) that is defined by a controlled delivery time with associated fish delivery speed.

Inventors:
PAULSOHN, Carsten (Zwinglistr. 2, Lübeck, 23568, DE)
Application Number:
EP2015/061993
Publication Date:
December 08, 2016
Filing Date:
May 29, 2015
Export Citation:
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Assignee:
NORDISCHER MASCHINENBAU RUD. BAADER GMBH + CO. KG (Geniner Str. 249, Lübeck, 23560, DE)
International Classes:
A22C25/08; A22C25/12
Domestic Patent References:
WO2003013262A12003-02-20
Foreign References:
GB1495482A1977-12-21
DE19522238A11997-01-02
DD225326A11985-07-31
DE2939625A11981-04-02
Attorney, Agent or Firm:
STORK BAMBERGER PATENTANWÄLTE (Postfach 73 04 66, Hamburg, 22124, DE)
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Claims:
Patentansprüche

Fisch-Zuführeinrichtung (1), eingerichtet zum maschinellen seriellen Empfangen und Abgeben von Fischen (9) zum Zuführen der Fische (9) an eine Fisch-Bearbeitungseinrichtung (7), umfassend einen jeden Fisch (9) in Längslage aufnehmenden Ablageraum (11), ein den Fisch (9) in der Längslage erfassendes und haltendes Abgabe-Fördermittel (3), mit dem die Fische (9) zur Abgabe in Längslage mit dieser entsprechender Abgabe-Förderrichtung (300) der Reihe nach förderbar sind, dadu rch geken nzeich net, dass das Abgabe- Fördermittel (3) zum unmittelbaren Zugriff auf einen in dem Ablageraum (11) befindlichen Fisch (9) angeordnet und ausgebildet sowie mit einem steuerbaren Positionierantrieb (35) und einem steuerbaren Förderantrieb (36) eingerichtet ist, die mit wenigstens einem Förder-Steuersignal (S3, S4) steuerbar sind, das für ein an einen Förderbetrieb einer Fisch-Bearbeitungseinrichtung (7) ange- passtes Zuführen der Fische (9) maßgeblich ist, wobei das Abgabe-Fördermittel (3) mittels des steuerbaren Positionierantriebs (35) in einen von dem Fisch (9) in dem Ablageraum (11) freigestellten ersten Zustand (301), in einen zum Erfassen, zentrierten Halten und Fördern des Fisches (9) auf diesen in dem Ablageraum (11) zugreifenden zweiten Zustand (302) und im Zusammenwirken mit dem steuerbaren Förderantrieb (36) in einen dritten Zustand (303) bewegbar ist, der den Fisch (9) nach dem Fördern an einer Fisch-Abgabestelle (42), die durch einen gesteuerten Abgabe-Zeitpunkt mit zugehöriger gesteuerter Fisch- Abgabegeschwindigkeit definiert ist, freigibt.

Fisch-Zuführeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch geken nzeichnet, dass der Positionierantrieb (35) und der Förderantrieb (36) der Fisch-Zuführeinrichtung (1) mit einem elektrischen Steuermittel (5) verbunden sind, das mit wenigstens einem genannten Förder-Steuersignal beaufschlagbar ist und die Abgabe-Geschwindigkeit und den Abgabe-Zeitpunkt eines jeden Fisches (9) steuert.

3. Fisch-Zuführeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadu rch gekennzeichnet, dass die Fisch-Abgabestelle (42) durch einen Abgabe-Förderweg (4) bestimmt ist, der an einer Bezugsstelle (41), die einer einheitlichen Fischposition zugeordnet ist, beginnt und mit definierter Förderlänge (400) an der Fisch-Abgabestelle (42) endet.

4. Fisch-Zuführeinrichtung nach Anspruch 3, dadurch geken nzeich- n e t, dass der Bezugsstelle (41) ein Positions-Sensormittel (410) zugeordnet ist, das für jeden Fisch (9) die Position einer definierten, sämtlichen Fischen (9) gemeinsamen Körperstelle (91) feststellt und ein entsprechendes genanntes Förder-Steuersignal (S1) erzeugt. 5. Fisch-Zuführeinrichtung nach Anspruch 4, dadurch geken nzeichnet, dass das Positions-Sensormittel (410) zum Feststellen von einheitlichen, den gemeinsamen Körperstellen (91) zugeordneten Zugriffsstellen (92) der Fische (9) eingerichtet ist, die mit einem Bearbeitungs-Fördermittel (71) einer Fisch-Bearbeitungseinrichtung (7) erfassbar sind.

6. Fisch-Zuführeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeich net, dass das Abgabe-Fördermittel (3) zwei Förderelemente aufweist, die durch ein Paar von mittels des Positionierantriebs (36) im Abstand veränderbaren Flankenförderern (31) gebildet sind und zum Herstellen des ers- ten Zustands (301) und des dritten Zustandes (303) quer zur Fisch-Förderrichtung (F) in einen Öffnungsabstand auseinander bewegbar sowie zum Herstellen des zweiten Zustands (302) quer zur Fisch-Förderrichtung (F) in einen Schließabstand aufeinander zu bewegbar sind, wobei sie in dem zweiten Zustand (302) an den Flanken eines Fisches (9) derart zur Anlage kommen, dass die Fische (9) in Position mit aufgerichteter Fisch-Symmetrieebene (90) zu liegen kommen.

7. Fisch-Zuführeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeich net, dass der Ablageraum (11 ) ein Ablagemittel (12) aufweist, das durch ein Auffangmittel mit einer einen einzelnen Fisch (9) aufnehmenden Ruhestelle gebildet ist, an der der Fisch (9) während des ersten Zustands (301) sowie beim Herstellen und Erreichen des zweiten Zustands (302) des Abgabe- Fördermittels (3) zu liegen kommt.

8. Fisch-Zuführeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch g e - kennzeich net, dass der Ablageraum (11 ) ein an ein Querschnittsprofil des Fisches (9) angepasstes Profil aufweist, durch das der Fisch (9) in eine zentrierte Position mit aufgerichteter Fisch-Symmetrieebene (90) setzbar ist.

Fisch-Zuführeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch g e kennzeich net, dass das Abgabe-Fördermittel (3) ein entlang desselben angeordnetes Stütz-Förderelement (32) aufweist, das den Fisch (9) während der Abgabe-Förderung stützt und ausrichtet.

Fisch-Zuführeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeich net, dass die Fisch-Zuführeinrichtung (1) eine Führungseinrichtung (140) aufweist, die den Fisch (9) zur Abgabe und während der Abgabe ausrichtet.

Fisch-Zuführeinrichtung nach einem Anspruch 10, dadurch geken n zeichnet, dass die Führungseinrichtung (140) durch eine Gleit-Führungs schiene (14) gebildet ist.

Fisch-Zuführeinrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekenn zeichnet, dass die Führungseinrichtung (140) eine obere Führungseinrich tung (370) aufweist, die durch zwei einander gegenüberliegende Gleit-Füh- rungswände (371) gebildet ist.

Fisch-Zuführeinrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch geken nzeich net, dass die Führungseinrichtung (140) mit einem Ausschleusemechanismus (323) ausgebildet ist, der den Fisch (9) vor oder an der Fisch-Abgabestelle (42) im Fall einer Betriebsstörung gesteuert von der Fisch- Zuführeinrichtung (1) abgibt.

Fisch-Zuführeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch geken nzeich net, dass die Fisch-Zuführeinrichtung (1) einen Transferabschnitt (321) aufweist, der an dem Abgabe-Fördermittel (3) frei hervorragt.

Fisch-Zuführeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Fisch-Zuführeinrichtung (1) mit einer steuerbaren Beschickungseinrichtung (62) verbunden ist, die zur seriellen Einforderung von Fischen (9) in den Ablageraum (11) ausgebildet ist.

16. Fisch-Zuführeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeich net, dass die Fisch-Zuführeinrichtung (1) zum Beschicken des Ablageraums (11) mit Fischen (9) ein Beschickungsmittel (6) aufweist, das durch einen Beschickförderer (61 ) gebildet ist, der in den Ablageraum (11 ) mündet und so eingerichtet ist, dass die zum Beschicken herangeförderten Fische (9) einzeln und nacheinander in den Ablageraum (11) mit richtungsorientierter Längslage einförderbar sind. 17. Fisch-Übergabesystem (2), eingerichtet zur seriellen Übergabe von Fischen (9) an eine Fisch-Bearbeitungseinrichtung (7), umfassend eine Fisch-Zuführeinrichtung (1) und ein die Fische (9) von der Fisch-Zuführeinrichtung (1) an einer Fisch-Übernahmestelle (73) seriell übernehmendes Bearbeitungs-Fördermittel (71), das entlang eines Bearbeitungs-Förderweges im Abstand angeordnete Fisch-Mitnehmerelemente (72) aufweist, die jeweils an der Fisch-Übernahmestelle (73) zur Aufnahme und entlang des Bearbeitungs-Förderweges zum Transport eines Fisches (9) eingerichtet sind, wobei der Fisch-Übernahmestelle (73) eine Fisch-Abgabestelle (42) der Fisch-Zuführeinrichtung (1) zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Fisch-Zuführeinrichtung (1) durch die mit dem Abgabe-Fördermittel (3) eingerichtete Fisch-Zuführeinrichtung (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 16 gebildet ist.

18. Fisch-Übergabesystem nach Anspruch 17, dadurch geken nzeichnet, dass das elektrische Steuermittel (5) so eingerichtet ist, dass das wenigs- tens eine Förder-Steuersignal (S2) die Geschwindigkeit der Fisch-Mitnehmerelemente (72) sowie deren zeitliches Passieren der Fisch-Übernahmestelle (73) erfasst.

19. Fisch-Übergabesystem nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekenn- zeichnet, dass das elektrische Steuermittel (5) derart eingerichtet ist, dass die Fisch-Abgabegeschwindigkeit an der Fisch-Abgabestelle (42) in Übereinstimmung mit der Geschwindigkeit eines zugeordneten Fisch-Mitnehmerelements (72) an der Fisch-Übernahmestelle (73) gebracht wird.

