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Title:
FIXED-CALIPER SECTIONED-BRAKE-PAD DISC BRAKE FOR MOTOR VEHICLES WITH A STEEL BOW-TYPE CLEARANCE SPRING
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/141734
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a fixed-caliper sectioned-brake-pad disc brake (1) for motor vehicles, with pin-type mounting for backing plates (7) of disc brake pads (2, 3), comprising a one-piece clearance spring (20, 21) having two spring legs (22, 23), which is elastically clamped between the backing plates (7) at a part of the mounting that has no friction material. The object of the invention is to provide a novel brake having a clearance spring system or an alternative more flexibly adjustable floating clearance spring system for a fixed-caliper sectioned-brake-pad disc brake for motor vehicles, which allows even more maintenance-friendly and production-oriented interface design. The object is achieved in that the clearance spring (20, 21) is a steel bow spring having a yoke section (24) which extends over the disc brake pads (2, 3), and having spring legs (22, 23) which are plastically bent parallel to one another away from the yoke section (24) in a substantially U-shaped form, and which elastically resiliently engage behind the friction lining backing plates (7) at a part of the mounting that has no friction material.

Inventors:
DENHARD, Werner (Wingertstr. 24A, Friedrichsdorf, 61381, DE)
HUMMEL, Valentin (Am Melibokus 15, Bensheim, 64625, DE)
Application Number:
EP2018/052246
Publication Date:
August 09, 2018
Filing Date:
January 30, 2018
Export Citation:
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Assignee:
CONTINENTAL TEVES AG & CO. OHG (Guerickestr. 7, Frankfurt, 60488, DE)
International Classes:
F16D65/097; F16D55/228
Domestic Patent References:
WO2017036802A12017-03-09
Foreign References:
US20040104086A12004-06-03
US20110100767A12011-05-05
DE202016102686U12016-06-23
EP3051164A12016-08-03
JP2012072830A2012-04-12
DE4332713A11995-03-30
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Claims:
Patentansprüche

1. Festsattelkraftfahrzeugteilbelagscheibenbremse (1) mit Bolzenlagerung für benachbarte Teilbelagscheibenbremsbeläge (2, 3), umfassend eine einstückige Lüftspielfeder (20, 21) mit zwei Federschenkel (22, 23), die zwischen Rückenplattenlagervor- sprünge (6,6 ) elastisch eingespannt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Lüftspielfeder (20, 21) als Stahlblechbü¬ gelfeder vorliegt, die geeignet ist einen Bremsscheibenumfang aufzunehmen, und die Stahlblechbügelfeder über einen Jochabschnitt (24) verfügt, der die Reibbelagrückenplatten (7) radial außen oberhalb übergreift, und mit vom Jochabschnitt (24) im Wesentlichen U-förmig plastisch zueinander parallel versetzt abgebogenen Federschenkeln (22, 23), die die Reibbelag- rückenplattenrückseite an den Rückenplattenlagervorsprünge (6, 6 ), seitlich neben einer Reibfläche hintergreifen.

2. Festsattelkraftfahrzeugteilbelagscheibenbremse (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Federschenkel (22, 23) im Wesentlichen parallel zu Gehäuseschenkeln (11, 12), weitgehend orthogonal zu einer Bremskolbenachse (K1,K2) ge¬ richtet, sowie weitgehend parallel zu Reibflächen einer

Bremsscheibe (10) vorliegen, und mit einem Jochabschnitt (24) welcher, im Wesentlichen parallel zu einem Brückenabschnitt ( 16, 16 , 16 , 16 ) , axial gerichtet dazu vorgesehen ist, um einen Umfang einer Bremsscheibe (10) zu übergreifen, und wobei die Federschenkel (22,23) durch den Jochabschnitt (24) elastisch federnd zwischen die Reibbelagrückenplatten (7) der Scheibenbremsbeläge (2,3) schwimmend eingespannt sind.

3. Festsattelkraftfahrzeugteilbelagscheibenbremse (1) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jede Festsattelkraftfahrzeugteilbelag¬ scheibenbremse (1) über zwei Lüftspielfedern (20,21) mit un- terschiedlicher lang gestalteten Federschenkeln (22,23) verfügt, die weitestgehend identisch abgestimmte Rückstellfe¬ derkraft F aufweisen. 4. Festsattelkraftfahrzeugteilbelagscheibenbremse (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Jochabschnitt (24) der beiden Rückstellfedern (20,21) jeweils bremsscheibenein- laufseitig und bremsscheibenauslaufseitig in gesonderten Ge¬ häusebrückenfenstern (15, 15 , 15 ) arrangiert ist.

