HESSE, Karsten (Parkallee 89, Bremen, 28209, DE)
LIBRIZZI, Angelo (Winkhauser Str. 12, Lüdenscheid, 58507, DE)
GÜNTHER, Jörg (Buschhauser Weg 35, Lüdenscheid, 58513, DE)
METZECH, Sabine (Frankenstraße 27, Delmenhorst, 27751, DE)
HESSE, Karsten (Parkallee 89, Bremen, 28209, DE)
LIBRIZZI, Angelo (Winkhauser Str. 12, Lüdenscheid, 58507, DE)
GÜNTHER, Jörg (Buschhauser Weg 35, Lüdenscheid, 58513, DE)
| P a t e n t a n s p r ü c h e 1. Flachbauende Leuchtanzeigeanordnung mit Lichtemittiermitteln zur Beleuchtung einer Folie (7) für die Anzeige eines auf einer Anzeigefläche (6) aufgebrachten Motivs (5), dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtemittiermittel als mindestens eine seitlich an der einen Lichtleiter bildenden transparenten Folie (7) angeordnete Lichteinkoppeleinheit (8a;8b) ausgebildet ist, wobei das derart über den angrenzenden Kantenbereich (9) in die Folie (7) eingespeiste Licht hierin reflektiert wird, um sich homogen innerhalb der Folie (7) auszubreiten, wobei zur Erzeugung der Anzeigefläche (6) ein dieser gegenüberliegendes Reflektionsraster (19) zur Herbeiführung einer Lichtauskopplung vorgesehen ist. 2. Flachbauende Leuchtanzeigeanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verbesserung der Reflektionseigenschaft zumindest einseitig der Folie (7) eine Spiegelschicht (18) aufgebracht ist. 3. Flachbauende Leuchtanzeigeanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spiegelschicht (18) durch Bedrucken der Folie (7) mit einer Spiegeleffektfarbe oder durch Direktmetallisieren der Folie (7) aufgebracht ist. 4. Flachbauende Leuchtanzeigeanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Motiv (5) mit zumindest teiltransparenter Farbe auf die Anzeigefläche (6) der Folie (7) aufgebracht ist. 5. Flachbauende Leuchtanzeigeanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite das zumindest teiltransparente Motiv (6) beinhaltende Deckfolie (20) auf die Folie (7) aufgebracht ist. 6. Flachbauende Leuchtanzeigeanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Motiv (5) mit einer auf der Anzeigefläche (6) aufgebrachten semitransparenten Farbschicht (21) zur Realisierung eines Verschwindeeffekts abgedeckt ist. 7. Flachbauende Leuchtanzeigeanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie (7) aus einem transparenten Kunststoffwerkstoff besteht und mit einem Bandstahlwerkzeug ausgestanzt ist, um ebene Schnittkanten zu erhalten. 8. Lichtemittiermittel zur Beleuchtung einer Folie (7) für die Anzeige eines auf einer Anzeigefläche (6) aufgebrachten Motivs (5), dadurch gekennzeichnet, dass diese als eine seitlich über Klemmstege (1 la,l lb) an der transparenten Folie (7) ansteckenbare Lichteinkoppeleinheit (8) mit einem transparenten Trägerkörper (10) ausgebildet ist. 9. Lichtemittiermittel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine sich in Richtung der Flächenerstreckung der Folie (7) am Trägerkörper (10) angeformte hochglanzpolierte optische Fläche (12) zum Einkoppeln des Lichts in die Folie (7) vorgesehen ist. 10. Lichtemittiermittel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die optische Fläche (12) über eine gerade oder bogenförmige Kante (13) zur Flächenausleuchtung verfügt. 