Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
FLAT FIREPROOF CLOSURE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/127833
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to a flat, fireproof closure, in particular a glass door, for fire protection purposes in order to prevent the spreading of fire and smoke from a first area to an adjacent second area in the event of a fire, comprising a fire protection pane which on at least one edge bears a metal profile that partially extends over the lateral surfaces of the pane and is divided into two mutually spaced partial profiles in the face region of the fire protection pane, the closure being characterized in that the two partial profiles consist of a simple metal strip that is arranged at the associated lateral surface of the fire protection pane, wherein the area that extends over the fire protection pane is glued to the pane, and a U-shaped profile which is fixed to the inside of the metal strip at the free area thereof and the opening of which between the free limbs is directed inward and, with the U-shaped profile that is accordingly arranged opposite, forms a space for receiving a dimensionally stable, insulating and fireproof workpiece, wherein the fireproof workpiece that is inserted and held by the U-shaped profiles of the two partial profiles completely covers the face of the fire protection pane.

Inventors:
WIEDEMANN, Günter (Am Mergelsberg 79, Düsseldorf, 40629, DE)
Application Number:
EP2010/002727
Publication Date:
November 11, 2010
Filing Date:
May 04, 2010
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
PROMAT GMBH (Scheifenkamp 16, Ratingen, 40878, DE)
WIEDEMANN, Günter (Am Mergelsberg 79, Düsseldorf, 40629, DE)
International Classes:
E06B5/16
Attorney, Agent or Firm:
RING & WEISBRODT (Patentanwaltsgesellschaft MbH, Hohe Straße 33, Düsseldorf, 40213, DE)
Download PDF:
Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e

1. Flächiger, feuerfester Abschluss, insbesondere Glastür, für Brandschutzzwecke zur Vermeidung des Übertritts von Feuer und Rauch im Brandfall von einem ersten Raum in einen benachbarten zweiten Raum, mit einer Brandschutzscheibe, die an zumindest einem Rand ein die Seitenflächen der Brandschutzscheibe teilweise übergreifendes Metallprofil trägt, welches im Bereich der Stirnfläche der Brandschutzscheibe in zwei zueinander beabstandete Teilprofile geteilt ist, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die zwei Teilprofile (3, 4) bestehen aus:

a. einer einfachen, an der zugehörigen Seitenfläche der Brandschutzscheibe (2) angeordneten Metallleiste (6), deren die Brandschutzscheibe (2) übergreifender Bereich mit der Brandschutzscheibe (2) verklebt ist, und

b. einem an der Metallleiste (6) innenseitig an ihrem freien Bereich befestigten U-Profil (7), dessen Öffnung zwischen den freien Schenkeln (10) nach innen gerichtet ist und mit dem gegenüberliegend entsprechend angeordneten U- Profil (7) einen Raum zur Aufnahme eines formstabilen, isolierenden und feuerfesten Werkstücks (9) bildet, wobei das eingesetzte und von den U- Profilen (7) der beiden Teilprofile (3, 4) gehaltene feuerfeste Werkstück (9) die Stirnfläche der Brandschutzscheibe vollständig abdeckt.

2. Abschluss nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das U-Profιl (7) an der Metallleiste (6) durch Punktschweißen befestigt ist.

3. Abschluss nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das zwischen den Teilprofilen (3, 4) angeordnete feuerfeste Werkstück (9) in Form einer sich über die gesamte Länge der U-Profile (3, 4) erstreckende Hartholzleiste ausgebildet ist.

4. Abschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das feuerfeste Werkstück (9), insbesondere die Hartholzleiste, mit den freien Schenkeln (10) der beiden U-Profile (7) verschraubt ist.

5. Abschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Teilprofile (3, 4) mit dem sie verbindenden feuerfesten Werkstück (9) einen umlaufenden tragenden Rahmen für die Brandschutzscheibe (2) bilden.

6. Abschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass an der äußeren Stirnseite ein vertikaler Streifen aus einem unter Hitzeeinwirkung aufschäumenden Material (12) angeordnet ist, der seitlich durch die Metallleisten (6) der beiden Teilprofile (3, 4) abgedeckt ist.

7. Abschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallleiste (6) und die U-Profile (7) aus Stahl bestehen.

8. Abschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Brandschutzscheibe (2) mit den benachbarten Bereichen der Metallleisten (6) und der U-Profile (7) mit Silikon verklebt sind, vorzugsweise auch unter Erfassung der Stirnfläche der Brandschutzscheibe (2).

Description:
Flächiger feuerfester Abschluss

Die vorliegende Erfindung betrifft einen flächigen, feuerfesten Abschluss, insbesondere eine Glastür für Brandschutzzwecke zur Vermeidung des Übertritts von Feuer und Rauch im Brandfall von einem ersten Raum in einen benachbarten zweiten Raum, mit einer Brandschutzscheibe, die an zumindest einem Rand ein die Seitenflächen der Brandschutzscheibe teilweise übergreifendes Metallprofil trägt, welches im Bereich der Stirnfläche der Brandschutzscheibe in zwei zueinander beabstandete Teilprofile geteilt ist.

In der einfachsten Form einer Glastür mit einer Brandschutzscheibe ist diese an ihren vertikalen Seiten von U-förmigen Stahlprofilen gehalten, die die Ränder der Brandschutzscheibe umfassen (DE 94 00 536.2 U1). Eine derartige Glastür erreicht in der Praxis einen akzeptablen Brandschutz und ist aus nur wenigen Bauteilen konstruktiv einfach aufgebaut. Nachteilig ist, dass für jede mögliche Glasstärke ein spezielles U-förmiges Stahlprofil verwendet werden muss. Zu jeder Dicke der Glasscheibe gehört ein separates Profil. Darüber hinaus ist nachteilig, dass zur Halterung des Schlosses das U-Profil aufgeschnitten werden muss und hierdurch Spannungen im Profil entstehen, die zu Verbiegungen und Unebenheiten führen.

Um diese Probleme zu lösen ist gemäß der EP 1 626 149 A2 vorgeschlagen worden, das Metallprofil im Bereich der Stirnfläche der Brandschutzscheibe zu teilen, so dass zwei Teilprofile vorliegen, die jeweils eine der Seitenflächen der Brandschutzscheibe und die die Seitenflächen verbindende Stirnfläche teilweise übergreifen und zueinander beabstandet sind. Mit dieser Konstruktion ist einerseits eine Erhöhung des Brandschutzes erzielt worden und andererseits kann sie unabhängig von der Stärke der jeweiligen Brandschutzscheibe ohne besondere Anpassung an die Scheibendicke verbaut werden. In der bevorzugten Ausführungsform weisen die Teilprofile jeweils einen ersten Schenkel und einen zweiten Schenkel sowie einen im wesentlichen senkrecht von dem ersten Schenkel abgehenden Steg auf, der der Stirnfläche der Brandschutzscheibe zugeordnet ist. Zwischen dem Steg und dem entsprechenden Abschnitt des ersten Schenkels und der Brandschutzscheibe selbst ist zur Befestigung des Teilprofils und Abdichtung gegenüber der Brandschutzscheibe ein feuerbeständiger Dämmwerkstoff eingebracht. Hierdurch wird zwar einerseits eine ausreichende Brandschutzdauer erreicht, ist aber andererseits nachteiligerweise die Herstellung des Metallprofils aufgrund seiner relativ komplizierten Form schwierig und mit aufwändigen Schweißarbeiten und Handarbeiten verbunden.

Der Erfindung liegt die A u f g a b e zugrunde, einen flächigen feuerfesten Abschluss, insbesondere in Form einer Brandschutztür, der eingangs genannten Art zu schaffen, der unter Meidung der beschriebenen Nachteile aus einfachen, handelsüblichen Metallteilen ohne aufwändige Bearbeitungsmaßnahmen herstellbar ist.

