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Patent Searching and Data


Title:
FLUID ARRANGEMENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2015/021982
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a fluid arrangement for the fluidic actuation of a transmission which comprises multiple gears which can be selected and engaged by means of the fluid arrangement, having a first transmission actuator for performing the selecting function and having a second transmission actuator for performing the engagement function, and having a fluidic energy source. The invention is characterized in that the fluidic energy source comprises a fluid machine with opposite fluid flow directions, said fluid machine being fluidically connected to the transmission actuators by means of a valve logic system such that both the selecting and engagement functions can be performed by means of the single fluid machine.

Inventors:
GRETHEL MARCO (DE)
Application Number:
DE2014/200384
Publication Date:
February 19, 2015
Filing Date:
August 06, 2014
Export Citation:
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Assignee:
SCHAEFFLER TECHNOLOGIES GMBH (DE)
International Classes:
F16H61/02; F16H61/00; F16H61/30
Foreign References:
FR2807812A12001-10-19
EP2587097A12013-05-01
DE19900852A11999-07-22
DE102008009653A12008-09-11
DE102010047801A12011-05-05
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Claims:
Patentansprüche

1 . Fluidanordnung (1 ) zum fluidischen Betätigen eines Getriebes, das mehrere Gänge umfasst, die mit Hilfe der Fluidanordnung (1 ) gewählt und geschaltet werden können, mit einem ersten Getriebeaktor (4;64) zum Darstellung der Wählfunktion und mit einem zweiten Getriebeaktor (5;65) zum Darstellen der Schaltfunktion, und mit einer fluidischen Energiequelle (10), dadurch gekennzeichnet, dass die fluidische Energiequelle (10) eine Fluidmaschine (12) mit entgegengesetzten Fluidstromrichtungen umfasst, die über eine Ventillogik (15) fluidisch so mit den Getriebeaktoren (4,5;64,65) verschaltet ist, dass sowohl die Wählfunktion als auch die Schaltfunktion mit der einen Fluidmaschine (12) darstellbar sind.

2. Fluidanordnung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Fluidmaschine (12) so ausgeführt ist, dass sie in entgegengesetzten Förderrichtungen gegen einen Lastdruck einen Förderstrom aufbauen kann.

3. Fluidanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventillogik (15) Nachsaugventile (24,25) und Überströmventile (26,27) umfasst.

4. Fluidanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Getriebeaktoren (4,5) über fluidische Strecken (8,9) in unterschiedlichen Betätigungsrichtungen betätigbar sind.

5. Fluidanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass den beiden fluidischen Strecken (8,9) mindestens eine Aktivierungsventileinrichtung (31 ,32) zugeordnet ist.

6. Fluidanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Getriebeaktoren (4,5) einen Hydraulikzylinder, insbesondere einen Differenzflächenzylinder (44,74), umfasst.

7. Fluidanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Getriebeaktor (4) über eine axial verschiebbare, aber drehfeste Verbindung mit dem zweiten Getriebeaktor (5) gekoppelt ist, um die Wählfunktion und die Schaltfunktion darzustellen.

8. Fluidanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass einer der Getriebeaktoren (5) einen fluidisch angetriebenen Schwenkmotor (50) umfasst.

9. Fluidanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beide Getriebeaktoren (4,5) mit einem gemeinsamen Schaltfinger (78) gekoppelt sind.

10. Fluidanordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden fluidischen Strecken (8,9) durch eine Nachsaugventileinrichtung (16) und eine Überströmventileinrichtung (17) mit einem Fluidbehälter (20) verbunden sind.

Description:
Fluidanordnung

Die Erfindung betrifft eine Fluidanordnung zum fluidischen Betätigen eines Getriebes, das mehrere Gänge umfasst, die mit Hilfe der Fluidanordnung gewählt und geschaltet werden können, mit einem ersten Getriebeaktor zum Darstellen der Wählfunktion und mit einem zweiten Getriebeaktor zum Darstellen der Schaltfunktion, und mit einer fluidischen Energiequelle.

