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Title:
FLAME CUTTING MACHINE FOR CAST WORKPIECES HAVING SYNCHRONIZED OPERATION OF AN ARM WITH THE CAST STRAND
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/031410
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a flame cutting unit (1) for cast workpieces in a continuous casting system having a conveyor belt (4), on which a cast strand (2) to be severed by flame cutters into workpieces is guided transversely to the transport direction. The flame cutting unit (1) comprises a bridge (5) traversing the conveyor belt (4) and having an electric station (8), a gas control unit (7), an arm (12) disposed movably on the bridge (5) and equipped with a flame cutter (14) and an arm drive (11). The arm (12) is disposed over the cast strand (2) centrally in the longitudinal direction thereof and can be moved out of the bridge (5) and into the same in synchronous operation with the cast strand (2) into the bridge (5). The synchronous operation is carried out by detecting the speed of the cast strand using a measuring device (18) and by subsequently synchronizing the arm drive (11). The flame cutter (14) is disposed at the front end of the arm (12) and can be moved transversely over the cast strand (2) to be severed by a rotatably supported shaft (16) in an oscillating motion about the longitudinal axis of the arm (12).

Inventors:
LOTZ, Horst, K. (Robert-Bosch-Strasse 3, Hofheim-Wallau, 65719, DE)
Application Number:
EP2008/007746
Publication Date:
March 25, 2010
Filing Date:
September 16, 2008
Export Citation:
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Assignee:
AUTE AG GESELLSCHAFT FÜR AUTOGENE TECHNIK (Champs-Volants 2, Hauterive, CH-2068, CH)
LOTZ, Horst, K. (Robert-Bosch-Strasse 3, Hofheim-Wallau, 65719, DE)
International Classes:
B23K7/00; B22D11/126; B23K7/10; B23K37/02; B23K101/16; B23K101/28; B23K103/02
Attorney, Agent or Firm:
AUE, Hans-Peter (Tannenring 79, Wiesbaden, CH-65207, CH)
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Claims:
Ansprüche

1. Strangbrennschneidmaschine (1) für gegossene Werkstücke, insbesondere Knüppel, Blöcke und Brammen aus Stahl, in einer Stranggießanlage mit einem Rollengang (4), auf dem ein zu trennender Gießstrang (2) durch Schneidbrennen in Werkstücke quer zu dessen Transportrichtung geführt ist, einer den Rollengang (4) überquerenden Brücke (5) mit einer Elektro- station (8), einer Gasesteuereinheit (7), einem beweglich an der Brücke (5) angeordneten Ausleger (12) mit einem Schneidbrenner (14) und einem Auslegerantrieb (11), dadurch gekennzeichnet, dass der Ausleger (12) über dem Gießstrang (2) mittig in dessen Längsrichtung angeordnet ist und vor dem Schneidvorgang aus der Brücke (5) heraus und während des Schneidvorganges im Synchronlauf mit dem Gießstrang (2) in die Brücke (5) hinein bewegbar ist, wobei der Synchronlauf durch Erfassen der Geschwindigkeit des Gießstranges mittels einer Messeinrichtung (18) oder einer Anklemmeinrichtung und der anschließenden Synchronisierung des Auslegerantriebs (11) erfolgt, und der Schneidbrenner (14) am vorderen Ende des Auslegers (12) angeordnet und durch eine drehbar gelagerte Welle (16) in einer Pendelbewegung um die Längsachse des Auslegers (12) quer über den zu trennenden Gießstrang (2) bewegbar ist.

2. Strangbrennschneidmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung (18) zur Erfassen der Geschwindigkeit des Gießstranges (2) als stationäre Messrolle ausgebildet ist, die am Gießstrang (2) anlegbar und durch eine Druckluft- Steuereinrichtung (19) betätigbar ist.

3. Strangbrennschneidmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die drehbar gelagerte Welle

(16) zur Erzeugung einer Pendelbewegung für den Schneidbrenner (14) im Ausleger (12) angeordnet und durch einen Antriebsmotor (17) angetrieben ist.

4. Strangbrennschneidmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch das Innere der Welle (16) zur Erzeugung einer Pendelbewegung für den Schneidbrenner (14) die Rohrleitungen für die Medienversorgung, wie Gas, Sauerstoff, Brennerkühlwasser-Vorlauf und Brennerkühlwasser-Rücklauf, geführt sind.

5. Strangbrennschneidmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Schutz vor Strahlungswärme der drehbar gelagerten Welle (16) das Hohlprofil des Auslegers (12) über Kühlwasseranschlüsse an einen Zwangskühlwasserkreislauf angeschlossen ist.

6. Strangbrennschneidmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslegerantrieb (11) einen Antriebsmotor mit Zahnradgetriebe und eine Mehrzahl von Führungsrollen (13) zur Aufnahme und Führung des Auslegers (12) aus der Brücke (5) und in die Brücke

(5) aufweist.

7. Strangbrennschneidmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneidbrenner (14) durch die drehbar gelagerte Welle (16) um bis zu 180° nach oben verschwenkbar ist.

8. Strangbrennschneidmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anklemmeinrichtung zum Synchronlauf des Auslegers (12) mit dem Gießstrang (2) mittels einer Zug/Druckstange pneumatisch, hydraulisch oder motorisch angetrieben am Ausleger (12) angeordnet ist.

9. Strangbrennschneidmaschine nach Ansprüche 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausleger (12) auf den Gießstrang (2) aufsetzbar ist, um den Synchronlauf des Auslegers (12) mit dem Gießstrang (2) anstelle einer Messeinrichtung (18) oder einer Anklemmeinrichtung zu erreichen.

10. Strangbrennschneidmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausleger (12) in Fachwerkoder Doppelrohrausführung aus Kühlwasser- durchflossenen Rohren ausgebildet ist.

Description:
STRANGBRENNSCHNEIDMASCHINE FÜR GEGOSSENE WERKSTÜCKE MIT SYNCHRONLAUF EINES AUSLEGERS MIT DEM GIESSTRANG

Beschreibung

Die Erfindung bezieht sich auf eine Strangbrennschneidmaschine für gegossene Werkstücke, insbesondere Knüppel, Blöcke und Brammen aus Stahl, in einer Stranggießanlage mit einem Rollengang, auf dem ein zu trennender Gießstrang durch Schneidbrennen in Werkstücke quer zu dessen Transportrichtung geführt ist, einer den Rollengang überquerenden Brücke mit einer Elektrostation, einer Gasesteuereinheit, einem beweglich an der Brücke angeordneten Ausleger mit einem Schneidbrenner und einem Auslegerantrieb.

Endlos vergossene Stränge aus Stahl in Stranggießanlagen müssen zur Weiterverarbeitung in transportable und den Endprodukten entsprechende Längen unterteilt werden. Diese überwiegend heißen Knüppel, Blöcke und Brammen werden üblicherweise durch SauerstoffSchneidbrenner an einer Strangbrennschneidmaschine abgetrennt. Bei einer solchen Strangbrennschneidmaschine verwandelt ein Sauerstoff- Schneidstrahl den auf Zündtemperatur gebrachten Stahl in eine abfließende Oxydschlacke und erzeugt so eine Fuge, die bei Bewegung in einen Schnitt auswächst.

Die Strangbrennschneidmaschine dient darüber hinaus zum Trennen vom Warm- und Kaltstrang und zum Abschneiden der Reststücke. Die gewünschten Stücklängen werden durch eine Längenmesseinrichtung vorgegeben. Die Messeinrichtung ermöglicht es, vorgewählte Stücklängen vom Gießstrang abzu- trennen. Der Aufbau und die mechanische Auslegung der Brennschneidmaschine sind der Arbeitsumgebung angepasst.

