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Title:
FLEXIBLE MATERIAL LAYER/SILICONE LAYER COMBINATION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/166063
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a a flexible spacer having a spacer fabric between two cover layers, wherein one side of the spacer fabric is covered by a silicone layer.

Inventors:
BAUER, Hans (Stollenau 8, Balingen, 72336, DE)
Application Number:
DE2019/100189
Publication Date:
September 06, 2019
Filing Date:
March 01, 2019
Export Citation:
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Assignee:
NTT NEW TEXTILE TECHNOLOGIES GMBH (Stollenau 10, Balingen, 72336, DE)
International Classes:
B32B5/26; B32B7/02; B32B7/08; B32B7/12; B32B25/20; B32B27/28; B32B3/26; B32B5/06; B32B3/02; B32B3/28; D04B21/16; D03D1/00; D03D7/00; D03D15/00; A41C3/00; D06N3/12; D06N3/18; D06M15/643; D06M15/693; D06M23/18
Attorney, Agent or Firm:
MÜLLER, Gottfried (Meissner Bolte, Ochsenberg 16, Schorndorf, 73614, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Flexible Materiallagen-Silikonschicht-Kombination, mit mindestens zwei Materiallagen (2, 9), zwischen denen eine

Silikonschicht (6) angeordnet ist, die eine Trenn- und

Verbindungsschicht zwischen den beiden Materiallagen (2, 9) bildet, wobei die beiden Materiallagen (2, 9) ausschließlich über die Silikonschicht (6) miteinander verbunden sind.

2. Flexible Materiallagen-Silikonschicht-Kombination nach

Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet,

dass die beiden Materiallagen (2, 9) in einer gemeinsamen Ebene liegen .

3. Flexible Materiallagen-Silikonschicht-Kombination nach

Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet,

dass die beiden Materiallagen (2, 9) und die Silikonschicht (6) jeweils in parallel versetzten Ebenen liegen.

4. Flexible Materiallagen-Silikonschicht-Kombination nach einem der Ansprüche 1 bis 3,

dadurch gekennzeichnet, dass die Silikonschicht (6) eine höhere Elastizität als jede Materiallage (2, 9) aufweist.

5. Flexible Materiallagen-Silikonschicht-Kombination nach einem der Ansprüche 1 bis 4,

dadurch gekennzeichnet,

dass eine oder beide Materiallagen (9) als Stofflagen

ausgebildet sind.

6. Flexible Materiallagen-Silikonschicht-Kombination nach

Anspruch 5,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Stofflage (9) oder Stofflagen (9) eine Mindestdicke von 1 mm aufweisen.

7. Flexible Materiallagen-Silikonschicht-Kombination nach einem der Ansprüche 1 bis 6,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Materiallagen (2) jeweils als ein Abstandsgewirke (2) ausgebildet sind und die Materiallagen-Silikonschicht- Kombination ein flexibles Abstandselement (1) bildet,

beispielsweise für Matten, Matratzen, Polster, Bandagen oder Kleidungsstücke, wobei auf beiden Seiten der Silikonschicht (6) jeweils ein Abstandsgewirke (2) angeordnet ist und jedes

Abstandsgewirke (2) zwischen zwei Deckschichten (3, 4) liegt.

8. Flexible Materiallagen-Silikonschicht-Kombination nach

Anspruch 7,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Abstandsgewirke (2) zwischen zwei Deckschichten (3, 4) liegt, wobei eine Seite des Abstandsgewirkes (2) von der sich zwischen den Deckschichten (3, 4) erstreckenden Silikonschicht (6) abgedeckt ist.

9. Flexible Materiallagen-Silikonschicht-Kombination nach Anspruch 8,

dadurch gekennzeichnet,

dass eine oder beide Deckschichten (3, 4) als Textilschicht ausgebildet sind.

10. Flexible Materiallagen-Silikonschicht-Kombination nach Anspruch 8 oder 9,

dadurch gekennzeichnet,

dass eine oder beide Deckschichten (3, 4) mit Öffnungen versehen sind.