Fisch-Ubergabesystem nach einem der Ansprüche 17 bis 19, dadu rch geken nzeich net, dass zwischen dem Abgabe-Fördermittel (3) und der Fisch-Ubernahmestelle (73) ein Transferabschnitt (321) eingerichtet ist, der den Fisch (9), während er mittels des Abgabe-Fördermittels (3) gefördert wird, auf ein zugeordnetes genanntes Mitnehmerelement (72) an der Fisch-Übernahmestelle (73) ausrichtet.

Fisch-Übergabesystem nach einem der Ansprüche 18 bis 20, dadu rch geken nzeich net, dass an der Fisch-Übernahmestelle (73) ein mit der elektrischen Steuereinrichtung (5) verbundenes Übernahme-Sensormittel (76) angeordnet ist, das die Fisch-Übernahme beobachtet und im Fall einer Störung ein entsprechendes Stör-Steuersignal abgibt.

Fisch-Übergabesystem nach einem der Ansprüche 18 bis 21 , dadu rch geken nzeich net, dass an dem Bearbeitungs-Fördermittel (71) ein mit der elektrischen Steuereinrichtung (5) verbundenes Ausschleusemittel (77) angeordnet ist, das einen von dem Bearbeitungs-Fördermittel (71) geförderten, jedoch in Fehllage befindlichen Fisch (9) gesteuert ausschleust.

Verfahren zum maschinellen Zuführen von Fischen (9) an eine Fisch-Bearbeitungseinrichtung (7), wobei die Fische (9) einzeln an einer Ablagestelle (13) in eine Halteposition mit Längsausrichtung gebracht werden und mit einem Abgabe-Fördermittel (3) längs eines Abgabe- Förderwegs (4) gefördert und an einer Fisch-Abgabestelle (42) einer zugeordneten Fisch-Übernahmestelle (73) seriell zugeführt werden, die Fisch-Mitnehmerelemente (72) eines Bearbeitungs-För- dermittels (71) der Fisch-Bearbeitungseinrichtung (7) zur Übernahme der Fische (9) passieren, dadurch gekennzeichnet, dass die Fische (9) an der Ablagestelle (13) einzeln in die Halteposition innerhalb eines Zugriffsbereichs des Abgabe-Fördermittels (3) gebracht werden, wobei sie sich in der Halteposition zunächst außer Eingriff mit dem Abgabe-Fördermittel (3) befinden, dass das Abgabe-Fördermittel (3) mittels einer elektrischen Steuerung nach Maßgabe von wenigstens einem Förder-Steuersignal in einen Förderzugriff auf den in der Halteposition befindlichen Fisch (9) gesteuert wird und dass der in der Halteposition erfasste Fisch (9) längs des Abgabe-Förderwegs (4) zu der Fisch-Abgabestelle (42) bewegt und dort freigegeben wird, wobei der Förderzugriff, die Abgabe-Förderbewegung und die Freigabe mit einem Abgabe-Zeitpunkt und einer Abgabe-Geschwindigkeit, zugehörig zu jedem Fisch (9), im Ein- klang mit den die Fisch-Übernahmestelle (73) passierenden Fisch-Mitnehmerelementen (72) elektrisch gesteuert werden.

Verfahren nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass eine Fisch-Zuführeinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 16 verwendet wird.

Verfahren nach Anspruch 23 oder 24, dadurch gekenn zeichnet, dass die Fische (9), während sie mit dem Abgabe-Fördermittel (3) gefördert werden, auf Mitnehmerelemente (72) des Bearbeitungs-Fordermittels (71) einer Fisch-Bearbeitungseinrichtung (7) ausgerichtet werden.

Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Abgabe-Geschwindigkeit an der Fisch-Abgabestelle (42) an wenigstens eine zugehörige Passiergeschwindigkeit der Mitnehmerelemente (72) an der Fisch-Übernahmestelle (73) angepasst wird.

Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass der Abgabe-Förderweg (4) an der Fisch-Abgabestelle (42) endet und mit einem eine Bezugsstelle (41) definierenden Weganfang beginnt, wobei mittels eines Positions-Sensormittels (410) in Bezug auf den Weganfang eine Fisch-Körperstelle (91) festgestellt wird, die sämtlichen Fischen (9) gemeinsam ist.

Verfahren nach Anspruch 27, dadu rch gekennzeichnet, dass die Fische (9) das Positions-Sensormittel (410) beim Feststellen der Fisch-Körperstelle (91) passieren.

Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass die gesteuerte Abgabe der Fische (9) an der Fisch-Abgabestelle (42) wenigstens temporär intermittierend betrieben wird, derart, dass die Fisch-Abgabegeschwindigkeit zum Abgabe-Zeitpunkt Null beträgt oder kleiner oder größer als die Bearbeitungs-Fördergeschwindigkeit ist.

Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 29, dadurch gekennzeichnet, dass an der Fisch-Übernahmestelle (73) die Fischübernahme mittels eines mit der Steuerung zusammenwirkenden Übernahme-Sensormittels (76) festgestellt wird und im Fall einer nicht erfolgten Fischübernahme auf ein Fisch-Mitnehmerelement (72) das Abgabe-Fördermittel (3) so gesteuert und betrieben wird, dass der Fisch (9) an der Fisch-Abgabestelle (42) zur Übernahme auf ein nachfolgendes Fisch-Mitnehmerelement (72) bis zur zugehörigen Freigabe, insbesondere mit einem Versatz der Fisch-Abgabestelle (42), gehalten wird.

Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 30, dadurch gekennzeichnet, dass an der Fisch-Übernahmestelle (73) eine Nicht-Übernahme oder eine Fehl-Übernahme eines Fisches (9) auf ein Fisch-Mitnehmerelement (72) in Verbindung mit einem Ausschleusen des Fisches (9) aus dem Förder- prozess festgestellt wird.

Description:
Nordischer Maschinenbau Rud. Baader GmbH + Co. KG, Geniner Straße 249, 23560 Lübeck

Fisch-Zuführeinrichtung, mit der Fisch-Zuführeinrichtung ausgestattetes Fisch- Übergabesystem sowie Verfahren zum maschinellen Zuführen von Fischen an eine Fisch-Bearbeitungseinrichtung

Die Erfindung betrifft eine Fisch-Zuführeinrichtung, eingerichtet zum maschinellen seri- eilen Empfangen und Abgeben von Fischen zum Zuführen der Fische an eine Fisch- Bearbeitungseinrichtung, umfassend einen jeden Fisch in Längslage aufnehmenden Ablageraum, ein den Fisch in der Längslage erfassendes und haltendes Abgabe-Fördermittel, mit dem die Fische zur Abgabe in Längslage mit dieser entsprechender Abgabe-Förderrichtung der Reihe nach förderbar sind. Die Erfindung bezieht sich auch auf ein Fisch-Übergabesystem, eingerichtet zur seriellen Übergabe von Fischen an eine Fisch-Bearbeitungseinrichtung, umfassend die Fisch-Zuführeinrichtung und ein die Fische von der Fisch-Zuführeinrichtung an einer Fisch-Übernahmestelle seriell übernehmendes Bearbeitungs-Fördermittel, das entlang eines Bearbeitungs-Förderwe- ges im Abstand angeordnete Fisch-Mitnehmerelemente aufweist, die jeweils an der Fisch-Übernahmestelle zur Aufnahme und entlang des Förderweges zum Transport eines Fisches eingerichtet sind, wobei der Fisch-Übernahmestelle eine Fisch-Abgabestelle der Fisch-Zuführeinrichtung zugeordnet ist. Bei einem Verfahren, auf das sich die Erfindung gleichfalls bezieht, werden Fische seriell einer Fisch-Bearbeitungseinrichtung zugeführt, wobei die Fische einzeln an einer Ablagestelle in eine Halteposition mit Längsausrichtung gebracht werden und mit einem Abgabe-Fördermittel längs eines Abgabe- Förderwegs gefördert und an einer Fisch-Abgabestelle einer zugeordneten Fisch-Übernahmestelle seriell zugeführt werden, die Fisch-Mitnehmerelemente eines Bearbeitungs-Fördermittels der Fisch-Bearbeitungseinrichtung zur Übernahme der Fische passieren.

Fische, die in einer Fisch-Bearbeitungseinrichtung bearbeitet oder zur Bearbeitung transportiert werden, müssen besonders positioniert werden. Die Bearbeitung umfasst jede Be- oder Verarbeitung. Fische sind auch Fischrümpfe, zum Beispiel Fische mit abgetrenntem Kopf. Unter einer Fisch-Bearbeitungseinrichtung wird jede Einrichtung ver- standen, die mit einem Bearbeitungs-Fördermittel ausgestattet ist, das Fische von einer Fisch-Zuführeinrichtung seriell empfängt, in einer Bearbeitungsposition aufnimmt und unter Beibehaltung der Position zum Bearbeiten weiter befördert. Eine derartige Fisch-Bearbeitungseinrichtung ist zum Beispiel Teil einer Fisch-Bearbeitungsmaschine, insbesondere einer Schlachtmaschine oder einer Entweidemaschine. Insbesondere weist eine Gesamtanlage mehrere Bearbeitungsmaschinen auf, die durch ein Förder- System miteinander verknüpft werden. Zum Beispiel muss ein zu bearbeitender Fisch im Verlauf einer Gesamtförderstrecke nacheinander unterschiedliche Bearbeitungsmaschinen zum Durchführen unterschiedlicher Bearbeitungsvorgänge durchlaufen. Häufig müssen die Fische zum Transfer von einer Bearbeitungseinrichtung auf eine andere Bearbeitungseinrichtung zwischen unterschiedlichen Fördermitteln der Bearbeitungs- einrichtungen gefördert werden. Zum Bearbeiten in einer einzelnen Fisch-Bearbeitungsmaschine und insbesondere in mehreren Fisch-Bearbeitungsmaschinen der Gesamtanlage innerhalb eines Gesamtförderungsprozesses kommt es wesentlich darauf an, dass die Fische in Bezug auf Organe oder Werkzeuge, die an jedem Fisch angreifen, möglichst positionsgenau und zeitgenau positioniert werden. Jede Ungenauigkeit oder gar Störung beim Einfördern der Fische in eine Fisch-Bearbeitungseinrichtung führt zu Folgen, die den Bearbeitungsprozess bis hin zu unbrauchbaren Bearbeitungsergebnissen und Maschinenstillstand beeinträchtigen. Eine besondere derartige Anfälligkeit besteht dann, wenn, wie grundsätzlich gewünscht, große Bearbeitungsgeschwindigkeiten und/oder Durchsatzraten erzielt werden sollen. Zum Beispiel beein- flusst die Zuführung zu bearbeitender Fische von einem Beschickförderer wie einem Förderband an ein Bearbeitungs-Fördermittel einer SchlachtVEntweidemaschine unmittelbar das Schlachtungsergebnis und damit die Reinigungsgüte der Bauchhöhle des Fisches. Um ein hohes Maß an Effektivität von Reinigungswerkzeugen zu erzielen, muss jeder Fisch in besonders definierter Lage in die Fisch-Bearbeitungseinrichtung gelangen und durch diese hindurchgefördert werden.

