STEEG, Ralf (Eichenstr. 4, Berlin, 12435, DE)
Patentansprüche
1. Fluidauffangbehälter für insbesondere Wasser aus der Abwasserwirtschaft und aus Kühlungssystemen mit einem Seitenwände (2) aufweisenden Speicherkörper (3) , einer Tragkonstruktion (4) und mit einem Zulauf (5) und Ablauf (6) für das Wasser (W) , wobei die Seitenwände (2) zusammenfaltbar oder zusammendrückbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Tragwerk (4) eine Stab- werkkonstruktion (Sk) mit miteinander verbundenen Stäben (8) ist, dass die Stabwerkkonstruktion (Sk) zumindest teilweise einen Raum umschließt, in dem der Speicherkörper (3) angeordnet ist und dass der Speicherkörper (3) mittels der Stabwerkkonstruktion (Sk) gehalten ist.
2. Fluidauf f angbehälter nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s das Tragwerk (4) eine Quaderform aufweist, wobei die Stäbe (8) entlang der Kantenlinien des Quaders angeordnet sind.
3. Fluidauffangbehälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge kenn z ei chnet , da s s die Stabwerkkonstruktion (Sk) Querverstrebungen zur ihrer Stabilisierung auf-
weist .
4. Fluidauffangbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadur ch ge kenn z ei chnet , da s s die Stabwerkkonstruktion (Sk) zusammenklappbar ist.
5. Fluidauffangbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge kennzeichnet , da s s die Seitenwände (2) aus einem fluiddichten beschichteten Gewebe gefertigt sind.
6. Fluidauffangbehälter nach Anspruch 5, dadurch ge- kennzeichnet, dass das Gewebe ein textiles Gewebe aus Kunststoff, bevorzugt aus Polyamidfaser, ist.
7. Fluidauffangbehälter nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewebe durch Kautschuk oder Industriekautschuk, insbesondere durch Hypalon, be- schichtet oder darin eingebettet ist.
8. Fluidauffangbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Speicherkörper (3) eine Bodenplatte (7) aufweist, die fluiddicht mit den Seitenwänden (2) verbunden ist.
9. Fluidauffangbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Speicherkörper (3) eine Deckelplatte (9) aufweist, die fluiddicht mit den Seitenwänden (2) verbindbar ist.
10. Fluidauffangbehälter nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenplatte (7) und die Deckelplatte (9) jeweils mindestens einen umlaufenden Sei- tenwandrand (27) aufweisen, wobei die beiden Seitenwand- ränder zueinander weisend angeordnet sind und in einer Entleerungsposition, in der die Seitenwände zusammengefal- tet oder zusammengedrückt sind, ineinander oder übereinander greifend angeordnet sind.
11. Fluidauffangbehälter nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckelplatte (9) abnehmbar ist.
12. Fluidauffangbehälter nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckelplatte (9) aus einem profiliertem Blech, insbesondere aus Trapezblech, gefertigt ist.
13. Fluidauffangbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Speicher- körper (3) eine in Einbaulage nach unten hin zulaufende konische Form aufweist.
14. Fluidauffangbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 13, gekennzeichnet durch einen Führungsmechanismus zur Führung der Seitenwände (2) zwischen einer Füllpositi- on, in der die Seitenwände (2) entfaltet sind, und einer Entleerungsposition, in der die Seitenwände (2) zusammengefaltet sind.
15. Fluidauffangbehälter nach Anspruch 14, soweit auf Anspruch 2 zurückbezogen, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsmechanismus erste Führungsschienen um- fasst, die sich über die maximale Höhe des Speicherkörpers
(3) erstrecken und mit dem Tragwerk (4) verbunden sind, und dass die Bodenplatte (7) sich seitlich erstreckende
Anker aufweist, wobei jeweils ein Anker in eine zugeordne- te Führungsschiene eingreift und in der ersten Führungsschiene verschiebbar gelagert ist.
16. Fluidauffangbehälter nach einem der Ansprüche 9 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Zu- und Ablauf (5, 6) in der Deckelplatte (9) und/oder der Boden- platte angeordnet ist.
17. Fluidauffangbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Stäbe (8) aus Profilen, insbesondere aus Rohrprofilen, gefertigt sind.
18. Fluidauffangbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (2) des Tragwerkes (4) in eine Ebene parallel zu der Bodenplatte (7) hinein verschwenkbar an dem Tragwerk angeordnet sind.
19. Fluidauffangbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 18, gekennzeichnet durch eine vorgesehene Reini- gungsanlage mit Wirbeljets (29) zur Reinigung des Flui- dauffangbehälters .
20. Modulsystem mit Fluidauffangbehältern nach einem der Ansprüche 1 bis 19.
21. Modulsystem nach Anspruch 20, dadurch gekenn- zeichnet, dass der Fluidauffangbehälter (1) als Modul gefertigt ist und dass die Module nach Baukastenprinzip aneinander ansetzbar sind.
22. Modulsystem nach Anspruch 20 oder 21, gekennzeichnet durch eine modulare Tragwerkkonstruktion, in die die Fluidauffangbehälter (1) und/oder die Speicherkörper (3) einsetzbar sind.
23. Modulsystem nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragwerkkonstruktion als Stabwerkkonstruktion (Sk) in Quaderform mit die Längskanten bildenden Längsstäben ausgebildet ist, zwischen die Stabwerkrechtecke quer zur Längsrichtung an beliebiger Stelle der Längskanten einbaubar sind.
24. Modulsystem nach Anspruch 23, dadurch gekenn- z ' e ichne-t, dass die Stabrechtecke in einem gleichmä- ßigen Abstand zueinander zwischen den Längsstäben angeordnet sind und einzelne Fächer bilden, in denen die Fluidauffangbehälter (1) und/oder die Speicherkörper (3) ein- setzbar sind.
25. Modulsystem nach einem der Ansprüche 20 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass ein übergabeschacht und eine Verteilungsleitung (24) vorgesehen sind, durch die das Fluid über die Zu- und Abläufe der einzelnen Fluidauffangbehälter (1) zuführ- bzw. rückführbar ist.
