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Patent Searching and Data


Title:
FISH-SUPPLYING DEVICE AND METHOD THEREFOR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/186274
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a fish-supplying device (10), which is designed to supply fish (13) to a plurality of fish-processing devices and comprises: a transverse conveyor (14), which is designed to convey the fish (13) transversely to the head-tail orientation thereof in a transverse conveying direction (15), wherein the transverse conveyor (14) comprises a plurality of holding elements (17), each of which is designed to individually hold one of the fish (13), and the transverse conveyor (14) has a controllable drive unit (19); at least one loading device (11), which is designed to load the holding elements (17) of the transverse conveyor (14) with the fish; a plurality of transfer devices (16), which are designed to selectively transfer the fish (13) from the transverse conveyor to the longitudinal conveyors (12) arranged before the respective fish-processing devices, wherein the longitudinal conveyors (12) are designed to convey the fish (13) along the head-tail orientation thereof to the fish-processing machines; and a control device, which is designed to control the at least one loading device (11), the transfer devices (16), and the conveying speed of the transverse conveyor (14) on the basis of at least one predefined adjustment specification. The invention further relates to a corresponding method for supplying fish.

Inventors:
HERBST, Jan-Patrick (Segeberger Str. 35, Groß Rönnau, 23795, DE)
SCHUBERT, Frank (Sportzenkoppel 66, Hamburg, 22359, DE)
JACOBSEN, Ulf (Kornrade 36 a, Bad Schwartau, 23611, DE)
LOHSE, Christian (Maimoorweg 28, Hamburg, 22179, DE)
DALGAARD-NIELSEN, Ib Verner (Skovsgaardsparken 30, 8362 Hoerning, 8362, DK)
Application Number:
EP2016/059304
Publication Date:
November 02, 2017
Filing Date:
April 26, 2016
Export Citation:
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Assignee:
NORDISCHER MASCHINENBAU RUD. BAADER GMBH + CO. KG (Geniner Str. 249, Lübeck, 23560, DE)
International Classes:
A22C25/04; A22C25/08
Domestic Patent References:
WO2016020105A12016-02-11
WO2003013262A12003-02-20
Other References:
IBTRADE FOODMACHINES: "Big Marel Grader/Batcher for sale 8 stations for Whole cod, Haddock, pollack", 15 December 2012 (2012-12-15), XP054975671, Retrieved from the Internet [retrieved on 20150114]
MAREL FISH: "Customer Story - Bremnes Seashore", 18 February 2013 (2013-02-18), XP054977008, Retrieved from the Internet [retrieved on 20161207]
Attorney, Agent or Firm:
STORK BAMBERGER PATENTANWÄLTE PARTMBB (Meiendorfer Strasse 89, Hamburg, 22145, DE)
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Claims:
Ansprüche

Fischzuführeinrichtung (10), eingerichtet und ausgebildet zum Zuführen von Fischen (13) an mehrere Fischbearbeitungseinrichtungen, umfassend einen zum Fördern der Fische (13) quer zu ihrer Kopf-Schwanz-Ausrichtung in Querförderrichtung (15) eingerichteten Querförderer (14), wobei der Querförderer (14) eine Vielzahl von jeweils zur Einzelaufnahme eines der Fische (13) aus gebildeten Aufnahmeelementen (17) umfasst und der Querförderer (14) eine steuerbar eingerichtete Antriebseinheit (19) aufweist, mindestens eine zum Beschicken der Aufnahmeelemente (19) des Querförderers (14) mit den Fischen eingerichtete Beschickungseinrichtung (1 1 ), mehrere Übergabeeinrichtungen (16), die zur selektiven Übergabe der Fische (13) von dem Querförderer an jeweils den Fischbearbeitungseinrichtungen vorgeordnete Längsförderer (12) ausgebildet sind, wobei die Längsförderer (12) eingerichtet sind, die Fische (13) längs ihrer Kopf-Schwanz-Ausrichtung zu den Fischbearbeitungsmaschinen zu fördern, sowie eine Steuereinrichtung, die eingerichtet ist, die mindestens eine Beschickungseinrichtung (1 1 ), die Übergabeeinrichtungen (16) sowie die Fördergeschwindigkeit des Querförderers (14) auf Basis mindestens einer vorbestimmten Verteilvorschrift zu steuern.

Fischzuführeinrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Beschickungseinrichtung (1 1 ) wenigstens ein steuerbewegliches Eintaktklappenelement (20) umfasst, das eingerichtet ist, mittels eines von der Steuereinrichtung erzeugten Eintaktsteuersignals jeweils das Beschicken eines der Aufnahmeelemente (17) mit Fisch (13) zu einem vorgewählten Abgabezeitpunkt zu steuern. Fischzuführeinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschickungseinrichtung (1 1 ) eine derart geneigt angeordnete Führungsebene (21 ) umfasst, dass die Fische (13) aufgrund Schwerkrafteinwirkung selbsttätig in einer Schließstellung des Eintaktklappenelements (20) vor dieser in einem ersten Haltebereich (22) zu liegen kommen und in einer Offenstellung des Eintaktklappenelements (20) sich selbsttätig in das jeweilige der Aufnahmeelemente (17) in Richtung des Querförderers (14) bewegen.

Fischzuführungseinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschickungseinrichtung (1 1 ) ein steuerbewegliches Speicherklappenelement (23) umfasst, wobei das Speicherklappenelement (23) unter Bildung einer Klappen kaskade (24) dem Eintaktklappenelement (20) vorgeordnet ist.

Fischzuführungseinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung eingerichtet ist, die Klappenkaskade (24) derart zu steuern, dass, sofern das Eintaktklappenelement (20) von einer Offenstellung in eine Schließstellung bewegt wird, das Speicherklappenelement (23) von einer Schließstellung in eine Offenstellung bewegt wird und umgekehrt.

Fischzuführungseinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des Speicherklappenelements (23) ein Sensormittel (26) zur Fischerkennung angeordnet ist, das ausgebildet und eingerichtet ist, das Vorhandensein eines Fisches (13) in einem Wartebereich (25) vor dem Speicherklappenelement (23) zu detektieren und an die Steuereinrichtung zu melden.

Fischzuführeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere der Beschickungseinrichtungen (1 1 ) in Querförderrichtung (15) jeweils um mindestens eine Breite der Aufnahmeelemente (17) nebeneinander versetzt angeordnet sind. Fischzuführeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeelemente (17) des Querförderers (14) einen Umlaufförderer bilden.

Fischzuführeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass jedes der Aufnahmeelemente (17) jeweils um eine Querachse (33) schwenkbar eingerichtet ist.

Fischzuführeinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Übergabeeinrichtungen (16) jeweils eine Abwurfweiche (28) umfassen, die ausgebildet und eingerichtet ist, das jeweilige der Aufnahmeelemente (17) aus einer Fischtransportstellung in eine Fischabwurfstellung mittels eines von der Steuereinrichtung erzeugten Übergabesteuersignals zu verschwenken.

Fischzuführeinrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Abwurfweiche (28) eine mittels des Übergabesteuersignals steuerbar eingerichtete Schwenkführung (29) umfasst.

Fischzuführeinrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Übergabeeinrichtungen (16) jeweils im Bereich der Abwurfweiche (28) Leitmittel (32) umfassen, die eingerichtet sind, die Fische aus den Aufnahmeelementen (17) in der Fischabwurfstellung auf den jeweiligen der Längsförderer (12) unter Schwerkrafteinwirkung zu überführen.

Fischzuführeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Übergabeeinrichtungen (16) jeweils Fischbelegungssensoren umfassen, die eingerichtet sind, an die Steuereinrichtung zu melden, ob der jeweilige der Längsförderer (12) im Bereich der Übergabeeinrichtung (16) durch einen der Fische (13) belegt oder frei ist. Fischzuführeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung ausgebildet ist, die Aufnahmeelemente (17) beim Beschicken derselben mit Fisch (13) jeweils zu einer der Fischbearbeitungsmaschinen auf Basis der vorbestimmten Verteilvorschrift zuzuordnen und eine ZuOrdnungsvorschrift zu ermitteln.

Fischzuführeinrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung eingerichtet ist, die Positionen der Aufnahmeelemente (17) zu ermitteln und die jeweiligen Abgabezeitpunkte anhand der Zuordnungsvor- schrift und der ermittelten Positionen der Aufnahmeelemente (17) zu bestimmen.

Fischzuführeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung ausgebildet ist, jeweils die Abnahmeleistungen der Fischbearbeitungsmaschinen und/oder die Belegungszustände der Übergabeeinrichtungen (16) zu bestimmen und daraus jeweils eine Ist-Abnahmeleistung für jede der Fischbearbeitungseinrichtungen zu ermitteln.

Fischzuführeinrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung eine Vergleichereinheit umfasst, die angepasst ist, die Ist-Abnahmeleistung jeder der Fischbearbeitungseinrichtungen jeweils mit einer vorbestimmten der jeweiligen Fischbearbeitungseinrichtung zugeordneten Soll-Abnahmeleistungen zu vergleichen und, falls mindestens eine der Ist-Abnahmeleistungen die jeweils zugeordneten Sollabnahmeleistung unterschreitet, die vorbestimmt Verteilvorschrift derart anzupassen, dass die jeweilige der Sollabnahmeleistungen zumindest temporär reduziert eingestellt wird.

18. Fischzuführeinrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit weiter eingerichtet ist, eine Gesamt-Ist-Abnahmeleistung als Summe der Ist-Abnahmeleistungen der Fischbearbeitungsmaschinen zu ermit- teln und die Fördergeschwindigkeit des Querförderers (14) derart zu steuern, dass das Beschicken der Aufnahmeelemente (17) lückenlos erfolgt.

19. Verfahren zum Zuführen von Fischen an mehrere Fischbearbeitungsmaschinen, umfassend die Schritte:

- Fördern der Fische (13) quer zu ihrer Kopf-Schwanz-Ausrichtung in Querförderrichtung (15) mittels einer Vielzahl von jeweils zur Einzelaufnahme eines der Fische ausgebildeten Aufnahmeelementen (17) eines Querförderers (14),

- Beschicken der Aufnahmeelemente (17) des Querförderers (14) mittels einer Beschickungseinrichtung (1 1 ),

- selektives Übergeben der Fische (13) von dem Querförderer (14) an je- weils den Fischbearbeitungsmaschinen vorgeordnete Längsförderer (12) mittels Übergabeeinrichtungen (16),

- Fördern der übergebenen Fischen (13) längs ihrer Kopf-Schwanz-Ausrichtung zu den Fischbearbeitungsmaschinen mittels der Längsförderer (12),

- Steuern des Beschickens der Aufnahmeelemente (17) sowie des selektiven Übergebens der Fische (13) auf Basis mindestens einer vorbestimmten Verteilvorschrift.

Verfahren nach Anspruch 19, gekennzeichnet durch Erzeugen eines Eintaktsteuersignals mittels der Steuereinrichtung und Ansteuern wenigstens eines steuerbeweglichen Eintaktklappenelements (20) der Beschickungseinrichtung (1 1 ) und Beschicken der Aufnahmeelemente (17) mit Fisch zu einem vorgewählten Abgabezeitpunkt.

21 . Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Fische aufgrund Schwerkrafteinwirkung selbsttätig in einer Schließstellung des Eintaktklappenelements (20) vor diesem in einem ersten Haltebereich zu liegen kom- men und in einer Offenstellung des Eintaktklappenelements (20) sich selbsttätig in das jeweilige der Aufnahmeelemente (17) in Richtung des Querförderers (14) bewegen, indem die Fische (13) eine geneigt angeordnete Führungsebene (21 ) hinuntergleiten.

Verfahren nach Anspruch 21 , dadurch gekennzeichnet, dass die Fische (13) beim Beschicken der Aufnahmeelemente (17) eine aus dem Eintaktklappenele- ment (20) und einem diesem vorgeordneten, steuerbeweglichen Speicherklappenelement (23) gebildete Klappen kaskade (24) steuergetaktet durchlaufen.

Verfahren nach Anspruch 22, gekennzeichnet durch das Steuern der Klappenkaskade (24) mittels der Steuereinrichtung derart, dass, sofern sich das Eintakt- klappenelement (20) in der Offenstellung befindet, das Speicherklappenelement (23) in einer Schließstellung ist, oder, sofern sich das Speicherklappenelement (23) in einer Offenstellung befindet, das Eintaktklappenelement (20) in der Schließstellung ist.

Verfahren nach Anspruch 22 oder 23, gekennzeichnet durch Detektieren mittels eines Sensormittels (26), ob ein Wartebereich (25) vor dem Speicherklappenelement (23) mit einem der Fische (13) belegt ist oder frei ist, und Melden des detektierten Zustandes an die Steuereinrichtung.

Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 24, gekennzeichnet durch Beschicken der Aufnahmeelemente (17) mittels mehrerer in Querförderrichtung (15) jeweils um mindestens eine Breite der Aufnahmeelemente (17) nebeneinander versetzt angeordnete Beschickungseinrichtungen (1 1 ).

Verfahren nach einem der Ansprüche 20 bis 25, gekennzeichnet durch Erzeugen eines Übergabesteuersignals mittels der Steuereinrichtung und Bewirken einer Schwenkbewegung der Aufnahmeelemente (17) aus einer Fischtransportstellung in eine Fischabwurfstellung mittels jeweils einer Abwurfweiche (28) je- weils zum Übergeben eines der Fische (13) aus einem Aufnahmeelement (17) an den jeweiligen der Längsförderer (12).

Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 26, gekennzeichnet durch Uberleiten der Fische (13) auf den jeweiligen Längsförderer (12) unter Schwerkrafteinwirkung jeweils im Bereich der Abwurfweiche mittels Leitmitteln (32).

Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 27, gekennzeichnet durch Erfassen der Belegungszustände der Übergabeeinrichtungen (16) mittels Fischbelegungssensoren und melden, ob der jeweilige der Längsförderer (12) im Bereich der Übergabeeinrichtung (16) durch einen der Fische (13) belegt ist oder frei ist durch Übermitteln der erfassten Belegungszustände an die Steuereinrichtung.

Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 28, gekennzeichnet durch Antreiben des Querförderers (14) mittels einer steuerbaren Antriebseinheit (19) und Einstellen der Fördergeschwindigkeit mittels der Steuereinrichtung.

30. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 29, gekennzeichnet durch Zuordnen der Aufnahmeelemente (17) beim Beschicken derselben mit Fisch (13) jeweils zu einer der Fischbearbeitungsmaschinen auf Basis der vorbestimmten Verteilvorschrift und Erstellen einer ZuOrdnungsvorschrift.

31 . Verfahren nach Anspruch 30, Ermitteln der Positionen der Aufnahmeelemente (17) und Bestimmen der jeweiligen Abgabezeitpunkte anhand der Zuordnungs- Vorschrift und der ermittelten Positionen der Aufnahmeelemente (17).

32. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 31 , gekennzeichnet durch Überwachen von Abnahmeleistungen der Fischbearbeitungsmaschinen und/oder der Belegungszustände der Übergabeeinrichtungen (16) und daraus Ermitteln der

Ist-Abnahmeleistungen für jede der Fischbearbeitungseinrichtungen. Verfahren nach Anspruch 32, gekennzeichnet durch Vergleichen der Ist-Abnahmeleistung jeder der Fischbearbeitungseinrichtungen jeweils mit einer vorbestimmten, der jeweiligen Fischbearbeitungseinrichtung zugeordneten Soll-Abnahmeleistungen und, falls mindestens eine der Ist-Abnahmeleistungen die jeweils zugeordneten Sollabnahmeleistung unterschreitet, Anpassen der vorbestimmten Verteilvorschrift derart, dass die jeweilige der Sollabnahmeleistungen zumindest temporär reduziert wird.

Verfahren nach einem der Ansprüche 32 oder 33, gekennzeichnet durch Ermitteln einer Gesamt-Ist-Abnahmeleistung als Summe der Ist-Abnahmeleistungen der Fischbearbeitungsmaschinen und Steuern der Fördergeschwindigkeit des Querförderers (14) derart, dass das Beschicken der Aufnahmeelemente (17) lückenlos erfolgt.

Description:
Fischzuführeinrichtung und Verfahren hierzu

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Fischzuführeinrichtung, eingerichtet und ausgebildet zum Zuführen von Fischen an mehrere Fischbearbeitungseinrichtungen. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Zuführen von Fischen an mehrere Fischbearbeitungsmaschinen.

Derartige Anordnungen und Verfahren kommen in der Fisch verarbeitenden Industrie zum Einsatz. Insbesondere bei der automatischen Verarbeitung von Fischen ist es erforderlich, die Fische den jeweiligen Fischbearbeitungseinrichtungen automatisch zu- zuführen.

Aus dem Dokument WO 03/013262 ist beispielsweise ein Verfahren zur automatisierten Verarbeitung von Fischen und eine Anlage zum Aufbereiten und Verarbeiten von Fischen bekannt. Die Fische werden den Bearbeitungsmaschinen, beispielsweise Ma- schinen zum automatisierten Entweiden, über entsprechende Zuführeinrichtungen automatisch gesteuert zugeführt. Als Zuführeinrichtung kommt ein Zuführband zum Einsatz, auf dem die Fische in Fischlängsrichtung gefördert werden. Mittels steuerbarerer Abweiser werden die Fische den jeweiligen Verarbeitungsmaschinen zugeführt, indem die Fische vom Abweiser von dem Förderband jeweils auf einen Rutsche geschoben werden, die zu den jeweiligen Verarbeitungsmaschinen führt.

Die bekannten Vorrichtungen und Verfahren zum Zuführen von Fisch weisen eine Reihe von Nachteilen auf. Zum einen ist bei der aus dem Stand der Technik bekannten Förderung der Fische in Längsausrichtung, also Kopf bzw. Schwanz voraus, die An- zahl der maximal pro Zeiteinheit fördererbaren Fische nach oben begrenzt. Die Förderung der Fische in Längsrichtung erfolgt in der Regel mittels Förderbändern, auf denen die Fische liegend transportiert werden. Um ein unkontrolliertes Rutschen der Fische beim Beschicken derartiger Förderbändern zu vermeiden, gibt es eine obere Schranke für die maximale Fördergeschwindigkeit. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass jeder der Fische auf dem Förderband in Förderrichtung einen Abschnitt belegt, der mindes- tens seiner Körperlänge entspricht, so dass auch hierdurch die maximale Fördergeschwindigkeit begrenzt ist.

Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass bei den heute gewünschten hohen Durchsatz- leistungen an Fischen pro Zeiteinheit, es für Hilfskräfte nicht mehr darstellbar ist, die Fische manuell auf eine solches Förderband zu legen, um die gewünschten Fördergeschwindigkeiten überhaupt erreichen zu können.

Des Weiteren besteht der Bedarf, die Fische möglichst an einem zentralen Ort der An- läge zur weiteren Fischverarbeitung zuzuführen und diese dann mit hoher Durchsatzleistung möglichst an mehrere der Fischbearbeitungseinrichtung automatisch zu verteilen.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Fischzuführvorrichtung vorzu- schlagen, die eine optimale Zuführung der Fische an mehrere Bearbeitungseinrichtungen bei zugleich möglichst hohen Fördergeschwindigkeiten gewährleistet. Des Weiteren besteht die Aufgabe darin, ein entsprechendes Verfahren vorzuschlagen.

Die Aufgabe wird durch die eingangs genannte Fischzuführeinrichtung gelöst, wobei diese einen zum Fördern der Fische quer zu ihrer Kopf-Schwanz-Ausrichtung in Querförderrichtung eingerichteten Querförderer umfasst, wobei der Querförderer eine Vielzahl von jeweils zur Einzelaufnahme eines der Fische ausgebildeten Aufnahmeelementen aufweist, der Querförderer zudem eine steuerbar eingerichtete Antriebseinheit umfasst, und die Fischzuführungseinrichtung weiter mindestens eine zum Beschicken der Aufnahmeelemente des Querförderers mit den Fischen eingerichtete Beschickungseinrichtung aufweist und mehrere mehrere Übergabeeinrichtungen umfasst, die zur selektiven Übergabe der Fische von dem Querförderer an jeweils den Fischbearbeitungseinrichtungen vorgeordnete Längsförderer ausgebildet sind, wobei die Längsförderer eingerichtet sind, die Fische längs ihrer Kopf-Schwanz-Ausrichtung zu den Fischbearbeitungsmaschinen zu fördern, sowie eine Steuereinrichtung, die eingerichtet ist, die mindestens eine Beschickungseinrichtung, die Übergabeeinrichtungen sowie die Fördergeschwindigkeit des Querförderers auf Basis mindestens einer vorbestimmten Verteilvorschrift zu steuern. Auf diese Weise ist es möglich, die Fische mit hohen Fördergeschwindigkeiten an mehrere der Fischbearbeitungseinrichtungen optimal zu verteilen. Auf der einen Seite bietet der Querförderer den Vorteil, dass die Fische dicht gepackt und damit eine große Anzahl der Fische pro Längenabschnitt gefördert wer- den. Andererseits erlaubt die Querförderung entsprechend hohe Fördergeschwindigkeiten, da die Fische in Einzelaufnahme mittels der Aufnahmeelemente sicher zentriert gehalten werden und zugleich der Platzbedarf in Förderrichtung im Wesentlichen auf die Breite der Fische beschränkt ist.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Beschickung der Aufnahmeelemente mit den Fischen mittels der Beschickungseinrichtungen im Wesentlichen automatisiert eingerichtet ist. Die Beschickungseinrichtungen sind also zum exakten automatischen Beschicken der Aufnahmeelemente eingerichtet und ausgebildet, so dass auch bei hohen Fördergeschwindigkeiten des Querförderers ein präzises Beschicken der Aufnahmeelemente jederzeit gewährleistet ist.

