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Patent Searching and Data


Title:
FLOURING DEVICE FOR A DOUGH PROCESSING SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2015/113902
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a flouring device for a dough processing system (1), comprising a flour storage container (25) with a filling portion (37) for filling flour, comprising a dispensing portion (40) with at least one through-opening (41) which is used to dispense the flour from the flour storage container (25), and comprising a transporting device (26) for transporting the flour between the filling portion (37) and the dispensing portion (40). The transport of the flour through the at least one through-opening (41) can be deactivated at least in some regions, wherein a quantity of the flour dispensed through the respective through-opening (41) can be adjusted by converting the transport of the flour through the at least one through-opening (41) from an active state into the state in which the transport is deactivated at least in some regions.

Inventors:
LAZIS, Jan (Oetzer Weg 25, Bielefeld, 33605, DE)
Application Number:
EP2015/051336
Publication Date:
August 06, 2015
Filing Date:
January 23, 2015
Export Citation:
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Assignee:
WP KEMPER GMBH (Lange Strasse 8 - 10, Rietberg, 33397, DE)
International Classes:
A21C9/04
Foreign References:
DE2650290C21983-09-22
DE19510948A11996-09-26
US6152310A2000-11-28
US2390195A1945-12-04
DE2650290C21983-09-22
DE3844440C11990-03-29
EP1600058A22005-11-30
Attorney, Agent or Firm:
RAU, SCHNECK & HÜBNER PATENTANWÄLTE RECHTSANWÄLTE PARTGMBB (Königstrasse 2, Nürnberg, 90402, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Bemehlungsvorrichtung für eine Teigbearbeitungsanlage (1) mit

a) einem Mehlvorratsbehälter (25) mit

i) einem Befüllabschnitt (37) zur Mehleinfüllung und mit ii) einem Abgabeabschnitt (40) mit mindestens einer Durch- gangsöffnung (41), die zur Abgabe des Mehls aus dem Mehlvorratsbehälter (25) dient, und

b) einer Fördereinrichtung (26) zur Mehlförderung zwischen dem Be- füllabschnitt (37) und dem Abgabeabschnitt (40), wobei

c) eine Mehlförderung durch die mindestens eine Durchgangsöffnung

(41) zumindest bereichsweise deaktivierbar ist, wobei durch eine Überführung der Mehlförderung durch die mindestens eine Durch- gangsöffnung (41) von einem aktivierten Zustand in den zumindest bereichsweise deaktivierten Zustand eine Menge des durch die jeweilige Durchgangsöffnung (41) abgegebenen Mehls einstellbar ist.

2. Bemehlungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Überführung der Mehlförderung in den deaktivierten Zustand die mindestens eine Durchgangsöffnung (41) zumindest bereichsweise verschließbar ist.

3. Bemehlungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn- zeichnet, dass in den Mehlvorratsbehälter (25) ein Sieb-Einsatz (94) einsetzbar ist, der zum Sieben des Mehls vor Abgabe durch die mindestens eine Durchgangsöffnung (41) dient.

4. Bemehlungsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Sieb-Einsatz (94) mit mindestens einem Sperr-Mittel (95) lösbar verbindbar ist, welches bereichsweise einen Durchtritt von Mehl durch den Sieb-Einsatz (94) verhindert.

5. Bemehlungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Sperr-Mittel (95) im Bereich der mindestens einen Durchgangsöffnung (41) mit dem Sieb-Einsatz (94) verbindbar ist, wodurch die Mehlförderung durch die mindestens eine Durchgangsöffnung (41) zumindest bereichsweise deaktiviert wird.

6. Bemehlungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Sieb-Einsatz (94) mindestens einen Sieb- Bereich zum Durchtritt von Mehl und mindestens einen Sperr-Bereich zum Blockieren von Mehl aufweist, wobei sich eine Größe des Sperr- Bereichs nach einer zur zu erzielenden Mehlförderung durch die Durchgangsöffnungen (41) orientiert.

7. Bemehlungsvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördereinrichtung (26) mindestens eine Bürste (50) aufweist, mittels der Mehl durch die mindestens eine Durchgangsöffnung (41) förderbar ist.

8. Bemehlungsvorrichtung nach Anspruch 3 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Bürste (50) mit dem Sieb-Einsatz (94) im Bereich der mindestens einen Durchgangsöffnung (41) kämmt.

9. Bemehlungsvorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Bürste (50) entlang einer Bürstendrehachse (65) mehrere Bürstenmodule (71) aufweist, wobei jeweils ein Bürstenmodul (71) einer Durchgangsöffnung (41) zugeordnet ist.

10. Bemehlungsvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Bürstenmodule (71) unabhängig voneinander ansteuerbar sind, wodurch die Mehlförderung durch die jeweils zugeordnete Durchgangsöffnung (41) zumindest bereichsweise aktivierbar und deaktivierbar ist. 1 1. Bemehlungsvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördereinrichtung (26) mindestens eine Förderschnecke (48, 49) aufweist.

12. Bemehlungsvorrichtung nach Anspruch 1 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Förderschnecken (48, 49) in einer Förderrichtung (52) nebeneinander angeordnet sind.

13. Bemehlungssystem mit

a) mehreren Bemehlungsvorrichtungen (24) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, und

b) einem zentralen Teig- Vorratsbehälter, der über Förderverbindungen mit den Bemehlungsvorrichtungen (24) in Förderverbindung steht.

14. Teigbearbeitungsanlage mit mindestens einer Bemehlungsvorrichtung (24) nach einem der Ansprüche 1 bis 12.

15. Teigbearbeitungsanlage mit einem Bemehlungssystem nach Anspruch

13.

Description:
Bemehlungsvorrichtung für eine Teigbearbeitungsanlage

Der Inhalt der deutschen Patentanmeldung 10 2014 201 525.1 wird durch Bezugnahme hierin aufgenommen.

Die Erfindung betrifft eine Bemehlungsvorrichtung für eine Teigbearbeitungsanlage sowie ein Bemehlungssystem mit mindestens einer derartigen Bemehlungsvorrichtung. Ferner betrifft die Erfindung eine Teigbearbeitungsanlage mit mindestens einer derartigen Bemehlungsvorrichtung bzw. mit einem derartigen Bemehlungssystem.

Bemehlungssysteme für Teigbearbeitungsanlagen sind aus dem Stand der Technik bekannt. Bekannte Teigbearbeitungsanlagen weisen an verschiedenen Stellen eines Förderweges eines zu bearbeitenden Teiges Bemeh- lungsvorrichtungen auf. Bekannte Bemehlungsvorrichtungen dienen zum Bestreuen des zu bearbeitenden Teiges oder zum Benetzen der Teigbearbeitungswerkzeuge mit Mehl. Bei bekannten Bemehlungsvorrichtungen stellt sich das Problem, einer kontinuierlichen Bestreuung des in einer Förderrichtung geförderten Teigs über eine gesamte Förderbreite des Teiges. Häufig stellt sich insbesondere das Problem, dass ein selektives Bemehlen einzelner Teigstränge, Teigbahnen oder Bereichen eines Teigbandes nicht möglich ist.

Die DE 26 50 290 C2 offenbart eine Bemehlungseinrichtung einer Teigbe- arbeitungsmaschine. Die DE 38 44 440 Cl offenbart ein Verfahren zum Aufarbeiten von Restteig zu Neuteig sowie eine Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens. Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Bemehlungsvorrich- tung für eine Teigbearbeitungsanlage zu schaffen, mit welcher der durch die Teigbearbeitungsanlage beförderte Teig kontinuierlich und gleichmäßig über die gesamte Förderbreite mit Mehl bestreubar ist, wobei einzelne Teiglinge, Teigstränge oder Bereiche einer Teigbahn selektiv mit Mehl bestreubar sein sollen.

Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst durch eine Bemehlungsvorrich- tung mit den in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen.