11. Lichtemittiermittel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine elektrische Lichtemitter dio de (14) als Lichtquelle gegenüberliegend der mindestens einen optischen Fläche (12) am Trägerkörper (10) angeordnet ist. 12. Lichtemittiermittel nach Anspruch 11 , dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Lichtemitter dio de (14) auf einer Leiterplatte (15) montiert und elektrisch angeschlossen ist, welche an einem an dem Trägerkörper (10) angeformten Auflagesteg (16) befestigt ist. 13. Lichtemittiermittel nach Anspruch 8 , dadurch gekennzeichnet, dass der Trägerkörper (10) der Lichteinkopplungsemheit (8) aus einem spritzgegossenen transparenten Kunststoff besteht. 14. Verkehrsflugzeug mit einem eine Passagierkabine (2) enthaltenden großvo lumigen Rumpf (1), deren Kabinenausstattung (3) sichtbare äußere Oberflächenbereiche (4) zu Anzeigezwecken aufweist, die mit einer flachbauenden Leuchtanzeigeanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7 versehen sind. |
GEBIET DER ERFINDUNG
Die Erfindung betrifft eine flachbauende Leuchtanzeigeanordnung mit
Lichtemittiermitteln zur Beleuchtung einer Folie für die Anzeige eines auf einer Anzeigefläche aufgebrachten Motivs. Des Weiteren betrifft die Erfindung auch ein speziell ausgebildetes Lichtemittiermittel im Rahmen dieser
Leuchtanzeigeanordnung. Ferner betrifft die Erfindung ein Verkehrsflugzeug, welches im Bereich der Passagierkabine mit der flachbauenden
Leuchtanzeigeanordnung ausgestattet ist.
Das Einsatzgebiet der erfindungsgegenständlichen Leuchtanzeigeanordnung ist jedoch nicht beschränkt auf den Flugzeugbau. Es ist darüber hinaus auch denkbar, im Fahrzeugbereich, Haustechnikbereich und dergleichen derartige
Leuchtanzeigeanordnungen zum Einsatz zu bringen, um beispielsweise
hinterleuchtete Schilder, hinterleuchtete Bilder in Wänden oder Werbeanzeigen zu schaffen. Es können auch Symbol- und Funktionsbeleuchtungen für Schalter und dergleichen Bedieneinrichtungen umgesetzt werden. Die Leuchtanzeigeanordnung der hier interessierenden Art kann insbesondere auch für großflächig hinterleuchtete Anzeigeflächen zum Einsatz kommen. HINTERGRUND DER ERFINDUNG Aus der DE 297 11 377 Ul geht eine Leuchtanzeigeanordnung hervor, welche im Wesentlichen aus einem Reflektoreinsatz mit transparenter Abdeckhaube besteht, wobei der Reflektoreinsatz die Abdeckhaube von hinten beleuchtet, um hierauf aufgebrachte Motive anzuzeigen. Der Reflektoreinsatz ist mit speziellen ausbrechenbaren Leuchtzonen und mit nach innen gewölbten Reflektorsegmenten versehen. Hierin sind Aufnahmen für Leuchtmittel und Rastnasen für die
Befestigung des Reflektoreinsatzes angeformt. Nachteilhaft bei dieser
Leuchtanzeigeanordnung ist, dass aufgrund der hinter der Abdeckhaube
angeordneten gewölbten Reflektorsegmente eine recht hohe Bauteildicke entsteht, welche einen entsprechenden Einbauplatz erfordert. So kann diese
Leuchtanzeigeanordnung nicht in dünne Wände eingesetzt werden, ohne dass der rückwärtige Teil des Reflektoreinsatzes über die Wandebene hervorsteht.