11. Flexible Materiallagen-Silikonschicht-Kombination nach einem der Ansprüche 8 bis 10,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Abstandsgewirke (2) aus Fäden aufgebaut ist.

12. Flexible Materiallagen-Silikonschicht-Kombination nach einem der Ansprüche 8 bis 11,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Material des Abstandsgewirkes (2) Polyester oder Polyamid ist.

13. Flexible Materiallagen-Silikonschicht-Kombination nach einem der Ansprüche 8 bis 12,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Silikonschicht (6) die Stirnkante einer oder beider Deckschichten (3, 4) bedeckt.

14. Flexible Materiallagen-Silikonschicht-Kombination nach einem der Ansprüche 1 bis 13,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Silikonschicht (6) eben, konkav oder konvex

ausgebildet ist.

Description:
Flexible Materiallagen-Silikonschicht-Kombination

Die Erfindung bezieht sich auf eine flexible Materiallagen- Silikonschicht-Kombination, die beispielsweise als flexibles Abstandselement für Matten, Matratzen, Polster, Bandagen oder Kleidungsstücke verwendet werden kann.

Es ist bekannt, Schaumstoffelemente für verschiedene

Verwendungszwecke einzusetzen, beispielsweise in Matratzen oder Polstern. Derartige Schaumstoffelemente haben die Aufgabe, für ein angenehmes Sitz- oder Liegegefühl zu sorgen. Das

Schaumstoffelement muss einen hinreichenden Komfort

sicherstellen und außerdem auch Hygienevorschriften genügen.

Das Schaumstoffelement muss auf lange Dauer eine ausreichende Federeigenschaft beibehalten.

Zum Stand der Technik wird auf die Druckschriften DE 10 2009 025 466 Al und DE 10 2010 026 115 Al verweisen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine flexible

Materiallagen-Silikonschicht-Kombination mit einfachen

Maßnahmen so auszubilden, dass dauerhaft ein hoher Komfort gewährleistet ist. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des

Anspruches 1 gelöst. Die Unteransprüche geben zweckmäßige

Weiterbildungen an.

Die erfindungsgemäße Materiallagen-Silikonschicht-Kombination ist flexibel ausgebildet und ermöglicht hierdurch in

Belastungsrichtung eine Nachgiebigkeit, welche vorzugsweise vollständig, gegebenenfalls teilweise reversibel ist, so dass das Abstandselement vollständig oder zumindest teilweise elastisch ausgebildet ist. Die flexible Materiallagen- Silikonschicht-Kombination kann beispielsweise für Matten, Matratzen, Polster, Bandagen oder auch Kleidungsstücke

eingesetzt werden, beispielsweise in Unterbekleidungsstücken, zum Beispiel als Polsterung in Büstenhaltern, aber auch in Oberbekleidungsstücken, beispielsweise in Ärmeln eines Hemds, T-Shirts, Poloshirts, einer Jacke oder eines Mantels oder dergleichen .

Die flexible Materiallagen-Silikonschicht-Kombination kann auch in Bekleidungsstücken oder Bandagen eingesetzt werden, um

Stoffe, die Bestandteil des Bekleidungsstücks bzw. der Bandagen sind, miteinander flexibel, insbesondere elastisch zu

verbinden. Dies erlaubt es, eine besonders hohe Elastizität und damit einhergehend einen hohen Komfort beim Tragen des

Bekleidungsstücks bzw. der Bandage sicherzustellen.