Eine Bemehlungsvorrichtung für eine Teigbearbeitungsanlage nach Anspruch 1 umfasst einen Mehlvorratsbehälter mit einem Befüllabschnitt zur Mehleinfüllung und einem Abgabeabschnitt mit mindestens einer Durch- gangsöffnung, die zur Abgabe des Mehls aus dem Mehlvorratsbehälter dient. Ferner umfasst die Bemehlungsvorrichtung eine Fördereinrichtung zur Mehlförderung zwischen dem Befüllabschnitt und dem Abgabeabschnitt. Erfindungsgemäß wurde erkannt, dass die Bemehlungsvorrichtung dann eine selektive Bemehlung von Teigsträngen oder Bereichen einer Teigbahn ermöglicht, wenn eine Mehlförderung durch die mindestens eine Durchgangsöffnung zumindest bereichsweise deaktivierbar ist. Durch eine Überführung der Mehlförderung durch die mindestens eine Durchgangsöffnung von einem aktivierten Zustand in den zumindest bereichsweise deaktivierten Zustand ist eine Menge des durch die jeweilige Durchgangsöffnung abgegebenen Mehls einstellbar. Die Mehlförderung durch die mindestens eine Durchgangsöffnung ist vorzugsweise vollständig deaktivierbar, so dass keinerlei Mehl mehr durch die betreffende Durchgangsöff- nung förderbar ist. Es ist alternativ auch möglich, die Mehlförderung durch die mindestens eine Durchgangsöffnung derart bereichsweise zu deaktivieren, dass durch die betreffende Durchgangsöffnung eine reduzierte Menge an Mehl förderbar ist. Auf diese Weise können gezielt bestimmte Teiglin- ge, Teigstränge oder Bereiche einer Teigbahn mit einstellbaren Mehlmenge bemehlt werden. Die Bemehlungsvorrichtung ist vorzugsweise über einem durch die Teigbearbeitungsanlage beförderten Teig angeordnet. Bei dem Teig handelt es sich beispielsweise um eine Teigbahn bzw. Teigband, mehrere Teigstränge oder auch mehrere nebeneinander aufgereihte Teiglinge. Der Befüllabschnitt umfasst vorteilhafterweise einen Befüllstutzen. Die mindestens eine Durchgangsöffnung zur Abgabe des Mehls aus dem Mehlvorratsbehälters zeigt dabei nach unten in Richtung des Teiges. Der Mehl- vorratsb ehälter weist eine Längserstreckung quer zur Förderrichtung des Teiges auf. Der Abgabeabschnitt des Mehlvorratsbehälters erstreckt sich vorzugsweise über die gesamte Breite des Teiges quer zur Förderrichtung. Der Befüllabschnitt kann so ausgeführt sein, dass er sich nicht über die gesamte Breite des Teiges quer zur Förderrichtung erstreckt. Der Befüllab- schnitt kann außermittig angeordnet also von einer Seite der Teigbearbeitungsanlage her einfach zugänglich sein. Die Mehlförderung durch die Bemehlungsvorrichtung kann sicherstellen, dass trotz einer sich nicht über die gesamte Breite des Teiges quer zur Förderrichtung erstreckenden und insbesondere außermittig angeordneten Befüllung eine gewünscht gleich- mäßige Abgabe des Mehls auf den Teig über dessen gesamte Breite gewährleistet ist. Das Mehl ist quer zur Förderrichtung des Teiges durch den Abgabeabschnitt abgebbar, wobei die Fördereinrichtung dafür sorgt, dass das Mehl kontinuierlich durch die Durchgangsöffnung abgebbar ist. Vorzugsweise steht die Fördereinrichtung mit einem Antriebsmotor in An- triebsverbindung. Der Antriebsmotor weist eine Antriebswelle auf, die über eine lösbare Kupplung mit einer Abtriebswelle verbunden sein kann, die ihrerseits mit der Fördereinrichtung in Antriebsverbindung steht. Durch die lösbare Gestaltung der Kupplung ist die Bemehlungsvorrichtung zu Reini- gungs- oder Wartungszwecken von dem Antriebsmotor lösbar, was die einigung bzw. Wartung wesentlich erleichtert. Es ist von Vorteil, wenn der Mehlvorratsbehälter abnehmbar ausgebildet ist. Zu diesem Zweck ist die Kupplung zwischen Antriebs- und Abtriebswelle zu lösen. Zusätzlich ist auch die Fördereinrichtung vorzugsweise lösbar in dem Mehlvorratsbe- hälter angeordnet. Hierzu ist die Fördereinrichtung vorzugsweise herausnehmbar in einem Gehäuse des Mehlvorratsbehälters angeordnet. Durch eine derartige Gestaltung wird die Reinigung und/oder Wartung weiter verbessert. Es ist von Vorteil, wenn eine Steuereinrichtung zur Ansteuerung des Antriebsmotors derart vorgesehen ist, dass nach gegebenen Zeit- Intervallen eine Umkehr der Förderrichtung durch die Fördereinrichtung herbeigeführt wird. Die Umkehr der Förderrichtung ermöglicht es, insbesondere dann, wenn die Fördereinrichtung mindestens eine Bürste aufweist, die Standzeit der Fördereinrichtung zu erhöhen. Zur Umkehr der Förderrichtung ist vorzugsweise der Drehsinn mindestens einer Förderschnecke, vorzugsweise aller Förderschnecken, zu ändern. Es ist ferner von Vorteil, wenn die Steuereinrichtung zur Ansteuerung des Antriebsmotors derart ausgebildet ist, dass der Betrieb der Förderschnecken und/oder der Bürste, mittels der Mehl durch die mindestens eine Durch- gangsöffnung förderbar ist, kontinuierlich oder getaktet erfolgt. In Abhängigkeit eines getakteten oder kontinuierlichen Betriebs ist ein entsprechendes Streubild der Bemehlung einstellbar. Ein einwandfreier Betrieb der Bemehlungsvorrichtung ist unabhängig von einer möglichen Schiefläge des Mehlvorratsbehälters erreichbar. Vorzugsweise erstrecken sich mehrere Durchgangsöffnungen über die gesamte Förderbreite des Teiges quer zur Förderrichtung. Durch die erfindungsgemäße Gestaltung kann beispielsweise lediglich eine Mehlförderung durch im Abgabeabschnitt in Förderrichtung lateral außenliegende Durchgangsöffnungen deaktiviert werden, wodurch lateral außenliegende Bereiche des Teiges entlang der Förderrich- tung nicht bestreut werden. Alternativ ist es auch möglich, durch Deaktivieren der Mehlförderung durch innenliegende Durchgangsöffnungen einen Zentralbereich eines durch die Teigbearbeitungsanlage beförderten Teiges frei von Mehl zu halten. Der durch die Teigbearbeitungsanlage be- förderte Teig kann über dessen gesamte Förderbreite kontinuierlich mit Mehl bestreut werden, wobei alternativ oder zusätzlich eine selektive Be- mehlung von ausgewählten Teigsträngen, Teiglingen oder Bereichen eines Teigbandes ermöglicht ist. Bei der Bemehlungsvorrichtung handelt es sich in Bezug auf die Mehlförderung zwischen dem Befüllabschnitt und dem Abgabeabschnitt um ein in sich geschlossenes System zur Mehlförderung. Dies ermöglicht eine hygienische Ausführung der Bemehlungsvorrichtung. Die Bemehlungsvorrichtung kann insbesondere so ausgeführt sein, dass zum Befüllen des Mehl- vorratsbehälters dieser nicht geöffnet also von außen her zugänglich wird. Hierbei können Techniken zum Einsatz kommen, die beispielsweise beim Befüllen von Druckern mit Toner bekannt sind.

Mit der Bemehlungsvorrichtung können gezielt bestimmte Teiglinge, Teig- stränge oder Bereiche einer Teigbahn mit einstellbarer Mehlmenge quer zu einer Teig-Förderrichtung bemehlt werden.

Über die Bemehlungsvorrichtung kann eine direkte Bemehlung des Teigs realisiert sein, bei der Mehl den Teig nach Durchtritt durch die mindestens eine Durchgangsöffnung direkt und ohne Zwischenkontakt mit einer Übergabeeinrichtung, bestreut. Das Mehl kann durch die mindestens eine Durchgangsöffnung auf einen horizontal geförderten Teig abgegeben werden. Eine selektive, insbesondere intermittierende, Bemehlung, von Teig, also von Teiglingen, Teigsträngen oder Bereichen eines Teigbandes, der unter der Bemehlungsvorrichtung hindurch gefördert wird, ist möglich. Die Mehlförderung kann hierzu in vorgegebenen Zeitabschnitten durch die mindestens eine Durchgangsöffnung über eine entsprechende Zeitsteuerung aktiviert werden.

Mehrere Durchgangsöffnungen können sich über eine gesamte Förderbreite des Teigs quer zur Teig-Förderrichtung erstrecken.

Eine Bemehlungsvorrichtung nach Anspruch 2 schafft eine konstruktiv besonders einfache Möglichkeit, die Mehlförderung durch die mindestens eine Durchgangsöffnung zu deaktivieren. Ein derartiges Verschließen ist durch geeignete Verschluss-Mittel, wie Klappen, Deckel oder dergleichen umsetzbar. Eine Bemehlungsvorrichtung nach Anspruch 3 vermeidet gegebenenfalls vorhandene Mehlklumpen durch den Sieb-Einsatz. Durch das Sieben ist ferner eine Auflockerung des Mehls erreichbar. Der Sieb-Einsatz ist vorzugsweise an die Abmessungen des Mehlvorratsbehälters angepasst und lässt sich auf einfache Art und Weise in diesen einsetzen. Der Sieb-Einsatz ist vorteilhafterweise mit dem Mehlvorratsbehälter mittels geeigneter Befestigungsmittel, wie beispielsweise Schrauben, verbindbar. Vorzugsweise sind mehrere Sieb-Einsätze vorgesehen, die wahlweise in den Mehlvorratsbehälter einsetzbar sind. Welcher Sieb-Einsatz verwendet wird, beurteilt sich nach der jeweils gewünschten Bemehlung, bzw. danach, welche Mehl- förderung durch welche Durchgangsöffnung zu Deaktivieren ist.

