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Patent Searching and Data


Title:
FLUID ARRANGEMENT FOR A CONTINUOUSLY VARIABLE BELT TRANSMISSION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/196971
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a fluid arrangement (81) for a continuously variable belt transmission (2), having at least one electromotively driven fluid pump (11, 12, 13) for pressing and/or adjusting a variator (3) of the continuously variable belt transmission (2), which comprises a first pulley set (21) and a second pulley set (22), which are connected to each other by a belt (23) for torque transmission. At least one of the pulley sets (21, 22) comprises at least one adjusting chamber (18, 20) and one pressing chamber (17, 19) in order to represent a double piston principle with the aim of increasing safety when operating a continuously variable belt transmission.

Inventors:
KÖPFLER, Sebastian (Ludwig-Wilhelm-Straße 16, Bühl, 77815, DE)
STEHR, Reinhard (Hauptstraße 96, Bühl, 77815, DE)
CIESEK, Markus (Geppertstr. 21, Bühl, 77815, DE)
Application Number:
DE2019/100067
Publication Date:
October 17, 2019
Filing Date:
January 23, 2019
Export Citation:
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Assignee:
SCHAEFFLER TECHNOLOGIES AG & CO. KG (Industriestraße 1-3, Herzogenaurach, 91074, DE)
International Classes:
F16H61/00; F16H61/662; F16H63/06
Domestic Patent References:
WO2015067259A12015-05-14
Foreign References:
DE19900852A11999-07-22
EP1253353A22002-10-30
DE102015215604A12017-02-23
US20030047410A12003-03-13
US6219608B12001-04-17
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Claims:
Patentansprüche

1. Fluidanordnung (81 ;82;83;84;85) für ein stufenlos verstellbares Umschlin- gungsgetriebe (2), mit mindestens einer elektromotorisch angetriebenen Fluid- pumpe (11 ,12,13) zur Anpressung und/oder Verstellung eines Variators (3) des stufenlos verstellbaren Umschlingungsgetriebes (2), das einen ersten Schei- bensatz (21 ) und einen zweiten Scheibensatz (22) umfasst, die zur Drehmo- mentübertragung durch ein Umschlingungsmittel (23) miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Scheibensätze (21 ,22) zur Darstellung eines Doppelkolbenprinzips mindestens eine Verstell- kammer (18,20) und eine Anpresskammer (17,19) umfasst.

2. Fluidanordnung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass beide Schei- bensätze (21 ,22) zur Darstellung des Doppelkolbenprinzips jeweils mindestens eine Verstellkammer (18,20) und mindestens eine Anpresskammer (17,19) um fassen.

3. Fluidanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Ver- stellaktor (15) fluidisch zwischen die Verstellkammern (18,20) der beiden Scheibensätze (21 ,22) geschaltet ist.

4. Fluidanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Fluidanordnung (81 ;82;85) eine erste (11 ) und eine zweite (12) elektromotorisch angetriebene Fluidpumpe (11 ,12,13) zur Anpressung und Verstellung des Variators (3) des stufenlos verstellbaren Umschlingungsgetrie- bes (2) umfasst.

5. Fluidanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn- zeichnet, dass eine Druckseite eines Anpressaktors (16) fluidisch mit Anpress- kammern (17,19) der Scheibensätze (21 ,22) verbunden ist.

6. Fluidanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein entsperr- bares Rückschlagventil (25) fluidisch zwischen den Anpressaktor (16) und die Anpresskammern (17,19) geschaltet ist.

7. Fluidanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Saugsei- te des Anpressaktors (16), gegebenenfalls unter Zwischenschaltung mindes- tens eines weiteren Verbrauchers (9,10), wie eines Kühlkreislaufs (26), fluidisch mit einem Fluidreservoir (7) verbunden ist.