26. Modulsystem nach einem der Ansprüche 20 bis 25, gekennzeichnet durch ein vorgesehenes Stützsystera (12) zu seiner Abstützung auf einem Untergrund (U).
27. Modulsystem nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützsystem (12) im Boden verankerte und bevorzugt in einem Raster angeordnete Stützen aufweist, die an der Unterseite der Tragwerkkonstruktion angreifen.
28. Modulsystem nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützen oberseitig und in Längsrichtung des Modulsystems (14) über eine profilierte Tragschiene, bevorzugt mit einem L- oder H-Profil, verbunden sind.
29. Verwendung eines Fluidauffangbehälters nach einem der Ansprüche 1 bis 19 in einem Fluid, insbesondere in einem Gewässer oder dergleichen, dadurch gekennzeichnet, dass der Speicherkörper (3) mit Entleerung seines Inhaltes über den äußeren Fluiddruck zusammenfaltbar oder zusammenpressbar ist.
30. Verwendung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass der Fluidauffangbehälter (1) zumindest teilweise in dem Gewässer angeordnet ist.
31. Verwendung nach Anspruch 30, dadurch gekenn- zeichnet, dass eine weitere Führung mit zweiten
Führungsschienen vorgesehen ist, über die der Fluidauffangbehälter (1) ortsgenau in das Gewässer einsetzbar ist.
32. Verwendung eines Modulsystems gemäß den Ansprüchen 20 bis 28 in einem Fluid, insbesondere in einem Gewässer oder dergleichen, dadurch gekennzeichnet, dass der Speieherkörper (3) oder die Speicherkörper (3) der in dem Modulsystem (14) eingesetzten Fluidauffangbehälter (1) nach einem der Ansprüche 1-19 mit Entleeren seines Inhalts über den äußeren Fluiddruck zusammenfaltbar oder zusammenpressbar ist.
33. Verwendung nach Anspruch 32, dadurch gekenn- zeichnet, dass das Modulsystem (14) wenigstens zum
Teil im Gewässer angeordnet ist. |
Fluidauffangbehälter, ModulSystem mit Fluidauffangbehältern und Verwendung derselben
Die Erfindung betrifft einen Fluidauffangbehälter für insbesondere Wasser aus der Abwasserwirtschaft und aus KühlungsSystemen mit einem Seitenwände aufweisenden Speicherkörper, einer- Tragkonstruktion und mit einem Zulauf und Ablauf für das Wasser, wobei die Seitenwände (2) zusammenfaltbar oder zusammendrückbar sind. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Modulsystem für Fluidauffangbehälter. Die Erfindung betrifft ferner eine Verwendung des Fluidauffangbehälters und des Modulsystems in einem Gewässer oder dergleichen.
Derartige Fluidauffangbehälter werden beispielsweise in der Abwasserwirtschaft verwandt, wobei, bei extremer Abwasserbelastung, wie z.B. bei erhöhten Regenfällen, Abwasserströme in den Fluidauffangbehälter in Form von Betondecken in Stahlbetonbauweise zwischengespeichert werden, um dadurch zu verhindern, dass die Abwässer ungefiltert in umliegende Gewässer gelangen. Dieses stellt eine besonders aufwändige Form der Zwischenspei- cherung dar.
Ein gattungsgemäßer Fluidauffangbehälter wird zum Beispiel in der DE 26 13 826 Al offenbart, der in ein seinen Boden bildendes Bodenfundament eingebettet ist und dessen Seitenwände mit- tels mindestens eines Auftriebskörpers im Gewässer zur Wasseroberfläche hin entfaltbar sind. Nachteilig sind hierbei die notwendigen aufwändigen Vorbereitungen zur Installation des Fluidauffangbehälters in einem Gewässer, indem der Untergrund im Gewässer vorbereitet und/oder der Fluidauffangbehälter über
verankerte Seile mit dem Untergrund verankert werden muss.
Die DE 195 06 806 Al beschreibt einen Fluidauffangbehälter ohne Fundament und mit elastisch miteinander verbundenen Platten aus schwimmfähigem Schaumstoff, die auf der Wasseroberfläche schwimmen, im ungefüllten Zustand zusammengefaltet sind und sich mit Füllung auseinanderfalten.
Zur Verminderung des Platzbedarfes wird in der DE 103 38 419 Al vorgeschlagen, den Fluidauffangbehälter im Uferbereich eines Gewässers in der Nähe einer Einleitung des Kanalisationsnetzes in das Gewässer zu verwenden. Hierdurch wird in der Tat ein Einsparpotential an Raumbedarf an Land geschaffen, zumal auch vorgeschlagen wird, durch Plattformen oberhalb des Fluidauf- fangbehälters eine zusätzliche bebaubare Fläche zu schaffen. Nachteilig hieran ist jedoch, dass der Fluidauffangbehälter durch den äußeren Wasserdruck entsprechend stabil gebaut werden muss. Ferner bleibt der tatsächliche Raumbedarf für den Fluidauffangbehälter bestehen. Mit seiner Anordnung in einem Gewässer wirkt auf den Fluidauffangbehälter mit entleertem, mit luftgefüllten Speicherkörper, ein erhöhter Auftrieb, der ein Aufschwimmen des Fluidauffangbehälters bewirkt und dadurch eine entsprechend starke Verankerung des Fluidauffangbehälters in dem Gewässer erfordert.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Fluidauffangbehälter der eingangs genannten Art bereitzustellen, der unaufwändiger in ein Gewässer eingesetzt werden kann.
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Tragwerk eine Stabwerkkonstruktion mit miteinander verbundenen Stäben ist, dass die Stabwerkkonstruktion zumindest teil- weise einen Raum umschließt, in dem der Speicherkörper angeordnet ist, und dass der Speicherkörper mittels der Stabwerkkonstruktion gehalten ist.