Es sind verschiedene Einrichtungen zum Zuführen von Fischen an eine Bearbeitungseinrichtung, also zum Transfer von Fischen zwischen unterschiedlichen Fördermitteln bekannt geworden.

Aus DE 29 39 625 A1 und DE 195 22 238 A1 sind Fisch-Übergabesysteme mit einem Querförderer (Beschickmittel) und einem Längsförderer bekannt. Der Querförderer weist ein getaktetes Muldenband auf, von dem Fische an den Längsförderer übergeben und in Längsausrichtung weiter befördert werden. Der Längsförderer ist durch zwei parallel angeordnete Flankenförderer gebildet. Ein Transportmittel, an das die Fische abgegeben und auf dem sie zugleich positioniert werden, ist durch ein Bodenband zwi- schen den Flankenförderern gebildet, das mit Aufnahmen und Stützelementen versehen ist, auf die die Fische im Takt der Beschickung mit dem Querförderer unter gleichzeitiger Anlage an einer durch die Flankenförderer gebildeten Zuführrinne durch Ab- wurf aufzulegen sind. Gemäß DE 195 22 238 A1 ist, im Unterschied zu DE 29 39 625 A1 , zwischen dem Querförderer und den Flankenförderern ein Auffangelement angeordnet, das zum Abwurf eines jeden Fisches auf die aktivierten Flankenförderer gesteuert wird, wobei zur Steuerung ein hinsichtlich einer einheitlichen Lage von Fisch- Bauchhöhlen korrigierter Fördertakt des Stützförderers mittels eines programmgesteuerten Rechners erzeugt wird, der mit einem fischgrößenabhängigen Steuersignal ange- steuert wird. Den beiden bekannten Fisch-Übergabesystemen ist gemeinsam, dass das Fördermittel der Fisch-Bearbeitungseinrichtung zwischen den beim Abwurf des Fisches an diesem angreifenden Flankenförderern hindurchzuführen ist. Eine primäre Fischausrichtung wird von den aktiven Flankenförderern beeinflusst. In jedem Fall muss das Bearbeitungs-Fördermittel in den Längsförderer integriert werden. Durch die- se Konstruktion sowie durch den Abwurf der Fische auf eine Fördereinrichtung mit mehreren aktiven zusammenwirkenden Fördermitteln bleibt die Überführung störungsanfällig, die Zuführgenauigkeit eingeschränkt und die Übergabegeschwindigkeit begrenzt. Es besteht eine weitgehende Abhängigkeit von Art und Anordnung des Bear- beitungs-Fördermittels und damit eine Einschränkung zur Übergabegestaltung und der Gestaltung von Maschinen oder Anlagen.

Aus WO 03/013262 A1 ist ein Fisch-Übergabesystem bekannt, das ein Fördermittel einer Fisch-Bearbeitungseinrichtung sowie ein quer dazu angeordnetes Beschickmittel aufweist. Das Beschickmittel wird durch eine Eintakteinheit gebildet, die als Positionie- rungshilfe für die Fische vorgesehen ist und zusammen mit einer Eintaktklappe des Be- arbeitungs-Fördermittels angeordnet ist. Jeder vor der Eintaktklappe liegende Fisch wird mit seiner Längsachse parallel zu einer Abwurfkante der Fisch-Bearbeitungseinrichtung auf diese abgeworfen. Auch diese Fisch-Zuführung arbeitet mit dem unmittelbaren Abwurf von Fischen auf ein Bearbeitungs-Fördermittel, das in die Fisch-Zuführ- einrichtung integriert ist. Infolge der Arbeitsweise der Eintaktklappe ist eine gezielte Übergabe von Fischen in den Förderungsbereich des Bearbeitungs-Fördermittels und damit auch das Erfassen der Fische durch Fisch-Mitnehmerelemente des Bearbeitungs-Fördermittels nicht ausreichend sicher und präzise. Die Zahl der zu bearbeitenden Fische pro Minute ist begrenzt. Insbesondere ist die gemäß WO 03/013262 A1 be- kannte Zuführ-Einrichtung für eine optimale Übernahme mit einem Bearbeitungs-För- dermittel, das mit jeweils durch einen Klemmmechanismus gebildeten Fisch-Mitnehmerelementen ausgestattet ist, nicht geeignet.

Ziele der Erfindung bestehen darin, eine maschinelle automatische Fisch-Zuführung anzugeben, die hinsichtlich der Funktionssicherheit und der Genauigkeit zum Überführen von Fischen von einem Beschickungs-Fördermittel auf ein Bearbeitungs-Fördermittel wesentlich verbessert ist. Die Verbesserung soll auch mit relativ großer Fisch-Zuführgeschwindigkeit sowie mit einer definierten Ausrichtung der Fische in Längslage und mit ihrer Symmetrieebene erreicht werden. Die Fisch-Zuführung soll sich einfach und universell zwischen unterschiedliche Fördermittel einfügen lassen.

Die Ziele der Erfindung werden bei einer Fisch-Zuführeinrichtung in Verbindung mit den eingangs genannten Merkmalen dadurch erreicht, dass das Abgabe-Fördermittel zum unmittelbaren Zugriff auf einen in dem Ablageraum befindlichen Fisch angeordnet und ausgebildet sowie mit einem steuerbaren Positionierantrieb und einem steuerbaren Förderantrieb eingerichtet ist, die mit wenigstens einem Förder-Steuersignal steuerbar sind, das für ein an einen Förderbetrieb einer Fisch-Bearbeitungseinrichtung an- gepasstes Zuführen der Fische maßgeblich ist, wobei das Abgabe-Fördermittel mittels des steuerbaren Positionierantriebs in einen von dem Fisch in dem Ablageraum freige- stellten ersten Zustand, in einen zum Erfassen, Halten und Fördern des Fisches auf diesen in dem Ablageraum zugreifenden zweiten Zustand und im Zusammenwirken mit dem steuerbaren Förderantrieb in einen dritten Zustand bewegbar ist, der den Fisch nach dem Fördern an einer Fisch-Abgabestelle, die durch einen gesteuerten Abgabe- Zeitpunkt mit zugehöriger gesteuerter Fisch-Abgabegeschwindigkeit definiert ist, frei- gibt.

In Verbindnung mit den Merkmalen des eingangs genannten Fisch-Übergabesystems wird dieses in Kombination mit der erfindungsgemäßen Fisch-Zuführeinrichtung gebildet. Die Ziele werden zudem in Verbindung mit den Merkmalen des eingangs genann- ten Verfahrens dadurch erreicht, dass die Fische an der Ablagestelle einzeln in die Halteposition innerhalb eines Zugriffsbereichs des Abgabe-Fördermittels gebracht werden, wobei sie sich in der Halteposition zunächst außer Eingriff mit dem Abgabe-Fördermittel befinden, dass das Abgabe-Fördermittel mittels einer elektrischen Steuerung nach Maßgabe von wenigstens einem Förder-Steuersignal in einen Förderzugriff auf den in der Halteposition befindlichen Fisch gesteuert wird und dass der in der Halteposition erfasste Fisch längs des Abgabe- Förderwegs zu der Fisch-Abgabestelle bewegt und dort freigegeben wird, wobei der Förderzugriff, die Abgabe-Förderbewegung und die Freigabe mit einem Abgabe-Zeitpunkt und einer Abgabe-Geschwindigkeit, zugehörig zu jedem Fisch, im Einklang mit Bewegung und Position der Fisch-Mitnehmerelemente elektrisch gesteuert werden, die die Fisch-Übernahmestelle passieren.

