| JP08026183 | SAND PILE DRIVING BARGE |
| JP51135091 | SHIPS |
| JP2002018499 | DEWATERING TREATMENT BARGE FOR MUDDY WATER |
Arnold, Rolf (Am Wehr 9 Dresden, D-01257, DE)
| 1. | Schwimmfähiges textiles Flächengebilde mit eingearbeiteten, luftgefüllten Auftriebskörpern, dadurch gekennzeichnet, dass die Auftriebskörper als aus Luftpolsterfolie (5) bestehende Luftpolsterseile (3) ausgebildet sind, die von Bindungselementen (1), (2), (4) abgebunden sind. |
| 2. | Flächengebilde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftpolsterseile (3) mäanderförmig eingearbeitet sind. |
| 3. | Flächengebilde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftpolsterseile (3) in Längsrichtung gestreckt eingebunden sind. |
| 4. | Flächengebilde nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftpolsterseile (3) in einem Verbundstoff angeordnet sind. |
| 5. | Luftpolsterseil (3), insbesondere für ein Flächengebilde nach einem der Ansprüche 1 bis 4 gekennzeichnet durch eine strangartig geformte Luftpolsterfolie (5), welche mit textilen Fäden umgeben ist. |
| 6. | Luftpolsterseil (3) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die textilen Fäden in Form eines netzartigen Mantels (7) mit bevorzugt großen oder groben Maschen angeordnet sind. |
| 7. | Luftpolsterseil (3) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die textilen Fäden in Form eines bevorzugt engmaschigen Schlauchoder Hohlgeflecht ausgebildet ist. |
| 8. | Luftpolsterseil (3) nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftpolsterfolie (5) mit einer grobmaschigen Ummantelung aus Fäden (8), vorzugsweise straff, umhüllt ist. |
| 9. | Luftpolsterseil (3) nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftpolsterfolie (5) von einer UVSchutzfolie (6) umhüllt ist. |
Derartige Flächengebilde können bevorzugt als schwimmende textile Pflanzeninseln eingesetzt werden, wie diese in der DE 196 54 031 A1 beschrieben sind. Weitere Anwendungsgebiete ergeben sich als künstliche Inseln für Wasservögel, beispielsweise im Bereich von Baggerseen. Hierfür ist ein zumindest teilweises Belegen mit mineralischen Substraten vorgesehen.
Bekannte schwimmende textile Flächengebilde werden zum Beispiel aus beschichteten Zweiwandtextilien hergestellt, die mit Luft gefüllt sind. Derartige Strukturen sind sehr kostenaufwendig, da sie aus relativ feinen Geweben bestehen und zusätzlich beschichtet werden müssen.
Das Einarbeiten von mit Luft gefüllten Rohren beziehungsweise Schläuchen, wie es in der DE 196 54 031 A1 vorgeschlagen ist, erfordert einen hohen Konfektionsaufwand, da die Schnittenden der Hohlkörper geschlossen werden müssen. Außerdem besteht bei großflächigen Strukturen die Gefahr der Beschädigung der Rohre beziehungsweise Schläuche, wodurch Wasser eindringt und der Auftrieb sinkt.
Aus der EP 0 666 364 A2 ist ein Schwimmseil bekannt, dessen Kern aus geschäumten Kunststoffmaterial besteht und dessen Mantel durch textile Fäden gebildet ist, die in Form des Seilschlagens auf dem Kern angebracht sind. Dieses Schwimmseil weist eine hohe Steifigkeit, einen geringen Biegeradius sowie eine große Dicke auf und ist für eine kostengünstige Herstellung eines schwimmfähigen textilen Flächengebildes nicht geeignet.
Weiterhin offenbart die WO 97/09481 ein Schwimmseil, dessen Kern aus einem zentralen Nylonseil besteht, auf dem eine Vielzahl von Auftriebselementen, bestehend aus geschäumten Kunststoff und sogenannte Pufferelemente angeordnet sind. Die Außenhülle des Schwimmseils wird durch eine Schutzschicht aus Polyurethan gebildet.