Hierbei sind die Stäbe vorzugsweise jeweils miteinander verbun-
den. Somit wird ein leicht flutbares, aber dennoch stabiles Tragwerk vorgeschlagen. Eingesetzt in ein Gewässer, setzen die Stäbe einer Strömung einen geringen Strömungswiderstand entgegen, so dass der Fluidauffangbehälter mit ungefülltem, zusam- mengefaltetem Speicherkörper ebenfalls einen geringen Strömungswiderstand aufweist. Daher kann auf eine aufwändige Verankerung zumindest im Wesentlichen verzichtet werden. Dennoch ist der Speicherkörper dank der Stabwerkkonstruktion geschützt in dem Tragwerk angeordnet. Hierbei kann die Stabwerkkonstruktion so dichtmaschig aufgebaut sein, dass kein größeres Treibgut oder dergleichen in den Raumgelangen kann, in dem der Speicherkörper angeordnet ist. Hierzu können zur Herstellung der Dicht- maschigkeit zu den für die Festigkeit notwendigen Stäben zusätzliche Stäbe, insbesondere Gitterstäbe, vorgesehen sein, die beispielsweise aus Baustahl bzw. aus Moniereisen gefertigt sind. Vorzugsweise ist hierbei die der Strömung des Gewässers, in der der Fluidauffangbehälter eingesetzt ist, zugewandte Seite der Stabwerkkonstruktion entsprechend dichtmaschig ausgebildet. Stattdessen oder zusätzlich, bei vorzugsweise gleich- zeitiger verminderter Dichtmaschigkeit, kann ein Netz oder Gitter zum Abhalten des Treibgutes vorgesehen sein, das in die Stabwerkkonstruktion integriert oder zusätzlich, vorzugsweise an der der Strömung zugewandten Seite, an der Stabwerkkonstruktion angebracht.
Vorzugsweise sind zumindest die faltbaren Seitenwände des Speicherbehälters in dem Raum angeordnet, der mittels der Stabwerkkonstruktion umschlossen wird. Der Speicherbehälter kann auch vollständig in diesem Raum angeordnet sein.
Ferner kann der Fluidauffangbehälter, ins Gewässer getaucht und beispielsweise mittels zusätzlicher Auftriebkörper und/oder mit einer teilweisen Luftfüllung in dem Speicherkörper schwimmfähig gemacht, leicht zur seinem Einsatzort hingeschleppt werden.. Somit kann der Fluidauffangbehälter auf Land vollständig vormontiert werden und schwimmend mittels luftgefülltem Speicher- körper oder per Schiff zum Einsatzort gebracht oder mittels
eines Krans vom Ufer aus eingesetzt und dann durch Fluten und/oder Herauspressen der Luft aus dem Speicherkörper auf Grund gesetzt oder in einer bestimmten Wasserhöhe gehalten werden kann.
Die Stabwerkkonstruktion kann eine als Standfläche ausgebildete Fläche aufweisen. Hierzu kann die Stabwerkkonstruktion die Standfläche entsprechend ihrer vorgegebenen Ausbildungsform, d.h. als ebene, einfach gekrümmte oder mehrfach gekrümmte Fläche, mit Stäben beispielsweise umranden oder in einer Gitter- konstruktion aufbauen. Dank der stabilen Stabwerkkonstruktion kann der Fluidauffangbehälter selbst bei einem etwas unebenen Untergrund auf demselben positioniert werden. Bei einem stärker abschüssigen Untergrund kann die Stabwerkkonstruktion dem Untergrund angepasst gefertigt sein und/oder in Einbaulage nach unten, zum Untergrund weisende, vorzugsweise höhenjustierbare Erstreckungen aufweisen. Diese können sich unter dem Eigengewicht des Fluidauffangbehälters und/oder durch zusätzliches Hineingetrieben-Werden mit Absetzen des Fluidauffangbehälters auf den Untergrund in denselben zumindest teilweise einbohren können. Falls ein weiter unten näher beschriebenes Fundament vorgesehen sein soll, kann dieses als unaufwändiges Punktfundament mit zur Wasseroberfläche weisenden Aufsetzpunkten ausgebildet sein, wobei die Aufsetzpunkte vorzugsweise an den Knotenpunkte des Stabwerkskonstruktion, d.h. an den Stellen, an denen Stäbe zusammenlaufen, angreifen. Hierzu können beispielsweise Stahlstützen und/oder Holzpfähle in den Gewässerboden eingerammt werden, deren nach oben weisenden Stirnseiten die Aufsetzpunkte bilden;
Die Stabwerkkonstruktion kann zur. Ausbildung des Raumes einen beliebigen, vorzugsweise eine einem vorgesehenen Einsatzort angepasste Form aufweisen. Die Stabwerkkonstruktion kann eine polyedrische Raumform ausbilden. Hierzu können die Stäbe entlang der Kantenlinien der polyedrischen Raumform angeordnet sein. Vorzugsweise kann die Stabwerkkonstruktion zu einem rota- tionssymmetrischen Körper, wie Torus oder Zylinder, einem pris-
matischen oder pyramidalen Körper ausgebildet sein. Das Tragwerk kann bevorzugt eine Quaderform aufweisen, wobei die Stäbe vorzugsweise entlang der Kantenlinie des Quaders angeordnet sind. Es versteht sich, dass zur Versteifung der Tragwerkkon- struktion notwendige Querverstrebungen, Dreiecke ausbildende zusätzliche Stäbe, Verstärkungsplatten und/oder Rippen vorgesehen sein können. Die Stäbe können aus Profilen, d.h. aus geschlossenen und/oder offenen Profilen bzw. aus Mischprofilen mit offenen und geschlossenen Anteilen, gefertigt sein. Vor- teilhaft sind Hohlprofile mit vorzugsweise einem geringen Strömungswiderstand, wie zum Beispiel Hohlprofile mit rundem, d.h. kreisrundem, ellipsoidem oder elliptischem Querschnitt ausgebildet. Die Hohlprofile können auch Mehrkantprofile, insbesondere Vierkanthohlprofile sein. Die Stäbe können auch ein T-, U- oder Doppel-T-Profilen aufweisen.
Allgemein können die Stäbe einen Werkstoff aufweisen, der belastungsfähig und der beständig gegenüber dem Fluid ist, in dem der Fluidauffangbehälter eingesetzt werden soll. Hierzu zählen beispielsweise Verbundwerkstoffe, insbesondere Faserverbund- Werkstoffe. Die Stäbe können aus Stahl gefertigt sein, wobei ein rostbeständiger Edelstahl bevorzugt wird. Die Stabe können an ihren Enden miteinander verschweißt oder anderweitig fest miteinander verbunden sein. Die Stäbe können auch, insbesondere, wenn sie einen runden Querschnitt aufweisen, beispielsweise mittels Schellen, Muffen, Steckverbinder und/oder anderer Verbindungsstücke lösbar miteinander verbunden sein.