8. Fluidanordnung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein beziehungsweise der dem Anpressaktor (16) vorgeschaltete weitere Verbraucher (9,10), wie der Kühlkreislauf (26), eine Fluidpumpe (13), insbe- sondere Kühlölpumpe, umfasst, durch die der Anpressaktor (16) fluidisch vor- gespannt ist.

9. Fluidanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Fluidanordnung (3;84) als Anpressaktor eine permanent angetriebene Fluidpumpe (13) umfasst, die einen Systemdruck für eine Fluidsteuerung (41 ) bereitstellt.

10. Verfahren zum Betreiben eines stufenlos verstellbaren Umschlingungsgetriebes (2) mit einer Fluidanordnung (81 ;82;83;84;85) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch eine fluidische Trennung von Anpressung und Verstellung bei einem Ausfall eines beziehungsweise des

Verstellaktors (15) ein Anpressdruck, insbesondere am ersten Scheibensatz (21 ), durch einen beziehungsweise den Anpressaktor (16) aufrechterhalten wird.

Description:
FLUIDANORDNUNG FÜR EIN STUFENLOS VERSTELLBARES UMSCHLINGUNGSGETRIEBE

Die Erfindung betrifft eine Fluidanordnung für ein stufenlos verstellbares Umschlin- gungsgetriebe, mit mindestens einer elektromotorisch angetriebenen Fluidpumpe zur Anpressung und/oder Verstellung eines Variators des stufenlos verstellbaren Um- schlingungsgetriebes, das einen ersten Scheibensatz und einen zweiten Scheibensatz umfasst, die zur Drehmomentübertragung durch ein Umschlingungsmittel miteinander verbunden sind. Die Erfindung betrifft des Weiteren ein Verfahren zum Betreiben ei- nes stufenlos verstellbaren Umschlingungsgetriebes mit einer derartigen Fluidanord- nung.

Aus dem amerikanischen Patent US 6,219,608 B1 ist ein elektronisches Transmissi- ons-Kontrollsystem für ein Kraftfahrzeug mit einem stufenlos verstellbaren Umschlin- gungsgetriebe bekannt, das eine erste und eine zweite elektromotorisch angetriebene Fluidpumpe zur Anpressung und Verstellung eines Variators des stufenlos verstellba- ren Umschlingungsgetriebes umfasst.

Aufgabe der Erfindung ist es, die Sicherheit beim Betreiben eines stufenlos verstellba- ren Umschlingungsgetriebes, mit mindestens einer elektromotorisch angetriebenen Fluidpumpe zur Anpressung und/oder Verstellung eines Variators des stufenlos ver- stellbaren Umschlingungsgetriebes, das einen ersten Scheibensatz und einen zweiten Scheibensatz umfasst, die zur Drehmomentübertragung durch ein Umschlingungsmit- tel miteinander verbunden sind, zu erhöhen.