Eine Bemehlungsvorrichtung nach Anspruch 4 schafft die Möglichkeit eines konstruktiv einfachen und reversiblen Deaktivierens der Mehlförderung durch die mindestens eine Durchgangsöffnung. Das Sperr-Mittel ist mit dem Sieb-Einsatz vorzugsweise über eine Rast- oder Klemmverbindung lösbar verbunden. Bei den Sperr-Mitteln handelt es sich vorzugsweise um Kunststoffplättchen. Eine Bemehlungsvorrichtung nach Anspruch 5 gewährleistet durch eine gezielte Anordnung des Sperr-Mittels auf dem Sieb-Einsatz unmittelbar die Mehlförderung durch die mindestens eine Durchgangsöffnung.

Eine Bemehlungsvorrichtung nach Anspruch 6 führt zur Möglichkeit einer gezielten selektiven Bemehlung von Teigsträngen oder Bereichen einer

Teigbahn. Ein Sperr-Bereich ist durch Anordnung der Sperr-Mittel auf dem Sieb-Einsatz gebildet. Die Anordnung und Orientierung des Sperr-Bereichs auf dem Sieb-Einsatz in Bezug zu den Durchgangsöffnungen hat unmittelbaren Einfluss auf die Mehlförderung durch die mindestens eine Durch- gangsöffnung.

Eine Bemehlungsvorrichtung nach Anspruch 7 gewährleistet einen vollumfänglichen Austrag des Mehls aus dem Mehlvorratsbehälter durch die mindestens eine Durchgangsöffnung mittels der Bürste. Die Bürste kann so- wohl mit dem Sieb-Einsatz als auch mit einer Innenwand des Mehlvorratsbehälters im Bereich der Durchgangsöffnung kämmen. Die Bürste kann in jeweils der jeweiligen Durchgangsöffnung zugeordnete Bürstenabschnitte oder Bürstenmodule unterteilt oder auch als durchgehende Bürste ausgeführt sein.

Eine Bemehlungsvorrichtung nach Anspruch 8 gewährleistet, dass Mehl, welches an dem Sieb-Einsatz haftet, von dem Siebeinsatz lösbar und durch die Durchgangsöffnung nach außen abgebbar ist. Dadurch wird ermöglicht, alles in dem Mehlvorratsbehälter befindliche Mehl mittels der mindestens einen Durchgangsöffnung nach Außen abzugeben.

Eine Bemehlungsvorrichtung nach Anspruch 9 führt zu einem gezielten Deaktivieren der Mehlförderung durch die mindestens eine Durchgangsöffnung. Ein Deaktivieren der Mehlförderung durch die Durchgangsöffnungen mittels Ansteuerung der Bürstenmodule kann ergänzend oder alternativ zum Deaktivieren mittels Vorsehen von Sperr-Mitteln erfolgen. Die Bürstenmodule weisen jeweils axial in Bezug zu einer Bürstendrehachse vorzugsweise einen Zwischenbereich zueinander auf, in dem eine Bürstenwelle nicht mit einem Bürstenbesatz versehen ist. Der Bürstenbesatz jedes Bürstenmoduls kämmt während einer Rotationsbewegung der Bürste um die Bürstendrehachse vorteilhafterweise mit dem Sieb-Einsatz im Bereich der mindestens einen Durchgangsöffnung. Eine Anzahl der Durch- gangsöffnungen entspricht vorzugsweise einer Anzahl der Bürstenmodule, wobei eine Längserstreckung der Durchgangsöffnungen einer Längstreckung der Bürstenmodule entlang der Bürstendrehachse entspricht.

Eine Bemehlungsvorrichtung nach Anspruch 10 ermöglicht ein gezieltes und unabhängiges Deaktivieren der jeweiligen Mehlförderung durch die Durchgangsöffnungen. Das Ansteuern der Bürstenmodule ist flexibel an die jeweilige Bemehlungs-Anforderung anpassbar. Das Ansteuern bzw. Abschalten einzelner Bürstenmodule kann beispielsweise durch eine Abkopplung des jeweiligen Bürstenmoduls von der Bürstenwelle erfolgen. Beispielsweise ist eine Freilauf-Mechanik verwendbar. Es könnte auch ein System verwendet werden, in welchem mehrere Bürstenwellen entlang der Bürstendrehachse ineinander angeordnet sind, wobei die einzelnen Bürstenwellen jeweils einem Bürstenmodul zugeordnet sind und die Bürstenwellen jeweils individuell ansteuerbar sind. Durch eine Bemehlungsvorrichtung nach Anspruch 1 1 ist das Mehl besonders einfach und wirkungsvoll von dem Befüllabschnitt zu dem Abgabeabschnitt kontinuierlich beförderbar.

Eine Bemehlungsvorrichtung nach Anspruch 12 führt zu einer wirkungsvollen Verbesserung der Förderleistung der Bemehlungsvorrichtung. Vorzugsweise ist mindestens eine der Förderschnecken als Förderbürste ausgebildet. Diese ist dabei derart gestaltet, dass ein Schneckengewinde als um eine Schneckenwelle umlaufende Schneckenbürse ausgebildet ist. Dies ermöglicht eine verbesserte Mehlmitnahme durch die Förderschnecken mittels der Bürsten. Vorzugsweise kämmt die mindestens eine als Förderbürste ausgebildet Förderschnecke mit der Innenwand des Mehlvorratsbehälters, so dass auch Mehl gelöst wird, welches an der Innenwand im Be- reich der Förderschnecken haftet. Vorzugsweise ist jede Förderschnecke als Förderbürste ausgebildet.

Die Förderschnecken können oberhalb der Bürste und beabstandet von dieser angeordnet sein. Dies schafft die Möglichkeit, dass sich zwischen den Förderschnecken und der Bürste definiert eine Mehlschicht ausbildet, die als Puffer-Reservoir für die Mehlförderung genutzt werden kann. Ein derartiges Puffer-Reservoir im Förderweg der Mehlförderung zwischen dem Befüllabschnitt und dem Abgabeabschnitt stellt einen eigenständigen Aspekt der Bemehlungsvorrichtung dar, der unabhängig von den anderen, hier beschriebenen Aspekten schützbar sein soll. Ein derartiges Puffer- Reservoir, das auch als Sicherheitsdepot bezeichnet ist, soll also auch unabhängig von den anderen Aspekten und insbesondere unabhängig von einer zumindest bereichsweisen Deaktivierung der Mehlförderung, Gegenstand der Anmeldung sein. Bei einer Ausgestaltung mit einem derarti- gen Puffer-Reservoir kann das Mehl beispielsweise diskontinuierlich beim Befüllen zugegeben werden und dennoch kontinuierlich durch den Abgabeabschnitt abgegeben werden. Ein derartiges Puffer-Reservoir kann an beliebiger Stelle im Förderweg der Förderung zwischen dem Befüllab- schnitt und dem Abgabeabschnitt angeordnet sein. Ein derartiges Puffer- Reservoir bzw. Sicherheitsdepot schafft die Möglichkeit, eine Mehlzuführung einerseits und eine Mehlabgabe, also ein Mehlstreuen durch den Abgabeschnitt, andererseits unabhängig voneinander und separat zu steuern. Alternativ zu einer beabstandeten Ausführung der Förderschnecken oberhalb der Bürste kämmt mindestens eine der Förderschnecken auch mit der Bürste, durch welche Mehl durch die mindestens eine Durchgangsöffnung beförderbar ist. Zwischen den beiden Förderschnecken kann eine Trennwand, insbesondere ausgeführt als Trennblech, angeordnet sein. Hierdurch kann ein direkter Mehldurchtritt vom Förderbereich einer der Förderschnecken hin zur anderen Förderschnecke zumindest abschnittsweise unterbunden werden. Ein solches Trennblech sorgt für einen reproduzierbaren Mehl-Förderweg. Es kann eine Mehl-Zwangsführung gewährleistet werden. Insbesondere kann ein gerichteter Mehlfluss gewährleistet werden. Es kann eine Kreislauf-Mehlförderung innerhalb des Mehlvorratsbehälters vorgegeben sein.

Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Bemehlungs- system zu schaffen, dass eine verbesserte Bemehlung innerhalb einer Teig- bearbeitungsanlage ermöglicht.

Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst durch ein Bemehlungssystem mit den in Anspruch 13 angegebenen Merkmalen. Ein derartiges Bemehlungssystem umfasst mehrere erfindungsgemäße Be- mehlungsvorrichtungen und einen zentralen Mehl- Vorratsbehälter, der über Förderverbindungen mit den Bemehlungsvorrichtungen in Förderverbindung steht. Durch diese Anordnung wird das Versorgen mehrerer Bemeh- lungsvorrichtungen über ein zentrales Bemehlungssystem ermöglicht. Dies ist sehr viel zeitsparender als ein separates Befüllen verschiedener Bemehlungsvorrichtungen mit Mehl. Die Bemehlungsvorrichtungen können an verschiedenen Stellen der Teigbearbeitungsanlage vorgesehen sein. Die einzelnen Bemehlungsvorrichtungen sind vorzugsweise unabhängig von- einander ansteuerbar.

Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Teigbearbeitungsanlage mit einer verbesserten Bemehlung zu schaffen. Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst durch eine Teigbearbeitungsanlage gemäß Anspruch 14 und eine Teigbearbeitungsanlage gemäß Anspruch 15.