Ein besonderer Vorteil wird darin gesehen, dass Stabwerkkonstruktion zusammenklappbar ausgebildet sein kann. Durch • zusammenklappen kann, ' insbesondere dann, wenn sich der Speicherkör- per in der Entleerungsposition . befindet, der. Raumbedarf des Fluidauffangbehälters erheblich vermindert werden. Dadurch kann der Fluidauffangbehälter unaufwändiger zu seinem Einsatzort gebracht und eingesetzt werden, wobei mit dem Einsetzen vorzugsweise ein automatisches Aufklappen der Stabwerkkonstruktion erfolgt. Somit kann hierdurch die gestellte Aufgabe vollständig
gelöst werden. Zum Einklappen kann vorgesehen sein, dass sich die Stabwerkkonstruktion in den von ihr umschlossenen Raum hinein verschwenkt. Hierzu können die Stäbe und/oder andere, das Tragwerk bildenden Bauteile endseitig entsprechend gelenkig aneinander und/oder an den weiteren das Tragwerk bildenden Bauteilen verbunden sein. Ferner können die Stäbe wie auch die Bauteile in einer zusammengeklappten Position und in einer nicht zusammengeklappten Position in den Gelenken ver- und entriegelbar sein. So können beispielsweise bei dem oben aufge- führten Tragwerk mit Quaderform die Stäbe, die in einer Einsatzposition senkrecht zu einer Fluidoberflache angeordnet sind, zum Zusammenklappen in eine Ebene parallel zur Fluidober- flache hinein verschwenkt werden. Hierzu können diese Stäbe in einem Mittenbereich ein zusätzliches Gelenk 30 aufweisen, mit- tels welchen der jeweils zugehörige Stab 8 mittig eingeklappt werden kann.
Die Seitenwände können in einer Füllposition des Speicherkörpers, in der der Speicherkörper ordnungsgemäß gefüllt ist, entfaltet, d.h., abhängig von der Elastizität ihres Werkstof- fes, vollkommen oder bevorzug nahezu vollkommen gestreckt sein und somit den maximalen Raumbedarf des Fluidauffangbehälters bestimmen. In einer Entleerungsposition des Speicherkörpers jedoch, in der der Speicherkörper ordnungsgemäß geleert ist, können die Seitenwände soweit als werkstoffbedingt möglich zusammengefaltet oder zusammengedrückt sein. Dadurch kann das Volumen des Speicherkörpers in seiner Entleerungsposition um ein Vielfaches gegenüber seinem Volumen in seiner Füllposition verringert werden, so dass hierdurch sein Platzbedarf entsprechend verringerbar ist. Wenn der Fluidauffangbehälter sogar nur für besondere Notsituationen, die, wie bei extrem gesteigerter Niederschlagsmenge, in der Regel nur wenige Male im Jahr eingesetzt, d.h. gefüllt werden soll, kann sich der Fluidauffangbehälter für die Restzeit in seiner extrem Platz sparenden Entleerungsposition befinden. Da der Speicherkörper in jeder sei- ner Füllpositionen im Wesentlichen mit Fluid gefüllt ist,
wirkt, wie noch weiter unten zu beschreiben ist, auf den im Gewässer angeordneten Speicherkörper kein erhöhter Auftrieb auf den Fluidauffangbehälter . Dadurch ist nicht zu befürchten, dass, wenn der Fluidauffangbehälter schwimmend in dem Gewässer angeordnet ist, er über einen erhöhten Auftrieb weiter über die Wasseroberfläche hervorragt oder zu dieser hoch schwebt, oder dass er, wenn er beispielsweise am Gewässergrund verankert ist, eine entsprechend geringere Verankerung bedarf. Somit kann die Ausstattung beispielsweise herkömmlicher Regenüberlaufbecken mit einem oder mehreren Fluidauffangbehältern kombiniert werden. Ferner ist es dadurch möglich, wesentlich preiswertere Fluidauffangbehälter zu konstruieren, die keine gegen einen äußeren Flüssigkeitsdruck ausgelegten und damit kostenaufwändi- gere Seitenwände benötigen. Dank der zusammenfaltbaren Seiten- wände des Speicherkörpers kann ein Aufschwimmen eines Fluidauf- fangbehälters oder mehrerer Fluidauffangbehälter verhindert werden, so dass es dann vorteilhafterweise nicht notwendig ist, dass Zuleitungen zum Zu- und Abfluss beweglich angeordnet sein müssen. Ferner ist nicht zu befürchten, dass ein aufschwimmen- der Auffangbehälter die Ansicht auf das Gewässer mit dem Fluidauffangbehälter beeinträchtigt und somit ein unerwünschtes visuelles Element bildet.
Es versteht sich von selbst, dass, wie üblicherweise vorgesehen, der Fluidauffangbehälter über zusätzliche Komponenten, wie Pumpen, Wirbeljets, Lüftung sowie Einheiten zur Regelung und überwachung ausgestattet sein können. Dies gilt auch für das nachfolgende, weiter unten beschriebene Modulsystem mit Fluidauffangbehältern. über diese Komponente kann der Fluidauffangbehälter gemäß dem Stand der Technik ordnungsgemäß betrie- ben werden, indem die Pumpen zum Zu- und Abpumpen, die Wirbeljets zur Verwirbelung des Fluids in dem Speicherkörper zu seiner Reinigung und die Regelung und überwachung zur üblichen Regelung und überwachung der Arbeitsvorgänge des Fluidauffang- behälters eingesetzt werden. Die Lüftung kann beispielsweise zur Belüftung des Speicherkörpers dienen, um den Speicherkörper
im entleerten Zustand in seine Füllposition beispielsweise zu seiner Reinigung zu bringen.