Aus der deutschen Offenlegungsschrift DE 10 2008 009 653 A1 ist eine Hydraulikanordnung zur Steuerung eines Doppelkupplungsgetriebes eines Kraftfahrzeugs bekannt, die umfasst: Eine hydraulische Energiequelle zur Versorgung der Hydraulikanordnung mittels eines Hydraulikmediums mit hydraulischer Energie; einen Druckspeicher zur Speicherung der hydraulischen Energie; eine Kupplungskühlung zur Kühlung von Kupplungen des Doppelkupplungsgetriebes mittels des Hydraulikmediums; Kupplungsaktoren zum Betätigen einer ersten Kupplung und einer zweiten Kupplung, wobei die hydraulische Energiequelle eine zweiflutige Elekt- ropumpe umfasst. Aus der deutschen Offenlegungsschrift DE 10 2010 047 801 A1 ist ein Hyd- rostataktor mit einem Geberzylinder enthaltend ein Gehäuse und einen in dem Gehäuse axial verlagerbaren, eine mit Druckmittel befüllte Druckkammer mit Druck beaufschlagenden Kolben, mit einem einen Drehantrieb in eine Axialbewegung wandelnden Planetenwälzgetriebe mit einer Hülse bekannt, wobei das Planetenwälzgetriebe durch einen Elektromotor angetrieben ist.

Aufgabe der Erfindung ist es, das Betätigen eines Getriebes, das mehrere Gänge umfasst, die mit Hilfe einer Fluidanordnung gewählt und geschaltet werden können, zu vereinfachen.

Die Aufgabe ist bei einer Fluidanordnung zum fluidischen Betätigen eines Getriebes, das mehrere Gänge umfasst, die mit Hilfe der Fluidanordnung gewählt und geschaltet werden können, mit einem ersten Getriebeaktor zum Darstellen der Wählfunktion und mit einem zweiten Getriebeaktor zum Darstellen der Schaltfunktion, und mit einer fluidischen Energiequelle, dadurch gelöst, dass die fluidische Energiequelle eine Fluidmaschine mit entgegengesetzten Fluidstromrichtungen umfasst, die über eine Ventillogik fluidisch so mit den Getriebeaktoren verschaltet ist, dass sowohl die Wählfunktion als auch die Schaltfunktion mit der einen Fluidmaschine darstellbar sind. Bei der Fluidanordnung handelt es sich vorzugsweise um eine Hydraulikanordnung, die mit einem Hydraulikmedium, wie Hydrauliköl, betrieben wird. Bei den Getriebeaktoren handelt es sich zum Beispiel um hydraulische Differenzflächenzylinder. Beim Wählen eines der Gänge des Getriebes wird zum Beispiel eine gewünschte Schaltgasse eines einzulegenden beziehungsweise auszulegenden Gangs gewählt. Beim Schalten wird der Gang in der zuvor gewählten Schaltgasse eingelegt beziehungsweise ausgelegt. Je nach Gang werden unterschiedliche Getriebeübersetzungsstufen aktiviert beziehungsweise deaktiviert. Die erfindungsgemäße Fluidanordnung umfasst nur eine einzige Fluidmaschine, die zum Beispiel durch einen Elektromotor antreibbar ist. Die zugehörige Ventillogik kann vorteilhaft relativ einfach gestaltet werden. Die Fluidmaschine ist vorteilhaft als Verdrängermaschine, zum Beispiel als Flügelzellenmaschine, Zahnradmaschine oder Kolbenmaschine, ausgeführt.

Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Fluidanordnung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Fluidmaschine so ausgeführt ist, dass sie in entgegengesetzten Förderrichtungen gegen einen Lastdruck einen Förderstrom aufbauen kann. Die Fluidmaschine kann als Pumpe oder als Motor betrieben werden. Der Betrieb in entgegensetzten Förderrichtungen wird auch als Reversierbetrieb bezeichnet.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Fluidanordnung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Ventillogik Nachsaugventile und Überströmventile umfasst. Die Ventillogik umfasst vorteilhaft nur zwei Nachsaugventile und zwei Überströmventile, die einem Fluidbehälter zugeordnet sind. Die Nachsaugventile dienen zusammen mit dem Fluidbehälter zur Darstellung einer Nachsaugfunktion. Die Überströmventile dienen in Kombination mit dem Fluidbehälter zur Darstellung einer Überströmfunktion.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Fluidanordnung ist dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Getriebeaktoren über fluidische Strecken in unterschiedlichen Betätigungsrichtungen betätigbar sind. Eine erste fluidische Strecke umfasst zum Beispiel eine erste Fluidleitung, die an einen ersten Fluidanschluss der Fluidmaschine angeschlossen ist. Eine zweite fluidische Strecke umfasst zum Beispiel eine zweite Fluidleitung, die an einen zweiten Fluidanschluss der Fluidmaschine angeschlossen ist.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Fluidanordnung ist dadurch gekennzeichnet, dass den beiden fluidischen Strecken mindestens eine Aktivierungsventileinrichtung, insbesondere jeweils eine Aktivierungsventileinrichtung, zugeordnet ist. Die Aktivierungsventileinrichtung ist zum Beispiel als 4/2-Wegeventil mit einer Öffnungsstellung und einer Schließ- stellung ausgeführt. Durch die Aktivierungsventileinrichtung wird der Zulauf und Ablauf von Hydraulikmedium zu beziehungsweise von dem jeweiligen Getriebeaktor ermöglicht. Da die Teilfunktionen Wählen und Schalten in der Regel sequentiell ablaufen, können zwei Aktivierungsventileinrichtungen zusammengefasst werden. Als Aktivierungseinrichtung kann zum Beispiel ein x/y-Wegeventil verwendet werden, mit dem die Schaltstellungen "Wählen und dabei Schalten sperren", "Schalten und dabei Wählen sperren" und "Wählen und Schalten sperren" realisiert werden können.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Fluidanordnung ist dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Getriebeaktoren einen Hydraulikzylinder, insbesondere einen Differenzflächenzylinder, umfasst. Bei dem Differenzflächenzylinder handelt es sich um einen Fluidzylinder, in welchem ein Kolben hin und her bewegbar aufgenommen ist, der wiederum an unterschiedlich großen Flächen mit Fluiddruck beaufschlagbar ist. Je nach Ausführung der Fluidanordnung können auch beide Getriebeaktoren einen Hydraulikzylinder, wie einen Differenzflächenzylinder, umfassen.