Die Teigbearbeitungsanlage gemäß Anspruch 14 weist eine erfmdungsge- mäße Bemehlungsvorrichtung auf. Die Teigbearbeitungsanlage nach Anspruch 15 ist mit einem erfindungsgemäßen Bemehlungssystem versehen. Die Vorteile derartiger Teigbearbeitungsanlagen entsprechen denen der erfindungsgemäßen Bemehlungsvorrichtung und denen des erfindungsgemäßen Bemehlungssystems.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigen: eine Teigbearbeitungsanlage in einer Seitenansicht, wobei zum Teil interne Details lediglich schematisch dargestellt sind; Fig. 2 eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Be- mehlungsvorrichtung;

Fig. 3 eine um 180° gedrehte Ansicht der Bemehlungsvorrichtung gemäß Fig. 2;

Fig. 4 eine Teilschnitt-Darstellung einer leicht abgewandelten Bemehlungsvorrichtung gemäß Fig. 2 aus Blickrichtung Γν 7 in Fig. 3; Fig. 5 eine Ansicht der Bemehlungsvorrichtung gemäß den Fig. 2 bis Fig. 4 in einer Bemehlungsposition in einer Ansicht von oben; eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Bemehlungsvorrichtung von unten, wobei eine Fördereinrichtung aus der Bemehlungsvorrichtung herausgenommen ist; und

Fig. 7 eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Bemehlungsvorrichtung gemäß Fig. 6 von oben.

Der schematische Aufbau einer in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform einer Teigbearbeitungsanlage 1 ist aus der EP 1 600 058 A2 bekannt. Die Teigbearbeitungsanlage 1 umfasst eine Kneteinrichtung 2 zum Kneten von Teig. Die Kneteinrichtung 2 weist einen anheb- und schwenkbaren Trog 3 auf, der in Fig. 1 sowohl in einer Knet- als auch in einer angehobenen und verschwenkten Abgabestellung dargestellt ist. In der Abgabestellung des Trogs 3 befindet sich unter diesem ein Zuführtrichter 4 einer Portionier- und Rundwirkeinrichtung 5. Die Portionier- und Rundwirkeinrichtung 5 umfasst eine Rundwirkstation 6. Diese ist durch ein mehrstrahliges Übergabeförderband 7 mit einer modular aufgebauten Gär- und Formvorrichtung 8 verbunden. Mit dem Abgabeende des Übergabeförderbandes 7 in Förderrichtung 9 steht eine Gehänge-Fördereinrichtung 10. Die Gehänge- Fördereinrichtung 10 umfasst eine Mehrzahl von nicht dargestellten Ge- hängen zur Aufnahme von Teig, insbesondere Teiglingen. Die Gehänge sind mit einer Förderkette 1 1 verbunden, die über eine Mehrzahl von Umlenkrollen 12 endlos umlaufend geführt ist. Beim Fördern läuft die Förderkette 1 1 in Teilmodulen 13, 14, 15 im Wesentlichen im Uhrzeigersinn um. In dem Teilmodul 15 ist eine Formeinrichtung 16 vorgesehen. Das Teilmodul 15 bildet in der gezeigten Ausführungsvariante der Teigbearbeitungsanlage 1 einen Bestandteil einer Bestreuungs- und Nachgäreinrichtung 17. Die Teiglinge werden entlang der Förderrichtung 9 mittels eines Förderbandabschnitts 18 transportiert, welches vorzugsweise mehrspurig ausge- bildet ist. Entlang des Förderbandabschnitts 18 passieren die Teiglinge in der gezeigten Ausführungsvariante der Teigbearbeitungsanlage 1 in Förderrichtung 9 zunächst eine Druckstation 19, eine Zentrierstation 20, eine Verdrängungs Station 21 und eine Stanzstation 22. Je nach der Art der durch die Teigbearbeitungsanlage 1 geförderten Teiglinge kann eine oder mehre - re der genannten Stationen 19, 20, 21 , 22 weggelassen oder durch eine vergleichbare Station ersetzt werden. In dem gezeigten Beispiel der Teigbearbeitungsanlage 1 gelangen die Teiglinge nach dem Förderbandabschnitt 18 auf einen weiteren Förderbandabschnitt 23. Während der Förderung auf dem Förderbandabschnitt 23 in Förderrichtung 9 passieren die Teiglinge eine erfindungsgemäße Bemehlungsvorrichtung 24, durch welche die Teiglinge selektiv mit Mehl bestreubar sind. Die Bemehlungsvorrichtung 24 kann alternativ auch in Förderrichtung 9 vor den verschiedenen Bearbeitungsstationen 19, 20, 21, 22 der Bestreuungs- und Nachgäreinrichtung 17 angeordnet sein. Es ist auch vorstellbar, die Bemehlungsvorrichtung 24 in einem Bereich zwischen Übergabeförderband 7 und Gehänge-Fördereinrichtung 10 anzuordnen. Weiterhin ist auch vorstellbar, eine Bemehlungsvorrichtung 24 in Förderrichtung 9 nach dem Verlassen der Gär- und Formvorrichtung 8 vorzusehen. Die Anordnung der Bemehlungsvorrichtung 24 in der Formeinrichtung 16 ist folglich nur als exemplarisch zu betrachten.

Die erfindungsgemäße Bemehlungsvorrichtung 24 ist im Detail in den Fig. 2 bis Fig. 7 dargestellt. Die Bemehlungsvorrichtung 24 umfasst einen

Mehlvorratsbehälter 25, eine Fördereinrichtung 26 und einen Antriebsmotor 27, der mit der Fördereinrichtung 26 in Antriebsverbindung steht.

Der Mehlvorratsbehälter 25 weist ein Gehäuse 28 auf. Zur besseren Er- kennbarkeit innerer Bauteile ist das Gehäuse 28 in Fig. 2 lediglich durch Strichpunktlinien angedeutet. Das Gehäuse 28 ist gemäß dem gezeigten Ausführungsbeispiel im Querschnitt betrachtet vorzugsweise U-förmig ausgebildet und weist eine Längserstreckung entlang einer Gehäuse- Mittelachse 29 auf. Vorteilhafterweise ist das Gehäuse 28 transparent aus- gebildet, insbesondere aus einem transparenten Kunststoff. Dadurch ist ein Bemehlungsvorgang von außen durch einen Benutzer besonders einfach überwachbar. Mit dem Gehäuses 28 verbunden ist eine lösbare Abdeckung 30, welche sich entlang der Gehäuse-Mittelachse 29 zwischen zwei lateralen Außenwänden 31, 32 des Gehäuses 28 erstreckt und dieses nach oben hin abschließt. Die Abdeckung 30 ist in der in Fig. 5 gezeigten Bemehlungsposi- tion der Bemehlungsvorrichtung 24 von dem Förderbandabschnitt 23 abgewandt und vorzugsweise ebenfalls transparent ausgebildet.

Die Gehäuse-Mittelachse 29 erstreckt sich in der in Fig. 5 gezeigten Be- mehlungsposition vorzugsweise senkrecht zu der Förderrichtung 9. Die lateralen Außenwände 31, 32 des Gehäuses 28 erstrecken sich jeweils in einer Ebene parallel zur Förderrichtung 9.

Das Gehäuse 28 ist, wie bereits beschrieben, zwischen den lateralen Außenwänden 31 , 32 im Querschnitt betrachtet U-förmig ausgebildet, wobei das Gehäuse 28 einen einen ersten U-Schenkel bildenden ersten Außenwand-Abschnitt 34 und einen einen zweiten U-Schenkel bildenden zweiten Außenwand- Abschnitt 35 umfasst. Die beiden Außenwand- Abschnitte 34, 35 sind mittels eines wannenförmigen Bodenwand-Abschnittes 36 einstückig verbunden. Der Bodenwand- Abschnitt 36 bildet den Bügel- Abschnitt des U-Profils des Gehäuses 28.

Der Bodenwand- Abschnitt 36 ist in der Bemehlungsposition der Bemehlungsvorrichtung 24 benachbart zu dem zu bemehlenden Teig angeordnet, der auf dem Förderbandabschnitt 23 in Förderrichtung 9 förderbar ist. Der zu bemehlende Teig ist in den Fig. 1 und Fig. 7 nicht dargestellt. Bei dem Teig kann es sich um Teigstränge, eine durchgehende Teigbahn oder um mehrere Teiglinge, beispielsweise inggebäcke oder Ähnliches, handeln. Der Teig ist in Förderrichtung 9 auf parallel zueinander geführten Einzel- Förderbändern 23a des Förderbandabschnitts 23 förderbar. In der Abdeckung 30 des Gehäuses 28 des Mehlvorratsbehälters 25 ist benachbart zur ersten lateralen Außenwand 31 ein Befüllabschnitt 37 mit einem Befüllstutzen 38 zu einer Mehleinfüllung vorgesehen. Der Befüllstut- zen 38 gibt eine Befüllöffnung 39 vor.