5. Festsattelkraftfahrzeugteilbelagscheibenbremse (1) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibbeläge (2,3) eines Reibbe- lageinbausatz unter Vermittlung durch die Lüftspielfedern (20,21) parallel zueinander sowie in vorgegebenem Abstand B zueinander elastisch im Festsattelbremsgehäuse arrangiert sind, und wobei die Lüftspielfedern (20,21) über die Reibbeläge (2,3) formschlüssig sowie verliersicher im Festsattelbremsgehäuse gelagert sind.

6. Lüftspielfeder (20,21) mit zwei Federschenkeln (22,23) zwecks elastisch federnd gelagerter Einspannung zwischen zwei benachbarte Reibbelagrückenplatten (7) von Teilbelagscheiben- bremsbelägen (2,3) einer Festsattelkraftfahrzeugteilbelag- Scheibenbremse (1), dadurch gekennzeichnet, dass die Lüft¬ spielfeder (20,21) einstückig als Stahlblechbügelfeder vorliegt, welche über einen Jochabschnitt (24) verfügt, und mit endseits des Jochabschnitts (24) im Wesentlichen U-förmig zueinander parallel versetzt abgebogenen Federschenkeln

(22,23), die an jedem Endstück eine Reibbelaghalteklammer

(25,26) ausbilden, und wobei jede Reibbelaghalteklammer (25,26) zur Fixierung zwischen einem Federschenkel (22,23) und einem Reibbelag (2,3) dient, indem die Reibbelaghalteklammer (25,26) die Reibbelagrückenplatte (7) einspannt.

7. Lüftspielfeder (20,21) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass j ede Reibbelaghalteklammer (25, 26) formschlüssig an einer Reibbelagrückenplatte (7) fixierbar ist.

8. Lüftspielfeder (20,21) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibbelaghalteklammern (25,26) jeder Lüftspielfeder (20,21) zueinander parallel gegenüberliegend, mit vorgegebenem Abstand distanziert, Rücken an Rücken ge- schlössen, sowie nach axial außen zur Aufnahme von Rücken- plattenlagervorsprüngen (6,6 ) zumindest teilweise geöffnet vorliegen, und wobei die Reibbelaghalteklammern (25,26) die Rückenplattenlagervorsprünge (6,6 ) auf wenigstens drei Seiten kassettenartig umgreifen.

9. Lüftspielfeder (20,21) nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 - 8, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Reibbelaghalteklammer (25,26) über eine Tasche (27,28) zur Integration eines Hal¬ tebolzens (4) oder eines Führungsbolzens (5) verfügt.

10. Lüftspielfeder (20,21) nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 - 9, dadurch gekennzeichnet, dass Federschenkel (22,23) und Jochabschnitt (24) längs einer gemeinsamen Flucht/Längsachse zueinander symmetrisch vorgesehen sind.

11. Lüftspielfeder (20,21) nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 - 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibbelaghalteklammern (25,26) in Relation zu einer gemeinsamen Flucht/Längsachse parallel versetzt vorgesehen sind.

12. Lüftspielfeder (20,21) nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 - 11, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Reibbelag¬ halteklammern (25,26) jeder Lüftspielfeder (20,21) zueinander spiegelbildlich, parallelversetzt, vorgesehen sind.

Description:
Beschreibung

Festsattelkraftfahrzeugteilbelagscheibenbremse mit einer Stahlblechbügellüftspielfeder

Die Erfindung betrifft eine neuartig verbesserte Festsattel ¬ kraftfahrzeugteilbelagscheibenbremse umfassend eine einstü ¬ ckige Lüftspielfeder, und wobei die Bestandteile für einen passenden Scheibenbremsbelag Einbausatz bzw. Verschleißteilkit, möglichst günstig implementierbar sind.

Eine gattungsgemäße Festsattelkraftfahrzeugteilbelagschei ¬ benbremse umfasst eine Bolzenlagerung für benachbarte Teil- belagscheibenbremsbeläge, umfassend eine einstückige Lüft- spielfeder mit zwei Federschenkel, die zwischen reibmassefreie Rückenplattenabschnitte schwimmend elastisch eingespannt sind. Derartiges geht exemplarisch aus der DE 43 32 713 AI hervor und umfasst eine radial offene Schachtaufnahme für bremsschei- benauslaufseitig (gedrückt) abgestützte Scheibenbremsbeläge . Im Schachtfenster des Festsattelbremsgehäuses ist ein Haltebolzen für die Scheibenbremsbeläge lösbar gelagert. Neben dem Hal ¬ tebolzen, in Richtung bremsscheibeneinlauf versetzt, ist oberhalb der Bremsscheibe eine omegaförmig gebogene, ebene, einstückige Drahtfeder zwischen Scheibenbremsbeläge und

Bremsgehäuse derart multilateral eingespannt, dass eine klapperfreie Befederung, einschließlich Lüftspielfunktion, besonders ökonomisch wahrgenommen wird.

