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Title:
FLAT-NEEDLED NEEDLE PUNCHED NONWOVEN CONSISTING OF NATURAL AND/OR SYNTHETIC FIBRES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2003/021032
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a flat-needled needle punched nonwoven consisting of natural or synthetic fibres with a substance weight ranging between 200 and 1600 g/m2. Said nonwoven is characterised in that one tenth to one hundredth of at least one of the two main surfaces has a surface coating in the form of a pattern.

Inventors:
Brade-scholz, Gabrielle (von-Behring-Strasse 16, Kempen, 47906, DE)
Mangold, Martin (Hermann-Walker-Strasse 49, Neckargemünd, 69151, DE)
Meiser, Dieter (Lessingstrasse ), Albstadt, 72458, DE)
Application Number:
PCT/EP2002/007773
Publication Date:
March 13, 2003
Filing Date:
July 12, 2002
Export Citation:
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Assignee:
HP-CHEMIE PELZER RESEARCH AND DEVELOPMENT LTD. (Industrial Estate, Waterford, IE)
Brade-scholz, Gabrielle (von-Behring-Strasse 16, Kempen, 47906, DE)
Mangold, Martin (Hermann-Walker-Strasse 49, Neckargemünd, 69151, DE)
Meiser, Dieter (Lessingstrasse ), Albstadt, 72458, DE)
International Classes:
D06N7/00; D06N7/00; (IPC1-7): D06N7/00; A47G27/04; B60N3/04
Attorney, Agent or Firm:
Jönsson, Hans-peter (Von Kreisler Selting Werner, Deichmannhaus am Dom, Köln, 50667, DE)
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Claims:
Patentansprüche :
1. Flachgenadeltes Nadelvlies aus Naturund/oder Synthetikfasern mit einem Flächengewicht im Bereich von 200 bis 1600 g/m2, dadurch gekennzeichnet, dass ein zehntel bis einhundertstel wenigstens einer der beiden Hauptoberflächen eine Oberflächenbeschichtung in Form eines Musters aufweist.
2. Nadelvlies nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Basismaterial Polypropylen, Polyethylen, Polyethylenterephthalat und/oder Polyamid umfasst.
3. Nadelvlies nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Basismaterial Pflanzenfasern umfasst.
4. Nadelviies nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, das die Pflanzenfasern ausgewählt sind aus Samenfasern, insbesondere Baumwolle ; Fruchtwandfasern, insbesondere Kapok ; Bastfasern, insbesondere Flachs, Hanf und/oder Jute sowie Hartfasern, insbesondere Sisal und/oder Kokos, einschließlich deren Gemische.
5. Nadelviies nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Flächengewicht 200. bis 1000 g/m2 beträgt.
6. Nadelviies nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein zehntel bis ein fünfzigstel wenigstens einer der beiden Hauptoberflächen eine Oberflächenbeschichtung in Form eines Musters aufweist.
7. Nadelvlies nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Muster der Oberflächenbeschichtung geometrisch über eine gesamte Hauptoberfläche oder Teile davon verteilt ist.
8. Nadelviies nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Muster Noppen, Kreise, Linien und/oder Figuren umfasst.
9. Nadeivlies nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, das die Oberflächenbeschichtung die Hauptoberfläche um 0,1 bis 1 mm, insbesondere 0,1 bis 0,5 mm überragt.
10. Nadelvlies nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Oberflächenbeschichtung bis in eine Tiefe von 0,1 bis 0,5 mm, insbesondere 0,1 bis 0,3 mm der Hauptoberfläche erstreckt.
11. Nadeivlies nach einem der Ansprüche Ibis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Material der Oberflächenbeschichtung thermoplastische oder duroplastische Materialien umfasst.
12. Nadelviies nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das thermoplastische Material Polypropylen, Polyethylen, Polyurethan, Polyethylenterephthalat, Polyamid und/oder Polyvinylchlorid umfasst.
13. Nadelviies nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das duroplastische Material Polyurethan umfasst.
14. Verfahren zur Herstellung eines Nadelviieses nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, das man auf ein flachgenadeltes Nadelvlies eine Oberflächenbeschichtung in Form eines Musters mittels einer Walze nach an sich bekannten Druckverfahren aufbringt oder aufspritzt.
15. Verwendung eines Nadelvlieses nach einem der Ansprüche 1 bis 13 als Bodenbelag in Verkehrsmitteln, insbesondere Kraftfahrzeugen, Flugzeugen, Schiffen und Eisenbahnwagen sowie als Kofferraum auskleidung in Kraftfahrzeugen oder Immobilien, insbesondere als Belag von Sportflächen.
Description:
Flachgenadeltes Nadelvlies aus Natur-und/oder Synthetikfasern Gegenstand der Erfindung ist ein flachgenadeltes Nadeivlies aus Natur- und/oder Synthetikfasern.