Die DE 103 11 335 AI offenbart eine besonders f achbauende
Leuchtanzeigeanordnung, die als Kunststoff-Formkörper ausgebildet ist und keinen rückwärtigen Reflektoreinsatz erfordert. Ein Kunststoffgrundkörper und eine dem Kunststoffgrundkörper zumindest teilweise überdeckende Kunststofffolie schließt hierbei eine Elektrolumineszenz-Funktiosschicht und eine farbige, lichtdurchlässige Schicht ein, wobei die lichtdurchlässige Schicht durch in der Elektrolumineszenz- Funktionsschicht erzeugtes Licht durchleuchtbar ist. Auf der dem
Kunststoffgrundkörper abgewandten Fläche der Kunststofffolie ist dabei eine farbige, lichtundurchlässige Schicht mit als Motiv ausgebildeter Ausnehmung vorhanden, wodurch eine Verschwindeeffekt des Motivs bei ausgeschalteter Beleuchtung erreicht wird. Dieser Verschwindeeffekt erzeugt einen vollständig geschlossenen Flächeneindruck, wenn diese flachbauende Leuchtanzeigeanordnung nicht eingeschaltet ist. Das anzuzeigende Motiv wird erst dann sichtbar, wenn die Elektrolumineszenz-Funktionsschicht zum Leuchten gebracht wird. Durch den eine Trägerfunktion erfüllenden Kunststoffgrundkörper erscheint diese technische Lösung für besonders flachbauende Anwendungen allerdings immer noch recht dick und die hiermit erzeugbare Anzeigefläche besitzt eine ebene Gestalt und ist zudem unbiegsam. So kann diese Leuchtanzeigeanordnung nicht einer gewölbten
Oberfläche folgen.
Der in der DE 197 03 195 AI offenbarten technischen Lösung haften dieselben Nachteile an, da hier mehrere starre Display-Platten sandwichartig aufeinander geschichtet sind. In jeder Display-Platte ist ein anderes zur Anzeige zu bringendes Motiv eingearbeitet, die durch eine seitlich an den einander geschichteten Display- Platten angebrachten Leuchte aktiviert werden. Hierfür sind die eingebrachten Motive als Streuzentren ausgebildet, die das seitlich in die Display-Platten eindringende Licht durch Streuung zur Anzeigefläche hin austreten lässt. Da die Leuchte aus einzelnen einjeder Display-Platte zugeordneten stab förmigen Lampen besteht, ist dieses Lichtemittiermittel recht aufwendig aufgebaut.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine besonders flachbauende Leuchtanzeigeanordnung zu schaffen, die besonders dünn und biegsam ist und mit technisch einfachen Lichtemittiermitteln eine homogene Leuchtanzeige eines Motivs auf einer Anzeigefläche ermöglicht.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG Die Aufgabe wird ausgehend von einer flachbauenden Leuchtanzeigeanordnung gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 in Verbindung mit dessen kennzeichnenden Merkmalen gelöst. Die nachfolgenden Ansprüche geben vorteilhafte
Weiterbildungen wieder. Hinsichtlich eines speziellen hierbei zum Einsatz kommenden Lichtemittermittels wird auf Anspruch 8 verwiesen. Die Erfindung schließt die technische Lehre ein, dass bei einer flachbauenden Leuchtanzeigeanordnung die Lichtemittiermittel als eine seitlich an der einen Lichtleiter bildenden transparenten Folie platzierten Lichteinkoppeleinheit ausgebildet ist, wobei das derart über den angrenzenden Kantenbereich in die Folie eingespeiste Licht hierin zusätzlich von einer zumindest einseitig aufgebrachten Spiegelschicht reflektiert werden kann, um sich besonders homogen innerhalb der Folie auszubreiten, wobei zur Erzeugung eines Lichtaustrittsfelds auf der
Anzeigefläche ein dem gegenüberliegendes Reflektionsraster zur Herbeiführung einer Lichtauskopplung aufgebracht ist.