Der Mehlvorratsbehälter 25 weist ferner einen Abgabeabschnitt 40 auf, der sich vorzugsweise in dem Bodenwand- Abschnitt 36 zwischen dem Befüllabschnitt 37 und der zweiten lateralen Außenwand 32 erstreckt. In dem Abgabeabschnitt 40 sind mehrere Durchgangsöffnungen 41 zur Abgabe des Mehls aus dem Mehlvorratsbehälter 25 vorgesehen. Vorzugsweise weist der Abgabeabschnitt 40 sechs Durchgangsöffnungen 41 auf. Die Durchgangsöffnungen 41, die insbesondere in Fig. 6 gut zu erkennen sind, sind vorzugsweise entlang der Gehäuse-Mittelachse 29 beabstandet von- einander als Durchgangsschlitze mit jeweils einer Längserstreckung entlang der Gehäuse-Mittelachse 29 ausgebildet. In der gezeigten Ausführungsvariante ist eine Reihe von Durchgangsöffnungen 41 in dem Abgabeabschnitt 40 vorgesehen. Alternativ können auch mehrere Reihen von Durchgangsöffnungen 41 benachbart zueinander in dem Bodenwand- Abschnitt 36 vorgesehen sein.

Durch das Gehäuse 28 wird ein Gehäuseinnenraum 42 eingeschlossen, der sich in einen Mehleinfüllraum 43 und einen Mehlabgaberaum 44 unterteilt, wobei die beiden Räume 43, 44 durch eine Trennwand 45, die sich zwi- sehen erstem Außenwand- Abschnitt 34 und zweitem Außenwand- Abschnitt 35 des Gehäuses 28 von dem Bodenwand-Abschnitt 36 weg erstreckt, getrennt sind. Der Mehleinfüllraum 43 erstreckt sich innerhalb des Gehäuses 28 zwischen der ersten Außenwand 31 und der Trennwand 45 im Bereich des Befüllabschnitts 37. Der Mehleinfüllraum 43 nimmt Vorzugs- weise zwischen 20 % und 30 % des Gehäuseinnenraums 42 ein. Der Mehlabgaberaum 44 erstreckt sich in dem Gehäuse 28 zwischen der Trennwand 45 und der zweiten lateralen Außenwand 32. Gemäß dem gezeigten Ausführungsbeispiel der Bemehlungsvorrichtung 24 sind in dem Mehleinfüll- räum 43 im Bereich des Befüllabschnitts 37 neben der Trennwand 45 weitere Zwischenwände 46, die sich ebenso wie die Trennwand 45 senkrecht zur Gehäuse-Mittelachse 29 erstrecken, vorgesehen. Die Trennwand 45 und die Zwischenwände 46 weisen dabei eine Vielzahl von Durchbrechungen 47 auf. Die Zwischenwände 46 sind jeweils parallel zueinander und parallel zur ersten Stirnwand 31 angeordnet und erstrecken sich zwischen erstem Außenwand- Abschnitt 34 und zweitem Außenwand- Abschnitt 35 von dem Bodenwand- Abschnitt 36 weg. Nach oben hin grenzen die Zwischenwände 46 und die Trennwand 45 an die Fördereinrichtung 26 an. Die Fördereinrichtung 26 ist lösbar in das Gehäuse 28 eingesetzt. In den Fig. 2 bis Fig. 5 ist die Fördereinrichtung 26 in einer Einsetzstellung in dem Gehäuse 28 gezeigt. In Fig. 6 und Fig. 7 ist die Fördereinrichtung 26 aus dem Gehäuse 28 herausgenommen und nicht dargestellt. Die Fördereinrichtung 26 umfasst in dem gezeigten Ausführungsbeispiel zwei Förderschnecken 48, 49 und eine Bürste 50, die mit einer Innenwand 51 des Mehlvorratsbehälters 25 im Bereich der Durchgangsöffnungen 41 kämmt. Alternativ ist es auch möglich, mehrere Bürsten 50 bzw. mehr als zwei Förderschnecken 48, 49 vorzusehen. Die Förderschnecken 48, 49 befördern das Mehl in dem Mehlvorratsbehälter 25 in einer Förderrichtung 52 zwischen dem Befüllabschnitt 37 und dem Abgabeabschnitt 40. Insbesondere ist eine Kreislaufförderung des Mehls innerhalb des Mehlvorratsbehälters 25 gegeben. Die Förderrichtung 52 des Mehls verläuft entlang der Gehäuse-Mittelachse 29 des Mehlvor- ratsbehälters 25. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel der Bemehlungs- vorrichtung 24 gemäß den Fig. 2 bis Fig. 7 sind die Förderschnecken 48, 49 in Förderrichtung 52 nebeneinander benachbart zur Abdeckung 30 angeordnet. Die Förderschnecken 48, 49 durchsetzen jeweils sowohl den Mehleinfüllraum 43 als auch den Mehlabgaberaum 44. Die Förderschnecken 48, 49 erstrecken sich jeweils entlang einer Förderschneckendrehachse 53, 54 zwischen einer benachbart zur ersten lateralen Außenwand 31 angeordneten ersten Stirnwand 55 und einer benachbart zur zweiten lateralen Außenwand 32 angeordneten zweiten Stirnwand 56 der Fördereinrich- tung 26. Die Stirnwände 55, 56 sind zwischen den Außenwand- Abschnitten 34, 35 des Gehäuses 28 senkrecht zur Förderrichtung 52 des Mehls verschiebbar gelagert, derart, dass die Fördereinrichtung 26 aus dem Gehäuse 28 heraushebbar gestaltet ist. Die Stirnwände 55, 56 können zu diesem Zweck an von dem Bodenwand- Abschnitt 36 beabstandeten Ober- kanten mit der Abdeckung 30 verbunden, insbesondere verschraubt sein. Diese Verbindung ist in den Fig. 2 bis 7 durch Schrauben 55a, 56a dargestellt.

Die Förderschnecken 48, 49 sind jeweils mit ersten Endbereichen 57, 58 um die Förderschneckendrehachsen 53, 54 drehbar an der ersten Stirnwand 55 gelagert. Zweite Endbereiche 59, 60 der Förderschnecken 48, 49 sind an der zweiten Stirnwand 56 drehbar gelagert. Die Förderschneckendrehachsen 53, 54 verlaufen parallel zur Gehäuse-Mittelachse 29 und geben die Förderrichtung 52 des Mehls vor.

Gemäß dem gezeigten Ausführungsbeispiel der Bemehlungsvorrichtung 24 sind die Förderschnecken 48, 49 jeweils als Förderbürsten ausgebildet. Zu diesem Zweck weisen die Förderschnecken 48, 49 jeweils eine Schneckenwelle 61, 62 auf. Die Schneckenwellen 61, 62 weisen an deren Man- telfläche dabei jeweils eine spiralförmig um die Förderschneckendrehachsen 53, 54 umlaufende Schneckenbürste 63, 64 auf. Die Schneckenbürsten 63, 64 bilden das Schneckengewinde. Durch diese Gestaltung der Förderschnecken 48, 49 wird eine optimale Mehlmitnahme mittels der Sehne - ckenbürsten 63, 64 ermöglicht. Zwischen den Förderschnecken 48, 49 ist ein vertikal verlaufendes Trennblech 64a angeordnet. Das Trennblech 64a sorgt für eine Trennung von Förderwegen des Mehls, das einerseits von der Förderschnecke 48 und andererseits von der Förderschnecke 49 mitgenommen wird, und sorgt damit für einen reproduzierbaren Förderweg. Das Trennblech 64a ist an einer oberen Abdeckung der Bemehlungsvorrichtung 24 festgelegt.

Die Bürste 50 ist um eine Bürstendrehachse 65 rotierbar in der Fördereinrichtung 26 gelagert. In der in den Fig. 2 bis Fig. 5 gezeigten Einsetzstel- lung der Fördereinrichtung 26 in dem Gehäuse 28 verläuft die Bürstendrehachse 65 benachbart zu dem Bodenwand-Abschnitt 36 des Gehäuses 28. Die Bürstendrehachse 65 verläuft ebenso wie die Förderschneckendrehachsen 53, 54 in der Bemehlungsposition der Bemehlungsvorrichtung 24 parallel zu dem Förderbandabschnitt 23. Mittels der Bürste 50 ist Mehl durch die Durchgangsöffnungen 41 förderbar.

Ein erster Endbereich 66 der Bürste 50 durchsetzt den Mehleinfüllraum 43 und ist an der ersten Stirnwand 55 der Fördereinrichtung 26 drehbar gelagert. Ein zweiter Endbereich 67 ist an der zweiten Stirnwand 56 drehbar gelagert.

Die Bürstendrehachse 65 erstreckt sich parallel zu den Förderschneckendrehachsen 53, 54 benachbart zu den Durchgangsöffnungen 41. Die Bürste 50 weist eine sich entlang der Bürstendrehachse 65 erstreckende Bürsten- welle 68 auf, von der sich ein Bürstenbesatz 69 radial nach außen erstreckt. Als Bürstenbesatz 69 eignen sich beispielsweise Naturfasern oder synthetische Fasern. Die Bürstenwelle 68 ist in dem gezeigten Ausführungsbeispiel lediglich in einem Bereich zwischen Trennwand 45 und zweiter Stirnwand 56 mit dem Bürstenbesatz 69 versehen. Der Bereich der Bürstenwelle 68, der in der Einsetzstellung den Mehleinfüllraum 43 und die Zwischenwände 46 durchsetzt, ist ohne Bürstenbesatz 69 gestaltet.