Die Aufgabe ist bei einer Fluidanordnung für ein stufenlos verstellbares Umschlin- gungsgetriebe, mit mindestens einer elektromotorisch angetriebenen Fluidpumpe zur Anpressung und/oder Verstellung eines Variators des stufenlos verstellbaren Um schlingungsgetriebes, das einen ersten Scheibensatz und einen zweiten Scheibensatz umfasst, die zur Drehmomentübertragung durch ein Umschlingungsmittel miteinander verbunden sind, dadurch gelöst, dass mindestens einer der Scheibensätze zur Dar- Stellung eines Doppelkolbenprinzips mindestens eine Verstellkammer und eine An- presskammer umfasst. Die Fluidanordnung wird vorzugsweise mit einem Hydraulik- medium, wie Hydrauliköl, Kühlöl, Schmieröl oder Öl, betrieben, das in einem Hydrau- likmediumreservoir bereitgestellt wird. Dann kann die Fluidanordnung auch als Hyd- raulikanordnung bezeichnet werden. Das stufenlos verstellbare Umschlingungsgetrie- be ist vorzugsweise als Kegelscheibenumschlingungsgetriebe ausgeführt und wird auch als CVT-Getriebe bezeichnet. Das CVT-Getriebe umfasst einen Variator mit zwei durch ein Umschlingungsmittel miteinander verbundenen Scheibensätzen, die jeweils eine Festscheibe und eine Wegscheibe umfassen, die durch Aufbringung einer Axial- kraft in einem Schiebesitz in axialer Richtung auf einer Variatorwelle bewegbar ist, um eine ausreichende Anpressung zwischen den Scheibensätzen und dem Umschlin- gungsmittel sicherzustellen. Die dem Wort Getriebe vorangestellten Großbuchstaben CVT stehen für die englischen Begriffe Continuously Variable Transmission. Die bei- den Scheibensätze des Variators sind zur Drehmomentübertragung durch ein Zugmit- tel, wie eine Kette, miteinander koppelbar. Die Scheiben der Scheibensätze sind zum Beispiel als Kegelscheibenpaare ausgeführt. Der Abstand der Kegelscheiben des je- weiligen Scheibensatzes oder Kegelscheibenpaars ist veränderbar, um die Überset- zung des CVT-Getriebes stufenlos zu variieren. Die axiale Richtung wird durch eine Drehachse der jeweiligen Variatorwelle definiert. Axial bedeutet in Richtung oder pa- rallel zur Drehachse. Die elektromotorisch angetriebenen Fluidpumpen, insbesondere Hydraulikpumpen, stellen elektrische Pumpenaktoren dar. Das beanspruchte CVT- Getriebe wird über die elektrischen Pumpenaktoren elektrohydraulisch aktuiert. Durch das Doppelkolbenprinzip werden die Funktionen Anpressen und Verstellen an dem mindestens einen Scheibensatz voneinander getrennt. Die mindestens eine elektro- motorisch angetriebene Fluidpumpe, die einen elektrischen Pumpenaktor EPA dar- stellt, ist nicht permanent angetrieben. Der elektrische Pumpenaktor umfasst vorteil- haft eine lokale Steuerung, über die der Antrieb der elektromotorisch angetriebenen Fluidpumpe bedarfsabhängig gesteuert wird. Durch das Trennen der Funktionen An- pressen und Verstellen an dem mindestens einen Scheibensatz wird vorteilhaft ein Notbetrieb des Variators ermöglicht. Darüber hinaus können Beschädigungen an dem stufenlos verstellbaren Umschlingungsgetriebe im Antriebsstrang eines Kraftfahrzeugs wirksam verhindert werden. Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Fluidanordnung ist dadurch gekennzeichnet, dass beide Scheibensätze zur Darstellung des Doppelkolbenprinzips jeweils mindes- tens eine Verstellkammer und mindestens eine Anpresskammer umfassen. Eine der elektromotorisch angetriebenen Fluidpumpen dient vorteilhaft zur Realisierung der Anpressung und wird daher auch als Anpressaktor bezeichnet. Die zweite elektromo- torisch angetriebene Fluidpumpe dient vorzugsweise zum Verstellen und wird daher auch als Verstellaktor bezeichnet. Durch die elektromotorisch angetriebenen Fluid- pumpen werden Verluste klassischer Flydraulikkonzepte mit mechanisch angetriebe- nen Pumpen umgangen. Mit einer dritten elektromotorisch angetriebenen Fluidpumpe kann vorteilhaft mindestens ein weiterer fluidischer Verbraucher