Der Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung liegt insbesondere darin, dass die Anzeigefläche für das Motiv aus einer flexiblen Folie gebildet ist, die besonders dünn ausfällt. Versuche haben ergeben, dass sich mit transparenten Folien einer Schichtdicke von ca. 0,5 mm Hinweisschilder in zumindest etwa Postkartengröße herstellen lassen. Durch die Biegsamkeit der Folie lassen sich Anzeigeflächen gestalten, die an gewölbte Konturen von Oberflächen angepasst sind. Die
erfindungsgemäße Lichteinkoppeleinheit ermöglicht eine platzsparende seitliche Lichteinspeisung in die dünne Folie. Durch die erfindungsgemäße Lichteinkoppeloptik lässt sich das Licht in die dünne Folie einspeisen, obwohl die
Lichtaustrittsfläche der Lichtquelle größer ist als die Foliendicke. Es wird also das Licht der Lichtquelle auf die Foliendicke gebündelt. Zudem wird durch die
Lichteinkoppeleinheit das Licht so in die Folie eingekoppelt, dass es in einen optisch günstigen Winkel auf die Folienoberf äche trifft, um eine Lichtleitung zu
ermöglichen. Die Lichtleitung und Lichtauskopplung wird mittels
Beschichtungstechniken in fertigungstechnisch einfacher Weise auf die Folie aufgebracht. Hierdurch kann eine effiziente Herstellung unterschiedlich großer Anzeigeflächen mit jeder denkbaren Art von Motiven erfolgen, die beispielsweise als Bilder, Piktogramme, Symbole oder Schrift ausgebildet sein können. Zur Erzielung einer besonders homogenen Lichtausbreitung innerhalb der Folie, welche von der seitlichen Lichteinspeisung ausgeht, wird gemäß einer die Erfindung verbessernden Maßnahme vorgeschlagen, die mindestens einseitige Spiegelschicht durch Direktmetallisieren der Folie aufzubringen. Zum Direktmetallisieren kann beispielsweise Chrom verwendet werden, welcher eine besonders wirkungsvolle Spiegelschicht ergibt. Die Spiegelschicht ist an denjenigen Oberflächenteilen der Folie aufgebracht, welche nicht durch das Reflektionsraster, die einen Lichtaustritt gewährleistende Anzeigefläche sowie das hierauf aufgebrachte Motiv selbst eingenommen sind. Alternativ zum Direktmetallisieren ist es jedoch auch denkbar, die Spiegelschicht durch Bedrucken der Folie mit einer Spiegeleffektfarbe aufzubringen.
Das im Bereich der Anzeigefläche angeordnete Motiv ist vorzugsweise mit zumindest teiltransparenter Farbe direkt auf die Folie aufgebracht. Dies kann ebenfalls durch Drucken erfolgen. Alternativ hierzu ist es auch möglich, eine zweite das zumindest teiltransparente Motiv beinhaltende Deckfolie zu verwenden, und diese auf die lichtleitende Folie aufzubringen, beispielsweise aufzulegen. Durch diese Maßnahme lassen sich anzuzeigende Motive auf einfache Weise austauschen. Gemäß einer die Erfindung verbessernden Maßnahme wird vorgeschlagen, dass das Motiv mit einer auf der Anzeigefiäche aufgebrachten semitransparenten Farbschicht abgedeckt wird. Diese semitransparente Farbschicht dient dabei der Realisierung eines so genannten Verschwindeeffekts. Der Verschwindeeffekt bewirkt, dass das anzuzeigende Motiv bei nicht eingeschalteter Lichteinkoppleremheit von außen nicht oder nur schwach sichtbar ist. Der Betrachter erblickt eine durchgängig homogene Oberfläche, die meist auch glänzend ist. Wird nun die Lichteinkoppleremheit eingeschalten, so leuchtet das Motiv von der homogenen Oberfläche auf. Die erfindungsgemäß verschieden beschichtete Folie ermöglicht es also, bei seitlicher Lichteinkopplung eine mit dem Verschwindeeffekts ausgestattete Anzeigefiäche zu schaffen. Eine optisch kritische Stelle bei der Lichteinkopplung bildet der Übergang zwischen der Lichteinkoppeleinheit zur Folie. An dieser Stelle ist die Folie vorzugsweise ausgespart, um eine Formanpassung an die Geometrie der Lichteinkopplereinheit zu gewährleisten, welche - je nach gewünschtem optischen Effekt - ganz
unterschiedlich ausgebildet sein kann.