Die Bürste 50 umfasst entlang der Bürstendrehachse 65 sechs Bürstenmo- dule 71. Wie insbesondere der Teilschnittansicht nach Fig. 4 zu entnehmen, weist jedes der Bürstenmodule 71 mehrere Bürstenbesatzreihen 70 auf, die sich in Bezug zur Bürstendrehachse 65 äquidistant zueinander an einer Mantelfläche der Bürstenwelle 68 erstrecken. Die Bürstenmodule 71 weisen jeweils axial in Bezug zur Bürstendrehachse 65 einen Zwischenbereich 72 zueinander auf, in dem die Bürstenwelle 68 nicht mit dem Bürstenbesatz 69 versehen ist. Jedes Bürstenmodul 71 ist einer Durchgangsöffnung 41 zugeordnet. Eine Anzahl der Bürstenmodule 71 entspricht einer Anzahl der Durchgangsöffnungen 41, wobei alternativ auch mehr als sechs Durch- gangsöffnungen 41 bzw. Bürstenmodule 41 vorgesehen sein können.

Der Bürstenbesatz 69 eines Bürstenmoduls 71 kämmt während einer Rotationsbewegung der Bürste 50 um die Bürstendrehachse 65 jeweils mit einem Sieb-Einsatz 94 im Bereich der jeweils zugeordneten Durchgangsöff- nung 41.

Der Sieb-Einsatz 94 ist insbesondere aus Fig. 7 ersichtlich. Der Sieb- Einsatz 94 ist in das Gehäuse 28 des Mehlvorratsbehälters 25 einsetzbar und dient zum Sieben des Mehls vor Abgabe durch die Durchgangsöffnun- gen 41. Die Form des Sieb-Einsatzes 94 ist an die Form des U-Profils des Gehäuses 28 angepasst. Der Sieb-Einsatz 94 erstreckt sich in einer in das Gehäuse 28 eingesetzten Position entlang der Gehäuse-Mittelachse 29 von der Trennwand 45 bis zur zweiten Stirnwand 56. Bei abgenommener Abdeckung 30 ist der Sieb-Einsatz 94 von oben her in das Gehäuse 28 ein- setzbar bzw. aus dem Gehäuse entnehmbar. Der Sieb-Einsatz 94 ist aus einem Material gebildet, welches für Mehl mit einer bestimmten Korngröße durchlässig ist. Das Mehl in dem Mehlvorratsbehälter 25 kann folglich durch den Sieb-Einsatz 94 über die Durchgangsöffnungen 41 austreten. Aus der Ansicht gemäß Fig. 6 ist ersichtlich, dass der Sieb-Einsatz 94 die Durchgangsöffnungen 41 überdeckt.

Der Sieb-Einsatz 94 ist über Sieb-Befestigungsschrauben 33 mit den Außenwand-Abschnitten 34, 35 des Gehäuses 28 lösbar verbunden. Der Sieb-Einsatz 94 ist mit Sperr-Mitteln 95 lösbar verbindbar. Zwei derartige Sperr-Mittel 95 sind in Fig. 7 schematisch dargestellt. Alternativ können auch mehr als zwei Sperr-Mittel 95 vorgesehen sein. Die Sperr-Mittel 95 verhindern wirkungsvoll den Durchtritt von Mehl durch den Sieb- Einsatz 94. Die Sperr-Mittel 95 sind im Bereich jeweils einer Durchgangs- Öffnung 41 mit dem Sieb-Einsatz 94 verbunden, wodurch eine Mehlförderung durch die jeweilige Durchgangsöffnung 41 deaktiviert ist. Durch eine Überführung der Mehlförderung durch die mindestens eine Durchgangsöffnung 41 von einem aktivierten Zustand in den deaktivierten Zustand ist eine Menge des durch die jeweilige Durchgangsöffnung 41 abgegebenen Mehls einstellbar. In der gezeigten Ausführungsvariante sind die Sperr- Mittel 95 derart im Bereich einer Durchgangsöffnung 41 mit dem Sieb- Einsatz 94 verbunden, dass eine Mehlförderung durch die jeweilige Durch- gangsöffnung 41 vollständig deaktiviert ist, also dass kein Mehl mehr durch diese Durchgangsöffnung 41 förderbar ist. Die Sperr-Mittel 95 können auch derart auf dem Sieb-Einsatz 94 angeordnet sein, dass die Sperr-Mittel 95 nicht deckungsgleich mit den Durchgangsöffnungen 41 sind, wodurch eine Mehlförderung durch die jeweilige Durchgangsöffnung 41 nur bereichsweise deaktiviert ist, da noch eine geringe Menge von Mehl durch die jeweilige Durchgangsöffnung 41 förderbar ist. Die Sperr-Mittel 95 sind mit dem Sieb-Einsatz 94 über nicht dargestellte Rast- oder Klemmverbindungen verbindbar. In der gezeigten Ausführungsvariante sind die Sperr-Mittel 95 innen, also im Mehlabgaberaums 44, auf dem Sieb-Einsatz 94 befestigt. Alternativ ist es auch möglich, dass die Sperr-Mittel 95 außen, also über die Durch- gangsöffnungen 41 an dem Sieb-Einsatz 94 befestigt sind. Der Bereich des Sieb-Einsatzes 94, der mit Sperr-Mitteln 95 besetzt ist, wird als Sperr-Bereich bezeichnet, welcher zum Blockieren von Mehl dient und einen Austritt von Mehl aus dem Mehlvorratsbehälter 25 über einzelne Durchgangsöffnungen 41 verhindert. Der übrige Bereich des Sieb- Einsatzes 94, der frei von Sperr-Mitteln 95 ist, dient zum Durchtritt von Mehl. Eine Größe des Sperr-Bereichs orientiert sich an einer zu erzielenden Mehlförderung durch die Durchgangsöffnungen 41.

Wie Fig. 7 zu entnehmen sind die Sperr-Mittel 95 an dem Sieb-Einsatz 94 benachbart zur Trennwand 45 und benachbart zur zweiten Stirnwand 56 angeordnet. Die Sperr-Mittel 95 deaktivieren folglich die Mehlförderung durch die in Bezug zur Gehäuse-Mittelachse 29 äußersten Durchgangsöffnungen 41. Alternativ können Sperr-Mittel 95 auch oder stattdessen im Bereich anderer Durchgangsöffnungen 41 angeordnet sein. Durch die An- Ordnung der Sperr-Mittel 95 auf dem Sieb-Einsatz 94 ist eine selektive Abgabe von Mehl durch die Bemehlungsvorrichtung 24 ermöglicht.

Es können alternativ auch mehrere verschiedene Sieb-Einsätze 94 vorgese- hen sein, die wahlweise in den Mehlvorratsbehälter 25 einsetzbar sind. Welcher Sieb-Einsatz 94 verwendet wird, beurteilt sich nach der jeweils gewünschten Bemehlung, bzw. danach, welche Mehlförderung durch welche Durchgangsöffnung 41 zu Deaktivieren ist. So können verschiedene Sieb-Einsätze 94 eine oder mehrere Sperr-Mittel 95 integral aufweisen. Die Sieb-Einsätze 94 sind in diesem Fall einstückig mit den Sperr-Mitteln 95 ausgebildet. Es kann daher zweckmäßig sein, die Sieb-Einsätze 94 und die Sperr-Mittel 95 aus einem geeigneten Kunststoffmaterial auszubilden. Die Sieb-Einsätze 94 können sich hinsichtlich einer Anzahl und Gestaltung integraler Sperr-Mittel 95 unterscheiden. Welcher Sieb-Einsatz 94 letztend- lieh verwendet wird, ist von dem jeweiligen Bemehlungsvorgang abhängig. Die Sieb-Einsätze 94 sind austauschbar.

Ein Deaktivieren der Mehlförderung durch die Durchgangsöffnungen 41 ist ergänzend oder alternativ auch durch Ansteuerung der Bürstenmodule 71 erreichbar.

Die Bürstenmodule 71 sind unabhängig voneinander ansteuerbar, wodurch die Mehlförderung durch die jeweils zugeordnete Durchgangsöffnung 41 deaktivierbar ist. Die Ansteuerung der jeweiligen Bürstenmodule 71 unab- hängig voneinander erfolgt beispielsweise durch Verwendung einer an sich bekannten Freilauf-Mechanik bzw. Freilauf-Kupplung. Alternativ ist es auch vorstellbar, dass die Bürstenwelle 68 mehrere Bürstenwellen- Segmente aufweist, die unabhängig voneinander um die Bürstendrehachse 65 rotierbar sind. Eine derartige Anordnung von Bürstenwellen- Segmenten kann beispielsweise dadurch gelöst sein, dass die Bürstenwelle 68 hohl ausgebildet ist und in der Bürstenwelle 68 weitere Modul-Bürstenwellen entlang der Bürstendrehachse 65 verlaufen, die jeweils unabhängig voneinander die Bürstenmodule 71 in Rotation versetzen.