Beispielsweise können die Ärmel eines Mantels oder einer Jacke mit zwei benachbarten Stofflagen, welche jeweils eine

Materiallage im Sinne der Erfindung bilden, ausgeführt sein, wobei die beiden Stofflagen über die zwischenliegende

Silikonschicht miteinander verbunden sind. Aufgrund der

Elastizität der verbindenden Silikonschicht kann der Ärmel oder gegebenenfalls das sonstige Bekleidungsstück bzw. die Bandage beim Anziehen oder Ausziehen sich signifikant dehnen, wodurch der Komfort verbessert ist. Die Verbindung zwischen den Materiallagen erfolgt

ausschließlich über die zwischenliegende Silikonschicht. Dies gewährleistet, dass sämtliche Kräfte zwischen den Materiallagen von der Silikonschicht aufgenommen und von einer Materiallage auf die andere Materiallage übertragen werden. Aufgrund der Elastizität der Silikonschicht sind die Materiallagen einer geringeren Belastung ausgesetzt.

Es sind sowohl Ausführungen möglich, bei denen die beiden

Materiallagen in einer gemeinsamen Ebene liegen und

vorzugsweise auch die verbindende Silikonschicht in der gleichen Ebene liegt, als auch Ausführungen, in denen die Materiallagen sowie die zwischenliegende Silikonschicht übereinandergestapelt sind und somit in parallel versetzten Ebenen liegen.

In weiterer vorteilhafter Ausführung weist die Silikonschicht eine höhere Elastizität auf als jede der Materiallagen, die über die Silikonschicht verbunden werden. Dies erlaubt

beispielsweise bei Kleidungsstücken oder Bandagen eine starke Dehnung beim Anziehen und Ausziehen mit anschließendem

Wiederzusammenziehen, so dass einerseits ein hoher Komfort während des An- und Ausziehens sowie ein hoher Tragekomfort während des Tragens gewährleistet ist und andererseits keine optischen Beeinträchtigungen gegeben sind.

Gemäß noch einer weiteren vorteilhaften Ausführung weisen die Materiallagen in ihrer Ausführung als Stofflagen eine

Mindestdicke von einem Millimeter auf. Diese Mindestdicke gewährleistet, dass Silikon, das zum Bilden der verbindenden Silikonschicht eingebracht wird, im flüssigen Zustand in die Randbereiche der Stofflagen eindringt, wobei nach dem Aushärten des Silikons eine ausreichend kraftübertragende Verbindung zwischen jeder Stofflage und der Silikonschicht gegeben ist. Gegebenenfalls weist jede Stofflage eine Mindestdicke von 1.5 mm, 2 mm, 3 mm oder 4 mm auf.

In einer vorteilhaften Ausführung bildet die flexible

Materiallagen-Silikonschicht-Kombination ein Abstandselement, welches ein Abstandsgewirke aufweist, das zwischen zwei

Deckschichten angeordnet ist, wobei die Deckschichten

vorzugsweise parallel oder annähernd parallel und auf Abstand zueinander verlaufen. Das Abstandsgewirke hält die

Deckschichten auf Abstand zueinander, wobei die Deckschichten den Abschluss des Abstandselementes bilden. Das Abstandselement kann in einen Gegenstand teilweise oder vollständig integriert werden .

Als Abstandsgewirke kommen Verbindungsfäden in Betracht, die aus Kunststoff gefertigt sind, beispielsweise Polyester oder Polyamid. Derartige Verbindungsfäden sind vorzugsweise als Fäden, beispielsweise als Polfäden aufgebaut, die an jeder Deckschicht gekrümmt ausgeführt sind, um zu vermeiden, dass ein Fadenende durch eine Deckschicht hindurchragt, wodurch der Komfort beeinträchtigt werden könnte. Im Bereich der

Deckschichten weisen die Fäden beispielsweise eine Schlaufe auf, die sich an der Deckschicht abstützt.

Bei den Fäden handelt es sich beispielsweise um monofile Fäden, welche eine glatte, geschlossene Oberfläche aufweisen und als Kunststofffäden vorliegen. Derartige monofile Fäden können im Extrusionsverfahren (Schmelz-Spinn-Verfahren) hergestellt werden .

Bei dem flexiblen Abstandselement ist eine Seite des

Abstandsgewirkes von einer Silikonschicht abgedeckt. Die

Silikonschicht erstreckt sich zwischen den Deckschichten und bildet einen seitlichen Abschluss des Abstandselements. Die Silikonschicht kann mit den Deckschichten beispielsweise einen Winkel von 90° einnehmen.