Aufgrund der Steuerung der mindestens einen Beschickungseinrichtung, der Übergabeeinrichtung sowie der Fördergeschwindigkeit des Querförderers mittels der dazu ein- gerichteten Steuereinrichtung erfolgt die Zuführung der Fische an die weiteren Fischbearbeitungseinrichtungen in jeder Hinsicht optimiert. Mittels der vorbestimmten Verteilvorschrift wird die Gesamtförderleistung des Querförderers anhand der zur Verfügung stehenden Abnahmeleistungen der jeweiligen Fischbearbeitungseinrichtungen vorgegeben. Im Falle eines Ausfalls einer der Fischbearbeitungseinrichtungen oder einer Minderleistung derselben, wird mittels der Steuereinrichtung auf Basis der vorbestimmten Verteilvorschrift die jeweilige der Übergabeeinrichtungen veranlasst, entsprechend weniger der Fische auf den jeweiligen der Längsförderer zu überführen. Die jeweils nicht an die ausgefallene der Fischbearbeitungsmaschinen abgegebenen Fische werden - sofern noch Abnahmekapazitäten seitens der weiteren der Fischbearbei- tungseinrichtungen vorhanden sind - an die jeweils anderen der Längsförderer mittels der Übergabeeinrichtungen übergeben und/oder die Fördergeschwindigkeit des Querförderers entsprechend reduziert.

Besonders vorteilhaft ist, dass mittels der erfindungsgemäßen Fischzuführeinrichtung sowie mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens, die Gesamtanlagen bestehend aus Fischzuführeinrichtung und Fischbearbeitungseinrichtungen hinsichtlich ihrer räumlichen Anordnung eine hohe Flexibilität aufweist. So können die Abstände zwischen den einzelnen der Fischbearbeitungseinrichtungen auch nicht äquidistant eingerichtet sein, da die Übergabe der Fische mittels der vorbestimmten Verteilvorschrift, an diese Vor- gaben anpassbar eingerichtet ist. Eine zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Beschickungseinrichtung wenigstens ein steuerbewegliches Eintakt- klappenelement umfasst, das eingerichtet ist, mittels eines von der Steuereinrichtung erzeugten Eintaktsteuersignals jeweils das Beschicken eines der Aufnahmeelemente mit Fisch zu einem vorgewählten Abgabezeitpunkt zu steuern. Auf diese Weise werden die Fische jeweils taktgenau in das jeweils das Eintaktklappenelement passierende Aufnahmeelement überführt. Aufgrund der zur Steuerung des Eintaktklappenelements ausgebildeten und eingerichteten Steuereinrichtung ist es möglich, die Aufnahmeelemente präzise und bei entsprechend hohen Fördergeschwindigkeiten des Querförde- rers zu beschicken.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass beim Ausfall einer der Fischbearbeitungseinrichtungen im dynamischen Betrieb, das Beschicken desjenigen der Aufnahmeelemente ausgelassen werden kann, aus dem die Fische mittels der entsprechend zugeordne- ten Übergabeeinrichtung im Normalbetrieb an diese übergeben worden wären. Auf diese Weise kann der Betrieb unterbrechungsfrei auch beim Ausfall einzelner der Fischbearbeitungsmaschinen aufrechterhalten werden bzw. ein Stillstand der Gesamtanlage weitestgehend vermieden werden. Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die Beschickungseinrichtung eine derart geneigt angeordnete Führungsebene umfasst, dass die Fische aufgrund Schwerkrafteinwirkung selbsttätig in einer Schließstellung des Eintaktklappenelements vor dieser in einem ersten Haltebereich zu liegen kommen und in einer Offenstellung des Eintaktklappenelements sich selbsttätig in das jeweilige der Aufnahmeelemente in Richtung des Querförderers bewegen. So wird gewährleistet, dass die Fische kontrolliert und taktweise in die Aufnahmeelemente überführt werden. Die Fische kommen so in dem Haltebereich zunächst jeweils zur Ruhe. Aus dieser Ruhelage werden die Fische dann mittels des Eintaktklappenelements in das jeweilige der Aufnahmeelemente übergeben.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausbildung der Erfindung umfasst die Beschickungseinrichtung ein steuerbewegliches Speicherklappenelement, wobei das Speicherklappenelement unter Bildung einer Klappen kaskade dem Eintaktklappenelement vorgeordnet ist. Anders ausgedrückt sind die Beschickungseinrichtung jeweils als Stu- fenkaskade ausgebildet. Auf diese Weise wird einerseits sichergestellt, dass keiner der Fische unkontrolliert, d. h. ohne zwischendurch zur Ruhe zu kommen, die Führungs- ebene hinuntergleitet, wenn sich sowohl das Eintaktklappenelement als auch das Speicherklappenelement in der Offenstellung befinden. Andererseits bietet dies einen erhöhten Bedienkomfort für die Hilfskraft, die die Fische der Beschickungseinrichtung zuführt. Da sichergestellt ist, dass die Fische mittel der zuvor genannten Klappenkaskade jeweils kurzzeitig angehalten werden, um dann ausgehend aus dieser Ruhelage, also von definierten Anfangsbedingungen ausgehend, in die Aufnahmeelemente überführt werden, hat die Hilfskraft einzig und allein ihr Augenmerk darauf zu legen, jeweils rechtzeitig einen der Fische in einen Bereich vor dem Speicherklappenelement zu legen. Die weitere Beschickung der Aufnahmeelemente erfolgt - wie zuvor beschrieben - automatisch durch die Steuereinrichtung und bedarf keines weiteren Eingriffs der Hilfskraft.

Eine weitere zweckmäßige Ausbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung eingerichtet ist, die Klappenkaskade derart zu steuern, dass, so- fern das Eintaktklappenelement von einer Offenstellung in eine Schließstellung bewegt wird, das Speicherklappenelement von einer Schließstellung in eine Offenstellung bewegt wird und umgekehrt. Auf diese Weise wird die Beschickungsleistung, also die Anzahl der pro Zeiteinheit mit der jeweiligen der Beschickungseinrichtungen zuführbaren Fische, der Beschickungseinrichtung weiter erhöht. So werden die erforderlichen Zei- ten für das Bewegen des Eintaktklappenelements und des Speicherklappenelements sowie die Trägheit der Fische beim Beschleunigen auf der Führungsebene durch Schwerkraft seitens der Steuereinrichtung berücksichtigt, so dass beispielsweise das Speicherklappenelement einen Fisch bereits freigibt, während das Eintaktklappenelement die Schließstellung noch nicht erreicht hat.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist im Bereich des Speicherklappenelements ein Sensormittel zur Fischerkennung angeordnet, das ausgebildet und eingerichtet ist, das Vorhandensein eines Fisches in einem Wartebereich vor dem Speicherklappenelement zu detektieren und an die Steuereinrichtung zu melden. Mit- tels des Sensormittels wird seitens der Steuereinrichtung automatisch erkannt, dass vor der Speicherklappe ein Fisch vorhanden ist. Die Steuereinrichtung ist insbesondere ausgebildet, diesen möglichst unmittelbar in den Haltebereich vor dem Eintaktklappenelement zu leiten, sobald der Haltebereich vor dem Eintaktklappenelement fischfrei ist. Eine weitere zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass mehrere der Beschickungseinrichtungen in Querförderrichtung jeweils um min- destens eine Breite der Aufnahmeelemente nebeneinander versetzt angeordnet sind. Dies bietet den Vorteil, dass die Zahl der pro Zeiteinheit in die Aufnahmeelemente überführbaren Fische und so die Gesamtdurchsatzleistung der erfindungsgemäßen Zuführeinrichtung gesteigert wird. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Aufnahme- elemente aufgrund der versetzten Anordnung der Beschickungseinrichtungen lückenlos erfolgen kann, also die Aufnahmeelemente beschickt werden können, ohne dass einige der Aufnahmeelemente leer bleiben. Auf diese Weise wird die vorhandene Förderkapazität des Querförderers optimal ausgenutzt. Der Querförderer ist insbesondere als ein Umlaufförderer ausgebildet und eingerichtet.