Die Wirbeljets können in Form üblicher Wirbeljetanlagen angeordnet sein. Hierdurch können Feststoffe oder Schwerstoffe fortwährend in Schwebe gehalten werden und/oder sich bildende Ablagerungen aus den Feststoffen oder Schwerstoffen zur Reinigung vom Untergrund gelöst werden. Ferner kann zur Reduktion der Feststoffe eine bekannte Vorreinigungsvorrichtung vor Ein- lauf des Regenwassers in den Speicherkörper vorgeschaltet bzw. angeordnet sein. Eine derartige Vorreinigungsvorrichtung ist beispielsweise als Huber-Rotomat-Anlage bekannt (http : //www . huber . de) .
Zusätzlich oder anstatt können auch andere bekannte Reinigungsverfahren eingesetzt werden. Diese können beispielsweise durch Abtragung von Ablagerungen durch Taucher, durch Räumvorrichtungen und/oder durch Spülanlagen, insbesondere durch Schwallspülanlagen und/oder Hochdruckanlagen, manuell oder maschinell bzw. automatisiert erfolgen.
Ferner können Rüttlervorrichtungen mit Rüttler vorgesehen sein, die mechanische Stoßwellen in den Speicherkörper einkoppeln können.
Der Speicherkörper kann austauschbar in dem Fluidauffangbehäl- ter angeordnet sein. . .
Die Seitenwände sind bevorzugt aus einem fluiddichten beschich- teten Gewebe gefertigt. Bevorzugt ist das Gewebe ein textiles Gewebe aus Kunststoff. Hierbei wird ein besonders reißfester Kunststoff, vorzugsweise Polyamidfaser, bevorzugt. Anstatt des textilen Gewebes kann auch ein feinmaschiges Drahtgewebe zum Einsatz kommen. Bevorzugt wird also ein bewährtes Gewebe. Zur fluiddichten Abdichtung des Gewebes kann das Gewebe durch Kautschuk oder Industriekautschuk, insbesondere durch Hypalon beschichtet oder darin eingebettet sein. Hierbei ist das Hypalon ein Produkt der Firma Continental, das sogar gegenüber
Kraftstoffen resistent ist und somit auch vom Auffangen einer Vielzahl von Chemikalien geeignet ist, die zum Beispiel bei einem „Chemie-Unfall", bei dem große Mengen von beispielsweise Löschwasser mit Chemikalien vermischt anfallen, die unter Um- ständen in wenigen Minuten in großen Mengen auftreten können, und die in den Fluidauffangbehälter zwischengespeichert werden können. Damit kann verhindert werden, dass das Löschwasser nicht in die Kanalisation und/oder in umliegende Gewässer gelangen kann. Bevorzugt ist die fluiddichte Beschichtung oder Matrix für das eingebettete Gewebe besonders alterungsbeständig, eine Eigenschaft, die auch durch den Werkstoff Hypalon erfüllt wird. Als weitere vorteilhafte Eigenschaft ist eine Wechselfestigkeit der Seitenwände zu nennen, die beim Zusammenfalten und Entfalten entsprechend belastet werden. Auch hier kann die Kombination von textilem Gewebe aus Kunststoff, bevorzugt aus Polyamidfaser, und Industriekautschuk, bevorzugt Hypalon, als vorteilhafte Werkstoffkombination genannt werden. Natürlich ist auch eine andere Werkstoffkombination geeignet, die ähnliche Werkstoffeigenschaften aufweist.
Die Seitenwände können auch aus einem Kunststoff gefertigt sein, mittels dessen die Seitenwände auch eine besondere Druck- und/oder Zugfestigkeit aufweisen. Hierzu kann beispielsweise der mit dem Firmennamen Alligator WINBAG der Firma Albersalli- gator (http://www.albersalligator.com) und der Kunststoff der Firma HST-Hydro-System Technik genannt werden, mittels dessen die Firma HST-Hydro-System Technik einen Spülsack herstellt (http://www.systemtechnik.net) .
Bevorzugt weist der Speicherkörper eine Bodenplatte auf, die fluiddicht mit den Seitenwänden verbunden ist. Dies ist beson- ders vorteilhaft bei der Anordnung des Fluidauffangbehälters in einem Gewässer 1 , da ein dadurch beschwerter Boden eine kontrollierte, selbsttätige Entfaltung und Faltung erleichtert. Selbstverständlich kann auch der gesamte Speicherkörper nur aus den zusammenfaltbaren oder zusammendrückbaren Seitenwänden bestehen, wobei an einer Stelle der Seitenwände ein Zu- und
Ablauf für das Fluid vorgesehen sein sollte.
Die Bodenplatte kann in einer Einsatzposition des Speicherkörpers vor Ort so angeordnet sein, dass sie zur Horizontalen eine bestimmte Neigung aufweist. Hierdurch können anfallende Ablage- rungen leichter an dem beim tiefer liegenden Teil der Bodenplatte gesammelt und ausgetragen werden. Die Bodenplatte kann an ihrer in Einbaulage nach oben weisenden Oberseite eine Keramikschicht ausweisen. Diese kann zur Verschleißminderung dienen und/oder ein Anhaften von Ablagerungen aus Festkörpern, die mit dem Fluid in den Speicherkörper eingespült werden können, zu verhindern oder zumindest zu erschweren.
In einer Weiterbildung kann der Speicherkörper eine Deckelplatte aufweisen, die fluiddicht mit den Seitenwänden verbindbar ist. Bevorzugt ist die Deckelplatte abnehmbar. Dadurch kann der Speicherkörper leicht von oben her erreicht und beispielsweise gereinigt werden. Vorzugsweise sollte die Deckelplatte aus einem profilierten Blech, insbesondere aus einem Trapezblech, gefertigt sein. Vorzugsweise ist die Profilierung der Deckelplatte in einem vom Rand der Deckelplatte beabstandeten Bereich vorgesehen, damit der Randbereich leichter mit den Seitenwänden fluiddicht verbunden werden kann. Vorzugsweise ist die Abdichtung des Speicherkörpers nicht nur fluiddicht sondern auch geruchsdicht ausgebildet.