Die Silikonschicht hat den Vorteil, dass bei einfacher

Herstellbarkeit der abdeckenden Silikonschicht auch ein hoher Komfort gewährleistet ist, da die Silikonschicht für sich genommen verhältnismäßig weich bei ausreichender Elastizität ist und außerdem einen Abschluss für das Abstandsgewirke bildet, so dass keine Fäden des Abstandsgewirkes durch die Silikonschicht hindurchragen können und

Komfortbeeinträchtigungen ausgeschlossen sind. Auch unter hygienischen Gesichtspunkten ist die abschließende

Silikonschicht vorteilhaft. Aufgrund des hohen

Verformbarkeitsvermögens der Silikonschicht bleibt auch die Verformbarkeit des gesamten Abstandselementes erhalten, wobei die Verformung des Abstandselementes durch die Silikonschicht nicht beeinträchtigt ist. Die Silikonschicht sorgt außerdem für eine bessere Stabilität des Abstandselementes, da randseitige Fäden des Abstandsgewirkes in das Material der Silikonschicht eingebettet sein können. Zugleich ist die Silikonschicht ausreichend fest, so dass keine Fäden des Abstandsgewirkes, insbesondere keine Fadenenden durch die Silikonschicht

hindurchdringen .

Insgesamt weist das flexible Abstandselement eine hohe

Atmungsaktivität sowie eine hohe Flexibilität auf, wodurch sowohl der Komfort als auch die Hygiene verbessert sind.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführung sind eine oder beide

Deckschichten, zwischen denen das Abstandsgewirke liegt, als eine Textilschicht ausgebildet. Hierdurch ist eine hohe

Atmungsaktivität gewährleistet, außerdem verleiht die Textilschicht beim Kontakt mit der Haut ein angenehmes Traggefühl .

Gemäß noch einer weiteren vorteilhaften Ausführung sind eine oder beide Deckschichten mit Öffnungen versehen. Die Öffnungen verbessern die Atmungsaktivität. Alternativ zu einer

Deckschicht mit Öffnungen kommt auch eine geschlossen

ausgeführte Deckschicht in Betracht.

Anstelle einer Textilschicht kann auch eine Deckschicht aus einem nicht-textilen Material verwendet werden, insbesondere eine Textilschicht aus einem Kunststoffmaterial. Es ist auch möglich, eine oder beide Deckschichten aus einem

Silikonmaterial anzufertigen.

Das Abstandsgewirke aus Fäden wie zum Beispiel Polfäden

aufzubauen, insbesondere als Monofil-Fäden, weist den weiteren Vorteil auf, dass derartige Fäden nur eine geringe

Feuchtigkeitsspeicherfähigkeit besitzen und entsprechend keine oder nur eine geringe Menge an Feuchtigkeit aufnehmen. Auch hierdurch wird das Komfortgefühl verbessert.

Gemäß noch einer weiteren vorteilhaften Ausführung weist das flexible Abstandselement an gegenüberliegenden Seiten jeweils eine Silikonschicht auf, die das Abstandsgewirke zwischen den beiden Deckschichten abdeckt. Es kann gegebenenfalls zweckmäßig sein, an allen Seiten des Abstandselementes zwischen den beiden Deckschichten eine Silikonschicht anzuordnen, so dass an dem Abstandselement eine umlaufende, durchgehende Silikonschicht gebildet ist.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführung ist auf die

Außenseite der Silikonschicht, welche dem Abstandsgewirke abgewandt ist, eine Abdeckschicht aufgebracht. Die Abdeckschicht kann als Textilschicht ausgebildet sein, um beispielsweise bei Kontakt mit der Haut ein angenehmes Gefühl zu gewährleisten. Alternativ oder zusätzlich ist es auch möglich, auf der Außenseite der Silikonschicht eine Beflockung vorzusehen, bei der einzelne Flockpartikel , welche insbesondere aus einem hautfreundlichen Material bestehen, auf die