Die DE 36 34 307 A1 offenbart ein textiles Flächengebilde, welches ein Grundgewirk aus Kettfäden enthält, die zu Maschenstäbchen geformt sind. Die Maschenstäbchen sind mittels SchuBfäden verbunden. Auf einer Seite des Grundgewirkes ist ein Musterfaden schußartig und mustergemäß gelegt. Mindestens abschnittsweise ist der Musterfaden mittels mindestens eines Maschenstäbchens aus einem Hilfskettfaden am Grundgewirk angebunden. Durch diesen Aufbau ergibt sich eine neue, vielgestaltige Mustermöglichkeit des textilen Flächengebildes.
Schwimmfähige Seile sind bereits in der DE-OS 17 60 535 beschrieben, welche einen zusätzlichen Kern aus parallelen Fäden erfordern, der zusammen mit schwimmfähigen Bestandteilen von einer relativ dichten Maschen-oder Gewebestruktur umhüllt wird. Die Herstellung kann deshalb nur mit einer relativ geringen Produktivität erfolgen. Ferner sind auch Schwimmseile bekannt, bei denen walzenförmige Schwimmkörper auf dem Seil aufgereiht sind.
Auch ist bereits aus der DD (WP) 11 64 79 ein seil-und strickartiges Erzeugnis bekannt, das vorzugsweise für das Bauwesen zum Verdichten von Fugen und für andere Einsatzgebiete, wie zum Beispiel Schwimmleinen eingesetzt wird. Das schwimmfähige Füllmaterial wird bei dieser Seilstruktur durch eine Maschenhülle aus Fäden umgeben.
Ein Seilereierzeugnis mit den eingangs genannten Merkmalen ist bereits aus der EP 0 666 364 A2 bekannt. Das Schwimmseil besteht aus zwei oder mehreren Strängen, wobei jeder der Stränge eine Kern-Mantel-Struktur aufweist. Dabei wird der Kern als Schwimmkörper durch geschäumtes Kunststoffmaterial oder durch gasgefüllte Kunststoffröhren gebildet, die ggf. über die Längserstreckung hin und wieder eine Einschnürung aufweisen. Dieser für den Auftrieb sorgende Kern wird mittels der Technik des Seilschlagens mit einer Vielzahl textiler Fäden dicht und einer erheblichen Dicke umwunden. Dieses bekannte Schwimmseil ist nur relativ aufwendig herstellbar, wobei darüber hinaus der Auftrieb durch die Vielzahl der den Auftriebskörper umschlingenden, nicht zum Auftrieb beitragenden textilen Fäden reduziert wird.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein schwimmendes textiles Flächengebilde zu schaffen, das einen hohen Auftrieb besitzt, unempfindlich gegenüber Beschädigungen ist, kostengünstig hergestellt werden.
Gelöst wird die Aufgabe im wesentlichen durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
Der wesentliche Vorteil des erfindungsgemäßen schwimmenden textilen Flächengebildes besteht darin, daB die als grobe Fäden verarbeiteten Seilereierzeugnisse aus Luftpolsterfolie einen sehr hohen Aufrieb sichern. Weiterhin ist nur ein geringer Konfektionsaufwand erforderlich, weil die Schnittenden der Luftpolsterfolie nicht verschlossen werden müssen. Bei einer lokalen Beschädigung der eingearbeiteten Luftpolsterseile ist infolge der zahlreichen Luftkammern nur mit einem relativ geringen Auftriebsverlust zu rechnen.
Darüber hinaus ist das erfindungsgemäße Flächengebilde wasserdurchlässig.
Nach einem eigenständigen Gedanken der Erfindung ist als Luftpolsterseil für ein erfindungsgemäßes Flächengebilde eine strangartig geformte Luftpolsterfolie vorgesehen, welche mit textilen Fäden umgeben ist, wodurch die Luftpolsterfolie gegen mechanische Einwirkungen geschützt ist. Die textilen Fäden können in Form eines netzartigen Mantels mit bevorzugt großen und groben Maschen angeordnet.
Es ist nach der Erfindung auch möglich, daß die textilen Fäden in Form eines bevorzugt engmaschigen Schlauch-oder Hohlgeflechts angeordnet sind. Durch diese Maßnahme wird die mechanische Stabilität weiter erhöht Für die Herstellung besonders kompakter Schwimmseile mit hohem elastischen Querschnittsstauchvermögen ist die strangförmige Luftpolsterfolie unmittelbar mit einer grobmaschigen Ummantelung aus Fäden umgeben, die eine radiale Schnürkraft auf die Luftpolsterfolie ausüben.