Wegen des Abkϋhlens des heißen Stahles infolge der we ¬ sentlich niedrigeren Umgebungstemperatur muss die Gießpfanne der Stranggießanlage möglichst schnell entleert werden, um ein zu frühes Erstarren zu verhindern und die Stahlstränge mit noch fließendem Stahl erzeugen zu können. Dabei besteht die Möglichkeit entweder die Gießgeschwindigkeit zu erhöhen oder mehrere Gießstränge, z.B. 2 bis 8, vorzusehen, um große Stahlmengen verarbeiten zu können. Bei einer Stranggießanlage läuft der mindestens eine Gießstrang auf einem Rollengang.

Üblicherweise kann es bei notwendigen Reparatur- und Wartungsarbeiten an der Strangbrennschneidmaschine zum Stillstand der Anlage kommen, was mit enormen Kosten- und Zeitaufwand verbunden ist. Beim Reparatur- und Wartungspersonal kann das wegen der unmittelbaren Arbeitsnähe am heißen Strang und der damit verbundenen Hitzeabstrahlung zu mehr oder weniger starken Verletzungen führen.

Aus der DE 10 2006 046 522 B3 ist eine Strangbrennschneidmaschine bekannt, die eine Brücke mit Ausleger besitzt, die quer über dem Rollengang angeordnet ist, wobei der Ausleger einen längs zum Gießstrang Verfahrbarer Brennschneidwagen mit quer dazu arbeitenden Schneidbrenner und Schneiddüse aufweist, mit dem der Gießstrang in Knüppel und Blöcke getrennt wird. Im Ausleger ist der Brennschneidwagen auf Laufbahnen geführt, der einen Schneidbrenner zum Schneidbrennen des Gießstranges in Werkstücke aufweist. Der Ausleger kann in einer vertikalen Ebene hochgeklappt und dann die erforderlichen Repa- ratur- und Wartungsarbeiten am Brennschneidwagen in Aus ¬ gangsstellung, beispielsweise ein Brenner- und/oder Düsentausch, durchgeführt werden. Nach Abschluss der Reparatur- und Wartungsarbeiten wird der Ausleger wieder heruntergeklappt .

Weiterhin ist aus der DE 10 2006 020 415 Al eine Strangbrennschneidmaschine bekannt, die einen mit Scharnieren zum horizontalen Ausschwenken mit einem Schwenkantrieb drehbar gelagerten, von Kühlwasser durchflossenen, rahmenartigen Ausleger aufweist. Auf diese sind ein oder zwei in rundum wasserdurchflossene Kühlmäntel auf Laufbahnen eingeschobene Brennerwagen mit Schneidbrenner quer zum Gießstrang verfahrbar.

Nachteilig bei diesen Lösungen ist der komplexe Aufbau durch u.a. aus einem am Werkstück entlang verfahrbaren Turmwagen mit Fahrantrieb, Gegengewicht, Hubantrieb, Elektrostation, Gasstation, Höhenwagen usw., welche die Strangbrennschneidmaschine aufwändig und kostspielig machen .

Ein weiterer Nachteil der bekannten Strangbrennschneidmaschinen besteht darin, dass diese ausschließlich zum Querteilen des Gießstranges vorgesehen sind.

Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Strangbrennschneidmaschine der eingangs genannten Art zu schaffen, die preiswerter herstellbar sowie einfach und robust ausgeführt ist, um den hohen Anforderungen in Hüttenwerken gerecht zu werden, und dabei vielseitig verwendbar und wartungsfreundlich ist. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass der Ausleger über dem Gießstrang mittig in dessen Längsrich ¬ tung angeordnet ist und vor dem Schneidvorgang aus der Brücke heraus und während des Schneidvorganges im Syn ¬ chronlauf mit dem Gießstrang in die Brücke hinein bewegbar ist, wobei der Synchronlauf durch Erfassen der Geschwindigkeit des Gießstranges mittels einer Messeinrich- tung oder einer Anklemmeinrichtung und der anschließenden Synchronisierung des Auslegerantriebs erfolgt, und der Schneidbrenner am vorderen Ende des Auslegers angeordnet und durch eine drehbar gelagerte Welle in einer Pendelbewegung um die Längsachse des Auslegers quer über den zu trennenden Gießstrang bewegbar ist.