Durch eine derartige Gestaltung sind beispielsweise einzelne Bürstenmodule 71 abschaltbar, wobei diese Bürstenmodule 71 im Betrieb der Bemeh- lungsvorrichtung 24 nicht um die Bürstendrehachse 65 rotieren. Abgeschaltete Bürstenmodule 71 befördern kein Mehl durch die dem jeweiligen Bürstenmodul 71 zugeordnete Durchgangsöffnung 41. Eine Mehlförderung durch diese Durchgangsöffnung 41 ist also deaktiviert. Der Teigstrang, die Teiglinge bzw. der Abschnitt der Teigbahn der sich unterhalb dieses abgeschalteten Bürstenmoduls 71 befindet, wird nicht mit Mehl bestreut. Alternativ sind die Bürstenmodule 71 auch insbesondere gemeinsam derart ansteuerbar, dass eine Rotationsgeschwindigkeit um die Bürstendrehachse 65 reduzierbar bzw. erhöhbar ist, wodurch sich folglich die Menge an Mehl reduzieren bzw. erhöhen lässt, die durch das Bürstenmodul 71 durch die zugeordnete Durchgangsöffnung 41 auf den Teig abgegeben wird.

Ein Deaktivieren der Mehlförderung durch die Durchgangsöffnungen 41 mittels Ansteuerung der Bürstenmodule 71 und ein Deaktivieren mittels Vorsehen von Sperr-Mitteln 95 kann ergänzend erfolgen. So könnte beispielsweise die Mehlförderung durch äußere Durchgangsöffnungen 41 mit- tels Sperr-Mitteln 95 deaktiviert sein. Ergänzend könnte im Bedarfsfall ein zusätzliches Deaktivieren weiterer Durchgangsöffnungen durch Abschalten von Bürstenmodulen 71 erfolgen. Zwischen der Bürste 50 und den Förderschnecken 48, 49 liegt in vertikaler Richtung ein definierter Abstand vor. In diesem Abstand kann sich beim Betrieb der Bemehlungs Vorrichtung eine Mehlschicht ausbilden, die hinsichtlich der Mehlförderung hin zum Abgabeabschnitt 40 als ein Puffer- Reservoir dienen kann.

Die Förderschnecken 48, 49 der Fördereinrichtung 26 sowie die Bürste 50 stehen mit dem Antriebsmotor 27 in Antriebsverbindung. Zu diesem Zweck weist der Antriebsmotor 27 eine Antriebswelle 73 auf, die über eine lösbare Kupplung 74 mit einer Abtriebswelle 75 verbunden ist, die ihrerseits mit der Fördereinrichtung 26 in Antriebsverbindung steht. Die Kupplung 74 ist als an sich bekannte Wellenkupplung ausgebildet, welche die Antriebswelle 73 drehfest mit der Abtriebswelle 75 verbindet und zur Kraftübertragung dient.

In dem gezeigten Ausführungsbeispiel stimmt in der Einsetzstellung der Fördereinrichtung 26 in dem Gehäuse 28 eine Antriebswellen-Drehachse 76 mit der Bürstendrehachse 65 überein, in der Art, dass die Antriebswellen-Drehachse 76 eine Verlängerung der Bürstendrehachse 65 über die ers- te laterale Außenwand 31 des Mehlvorratsbehälters 25 hinaus bildet. In der gezeigten Ausführungs Variante der Bemehlungsvorrichtung 24 entspricht eine Abtriebs-Drehachse der Antriebswellen-Drehachse 76 und der Bürstendrehachse 65. Wie insbesondere Fig. 4 der gezeigten Ausführungsvariante zu entnehmen, ist die Abtriebswelle 75 im Bereich des Bodenwand- Abschnitts 36 des Gehäuses 28 benachbart zur zweiten Stirnwand 56 mit der Bürstenwelle 68 über eine weitere Wellenkupplung 77 drehfest verbunden. Dadurch treibt in dem gezeigten Ausführungsbeispiel die Antriebswelle 73 des Antriebsmotors 27 die Bürstenwelle 68 zur Rotation um deren Bürstendrehachse 65 direkt an. Alternativ ist es möglich, die Abtriebswelle 75 einstückig mit der Bürstenwelle 68 auszubilden, wobei die Bürstenwelle 68 die Antriebswelle bildet. Bei dieser Gestaltung durchsetzt die Bürstenwelle 68 die zweite Stirnwand 56 und die zweite laterale Außenwand 32 und ist mit der Antriebswelle 73 mittels der Kupplung 74 in kraftübertragender Weise gekuppelt.

Mit der Abtriebswelle 75 ist in einem Bereich 78 zwischen der zweiten Stirnwand 56 der Fördereinrichtung 26 und der zweiten lateralen Außen- wand 32 des Gehäuses 28 ein erstes Zahnrad 79 drehfest verbunden. Das Zahnrad 79 übersetzt die Drehbewegung der Abtriebswelle 75 auf Zahnräder 80, 81 der Förderschnecken 48, 49. Die Zahnräder 80, 81 sind ebenfalls im Bereich 78 axial benachbart zur Abdeckung 30 angeordnet und mit den die zweite Stirnwand 56 durchsetzenden Schneckenwellen 61, 62 drehfest verbunden. Durch das Verhältnis der Dimensionierung des ersten Zahnrads 79 in Bezug zu den Zahnrädern 80, 81 ist ein Übersetzungsverhältnis zwischen einer Drehzahl der Bürstenwelle 68 und der Schneckenwellen 61, 62 einstellbar. Durch die Kupplung 74 ist der Mehlvorratsbehälter 25 von dem Antriebsmotor 27 abnehmbar ausgebildet. Ferner ist wie bereits oben beschrieben, auch die Fördereinrichtung 26 von dem Gehäuse 28 lösbar, insbesondere herausnehmbar ausgebildet. Zu diesem Zweck ist die Abdeckung 30 über mehrere Verschlusseinrichtungen 82 mit dem Gehäuse 28 lösbar verbun- den. Bei den Verschlusseinrichtungen 82, welche in den Fig. 2 bis 5 dargestellt sind, handelt es sich um bekannte Schnappverschlüsse, welche die Abdeckung 30 jeweils mit von dem Bodenwand-Abschnitt 36 entfernten Oberseiten 83 der Außenwand-Abschnitte 34, 35 des Gehäuses 28 lösbar verbinden. In den Fig. 4 bis Fig. 7 sind alternative Verschlusseinrichtungen 82a in Form von Augenschrauben mit Rändelmuttern dargestellt, welche ebenfalls die Abdeckung 30 mit Oberseiten 83 der Außenwand-Abschnitte 34, 35 des Gehäuses 28 lösbar verbinden können. Bei den Verschlusseinrichtungen 82a kann es sich auch um andere an sich bekannte Spannverschlüsse handeln. Die Wirkung der Verschlusseinrichtungen 82 bzw. 82a ist jeweils identisch. Die Verschlusseinrichtungen 82 bzw. 82a sind gegeneinander austauschbar, ohne dass sich die Funktionsweise der Bemehlungsvorrich- tung 24 zum selektiven Bemehlen ändert.

Ferner weist die Bemehlungsvorrichtung 24 Klemm- und Einhängeeinrichtungen 84 auf, die auf der Abdeckung 30 angebracht sind und jeweils Klemmvorsprünge 85 umfassen. Die Klemm- und Einhängeeinrichtungen 84 sind vorzugsweise mittels Schrauben 96 auf die Abdeckung 30 aufgeschraubt. Die Klemmvorsprünge 85 erstrecken sich senkrecht von einer parallel zur Abdeckung 30 verlaufenden Basisleiste 86 nach unten und drücken von außen gegen die Außenwand- Abschnitte 34, 35. Parallel beabstandet zu den Klemmvorsprüngen 85 erstrecken sich von der Basisleiste 86 des Weiteren Einhängevorsprünge 87 nach unten, sodass zwischen den Einhängevorsprüngen 87 und den Klemmvorsprüngen 85 jeweils ein Einhänge -und Greifbereich 88 vorgegeben ist, der zum lösbaren Einhängen der Bemehlungsvorrichtung 24 in einer Halteeinrichtung 92 dient.

In den Fig. 4 bis Fig. 7 ist eine alternative Ausführung von Klemm- und Einhängeeinrichtungen 84a mit jeweils einer Basisleiste 86a und Einhängevorsprüngen 87a dargestellt. Die Basisleisten 86a erstrecken sich entlang der Gehäuse-Mittelachse 29 an den Außenwand- Abschnitten 34, 35. Die Einhängevorsprünge 87a erstrecken sich senkrecht von den Basisleisten 86a nach unten, sodass zwischen den Einhängevorsprüngen 87a und den Außenwand-Abschnitten 34, 35 jeweils der Einhänge -und Greifbereich 88 vorgegeben ist, der zum lösbaren Einhängen der Bemehlungsvorrichtung 24 in der Halteeinrichtung 92 dient. Die Wirkung der Klemm- und Einhängeeinrichtungen 84 bzw. 84a ist jeweils identisch. Die Klemm- und Einhängeeinrichtungen 84 bzw. 84a sind gegeneinander austauschbar, ohne dass sich die Funktionsweise der Bemehlungsvorrichtung 24 zum selekti- ven Bemehlen ändert.