Außenseite der Silikonschicht aufgebracht werden. Bei einer hohen Dichte der Beflockungspartikel bilden diese ebenfalls eine Abdeckschicht. Sowohl in der Ausführung mit einer

durchgehenden Abdeckschicht als auch in der Ausführung mit einer Beflockung durch Flockpartikel ist es möglich, die

Abdeckschicht bzw. die Flockpartikel bei der Herstellung der Silikonschicht teilweise in das noch weiche Silikonmaterial einzubringen, so dass nach dem Aushärten des Silikonmaterials eine feste Verbindung zur Abdeckschicht bzw. den Flockpartikeln gegeben ist.

Die Silikonschicht kann auch als Trenn- und Verbindungschicht zwischen benachbarten Abstandsgewirken eingesetzt werden. In diesem Fall befindet sich zu beiden Seiten der Silikonschicht jeweils ein Abstandgewirke, wobei jedes Abstandsgewirke

zwischen zwei Deckschichten liegt. Somit werden die beiden Abstandsgewirke auf gegenüberliegenden Seiten der

Silikonschicht von dieser separiert, zugleich sorgt die

Silikonschicht für eine Verbindung zwischen den

Abstandsgewirken einschließlich der die Abstandsgewirke

einfassenden Deckschichten, so dass ein zusammenhängendes, flexibles Abstandselement gebildet wird. Gegebenenfalls können mehrere Abstandsgewirke über jeweils eine Silikonschicht miteinander verbunden werden.

Gemäß noch einer weiteren vorteilhaften Ausführung ist die Silikonschicht im Ausgangszustand - ohne Einwirkung äußerer Kräfte - eben ausgebildet und bildet eine ebene Seitenwand am Abstandselement. Es kommen auch konkave Ausführungen der

Silikonschicht im unbelasteten Ausgangszustand in Betracht, bei denen die Silikonschicht nach innen in Richtung des

Abstandsgewirkes verformt ist. Alternativ sind auch konvexe Ausführungen möglich, bei denen die Silikonschicht im

unbelasteten Ausgangszustand nach außen verformt ist.

Gemäß noch einer weiteren vorteilhaften Ausführung bedeckt die Silikonschicht die Stirnkante zumindest einer Deckschicht, vorzugsweise von beiden Deckschichten, welche das

Abstandsgewirke einfassen. Hierdurch ist eine durchgehende Silikonschicht von Deckschicht zu Deckschicht gegeben und wird das Abstandsgewirke, das zwischen den beiden Deckschichten liegt, vollständig von der Silikonschicht seitlich abgedeckt.

Es kann gegebenenfalls vorteilhaft sein, dass sich die

Silikonschicht bis über die Stirnkante der Deckschichten hinaus erstreckt und bis zur Außenseite der Deckschicht reicht.

Alternativ ist es auch möglich, dass die Silikonschicht die Stirnkante der Deckschicht bzw. der Deckschichten nicht

bedeckt, sondern lediglich bis zur Innenseite der Deckschicht bzw. Deckschichten reicht. Vorteilhafterweise ist aber in jedem Fall ein Kontakt zwischen der Silikonschicht und beiden

Deckschichten gegeben.

Die benachbarten Abstandsgewirke können parallel zueinander liegen, so dass die Deckschichten jeweils in einer Ebene oder zumindest annähernd in einer Ebene liegen. Alternativ ist auch eine winklige Anordnung zwischen benachbarten Abstandsgewirken, die über eine gemeinsame Silikonschicht verbunden sind,

möglich . In allen vorbeschriebenen Ausführungen liegt die Silikonschicht unter einem Winkel zu den Deckschichten. Der Winkel beträgt vorzugsweise 90°.