Voraussetzung für einen geraden Brennschnitt quer am Gießstrang ist der Synchronlauf der Strangbrennschneidmaschine während des Schneidvorganges mit dem sich bewegenden Gießstrang. Dies wird durch Erfassen der Fördergeschwindigkeit des Gießstranges mit Hilfe der Messeinrichtung oder der Anklemmeinrichtung und der anschließenden Synchronisierung des Auslegerantriebs erreicht.

Die Strangbrennschneidmaschine steht zu Beginn des Brennschnitts in ihrer Ausgangsposition, d.h. der Ausleger mit dem an seinem vorderen Ende befestigten Schneidbrenner befindet sich im aus der Brücke ausgefahrenen Zustand. Unter der Bezeichnung Brücke soll das Anlagengerüst der Strangbrennschneidmaschine mit seinen zugehörigen Aggregaten verstanden werden. Der Schneidbrenner wird bezüglich seiner Position und gegebenenfalls Medienzufuhr manuell oder automatisch eingestellt. Die Einstellung des Düsenabstandes des Schneidbrenners zur Oberkante des Gießstranges wird in der Regel manuell eingestellt. Das heißt, da verschiedene Formate des Stranges geschnitten werden, muss die Düse entsprechend positioniert werden.

Der Brennschnitt wird durch ein Signal der Längenmessein- richtung eingeleitet. Bei Erreichen der voreingestellten Position gemäß der vorgewählten Stücklänge wird die er- fasste Gießstranggeschwindigkeit vom Maschinenantrieb synchronisiert und der Ausleger fährt synchron zusammen mit dem Gießstrang in dessen Transportrichtung.

Während des Brennschnittes schwenkt der Schneidbrenner in Richtung Gießstrangkante. Ein Kantentaster ertastet die Kante des Gießstranges. Daraufhin beginnt der „fliegende" Anschnitt. Der Schneidbrenner schwenkt in Pendelbewegungen über den Gießstrang und schneidet mit der Düse den Gießstrang durch. Dabei bewegt sich der Ausleger synchron zum Gießstrang zurück in die Brücke der Strangbrennschneidmaschine. Sobald der Gießstrang durchgeschnitten ist, fährt der Schneidbrenner wieder in seine Ausgangsstellung zurück, um einen erneuten Scheidvorgang für ein weiteres Werkstück einzuleiten, wobei die Strangbrennschneidmaschine auf das nächste Signal von der Längen- messeinrichtung wartet.

Der Ausleger besteht in an sich bekannter Weise aus einem aus abgekanteten Blechen zusammengeschweißten Hohlprofil, durch welches Kühlwasser zum Kühlen der Auslegerkonstruktion geleitet wird. Durch eine seitlich am Hohlprofil angebrachte Zahnstange wird der Ausleger - mit dem an einem im Inneren des Hohlprofils der drehbar gelagerten Welle befestigtem Starkschneidbrenner und Kantentaster - über das Zahnrad des Auslegerantriebs relativ zur Brücke ein- und ausgefahren. Durch die drehbar gelagerte Welle wird vorzugsweise über zwei Zahnräder der Schneidbrenner in einer Pendelbewegung über die Gießstrangoberfläche be ¬ wegt. Die Pendelbewegung des Schneidbrenners erfolgt durch Drehen des Brenners mittels der drehbar gelagerten Welle um die Längsachse des Auslegers. So wie sich der Gießstrang in Längsrichtung des Auslegers bewegt, so bewegt sich auch der Ausleger synchron entlang seiner Längsachse. Der Ausleger läuft somit quasi rückwärts mit dem Gießstrang. Da dieser in einer bestimmten Gießgeschwindigkeit gegossen wird, muss der Ausleger mit dieser Geschwindigkeit mitfahren, um eine geraden Schnitt quer über den Gießstrang zu erreichen.

