Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
FIXING SYSTEM FOR FIXING WHEELS TO WHEEL CARRIERS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2005/082641
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a fixing system for fixing wheels (15) to the wheel carriers (3) of vehicles (2), in particular heavy goods vehicles. Said system comprises: a wheel carrier (3) that is rotatably mounted on a vehicle axle (14); at least one threaded bolt (4) or a threaded bore that is provided on the wheel carrier (3); and at least one threaded element (5) that can be screwed together with the threaded bolt or the threaded bore for fixing a wheel to the wheel carrier. The threaded element (5) has an actuating region (6) which is designed to apply a torque. According to the invention, at least one concave surface (7) is provided on the actuating region (6).

Inventors:
Feinauer, Werner (Sigurdweg 42 a, Stuttgart, 70327, DE)
Application Number:
PCT/EP2005/001811
Publication Date:
September 09, 2005
Filing Date:
February 22, 2005
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
DAIMLERCHRYSLER AG (Epplestrasse 225, Stuttgart, 70567, DE)
Feinauer, Werner (Sigurdweg 42 a, Stuttgart, 70327, DE)
International Classes:
B25B13/06; B60B3/16; F16B23/00; (IPC1-7): B60B3/16
Foreign References:
US6321623B12001-11-27
DE1625467A11970-07-23
DE4206222A11993-04-29
Attorney, Agent or Firm:
Rauscher, Steffen (DaimlerChrysler AG, Intellectual Property Management IPM - C106, Stuttgart, 70546, DE)
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche
1. Befestigungssystem zur Befestigung von Rädern an Radträ gern. von Fahrzeugen, insbesondere Lastkraftwagen, mit ei nem drehbar an einer Fahrzeugachse gelagerten Radträger, mit zumindest einem an dem Radträger vorgesehenen Gewin debolzen bzw. einer Gewindebohrung, mit zumindest einem mit dem Gewindebolzen bzw. der Gewindebohrung verschraub baren Gewindeelement zur Befestigung eines Rades an dem Radträger, wobei das Gewindeelement einen Betätigungsbe reich zur Aufbringung eines Drehmomentes aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Betätigungsbereich zumindest eine Konkavflä che vorgesehen ist.
2. Befestigungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungsbereich mehrere, insbesondere sechs, am Umfang verteilte, insbesondere gleichverteilte, Kon kavflächen aufweist.
3. Befestigungssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Konkavflächen wenigstens abschnittsweise als Zy lindermantelabschnitte ausgeführt sind.
4. Befestigungssystem nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass Mittellängsachsen der Konkavflächen parallel zur Mittellängsachse des Gewindeelementes vorgesehen sind.
5. Befestigungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprü che, dadurch gekennzeichnet, dass die Konkavflächen einen einheitlichen Hauptradius aufweisen und Mittelpunkte aller Hauptradien auf einem zur einer Mittellängsachse des Gewindeelementes koaxialen Kreis angeordnet sind.
6. 5 Befestigungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprü che, dadurch gekennzeichnet, dass tangentiale Verrundungen zwischen den aneinander grenzenden Konkavflächen vorgesehen sind, wobei alle Ver rundungsradien insbesondere gleichartig und wesentlich kleiner als die Hauptradien der Konkavflächen ausgeführt sind.
7. Befestigungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprü che, dadurch gekennzeichnet, dass ein minimaler Abstand zwischen zwei gegenüberliegen den Konkavflächen gemäß Wert B nach Tabelle 1 vorgesehen ist.
8. Befestigungssystem nach einem der Ansprüche 1 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewindeelement einen stirnseitig angebrachten Druckteller zur Anlage gegen den Radträger aufweist.
9. Befestigungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprü che, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewindeelement als Gewindemutter bzw. Gewinde schraube ausgebildet ist.
10. Befestigungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprü che, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewindeelement eine Gewindemutter ist, die ins besondere eine zentrisch angeordnete Bohrung mit einem Innengewinde M22x1, 5 aufweist.
11. Befestigungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewindeelement eine Gewindeschraube ist, die insbesondere einen zentrisch angeordneten Gewindebolzen abschnitt mit einem Außengewinde M22x1, 5 aufweist.
12. Befestigungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprü che, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungsbereich des Gewindeelementes als Au ßenmehrrundkopf, insbesondere als Außensechsrundkopf, ausgeführt ist.
13. Befestigungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprü che, dadurch gekennzeichnet, dass ein Betätigungswerkzeug mit Eingriffsflächen zur Drehmomentübertragung auf das Gewindeelement vorgesehen ist, wobei die Eingriffsflächen eine zu dem Betätigungs bereich des Gewindeelementes korrespondierende Kontur aufweisen.
14. Gewindeelemente, insbesondere Gewindemutter oder Gewinde schraube, für ein Befestigungssystem nach einem der vor hergehenden Ansprüche, mit einem Außenmehrrundkopf, ins besondere einem Außensechsrundkopf.
15. Verwendung eines Gewindeelementes, insbesondere eines Ge windeelementes nach Anspruch 13, mit einem Außenmehrrund kopf, insbesondere einem Außensechsrundkopf, zur Befesti gung von Rädern an Radträgern.
Description:
Befestigungssystem zur Befestigung von Rädern an Radträgern Die Erfindung betrifft ein Befestigungssystem zur Befestigung von Rädern an Radträgern von Fahrzeugen, mit einem drehbar an einer Fahrzeugachse gelagertem Radträger, mit zumindest einem an dem Radträger vorgesehenen Gewindebolzen beziehungsweise einer Gewindebohrung, mit zumindest einem mit dem Gewindebol- zen beziehungsweise der Gewindebohrung verschraubbaren Gewin- deelement zur Befestigung eines Rades an dem Radträger, wobei das Gewindeelement einen Betätigungsbereich zur Aufbringung eines Drehmomentes aufweist.