Man erreicht erfindungsgemäß eine Reihe von Vorteilen. Jeder Fisch wird in eine Ablageposition und damit in eine Ruhe-/Halteposition gebracht, die den Zuführbetrieb dadurch stabilisiert, dass sich das Abgabe-Fördermittel während der Ablageposition in dem ersten Zustand außer Eingriff mit dem Fisch befindet, dann aber durch gesteuer- tes Herbeiführen des zweiten Zustands unmittelbar auf den in dem Ablageraum befindlichen Fisch zur Abgabe-Förderung zugreift. Dabei kann der Ablageraum so eingerichtet werden, dass der Fisch vor der Förderung mittels des Ablageraums in Längslage und vorteilhaft auch mit definierter Ausrichtung seiner Symmetrieebene insbesondere in Rückenlage oder Bauchlage zu liegen kommt. Die Steuerung des Zugriffs, nämlich insbesondere eine definierte Zugriffsdauer für den zweiten Zustand in Verbindung mit der Freigabe des Fisches durch den dritten Zustand bewirken, dass der Fisch mit gesteuertem Abgabe-Zeitpunkt und zugehöriger gesteuerter Fisch-Abgabegeschwindigkeit definiert freigegeben wird. Die Beschleunigung und die Förder-Geschwindigkeit des Fisches mittels des Abgabe-Fördermittel werden gezielt gesteuert Die Freigabe er- folgt einfach durch Inaktivierung des Abgabe-Fördermittels, so dass es zur Freigabe keines Mittels bedarf, das zusätzlich an dem Fisch angreift. Die Fisch-Abgabestelle lässt sich daher weitgehend unabhängig von der Art des Bearbeitungs-Fordermittels an einer Bearbeitungseinrichtung anordnen sowie mit wählbarer Ausrichtung zum Anpassen an unterschiedliche Fisch-Mitnehmerelemente eines Bearbeitungs-Fordermittels vorsehen. Mittels der erfindungsgemäß vorgesehenen Fisch-Abgabestelle erreicht man optimale Genauigkeit und Funktionszuverlässigkeit der gesteuerten Abgabe auch für relativ große Fördergeschwindigkeiten des Bearbeitungs-Fordermittels. Insbesondere lässt sich die erfindungsgemäße Fischzuführung in Fisch-Bearbeitungsanlagen mit mehreren Fisch-Bearbeitungsmaschinen, wie grundsätzlich zum Beispiel aus WO 03/013262 A1 bekannt, einsetzen. Mittels der kombinierten Positions- und Zugriffssteuerung des Abgabe-Fördermittels lässt sich allgemein die Abgabesteuerung von seriell zu überführenden ausgerichteten Fischen hinsichtlich der zeitlichen und örtlichen Positionierung zum Überführen an Fisch-Mitnehmerelemente eines Bearbeitungs-Fordermittels wesentlich hinsichtlich Genauigkeit, Geschwindigkeit und Funktionszuverlässig- keit verbessern. Zweckmäßig sind der Positionierantrieb und der Förderantrieb der Fisch-Zuführeinrichtung mit einem elektrischen Steuermittel verbunden, das mit wenigstens einem genannten Förder-Steuersignal beaufschlagbar ist. Eine bevorzugte Gestaltung besteht darin, dass die Steuerung der Abgabe-Geschwindigkeit an wenigstens eine Passierge- schwindigkeit von Mitnehmerelementen eines Bearbeitungs-Fördermittels einer Fisch- Bearbeitungseinrichtung anpasst ist. Vorteilhaft ist die Abgabe-Geschwindigkeit an der Fisch-Abgabestelle, die mit einer Fisch-Übernahmestelle der Fisch-Bearbeitungseinrichtung zusammenfällt, zumindest im Wesentlichen gleich der Geschwindigkeit des Bearbeitungs-Fördermittels. Das Abgabe-Fördermittel und das Bearbeitungs-Förder- mittel sind dann in gleicher Höhe oder in gleichem Höhenbereich mit übereinstimmender Laufrichtung (Förderrichtung) angeordnet. Man erreicht, dass die Fisch-Mitnehmerelemente und die zu überführenden bzw. übernommenen Fische in optimale Übernahme-Wirkverbindung gelangen. Die Einrichtung und die Steuerung sind derart, dass die Wirkverbindung insbesondere hergestellt wird, wenn sich das Abgabe-Fördermittel noch in dem auf den Fisch zugreifenden zweiten Zustand befindet. Durch Herbeiführen des dritten Zustandes gelangt der abgegebene Fisch behinderungsfrei, das heißt ohne Beeinflussung durch ein zusätzliches Abgabe-Fördermittel oder einen zusätzlichen am Fisch angreifenden Mechanismus in die Förderung zur Bearbeitung. Wenngleich das elektrische Steuermittel zum Beispiel indirekt durch eine Fisch-Bearbeitungseinrichtung, nämlich durch wenigstens einen vorgegebenen Parameter zum Ausführen eines Steuerprogramms gesteuert werden kann, so ist das elektrische Steuermittel zweckmäßig mit wenigstens einem von der Fisch-Bearbeitungseinrichtung abnehmbaren Förder-Steuersignal ansteuerbar.

Eine bevorzugte und besonders vorteilhafte Gestaltung besteht darin, dass die Fisch- Abgabestelle durch einen Abgabe-Förderweg bestimmt ist, der an einer Bezugsstelle, die einer einheitlichen Fischposition zugeordnet ist, beginnt und mit definierter Förderlänge an der Fisch-Abgabestelle endet. Zweckmäßig ist die der einheitlichen Fischposi- tion zugeordnete Bezugsstelle durch ein Positions-Sensormittel bestimmt, das für jeden Fisch die Position einer definierten, sämtlichen Fischen einer Spezies gemeinsamen Körperstelle feststellt und ein entsprechendes genanntes Förder-Steuersignal erzeugt. Eine bevorzugte Maßnahme besteht darin, dass das Positions-Sensormittel zum Feststellen von einheitlichen, den gemeinsamen Körperstellen zugeordneten Zugriffs- stellen der Fische eingerichtet ist, mit denen Fisch-Mitnehmerelemente eines Fördermittels einer Fisch-Bearbeitungseinrichtung in Eingriff bringbar sind. Eine bevorzugte Gestaltung besteht darin, dass das Positions-Sensormittel zum Feststellen von die gemeinsamen Körperstellen bildenden Schwanzwurzeln von schwanzvoraus geförderten Fischen eingerichtet ist. Eine entsprechende bevorzugte Gestaltung des Fisch-Übergabesystems besteht darin, dass die Fisch-Mitnehmerelemente jeweils durch einen Klemmmechanismus gebildet sind, der den Fisch zum Bearbeitungstransport am schwanzvoraus geförderten Fischschwanz klammert und mitnimmt. Eine derartige Schwanzklammerung ist zum Beispiel aus DE 198 29 376 A1 bekannt. Insbesondere ist das Bearbeitungs-Fördermittel durch einen endlos umlaufenden Kettenförderer gebildet, der um zwei Umlenkräder geführt und mit Fischaufnahmen bestückt ist, die aus einer Reihe von der Rückengeometrie der Fische angepassten Stützsegmenten wie Stützprismen bestehen und an ihrem vorauslaufenden Ende den Klemmmechanismus aufweisen, der aus einem Paar bezüglich ihres gegenseitigen Abstandes steuerbarer Klemmbacken gebildet ist. Wenngleich für die Zwecke der Erfindung jedes Abgabe-Fördermittel geeignet ist, das mittels Steuerung in die drei Zustände zum Erfassen und Freigeben eines jeden Fisches setzbar ist, besteht eine bevorzugte und zweckmäßige Gestaltung darin, dass das Abgabe-Fördermittel zwei Förderelemente aufweist, die durch ein Paar von mittels des Positionierantriebs im Abstand veränderbaren Flankenförderern gebildet sind und zum Herstellen des ersten Zustands und des dritten Zustandes quer zur Fisch-Förderrichtung in einen zur Förderung inaktiven Öffnungsabstand auseinander bewegbar sowie zum Herstellen des zweiten Zustands quer zur Fisch-Förderrichtung in einen zur Förderung aktiven Schließabstand aufeinander zu bewegbar sind, wobei sie in dem zweiten Zustand an den Flanken eines Fisches zur Anlage kommen, insbesondere der- art, dass die Fische in Position mit aufgerichteter Fisch-Symmetrieebene zu liegen kommen. Vorteilhaft ist der gesteuerte Positionierantrieb derart eingerichtet, dass die beiden Flankenförderer zur vorzugsweisen äquidistanten Änderung des Abstandes zwischen den Flankenförderern synchron bewegbar sind. Die Flankenförderer werden zweckmäßig durch Umlaufförderer gebildet, die mit gleicher Flankengeschwindigkeit antreibbar sind.

Zweckmäßig weist der Ablageraum ein Ablagemittel auf, das einen den Fisch im ersten Zustand sowie beim Herstellen und Erreichen des zweiten Zustands des Abgabe-Fördermittels aufnehmenden RuheVHalteplatz bildet. Vorzugsweise ist der Ablageraum, insbesondere mit dem Ablagemittel, mit einem Profil ausgebildet, das an ein Querschnittsprofil der Fische angepasst ist, derart, dass jeder Fisch in eine aufgerichtete Position, insbesondere in zentrierte Position mit aufgerichteter Fisch-Symmetrieebene gelangt oder setzbar ist.

Eine vorteilhafte Gestaltung besteht darin, dass die Fisch-Zuführeinrichtung mit vor- zugsweise einer ortsfesten, das heißt mit einer eine nicht-dynamische, stationäre Gleitanlage für den Fisch bildenden Gleit-Führungseinrichtung ausgestattet ist, die den Fisch zur Abgabe und während der Abgabe ausrichtet. Allgemein ist eine Führungseinrichtung zweckmäßig im Bereich des Ablageraums durch ein den Fisch ausrichtendes Ablagemittel sowie im Bereich des Abgabe-Fördermittels durch ein den Fisch in ausge- richteter Position haltendes Führungsmittel gebildet. In einer bevorzugten Ausführung weist die Gleit-Führungseinrichtung eine ortsfest angeordnete Gleit-Führungsschiene auf, die in einem stromaufwärts gelegenen Abschnitt das Ablagemittel bildet, das von oben beschickbar ist. Vorteilhaft wird ein stromabwärts gelegener Abschnitt der Gleit- Führungsschiene, in den der stromaufwärts gelegene Abschnitt übergeht, als ortsfes- tes, den Fisch unterseitig aufnehmendes Stütz-Förderelement ausgebildet. Eine bevorzugte Gestaltung besteht auch darin, dass das ortsfeste Stütz-Förderelement mit einem Transferabschnitt in Abgabe-Förderrichtung an dem Abgabe-Fördermittel frei hervorragt und in einem Fisch-Übergabebereich endet. Insbesondere in Verbindung mit der Ausrichtung und Gleitführung des Fisches mittels der Gleit-Führungseinrichtung wird es möglich, dass Flankenförderer mit Fördergurten eingerichtet werden, deren Kontaktflächen, die als solche zur Kontaktanlage an den geförderten Fisch gelangen, zumindest im Wesentlichen parallel zueinander, insbesondere vertikal ausgerichtet sind. Ein Vorteil besteht darin, dass die Flankenförderer da- durch einen besonders wirksamen Zugriff auf den Fisch herstellen, wobei sie die Ausrichtung, die vorrangig durch die Gleit-Führungseinrichtung erfolgt, nur unterstützen. Insbesondere in Verbindung mit der genannten Gleit-Führungseinrichtung ist auch eine Einrichtung vorteilhaft, mit der die Flankenförderer zur anschmiegenden Längsanlage an einen zu fördernden Fisch gegen quer gerichtete, längsverteilte Kontaktkraft aus- weichbar gehalten sind.