in der Fluidanordnung mit einem Fluidvolumenstrom beziehungsweise mit einem Fluiddruck versorgt werden. Bei der Aktuierung von bekannten CVT-Variatoren mit Einfachkolben mittels elektri- scher Pumpenaktoren könnten im Falle eines Ausfalls eines elektrischen Pumpenak- tors Nachteile bezüglich funktionaler Sicherheit entstehen. Fällt zum Beispiel der An- pressaktor aus, so könnte das Umschlingungsmittel durchrutschen und das Umschlin- gungsgetriebe schädigen oder ein unkontrolliertes Fahrzeugverhalten erfolgen. Bei eventuellen Ausfällen von Aktoren wird durch das Doppelkolbenprinzip in Verbindung mit den elektrischen Pumpenaktoren ein Notbetrieb des Variators möglich. Dadurch können Getriebeschäden wirksam verhindert werden. Durch das Doppelkolbenprinzip werden die Funktionen Anpressen und Verstellen an beiden Scheibensätzen vonei- nander getrennt.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Fluidanordnung ist dadurch ge- kennzeichnet, dass ein Verstellaktor fluidisch zwischen die Verstellkammern der bei- den Scheibensätze geschaltet ist. Die Verstellung erfolgt vorteilhaft über separate Kammern an den Scheibensätzen. Der Verstellaktor ist zu diesem Zweck fluidisch, insbesondere hydraulisch, zwischen die Verstellkammern der beiden Scheibensätze geschaltet und fördert bei einer Variatorverstellung Volumenstrom zwischen den Ver- stellkammern auf die gewünschten Druckniveaus. Sind die Volumenströme aus be- ziehungsweise in die Verstellkammern aufgrund verschiedener Verstellwege betrags- mäßig unterschiedlich, so kann der Verstellaktor vorteilhaft mit einem Zweidruckventil ausgestattet werden. Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Fluidanordnung ist dadurch ge- kennzeichnet, dass die Fluidanordnung eine erste und eine zweite elektromotorisch angetriebene Fluidpumpe zur Anpressung und Verstellung des Variators des stufenlos verstellbaren Umschlingungsgetriebes umfasst. Die erste und die zweite elektromoto- risch angetriebene Fluidpumpe stellen einen Anpressaktor und einen Verstellaktor für den Variator dar.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Fluidanordnung ist dadurch ge- kennzeichnet, dass eine Druckseite eines Anpressaktors fluidisch mit Anpresskam- mern der Scheibensätze verbunden ist. Über den Anpressaktor wird die Anpressung der Scheibensätze realisiert.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Fluidanordnung ist dadurch ge- kennzeichnet, dass ein entsperrbares Rückschlagventil fluidisch zwischen den An- pressaktor und die Anpresskammern geschaltet ist. Das entsperrbare Rückschlagven- til verhindert bei einem Ausfall des Anpressaktors einen unerwünschten rapiden Druckabfall in den Anpresskammern.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Fluidanordnung ist dadurch ge- kennzeichnet, dass eine Saugseite des Anpressaktors, gegebenenfalls unter Zwi- schenschaltung mindestens eines weiteren Verbrauchers, wie eines Kühlkreislaufs, fluidisch mit einem Fluidreservoir verbunden ist. Aus dem Fluidreservoir kann auf der Saugseite des Anpressaktors permanent oder bedarfsabhängig gesteuert mindestens ein weiterer Verbraucher, insbesondere ein Kühlkreislauf, mit Fluid versorgt werden.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Fluidanordnung ist dadurch ge- kennzeichnet, dass ein beziehungsweise der dem Anpressaktor vorgeschaltete weite- re Verbraucher, wie der Kühlkreislauf, eine Fluidpumpe, insbesondere eine Kühlöl- pumpe, umfasst, durch die der Anpressaktor fluidisch vorgespannt ist. Daher kann die Fluidpumpe, insbesondere Kühlölpumpe, auch als Vorspannpumpe für den Anpress- aktor bezeichnet werden.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Fluidanordnung ist dadurch ge- kennzeichnet, dass die Fluidanordnung als Anpressaktor eine permanent angetriebe- ne Fluidpumpe umfasst, die einen Systemdruck für eine Fluidsteuerung bereitstellt.