Diese neue Strangbrennscheidmaschine hat einige Vorteile gegenüber bisher bekannten Brennschneidmaschinen. Sie ist vielseitig verwendbar, denn sie dient nicht nur zum Unterteilen der Gießstränge, sondern kann auch zum Längsteilen und Querteilen von Brammen verwendet werden. Des Weiteren erfolgt die Schneidbrennerbewegung in oder gegen die Gießrichtung über das Ein- und Ausfahren des Auslegers in die und aus der Brücke. Somit sind keine Brennerwagen und Laufbahnen erforderlich, da der Brenner am vordem Ende des Auslegers angeordnet ist. Darüber hinaus entfallen aufwändige Aufbauten und Zusatzaggregate, wie Turmwagen mit Fahrantrieb, Gegengewicht, Hubantrieb, Höhenwagen zur Höheneinstellung der Schneidbrenner usw.. Die erfindungsgemäße Strangbrennschneidmaschine ist stationär aufgebaut, da sich der Ausleger in Laufrichtung des Gießstranges bewegt, so dass Mittel zum Verfahren der Strangbrennschneidmaschine nicht notwendig sind. Dadurch kann die Strangbrennschneidmaschine erheblich preiswerter hergestellt und einfacher ausgeführt werden. Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Un ¬ teransprüchen.

Demgemäß ist die Messeinrichtung zur Erfassen der Geschwindigkeit des Gießstranges als stationäre Messrolle ausgebildet, die am Gießstrang anlegbar und durch eine Druckluft-Steuereinrichtung betätigbar ist. Die Messrolle wird am Gießstrang aufsetzt bzw. liegt seitlich am Gießstrang an, misst dessen Laufgeschwindigkeit und gibt diese über einen Geber an den Maschinenantrieb. Der Motorantrieb für den Ausleger zieht diesen während des Schneidvorganges mit der entsprechenden Geschwindigkeit in die Brücke zurück, um einen geraden Schnitt am Gießstrang zu erhalten und diesen in Werkstücke zu trennen.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Strangbrennschneidmaschine ist die drehbar gelagerte Welle zur Erzeugung einer Pendelbewegung für den Schneidbrenner im Ausleger angeordnet und durch einen Antriebsmotor angetrieben.

Darüber hinaus sind durch das Innere der Welle zur Erzeugung einer Pendelbewegung für den Schneidbrenner die Rohrleitungen für die Medienversorgung, wie Gas, Sauerstoff, Brennerkühlwasser-Vorlauf und Brennerkühlwasser- Rücklauf, geführt. Dadurch sind keine zusätzlichen Medienführungskanäle, Umhüllungsschläuche und dergleichen notwendig.

Zum Schutz vor Strahlungswärme der drehbar gelagerten Welle ist das Hohlprofil des Auslegers über Kühlwasseranschlüsse an einen Zwangskühlwasserkreislauf angeschlossen. Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist der Auslegerantrieb einen Antriebsmotor mit Zahnradgetriebe und eine Mehrzahl von Führungsrollen zur Aufnahme und Führung des Auslegers aus der Brücke und in die Brücke auf. Hierzu sind an der Ober- und Unterseite des zusammengesetzten Hohlprofils des Auslegers Führungsschienen angebracht.