Befestigungssysteme zur Befestigung von Rädern an Radträgern sind aus dem Stand der Technik in vielfältigen Ausführungs- formen bekannt. Ein bekanntes Befestigungssystem weist einen drehbar an einer Fahrzeugachse gelagerten Radträger, insbe- sondere eine Trommelbremse, eine Scheibenbremse oder eine un- gebremste Radnabe auf. An dem Radträger kann ein einzelnes Rad oder ein aus zwei Einzelrädern zusammengesetztes Doppel- rad an dem Radträger befestigt werden. Das Rad kann dabei insbesondere als Scheibenrad in Form einer Stahlfelge ausge- führt sein. Zur Befestigung des Rades weist der Radträger zu- mindest einen Gewindebolzen beziehungsweise eine Gewindeboh- rung auf, die zentrisch oder exzentrisch, bezogen auf eine Rotationsachse des Radträgers, vorgesehen ist. Zur Befesti- gung des Rades wird ein mit dem Gewindebolzen beziehungsweise der Gewindebohrung verschraubbares Gewindeelement eingesetzt, das das Rad formschlüssig mit dem Radträger verbindet.

Um die zum Verschrauben des Gewindeelementes an den Radträger notwendigen Betätigungskräfte und/oder Drehmomente aufbringen zu können, ist an dem Gewindeelement ein Betätigungsbereich vorgesehen. Der Betätigungsbereich ist bei dem bekannten Be- festigungssystem als Außensechskant ausgeführt, das heißt, der Betätigungsbereich wird somit durch die Außenflächen ei- nes gleichseitigen, sechseckigen Körpers gebildet. Jeweils zwei Außenflächen sind dabei parallel zueinander ausgerich- tet. Der Außensechskant kann mit einem Betätigungswerkzeug, insbesondere mit einem Gabelschlüssel, einem Ringschlüssel o- der einem Steckschlüssel betätigt werden. Das Betätigungs- werkzeug weist zur Übertragung von Drehmomenten zumindest zwei parallel zueinander ausgerichtete, gegenüberliegende In- nenflächen auf.