Eine weitere vorteilhafte Gestaltung der eine ortsfeste Gleitanlage für den Fisch bildende Gleit-Führungseinrichtung besteht darin, dass diese mit einer ortsfesten oberen Führungseinrichtung ausgestattet ist, die zwei einander gegenüberliegende stationäre Gleit-Führungswände aufweist, an die der Fisch zur seitlichen Gleit-Führungsanlage gelangt. Auch die obere Führungseinrichtung richtet den Fisch vor dem Förderbeginn aus und führt ihn während der Förderung. Vorteilhaft werden die Gleit-Führungswände gegen Rückstellkraft ausweichbar angeordnet und gehalten, derart, dass sie veränderbare, der Fischgröße angepasste Positionen zur leichtgängigen Gleitführung des Fisches einnehmen. Zweckmäßig erfasst auch die obere Führungseinrichtung den Abla- geraum bzw. das Ablagemittel. Ein den Fisch in den Ablageraum bzw. auf das Ablagemittel einförderndes Beschickelement, insbesondere ein gesteuertes Klappenelement, ist dann oberhalb der oberen Führungseinrichtung angeordnet.

Wenngleich die Gleit-Führungseinrichtung insbesondere in Verbindung mit den Flan- kenforderern besonders vorteilhaft ist, so ist es auch möglich, dass die Abgabe- Fördereinrichtung mit einem den Fisch zur Förderung stützenden und ausrichtenden Boden- Fördermittel eingerichtet wird, das mit einer Fördergeschwindigkeit betreibbar ist, die einer durch die Flankenförderer bewirkten Fördergeschwindigkeit der Fische entspricht. Allgemein kann die Fisch-Zuführeinrichtung zum Beschicken des Ablageraums mit Fischen ein Beschickungsmittel aufweisen, das durch einen Beschickförderer gebildet ist, der in den Ablageraum mündet und so eingerichtet ist, dass die zum Beschicken herangeförderten Fisch einzeln und nacheinander in den Ablageraum richtungsorien- tiert, zum Beispiel mit Schwanz voraus in Längslage, einförderbar sind.

Zweckmäßig ist der Beschickförderer mit Beschickrichtung quer zur Abgabe- Förderrichtung angeordnet. Eine zur seriellen Einforderung und Ablage von Fischen in dem Ablageraum eingerichtete Beschickungseinrichtung, die Bestandteil der Fisch-Zuführeinrichtung und/oder des Beschickungsmittels sein kann, zum Beispiel ein die Fische durch Schließen und Öffnen einzeln durchlassendes Klappenelement, kann mit einem steuerbaren Beschickungsantrieb ausgestattet sein, der mit wenigstens einem von einer Fisch-Bearbeitungseinrichtung abnehmbaren Förder-Steuersignal steuerbar ist.

Vorteilhaft ist das elektrische Steuermittel in Verbindung mit der Fisch-Bearbeitungs- einrichtung so eingerichtet, dass das wenigstens eine Förder-Steuersignal die Geschwindigkeit der Fisch-Mitnehmerelemente sowie deren zeitliches Passieren der Fisch-Übernahmestelle erfasst. Vorzugsweise ist die Einrichtung derart, dass die Fisch-Abgabegeschwindigkeit an der Fisch-Abgabestelle in Übereinstimmung mit der Geschwindigkeit eines zugeordneten Fisch-Mitnehmerelements an der Fisch-Übernah- mestelle gebracht wird. Die Fisch-Mitnehmerelemente sind, wie oben beschrieben, insbesondere jeweils durch einen Klemmmechanismus gebildet, der den Fischschwanz eines auf dem Rücken oder dem Bauch liegenden Fisches, der schwanzvoraus gefördert wird, erfasst. Die Erfindung ist auf derartige Fisch-Mitnehmerelemente nicht beschränkt. Die Fisch-Mitneh- merelemente können allgemein durch Fisch-Halteelemente eines Bearbeitungs-Förder- mittels gebildet sein, die einen Fisch in Bezug auf die einheitliche Körperstelle lagegenau aufnehmen, halten und transportieren. Zum Beispiel kommen Stützelemente, insbesondere in Form von Schubsätteln in Betracht, die jeweils lagegenau in die Bauchhöhle eines Fisches einfassen. Weiterhin sind Mulden oder konkave Ausnehmungen für sich oder zusätzlich möglich, die jeden Fisch lagegenau halten und transportieren.

Eine Gestaltung des Fisch-Übergabesystems besteht darin, dass zwischen dem Abgabe-Fördermittel und der Fisch-Übernahmestelle ein Transferabschnitt eingerichtet ist, der den Fisch, während er mittels des Abgabe-Fördermittels gefördert wird, auf ein zu- geordnetes Mitnehmerelement an der Fisch-Übernahmestelle ausrichtet. Vorteilhaft wird das Ende einer Förderstrecke des Abgabe-Fördermittels, insbesondere der genannte Transferabschnitt, zumindest im Wesentlichen tangential auf den Laufweg des Bearbeitungs-Fördermittels der Fisch-Bearbeitungseinrichtung ausgerichtet. Eine bevorzugte Gestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, dass die Abga- be-Geschwindigkeit an wenigstens eine zugehörige Passiergeschwindigkeit der Mitnehmerelemente an der Fisch-Übernahmestelle angepasst wird. Insbesondere wird eine Übergabe nach Art einer Staffelholz-Übergabe erreicht, wobei die heranfördernde Abgabe-Förderrichtung im Wesentlichen mit der abfördernden Transportrichtung des Bearbeitungs-Fördermittels übereinstimmt. In diesem Fall und auch grundsätzlich wird die Fisch-Übernahmestelle als Stelle betrachtet, die mit der Fisch-Abgabestelle zusammenfällt. Die Übergabe ist auf eine im Wesentlichen gleiche Ausrichtung der Abgabe- Förderrichtung und der Bearbeitungs-Förderrichtung an der Fisch-Übernahmestelle nicht beschränkt. Wesentlich ist, dass der Fisch an der gemeinsamen AbgabeVÜber- nahmestelle zeit- und positionsgenau an oder über dem zugehörigen Fisch-Mitnehmer- element zu liegen kommt. Die Übergabebewegung kann durch (tangentiale) Längsbewegung, aber auch, gegebenenfalls in Kombination, durch eine translatorisch oder kurvenförmig geführte Querbewegung quer zur Beschickungs-Förderrichtung erfolgen.

In Korrespondenz mit einer Gestaltung der Fisch-Zuführeinrichtung oder des Fisch- Übergabesystems wird zum Ausführen des Verfahrens mittels eines Positions-Sensor- mittels zur gesteuerten Abgabe-Förderung eine Fisch-Körperstelle festgestellt, die sämtlichen Fischen einer Spezies gemeinsam ist, wobei ein definierter Abgabe-Förderweg an der Fisch-Abgabestelle endet und mit einem eine Bezugsstelle definierenden Weganfang beginnt und mittels eines Positions-Sensormittels in Bezug auf den Weganfang die Fisch-Körperstelle festgestellt wird. Zum Beispiel kann für den Fall, dass eine Messung am bewegten Fisch durchgeführt wird, mit einem Positions-Sensormittel eine Steuergröße an einem Weganfang gemessen wird, der dann eine Mess- Bezugsstelle zur einheitlichen Fisch-Körperstelle bildet.

Eine bevorzugte Ausführung besteht darin, dass die Fische das Positions-Sensormittel zum Feststellen der Fisch-Körperstelle passieren. Im Ablageraum in Ruheposition veränderlich zu liegen kommende Fisch-Körperstellen können jedoch auch im Bereich des Ablageraums mittels einer Abtast-Sensoreinrichtung festgestellt und gemessen werden, und zwar in Bezug auf eine zur Steuerung definierte feste Basisposition, die dann mit dazu festgestellter und zur Förder-Steuerung berücksichtigter Lageabweichung den Förder-Weganfang definiert.

Eine besonders gestaltete Verfahrensmaßnahme besteht darin, dass die gesteuerte Abgabe der Fische an der Fisch-Abgabestelle wenigstens temporär intermittierend betrieben wird, derart, dass die Fisch-Abgabegeschwindigkeit zum Abgabezeitpunk Null beträgt oder kleiner oder größer als die Abgabe-Fördergeschwindigkeit vor der Abgabe ist. Die gesteuerte Abgabe der Fische kann auch wenigstens temporär derart betrieben werden, dass die Abgabe-Fördergeschwindigkeit des Abgabe-Fördermittels zum Abgabezeitpunkt kleiner oder größer als eine Bearbeitungs-Fördergeschwindigkeit der Fisch-Mitnehmerelemente einer Fisch-Bearbeitungseinrichtung ist.

Eine weitere Gestaltung besteht darin, dass an der Fisch-Übernahmestelle ein Übernahme-Sensormittel angeordnet ist, das mit der Steuerung zusammenwirkt und die Fisch-Übernahme feststellt, wobei im Fall einer nicht erfolgten Fischübernahme auf ein Fisch-Mitnehmerelement das Abgabe-Fördermittel so gesteuert und betrieben wird, dass der Fisch an der Fisch-Abgabestelle zur Übernahme auf ein nachfolgendes Fisch- Mitnehmerelement bis zur zugehörigen Freigabe, gegebenenfalls mit einem Versatz der Fisch-Abgabestelle in oder gegen die Abgabe-Förderrichtung, gehalten wird.

Vorteilhaft wird ein an der Fisch-Übernahmestelle auf ein Fisch-Mitnehmerelement nicht übernommener Fisch zum Ausschleusen aus dem Förderprozess freigegeben und abgeführt. Dies kann dadurch geschehen, dass die oben beschriebene Gleit-Füh- rungseinrichtung oder eine andere den Fisch fördernde oder in Abgabeposition haltende Führungseinrichtung mit einer Ausschleuseeinrichtung derart eingerichtet ist, dass sie den Fisch freigibt. Statt einer solchen Freigabe kann eine Einrichtung auch derart sein, dass das Abgabe-Fördermittel im Eingriff mit dem Fisch in die entgegengesetzte Förderrichtung gesteuert wird und der Ablageraum zum Durchführen und Herausführen des zurückgeförderten Fisches eingerichtet ist. Eine andere Maßnahme besteht darin, dass ein von einem Fisch-Mitnehmerelement nicht korrekt erfasster Fisch von dem Bearbeitungs-Fördermittel mitgenommen wird und an dem Bearbeitungs-Fördermittel ein Ausschleusemittel angeordnet ist, dem der auszuschleusende Fisch zugeführt wird. Die Steuerung kann derart sein, dass ein noch an der Fisch-Ablagestelle befindlicher Fisch zum Ausschleusen freigegeben und auf das Bearbeitungs-Fördermittel abgelegt wird. An der Fisch-Übernahmestelle kann ein Übernahme-Sensormittel angeordnet sein, das die Fehllage auf dem Bearbeitungs-Fördermittel erkennt und ein entsprechendes Stör-Steuersignal abgibt.