Aus der WO 2017036802 AI geht eine individuelle Lüftspielbe- federung für eine besonders leistungsfähig gestaltete Fest ¬ sattelkraftfahrzeugteilbelagscheibenbremse hervor. Diese um ¬ fasst einen bremsscheibeneinlaufseitig gehäusefest arrangierten Tragbolzen zur gezogenen Reibbelagabstützung, und mit einem bremsscheibenauslaufseitig gehäusefesten Führungsbolzen, für asymmetrisch gestaltete Scheibenbremsbeläge. Vier Lüftspiel- federanordnungen aus Draht sind im Bereich von Bolzenaufnahmen an jeder Reibbelagrückenplatte fixiert, umklammern den je ¬ weiligen Bolzen, und befedern also den jeweiligen Reibbelag jeweils individuell.

Die vorliegende Erfindung beruht demgegenüber auf der Aufgabe, eine neuartige Bremse mit Lüftspielbefederung beziehungsweise eine alternative, flexibler anpassbare schwimmende Lüft- spielbefederung für eine Festsattelteilbelagscheibenbremse vorzulegen, die eine noch wartungsfreundlichere sowie ferti ¬ gungsgerechte Schnittstellengestaltung erlaubt, sowie die Nachteile vom Stand der Technik vermeidet. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gemeinsam mit den kennzeichnenden Merkmalen der unabhängigen Ansprüche gelöst. Zweckmäßige Abwandlungen der Erfindung gehen aus den jeweiligen Merkmalen der abhängigen Ansprüche hervor.

Eine erfindungsgemäße Festsattelkraftfahrzeugteilbelagschei- benbremse umfasst demnach erstmals eine gesonderte Lüft ¬ spielfeder, welche als einfache Stahlblechbügelfeder vorliegt, und geeignet ist einen Bremsscheibenumfang zwischen Federschenkeln aufzunehmen, und wobei die Stahlblechbügelfeder über einen Jochabschnitt verfügt, der die benachbarten zugeordneten Reibbelagrückenplatten radial außen, oberhalb, übergreift, und mit vom Jochabschnitt im Wesentlichen U-förmig plastisch zueinander parallel versetzt abgebogene elastische Federschenkel, welche die Reibbelagrückenplattenrückseiten an Lagerabschnitten, lateral zur Reibfläche, hintergreifen. Demzufolge ermöglicht die Erfindung erstmals unter Ausnutzung einer besonders verdichteten Blechflachstahlbauweise eine fertigungs- und beanspruchungsgerecht sowie wartungsfreundlich gestaltete, spanlos dargestellte, Reibbelagrückstellfeder in Stahlblechbügelkonstruktion, die zwecks Serviceerleichterung in Mehr- wertfunktion, ggf. unter herstellwerksseitiger Vorkonfektio- nierung gewissermaßen als „Kassette" (sprich Einbausatz) auf einem Verschleißteilmarkt gesondert ausnutzbar ist. In besonders raumsparend verdichteter Bauweise sind die streifenförmigen Federschenkel im Wesentlichen parallel zu Gehäuseschenkeln, weitgehend orthogonal zu einer Bremskolbe ¬ nachse ausgerichtet, und liegen folglich weitgehend parallel zu Reibflächen einer Bremsscheibe vor. Ein flacher zentraler Jochabschnitt ist im Wesentlichen parallel zu einem Gehäuse ¬ brückenabschnitt, axial gerichtet dazu vorgesehen, um einen Umfang einer Bremsscheibe zu übergreifen, und wobei die Fe ¬ derschenkel über den Jochabschnitt elastisch federnd zwischen die Reibbelagrückenplatten der Scheibenbremsbeläge schwimmend eingespannt sind.