Bei vielen Fahrzeugen, insbesondere bei Lastkraftwagen, Omni- bussen und anderen Fahrzeugen mit hohen Radlasten, muss ein hohes Drehmoment auf den Betätigungsbereich des Gewindeele- mentes aufgebracht, um das Gewindeelement sicher mit dem Ge- windebolzen bzw. der Gewindebohrung zu verbinden. In Anbet- racht dieser hohen Drehmomente ist bei dem bekannten Befesti- gungssystem der Zustand des Betätigungsbereiches des Gewinde- elementes sowie des zur Betätigung des Gewindeelementes be- nutzten Betätigungswerkzeugs von großer Bedeutung. Sobald entweder der Betätigungsbereich des Gewindeelementes und/oder des Betätigungswerkzeugs nicht innerhalb eines engen Tole- ranzbereiches hinsichtlich der Geometrien der Außen-bzw. In- nenflächen liegen, oder durch Verschleiß deformiert sind, kann ein Abrutschen des Betätigungswerkzeugs von dem Gewinde- element auftreten. Neben den dadurch auftretenden Schwierig- keiten beim Anziehen oder Lösen des Gewindeelementes tritt ein ernstzunehmendes Verletzungspotential für den Bediener auf.

Es liegt daher der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrun- de, ein Befestigungssystem der eingangs genannten Art zu schaffen, das eine zuverlässigere Bedienung des Gewindeele- mentes ermöglicht.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass an dem Betätigungsbereich zumindest eine Konkavfläche vorgesehen ist. Damit kann ein deutlich belastbarer Formschluss des Be- tätigungswerkzeugs mit dem Betätigungsbereich bewirkt werden, als dies bei bekannten Befestigungssystemen, insbesondere bei sechseckigen Konturen wie Außensechskantmuttern, der Fall ist. Das vom Betätigungswerkzeug auf den Betätigungsbereich übertragbare Drehmoment ist durch die Verbesserung des Form- schlusses höher, so dass das Risiko des Abrutschens des Betä- tigungswerkzeugs vom Betätigungsbereich reduziert wird. Damit kann eine erhöhte Betätigungssicherheit und damit eine ver- ringerte Verletzungsgefahr für das Befestigungssystem ver- wirklicht werden. Die Verbesserung des Formschlusses zwischen Betätigungsbereich und Betätigungswerkzeug ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass bei einer geeigneten Ausgestal- tung der Konkavfläche eine deutlich tiefere Verzahnung be- wirkt werden kann. Selbst bei starker Deformation des Betäti- gungswerkzeugs und/oder des Betätigungsbereiches durch hohe Kräfte und/oder Drehmomente ist dadurch ein verbesserter Formschluss gewährleistet.

Vorteilhafterweise weist der Betätigungsbereich mehrere Kon- kavflächen auf. Dadurch wird eine gleichmäßigere Verteilung des durch das Betätigungswerkzeug aufgebrachten Drehmomentes auf die Konkavflächen erzielt. Damit gehen auch geringere Re- aktionskräfte auf die einzelnen Konkavflächen des Betäti- gungsbereiches einher. Die Flächenbelastung, d. h. die pro Flächeneinheit zu übertragende Reaktionskraft ist damit für die Konkavflächen reduziert. Gleichzeitig kann auch bei einer Mehrzahl von Konkavflächen ein günstiges Verhältnis zwischen einer für den Betätigungsbereich insgesamt zur Verfügung ste- henden Grundfläche und einer Eingriffstiefe des Betätigungs- werkzeugs in einzelne Konkavflächen realisiert werden. Die Eingriffstiefe in die einzelnen Konkavflächen ist ein unge- fähres Maß für die übertragbaren Drehmomente und/oder Kräfte, da sie den Formschluss zwischen den Konkavflächen des Betäti- gungsbereiches und dem Betätigungswerkzeug beschreibt. Es gilt einen günstigen Kompromiss zwischen einer großen Ein- griffstiefe und einem insgesamt noch stabilen Betätigungsbe- reich zu finden. In einer vorteilhaften Ausführungsform sind an dem Betätigungsbereich vier oder insbesondere sechs am Um- fang verteilte Konkavflächen vorgesehen. Diese bedeutet einen günstigen Kompromiss zwischen der Eingriffstiefe und der Ge- samtfläche des Betätigungsbereiches. Je nach Verteilung der Konkavflächen am Umfang des Betätigungsbereichs lässt sich auch eine Individualisierung des Gewindeelementes und der da- zugehörigen Betätigungseinrichtung erreichen. Eine derartige Individualisierung kann insbesondere zum Schutz gegen unbe- rechtigtes Lösen oder Anziehen der Gewindeelemente eingesetzt werden, da ein Ansetzen des Betätigungswerkzeugs nur möglich ist, wenn die spezifische Anordnung der Konkavflächen auch entsprechend beim Betätigungswerkzeug vorliegt. In einer be- sonders bevorzugten Ausführungsform sind die am Umfang ver- teilten Konkavflächen gleich verteilt, womit eine homogenere Belastung auf den Betätigungsbereich erzielt werden kann.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Konkavflächen wenigstens abschnittsweise als Zylinderman- telabschnitte ausgeführt sind. Damit weisen die Konkavflächen zumindest abschnittsweise einen konstanten Radius auf, wo- durch kann eine besonders einfache und vorteilhafte Herstel- lung und Prüfung des Betätigungsbereichs sowie des korrespon- dierenden Betätigungswerkzeugs gewährleistet werden kann.