Auf die genannten und noch andere zweckmäßige und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Unteransprüche gerichtet. Lediglich besonders zweckmäßige und vorteilhafte Ausbildungsformen und -möglichkeiten werden anhand der folgenden Beschreibung der in der schematischen Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher beschrieben. Jede beschriebene Einzel- oder Detailgestaltung innerhalb eines Ausführungsbeispiels ist als strukturell selbstständiges Detailbeispiel für andere nicht oder nicht vollständig beschriebene unter die Erfindung fallende Ausführungen und Gestaltungen zu verstehen. Gestaltungen oder Merkmale, die übergeordnete selbstständige Relevanz haben, werden insbesondere mit der Angabe "allgemein" hervorgehoben. Es zeigen

Fig. 1 in Längsansicht ein erfindungsgemäßes Fisch-Ubergabesystem mit einer erfindungsgemäßen Fisch-Zuführeinrichtung im Förderzustand und

Fig. 2A - 2D eine erfindungsgemäße Fisch-Zuführeinrichtung mit

Fig. 2A u. 2B in axonometrischer Vorder-Längsansicht mit einem Abgabe-Fördermittel in inaktiver (Fig. 2A) und aktiver (Fig. 2B) Position, Fig. 2C in axonometrischer Rück-Längsansicht mit dem Abgabe- Fördermittel in inaktiver Position und

Fig. 2D in axonometrischer Rück-Stirnansicht mit dem Abgabe-Förder- mittel in aktiver Position.

Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist ein erfindungsgemäßes Fisch-Ubergabesystem 2 durch eine erfindungsgemäße Fisch-Zuführeinrichtung 1 und eine dieser nachgeordnete Fisch-Bearbeitungseinrichtung 7 gebildet. Ein Beschickungsmittel 6 mit einem Beschickförderer 61 und einer Beschickeinrichtung 62 ist an einer vorderen Längsseite (Vorder-Längsseite) der Fisch-Zuführeinrichtung 1 angeordnet. Das Beschickungsmittel 6 ist in Fig. 1 nur schematisch dargestellt und wird mit Fig. 2A bis 2D näher beschrieben. Die Einrichtungen und Bauteile sind an nicht dargestellten Rahmen, Konsolen, Gehäusen oder dergleichen Mittel angeordnet, gelagert und befestigt.

Das Fisch-Übergabesystem 2 ist mit einer elektrischen Steuereinrichtung 5 ausgestattet, die insbesondere einen Bestandteil der Fisch-Zuführeinrichtung 1 bildet und über Signalwege, im Ausführungsbeispiel Signalleitungen, in das Fisch-Übergabesystem 2 eingebunden ist. Über erste Signalwege ist eine Eingangssteuerung mit Steuersignalen S1 und S2 vorgesehen. Über zweite Signalwege wird ein Abgabe-Fördermittel 3 der Fisch-Zuführeinrichtung 1 mit Steuersignalen S3 und S4 angesteuert. Über einen dritten Signalweg wird das Beschickungsmittel 6, nämlich die Beschickungseinrichtung 62, mit einem Steuersignal S5 angesteuert. Die Fisch-Zuführeinrichtung 1 , die sich mit einer Vorrichtungslänge erstreckt, wird anhand der Fig. 2A bis 2D näher beschrieben. Sie weist einen Fische 9 in Längslage einzeln aufnehmenden Ablageraum 1 1 auf, der eingerichtet und angeordnet ist, um Fische 9 von der gesteuerten Beschickungseinrichtung 62 einzeln seriell zu empfangen. Der Ablageraum 1 1 weist ein sich in der Vorrichtungslänge erstreckendes Ablagemittel 12 mit einem V-förmigen Bodenprofil auf (s. insbesondere Fig. 2D), das an Querschnittsprofile der Fische 9 angepasst ist, so dass jeder Fisch 9 in eine zentrierte Position mit aufgerichteter Fisch-Symmetrieebene setzbar ist. Das Ablagemittel 12 fasst mit einem Abschnitt in einen eine Abgabe-Förderrichtung 300 bestimmenden Förderbereich des Abgabe-Fördermittels 3 ein, das durch einen in der Vorrichtungslänge ausge- richteten Längsförderer gebildet ist, mit dem die längsausgerichteten Fische 9 an ein Bearbeitungs-Fördermittel 71 der Fisch-Bearbeitungseinrichtung 7 zum Überführen der Fische 9 an die Fisch-Bearbeitungseinrichtung 7 förderbar sind.

Das Beschickungsmittel 6, das anhand der Fig. 2A bis 2D näher beschrieben wird, weist einen dem Ablagemittel 12 zugeordneten Beschickförderer 61 auf, der durch zwei in Reihe angeordnete Bodenplatten 610 gebildet ist, die oberhalb des Ablagemittels 12 vor einem sich in der Vorrichtungslänge erstreckenden Klappenelement 621 der Beschickungseinrichtung 62 angeordnet sind. Die Bodenplatten 610 und das Klappenelement 621 verlaufen, in der Vorrichtungslänge betrachtet, in Abgabe-Förderrichtung etwas nach unten geneigt. Die Bodenplatte 610, die an die Fisch-Zuführeinrichtung 1 angrenzt, und das Klappenelement 621 bilden einen entsprechend schräg ausgerichteten Beschickraum. Die Bodenplatten 610 bilden mit Beschickrichtung 600 einen quer zu der Vorrichtungslänge angeordneten Beschickweg, der zur Rutschförderung nach unten geneigt ist und die Fische 9 zum Beschicken der Fisch-Zuführeinrichtung 1 in Parallellage aufnimmt. Ein nicht dargestelltes Zuführ- und Ausrichtmittel fördert die Fische 9 in Parallellage in den Beschickförderer 61 ein, wobei sie so ausgerichtet werden, dass sie in Rückenlage mit ihrem Schwanz gegen eine nur in Fig. 1 schematisch dargestellte Anlage 61 1 des Beschickraums gelangen. Durch gesteuertes Öffnen und Schließen des schwenkbar angelenkten Klappenelements 621 mittels Aktuatoren 622, die mit der elektrischen Steuereinrichtung 5 verbunden sind, sind die Fische 9 in

Längslage seriell auf das Ablagemittel 12 abwerfbar, wobei der Fisch 9 in Rückenlage zu liegen kommt und der Fischschwanz in Abgabe-Förderrichtung 300 vorausweist. In der Zeichnung ist das Klappenelement 621 in geschlossener Position dargestellt. Der abgeworfene Fisch 9 nimmt in dem Ablageraum 1 1 auf dem Ablagemittel 12 eine Ru- he- und Halteposition ein, die sich in Fig. 1 stromaufwärts des dort dargestellten Fisches 9 unter dem Beschickungsmittel 6 befindet. Allgemein kann das Klappenelement 621 durch jedes Beschickelement gebildet sein, das den Abwurf des Fisches 9 durch gesteuertes Öffnen und Schließen bewirkt. Das Beschickelement kann ein unmittelbarer Bestandteil der Fisch-Zuführeinrichtung 1 sein und - wie im Ausführungsbeispiel - an dieser angeordnet sein.

Eine allgemeine Gestaltung besteht darin, dass der Längsförderer des Abgabe-Fördermittels 3 durch zwei Flankenförderer 31 gebildet ist, die in der Vorrichtungslänge an einer geraden Förderstrecke 100 einander gegenüberliegend angeordnet sind. Insbe- sondere weist die Förderstrecke 100 eine Führungsschiene 14 auf, die Bestandteil einer stationären Gleit-Führungseinrichtung 140 ist. Ein stromaufwärts gelegener Ab- schnitt der Führungsschiene 14 bildet das Ablagemittel 12, das in einen stromabwärts gelegenen Führungsschienen-Abschnitt übergeht, der als Bestandteil des Abgabe-Fördermittels 3 ein ortsfestes Stütz-Förderelement 32 bildet, das mit einem Transferabschnitt 321 in Abgabe-Förderrichtung 300 an dem Abgabe-Fördermittel 3 frei hervor- ragt und in einem Fisch-Übergabebereich 420 endet. Allgemein ist jeder Flankenförderer 31 durch einen Umlauf-Förderer mit einem um ein Rollenpaar 312 endlos geführten Fördergurt 313 gebildet. Längs der Förderstrecke 100 einander zugewandte Kontaktflächen der Fördergurte 313 sind im Wesentlichen vertikal ausgerichtet. Während der Förderung kommen die Fische an der Führungsschiene 14 in Gleitanlage zu liegen, wobei sie einheitlich aufgerichtet und ausgerichtet werden.