Verwechslung beziehungsweise Fehlmontage ist konstruktiv ausgeschlossen, indem jede Festsattelkraftfahrzeugteilbelag- scheibenbremse über genau zwei Lüftspielfedern mit unter- schiedlicher lang gestalteten Federschenkeln verfügt, welche an die bremsscheibeneinlaufseitige oder bremsscheibenaus- laufseitige Platzierung angepasst sind, und wobei die beiden unterschiedlichen Lüftspielfedern über weitestgehend identisch abgestimmte Rückstellfederkraft verfügen.

Eine besonders verdichtete Bauweise wird ermöglicht, indem der Jochabschnitt der beiden Rückstellfedern jeweils bremsschei ¬ beneinlaufseitig und bremsscheibenauslaufseitig in gesonderten Gehäusebrückenfenstern arrangiert ist.

Indem die Reibbeläge eines Reibbelagsatzes unter Vermittlung durch die Lüftspielfedern parallel zueinander sowie in vorgegebenem Abstand relativ zueinander fixiert und dennoch elastisch in den Bolzenführungen im Festsattelbremsgehäuse gelagert sind, und wobei die Lüftspielfedern über die Reibbeläge formschlüssig sowie verliersicher im Festsattelbremsgehäuse gelagert sind, wird eine gesonderte Gehäusefixierung der Lüftspielfedern rationalisiert. Zudem wird eine besonders servicefreundliche, vorkonfektionierte, Vermarktung als Ver ¬ schleißteilkit ermöglicht.

Jede erfindungsgemäße Lüftspielfeder in der vorteilhaft schlanken, und nebenbei auch aerodynamisch günstigen, Stahl- blechflachbauweise liegt einstückig als Stahlblechbügelfeder vor, welche über einen weitgehend streifenförmig-flachen Jochabschnitt verfügt, und mit endseits des Jochabschnitts im Wesentlichen U-förmig zueinander parallel versetzt abgebogenen Federschenkeln, die an jedem Endstück eine Reibbelaghalteklammer ausbilden, und wobei jede Reibbelaghalteklammer zur Fixierung zwischen einem Federschenkel und einem Reibbelag dient, indem die Reibbelaghalteklammer die Reibbelagrückenplatte einspannt. Anhand der angegebenen Mittel wird also eine günstige form- und/oder kraftschlüssige Fixierung zwischen Reibbelaghalte- klammer und Reibbelagrückenplatte ermöglicht, und wobei auf eine gesonderte Fixierung, oder zusätzliche Schnittstelle, der Lüftspielfeder verzichtet werden kann.

Zu ihrer zweckmäßig sowie fertigungsgerecht gelösten Fixerung/ Lagerung verfügt jede Lüftspielfeder über Federschenkel die zueinander parallel gegenüberliegend, mit vorgegebenem Abstand distanziert, Rücken an Rücken geschlossen, sowie nach axial außen zur Aufnahme von Rückenplattenvorsprüngen zumindest teilweise geöffnet vorliegen, und wobei die Reibbelaghalteklammern die Rückenplattenvorsprünge auf wenigstens drei Seiten kasset ¬ tenartig umgreifen.

Beispielsweise zur Spielvermeidung, Vermeidung von Klappergeräuschen mittels Befederung, oder in schlichter Abstimmung als Geräuschdämpfungsmaßnahme zwischen Reibbelag und Bolzenlager ist es vorteilhaft, wenn jede Reibbelaghalteklammer eine Tasche zur federnden, elastischen Aufnahme des Halte- bzw. Führungsbolzens integriert.

Die grundsätzliche Geometrie der Lüftspielfeder in der er ¬ findungsgemäß flach-verdichteten Stahlblechbügelgestaltung ist so definiert, dass Federschenkel und Jochabschnitt längs einer gemeinsamen Flucht/Längsachse zueinander symmetrisch vorgesehen sind. Dabei sind die Reibbelaghalteklammern am Ende der Federschenkel mit einheitlicher axialer Flucht zueinander parallel mit Abstand distanziert versetzt arrangiert. Mit anderen Worten sind die beiden Reibbelaghalteklammern jeder Lüftspielfeder zueinander spiegelbildlich, parallelversetzt, vorgesehen.

Zusammenfassend ermöglicht die vorliegende Erfindung also eine ebenso verdichtete wie auch leistungsstarke Bauweise in Gestalt von einem erleichtert austauschbaren Servicekit, und wobei der notwendige Einbauraum der Rückstellfeder die Leistungsfähigkeit der Bremse keineswegs beeinträchtigt. Weitere Einzelheiten der Erfindung gehen aus der Beschreibung anhand der Zeichnung hervor.