Vorteilhafterweise sind die Mittellängsachsen der Konkavflä- che parallel zur Mittellängsachse des Gewindeelementes vorge- sehen. Dadurch ist gewährleistet, dass die Betätigungsein- richtung in einer geraden Bewegung auf den Betätigungsbereich des Gewindeelementes aufgesetzt werden kann. Eine richtungs- abhängige Drehmomentübertragung mit. Reaktionskräften in oder gegen eine Aufsteckrichtung des Betätigungswerkzeugs auf den Betätigungsbereich ist damit ausgeschlossen. Eine derartige richtungsabhängige Drehmomentübertragung findet insbesondere dann statt, wenn die Konkavflächen einen einheitlichen Winkel zur Mittellängsachse des Gewindeelementes einnehmen und even- tuell noch zusätzlich spiralförmig ausgeführt sind.

Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Konkavflächen einen einheitlichen Hauptradius aufweisen und Mittelpunkte aller Hauptradien auf einem zu ei- ner Mittellängsachse des Gewindeelementes koaxialen Kreis an- geordnet sind. Dadurch kann gewährleistet werden, dass das auf den Betätigungsbereich zu übertragende Drehmoment an al- len Konkavflächen zumindest im Wesentlichen zu einer einheit- lichen Belastung führt. Mit dieser einheitlichen Belastung ist auch eine homogene Spannungsverteilung an dem Betäti- gungsbereich und somit auch ein gleichmäßiger Verschleiß der Konkavflächen gewährleistet. Damit kann eine besonders hohe Sicherheit gegen das Abrutschen des Betätigungswerkzeuges von der Betätigungseinrichtung gewährleistet werden. Zudem kann das Betätigungswerkzeug in mehreren Stellungen, entsprechend der Anzahl der Konkavflächen des Betätigungsbereichs, auf den Betätigungsbereich aufgesetzt werden, wodurch eine vorteil- hafte Bedienung des Gewindeelementes ermöglicht wird.

Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn tangentiale Verrundungen zwischen den aneinander grenzenden Konkavflächen vorgesehen sind, wobei alle Verrundungsradien wesentlich kleiner als die Hauptradien der Konkavflächen ausgeführt sind. Durch die tan- gentialen Verrundungen werden scharfe Kanten an dem Betäti- gungsbereich vermieden, wodurch die Verletzungsgefahr redu- ziert werden kann. Weiterhin können dadurch auch potentielle Schwachstellen für die Rissausbildung wie beispielsweise durch Kerbwirkung und ähnliche Einflüsse stark reduziert wer- den. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind alle Verrundungsradien gleichartig, so dass eine vollständige Ho- mogenität der Belastung bei Aufbringung von Kräften und Dreh- momenten auf den Betätigungsbereich des Gewindeelementes ge- währleistet ist.