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Fluidanordnung ist dadurch gekennzeichnet, dass der erste Getriebeaktor über eine axial verschiebbare, aber drehfeste Verbindung mit dem zweiten Getriebeaktor gekoppelt ist, um die Wählfunktion und die Schaltfunktion darzustellen. Zur Darstellung der axial verschiebbaren, aber drehfesten Verbindung dienen vorteilhaft ein Hydraulikzylinder, insbesondere ein Differenzflächenzylinder, und ein Schwenkmotor. Die Funktionen Wählen und Schalten können auch mechanisch voreinander getrennt sein. Wenn beide Getriebeaktoren einen Differenzflächenzylinder umfassen, dann kann zum Beispiel mit Hilfe des einen Getriebeaktors eine translatorische Bewegung erzeugt werden. Mit Hilfe des anderen Getriebeaktors kann vorteilhaft eine Schwenkbewegung dargestellt werden. Zu diesem Zweck ist der Differenzflächenzylinder des anderen Getriebeaktors vorteilhaft mit einer Mechanik gekoppelt, die eine translatorische Bewegung eines Kolbens des Differenzflächenzylinders in eine Schwenkbewegung umwandelt.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Fluidanordnung ist dadurch gekennzeichnet, dass einer der Getriebeaktoren einen fluidisch angetriebenen Schwenkmotor umfasst. Der fluidisch angetriebene Schwenkmotor dient vorteilhaft zur Darstellung der Funktion Schalten. Die Funktion Wählen kann vorteilhaft mit Hilfe des Differenzflächenzylinders dargestellt werden. Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Fluidanordnung ist dadurch gekennzeichnet, dass beide Getriebeaktoren mit einem gemeinsamen Schaltfinger gekoppelt sind. Der Schaltfinger ist zum Beispiel in einer Führungsschiene geführt, die mit Hilfe des Schwenkmotors schwenkbar ist.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Fluidanordnung ist dadurch gekennzeichnet, dass den beiden fluidischen Strecken jeweils ein Drucksensor und/oder den beiden Getriebeaktoren eine Positionserfassung zugeordnet ist. Dadurch kann auf einfache Art und Weise der Druck in den fluidischen Strecken und/oder die Position der Aktoren erfasst werden.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Fluidanordnung ist dadurch gekennzeichnet, dass die beiden fluidischen Strecken durch eine Nachsaugventileinrichtung und eine Überströmventileinrichtung mit einem Fluidbehälter verbunden sind. Die Nachsaugventileinrichtung und die Überströmventileinrichtung umfassen vorzugsweise jeweils zwei Ventile und dienen zur Darstellung einer Nachsaugfunktion und einer Überströmfunktion. Die Ventile können als aktive oder passive Ventile in Sitzventilbauweise oder in Schieberventilbauweise ausgeführt sein.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Fluidanordnung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Nachsaugventileinrichtung/Überströmventileinrichtung zwei Nachsaugventi- le/Überströmventile umfasst, die vom Fluidbehälter weg/zum Fluidbehälter hin öffnen. In den entgegengesetzten Richtungen schließen die Ventile.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Fluidanordnung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Fluidmaschine elektromotorisch angetrieben und/oder als Fluidmotor und/oder Fluidpumpe ausgeführt ist. Die Fluidmaschine ist vorzugsweise als 4-Quadranten-fähige Hydraulikmaschine, insbesondere Reversierpumpe beziehungsweise Reversiermotor, ausgeführt. Die Fluidmaschine ist vorzugsweise durch eine elektrische Antriebsmaschine, zum Beispiel einen Elektromotor, angetrieben. Die elektrische Antriebsmaschine ist vorteilhaft reversierbar, das heißt in entgegengesetzten Drehrichtungen betreibbar, und ermöglicht gegebenenfalls auch einen Generatorbetrieb. Die Erfindung betrifft gegebenenfalls auch ein Verfahren zum Betätigen eines Getriebes mit Hilfe einer vorab beschriebenen Fluidanordnung.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnung verschiedene Ausführungsbeispiele im Einzelnen beschrieben sind. Es zeigen:

Figur 1 einen Fluidschaltplan einer Fluidanordnung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel und

Figur 2 eine ähnliche Fluidanordnung wie in Figur 1 gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel.

In Figur 1 ist eine Fluidanordnung 1 mit einem ersten Getriebeaktor 4 und einem zweiten Getriebeaktor 5 dargestellt. Die erste Getriebeaktor 4 dient zur Darstellung einer Wählfunktion und ist einer ersten fluidischen Strecke 8 zugeordnet. Der zweite Getriebeaktor 5 dient zur Darstellung einer Schaltfunktion und ist einer zweiten fluidischen Strecke 9 zugeordnet. Die Fluidanordnung 1 wird vorzugsweise mit einem Hydraulikmedium, wie Hydrauliköl, betrieben und daher auch als Hydraulikanordnung 1 bezeichnet. Analog werden die fluidischen Strecken 8, 9 als hydraulische Strecken bezeichnet.

Gemäß einem wesentlichen Aspekt der Erfindung umfasst die erfindungsgemäße Fluidanordnung 1 nur eine einzige fluidische Energiequelle 10 in Form einer Fluidmaschine 12. Die Fluidmaschine 12 wird auch als Hydraulikmaschine bezeichnet und ist durch einen Elektromotor 14 angetrieben. Die erste hydraulische Strecke 8 umfasst eine Hydraulikleitung, welche den ersten Getriebeaktor 4 mit einem ersten Anschluss der Fluidmaschine beziehungsweise Hydraulikmaschine 12 verbindet. Die zweite hydraulische Strecke 9 umfasst eine zweite Hydraulikleitung, welche den zweiten Getriebeaktor 5 mit einem zweiten Anschluss der Hydraulikmaschine beziehungsweise Fluidmaschine 12 verbindet.

Die Fluidanordnung 1 umfasst eine relativ einfache Ventillogik 15 mit einer Nachsaugventilein- richtung 16 und einer Überströmventileinrichtung 17. Die Nachsaugventileinrichtung 16 und die Überströmventileinrichtung 17 sind mit einem Fluidbehälter 20 kombiniert, der zum Bei- spiel ein Hydraulikmedium, wie Hydrauliköl, enthält. Daher wird der Fluidbehalter 20 auch als Hydraulikbehälter bezeichnet.

Die beiden hydraulischen Strecken 8, 9 sind durch eine Nachsaugleitung 21 und eine parallel dazu angeordnete Überströmleitung 22 fluidisch miteinander verbunden. Der Fluidbehälter 20 ist sowohl an die Nachsaugleitung 21 als auch an die Überströmleitung 22 angeschlossen.

In der Nachsaugleitung 21 sind zwei Nachsaugventile 24, 25 angeordnet. Die Nachsaugventi- le 24, 25 sind vereinfacht als Rückschlagventile dargestellt, die zum Fluidbehälter 20 hin schließen. Vom Fluidbehälter 20 öffnen die Nachsaugventile 24, 25 druckabhängig.

In der Überströmleitung 22 sind zwei Überströmventile 26, 27 angeordnet. Die Überströmventile 26, 27 sind vereinfacht als Rückschlagventile dargestellt. Die Überströmventile 26, 27 öffnen zum Fluidbehälter 20 hin. Vom Fluidbehälter weg schließen die Überströmventile 26, 27.

Die Ventillogik 15 mit der Nachsaugventileinrichtung 16 und der Überströmventileinrichtung 17 ist zwei Aktivierungsventileinrichtungen 31 , 32 vorgeschaltet. Die Aktivierungsventileinrichtung 31 ist in der ersten fluidischen Strecke 8 zwischen die Ventillogik 15 und den ersten Getriebeaktor 4 geschaltet. Analog ist die zweite Aktivierungsventileinrichtung 32 in der zweiten fluidischen Strecke 9 zwischen die Ventillogik 15 und den zweiten Getriebeaktor 5 geschaltet.

Die Fluidmaschine 12 ist als Reversierpumpe ausgeführt, mit der besonders vorteilhaft beide Getriebeaktoren 4, 5 betätigbar sind. Die Reversierpumpe kann in beiden Drehrichtungen uneingeschränkt gegen einen Lastdruck einen Förderstrom aufbauen. Im Betrieb der Fluidmaschine 12 ermöglichen die Nachsaugventile 24, 25 und die Überströmventile 26, 27 auf einfache Art und Weise eine ausgeglichene Volumenstrombilanz.

Mit der erfindungsgemäßen Fluidanordnung 1 wird eine Aktoreinrichtung realisiert, die zwei Getriebeaktoren 4, 5 umfasst und die mit Hilfe eines einzigen Elektromotors 14 über die Fluidmaschine 12 angetrieben wird. Die erfindungsgemäße Aktoreinrichtung wird daher auch als 1 -Motor-Aktoreinrichtung bezeichnet. Die Fluidmaschine 12 stellt über die beiden Getriebeaktoren 4, 5 die richtungsreversiblen Teilfunktionen Wählen und Schalten dar. Die sequenziellen Abläufe beim Wählen und Schalten ermöglichen die gemeinsame Nutzung einer einzigen hydraulischen Energiequelle 10, zum Beispiel in Form einer so genannten Re- versierpumpeneinrichtung. Dadurch können auf einfache Art und Weise vier und mehr Gänge eines einfachen Getriebes gewählt und geschaltet werden. Die erfindungsgemäße Fluid- anordnung 1 eignet sich aber auch zum Wählen und Schalten von acht und mehr Gängen in einem Doppelkupplungsgetriebe.