Die aus einem transparenten Kunstwerkstoff bestehende Folie sollte gemäß einer anderen, die Erfindung verbessernden Maßnahme mit einem Bandstahlwerkzeug ausgestanzt sein. Alternativ hierzu ist es auch denkbar ein Schneidwerkzeug, bestehend aus Stempel und Matrize einzusetzen. Versuche haben ergeben, dass sich durch diesen Herstellungsschritt derart ebene Schnittkanten erzeugen lassen, welche die Lichtleitung in die Folie hinein nicht behindern. Gemäß einer anderen, die Erfindung verbessernden Maßnahme wird vorgeschlagen, dass die Lichtemittiermittel als eine seitlich über Klemmstege an die transparente Folie ansteckbare Lichteinkoppeleinheit mit einem transparenten Trägerkörper ausgebildet ist. Dieser Trägerkörper kann dabei aus einem spritzgegossenen
Kunststoff bestehen. Die Klemmstege, welche abwechselnd auf die Ober- und Unterseite der Folie klemmend einwirken, gestatten eine einfache und lösbare Verbindung mit der Folie und daher eine besonders leichte Montage bzw.
Demontage.
Zum Einkoppeln des Lichts in die Folie besitzt der Trägerkörper der
Lichteinkoppeleinheit vorzugsweise mindestens eine sich in Richtung der
Flächenerstreckung der Folie, insbesondere im Rahmen eines dort vorzugsweise anzuordnenden Ausschnitts, am Trägerkörper angeformte und hochglanzpolierte optische Fläche. Diese optische Fläche kann beispielsweise über gerade oder bogenförmige Kanten zur Flächenausleuchtung gestaltet sein. Als Strahlungsquelle dient gemäß einer anderen, die Erfindung weiterbildenden Maßnahme mindestens eine elektrische Lichtemitterdiode, welche gegenüberliegend der mindestens einen optischen Fläche am Trägerkörper angeordnet ist und Licht in Richtung der optischen Fläche aussendet. Vorzugsweise kann mindestens eine Lichtemitterdiode auf einer Leiterplatte montiert und elektrisch angeschlossen werden, welche wiederum an einem an dem Trägerkörper angeformten Auflagesteg befestigt ist. Die Befestigung kann beispielsweise als Clip Verbindung ausgebildet sein. Weitere, die Erfindung verbessernde Maßnahmen werden nachstehend gemeinsam mit der Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels anhand der Figuren näher dargestellt. Es zeigt:
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Weitere, die Erfindung verbessernde Maßnahmen werden nachstehend gemeinsam mit der Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Figuren näher dargestellt. Es zeigt:
Figur 1 die Seitenansicht eines Verkehrsflugzeugs mit einer innerhalb der
Kabine als Hinweisschild integrierten Leuchtanzeigeanordnung,
Figur 2 eine Draufsicht auf die Leuchtanzeigeanordnung nach Figur 1 , Figur 3 eine perspektivische Ansicht der optischen Lichteinkoppeleinheit der
Leuchtanzeigeanordnung, und
Figur 4 eine schematische Schichtdarstellung der die Anzeigefläche bildenden
Folie. DETAILLIERTE BESCHREIBUNG BEISPIELHAFTER
AUSFÜHRUNGSFORMEN
Gemäß Figur 1 weist das Verkehrsflugzeug eine in einem Rumpf 1 integrierte Passagierkabine 2 auf, in welcher eine Kabinenausstattung 3 in Form von
Überkopfablagefächern oberhalb der Sitzreihen angeordnet ist, deren unterer sichtbarer Oberflächenbereich mit einer Leuchtanzeigeanordnung in Form eines Hinweisschildes ausgestattet ist. Dieses Hinweisschild kann bei Bedarf, insbesondere zum Starten und Landen, rückwärtig beleuchtet werden, so dass ein einen Hinweis bildendes farbliches Motiv leuchtet.
Gemäß Figur 2 ist ein solches Motiv 5 im vorliegenden Ausführungsbeispiel als Nichtraucherzeichen ausgebildet. Das Motiv 5 befindet sich auf einer Anzeigefläche 6 einer Kunststofffolie 7. Seitlich an der Kunststofffolie 7 sind zwei beabstandet zueinander angeordnete Lichteinkoppeleinheiten 8a, 8b angebracht. Über den angrenzenden Kantenbereich 9 wird hiervon ausgehend Licht in die einen Lichtleiter bildende transparente Folie 7 eingespeist.