Die Zeichnung zeigt im Einzelnen: Fig. 1 perspektivisch verkleinerte Prinzipansicht einer erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugfestsattelteilbelagscheiben- bremse,

Fig. 2 Draufsicht auf die erfindungsgemäße Kraftfahr- zeugfestsattelteilbelagscheibenbremse nach Fig. 1,

Fig. 3 Längsschnitt durch die erfindungsgemäße Fest- sattelkraftfahrzeugteilbelagscheibenbremse nach Fig. 1 + 2, Fig. 4 einbaufertig vorassemblierter Reibbelageinbau- satz einer Festsattelkraftfahrzeugteilbelagscheibenbremse umfassend einen Austauschreibbelagsatz mit zwei Lüftspielfe ¬ dern, inetwa maßstabsgerecht,

Fig. 5-9 eine auslaufseitig ( kurzschenklig) arrangierte

Lüftspielfeder in verschiedenen Ansichten und Maßstäben,

Fig. 10 Stahlblechhalbzeugstreifenbild mit projizierter Abwicklung der auslaufseitig (kurzschenklig) arrangierten Lüftspielfedern, inetwa maßstabsgerecht,

Fig. 11-13 eine einlaufseitig ( langschenklig) arrangierte Lüftspielfeder in verschiedenen Ansichten und Maßstäben.

Eine effiziente Festsattelkraftfahrzeugteilbelagscheibenbremse 1 umfasst nach Fig. 1- 3 Reibbeläge 2,3 in gehäusefesten Bolzenlagern 3 (Haltebolzen 4, Führungsbolzen 5), wobei die Tangentialkraft (Bremskraft) jedes Reibbelags 2,3 über einen Rückenplattenlagervorsprung 6, 6 ausgehend von einer Rückenplatte 7 des Scheibenbremsbelags 2,3 ohne Ortswechsel (bezogen auf den Ort der Krafteinleitung nach einem Fahrtrichtungswechsel) immer über ein zentral definiert vorgegebenes Festlager 8, auf einen einzigen gehäusefesten Haltebolzen 4 übertragen wird. Die fixe Festlagerallokation erfolgt sowohl für Vorwärts- als auch für Rückwärtsfahrt. Die Rückenplatte 7 ist asymmetrisch geformt und trägt auf einer Front/Vorderseite eine gesinterte Reibwerkstoffmischung 9. Stirnseitig sowie deutlich unterhalb von Zentrum Z / Kolbenmitte K 1, K 2 ist das Festlager 8 allokiert. Für die Vorzugsdrehrichtung (Vorwärtsfahrt) U einer Bremsscheibe 10 ist festgelegt, dass das Festlager 8 bremsscheibeneinlaufseitig platziert ist und entsprechend umgekehrt verhält es sich für die sekundäre Drehrichtung (Rückwärtsfahrt) . In der Hauptdrehrichtung

(Vorwärtsfahrt) U ist die Rückenplatte 7 also durch das gebildete Festlager 8 vorwiegend unter Zugbeanspruchung abgestützt. In rückwärtiger Drehrichtung (Rückwärtsfahrt) erfolgt die Ab- Stützung der Rückenplatte 7 über dasselbe Festlager 8, jedoch vorwiegend unter Druckbeanspruchung der Rückenplatte 7. Der Führungsbolzen 5 dient also als immer nur als Spurlager bzw. als Drehsperre für den Scheibenbremsbelag 2, 3, ist weitgehend frei von Tangentialbremskräften, so dass prinzipiell keine besonders massive Gestaltung erforderlich ist, und die Beanspruchung vom Führungsbolzen 5 ist deutlich reduziert. Also kann dessen Effizienz gesteigert sein, wenn dessen Querschnitt d kleiner ausgeführt ist als der Querschnitt vom Haltebolzen 4 und Werkstoffbedarf ist reduziert. In Vervollkommnung einer

Festsattelkraftfahrzeugteilbelagscheibenbremse 1 ist es mög ¬ lich, die Bolzen 4,5 an jedem Gehäuseschenkel 11,12 einstückig mit dem Gehäuse, also gießtechnisch, auszubilden.

Ein gabelzinkenförmig offen gestalteter Rückenplattenlager- vorsprung 6 mit Maulöffnung und Aufnahmetasche 13 zur Aufnahme vom Führungsbolzen 5 ist auf der dem Festlager gegenüber liegenden Stirnseite sowie vorzugsweise radial oberhalb vom Zentrum/Reibbelagzentrum Z auslaufseitig an der Rückenplatte 7 platziert. Die offene Gestaltung ermöglicht eine einfache Einschwenkmontage zwischen Gehäuse mit Führungsbolzen 5 und Scheibenbremsbelag 2,3.