Eine zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass jedes der Aufnahmeelemente jeweils um eine Querachse schwenkbar eingerichtet ist. Die Aufnahmeelemente des Querförderers sind derart schwenkbeweglich ausgebildet und eingerichtet, dass diese zum Übergeben der Fische an der jeweiligen der Überga- beeinrichtungen abkippbar eingerichtet sind, um die Fische an den jeweiligen der Längsförderer zu übergeben.

Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die Übergabeeinrichtungen jeweils eine Abwurfweiche umfassen, die ausgebildet und ein- gerichtet ist, das jeweilige der Aufnahmeelemente aus einer Fischtransportstellung in eine Fischabwurfstellung mittels eines von der Steuereinrichtung erzeugten Übergabesteuersignals zu verschwenken. In der Fischtransportstellung sind die Aufnahmeelemente daher bevorzugt waagerecht angeordnet und bilden einen entsprechende Transportebene, um die jeweils einzeln in einer der Aufnahmeelemente liegenden Fi- sehe in der Förderrichtung zu fördern. In der Fischabwurfstellung erfolgt eine Schrägstellung der Aufnahmeelemente, so dass die Fische unter Schwerkrafteinwirkung unter die von den Aufnahmeelementen gebildete Transportebene rutschen und an den jeweiligen der Längsförderer übergeben werden. Besonders bevorzugt umfasst die Abwurfweiche eine mittels des Übergabesteuersignals steuerbar eingerichtete Schwenkfüh- rung.

Eine weitere zweckmäßige Ausbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Übergabeeinrichtungen jeweils im Bereich der Abwurfweiche Leitmittel umfassen, die eingerichtet sind, die Fische aus den Aufnahmeelementen in der Fischabwurfstel- lung auf den jeweiligen der Längsförderer unter Schwerkrafteinwirkung zu überführen. Die Leitmittel gewährleisten eine kontrollierte Übergabe der Fische an den jeweiligen der Längsförderer, so dass die Fische beschädigungsfrei und gezielt übergeben werden.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfassen die Übergabeeinrich- tungen jeweils Fischbelegungssensoren, die eingerichtet sind, an die Steuereinrichtung zu melden, ob der jeweilige der Längsförderer im Bereich der Übergabeeinrichtung durch einen der Fische belegt oder frei ist. Die Fischbelegungssensoren sind eingerichtet, an die Steuereinrichtung zu melden, ob an der jeweiligen der Übergabeeinrichtungen weitere der Fische an den jeweiligen der Längsförderer übergeben werden kön- nen. Kommt es beispielsweise zu einem Ausfall einer der Fischbearbeitungseinrichtungen kann der jeweilige der Längsförderer temporär keine weiteren der Fische aufnehmen. Dies wird mittels der Fischbelegungssensoren zuverlässig erkannt und von der Steuereinrichtung bei der Übergabe der Fische mittels der Übergabeeinrichtungen auf Basis der vorbestimmten Verteilvorschrift berücksichtigt.

Eine weitere zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung ausgebildet ist, die Aufnahmeelemente beim Beschicken derselben mit Fisch jeweils zu einer der Fischbearbeitungsmaschinen auf Basis der vorbestimmten Verteilvorschrift zuzuordnen und eine ZuOrdnungsvorschrift zu ermit- teln. Die vorbestimmte Verteilvorschrift umfasst einen vorgegebenen Verteilungsschlüssel, nach dem die Fische an die jeweiligen der Fischbearbeitungseinrichtungen zugeteilt werden sollen. Auf Basis dieser vorbestimmten Verteilvorschrift, legt die Steuereinrichtung die ZuOrdnungsvorschrift fest, die jedes der beschickten Aufnahmeelemente einem der Längsförderer bzw. einer der jeweiligen Fischbearbeitungseinrichtun- gen zuordnet. Mit anderen Worten ist jedes der Aufnahmeelemente einer der Fischbearbeitungseinrichtungen initial zugeordnet. Sofern sich während des dynamischen Betriebs die Abnahmeleistungen der einzelnen der Fischbearbeitungseinrichtungen, beispielsweise durch Störungen oder andere für die jeweilige Durchsatzleistung relevante Ereignisse ändert, ist die Steuereinrichtung ausgebildet, die Verteilvorschrift und/oder die ZuOrdnungsvorschrift entsprechend anzupassen, um weiterhin eine optimale Zuführung der Fische zu den jeweiligen der Fischbearbeitungsmaschinen zu gewährleisten.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Steuereinrichtung eingerichtet, die Positionen der Aufnahmeelemente zu ermitteln und die jeweiligen Abgabezeitpunkte anhand der ZuOrdnungsvorschrift und der ermittelten Positionen der Aufnah- meelemente zu bestimmen. Anders ausgedrückt ist die Steuereinrichtung ausgebildet, die Position der Aufnahmeelemente zu jedem Zeitpunkt nachzuverfolgen.

Eine zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung ausgebildet ist, jeweils die Abnahmeleistungen der Fischbearbeitungsmaschinen und/oder die Belegungszustände der Übergabeeinrichtungen zu bestimmen und daraus jeweils eine Ist-Abnahmeleistung für jede der Fischbearbeitungseinrichtung zu ermitteln. Dies bietet den Vorteil, dass zu jeder Zeit, die Verteil- und/ oder ZuOrdnungsvorschrift in Abhängigkeit der jeweiligen Ist-Abnahmeleistungen opti- mal angepasst wird.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst die Steuereinrichtung eine Vergleichereinheit, die angepasst ist, die Ist-Abnahmeleistung jeder der Fischbearbeitungseinrichtungen jeweils mit einer vorbestimmten, der jeweiligen Fischbearbei- tungseinrichtung zugeordneten Soll-Abnahmeleistungen zu vergleichen und, falls mindestens eine der Ist-Abnahmeleistungen die jeweils zugeordnete Sollabnahmeleistung unterschreitet, die vorbestimmt Verteilvorschrift derart anzupassen, dass die jeweilige der Sollabnahmeleistungen zumindest temporär reduziert eingestellt wird. Auf diese Weise werden Minderabnahmen einzelner der Fischbearbeitungseinrichtungen seitens der Steuereinrichtung erfasst und die Zuführung der Fische an die Längsförderer entsprechend angepasst.

Eine weitere zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit weiter eingerichtet ist, eine Gesamt-Ist-Abnahmeleistung als Summe der Ist-Abnahmeleistungen der Fischbearbeitungsmaschinen zu ermitteln und die Fördergeschwindigkeit des Querförderers derart zu steuern, dass das Beschicken der Aufnahmeelemente lückenlos erfolgt. Die lückenlose Befüllung der Aufnahmeelemente wirkt sich besonders vorteilhaft darauf aus, dass nach einem Stopp des Querförderers bzw. nach dem erneuten Beschleunigen des Querförderers auf die ursprüngli- che Fördergeschwindigkeit die Aufnahmeelemente lückenlos beschickt worden sind, so dass sofort die maximale Zuführleistung bereitgestellt wird.

Die Aufgabe wird auch durch das eingangs genannte Verfahren gelöst, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst: Fördern der Fische quer zu ihrer Kopf-Schwanz- Ausrichtung in Querförderrichtung mittels einer Vielzahl von jeweils zur Einzelaufnahme eines der Fische ausgebildeten Aufnahmeelementen eines Querförderers, Beschi- cken der Aufnahmeelemente des Querförderers mittels einer Beschickungseinrichtung, selektives Übergeben der Fische von dem Querförderer an jeweils den Fischbearbeitungsmaschinen vorgeordnete Längsförderer mittels Übergabeeinrichtungen, Fördern der übergebenen Fischen längs ihrer Kopf-Schwanz-Ausrichtung zu den Fischbearbei- tungsmaschinen mittels der Längsförderer, Steuern des Beschickens der Aufnahmeelemente sowie des selektiven Übergebens der Fische auf Basis mindestens einer vorbestimmten Verteilvorschrift.