Die Aktivierungsventileinrichtungen 31 , 32 sind als 4/2-Wegeventile mit einer Öffnungsstellung und einer Schließstellung ausgeführt. Dabei sind die elektromagnetisch betätigbaren Aktivierungsventileinrichtungen 31 , 32 durch eine symbolisch angedeutete Feder in ihre dargestellte Schließstellung vorgespannt. Funktionsbedingt weisen die Aktivierungsventileinrichtungen 31 , 32 zwei in Figur 1 unten und zwei in Figur 1 oben angeordnete Anschlüsse auf. An die beiden unten liegenden Anschlüsse der Aktivierungsventileinrichtungen 31 , 32 sind jeweils die beiden fluidischen Strecken 8, 9 angeschlossen.

Die beiden oberen Anschlüsse der Aktivierungsventileinrichtung 31 sind an einen ersten Druckanschluss 41 und an einen zweiten Druckanschluss 42 eines Hydraulikzylinders 44 angeschlossen. Die beiden oberen Anschlüsse der Aktivierungsventileinrichtung 32 sind an einen ersten Druckanschluss 45 und an einen zweiten Druckanschluss 46 eines hydraulischen Schwenkmotors 50 angeschlossen. Die beiden Aktivierungseinrichtungen 31 , 32 können auch zusammengefasst werden, zum Beispiel in einem x/y-Wegeventil.

Der hydraulische Schwenkmotor 50 ist drehfest mit einer Führungsschiene 52 verbunden, durch die sich eine Kolbenstange 54 hindurch erstreckt. Die Kolbenstange 54 geht von einem Kolben aus, der in dem als Differenzflächenzylinder ausgeführten Hydraulikzylinder 44 hin und her bewegbar geführt ist. Die Kolbenstange 54 ist über die Führungsschiene 52 drehfest mit dem Schwenkmotor 50 verbunden.

Mit Hilfe einer optionalen Arretierungseinrichtung 55 kann die Kolbenstange 54 in verschiedenen Schaltstellungen arretiert werden. An dem freien, in Figur 1 rechten Ende der Kolbenstange 54 ist ein Schaltfinger 58 ausgebildet. Der Schaltfinger 58 kann vorteilhaft in vier Bewegungsrichtungen angesteuert werden. Über den ersten Getriebeaktor 4 kann der Schaltfinger 58 vor oder zurück, das heißt in Figur 1 nach rechts oder nach links, bewegt werden, um eine gewünschte Schaltgasse zu wählen. Über den zweiten Getriebeaktor 5 mit dem Schwenkmotor 50 kann der Schaltfinger 58 in die eine oder in die andere Richtung verdreht werden, um einen gewünschten Gang einzulegen beziehungsweise auszulegen.

Die axialen Bewegungen der Kolbenstange 54 werden durch den Kolben in dem Hydraulikzylinder 44 ausgeführt. Dabei wird die Wirkrichtung des Hydraulikzylinders 44 über die Drehrichtung der Fluidmaschine 12 bestimmt, die vorzugsweise als Verdrängermaschine ausgeführt ist. Zum Erzeugen einer axialen Bewegung der Kolbenstange 54 muss die Aktivierungsventileinrichtung 31 betätigt werden, das heißt, aus ihrer dargestellten Schließstellung in ihre Öffnungsstellung bewegt werden. Dabei werden Volumenbedarfunterschiede über die Nach- saugventileinrichtung 14 und die Überströmventileinrichtung 17 ausgeglichen.