Der im Querschnitt vorzugsweise weitgehend kreisringförmige Haltebolzen 4 durchgreift eine Durchgangsöffnung 14 des

Rückenplattenlagervorsprungs 6 vollständig. Die Mantelfläche der Durchgangsöffnung 14 kann zwecks Reduktion von gegenseitigen Kontaktnormalspannungen in der Kontur derart gekrümmt an die weitgehend kreisringförmige Oberflächenkrümmung des Halte ¬ bolzens 4 angeschmiegt ausgeformt sein, dass zwischen Halte- 0

o bolzen 4 und Rückenplattenlagervorsprung 6 einerseits ein möglichst reibungsarmer Kontakt vorliegt, und wobei andererseits eine möglichst verschleiß- und bewitterungsresistente, war ¬ tungsfreie Lagerung zwischen Scheibenbremsbelag 2,2/ Rücken- platte 7 und Haltebolzen 4 vorliegt.

Die jeweils einseitig an jeder Rückenplatte 7 asymmetrisch versetzt zueinander vorgesehenen Halte- bzw. Führungsvorsprünge 6,6 eliminieren durch konsequente Aufgabentrennung Redun- danzen. Die Ausnutzung der Rückenplatte 7 als Reibbelagträger, also die nutzbare Reiboberfläche ist verbessert. Dies wird begleitet von einer verbesserten Skalierbarkeit zwischen der Größe der Rückenplatte 7, der nutzbaren Reiboberfläche und der möglichen Kolbenauflagen/Anzahl der Kolben. Durch stirnseitig diametral gegenüberliegende sowie zusätzlich diagonal versetzte Reibbelagabstützung erfolgt eine Verbesserung des

NVH-Verhaltens .

Die Ausgestaltung des Festsattelgehäuses ist vorzugsweise brückenseitig offen mit Gehäusebrückenfenstern 15, 15 , 15 gestaltet, um eine verbesserte Durchlüftung und Kühlung der Radbremsanlage zu ermöglichen. Dabei ist es grundsätzlich möglich, dass ein oder mehrere Brückenfenster 15, 15 , 15 im Wechsel mit entsprechenden Brückenabschnitten 16, 16 s , 16 s vorliegen, welche die beiden Gehäuseschenkel 11,12 miteinander verbinden. Brückenfenster 15, 15 s , 15 s können Federmittel (Topspring) aufnehmen, die jeweils radial elastisch vorgespannt zwischen der Rückenplatte 7 vom Scheibenbremsbelag 2,3 und Brückenabschnitt 16, 16 s , 16 s eingespannt sind, und jeweils eine radial einwärts oder radial auswärts gerichtete elastische Vorspannung zwischen Scheibenbremsbelag 2,3 und Gehäuse er ¬ möglichen . _

y

In Verbindung mit den vorstehenden, grundsätzlichen Erläuterungen und Wirkprinzipien ergeht die nachstehende Beschreibung der Zeichnung, Fig. 1-13, betreffend eine besonders bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Verbesserungsmaßnahme.

Dabei ist eine Lüftspielfeder 20,21 als Stahlblechbügelfeder definiert sowie schwimmend elastisch zwischen die benachbart gegenüberliegenden Reibbelagrückenplatten 7 eingespannt. Durch die komprimierte U-förmige Stahlblech-Bügelbauform und Plat- zierung wird es einerseits ermöglicht, dass sowohl eine lediglich sinnbildlich dargestellte Bremsscheibe 10, wie auch die zu ¬ einander benachbarten Reibbeläge 2,3 zwischen zueinander parallel versetzt abgebogenen Federschenkeln 22,23 aufgenommen sind, und wobei der axial gerichtete Jochabschnitt 24, welcher die Federschenkel 22,23 miteinander verbindet, sowohl die Bremsscheibe 10 wie auch die Bremsbeläge 2,3 radial außen oberhalb von einem maximierten Reibradius sehr raumsparend übergreift. Die Enden der beiden prinzipiell flach gehaltenen Federschenkel 22,23 bilden ebenso raumsparende, wie flache Schnittstellen für die Rückenplattenlagervorsprünge 6,6 aus, indem diese die Reibbelagrückenplattenrückseite im Bereich der Lagerabschnitten, seitlich der Bremsscheibe 10, hintergreifen. Dabei sind die Federschenkel 22,23 im Wesentlichen parallel zu den Gehäuseschenkeln 11,12 mit ihren Aktuatoren (Bremkolben), und weitgehend orthogonal zu einer diesbezüglichen Aktua- tor/Bremskolbenachse gerichtet, sowie weitgehend parallel zu Reibflächen der Bremsscheibe 10 arrangiert.