Vorzugsweise weisen die Bodenplatte und/oder die Deckelplatte jeweils einen umlaufenden Seitenwandrand auf. Hierbei können die beiden Seitenwandränder zueinander weisend angeordnet sein. Dadurch können sie in einer Entleerungsposition, in der Bodenplatte und Deckelplatte zur Verringerung des Volumens der Speicherkörpers bis auf einen bestimmten Restabstand gegeneinander gefahren und in der die Seitenwände zusammengefaltet oder zusammengedrückt sind, gegeneinander verfahren angeordnet sein. In dieser Position wird durch die Seitenwandränder ein Innenraum gebildet, in dem die zusammengefalteten oder zusammengedrückten Seitenwände hinein abgelegt. Somit können diese gegen-
über äußeren Einflüssen geschützt in dem Innenraum angeordnet sein, welches wiederum den Transport des Fluidauffangbehälters erleichtert. Hierdurch wird ebenfalls die gestellte Aufgabe vollständig gelöst.
Zur Fixierung der Seitenwandränder gegen eine Bewegung in Deckel- oder Bodenplattenebene kann eine Fixiervorrichtung vorgesehen sein. Die Fixiervorrichtung kann eine Steckverbindung aufweisen. Hierzu können die Seitenwandränder ein Nut- Federprofil aufweisen, mittels dessen sie in der Entleerungspo- sition ineinandergreifen. Die Seitenwandränder können in der Entleerungsposition auch übereinander greifen, indem vorzugsweise der Seitenwandrand der Deckelplatte über den der Bodenplatte übergreift, wobei vorzugsweise ein Spiel zum leichteren übereinandergreifen der Seitenwandränder vorgesehen ist.
Die Wirbeljets zur Reinigung des Speicherkörpers des Fluidauf- fangbehälters können am Boden, z.B. an der Bodenplatte, und/oder an der Deckelplatte angeordnet sein. Durch die Anordnung der Wirbeljets an dem Boden kann derselbe vorteilhaft beschwert werden. Die Deckelplatte kann mit dem vorzugsweise unterseitig angeordneten Wirbelj et hoch klappbar an der Tragkonstruktion angeordnet sein. Sind, wie oben beschrieben, ein oder zwei Seitenwandränder vorgesehen, so kann durch die Beabstandung von Deckelplatte und Bodenplatte in der Entleerungsposition mittels der Seitenwandränder genügend Raum für die Wirbeljets zwischen der Deckelplatte und der Bodenplatte verbleiben, ohne dass die Wirbeljets mechanisch unzulässig belastet werden.
Zudem kann die Rüttlervorrichtung mit Rüttlern zur Loslösung von Ablagerung auf Bauteile des. Fluidauffangbehälters, insbe- sondere auf die Bodenplatte und/oder Deckelplatte, auf dieselben einwirken. Hierzu kann der Rüttler einen Körper und mindestens ein Rückstoß beaufschlagbares- Stoßelement aufweisen, durch das, nach dem Prinzip eines Presslufthammers, Stoßwellen in den Körper erzeugbar sind, die in das gewünschte Bauteil des Flui-
dauffangbehälters einkoppelbar sind. Das Stoßelement kann auch direkt auf das vorgesehen Bauteil wirken. Es kann auch vorgesehen sein, dass an mehreren Stellen eines Bauteiles bzw. der Bauteile Stoßwellen eingekoppelt werden können. Vorzugsweise sind der oder die Rüttler an der Unterseite der Bodenplatte angeordnet und können vorzugsweise von einem entfernt zu ihnen angeordneten Ort gesteuert werden.
Vorzugsweise weist der Speicherkörper eine in Einbaulage nach unten hin zulaufende konische Form auf. Hierdurch ist der Vor- gang des Zusammenfalten und Entfalten leichter und geregelter durchführbar. Weist der Speicherkörper Bodenplatte und Deckelplatten auf, so ist die Bodenplatte vorzugsweise kleiner als die Deckelplatte ausgebildet. In einer Weiterbildung des Fluidauffangbehälters ist ein Führungsmechanismus zur Führung der Seitenwände zwischen der Füllposition, in der die Seitenwände entfaltet sind, und der Entleerungsposition, in der die Seitenwände zusammengefaltet sind, vorgesehen. Dieser Führungsmechanismus kann erste Führungsschienen umfassen, die sich über die maximale Höhe des Speicherkörpers erstrecken und mit dem Tragwerk verbunden sind. Ferner kann die Bodenplatte sich seitlich erstreckende Anker aufweisen, wobei jeweils ein Anker in eine zugeordnete erste Führungsschiene eingreift und in der ersten Führungsschiene verschiebbar gelagert ist. Hierdurch kann der Speicherkörper zwischen seinen beiden Positionen, seiner Füllposition und seiner Entleerungsposition geführt werden, so dass die ordnungsgemäße Faltung oder Entfaltung des Speicherkörpers besser gewährleistet ist.
Der Zu- und Ablauf kann bevorzugt in der Deckelplatte und/oder Bodenplatte angeordnet sein. Bevorzugt ist der Zu- und Ablauf in Form eines gemeinsamen Rohres ausgebildet, das in den Speicherkörper hineinragt und bevorzugt fluiddicht mit der Deckelplatte verbindbar ist. Bei einer weiter unten beschriebenen Anordnung des Fluidauffangbehälters in einem Gewässer oder dergleichen ist es von Vorteil, wenn sämtliche öffnungen, Be- festigungen, insbesondere lösbare Befestigungen, und/oder be-
wegliche Teile über oder nahe der Wasseroberfläche angeordnet sind. Selbstverständlich gilt dieses auch für das noch zu beschreibende Modulsystem.
Es wird ein weiterer Vorteil darin gesehen, dass die Seitenwän- de des Tragwerkes in eine Ebene parallel zu der Bodenplatte hinein verschwenkbar sind. Dadurch kann der Fluidauffangbehäl- ter mit entleertem Speicherkörper leicht zusammengeklappt werden, welches einen leichteren Transport des Fluidauffangbehäl- ters ermöglicht. Ferner kann vorgesehen sein, dass sich die Seitenwände mit Füllen des Speicherkörpers elektromotorisch oder mechanisch und/oder direkt über den sich aufblähenden Speicherkörper aus der in der Ebene parallel zur Bodenplatte verschwenkten Position in ihre ordnungsgemäße, bei einem quaderförmigen Tragwerk senkrecht dazu angeordnete Position ver- schwenken lassen.