Vorteilhafterweise ist der Schneidbrenner durch die drehbar gelagerte Welle um bis zu 180° nach oben verschwenkbar. Das Bedienungspersonal hat dann Zugriff auf den Schneidbrenner und Scheiddüse für Wartungs- und Reparaturarbeiten. Das Bedienungspersonal muss sich nicht mehr in der unmittelbaren heißen Umgebung des Gießstranges bewegen und aufhalten, d.h. im Rollengang, sondern kann von der Brücke aus arbeiten, z.B. um den Schneidbrenner einstellen, die Düse auszutauschen und dergleichen. Damit sind die Wartungs- und Reparaturarbeiten viel sicherer und die Bedienpersonen weniger verletzungsgefährdet .

Nach einer weiteren Ausgestaltung ist die Anklemmeinrichtung zum Synchronlauf des Auslegers mit dem Gießstrang mittels einer Zug/Druckstange pneumatisch, hydraulisch oder motorisch angetrieben am Ausleger angeordnet. Durch Hebel wird die Anklemmeinrichtung an den Gießstrang angeklemmt und der Ausleger wird mit dem Gießstrang mitgezogen.

Andererseits kann der Ausleger auf den Gießstrang aufgesetzt werden, um den Synchronlauf des Auslegers mit dem Gießstrang anstelle einer Messeinrichtung oder einer Anklemmeinrichtung zu erreichen. Um den Ausleger gegen die enorme Hitze des heißen Gießstranges zu schützen, ist der Ausleger zweckmaßigerweise in Fachwerk- oder Doppelrohrausfuhrung aus Kuhlwasser- durchflossenen Rohren ausgebildet. Dadurch werden die notwendigen Medien in den wassergekühlten Rohren gegen Wärmestrahlung geschützt.

Der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke wird in der nachfolgenden Beschreibung anhand eines Ausfuhrungsbei- spieles, das in der Zeichnung dargestellt ist, naher beschrieben. Es zeigen:

Fig. 1 eine Seitenansicht der erfindungsgemaßen Strangbrennschneidmaschine und

Fig. 2 Vorderansicht der Strangbrennschneidmaschine gemäß Fig. 1.

In Fig. 1 ist eine Strangbrennschneidmaschine 1 für gegossene Werkstucke, insbesondere Knüppel, Blocke und Brammen aus Stahl, in einer nicht naher gezeigten Stranggießanlage dargestellt, wobei die Werkstucke von einem von der Stranggießanlage zugefuhrte Gießstrang 2 abgetrennt werden. Der Gießstrang 2 ist durch punktierte Linien dargestellt und bewegt sich in Richtung des Pfeils 3.

Über einen Teil des Rollengangs 4, der aus einer Vielzahl von Rollen besteht, auf denen der durch Schneidbrennen in Werkstucke zu trennende Gießstrang 2 gefuhrt wird, ist eine den Rollengang 4 überquerende Brücke 5 angeordnet. Diese Brücke 5 ruht auf einem saulenartigen Anlagengerust 6. Auf der Brücke 5 befindet sich eine Versorgungsein ¬ heit, die im Wesentlichen aus einer Gasesteuereinheit 7, einer Elektrostation 8, einem Rohrsystem 9 für die Ver ¬ sorgungsmedien und einer Medienzuführungskette 10 als flexible Sammelleitungen für Medien, wie Gas, Luft und Kühlwasser, besteht.

Die Brücke 5 umfasst weiterhin eine Antriebseinheit 11 für einen mit dieser verbundenen Ausleger 12, der über eine Mehrzahl von Führungsrollen 13 aus der Brücke 5 heraus und in die Brücke 5 hinein bewegbar ist. Die Antriebseinheit 11 umfasst im Wesentlichen einen Antriebsmotor mit Zahnradgetriebe. Der Ausleger 12 besteht im Wesentlichen aus einer offenen, aus wassergekühlten Rohren gebauten rahmen- bzw. gitterartigen Konstruktion. Dabei kann der Ausleger 12 in Fachwerk-, Doppel- oder Einfachrohrausführung ausgebildet sein.