Ein weiterer Aspekt der Erfindung bezieht sich auf ein

Verfahren zur Herstellung einer vorbeschriebenen flexiblen Materiallagen-Silikonschicht-Kombination wie beispielsweise ein flexibles Abstandselement. Bei dem Herstellungsverfahren wird beispielhaft eine Seite des Abstandsgewirkes zwischen den

Deckschichten mit einer Silikonschicht abgedeckt, die sich zwischen den Deckschichten erstreckt. Vor dem Aufbringen der Silikonschicht kann das Abstandsgewirke einschließlich der Deckschichten zunächst auf ein gewünschtes Längenmaß

geschnitten werden. Durch das Schneiden stehen die Fäden des Abstandsgewirkes im Randbereich lose nach außen, wobei mit dem Aufbringen der Silikonschicht die Fädenenden des

Abstandsgewirkes von der Silikonschicht verdeckt sind. Die Fädenenden können gegebenenfalls in die Silikonschicht

hineinragen, ohne jedoch die Silikonschicht zu durchdringen.

Auf diese Weise werden die losen Enden der Fäden im

Abstandsgewirke von der Silikonschicht eingeschlossen und versiegelt, so dass verhindert wird, dass die Enden der Fäden des Abstandsgewirkes in unangenehmer Weise beispielsweise unmittelbar auf die Haut eines Trägers oder Benutzers treffen.

Gemäß eines Aspektes des Herstellungsverfahrens wird die

Silikonschicht dadurch aufgebracht, dass in eine Gießform flüssiges Silikonmaterial eingefüllt und die Materiallagen wie z.B. das Abstandsgewirke einschließlich der Deckschichten mit derjenigen Seite in die Gießform eingebracht wird, an der die Silikonschicht angeordnet werden soll. Die Materiallagen gelangen seitlich in Kontakt mit dem flüssigen Silikonmaterial in der Gießform, das nach dem Aushärten eine feste Verbindung mit den Materiallagen und gegebenenfalls auch mit den Deckschichten einnimmt.

Weitere Vorteile und zweckmäßige Ausführungen sind den weiteren Ansprüchen, der Figurenbeschreibung und den Zeichnungen zu entnehmen. Es zeigen:

Fig. 1 einen Schnitt durch ein flexibles Abstandselement mit einem Abstandsgewirke zwischen einer oberen und einer unteren Deckschicht und einer an der Seite

angeordneten, das Abstandsgewirke abdeckenden

Silikonschicht,

Fig. 2 eine Fig. 1 entsprechende Darstellung, jedoch mit einer zusätzlichen Abdeckschicht, die auf die Außenseite der Silikonschicht aufgebracht ist,

Fig. 3 eine Gießform, in die flüssiges Silikonmaterial

eingebracht ist, wobei das Abstandsgewirke mit den Deckschichten mit einer Seite in die Gießform

eingebracht wird,

Fig. 4 in Schnittdarstellung eine weitere Ausführungsvariante, bei der eine Silikonschicht zwischen zwei benachbarten Abstandsgewirken liegt,

Fig. 5 in Draufsicht zwei Stofflage, die über eine

Silikonschicht miteinander verbunden sind.

In den Figuren sind gleiche Bauteile mit gleichen Bezugszeichen versehen .

In Fig. 1 ist ein Abstandselement 1 dargestellt, das flexibel ausgebildet und insbesondere elastisch verformbar ist und beispielsweise in Matten, Matratzen, Polstern, Bandagen oder Kleidungsstücken verwendet werden kann. Das Abstandselement 1 umfasst ein Abstandsgewirke 2, das zwischen einer oberen

Deckschicht 3 und einer unteren Deckschicht 4 liegt, wobei die Deckschichten 3 und 4 fest mit dem Abstandsgewirke 2 verbunden sind und parallel und auf Abstand zueinander verlaufen. Die Beaufschlagungsrichtung ist typischerweise senkrecht zur Ebene der Deckschichten 3 und 4, so dass bei einer Beaufschlagung beispielsweise von oben auf die obere Deckschicht 3 das

Abstandsgewirke 2 zusammengedrückt wird, das mit dem Wegfall der äußeren Kraft sich wieder elastisch ausdehnt und seine ursprüngliche Position einnimmt.