Gemäß Figur 3 besteht die hierfür verwendete Lichteinkoppeleinheit 8 aus einem Trägerkörper 10, welcher aus einem spritzgegossenen transparenten Kunststoff besteht. Am Trägerkörper 10 sind zwei Gruppen von Klemmstegen I Ia und 1 lb angebracht, die ein Anstecken der - hier nicht weiter dargestellten - Folie ermöglichen. Zwischen den beiden Gruppen von Klemmstegen 1 la und 1 lb befindet sich eine hieran angeformte und der Lichtleitung dienende hochglanzpolierte optische Fläche 12. Die optische Fläche 12 ist in Flächenerstreckung der benachbart hieran zur Anlage kommenden Folie ausgerichtet und dient dem möglichst homogenen Einkoppeln des Lichts seitlich in die Folie hinein. Zu diesem Zweck weist die optische Fläche 12 eine vordere Kante 13 auf. Als Lichtquelle dient der Lichtkoppeleinheit 8 eine oder mehrere elektrische
Lichtemitterdioden 14, welche gegenüber der bogenförmigen Kante 13 der optischen Fläche 12 angeordnet sind und das Licht in diese Richtung aussenden. Die
Lichtemitterdioden 14 sind auf einer Leiterplatte 15 montiert und hierüber elektrisch angeschlossen. Die Leiterplatte 15 ist über einen am Trägerkörper 10 angeformten Aufiagesteg 16 hieran befestigt.
Nach Figur 4 ist auf der Folie 7 eine Anzeigefiäche 6 angeordnet, die ein Motiv 5 aufleuchten lässt. Um eine homogene Lichtverteilung des seitlich über die
Koppelstellen 17a und 17b über die - hier nicht weiter dargestellten
Lichtkoppeleinheiten eingeleiteten Lichts sicherzustellen, ist die Folie 7 außerhalb der Anzeigefiäche 6 beidseits mit einer Spiegelschicht 18 versehen, welche das Licht reflektiert und die homogene Verteilung innerhalb der Folie 7 sicherstellt. Zur Erzeugung der Anzeigefiäche 6 auf der einen Seite der Folie 7 ist dieser
gegenüberliegend ein Reflektionsraster 19 auf die Folie 7 aufgebracht. Das
Reflektionsraster 19 stellt ein durch Siebdruck aufgebrachtes eine diffuse Refiektion herbeiführendes Feld dar. Hierdurch wird das sich innerhalb der Folie 7 befindliche Licht reflektiert und an der gegenüberliegenden Seite im Bereich der Anzeigefläche 6 diffus aus der Folie 7 ausgekoppelt. Das teiltransparente Motiv 5 wird bei diesem Ausführungsbeispiel über eine dieses beinhaltende Deckfolie 20 auf die Folie 7 aufgebracht und ist insoweit austauschbar. Zur Realisierung eines
Verschwindeeffekts ist das Motiv 5 zumindest im Bereich der Anzeigefläche 6 mit einer semitransparenten Farbschicht 21 beschichtet. Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass„umfassend" keine anderen Elemente oder Schritte ausschließt und„eine" oder„ein" keine Vielzahl ausschließt. Ferner sei darauf hingewiesen, dass Merkmale oder Schritte, die mit Verweis auf eines der obigen Ausführungsbeispiele beschrieben worden sind, auch in Kombination mit anderen Merkmalen oder Schritten anderer oben beschriebener Ausführungsbeispiele verwendet werden können. Bezugszeichen in den Ansprüchen sind nicht als Einschränkung anzusehen.
Bezugszeichenliste
1 Rumpf
2 Passagierkabine
3 Kabinenausstattung
4 Oberflächenbereich
5 Motiv
6 Anzeigefläche
7 Folie
8 Lichteinkoppeleinheit
9 Kantenbereich
10 Trägerkörper
11 Klemmsteg
12 Fläche
13 Kante
14 Lichtemitterdiode
15 Halterplatte
16 Auflagesteg
17 Einkoppelstelle
18 Spiegelschicht
19 Refektionsraster
20 Deckfolie
21 Farbschicht