DE 41 14 140 A1 betrifft textile Flächengebilde, bei denen die Bindung der Fasern durch thermoplastische Polyamide erfolgt. Der Vorteil der textilen Flächengebilde liegt darin, dass diese nach Gebrauch für eine Wiederverwertung geeignet sind. Darüber hinaus werden bei der Herstellung der textilen Flächengebilde bisher in Kauf genommene Nachteile, zu beanstandende Gerüche und unerwünschte Zersetzungsprodukte ausgeschlossen.

DE 43 05 428 Cl beschreibt einen aus einem Flachvlies gebildeten Bodenbelag, der an seiner Unterseite Insel-artig und integral ausgebildete Noppen aufweist, welche aus einer Vielzahl von einzelnen Fasern bestehen. Auf seiner Oberseite weist der Bodenbelag vorzugsweise eine Struktur auf. Die Strukturen beider Seiten werden dabei mittels Nadelung ausgebildet. Beim Verlegen des Bodenbelags kommen die Noppen auf den Unterbelagsboden zum Liegen. Dadurch entsteht auf der Unterseite des Bodenbelags ein Kanalsystem, welches ein Abfließen von Wasser begünstigt. Ein solcher Maßen ausgebildeter Bodenbelag wird vorzugsweise im Freien, beispielsweise als

Tennisplatzbelag, eingesetzt, wobei in die Vertiefungen auf der Oberseite Granulat eingebracht werden kann.

DE 44 44 030 Al beschreibt einen Bodenbelag, insbesondere für Tennisplätze. Dieser besteht aus einem Teppichboden-artigen Basisbelag und einer auf diesen aufgebrachten, aus einzelnen, losen Partikeln bestehenden Rutsch-Bestreuung. Die Partikel der Rutsch- Bestreuung sind jeweils mit einer weitgehend definierten Querschnittsform und Länge aus Kunststoff extrudiert, wobei jeweils die Länge zumindest annähernd gleich einer etwa mittig über den Querschnitt verlaufenden Partikel-Breite beziehungsweise-Höhe ist.

DE 198 12 925 Al beschreibt dreidimensionale, formstabile Formteile auf Basis von strukturierten Nadelviiesen. Die Nadelvliese aus thermoplastischen Fasern mit einer ersten Schicht aus einer Mischung von Polypropylen (PP)-Fasern und Polyethylen (PE) -Fasern und einer zweiten und gegebenenfalls weiteren Schichten aus einer Mischung von PP-Fasern und PE-Fasern wird aus Bikomponentenfasern hergestellt, bestehend aus einer Mischung aus PP und PE ; oder aus einer Mischung dieser Bikomponentenfasern und PP-Fasern und/oder PE-Fasern, wobei die beiden Schichten sowohl durch Vernadelung als auch durch geschmolzene oder angeschmolzene Fasern beziehungsweise Faserteilen des PE-Anteils der beiden-Schichten verfestigt und miteinander verbunden sind.

Demgegenüber besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung in der Bereitstellung eines neuen flachgenadelten Nadelvlieses aus Natur- und/oder Synthetikfasern mit einer ausgeprägten Antirutschwirkung auf der Oberseite des Nadelvlieses.

Die vorgenannte Aufgabe wird in einer ersten Ausführungsform gelöst durch ein flachgenadeltes Nadelvlies aus Natur-und/oder Synthetikfasern mit einem Flächengewicht im Bereich von 200 bis 1600 g/m2, dadurch gekennzeichnet, dass ein zehntel bis einhundertstel wenigstens einer der beiden Hauptoberflächen eine Oberflächenbeschichtung in Form eines Musters aufweist.

Die erfindungsgemäßen Nadelvliese sind gegenüber bisher bekannten textilen Flächengebilden, das heißt üblichen Teppichen, sehr viel preisgünstiger. Dies gilt nicht nur für Verkehrsmittel sondern auch für Immobilien und Freiflächen, wie beispielsweise Sportplätze.

Insbesondere bei Verwendung preisgünstiger Fasern ist es mit Hilfe der vorliegenden Erfindung möglich, einen besonders preisgünstigen Belag herzustellen.

Hochgenadelte Nadelviiese (Diloure) sind für die vorliegende Erfindung nicht geeignet, da diese eine ungenügende Einbindung der Oberflächenbeschichtung in Form eines Musters nicht in ausreichendem Maße erzielen.

In einer besonderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst das Basismaterial des Vlieses Polypropylen (PP), Polyethylen (PE), Polyethylenterephthalat- (PET) und/oder Polyamid (PA) im wesentlichen in Faserform. Alternativ dazu ist es selbstverständlich auch möglich, dass man anstelle der synthetischen Fasern auch Pflanzenfasern einsetzt. Gegebenenfalls können naturgemäß auch Gemische aus Naturfasern und Synthetikfasern eingesetzt werden.