Die Anpressung erfolgt dann vorteilhaft durch Ansteuerung von entsprechenden Venti- len in der Fluidsteuerung.

Die Erfindung betrifft des Weiteren ein stufenlos verstellbares Umschlingungsgetriebe mit einer vorab beschriebenen Fluidanordnung.

Bei einem Verfahren zum Betreiben eines stufenlos verstellbaren Umschlingungsge- triebes mit einer vorab beschriebenen Fluidanordnung ist die oben angegebene Auf- gabe alternativ oder zusätzlich dadurch gelöst, dass durch eine fluidische Trennung von Anpressung und Verstellung bei einem Ausfall eines beziehungsweise des Ver- stellaktors ein Anpressdruck, insbesondere am ersten Scheibensatz, durch einen be- ziehungsweise den Anpressaktor aufrechterhalten wird. Durch die beanspruchte Ver- schaltung in Kombination mit dem Doppelkolbenprinzip und der damit verbundenen Trennung von Anpressung und Verstellung kann bei einem Ausfall des Verstellaktors der Anpressdruck am ersten Scheibensatz über den Anpressaktor aufrechterhalten werden. Bei einem Einfachkolbenprinzip würde der Druck am ersten Scheibensatz durch Leckagen und ein eventuelles Zurückdrehen der Verstellpumpe sehr schnell absinken. Dies würde zu einer Unteranpressung und damit potentiell zu einem Getrie- beschaden führen. Mit dem vorliegenden Verfahren und der beschriebenen Fluidan- ordnung erfolgt bei einem Ausfall des Verstell- oder Anpressaktors ein langsameres Verstellen des Variators beziehungsweise ein langsamerer Druckabfall in der An- presskammer. Ein sofortiger Getriebeschaden wird somit verhindert und die Zeitdauer zum Beispiel für einen softwareseitigen Eingriff in das System, wie zum Beispiel das Öffnen der Kupplung, erhöht sich.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnung verschie- dene Ausführungsbeispiele im Einzelnen beschrieben sind. Es zeigen:

Figur 1 eine Fluidanordnung für ein stufenlos verstellbares

Umschlingungsgetriebe mit einem Verstellaktor und einem Anpressaktor, der durch eine Kühlölpumpe vorgespannt wird; Figur 2 eine ähnliche Fluidanordnung wie in Figur 1 , wobei der Verstellaktor zusätzlich mit einem Zweidruckventil ausgestattet ist;

Figur 3 eine Fluidanordnung mit einem Verstellaktor und einem Anpressaktor, der eine permanent angetriebene Fluidpumpe umfasst, die einen Systemdruck für eine Fluidsteuerung bereitstellt;

Figur 4 eine ähnliche Fluidanordnung wie in Figur 3, wobei der Verstellaktor zusätzlich mit einem Zweidruckventil ausgestattet ist; und

Figur 5 eine ähnliche Fluidanordnung wie in Figur 1 , wobei im Unterschied zu den vorangegangenen Fluidanordnungen jedoch nur der erste

Scheibensatz einen Doppelkolben umfasst.

In den Figuren 1 , 2 und 5 ist eine Fluidanordnung 81 ; 82; 85 mit einem Umschlin- gungsgetriebe 2 in drei verschiedenen Ausführungsbeispielen dargestellt. Das Um schlingungsgetriebe 2 umfasst einen Variator 3, dessen Anpressung über eine durch einen Elektromotor 4 angetriebene erste Fluidpumpe 11 bereitgestellt wird. Eine Ver- stellung des Variators 3 erfolgt über eine durch einen Elektromotor 5 angetriebene zweite Fluidpumpe 12.

Zur Versorgung von fluidischen Verbrauchern 9, 10 ist in der Fluidanordnung 81 ; 82; 85 eine durch einen Elektromotor 6 angetriebene dritte Fluidpumpe 13 vorgesehen. Mit der dritten Fluidpumpe 13 kann vorteilhaft mit geringem technischem Aufwand ein von den Verbrauchern 9, 10 benötigter Volumenstrom und/oder Fluiddruck bereitge- stellt werden.

Die dritte Fluidpumpe 13 fördert Fluid aus dem Fluidreservoir 7 zu einer Verzweigung 27. Die erste Fluidpumpe 11 ist zwischen der Verzweigung 27 und einer Verzweigung 24 angeordnet.