Die Kolbenstange 54 ist mit Hilfe der Führungsschiene 52 durch den Schwenkmotor 50 hindurch geführt. Über eine geeignete Geometrie, wie eine Zahnwellen- oder Keilwellengeometrie, ist es möglich, dass der Schwenkmotor 50 positionsunabhängig von der Kolbenstange 54 über die Führungsschiene 52 in beiden Drehrichtungen ein Drehmoment zur Einleitung einer gewünschten Drehbewegung erzeugen kann.

Die Schwenkbewegung des Schaltfingers 58 wird durch Umschalten der Aktivierungsventileinrichtung 32 aus der dargestellten Schließstellung in ihre Öffnungsstellung eingeleitet. Die Arretiereinrichtung 55 kann vorteilhaft verwendet werden, um die Kolbenstange 54 bei der Drehbewegung in ihrer zuvor gewählten axialen Position zu halten. Die Drehrichtung des

Schwenkmotors 50 steht in einem direkten Zusammenhang mit der gewählten Drehrichtung der Fluidmaschine 12. Der hydraulische Schwenkmotor 50 ist zum Beispiel als Schwenkflügelmotor ausgeführt.

In Figur 2 ist eine Fluidanordnung 61 dargestellt, die der Fluidanordnung 1 aus Figur 1 ähnelt. Zur Bezeichnung gleicher Teile werden die gleichen Bezugszeichen verwendet. Um Wiederholungen zu vermeiden, wird auf die vorangegangene Beschreibung der Figur 1 verwiesen. Im Folgenden wird hauptsächlich auf die Unterschiede zwischen den beiden Fluidanordnun- gen 1 und 61 eingegangen. Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Fluidanordnungen 1 und 61 besteht darin, dass die Funktionen Wählen und Schalten bei der in Figur 2 dargestellten Fluidanordnung 61 mechanisch voneinander getrennt sein können. Bei der Fluidanordnung 61 werden sowohl die Funktion Schalten als auch die Funktion Wählen über Hydraulikzylinder realisiert.

Ein erster Getriebeaktor 64 umfasst einen ähnlichen Hydraulikzylinder wie in Figur 1 mit einem Kolben, der zur Darstellung der Funktion Wählen dient. Ein zweiter Getriebeaktor 65 umfasst einen ähnlichen Hydraulikzylinder 74 mit einem Kolben, von dem eine Kolbenstange 75 ausgeht. Die Kolbenstange 75 ist mit einer geeigneten Mechanik 78 gekoppelt, die es ermöglicht, eine axiale Bewegung der Kolbenstange 75 in eine Schwenkbewegung für das Schalten der Gänge umzuwandeln. Die beiden oberen Anschlüsse der Aktivierungsventileinrichtung 32 sind an zwei Druckanschlüsse 71 , 72 des Hydraulikzylinders 74 angeschlossen.

Bezuqszeichenliste

Fluidanordnung

erster Getriebeaktor

zweiter Getriebeaktor

erste fluidische Strecke

zweite fluidische Strecke

fluidische Energiequelle

Fluidmaschine

Elektromotor

Ventillogik

Nachsaugventileinrichtung

Überströmventileinrichtung

Fluidbehälter

Nachsaugleitung

Überströmleitung

Nachsaugventil

Nachsaugventil

Überströmventil

Überströmventil

Aktivierungsventileinrichtung

Aktivierungsventileinrichtung

erster Druckanschluss

zweiter Druckanschluss

Hydraulikzylinder

erster Druckanschluss

zweiter Druckanschluss

Schwenkmotor

Führungsschiene

Kolbenstange

Arretierungseinrichtung

Schaltfinger

Fluidanordnung erster Getriebeaktor zweiter Getriebeaktor erster Druckanschluss zweiter Druckanschluss Hydraulikzylinder Kolbenstange

Mechanik




 
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