Die Flankenförderer 31 sind mit einem Positionierantrieb 35 und einem Förderantrieb 36 verbunden. Der Positionierantrieb 35 ist zum steuerbaren Positionieren der Flankenförderer 31 derart eingerichtet, dass die Flankenförderer 31 quer zur Förderstrecke 100 und in Höhe des zu fördernden Fisches 9 auseinander bewegbar sowie aufeinander zubewegbar sind. Dabei bleiben die Kontaktflächen der Fördergurte 313 im Wesentlichen in Parallellage. Die Umlenkrollen 31 1 und Antriebsorgane, z. B. Servomotoren, des Förderantriebs 36, die jeweils eine Rolle der Rollenpaare 312 antreiben, sind an Konsolen 351 angeordnet, die über ein in der Zeichnung nur teilweise dargestelltes Gestänge 352 mit dem Positionierantrieb 35 verbunden sind. Zudem sind die Konsolen 351 derart angeordnet und gelagert, dass die Flankenförderer 31 zur anschmiegenden Anlage an einen zu fördernden Fisch 9 gegen quergerichtete Kontaktkraft ausweichbar gehalten sind. Die elektrische Steuereinrichtung 5 steuert den Positionierantrieb 35 mit dem Steuersignal S3 derart, dass dieser das Paar der Flankenförderer 31 in drei Zustände setzt. In einem ersten Zustand 301 , der in Fig. 2A und 2C dargestellt ist, befinden sich die Flankenförderer 31 in einem voneinander beabstandeten Zustand, der zwischen den Flankenförderern 31 einen Teil des Ablageraums 1 1 bildet, wobei ein in den Ablageraum 1 1 abgeworfener Fisch 9 von dem Abgabe-Fördermittel 3 freigestellt ist. Die Kontaktflächen der Fördergurte 313 befinden sich dann in einer inaktiven (offenen) Position außer Fördereingriff mit den seitlichen Flanken des Fisches 9.

In einem zweiten Zustand 302, nämlich in einer aktiven (geschlossenen) Position erfas- sen die Flankenförderer 31 unmittelbar den in dem Ablageraum 1 1 abgelegten Fisch 9. Die Kontaktflächen der Fördergurte 313 kommen an den Flanken des Fisches 9 zur Kontaktanlage. Die Flankenförderer 31 werden vorzugsweise gleichmäßig in eine zur Förderstrecke 100 spiegelbildliche Position gebracht, derart, dass der Fisch 9 zusätzlich zur Ausrichtung mittels der Führungsschiene 14 in seiner Position mit aufgerichteter Fisch-Symmetrieebene zentriert wird. In dem zweiten Zustand 302 lässt sich ein er- fasster Fisch 9 in Abgabe-Förderrichtung 300 mit durch den Förderantrieb 36 gesteuerter Abgabe-Fördergeschwindigkeit beschleunigen und fördern. Eine Position des geförderten Fisches 9 ist in Fig. 1 dargestellt.

Ein durch die Steuerung herbeiführbarer dritter Zustand 303 entsteht dadurch, dass das Abgabe-Fördermittel 3 aus dem zweiten Zustand 302 in einen Öffnungszustand versetzt wird, in dem der Fisch 9 freigegeben wird. Die Flankenförderer 31 werden vorzugsweise äquidistant von der Förderstrecke 100 bzw. dem Fisch 9 distanziert. Der in der genannten Zustands-Reihenfolge herbeigeführte dritte Zustand 303 entspricht dem ersten Zustand 301 . Der Fördereingriff des Abgabe-Fördermittels 3 an dem Fisch 9 ist beseitigt. Der geöffnete Zwischenraum zwischen den Flankenförderern 31 steht zur Ablage und zum Fördereingriff für einen nachfolgenden Fisch 9 zur Verfügung.

Im Zusammenwirken mit den genannten Aggregaten und Baukomponenten kommt der Steuerung der Zustände besondere Bedeutung zu. Allgemein ist wesentlich, dass der Fisch 9 mittels des Abgabe-Fördermittels 3 an eine definierte Fisch-Abgabestelle 42 gefördert wird. Die Fisch-Abgabestelle 42 ist ein definierter Ort, an dem ein vorauslaufender Fischteil zu einem definierten Zeitpunkt anwesend ist, wobei diese Fisch-Abgabestelle 42 in Bezug auf die Förderstrecke 100 der Fisch-Zuführeinrichtung 1 grundsätzlich als ortsfeste Stelle zu betrachten ist. Die Fisch-Abgabestelle 42 ist weiter da- durch definiert, dass der genannte Fischteil zu dem definierten Zeitpunkt nicht nur an der Fisch-Abgabestelle 42 anwesend ist, sondern auch zu diesem Zeitpunkt (Abgabe- Zeitpunkt) der Fördereingriff des Abgabe-Fördermittels 3 an dem Fisch 9 durch gesteuertes Herbeiführen des Zustandes 303 beendet wird. Die Maßnahmen gelingen erfindungsgemäß allgemein dadurch, dass vor der Abgabe-Förderung in der Fisch-Ruhepo- sition und/oder während der Abgabe-Förderung eine Referenzposition des Fisches 9 als Steuergröße zur Steuerung mittels des elektrischen Steuermittels 5 erfasst wird, wobei nach Vorgaben für einen Abgabe-Zeitpunkt in Kombination die Förderung sowie die Freigabe des Fisches 9 mittels des Förderantriebs 36 und des Positionierantriebs 35 gesteuert werden. Es lassen sich verschiedene Steuerungsmuster mit Vorgaben bzw. Steuergrößen wählen. Ein Steuerablauf besteht darin, dass dann, wenn ein Fisch-Referenzteil die Fisch- Abgabestelle 42 erreicht, zu diesem Zeitpunkt (Orts-Zeitpunkt) mittels des Förderantriebs 36 die Förderung gestoppt wird, so dass der Fisch 9 in einer Position auf der Führungsschiene 14 - mit im Beispiel einem an dem Stütz-Förderelement 32 überstehenden Fischteil, nämlich dem Fischschwanz - ruht. Die Fisch-Abgabegeschwindigkeit beträgt dann zum Zeitpunkt der Abgabe Null. Die Steuerung kann derart sein, dass der Orts-Zeitpunkt mit dem Fisch-Abgabezeitpunkt - Freigabe durch Herbeiführen des dritten Zustands 303 - zusammenfällt. Der Fisch-Abgabezeitpunkt kann aber auch zeitlich gesteuert nachfolgen.

Ein Steuerablauf besteht darin, dass der Förderantrieb 36 so gesteuert wird, dass ein Fisch-Referenzteil zum Fisch-Abgabezeitpunkt an der Fisch-Abgabestelle 42 eine Geschwindigkeit aufweist, die größer als Null ist. Vorteilhaft kann die Steuerung so ge- wählt werden, dass die Fisch-Abgabegeschwindigkeit im Wesentlichen mit der Geschwindigkeit des Bearbeitungs-Fördermittels 71 der Fisch-Bearbeitungseinrichtung 7 übereinstimmt, die Differenz zwischen den beiden Geschwindigkeiten also Null oder möglichst gering ist. Die Steuerung kann auch derart sein, dass die Fisch-Abgabegeschwindigkeit durch entsprechende Steuerung des Förderantriebs 36 gezielt kleiner oder größer als die Geschwindigkeit des Fördermittels 71 der Fisch-Bearbeitungseinrichtung 7 herbeigeführt wird.

Die Steuerung ist auf die genannten Steuerabläufe für sich oder in Kombination nicht eingeschränkt. Insbesondere kann mittels des elektrischen Steuermittels 5 jede Steue- rung eingerichtet werden, die die Steuerung des Positionierantriebs 35 und die Steuerung des Förderantriebs 36 miteinander kombiniert, wobei insbesondere Mischformen der genannten Steuerabläufe vorgesehen werden können. Das elektrische Steuermittel 5 kann durch jede übliche rechnerbetriebene oder rechnergestützte, zum Beispiele mit geeigneten Schnittstellen versehene Steuereinrichtung gebildet sein, die Abläufe und Zustände in Abhängigkeit von ermittelten Steuergrößen, Funktionen und/oder Programmen steuert und/oder regelt. Übliche Prozessoren können verwendet werden. Das Steuermittel kann Bestandteil des Systems, einer Gesamtanlage oder -maschine sein oder, wie im Ausführungsbeispiel, als Bestandteil der Fisch-Zuführeinrichtung 1 vorgesehen sein. Komponenten des Steuermittels 5 können auf Betriebs-/Funktions- Bereiche des Fisch-Übergabesystems 2 verteilt sein und in Wirkverbindung betrieben werden. Im Ausführungsbeispiel ist das Fisch-Referenzteil der Fischschwanz, der eine Zugriffsstelle 92 bildet, an der der Fisch zum Fördern in der Fisch-Bearbeitungseinrichtung 7 mittels eines Fisch-Mitnehmerelements 72 erfasst wird. Die Zugriffsstelle 92 wird durch eine zu dem Fischschwanz gehörende signifikante Körperstelle 91 , nämlich die Schwanzwurzel des schwanzvorausgeförderten Fisches 9 festgestellt. Die Schwanzwurzeln sind Körperstellen, die die Fische 9 anatomisch einheitlich und gemeinsam aufweisen. Dadurch erhält man für unterschiedliche und/oder schwankende Fischgrößen einen einheitlichen Bezug zu positionsgenau zu bearbeitenden Körperteilen.

Im Ausführungsbeispiel ist an der Förderstrecke 100 am Anfang des Transferabschnittes 321 ein Sensor 410 angeordnet, der die Schwanzwurzel unmittelbar beim Austritt aus dem Abgabe-Fördermittel 3 feststellt und eine entsprechende Steuergröße in Form des Signals S1 an die elektrische Steuereinrichtung 5 abgibt. Die genannte Fisch-Ab- gabestellte 42 wird durch einen Abgabe- Förderweg 4 bestimmt, der an einer Bezugsstelle 41 beginnt und mit definierter Förderlänge 400 an der Fisch-Abgabestelle 42 endet. Die Bezugsstelle 41 ist durch die an der Förderstrecke 100 ortsfeste Stelle bestimmt, an der das Positions-Sensormittel 410 zeitlich und örtlich den Vorbeigang der Schwanzwurzel misst. Das Positions-Sensormittel 410 kann durch jedes Mittel, das eine signifikante Ortsstelle am Fischkörper erfasst, gebildet sein. Zum Beispiel wird ein Lichtschranken-Sensor eingesetzt. Andere Beispiele sind übliche Messfahnen, die durch die zu messende Ortsstelle ausgelenkt werden.