Das Abstandsgewirke 2 besteht aus einer Vielzahl einzelner Fäden 5, die beispielsweise als Polfäden ausgebildet sind und insbesondere aus einem Kunststoff wie beispielsweise Polyester oder Polyamid bestehen. Die Fäden 5 sind im Bereich der

Deckschichten 3 und 4 jeweils mit Schlaufen ausgebildet, um zu gewährleisten, dass kein Fadenende insbesondere beim

Zusammendrücken des Abstandselementes durch die obere oder die untere Deckschicht 3 bzw. 4 hindurchsticht. Das Abstandsgewirke 2 verleiht dem Abstandselement 1 eine verhältnismäßig hohe Elastizität, wobei einem Zusammendrücken eine hohe elastische Kraft entgegengerichtet ist.

An der Seite des Abstandselementes 1 befindet sich eine

Silikonschicht 6, die sich senkrecht zu den Deckschichten 3, 4 erstreckt und das Abstandsgewirke 2 seitlich abdeckt und die außerdem auch die Stirnkanten der Deckschichten 3 und 4 bedeckt. Die Silikonschicht 6 ist fest mit den Deckschichten 3 und 4 sowie gegebenenfalls auch mit einzelnen Fäden 5 des Abstandsgewirkes 2 verbunden. Die Silikonschicht 6 wird im flüssigen Zustand des Silikonmaterials auf die Seite des

Abstandsgewirkes 2 und der Deckschichten 3 und 4 aufgebracht, so dass nach dem Aushärten des Silikonmaterials die gewünschte feste Verbindung mit dem Abstandsgewirke 2 und den

Deckschichten 3, 4 hergestellt ist.

Aufgrund der Nachgiebigkeit kann die Silikonschicht 6 beim Zusammendrücken des Abstandselementes 1 ebenfalls eine

Verformung ausführen, so dass das elastische Verhalten des Abstandselementes 1 durch die Silikonschicht 6 nicht oder zumindest nicht wesentlich beeinflusst wird. Zugleich stellt die Silikonschicht 6 einen sicheren seitlichen Abschluss insbesondere für das Abstandsgewirke 2 dar, so dass verhindert wird, dass Fäden 5 des Abstandsgewirkes 2 über die Seite hinausragen. Die Fäden 5 können in die Silikonschicht 6 hineinragen, sie durchdringen jedoch nicht die Silikonschicht 6.

Die Deckschichten 3 und 4 bestehen beispielsweise aus einem Textilmaterial und sind somit als Textilschichten ausgebildet. Die Deckschichten 3 und 4 sind entweder durchgehend geschlossen ausgebildet oder mit diversen Ausnehmungen oder Öffnungen versehen, wodurch eine hohe Atmungsaktivität erreicht wird. Insbesondere in der Ausführung der Deckschichten 3, 4 als

Textilschichten wird mit dem Bedecken der Stirnkanten der Deckschichten durch das Material der Silikonschicht 6 ein

Ausfasern bzw. Ausfransen der Deckschichten 3, 4 verhindert.

Gegebenenfalls erstreckt sich das Silikonmaterial der

Silikonschicht 6 noch über die Stirnkanten der Deckschichten 3 und 4 hinaus bis zur Außenseite der Deckschichten 3, 4.

Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 ist ein weiteres

Abstandselement 1 dargestellt, das im Prinzip den gleichen Aufbau wie bei Fig. 1 aufweist, jedoch zusätzlich mit einer Abdeckschicht 7 auf der Außenseite der Silikonschicht 6 versehen ist. Bei der Abdeckschicht 7 handelt es sich beispielsweise um eine Textilfläche. Die Abdeckschicht 7 ist fest mit der Silikonschicht 6 verbunden, was insbesondere dadurch erreicht wird, dass die Abdeckschicht 7 im noch nicht ausgehärteten Zustand des Silikonmaterials auf die

Silikonschicht 6 aufgebracht wird. Nach dem Aushärten des Silikonmaterials ist die gewünschte feste Verbindung zwischen Silikonschicht 6 und Abdeckschicht 7 gegeben.