Die Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch g e l ö s t , dass die zwei Teilprofile jeweils bestehen aus:

a. einer einfachen, an der zugehörigen Seitenfläche der Brandschutzscheibe angeordneten Metallleiste, deren die Brandschutzscheibe übergreifender Bereich mit der Brandschutzscheibe verklebt ist,

b. einem an der Metallleiste innenseitig an ihrem freien Bereich befestigten U-Profil, dessen Öffnung zwischen den freien Schenkeln nach innen gerichtet ist und mit dem gegenüberliegend entsprechend angeordneten U-Profil einen Raum zur Aufnahme eines formstabilen, isolierenden und feuerfesten Werkstücks bildet, wobei das eingesetzte und von den U-Profilen der beiden Teilprofile gehaltene feuerfeste Werkstück die Stirnfläche der Brandschutzscheibe vollständig abdeckt.

Durch die Kombination einer einfachen Metallleiste mit einem daran, vorzugsweise durch Punktschweißen, befestigten metallischen U-Profil mit einem in den geschaffenen Raum eingesetzten, an die Dicke der Brandschutzscheibe angepassten feuerfesten Werkstück wird mit einfachsten Mitteln eine höchsten Brandschutzanforderungen gerecht werdende Halterung für die Brandschutzscheibe der Tür geschaffen, die unabhängig von der Stärke der Brandschutzscheibe verwendet werden kann, die im Brandfall aufgrund der Verringerung der Wärmeübertragung zwischen der Metallleiste und dem daran befestigten metallischen U-Profil gegenüber der quasi einteiligen Ausbildung nach dem Stand der Technik einen verbesserten Brandschutz erbringt und sich darüber hinaus durch eine grundsätzlich saubere, optisch ansprechende Sichtoberfläche auszeichnet.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, das zwischen den Teilprofilen angeordnete formstabile feuerfeste Werkstück in Form einer sich über die gesamte Länge der U-Profιle erstreckenden Hartholzleiste auszubilden. Sie erfüllt neben ihrer Funktion als Wärmeisoliermittel und damit Vermeidung einer Wärmebrücke von der Brandseite auf die brandabgewandte Seite der Tür auch die Funktion eines Abstandsmittels zur Festlegung der Positionierung der beiden Teilprofile zueinander in der Aufbauphase der Tür, aber auch im Brandfall. Zur Verbesserung dieser Eigenschaften kann das feuerfeste Werkstück, insbesondere die Holzleiste, mit den freien Schenkeln der beiden U-Profile verschraubt sein.

Zur weiteren Verbesserung des Brandschutzes ist in zweckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung vorgeschlagen, eine äußere Schicht eines Intumeszenzmaterials, vorzugsweise einen unter Hitzeeinwirkung aufgehenden Materialstreifen, vorzusehen, der im Brandfall den in der Regel gegenüber einer Zarge oder dergleichen bestehenden Türspalt verschließt. Aus optischen Gründen ist dabei bevorzugt, den Streifen aus Intumeszenzmaterial seitlich durch die Metallleisten der beiden Teilprofile abzudecken.

Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile des Gegenstandes der Erfindung ergeben sich aus der beigefügten Zeichnung, in der zeigen:

Fig. 1 in einer teilgeschnittenen Draufsicht einen wesentlichen Bereich eines ersten erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels einer Brandschutztür und Fig. 2 in einer teilgeschnittenen Draufsicht ein zweites erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel in Form eines feuerfesten Abschlusses mit zwei Brandschutzscheiben.

Fig. 1 zeigt einen als Brandschutztür 1 ausgebildeten feuerfesten Abschluss mit einer Brandschutzscheibe 2. In nicht dargestellter Weise ist die Brandschutztür 1 auf ihrer Oberseite über eine Anlenkung mit einem Drehzapfen verbunden. Die Anlenkung kann entweder direkt auf der Brandschutzscheibe 2 befestigt sein oder auch - bei umlaufendem Rahmen - an den zur Ausbildung des Rahmens verwendeten Metallprofilen.