Im Ausführungsbeispiel ist der Führungsschiene 14, auf der der geförderte Fisch 9 ausgerichtet wird und entlanggleitet, eine obere Führungseinrichtung 370 der Gleit- Führungseinrichtung 140 oberhalb der Führungsschiene 14 zugeordnet, die, wie insbesondere aus Fig. 2C und 2D ersichtlich, dachförmig mit zwei Führungswänden 371 ausgebildet ist, die zwischen sich einen den auf dem Rücken liegenden Fisch 9 im Bauchbereich gleitend führenden Führungs-/Förderraum 37 ausbilden und im Bereich der Flankenförderer 31 ausgeschnitten sind. Die obere Führungseinrichtung 370 ist in Fig. 1 nicht dargestellt. Die Führungswände 371 sind mittels eines Aktuators 372 gegen Rückstellkraft schwenkbar angelenkt, derart, dass sie veränderbare, der Fischgröße angepasste Positionen zur Gleitführung des Fisches 9 einnehmen. Das Klappenelement 621 oder ein anderes die Beschickung durch Öffnen und Schließen bewirkendes Beschickelement ist oberhalb der oberen Führungseinrichtung 370 angeordnet, derart, dass jeder Fisch von oben in den Ablageraum 1 1 gelangt, der Bestandteil des Führungsraums 37 der oberen Führungseinrichtung 370 ist.

Im Ausführungsbeispiel ist die Fisch-Bearbeitungseinrichtung 7 mit einem für das Fisch-Übergabesystem 2 wesentlichen Förderabschnitt dargestellt, der durch das Bearbeitungs-Fördermittel 71 in Form eines üblichen endlosen Kettenförderers oder dergleichen gebildet ist. Dieser ist mit Fischaufnahmen bestückt, die zum Beispiel aus einer Reihe von Stützprismen 720 bestehen und an ihrem vorauslaufenden Ende jeweils einen mit Schwanzklammer versehenen Klemmmechanismus aufweisen, der zum Beispiel das Fisch-Mitnehmerelement 72 bildet.

Der Kettenförderer wird an einer Umlenkrolle 74 umgelenkt, so dass er entlang einer Bearbeitungs-Förderstrecke 75 in Transportrichtung 700 läuft. Das Stütz-Förderelement 32 ist mit seinem Transferabschnitt 321 tangential auf den Zenitbereich der Um- lenkrolle 74 ausgerichtet, wobei die Fischaufnahmen in gerader Verlängerung der Förderstrecke 100 der Fisch-Zuführeinrichtung 1 zu liegen kommen. Jedes Fisch-Mitnehmelement 72 erfasst einen Fischschwanz des mit der Fisch-Zuführeinrichtung 1 herangeförderten Fisches 9 in dem Übergabebereich 420, der zum größten Teil von dem Transferabschnitt 321 frei ist und im Bereich vor dem Rollenzenit vorgesehen ist. Der Zugriff des Fisch-Mitnehmerelements 72 auf den Fischschwanz ist an einer Fisch- Übernahmestelle 73 abgeschlossen. Die Fisch-Übernahmestelle 73 wird als Stelle betrachtet, die mit der Fisch-Abgabestelle 42 korrespondiert und insbesondere mit dieser zusammenfällt. Die bereits beschriebene Orts-, Zeit- und Geschwindigkeitssteuerung an der Fisch-Abgabestelle 42 erfolgt derart, dass der Fisch 9 mit seinem Schwanz po- sitionsgenau und mit gesteuerter Geschwindigkeit an das zugehörig passierende Fisch-Mitnehmerelement 72 überführt wird. Insbesondere wird, wie bereits beschrieben, der Fisch 9 mit an die Förderketten-Geschwindigkeit angepasster, insbesondere mit im Wesentlichen gleicher momentaner Fisch-Abgabegeschwindigkeit überführt. Das Fisch-Übergabesystem 2 kann, wie dargestellt, derart eingerichtet sein, dass der Betrieb der Fisch-Zuführeinrichtung 1 mit einem von der Fisch-Bearbeitungseinrichtung 7 abgenommenen Steuersignal S2, zum Beispiel einem Fördersignal gesteuert wird. Insbesondere ist das Steuersignal S2 ein einem Fördertakt des Bearbeitungs-Förder- mittels 71 entsprechendes Steuer-Taktsignal. Das Steuersignal S2 wird allgemein mit- tels eines nicht dargestellten Signalgebers gewonnen, der zum Beispiel die Geschwindigkeit der Fisch-Mitnehmerelemente 72 und/oder deren zeitliches Passieren der Fisch-Übernahmestelle 73 bzw. des Übergabebereichs 420 erfasst. Die Steuerung kann auch so eingerichtet sein, dass das insbesondere mittels der Aktuatoren 622 betriebene gesteuerte Öffnen und Schließen des Klappenelements 621 der Beschickungseinrichtung 62 im Takt des Bearbeitungs-Fördermittels 71 der Fisch-Bearbei- tungseinrichtung 71 durchgeführt wird. Das elektrische Steuermittel 5 kann anstelle einer direkten Steuerverbindung mit der Fisch-Bearbeitungseinrichtung 7 zur Vorgabe von wenigstens einer dem Steuersignal S2 entsprechenden Steuergröße mit wenigstens einem Steuerparameter betrieben werden, der definiert einer Betriebs-/Funktions- konstellation der Fisch-Bearbeitungseinrichtung 7 zur Fischübernahme zugeordnet ist.

Die Fisch-Bearbeitungseinrichtung 7 kann allgemein mit einem in Fig. 1 nur strichpunktiert dargestellten Übernahme-Sensormittel 76 ausgestattet werden, das an der Fisch- Übernahmestelle 73 die Fischübernahme überwacht. Es wird dann zum Beispiel eine Steuerverbindung mit dem elektrischen Steuermittel 5 eingerichtet, derart, dass im Fall einer nicht erfolgten Fischübernahme auf ein Fisch-Mitnehmerelement 72 das Abgabe- Fördermittel 3 so gesteuert und betrieben wird, dass der Fisch 9 an der Fisch-Abgabestelle 42 zur Übernahme auf ein nachfolgendes Fisch-Mitnehmerelement 72 bis zur zugehörigen Freigabe gehalten wird. Eine Besonderheit kann allgemein darin bestehen, dass die Fisch-Abgabestelle 42 temporär oder dauerhaft, insbesondere in Richtung hin zu der Fisch-Bearbeitungseinrichtung 7, versetzt wird. Ein solcher gesteuerter Versatz wird dadurch ausgeführt, dass der noch von dem Abgabe-Fördermittel 3 gehaltene Fisch 9 mittels des Abgabe-Fördermittels 3 ein geringes Stück, mit dem der Zenitbereich der Umlenkrolle 72 nicht verlassen wird, vor- oder zurückgefördert wird, wobei er zur Abgabe mit definiert gesteuerter Geschwindigkeit, einschließlich einer Geschwin- digkeit Null (erneute Ruheposition), erneut gefördert wird.

Das elektrische Steuermittel 5 kann allgemein für einen Betrieb bei einer Fisch-Übernahmestörung derart eingerichtet, dass ein an der Fisch-Übernahmestelle 73 auf ein Fisch-Mitnehmerelement 72 nicht ordnungsgemäß übernommener Fisch an der Fisch- Abgabestelle 42 zum Ausschleusen aus dem Förderprozess freigegeben und abgeführt wird. Zum Beispiel kann die Steuerung in Verbindung mit einem in Fig. 1 nur strichpunktiert dargestellten Ausschleusemittel 77 derart eingerichtet sein, dass der Fisch 9 über das Bearbeitungs-Fördermittel 71 ausgeschleust wird, in dem der Fisch 9, ohne dass er von den Fisch-Mitnehmerelementen 72 erfasst wird, an das Bearbei- tungs-Fördermittel 71 abgegeben wird und zu dem Ausschleusemittel 77, das an dem Bearbeitungs-Fördermittel angeordnet ist, bewegt wird. Ein Ausführungsbeispiel für die gesteuerte Ausschleuse-Stelle besteht auch darin, dass das Stütz-Förderelement 32 im Bereich des Transferabschnitts 321 oder auch die gesamte Führungsschiene 14 mit einem ansteuerbaren Ausschleuse-Mechanismus 323 zum bodenseitigen Öffnen und Auswerfen eines Fisches 9 eingerichtet werden. Ein solcher Mechanismus wird in Fig. 2D schematisch dargestellt. Das Stütz-Förderelement 32 bzw. die Führungsschiene 14 ist zweiteilig mit Bodenteilen 322 ausgebildet, die mit einem mit dem elektrischen Steuermittel 5 steuerbaren Mechanismus 323 zum Öffnen und Schließen des Förderbodens querbewegbar angeordnet sind. Im Fall einer Betriebsstörung oder einer nicht erfolgten Fischübernahme wird der Boden durch Ansteuerung des Mechanismus 323 geöffnet, so dass der Fisch 9 aus der Förderstrecke 100 nach unten herausfällt.

Aus vorstehender Beschreibung resultieren insbesondere folgende Funktionen und erfindungsgemäße Verfahrensmaßnahmen. Die Fische 9 werden in Längsausrichtung an der Ablagestelle 13 einzeln in die Halte-/ Ruheposition innerhalb des insbesondere durch die Flankenförderer 31 gebildeten Zugriffsbereichs des Abgabe-Fördermittels 3 gebracht. In der Halte-/Ruheposition befindet sich das Abgabe-Fördermittel 3 außer Eingriff mit dem Fisch 9. Das Abgabe-Fördermittel 3 wird mittels der Steuerung des elektrischen Steuermittels 5 nach Vorgabe von in Förder-Steuersignale umgesetzten Steuergrößen in den Förderzugriff auf den in der HalteVRuheposition befindlichen Fisch 9 gesteuert. Der in der Halte-/Ruheposition erfasste Fisch 9 wird längs des definierten Abgabe-Förderwegs 4 zu der Fisch-Abgabestelle 42 bewegt und dort zum zeit- und positionsgenauen, vorteilhaft auch ge- schwindigkeits-definierten Erfassen durch die Fisch-Mitnehmerelemente 72 der Fisch- Bearbeitungseinrichtung 7 freigegeben, wobei die Abgabe-Förderbewegung und die Freigabe mit dem Abgabe-Zeitpunkt und der insbesondere definierten momentanen Abgabe-Geschwindigkeit, zugehörig zu jedem Fisch 9, im Einklang mit dem Betrieb der Fisch-Mitnehmerelemente 72 gesteuert werden, die die Fisch-Übernahmestelle 73 passieren.