Die elektromotorisch angetriebene Fluidpumpe 12 stellt einen Verstellaktor 15 dar. Die elektromotorisch angetriebene Fluidpumpe 11 stellt einen Anpressaktor 16 dar. Die elektromotorisch angetriebene Fluidpumpe 13 stellt eine Kühlölpumpe dar und dient gleichzeitig als Vorspannpumpe für den Anpressaktor 16.

Von der Verzweigung 24 erstreckt sich eine Fluidleitung in eine Anpresskammer 17 eines ersten Scheibensatzes 21. Eine weitere Fluidleitung erstreckt sich von der Ver- zweigung 24 zu einer Anpresskammer 19 eines zweiten Scheibensatzes 22.

Der Verstellaktor 15 ist über eine Fluidleitung mit einer Verstellkammer 18 des ersten Scheibensatzes 21 verbunden. Über eine weitere Fluidleitung ist der Verstellaktor 15 mit einer Verstellkammer 20 des zweiten Scheibensatzes 22 verbunden.

Ein entsperrbares Rückschlagventil 25 ist zwischen die Verzweigung 24 und eine Druckseite des Anpressaktors 16 geschaltet.

Die beiden fluidischen Verbraucher 9, 10 sind zum Beispiel Teil eines Kühlkreislaufs 26. Der Kühlkreislauf 26 umfasst drei Verzweigungen 27, 28 und 29. Die Verzweigung 27 ist zwischen der Kühlölpumpe 14 und dem Anpressaktor 16 angeordnet. Die Ver- zweigung 28 ist zwischen den Verzweigungen 27 und 29 angeordnet und ist darüber hinaus über ein Rückschlagventil 30 mit dem Fluidreservoir 7 verbunden. Das Rück- schlagventil 30 sperrt in Richtung Fluidreservoir 7.

Von der Verzweigung 29 erstreckt sich eine Fluidleitung in den Figuren 1 , 2 und 5 nach oben zu einem Spritzrohr 31 , das den beiden Scheibensätzen 21 , 22 und dem Umschlingungsmittel 23 zugeordnet ist. In der Fluidleitung zwischen der Verzweigung 29 und dem Spritzrohr 31 ist ein Rückschlagventil 34 angeordnet, das zur Verzwei- gung 29 hin schließt. Dadurch wird ein Ansaugen von Fluidvolumenstrom vom An- pressaktor 16 aus dem Reservoir 7 bei einem Defekt der Kühlölpumpe 14 gewährleis- tet. Von der Verzweigung 29 erstreckt sich eine weitere Fluidleitung in den Figuren 1 ,

2 und 5 nach unten zu einem Spritzrohr 32, das zum Beispiel einer Getriebekühlung zugeordnet ist.

Zwischen dem Spritzrohr 32 und der Verzweigung 29 ist ein elektromagnetisch betä- tigbares Proportionalventil 33 mit einer Öffnungsstellung und einer Schließstellung angeordnet. Das Proportionalventil 33 ist durch eine symbolisch angedeutete Feder in seine Schließstellung vorgespannt.

Bei der in Figur 1 dargestellten Fluidanordnung 81 , die eine bevorzugte Variante dar- stellt, fördert der Anpressaktor 16 auf seiner Druckseite, also in Figur 1 oben, in die Anpresskammern 17, 19 der Scheibensätze 21 , 22. Auf der Saugseite des Anpressak- tors 16, also in Figur 1 unten, befindet sich der Tankanschluss oder, wie in Figur 1 ge- zeigt, der Kühlölkreis oder Kühlkreislauf 26. Der Anpressaktor 16 wird mit der Kühlöl- pumpe 14 vorgespannt.

Die Verstellung erfolgt über separate Verstellkammern 18, 20 an den Scheibensätzen 21 , 22. Der Verstellaktor 15 ist hydraulisch zwischen die Verstellkammern 18, 20 ge- schaltet und fördert bei einer Variatorverstellung Volumenstrom zwischen den Ver- stellkammern 18, 20 auf die gewünschten Druckniveaus.