Die mit dem erfindungsgemäßen Verfahren verbundenen Vorzüge sind bereits zuvor im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Fischzuführeinrichtung erläutert worden. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird auf die dort genannten Vorteile verwiesen, die in analoger Weise für das erfindungsgemäße Verfahren gelten.

Eine zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung zeichnet sich aus durch Erzeugen eines Eintaktsteuersignals mittels der Steuereinrichtung und Ansteuern wenigstens eines steuerbeweglichen Eintaktklappenelements der Beschickungseinrichtung und Beschicken der Aufnahmeelemente mit Fisch zu einem vorgewählten Abgabezeitpunkt.

Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die Fi- sehe aufgrund Schwerkrafteinwirkung selbsttätig in einer Schließstellung des Eintaktklappenelements vor diesem in einem ersten Haltebereich zu liegen kommen und in einer Offenstellung des Eintaktklappenelements sich selbsttätig in das jeweilige der Aufnahmeelemente in Richtung des Querförderers bewegen, indem die Fische eine geneigt angeordnete Führungsebene hinuntergleiten.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausbildung der Erfindung durchlaufen die Fische beim Beschicken der Aufnahmeelemente eine aus dem Eintaktklappenelement und einem diesem vorgeordneten, steuerbeweglichen Speicherklappenelement gebildete Klappen kaskade steuergetaktet.

Eine weitere zweckmäßige Ausbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Steuern der Klappenkaskade mittels der Steuereinrichtung derart erfolgt, dass, sofern sich das Eintaktklappenelement in der Offenstellung befindet, das Speicherklappenelement in einer Schließstellung ist, oder, sofern sich das Speicherklappenelement in einer Offenstellung befindet, das Eintaktklappenelement in der Schließstellung ist. Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst das erfindungsgemäße Verfahren ein Detektieren mittels eines Sensormittels, ob ein Wartebereich vor dem Speicherklappenelement mit einem der Fische belegt ist oder frei ist, und Melden des detektierten Zustandes an die Steuereinrichtung.

Eine weitere zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung ist gekennzeichnet durch Beschicken der Aufnahmeelemente mittels mehrerer in Querförderrichtung jeweils um mindestens eine Breite der Aufnahmeelemente nebeneinander versetzt angeordneter Beschickungseinrichtungen.

Eine weiteren vorteilhafte Ausbildung der Erfindung ist gekennzeichnet durch Erzeugen eines Übergabesteuersignals mittels der Steuereinrichtung und Bewirken einer Schwenkbewegung der Aufnahmeelemente aus einer Fischtransportstellung in eine Fischabwurfstellung mittels jeweils einer Abwurfweiche jeweils zum Übergeben eines der Fische aus einem Aufnahmeelement an den jeweiligen der Längsförderer.

Eine zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung ist gekennzeichnet durch Überleiten der Fische auf den jeweiligen Längsförderer unter Schwerkrafteinwirkung jeweils im Bereich der Abwurfweiche mittels Leitmitteln.

Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung ist gekennzeichnet durch Erfassen der Belegungszustände der Übergabeeinrichtungen mittels Fischbelegungssensoren und Melden, ob der jeweilige der Längsförderer im Bereich der Übergabeeinrichtung durch einen der Fische belegt ist oder frei ist, durch Übermitteln der erfassten Belegungszu- stände an die Steuereinrichtung.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausbildung der Erfindung wird der Querförderer mittels einer steuerbaren Antriebseinheit angetrieben und die Fördergeschwindigkeit mittels der Steuereinrichtung eingestellt.

Eine weitere zweckmäßige Ausbildung der Erfindung ist gekennzeichnet durch Zuordnen der Aufnahmeelemente beim Beschicken derselben mit Fisch jeweils zu einer der Fischbearbeitungsmaschinen auf Basis der vorbestimmten Verteilvorschrift und Erstellen einer ZuOrdnungsvorschrift. Eine zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung ist gekennzeichnet durch Ermitteln der Positionen der Aufnahmeelemente und Bestimmen der jeweiligen Abgabezeitpunkte anhand der ZuOrdnungsvorschrift und der ermittelten Positionen der Aufnahmeelemente.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform werden Abnahmeleistungen der Fischbearbeitungsmaschinen und/oder der Belegungszustände der Übergabeeinrichtungen überwacht und daraus die Ist-Abnahmeleistungen für jede der Fischbearbeitungseinrichtungen ermittelt.

Eine weitere zweckmäßige Ausbildung der Erfindung ist gekennzeichnet durch Vergleichen der Ist-Abnahmeleistung jeder der Fischbearbeitungseinrichtungen jeweils mit einer vorbestimmten, der jeweiligen Fischbearbeitungseinrichtung zugeordneten Soll- Abnahmeleistung und, falls mindestens eine der Ist-Abnahmeleistungen die jeweils zugeordnete Sollabnahmeleistung unterschreitet, Anpassen der vorbestimmten Verteilvorschrift derart, dass die jeweilige der Sollabnahmeleistungen zumindest temporär reduziert wird.

Eine weitere zweckmäßige Ausbildung der Erfindung ist gekennzeichnet durch Ermit- teln einer Gesamt-Ist-Abnahmeleistung als Summe der Ist-Abnahmeleistungen der Fischbearbeitungsmaschinen und Steuern der Fördergeschwindigkeit des Querförderers derart, dass das Beschicken der Aufnahmeelemente lückenlos erfolgt.

Weitere bevorzugte und/oder zweckmäßige Merkmale und Ausgestaltungen der Erfin- dung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der Beschreibung. Besonders bevorzugte Ausführungsformen werden anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird im Folgenden jeweils das erfindungsgemäße Verfahren zusammen mit der erfindungsgemäßen Fischzuführeinrichtung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer beispielhaften erfindungsgemäßen Fischzuführeinrichtung mit drei Beschickungseinrichtungen sowie acht Längsförderern, Fig. 2 eine perspektivische Ansicht des erfindungsgemäßen Querförderers mit einer Übergabeeinrichtung, Fig 3 einen Teilausschnitt der in Figur 1 gezeigten Fischzuführeinrichtung,

Fig 4 eine beispielhafte Ausführung einer der Beschickungseinrichtungen in perspektivischer Darstellung,

Fig 5 eine perspektivische Detailansicht des Querförderers und einer Ubergabeeinrichtung,

Fig 6 die in Figur 5 gezeigte Detailansicht aus rückwärtiger Perspektive, und

Fig.7 die in den Figuren 5 und 6 gezeigte Detailansicht mit Blickrichtung von unten.

Figur 1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Fischzuführeinrichtung 10. Beispielhaft ist die Fischzuführeinrichtung 10 mit jeweils drei Beschickungseinrichtungen 1 1 sowie acht Längsförderern 12 ausgebildet. Mittels der Längs- förderer 12 werden - in Figur 1 nicht gezeigte - Fische 13 an mehrere Fischbearbeitungseinrichtungen geleitet. Die Fischbearbeitungseinrichtungen, beispielsweise Schlacht- und/oder Entweidemaschinen, sind in der Zeichnung aus Gründen der besseren Übersichtlichkeit nicht gezeigt. Die gezeigte Anzahl an Fischzuführungseinrichtungen 10 sowie die Anzahl der Längsförderer 12 ist selbstverständlich nicht auf die in Figur 1 gezeigt Anzahl beschränkt, sondern rein beispielhaft. Wie eingangs erläutert, besteht ein wesentlicher Vorteil der vorliegenden Erfindung darin, dass die Anzahl der Beschickungseinrichtungen 1 1 sowie die Anzahl der Längsförderer 12 und der darüber angeschlossenen Fischbearbeitungsmaschinen je nach Anwendungsfall beliebig konfigurierbar eingerichtet ist.