Wie aus den Fig. 1-3 erhellt verfügt jede Festsattelkraft- fahrzeugteilbelagscheibenbremse über zwei besonders raumsparend ausgebildete, sowie raumsparend im Gehäuse aufgenommene

Lüftspielfedern 20,21 mit unterschiedlicher lang gestalteten Federschenkeln 22, 23, und wobei beide Lüftspielfedern 20, 21 über weitestgehend identisch abgestimmte Rückstellfederkraft ver- fügen. Ein zusätzlicher Raumsparbeitrag wird erschlossen, indem die Jochabschnitte 24 der beiden Rückstellfedern 20,21 jeweils bremsscheibeneinlaufseitig und auch bremsscheibenauslaufseitig in gesonderten Gehäusebrückenfenstern 15,15 arrangiert sind. Demzufolge wird die freie Auslegung der Festsattelkraftfahr- zeugteilbelagscheibenbremse 1 in Bezug auf einen weitgehend maximiert ausgenutzten Bremsscheibendurchmesser bei beschränktem Radfelgeneinbauraum in einem biegekritischen Bereich der Brückenabschnitte 16, 16 , 16 positiv unterstützt.

Die Wirkung erfindungsgemäßer Lüftspielfedern 20,21 in deren Interaktion mit zugeordneten Reibbelägen 2,3 bezieht sich des weiteren darauf, dass dieser Reibbelagsatz unter Vermittlung durch die Lüftspielfedern 20,21 parallel zueinander sowie in vorgegeben definiertem Abstand A zueinander elastisch im

Festsattelbremsgehäuse unter der Rückstellfederkraft F ar ¬ rangiert ist, und wobei die Lüftspielfedern 20,21 ohne gesonderte Fixierung, mittelbar über ihre Lagerung an den beiden Reibbeläge 2,3 formschlüssig sowie verliersicher im Festsattelbremsgehäuse gelagert sind. Weil die Lüftspielfedern 20,21 grundsätzlich vom Gehäuse entkoppelt sind, ist deren Rückstelleffizienz ent ¬ sprechend hoch.

Die Federschenkel 22,23 jeder Lüftspielfeder 20,21 verfügen an einem Endstück zur lösbaren Kupplung über eine vorteilhafte Reibbelagschnittstelle die als Reibbelaghalteklammer 25,26 ausgebildet ist, und wobei jede Reibbelaghalteklammer 25,26 zur Fixierung zwischen einem Federschenkel 22, 23 und einem Reibbelag 2,3 dient, indem die Reibbelaghalteklammer 25,26 die Reibbe- lagrückenplatte 7 einspannt. Dazu kann die Reibbelaghalteklammer 25,26 die Rückenplatte 7 zumindest teilweise formschlüssig umgreifen. Eine besonders vorteilhafte bevorzugte Ausgestaltung definiert, dass die Reibbelaghalteklammern 25,26 jeder Lüft ¬ spielfeder 20,21 zueinander parallel gegenüberliegend, mit vorgegebenem Abstand distanziert, Rücken an Rücken geschlossen, sowie nach axial außen zur Aufnahme von den Rückenplattenla- gervorsprüngen 6,6 zumindest teilweise geöffnet vorliegt, und wobei jede Reibbelaghalteklammer 25,26 einen Rückenplatten- lagervorsprung 6,6 auf wenigstens drei Seiten kassettenartig umgreift .

Eine weitere Adaption erstreckt sich auf eine Halte- bzw.

Führungsbolzenintegration, indem eine Reibbelaghalteklammer 25,26 über eine Tasche 27,28 zur Integration eines Halte- bzw. Führungsbolzens 4,5 verfügt. Eine entsprechende Gestaltung bzw. Tolerierung dieser Integration kann die Mehrwertfunktion ermöglichen, dass mit der Integration eine gegenseitige elastische Befederung, Einspannung oder ähnliches im Sinne einer Spiel- oder Geräuschvermeidungsmaßnahme zwischen Bolzen und Lüftspielfeder 20,21 einschließlich Reibbelag 2,3 einhergeht. Demzufolge sind Klappergeräusche im Bereich der Reibbelaglagerung ausgeschlossen . Wie der Zeichnung im Übrigen zu entnehmen ist, sind Federschenkel 22,23 und Jochabschnitt 24 längs einer gemeinsamen

Flucht/Längsachse zueinander symmetrisch vorgesehen, bzw. die Reibbelaghalteklammer 25,26 ist in axial gemeinsamer

Flucht/Längsachse parallel versetzt vorgesehen. Demzufolge sind die beiden Reibbelaghalteklammern 25,26 jeder Lüftspielfeder 20,21 zueinander spiegelbildlich, parallelversetzt, vorgesehen.