Der Ausleger 12 ist über dem Gießstrang 2 mittig in dessen Längsrichtung in der Brücke 5 angeordnet. In Fig. 1 ist der Ausleger 12 mit strichlierten Linien in seiner Ausgangsstellung ausgefahren aus der Brücke 5, also vor dem Brennschneidvorgang, und in Strich-Punkt-Linien in seiner zurückgezogenen Stellung in der Brücke 5, also nach Beendigung des Brennschneidvorganges, dargestellt.

Ein Schneidbrenner 14 ist gemeinsam mit einem Kantentaster 15 am vorderen Ende des Auslegers 12 angeordnet, wobei der Schneidbrenner 14 durch eine im Ausleger 12 drehbar gelagerte Welle 16 in einer Pendelbewegung, wie durch den Doppelpfeil in Fig. 2 gezeigt, um die Längsachse des Auslegers 12 quer über den zu trennenden Gießstrang 2 bewegbar ist. Hierzu ist am hinteren Ende der Welle 16 ein Antriebsmotor 17 im Ausleger 12 vorgesehen. Der Kantentaster 15 ertastet die Kante des Gießstranges 2, worauf ¬ hin der Brennschneidvorgang in Gang gesetzt wird.

Im Innern der drehbar gelagerten Welle 16 sind nicht na ¬ her dargestellte Rohrleitungen für die Medienversorgung, wie Gas, Sauerstoff, Brennerkuhlwasser-Vorlauf und Bren ¬ nerkuhlwasser-Rucklauf, gefuhrt.

Gegenüber dem vorderen Ende des aus der Brücke 5 ausgefahrenen Auslegers 12 ist eine als stationäre Messrolle ausgebildete Messeinrichtung 18 zur Erfassen der Geschwindigkeit des Gießstranges 2 angeordnet, die am Gießstrang 2 angelegt und durch eine Druckluft-Steuereinrichtung 19 betätigt wird.

Die Messeinrichtung 18 erfasst die Fordergeschwindigkeit des Gießstranges 2 und synchronisiert anschließenden die Antriebseinheit 11 für den Ausleger 12, so dass eine Synchronisierung der erfassten Gießstranggeschwindigkeit mit der Antriebseinheit 11 des Auslegers 12 erreicht wird, wobei der Ausleger 12 wahrend des Brennschneidvorganges synchron zusammen mit dem Gießstrang 2 in dessen Transportrichtung verfahren wird. Dabei wird mit dem Schneidbrenner 14 durch dessen Pendelbewegung ein gerader Schnitt quer des Gießstranges 2 ausgeführt und ein Werkstuck abgetrennt. Die Pendelbewegung des Schneidbrenners 14 wird durch den zugehörigen Antriebsmotor 17 erzeugt.

Diese Strangbrennschneidmaschine 1 ist nur beispielhaft dargestellt und umfasst beispielsweise nicht eine Anklemmeinrichtung zum Anklemmen des Auslegers an den Gießstrang, obwohl diese durchaus Bestandteil der Strang- brennschneidmaschine sein kann. Darüber hinaus kann die Strangbrennschneidmaschine auch derart ausgebildet sein, dass alternativ zu einer Anklemmeinrichtung der Ausleger auf den Gießstrang aufgesetzt und von diesem mittransportiert wird. Daraus ist ersichtlich, dass die Strangbrennschneidmaschine variabel eingesetzt und ausgestaltet sein kann.

Liste der Bezugszeichen

1 Strangbrennschneidmaschine

2 Gießstrang

3 Bewegungsrichtung

4 Rollengang

5 Brücke

6 Anlagengerüst

7 Gasesteuereinheit

8 Elektrostation

9 Rohrsystem

10 Medienzuführungskette

11 Antriebseinheit

12 Ausleger

13 Führungsrolle

14 Schneidbrenner

15 Kantentaster

16 Welle

17 Antriebsmotor

18 Messeinrichtung

19 Druckluft-Steuereinrichtung