Die Halteeinrichtung 92, die in Fig. 2 aus Gründen der Übersichtlichkeit durch eine Strichpunktlinie nur angedeutet ist, dient zum Tragen der Bemehlungsvorrichtung 24 in der Teigbearbeitungsanlage 1 , insbesondere in der Gär- und Formvorrichtung 8. Die Halteeinrichtung 92 weist Haltestangen 93 auf, welche die Einhänge- und Greifbereiche 88 der Klemm- und Einhängeeinrichtungen 84 durchsetzen. Die Haltestangen 93 tragen die Bemehlungsvorrichtung 24 in der Bemehlungsposition. Die Halteeinrichtung 92 bildet vorzugsweise einen Teil der Gär- und Formvorrichtung.

Des Weiteren dienen die Einhänge -und Greifbereiche 88 zum Greifen der Abdeckung 30 und zum Lösen derselbigen vom Gehäuse durch den Benutzer. Durch eine feste Verbindung der Fördereinrichtung 26 mit der Abdeckung 30 über die Stirnwände 55, 56 ist auf diese Weise auch die För- dereinrichtung 26 durch den Benutzer aus dem Gehäuse 28 hebbar.

Gemäß dem in den Fig. 1 bis 3 gezeigten Ausführungsbeispiel sind zwei Klemm- und Einhängeeinrichtungen 84 vorgesehen, wobei sich eine auf der Abdeckung 30 im Bereich des Befüllabschnitts 37 und die andere auf der Abdeckung 30 im Bereich des Abgabeabschnitts 40 befindet.

Zum einfachen Herausheben der Bemehlungsvorrichtung 24 aus ihrer Auf- hängung in der Teigbearbeitungsanlage 1 ist an einer dem Gehäuseinnenraum 42 abgewandten Außenseite 89 der ersten Stirnwand 55 ferner ein Griff 90 vorgesehen. Ferner ist in einem dem Bodenwand- Abschnitt 36 benachbarten unteren Bereich der ersten Stirnwand 55 ein Drehknauf 91 vorgesehen, der dazu dient, nach Wiedereinbau der Bemehlungsvorrich- tung 24 manuell eine Momentanpositionierung einer Drehstellung der Förderkomponenten zur Kupplungsanpassung vorzunehmen.

Die Bemehlungsvorrichtung 24 weist ferner eine nicht dargestellte Steuereinrichtung zur Ansteuerung des Antriebsmotors 27 auf, wobei nach gege- benen Zeitintervallen eine Umkehr der Förderrichtung 52 des Mehls durch die Fördereinrichtung 26 herbeiführbar ist.

Nachfolgend wird die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Bemehlungsvorrichtung 24 anhand der Fig. 2 bis Fig. 7 beschrieben.

Die Bemehlungsvorrichtung 24 ist zunächst in die Teigbearbeitungsanlage 1 in eine gewünschte Bemehlungsposition entlang der Förderrichtung 9 des zu bemehlenden Teiglinge zu bringen. Zu diesem Zweck ist die Bemehlungsvorrichtung 24, wie in Fig. 5 dargestellt oberhalb der Teiglinge anzu- ordnen. Die Bemehlungsvorrichtung 24 ist dabei durch die Halteinrichtung 92 in der Bemehlungsposition gehalten.

Dabei sind die der Sieb-Einsatz 94 und die Fördereinrichtung 26 wie in den Fig. 2 bis Fig. 5 gezeigt in das Gehäuse 28 des Mehlvorratsbehälters 25 einzusetzen und den Mehlvorratsbehälter 25 durch die Kupplung 74 in Antriebsverbindung mit dem Antriebsmotor 27 zu bringen. Je nach gewünschtem Bemehlungs-Bereich sind Sperr-Mittel 95 wie oben beschrieben auf dem Sieb-Einsatz 94 anzubringen

In der Bemehlungsposition der Bemehlungsvorrichtung 24, wie in Fig. 5 gezeigt, ist die Bemehlungsvorrichtung 24 derart über den beförderten Teiglingen anzuordnen, dass sich die Gehäuse-Mittelachse 29 senkrecht zur Förderrichtung 9 der Teiglinge erstreckt. Dabei ist der Abgabeabschnitt 40 zur Abgabe von Mehl über dem Teig anzuordnen. Der Befüllabschnitt 37 ist vorzugsweise lateral bzw. außermittig neben dem Teig, beziehungsweise neben dem Förderbandabschnitt 23 angeordnet. Besonders bevorzugt ist jedem der Einzel-Förderbänder 23a des Förderbandabschnitts 23 eine eigene Durchgangsöffnung 41 zur Abgabe von Mehl zugeordnet.

Nachdem die Bemehlungsvorrichtung 24 in die Bemehlungsposition gemäß den Fig. 5 gebracht ist, wird dem Mehlvorratsbehälter 25 von außen über den Befüllstutzen 38 Mehl zugeführt. Zu diesem Zweck ist auf den Befüllstutzen 38 vorzugsweise ein nicht dargestellter Befülltrichter aufzu- setzen. Für den Fall, dass das Mehl dem Mehlvorratsbehälter 25 über einen zentralen Mehl- Vorratsbehälter zugeführt wird, steht die Bemehlungsvorrichtung 24 mit dem zentralen Mehl- Vorratsbehälter in Förderverbindung. Diese Förderverbindung ist beispielsweise über Zuführrohre oder Zuführschläuche, die den Befüllstutzen 38 mit dem zentralen Mehl- Vorratsbehälter verbinden, verwirklicht. Das Mehl wird dem Befüllabschnitt 37 des Mehlvorratsbehälters 25 kontinuierlich zugeführt. Dabei füllt sich der Mehleinfüllraum 43 des Befüllabschnitts 37 zunächst mit Mehl, bis eine Mehleinfüllhöhe erreicht ist, in der das Mehl durch die rotierenden Förderschnecken 48, 49 im Bereich des Befüllabschnitts 37 mitgenommen wird. Die Schneckenbürsten 63, 64 transportieren dann das Mehl kontinuierlich von dem Befüllabschnitt 37 zum Abgabeabschnitt 40. Das Mehl wird dabei über eine gesamte Förderstrecke zwischen erster Stirnwand 55 und zweiter Stirnwand 56 der Fördereinrichtung 26 in Förderrichtung 52 transportiert. Im Bereich des Abgabeabschnitts 40 fällt das Mehl von den Förderschnecken 48, 49 unter Schwerkrafteinfluss nach unten in Richtung Bürste 50 und Durchgangsöffnungen 41. Das Mehl verlässt den Mehlvorratsbehälter 25 mittels einer Mehlförderung durch die Durchgangsöffnun- gen 41. Durch die Durchgangsöffnungen 41 , zu denen die Mehlförderung mittels der Sperr-Mittel 95 deaktiviert wurde, findet keine Mehlabgabe statt. Zusätzlich kann Ansteuerung einzelner Bürstenmodule 71 die Mehlförderung durch weitere Durchgangsöffnungen 41 deaktiviert werden. Das an dem Bürstenbesatz 69 haftende Mehl wird durch die Rotationsbewegung der Bürste 50 um die Bürstendrehachse 65 zu den Durchgangsöff- nungen 41 befördert und dort wiederum unter Schwerkrafteinfluss nach außen abgegeben, wo es auf die zu bestreuenden Teiglinge fällt. Mehl, welches von den Förderschnecken 48, 49 nach unten fällt und an der Innenwand 51 des Gehäuses 28 oder dem Sieb-Einsatz 94 haften bleibt, wird durch die kämmende Wirkung der Bürsten 50 gelöst und ebenfalls in Rich- tung Durchgangsöffnungen 41 gefördert.

Mit Hilfe der Steuereinrichtung zur Ansteuerung des Antriebsmotors 27 sind die Drehzahlen der Bürste 50 und der Förderschnecken 48, 49 einstellbar. Des Weiteren ist eine Zeit anzugeben, nach der eine Umkehr der Förderrichtung 52 herbeiführbar ist. Eine Umkehr der Förderrichtung 52 hat den Zweck, dass eine Standzeit der Bürstenmodule 71 der Bürste 50 erhöht wird, da eine die Fördereffizienz der Bürsten 50 unerwünscht verringernde Vorzugs-Ausrichtung von Borsten der Bürsten 50 vermieden ist. Durch die erfmdungsgemäße Gestaltung der Bemehlungsvorrichtung 24 sind alle Teiglinge, Teigstränge oder Bereiche einer Teigbahn über die gesamte Förderbreite des Förderbandabschnitts 23 selektiv quer zur Förderrichtung 9 mit Mehl benetzbar.

Vorzugsweise weist die Teigbearbeitungsanlage 1 ein Bemehlungssystem auf, welches mehrere Bemehlungsvorrichtungen 24 umfasst. Die Bemehlungsvorrichtungen sind dabei an verschiedenen Stellen in der Teigbearbeitungsanlage 1 anzuordnen. Die Bemehlungsvorrichtungen 24 stehen dabei mit dem zentralen Teig- Vorratsbehälter über die Fördereinrichtungen in Förderverbindung. Durch das Vorsehen des Bemehlungssystems mit mehreren Bemehlungsvorrichtungen 24 wird es möglich, eine wirkungsvolle Mehlbestreuung in den verschiedenen Teilmodulen 13, 14, 15 beziehungsweise an den verschiedenen Bearbeitungsstationen 19, 20, 21, 22 zu errei- chen.