Alternativ zu einer durchgehenden Abdeckschicht 7 auf der

Außenseite der Silikonschicht 6 kann gegebenenfalls auch eine Beflockung vorgesehen sein. Hierbei wird Beflockungsmaterial, insbesondere in Form von Flockpartikeln, auf die Außenseite der Silikonschicht 6 aufgebracht, insbesondere im noch nicht ausgehärteten Zustand des Silikonmaterials.

In Fig. 3 ist eine Gießform 8 dargestellt, in die flüssiges Silikonmaterial 6 eingefüllt ist. Zum Herstellen der

Silikonschicht 6 an der Seite des Abstandsgewirkes 2 wird das Abstandselement 1 von oben wie in Pfeilrichtung angegeben mit der Seite des Abstandsgewirkes 2 voran in die Gießform 8 eingeführt, bis die Seite des Abstandsgewirkes 2 sowie die Stirnkanten der Deckschichten 3 und 4 in Berührung mit dem flüssigen Silikonmaterial 6 gelangen. Nach dem Aushärten des Silikonmaterials ist die gewünschte Silikonschicht 6 an der Seite von Abstandsgewirke 2 und den Stirnkanten der

Deckschichten 3 und 4 gebildet.

In Fig. 4 ist eine weitere Ausführungsvariante eines

Abstandselementes 1 dargestellt, das zwei separate

Abstandsgewirke 2 mit jeweils einer Deckschicht 3 und 4 aufweist, wobei die Abstandsgewirke 2 einschließlich ihrer Deckschichten 3 und 4 über eine zwischenliegende Silikonschicht 6 miteinander verbunden sind. Die Silikonschicht 6 trennt die Abstandsgewirke 2 sowie die zugehörigen Deckschichten 3 und 4 voneinander, sie sorgt zugleich für eine Verbindung zwischen den gegenüberliegenden Abstandsgewirken bzw. den Deckschichten. Dementsprechend befinden sich die zwei Abstandsgewirke 2 einschließlich ihrer jeweiligen Deckschichten 3, 4 auf

unterschiedlichen Seiten der Silikonschicht 6. Jedes

Abstandsgewirke 2 bildet eine Materiallage.

Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 liegen die Abstandsgewirke 2 mit ihren Deckschichten 3 und 4 parallel nebeneinander, derart, dass die Deckschichten 3 der beiden Abstandsgewirke in einer gemeinsamen Ebene liegen, ebenso die Deckschichten 4. Es sind aber auch Ausführungen möglich mit unterschiedlich

dimensionierten Abstandsgewirken und Deckschichten sowie

Ausführungen mit winkligen Anordnungen der Abstandsgewirke bzw. ihrer zugehörigen Deckschichten.

In Fig. 5 ist eine Materiallagen-Silikonschicht-Kombination 1 mit zwei nebeneinanderliegenden Stofflagen 9 dargestellt, die jeweils eine Materiallage bilden und über eine zwischenliegende Silikonschicht 6 miteinander verbunden sind. Die Stofflagen 9 können beispielsweise Bestandteil eines Bekleidungsstücks oder einer Bandage sein. Die Verbindung zwischen den beiden

Stofflagen 9 erfolgt ausschließlich über die Silikonschicht 6. Diese weist vorzugsweise eine höhere Elastizität auf als die beiden Stofflagen 9. Die Verbindung erfolgt in der Weise, dass das flüssige Silikonmaterial beispielsweise in eine Gießform eingebracht wird und das Silikon im flüssigen Zustand in die angrenzenden Randbereiche jeder Stoffläge 9 eindringt. Nach dem Aushärten ist das Silikon fest mit jeder Stofflage 9 verbunden und somit in der Lage, Kräfte zwischen den Stofflagen 9 zu übertragen, insbesondere Zugkräfte.