Die Brandschutzscheibe 2 trägt ein aus einem ersten Teilprofil 3 und einem zweiten Teilprofil 4 bestehendes Metallprofil, wobei die Teilprofile 3, 4 über einen Silikonkleber 5 mit der Brandschutzscheibe 2 verbunden sind. Die Teilprofile 3, 4 bestehen jeweils aus einem ersten Schenkel in Form einer Flachstahlleiste 6 und einem daran innenseitig befestigten U-Profil 7 aus Stahl. Die Flachstahlleiste 6 jedes Teilprofils übergreift teilweise die benachbarte Seitenfläche der Brandschutzscheibe 2 und ist mit diesem Abschnitt mittels des Silikonklebers 5 mit der Brandschutzscheibe 2 verbunden. Der dann frei bleibende, die Brandschutzscheibe 2 nicht übergreifende Abschnitt der Flachstahlleiste 6 trägt innenseitig das U-Profil 7 derart, dass seine Öffnung zwischen den freien Schenkeln nach innen gerichtet ist, so dass mit dem gegenüberliegend angeordneten entsprechenden U-Profil 7 ein Raum 8 zur Aufnahme eines formstabilen, isolierenden und feuerfesten Werkstücks 9 gebildet ist. Als feuerfestes Werkstück 9 wird in dem beschriebenen Ausführungsbeispiel eine Leiste aus Hartholz verwendet, die sich im wesentlichen über die gesamte Länge des zwischen den U-Profilen 7 gebildeten Raums 8 erstreckt und mit den freien Schenkeln 10 der beiden U-Profile 7 verschraubt ist. Dabei deckt das von den U-Profilen 7 der zwei Teilprofile 3, 4 gehaltene feuerfeste Werkstück die Stirnfläche der Brandschutzscheibe 3 vollständig ab und sichert darüber hinaus den vorgesehenen Abstand zwischen den beiden Teilprofilen 3, 4.

Die Befestigung der U-Profile 7 an der jeweiligen Flachstahlleiste 6 erfolgt durch Punktschweißen. Die Befestigung des feuerfesten Werkstücks 9 an den U-Profilen 7 ist mittels Schrauben 11 vorgenommen. Um den normalerweise zwischen der Brandschutztür 1 und der nicht dargestellten Türzarge bestehenden Spalt zur Vermeidung des Übertritts von Feuer und Rauch im Brandfall zu schließen, ist unter Abdeckung des feuerfesten Werkstücks 9 und der U- Profile 7 nach außen zwischen den Flachstahlleisten 6 zusätzlich ein Streifen 12 aus unter Hitzeeinwirkung aufschäumendem Material angeordnet.

Fig. 2 der Zeichnung zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel eines feuerfesten Abschlusses. Dieses weist eine zweite gleichachsig zur ersten Brandschutzscheibe 2 angeordnete weitere Brandschutzscheibe 13 auf, die über ein Metallprofil 14 mit der ersten Brandschutzscheibe 2 fest verbunden ist. Das Metallprofil 14 entspricht konstruktiv dem unter Bezugnahme auf Fig. 1 der Zeichnung beschriebenen Ausführungsbeispiel, weist aber in seinen Teilprofilen 15, 16 verlängerte Metallleisten 17 auf, um eine sichere Silikonverklebung mit beiden Brandschutzscheiben zu gewährleisten. Eine derartige Ausbildung ist vorgesehen, um eine aus einer Vielzahl von Brandschutzscheiben bestehende Brandschutzwand, beispielsweise in Form einer Feuerschutz-Glastrennwand, in einfacher Weise auszubilden. Hinsichtlich der übrigen Ausbildung des Metallprofils 14 wird auf die Beschreibung des Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 1 verwiesen.

Bezuqszeichenliste

1 Brandschutztür

2 Brandschutzscheibe

3 erstes Teilprofil

4 zweites Teilprofil

5 Silikonkleber

6 Flachstahlleiste

7 U-Profile

8 Raum

9 Werkstück

10 freie Schenkel

11 Schraube

12 Streifen aus Intumeszenzmaterial

13 Brandschutzscheibe

14 Metallprofil

15 Teilprofil

16 Teilprofil

17 Metallleisten