Um die Luftpolsterfolie gegen Stahlungseinwirkungen zu schützen, ist nach einem weiteren Gedanken der Erfindung die Luftpolsterfolie von einer UV-Schutzfolie umgeben.
Weitere Ziele, Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnungen.
Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger sinnvoller Kombination den Gegenstand der vorliegenden Erfindung, auch unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen oder deren Rückbeziehung.
Es zeigen : Figur 1 eine erste Ausführungsform eines schwimmfähigen textilen Flächengebildes und Figur 2 eine zweite Ausführungsform Figur 3 im Querschnitt eine erste Ausführungsform eines Luftpolsterseils nach der Erfindung für ein textiles Flächengebilde gemäß Figuren 1 und 2 Figur 4 den Querschnitt einer zweiten Ausführungsform eines Luftpolsterseils mit einer zusätzlich angeordneten W- Schutzfolie und Figur 5 eine dritte Ausführungsform eines Luftpolsterseils, bei dem der strangförmige Kern aus Luftpolsterfolie mit einer grobmaschigen Ummantelung aus Fäden umgeben ist.
In Figur 1 ist ein schwimmfähiges textiles Flächengebilde in Form eines Kettengewirkes mit mäanderförmig eingearbeitetem Luftpolsterseil 3 dargestellt.
Figur 2 zeigt eine völlige gestreckte Anordnung der Luftpolsterseile 3 in Längsrichtung des Flächengebildes. Durch das zusätzliche SchuBfadensystem 4 ist eine besonders hohe Flächendeckung und Querstabilität realisierbar. Die als DurchschuB eingearbeiteten Fäden 2,4 können auch Teilschüsse sein. Das schwimmende textile Flächengebilde kann auch als Netzstruktur ausgebildet sein. Hierzu ist der Abstand der Maschenstäbchen 1 sowie der Schußfäden 2,4 entsprechend zu vergröBern. Entsprechend der Erfindung kann die Luftpolsterfolie auch in einem Vliesstoffverband angeordnet sein.
Das in Figur 3 dargestellte schwimmfähige Luftpolsterseil 3 weist eine Kern-Mantel-Struktur von ca. 25 mm Durchmesser auf.
Im Kern ist eine strangartig geformte Luftpolsterfolie 5 angeordnet. Die Strangformung der Luftpolsterfolie 5 kann durch bekannte Falteinrichtungen und trichterförmige Führungsorgane aus einer flachen Folie direkt an einer Ummantelungsmaschine, wie zum Beispiel einer Kern-Mantel- Flechtmaschine, erfolgen und in das Zentrum des Flechtkopfes zugeführt werden.
Um das Kernmaterial vor mechanischen Schäden und UV- Einwirkungen zu schützen, sollte der Mantel aus Fäden relativ dicht beziehungsweise engmaschig sein.
Das in Figur 4 dargestellte schwimmfähige Luftpolsterseil ist für eine Weiterverarbeitung auf einer extrem groben Wirkmaschine bestimmt und besitzt einen netzartigen, bevorzugt grobmaschigen Mantel 7 aus Fäden.
Hierdurch ergeben sich niedrige Materialkosten im Gegensatz zu einem dichten beziehungsweise engmaschigen Mantel aus Fäden.
Die strangartig geformte Luftpolsterfolie 5 ist entsprechend Figuren 4 und 5 von einer UV-Schutzfolie 6 vollständig umhüllt. Hierfür kann eine kostengünstig herstellbare lichtundurchlässige W-stabile Flachfolie eingesetzt werden.
Die gesamte Seilherstellung kann auf einer mit Greifern arbeitenden Maschenbildungsmaschine besonders effizient erfolgen. Für die Herstellung kompakter Seile mit hohem elastischem Querschnittstauchvermögen besitzt die strangartig geformte Luftpolsterfolie 4 gemäß Figur 5 zusätzlich eine straffe, netzartige Ummantelung aus Fäden 8.
Next Patent: FABRIC PRODUCT FIXING DEVICE