Zur Lösung der Aufgabe wird ferner ein Modulsystem vorgeschlagen, das Fluidauffangbehälter gemäß einer zuvor beschriebenen Ausführungsform aufweist.
Vorzugsweise sind die Fluidauffangbehälter hierzu als Modul gefertigt, wobei die Module vorzugsweise nach Baukastenprinzip aneinander ansetzbar sind. Zur stabilen Verankerung der Module aneinander können diese über eine Befestigungsvorrichtung, beispielsweise in Form einer Verklammerung oder einer Schraubverbindung, miteinander verbunden sein.
Zudem oder alternativ dazu kann das Modulsystem eine modulare Tragwerkkonstruktion aufweisen, die sowohl in der Höhe, ' Breite und/oder Tiefe flexibel " ausgebildet sein kann und die vorzugsweise in Serienproduktion herstellbar ist. In die Tragwerkkonstruktion können die Fluidauffangbehälter und/oder die Spei- cherkörper einsetzbar und bevorzugt wieder herausnehmbar sein. Hierzu können die Fluidauffangbehälter bzw. die Speicherkörper einen Beschlag aufweisen, über den sie beispielsweise über einen Kran in die bzw. aus der Tragwerkkonstruktion eingesetzt
bzw. herausgezogen werden können. Bei einer Verwendung des Modulsystems in einem Gewässer können somit die Module leicht über einen Schwimmkran oder über einen Uferkran in die Tragwerkkonstruktion eingesetzt bzw. auf ein Schiff verladen wer- den. Hierbei wird es als Vorteil angesehen, wenn, wie bereits beschrieben, der Fluidauffangbehälter als Modul mit standardisierten Maßen gefertigt ist.
Vorzugsweise kann die Tragwerkkonstruktion als Stabwerkkonstruktion in Quaderform mit die Längsseiten bildenden Längsstä- ben ausgebildet sein, zwischen die Stabwerkrechtecke quer zur Längsrichtung an beliebiger Stelle der Längskanten einbaubar sind. Somit kann die Tragwerkkonstruktion Fächer unterschiedlicher Größe aufweisen, die den jeweils einzusetzenden Fluidauf- fangbehälter oder dem Modulsystem zugeordnete System, wie Pum- pen und dergleichen, einsetzbar sind. Bevorzugt sollen die Stabrechtecke in einem gleichmäßigen Abstand zueinander zwischen den Längsstäben angeordnet sein und somit regelmäßige Fächerbildung, in denen bevorzugt die standardisierten, d.h. modularen Fluidauffangbehälter und/oder die bevorzugt standar- disierten Speicherkörper einsetzbar sind.
Um einen bereits beschriebenen Verwendungszweck, gemäß dem sehr große, in Minuten auftretenden Mengen Fluid von dem Modulsystem aufgefangen und zwischengelagert werden sollen, besonders genügen zu können, weist das Modulsystem vorzugsweise einen überga- beschacht und eine Verteilungsleitung auf, durch die das Fluid über die Zu- und Abläufe der einzelnen Fluidauffangbehälter insbesondere zuführbar ist. Prinzipiell kann das Fluid .in einem derartigen Verwendungszweck des Modulsystems bzw. des Fluidauf- fangbehälters auch langsam, über eine längere Zeit . aus den Speicherkörpern abgesaugt und einer beispielsweise vorgesehenen Reinigungsanlage zugeführt werden, so dass hierzu Pumpleistungen und Saug- und Druckleitungsquerschnitte sparsam bemessen sein können. Somit kann es von Vorteil sein, wenn ein vom Zulauf getrennter Ablauf vorgesehen ist.
Vorzugsweise weist das Modulsystem ein Stützsysterα zu seiner Abstützung auf einem Untergrund auf. Desgleichen kann auch der Fluidauffangbehälter ein Stützsystem zu seiner Abstützung auf dem Untergrund aufweisen. In beiden Fällen kann das Stützsystem im Boden verankerte und bevorzugt in einem Raster angeordnete Stützen aufweisen, die an der Unterseite des Tragwerkes bzw. Tragwerkkonstruktion angreifen. In einer Weiterbildung des Stützsystems können die stützenoberseitig und vorzugsweise lediglich in Längsrichtung des Modulsystems über eine profi- lierte Tragschiene, bevorzugt mit einem L- oder h-Profil, verbunden sein, wobei die Tragschienen zur Aufnahme und bevorzugt gleich als Anschlag gegenüber ein seitliches Abrutschen der Module dienen können. Hierdurch wird der Abstand zwischen den Stützen überbrückt, wobei das Profil bekanntermaßen die Stei- figkeit derartiger Tragschienen erhöht. Beim L-Profil ist vorzugsweise vorgesehen, dass die L-Profile von parallel zueinander angeordneten Tragschienen zueinander geöffnet sind, so dass nach außen hin ein seitlicher Schenkel in Einbaulage nach oben erstreckt, der ein seitliches Abrutschen des Tragwerkes bzw. der Tragwerkkonstruktion verhindert. Hierbei kann die Beabstan- dung so gewählt sein, dass die Tragwerkkonstruktion des Modulsystems bzw. die Tragwerke der einzelnen Fluidauffangbehälter sicher auf die profilierten Tragschienen aufgesetzt bzw. seitlich in sie hinein geschoben werden können. Weisen die Trag- schienen ein h-Profil auf, so soll der U-förmige Anteil des h- Profils in Einbaulage bevorzugt nach unten weisen, wobei die Stützen in das U-Profil eingreifen und der sich dann einzeln nach oben erstreckende Schenkel des h-Profils außen angeordnet ist und somit als Anschlag gegenüber ein seitliches Abrutschen des Tragwerkes bzw. der Tragwerkkonstruktion dienen kann.