In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Ge- windeelement einen stirnseitig angebrachten Druckteller zur Anlage gegen den Radträger aufweist. Ein derartiger Drucktel- ler dient in erster Linie zur Erhöhung der Auflagefläche des Gewindeelementes auf das zwischen dem Gewindeelement und dem Radträger zu befestigende Rad. Durch die vergrößerte Auflage- fläche wird eine Reduzierung einer Flächenpressung zwischen Gewindeelement und Rad verwirklicht, so dass auch hohe Kräfte zwischen Gewindeelement und Rad nicht zum Werkstoffüberlas- tungen führen.

Es ist vorteilhaft, wenn das Gewindeelement als Gewindemutter beziehungsweise Gewindeschraube ausgebildet ist. Die Gewinde- mutter kann dabei als Außensechsrundmutter und die Gewinde- schraube als Außensechsrundbolzenschraube ausgebildet sein.

Gewindeschrauben kommen insbesondere im Bereich der Personen- kraftwagen zur Anwendung. Sie erlauben in einfacher Weise die Verwendung recht unterschiedlicher Räder, die ihrerseits die Verwendung deutlich voneinander abweichende Schraublängen er- fordern können. Für den Bereich der Lastkraftwagen, Omnibusse und anderer Fahrzeuge mit hohen Radlasten steht die Verwen- dung von Gewindemuttern im. Vordergrund. In Anbetracht der ho- hen Belastungen ist es vorteilhaft, wenn der für eine Ver- schraubung erforderliche Gewindebolzen fest am Radträger an- gebracht ist, da entsprechend dimensionierte Gewindeschrauben bereits durch ihr Eigengewicht mühsam in der Handhabung wä- ren. Zudem kann durch die feste Verankerung der Gewindebolzen im Radträger eine besonders hohe Belastbarkeit des Befesti- gungssystems gewährleistet werden.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist ein Betätigungs- werkzeug mit Eingriffsflächen zur Drehmomentübertragung auf das Gewindeelement vorgesehen, wobei die Eingriffsflächen ei- ne zu dem Betätigungsbereich des Gewindeelementes korrespon- dierende Kontur aufweisen. Durch die korrespondierende Kontur der Eingriffsfläche, die insbesondere als vorspringende Ver- zahnungselemente mit einer zumindest abschnittsweise zylind- rischen Kontur ausgestaltet sein können, lässt sich in vor- teilhafter Weise ein Drehmoment auf den Betätigungsbereich des Gewindeelementes übertragen. Dabei wird durch den vor- teilhaften Formschluss zwischen Betätigungswerkzeug und Betä- tigungsbereich eine hohe Betriebssicherheit für das Befesti- gungssystem gewährleistet.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Einzelheiten der Er- findung sind der folgenden Beschreibung zu entnehmen, in der die Erfindung anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele näher beschrieben und erläutert ist.

Dabei zeigen : Fig. 1 in isometrischer Darstellung eine Heckansicht eines Lastkraftwagens mit einem drehbar an einer Achse befestigten Radträger, Fig. 2 in ebener Darstellung ein erfindungsgemäßes Befes- tigungssystem mit Achse, Radträger, Scheibenrad und Gewindeelementen, Fig. 3 in isometrischer Darstellung eine erfindungsgemäße Gewindemutter, Fig. 4 in isometrischer Darstellung einen erfindungsgemä- ßen Gewindebolzen, Fig. 5 in isometrischer Ansicht ein Betätigungswerkzeug gemäß der Erfindung.