Die erfindungsgemäße Fischzuführeinrichtung 10 umfasst einen Querförderer 14, der zum Fördern der Fische 13 quer zu ihrer Kopf-Schwanz-Ausrichtung in Querförderrichtung 15 eingerichtet ist. Die Kopf-Schwanz-Ausrichtung orientiert sich an einer gedachten Achse, die jeweils vom Kopf bis zum Schwanz der Fische 13 verläuft. Die Fische 13 werden mittels des Querförderers 14 quer zu dieser Achse in Querförderrichtung 15 gefördert. Die Querförderrichtung 15 und die genannte Achse bilden dabei einen rech- ten Winkel bzw. einen annähernd rechten Winkel. Die Orientierung der Fische 13, also die Richtung, in die der Kopf der Fische 13 zeigt, ist grundsätzlich beliebig. Vorzugsweise sind die Fische auf dem Querförderer 14 jedoch derart orientiert, dass diese anschließend mittels der Längsförderer 12 mit dem Schwanz voraus gefördert werden.

Aus Fig. 2, die eine perspektivische Ansicht des erfindungsgemäßen Querförderers 14 mit nur einer Übergabeeinrichtung 16 zeigt, geht hervor, dass der Querförderer 14 eine Vielzahl von jeweils zur Einzelaufnahme eines der Fische 13 ausgebildete Aufnahmeelemente 17 umfasst. Die Länge der Aufnahmeelemente 17 ist jeweils größer als die größte Länge der Fische 13 gewählt. Vorzugsweise weisen die Aufnahmeelemente 17 Randelemente 18 auf, die gegenüber dem Boden der Aufnahmeelemente 17 nach oben hervorstehen, so dass die Fische 13 sicher in Querförderrichtung 15 von den Aufnahmeelementen 17 gefördert werden. Weiter bevorzugt ist der Boden zur Mitte der Aufnahmeelemente 17 hin geneigt ausgebildet, so dass die Fische 13 in dem Aufnah- meelement 17 unter Schwerkrafteinwirkung selbsttätigt zentriert werden. Der Querförderer 14 weist eine steuerbar eingerichtete Antriebseinheit 19 auf, die beispielsweise einen oder mehrere steuerbare servomotorische Antriebe umfassen.

Wie in Figur 1 beispielhaft gezeigt, umfassen die erfindungsgemäße Fischzuführein- richtung 10 mindestens eine zum Beschicken der Aufnahmeelemente 17 des Querförderers 14 mit den Fischen 13 eingerichtete der Beschickungseinrichtung 1 1 . Die Fische 13 werden vorzugsweise durch Bedienpersonal manuell an die Beschickungseinrichtungen 1 1 übergeben, die dann die Aufnahmeelemente 17 des Querförderers 14 vollautomatisch mit den Fischen 13 beschicken. Die Beschickungseinrichtungen 1 1 so- wie die Aufnahmeelemente 17 sind so eingerichtet, dass jedes der Aufnahmeelemente 17 jeweils mit einem der Fische 13 beschickt werden kann.

Weiter umfasst die erfindungsgemäße Fischzuführeinrichtung 10 mehrere der Übergabeeinrichtungen 16, die zur selektiven Übergabe der Fische von dem Querförderer 14 an die jeweils den Fischbearbeitungseinrichtungen vorgeordneten Längsförderer 12 ausgebildet sind.

Mittels einer - in der Zeichnung nicht gezeigten - Steuereinrichtung werden die mindestens eine Beschickungseinrichtung 1 1 , die Übergabeeinrichtungen 16 sowie die Fördergeschwindigkeit des Querförderers 14 auf Basis mindestens einer vorbestimm- ten Verteilvorschrift gesteuert. Mit anderen Worten ist die Steuereinrichtung zur Steuerung bzw. Regelung der vorgenannten Komponenten eingerichtet und ausgebildet.

Vorzugsweise umfasst die in Fig. 4 beispielhaft dargestellte Beschickungseinrichtung 1 1 wenigstens ein steuerbewegliches Eintaktklappenelement . Dieses ist eingerichtet, mittels eines von der Steuereinrichtung erzeugten Eintaktsteuersignals jeweils das Beschicken eines der Aufnahmeelemente 17 mit Fisch 13 zu einem vorgewählten Abgabezeitpunkt zu steuern. Mit anderen Worten ist die Steuereinrichtung derart ausgebildet und eingerichtet, dass mittels des Eintaktklappenelements 20 - sofern nach der vorbestimmten Verteilvorschrift ein Beschicken mit Fisch 13 vorgesehen ist - einer der Fische 13 in das jeweils das Eintaktklappenelement 20 passierende Aufnahmeelement 17 überführt wird, so dass das Aufnahmeelement 17 mit einem einzelnen der Fische 13 beschickt wird. Vorteilhafterweise umfasst die Beschickungseinrichtung 1 1 eine derart geneigt angeordnete Führungsebene 21 , dass die Fische 13 aufgrund Schwerkrafteinwirkung selbsttätig in einer Schließstellung des Eintaktklappenelements 20 vor diesem in einem ersten Haltebereich 22 zu liegen kommen und in einer Offenstellung des Eintaktklappenelements 20 sich selbsttätig in das jeweilige der Aufnahmeelemente 17 in Richtung des Querförderers 14 bewegen. In Fig. 4 ist das Eintaktklappenelement 20 jeweils in der Schließstellung gezeigt.

Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung umfasst die Beschickungseinrichtung 1 1 ein steuerbewegliches Speicherklappenelement 23. Das Speicherklappen- element 23 bildet mit dem Eintaktklappenelement 20 eine Klappen kaskade 24. Die Fische 13 werden über die Führungsebene 21 in einen Wartebereich 25 vor dem Speicherklappenelement 23 eingebracht. In einer Offenstellung des Speicherklappenelements 23 gelangt der jeweilige der Fische 13 unter Schwerkrafteinfluss in den ersten Haltebereich 22 und kommt vor dem in Schließstellung befindlichen Eintaktklappenele- ment 20 zu liegen, bis dieses in die Offenstellung bewegt wird und der Fisch 13 so - wie zuvor beschrieben - in das jeweilige der Aufnahmeelemente 17 gelangt.

Vorteilhafterweise ist die Steuereinrichtung eingerichtet, die Klappen kaskade 24 derart zu steuern, dass, sofern das Eintaktklappenelement 20 von der Offenstellung in die Schließstellung bewegt wird, das Speicherklappenelement 23 von der Schließstellung in die Offenstellung bewegt wird und umgekehrt. Die Steuereinrichtung ist folglich ein- gerichtet, in Kenntnis des Trägheitsverhaltens der Fische 13, die auftretenden Verzögerungen derart zu berücksichtigen, dass der Öffnungsvorgang des Speicherklappenelements 23 beispielsweise bereits schon beginnt, wenn das Eintaktklappenelement 20 sich noch in der Offenstellung befindet. Es wird jedoch sichergestellt, dass das Eintakt- klappenelement 20 sich bereits in der Schließstellung befindet bzw. sich bereits soweit geschlossen hat, dass der jeweilige der Fische 13 in dem ersten Haltebereich 22 zu liegen kommt. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass der Fisch 13 zumindest in dem ersten Haltebereich 22 zeitweilig in Ruhe verharrt. Gemäß einer bevorzugten Ausbildung der Erfindung ist im Bereich des Speicherklappenelements 23 ein Sensormittel 26 zur Fischerkennung angeordnet. Das Sensormittel ist ausgebildet und eingerichtet, das Vorhandensein eines der Fische 13 in dem Wartebereich 25 vor dem Speicherklappenelement 23 zu detektieren und an die Steuereinrichtung zu melden.