Naturfasern im Sinne der vorliegenden Erfindung werden allgemein definiert als natürliche, linienförmige Gebilde, die sich textil verarbeiten

lassen. Sie können von Pflanzenteilen gewonnen oder das Haarkleid von Tieren bilden oder von Kokons der Seidenspinne gewonnen werden oder auch mineralisch natürlichen Ursprungs sein. Die Pflanzenfasern können Samenfasern, beispielsweise Baumwolle, die Fruchtwandfasern beispielsweise Kapok, die Bastfasern beispielsweise Flachs, Hanf und/oder Jute usw. oder die Hartfasern, beispielsweise Sisal, Kokos oder ähnliches sein.

Besonders bevorzugt im Sinne der vorliegenden Erfindung beträgt das Flächengewicht der erfindungsgemäßen flachgenadelten Nadelvliese 200 bis 1000 g/m2. Auch hierbei gilt, dass es sich hierbei um das Gesamtgewicht aus Nadelvlies und Oberflächenbeschichtung handelt.

Eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass lediglich ein zehntel bis ein fünfzigstel wenigstens einer der beiden Hauptoberflächen eine Oberflächenbeschichtung in Form eines Musters aufweist. In gleicher Weise ist es selbstverständlich auch möglich, nicht nur eine sondern auch beide Hauptoberflächen des Nadelvlieses mit der gewünschten Oberflächebeschichtung zu versehen.

Das Muster der Oberflächenbeschichtung kann geometrisch über eine oder beide der Hauptoberflächen verteilt sein. Alternativ dazu ist es selbstverständlich auch möglich, das Muster lediglich auf Teilbereichen der Hauptoberflächen zu beschränken.

Bevorzugte Muster im Sinne der vorliegenden Erfindung umfassen Noppen, Kreise, Linien und/oder Figuren. So ist es beispielsweise möglich, graphische Ornamente wie beispielsweise Logos auf ein Nadeivlies aufzubringen.

Ein wesentlicher Kern der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass die Oberflächenbeschichtung die Hauptoberfläche des Nadelvlieses überragt. Besonders bevorzugt im Sinne der vorliegenden Erfindung überragt die Oberflächenbeschichtung die Hauptoberfläche um 0,1 bis 1 mm, insbesondere 0,1 bis 0,5 mm.

Wesentlich im Sinne der vorliegenden Erfindung in einer bevorzugten Ausführungsform ist es, dass sich die Oberflächenbeschichtung bis in eine Tiefe von 0,1 bis 0,5, insbesondere 0,1 bis 0,3 mm der Hauptoberfläche des Nadelviieses erstreckt.

Das Material der Oberflächenbeschichtung kann aus verschiedensten Kategorien ausgewählt werden. Besonders bevorzugt im Sinne der vorliegenden Erfindung werden thermoplastische oder duroplastische Materialien ausgewählt. Als thermoplastisches Material kommt beispielsweise Polypropylen (PP), Polyethylen (PE), Polyurethan (PUR), Polyethylenterephthalat (PET), Polyamid (PA) und/oder Polyvinylchlorid (PVC) in Frage. Als duroplastisches Material im Sinne der vorliegenden Erfindung wird Polyurethan besonders bevorzugt. Die Antirutschwirkung kann beispielsweise durch mineralische Zusätze verbessert werden.

Auch ist eine elektrisch leitende Ausrüstung der Oberflächenbeschichtung möglich, die für eine Antistatikwirkung (Computerräume) oder auch Alarm-einrichtung geeignet ist.

Die Herstellung des erfindungsgemäßen Nadelviieses ist beispielsweise dadurch gekennzeichnet, dass man auf ein flachgenadeltes Nadeivlies eine Oberflächenbeschichtung in Form eines Musters mittels einer Walze nach an sich bekannten Druckverfahren aufbringt oder aufspritzt. Die Oberflächenbeschichtung in Form eines Musters kann vor oder nach der Verdichtung des Nadelvlieses aufgebracht werden. Besonders bevorzugt

im Sinne der vorliegenden Erfindung bringt man die Oberflächenbeschichtung vor einer Vorverdichtung des Nadelviieses auf.

Wird dieses vor einer Vorverdichtung des Nadelviieses durchgeführt, so ist die Eindringtiefe der Oberflächenbeschichtung in das Nadelvlies von geringer Höhe.

Darüber hinaus ist es auch möglich, die Oberflächenbeschichtung in vorgeprägten Vertiefungen des Nadelviieses einzubringen, beispielsweise einzugießen. Somit können optisch planebene Nadelviiese hergestellt werden, die die Antirutschwirkung erst bei Druckbelastung entfalten.

Besonders bevorzugt im Sinne der vorliegenden Erfindung werden die Nadelvliese als Bodenbelag, beispielsweise in Verkehrsmitteln, insbesondere Kraftfahrzeugen, Flugzeugen Schiffen und Eisenbahnwagen sowie als Kofferraumauskleidung in Kraftfahrzeugen oder Immobilien, insbesondere als Belag von Sportflächen, beispielsweise Tennisplätzen eingesetzt.




 
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