Ein in Figur 1 dargestelltes, als 3-achsiger Lastkraftwagen 2 ausgeführtes Fahrzeug weist in dem dargestellten Heckbereich unterhalb einer von Ladebordwänden 25 berandeten Ladepritsche 24 einen an einer ersten, angetriebenen Hinterachse 14 befes- tigten, drehbar gelagerten, linken Radträger 3 auf. An dem Radträger 3 sind mehrere, parallel angeordnete und von der Hinterachse 14 nach außen weisende Gewindebolzen 4 ange- bracht. An einer zweiten, nicht angetriebenen und zeitweilig anhebbaren Hinterachse 27 ist ein als Scheibenrad 15 ausge- führtes linkes Rad mit als Außenmehrrundmuttern 5 ausgeführ- ten, erfindungsgemäßen Gewindeelementen befestigt. An den nicht dargestellten rechten Radträgern der beiden Hinterach- sen und an einer dritten, ebenfalls nicht dargestellten, lenkbaren Vorderachse des Lastkraftwagens 2 sind ebenfalls Scheibenräder 15 mit den erfindungsgemäßen Gewindeelementen befestigt.

Wie in Figur 2 näher dargestellt, ist der als Bremstrommel ausgeführte Radträger 3 über ein nicht dargestelltes Radlager drehbar um eine Rotationsachse 16 an der Hinterradachse 14 angebracht. Die Gewindebolzen 4 sind auf einem konzentrisch zu einer Rotationsachse 16 angeordneten Kreis gleichverteilt an dem Radträger 3 angebracht. Von einer planen, der Hinter- achse 14 abgewandten Stirnseite 26 sind die Gewindebolzen 4 in den Radträger 3 eingeschraubt und in nicht dargestellter Weise von einer Innenseite des Radträgers 3 mit Kontermuttern gesichert. Das Scheibenrad 15 ist als einteilige Stahlfelge 28 ausgeführt und weist mehrere, korrespondierend zu den Ge- windebolzen 4 und zu einer Symmetrieachse 31 angeordnete Durchgangsbohrungen 30 auf. Dadurch ist sichergestellt, dass die Stahlfelge zentrisch auf die Gewindebolzen 4 aufgeschoben werden kann. In einem nachfolgenden Schritt werden dann die als Außenmehrrundmuttern 5 ausgeführten Gewindeelemente auf die Gewindebolzen aufgeschraubt. Dadurch kommt die Stahlfelge 28 flächig mit der Stirnseite 26 des Radträgers in Anlage und wird durch die Außenmehrrundmuttern 5 formschlüssig gehalten.

Auf die Stahlfelge 28 ist ein schlauchloser Luftreifen 29 formschlüssig aufgezogen. In einer nicht dargestellten Aus- führungsform sind zwei Scheibenräder parallel aneinanderlie- gend mit Außenmehrrundmuttern an den Gewindebolzen 4 befes- tigt.

Bei dem in Figur 3 dargestellten und als Außenmehrrundmutter 5 ausgeführten Gewindeelement ist erkennbar, dass fünf am Um- fang eines Betätigungsbereiches 6 gleichverteilt angeordnete Konkavflächen 7 durch Verrundungsradien 9, die tangential in die Konkavflächen 7 übergehen, miteinander verbunden sind.