Vorteilhafterweise sind mehrere der Beschickungseinrichtung 1 1 in Querförderrichtung 15 jeweils um mindestens eine Breite der Aufnahmeelemente 17 nebeneinander versetzt angeordnet. Die Anzahl der versetzt angeordneten Beschickungseinrichtungen 1 1 ist bedarfsabhängig frei wählbar. Wie in der Figur 4 beispielhaft gezeigt, kann die erfin- dungsgemäße Fischzuführeinrichtung 10 vier der Beschickungseinrichtungen 1 1 umfassen. Die Beschickungseinrichtungen 1 1 sind bevorzugt jeweils um die Breite eines der Aufnahmeelemente 17 versetzt angeordnet, so dass jeweils aufeinanderfolgende der Aufnahmeelement 17 lückenlos beschickt werden können. Die Aufnahmeelemente 17 des Querförderers 14 bilden vorzugsweise einen Umlaufförderer. Die den Querförderer 14 bildenden Aufnahmeelemente 17 sind jeweils über mindestens zwei jeweils mit der Antriebseinheit 19 angetriebene Antriebsräder 27 geführt. Besonderes bevorzugt ist jedes der Aufnahmeelemente 17 jeweils um eine Querachse 33 schwenkbar eingerichtet. Anders ausgedrückt sind die Aufnahmeelemente 17 und der Querförderer 14 derart ausgebildet, dass die Aufnahmeelemente 17 mittels der Steuereinrichtung abgekippt werden können. Der sich jeweils in dem Aufnahmeelement 17 befindende der Fische 13 wird so durch Schrägstellung des jeweiligen der Aufnahmeelemente 17 unter Schwerkrafteinwirkung aus diesem herausgleiten und im Bereich der Übergabeeinrichtungen 16 auf den jeweiligen der Längsförderer 12 gelei- tet. ln Fig. 5 ist der Querförderer 14 und eine der Übergabeeinrichtung 16 im Detail perspektivisch dargestellt. Die Übergabeeinrichtungen 16 umfassen jeweils eine Abwurf- weiche 28, die ausgebildet und eingerichtet ist, das jeweilige der Aufnahmeelemente 17 aus einer Fischtransportstellung in eine Fischabwurfstellung mittels eines von der Steuereinrichtung erzeugten Übergabesteuersignals zu verschwenken. Die Fischabwurfstellung entspricht der zuvor beschriebenen Schrägstellung des jeweiligen der Aufnahmeelemente 17, wobei in der Zeichnung jeweils nur die Fischtransportstellung gezeigt ist. Eine bevorzugte Weiterbildung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Abwurfweiche 28 eine mittels des Übergabesteuersignals steuerbar eingerichtete Schwenkführung 29 umfasst. Die Schwenkführung 29 umfasst jeweils Schwenkelemente 30. In der Fischtransportstellung sind die Schwenkelement 30, wie in den Figuren 4 und 5 gezeigt, so ausgerichtet, dass die Aufnahmeelemente 17 in der Querförderrichtung 15 geführt wer- den. Wird mittels des Übergabesteuersignals das Schwenkelement 30 in eine untere - in der Zeichnung nicht gezeigte - Stellung verschwenkt, wird der bezüglich der Querförderrichtung 15 jeweils hintere Teil der Aufnahmeelemente 17 um die Querachse 33 abgekippt, indem der hintere Teil der Aufnahmeelemente 17 über das Schwenkelement 30 und die Umlenkführung 31 geführt wird, so dass das jeweilige der Aufnahme- elemente 17 in die Fischabwurfstellung verbracht wird.

Vorzugsweise umfassen die Übergabeeinrichtungen jeweils im Bereich der Abwurfweiche 28 Leitmittel 32, die eingerichtet sind, die Fische 13 aus den Aufnahmeelementen 17 in der Fischabwurfstellung auf den jeweiligen der Längsförderer 12 unter Schwer- krafteinwirkung zu überführen.

In den Figuren 6 und 7 ist die in Figur 5 gezeigte Detailansicht aus rückwärtiger Perspektive bzw. mit Blickrichtung von unten ergänzend gezeigt. Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Übergabeeinrichtungen 16 jeweils - in der Zeichnung nicht gezeigte - Fischbelegungssensoren umfassen. Die Fischbelegungssensoren sind eingerichtet, an die Steuereinrichtung zu melden, ob der jeweilige der Längsförderer 12 im Bereich der Übergabeeinrichtung 16 durch einen der Fische 13 belegt oder frei ist. Bevorzugt ist die Steuereinrichtung ausgebildet, die Aufnahmeelemente 17 beim Beschicken derselben mit Fisch 13 jeweils zu einer der Fischbearbeitungsmaschinen auf Basis der vorbestimmten Verteilvorschrift zuzuordnen und eine ZuOrdnungsvorschrift zu ermitteln. Weiter ist die Steuereinrichtung insbesondere dazu eingerichtet, die Posi- tionen der Aufnahmeelemente 17 zu ermitteln und die jeweiligen Abgabezeitpunkte anhand der ZuOrdnungsvorschrift und der ermittelten Positionen der Aufnahmeelemente 17 zu bestimmen. Die Positionsermittlung kann beispielsweise durch einen Referenzsensor erfolgen, der das Passieren einer der Aufnahmeelemente 17 an einer Referenzposition erfasst. Da die Steuereinrichtung eingerichtet ist, zugleich die Fördergeschwin- digkeit des Querförderers 14 vorzugeben und einzustellen, ist diese weiter bevorzugt eingerichtet, die Positionen der Aufnahmeelemente 17 auf Basis der von dem Referenzsensor gelieferten Positionssignale und der Fördergeschwindigkeit zu ermitteln.

Vorteilhafterweise ist die Steuereinrichtung ausgebildet, jeweils die Abnahmeleistungen der Fischbearbeitungsmaschinen und/oder die Belegungszustände der Übergabeeinrichtungen 16 zu bestimmen und daraus jeweils eine Ist-Abnahmeleistung für jede der Fischbearbeitungseinrichtung zu ermitteln.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausbildung der Erfindung umfasst die Steuerein- richtung eine Vergleichereinheit, die angepasst ist, die Ist-Abnahmeleistung jeder der Fischbearbeitungseinrichtungen jeweils mit einer vorbestimmten, der jeweiligen Fischbearbeitungseinrichtung zugeordneten Soll-Abnahmeleistungen zu vergleichen und, falls mindestens eine der Ist-Abnahmeleistungen die jeweils zugeordneten Sollabnahmeleistung unterschreitet, die vorbestimmten Verteilvorschrift derart anzupassen, dass die jeweilige der Sollabnahmeleistungen zumindest temporär reduziert eingestellt wird.

Bevorzugt ist die Steuereinheit weiter eingerichtet, eine Gesamt-Ist-Abnahmeleistung als Summe der Ist-Abnahmeleistungen der Fischbearbeitungsmaschinen zu ermitteln und die Fördergeschwindigkeit des Querförderers 14 derart zu steuern, dass das Be- schicken der Aufnahmeelemente 17 lückenlos erfolgt.