Sind die Volumenströme aus beziehungsweise in die Verstellkammern 18, 20 auf- grund von verschiedenen Verstellwegen betragsmäßig unterschiedlich, dann ist der Verstellaktor, wie in Figur 2 gezeigt ist, zusätzlich mit einem Zweidruckventil 37 aus- gestattet. Das in Figur 2 dargestellte Zweidruckventil 37 ist über zwei Anschlüsse mit Verzweigungen 35, 36 verbunden. Zwischen den Verzweigungen 35 und 36 ist der Verstellaktor 16 angeordnet. Die Verzweigung 35 ist über eine Fluidleitung an die Ver- stellkammer 18 des ersten Scheibensatzes 21 angeschlossen. Die Verzweigung 36 ist über eine Fluidleitung an die Verstellkammer 20 des zweiten Scheibensatzes 22 an- geschlossen.

Das entsperrbare Rückschlagventil 25 verhindert bei den Fluidanordnungen 81 und 82 in den Figuren 1 und 2 bei einem Ausfall des Anpressaktors 16 vorteilhaft einen rapi- den Druckabfall in den Anpresskammern 17, 19.

Bei den in den Figuren 3 und 4 dargestellten Fluidanordnungen 83 und 84 sieht man, dass die Anpressung auch über die permanent angetriebene Fluidpumpe 13 erfolgen kann. In den Figuren 3 und 4 fehlt der in den Figuren 1 , 2 und 5 mit 16 bezeichnete Anpressaktor. Die permanent angetriebene Fluidpumpe 13 stellt einen Systemdruck für eine Fluidsteuerung 41 bereit. Die Anpressung erfolgt durch Ansteuerung von ent- sprechenden Ventilen in der Fluidsteuerung 41. Die Verstellung erfolgt analog der be- vorzugten Variante, die in Figur 1 dargestellt ist.

In Figur 4 sieht man, dass dem Verstellaktor 15 aus Figur 3 auch ein Zweidruckventil 47 zugeordnet werden kann. Das Zweidruckventil 47 ist an zwei Verzweigungen 45,

46 angeschlossen, die den Verzweigungen 35 und 36 in Figur 2 entsprechen. Als drit- ten Anschluss weist das Zweidruckventil 47, wie das Zweidruckventil 37 in Figur 2, ei- nen Tankanschluss auf. Bei der in Figur 5 dargestellten Fluidanordnung 85 weist nur der erste Scheibensatz 21 einen Doppelkolben auf. Der Scheibensatz 22 ist mit einem Einfachkolben mit ei- ner Arbeitskammer 51 ausgestattet. Der Arbeitsraum 51 steht über eine Verzweigung 50 mit der Anpresskammer 17 des ersten Scheibensatzes 21 und mit dem Verstellak- tor 15 in Verbindung.

Bezuqszeichenliste

Umschlingungsgetriebe

Variator

Elektromotor

Elektromotor

Elektromotor

Fluidreservoir

Verbraucher

Verbraucher

Fluidpumpe

Fluidpumpe

Fluidpumpe

Kühlölpumpe

Verstellaktor

Anpressaktor

Anpresskammer

Verstellkammer

Anpresskammer

Verstellkammer

erster Scheibensatz

zweiter Scheibensatz

Umschlingungsmittel

Verzweigung

entsperrbares Rückschlagventil

Kühlkreislauf

Verzweigung

Verzweigung

Verzweigung

Rückschlagventil

1 Spritzrohr

Spritzrohr Proportionalventil Rückschlagventil Verzweigung Verzweigung Zweidruckventil Fluidsteuerung Verzweigung Verzweigung Zweidruckventil Verzweigung Arbeitskammer Fluidanordnung Fluidanordnung Fluidanordnung Fluidanordnung Fluidanordnung