Die besonders effziente, fertigungsge- recht-blechverschnittreduzierte, also werkstoffspa- rend-ökonomische Gestaltung der erfindungsgemäßen Lüftspielfeder 20,21 mit Stahlblechbügeldesign erhellt beispielhaft aus den teilweise rudimentär angedeuteten Rohteilabwicklungen 30, 31 in Projektion auf einen Stahlblechhalbzeugstreifen 29 nach der Fig. 10. Denn durch die in Längsachse L asymmetrisch geteilte Federabwicklung für die verschiedenen Federrohlinge wird eine beispielhaft verdichtete, ineinandergreifend-versetze Roh ¬ teilplatzierung zur Reduktion von Stahlblechstanzabfall ermöglicht, wie aus dem Streifenbild nach Fig. 10 unmittelbar hervorgeht. Diese vorteilhafte Wirkung wird hauptsächlich auch dadurch erzielt, dass ein vergleichsweise lang und schmal konstruierter Jochabschnitt 24 zwischen zwei Reibbelaghalte ¬ klammern 25,26 zwecks Verschnittvermeidung die grundsätzliche Möglichkeit erteilt, zur lateral versetzten Anordnung anderer Werkstückbereiche, nämlich als Grundlage für die Darstellung anderer Reibbelaghalteklammern, herangezogen zu werden, sowie umgekehrt. Mit anderen Worten wird der bereitgestellte laterale Freiraum neben einem Jochabschnitt 24 in einer Abwicklung/Blechstreifenbild für die Platzierung von komplementären Bereichen anderer Rohteile reserviertr/ausgenutzt , aus denen beispielweise die Reibbelaghalteklammern 25,26 anderer Lüftspielfedern ausgeformt werden. Es ist insbesondere möglich, dass alle Reibbelaghalteklammern im Einklang mit prinzipiell gleichgroß (genormt) dimenisionierten Schnittstellen an

Rückenplattenlagervorsprüngen 6,6 weitestgehend identisch konstruiert sind, so dass sich die verschiedenen Lüftspielfedern 20,21 im Wesentlichen ausschließlich untereinander durch die Länge ihrer Federschenkel 22,23 bzw. Jochabschnitt 24 vonei ¬ nander unterscheiden. Auch wenn die Fig. 10 sinnbildlich zwei aufeinanderfolgende, identische, Abwicklungen zur Ausbildung identisch großer Lüftspielfedern 20 bzw. 21 darstellen soll, ist es möglich, dass in Halbzeugvorschubrichtung Vr jeweils abwechselnd eine große Lüftspielfeder auf eine klein dimensio ¬ nierte Lüftspielfeder folgt, sowie umgekehrt. Bezugs zeichenliste

1 Festsattelkraftfahrzeugteilbelagscheibenbremse

2 Reibbelag

3 Reibbelag

4 Haltebolzen

5 Führungsbolzen

6 Rückenplattenlagervorsprung

7 Rückenplatte

8 Festlager

9 Reibwerkstoffmischung

10 Bremsscheibe

11 Gehäuseschenkel

12 Gehäuseschenkel

13 Aufnahmetasche

14 Durchgangsöffnung

15, 15 , 15 " " Gehäusebrückenfenster

16, 16 , 16 ",16 " " (Gehäuse-) Brückenabschnitt 20 Lüftspielfeder

21 Lüftspielfeder

22 Federschenkel

23 Federschenkel

24 Jochabschnitt

25 Reibbelaghalteklammer

26 Reibbelaghalteklammer

27 Tasche

28 Tasche

29 Stahlblechhalbzeugstreifen

30 Federrohteilabwicklung

31 Federrohteilabwicklung

A Abstand

Ax Axialrichtung F Federrückstellkraftwirkung

R Radialrichtung

T Tangentialrichtung

Kl , K2 , Aktuatorverschiebeachse/Kolbenachse

U Bremsscheibenvorzugsdrehrichtung (bei Vorwärtsfahrt) Z Reibbelagzentrum