Die Konkavflächen 7 sind zumindest abschnittsweise als Zylin- dermantelflächen ausgeführt, wobei Hauptradien 8 der Konkav- flächen 7 auf einem konzentrisch zur Mittellängsachse 32 der Außenmehrrundmutter 5 angeordnet sind. Mittellängsachsen der Konkavflächen 7 sind dabei parallel zur Mittellängsachse der Außenmehrrundmutter 5 angeordnet. In der Gewindemutter 5 ist eine konzentrisch zur Mittellängsachse 32 angebrachte Gewin- debohrung 17 vorgesehen, die ein Aufschrauben der Gewindemut- ter auf einen korrespondierend gestalteten Gewindebolzen 4, wie in Figur 2 dargestellt, erlaubt. Als Gewinde ist an dem Gewindeelement und dem korrespondierenden Gewindebolzen ein metrisches Gewinde mit einem Außendurchmesser von 22mm vorge- sehen. Das Gewinde weist eine Steigung pro Gewindegang von 1, 5mm aufweist und wird nach den Vorgaben des Deutschen In- stituts für Normung (DIN) mit als M22x1, 5 nach DIN 267 be- zeichnet. In einer nicht dargestellten Ausführungsform können andere Gewindedurchmesser und/oder-steigungen vorgesehen sein. Die Verwendung von anderen Gewindetypen, die sich hin- sichtlich einer Geometrie korrespondierender Außen-und Innengewindeflanke unterscheiden, kann ebenfalls vorgesehen sein, dabei kommen insbesondere hochbelastbare Trapezgewinde oder gegen Verschmutzung unanfällige Withworth-Gewinde in Frage. In einer weiteren, nicht dargestellten Ausführungsform kann die Außenmehrrundmutter und der korrespondierende Gewin- debolzen mit einer Querbohrung versehen sein, um eine Siche- rung gegen Verdrehen der Außenmehrrundmutter gegenüber dem Gewindebolzen, insbesondere durch Einstecken eines Siche- rungselementes wie einem Draht oder einem Splint zu ermögli- chen. Vorzugsweise ist nur der Gewindebolzen mit einer Quer- bohrung versehen, während an der Außenmehrrundmutter an einer Stirnseite mehrere Schlitze vorgesehen sind. Diese Schlitze verlaufen alle zumindest nahezu durch die Mittellängsachse der Außenrundmutter und erlauben eine formschlüssige Verrie- gelung der Außenmehrrundmutter an dem Gewindebolzen durch Einstecken eines Sicherungselementes. Dieses Sicherungsele- ment stellt einen Formschluss zwischen der Durchgangsbohrung im Gewindebolzen und den Schlitzen der Außenmehrrundmutter her. Eine derartige, mit stirnseitigen Schlitzen versehene Außenmehrrundmutter wird auch als Kronenmutter bezeichnet.

Wie in Figur 4 dargestellt, kann das Gewindeelement auch als Gewindebolzen 4 ausgeführt sein, bei dem im vorliegenden Aus- führungsbeispiel sechs am Betätigungsbereich 6 gleichverteil- te Konkavflächen 7 vorgesehen sind. Die Konkavflächen 7 gehen jeweils über Verrundungsradien 9 tangential ineinander über.

An einer dem Gewindebolzenabschnitt 18 zugewandten Stirnseite des Betätigungsbereichs 6 ist ein einstückig an dem Betäti- gungsbereich 6 angeformter Druckteller 10 vorgesehen. Mit dem Druckteller 10 wird eine von dem Gewindeelement auf das Scheibenrad 15 ausgeübte Flächenpressung durch Vergrößerung der Auflagefläche reduziert. Die Herstellung der Gewindeele- mente kann insbesondere durch Schmieden, Rollen oder Massiv- umformen (Kalt-oder Warmfließpressen) erfolgen, als Werk- stoff kommt vorzugsweise ein hochfester, vergüteter Legie- rungsstahl (34 CrMo 4) mit Chrom und Molybdänanteilen zur An- wendung.

In Figur 5 ist ein Betätigungswerkzeug 12 gezeigt, das aus einem nur abschnittsweise dargestellten Hebelarm 19 sowie ei- nem an dem Hebelarm 19 fest angebrachten, zylindrisch ausge- führten Betätigungsschlüssel 20 aufgebaut ist. In dem Betäti- gungsschlüssel 20 ist eine mit dem Betätigungsbereich 6 des Gewindeelementes 4 bzw. 5 korrespondierende Innenkontur 21 als profilierte Ausnehmung eingebracht. Die Innenkontur 21 weist ihrerseits als vorspringende Verzahnungselemente ausge- führte Eingriffsflächen 13 und dazwischen angeordnete tangen- tial einlaufende Verrundungsradien 9 auf. Die Eingriffstiefe des Betätigungsschlüssels 20 wird durch die Differenz eines Umkreises 22 und eines Inkreises 23 der Innenkontur 21 be- stimmt, sie ist als wesentlicher Parameter für die über den Formschluss zwischen Betätigungsschlüssel 20 und Gewindeele- ment 4 bzw. 5 übertragbaren Kräfte und Drehmomente anzusehen.