Zusätzlich oder anstatt kann für die Anordnung der Fluidauffangbehälter auf einem Untergrund bereits oben erwähnte Fundamente, vorzugsweise Punktfundamente, vorgesehen sein ' . Hierzu können die Fundamente eine vorzugsweise horizontale und nach oben weisende Standebene für den Fluidauffangbehälter aufwei-
sen. Die Standfläche kann bei einem Punktfundarαent durch die erwähnten Stützpunkte gebildet werden, wobei die Stützpunkte bevorzugt an den Stellen an der Unterseite der vorgesehen Standortkonstruktion des Stabwerkes angreifen, an denen die Stäbe zusammen treffen und endseitig verbunden sind. Dies kann beispielsweise an Eckpunkten eines durch die Stäbe gebildeten polygonen Körpers sein.
Selbstverständlich können, wie auch bei üblichen Auffangbehältern oder Auffangbecken, weitere Komponenten, wie Pumpen, Wir- beljets, Lüftung sowie Einhalten zur Regelung und überwachung des Systems vorgesehen sein.
Die Aufgabe wird ferner durch die bereits angesprochene Verwendung eines Fluidauffangbehälters gemäß einer der zuvor beschriebenen Ausführungsformen in einem Fluid, insbesondere in einem Gewässer oder dergleichen gelöst, wobei der Fluidauffang- behälter zumindest teilweise in den Gewässern angeordnet ist. Hierbei kann der Fluidauffangbehälter in dem Gewässer schwimmen oder auf dem Gewässergrund über ein Stützsystem gemäß einer der zuvor beschriebenen Ausführungsformen verankert sein. Ferner kann der Fluidauffangbehälter eine zusätzliche Plattform aufweisen. In diesem Zusammenhang wird insbesondere auf die bereits zitierte Druckschrift DE 103 38 419 Al verwiesen, deren Offenbarungsgehalt hierin ausdrücklich einbezogen wird. Bei der Verwendung eines Fluidauffangbehälters gemäß einem der zuvor beschriebenen Ausführungsformen kann der Speicherkörper mit Entleerung seines Inhalts über den äußeren Fluiddruck zusammenfaltbar oder zusammenpressbar sein. Dies bietet den enormen Vorteil, dass der Speicherkörper automatisch mit Entleerung seines Inhalts vorzugsweise vollständig über den äußeren Fluiddruck zusammenfaltbar oder zusammenpressbar sein kann.
In einer vorteilhaften Weiterbildung kann eine weitere Führung mit zweiten Führungsschienen vorgesehen sein, über die der Fluidauffangbehälter in das Gewässer einsetzbar bzw. aus dem Gewässer herausnehmbar ist. Hierdurch kann der Fluidauffangbe-
hälter ortsgenau in das Gewässer beispielsweise auf das vorgesehene Stützsystem zu seiner Abstützung eingesetzt werden. Dies ist insbesondere daher von Vorteil, da der Fluidauffangbehälter beispielsweise ein Speicherkörper aufweisen kann, der ein Fas- sungsvermögen von mehreren hundert bis tausend Kubikmetern aufweisen kann, da durch die Verwendung des Fluidauffangbehäl- ters in dem Gewässer größere Abmessungen des Fluidauffangbehäl- ters technisch realisierbar sind. Ferner kann, wie bereits beschrieben, der Fluidauffangbehälter vorteilhaft einfach über ein Schiff auf dem Wasserwege zu seiner vorgesehenen Isolationsstelle gebracht werden.
Beim Füllen der Speicherkörper entfalten sich dieselben und verdrängen das umgebende Fluid. Dies ist insbesondere bei einer Verwendung in einem Gewässer nicht von praktischer Bedeutung. Mit dem Füllen des Speicherkörpers bildet sich praktisch eine Fluidblase im Fluid, die sich so lange weiter mit zugeführten Fluid füllt, wie ein Druckgefälle zwischen dem Gewässer und der Zuführung besteht. Für sehr große, in Minuten auftretenden Mengen an Fluid, wie sie bereits weiter oben beschrieben worden sind, ist die Zuführung bis auf den Gegendruck des Gewässers bzw. des den Fluidauffangbehälter umgebenden Fluids vorzugsweise drucklos ausgebildet.
Es wird weiterhin eine Verwendung eines Modulsystems gemäß einer der vorhergehenden Ausführungsbeispiele in einem Fluid, insbesondere in einem Gewässer oder dergleichen, vorgeschlagen. Hierbei können der Speicherkörper oder die Speicherkö.rper der in dem Modulsystem eingesetzten Fluidauffangbehälter gemäß einer der vorhergehenden Ausführungsformen mit Entleeren seines Inhaltes über den äußeren Fluiddruck zusammenfaltbar oder zu- sammenpressbar .sein. " • ■
Ferner kann, wie bereits bei der Verwendung des Fluidauffangbe- hälters in einem Fluid beschrieben, das Modulsystem insgesamt, wenigstens zum Teil im Gewässer angeordnet sein. Hierbei kann das Modulsystem ebenfalls schwimmend in dem Gewässer gelagert
sein. Das ModulSystem kann aber auch fest mit dem Untergrund verbunden sein. Ferner kann das Modulsystem eine sie zumindest teilweise überspannende Plattform aufweisen, die, ähnlich wie bereits in der DE 103 38 419 Al beschrieben, vielfältig für Aufbauten und dergleichen benutzt werden. Hierbei wird auf den Offenbarungsgehalt der DE 103 38 419 Al verwiesen und dieser in dieser Offenbarung mit einbezogen.
Es können weiter Schutzeinrichtungen vorgesehen sein, die beispielsweise das Abhalten von Treibgut, die Abwehr von Eisstau oder den Aufprall von Wasserfahrzeugen ermöglichen. Zum Schutz vor Schiffanprall können beispielsweise in einem Sicherheitsabstand in den Untergrund U eingerammte, verformbare Dalben aus Profilstahl vorgesehen sein. Weiterhin können strömungsmindern- de Bleche vorgesehen sein, die bei einem strömenden Gewässer den Strömungswiderstand an dem Modulsystem verringern.
Die vorliegende Erfindung wird im Folgenden anhand mehrerer in einer Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1: eine perspektivische Aufsicht auf eine erste Ausfüh- rungsform eines Fluidauffangbehälters mit einem Speicherkörper in einer Füllposition,
Fig. Ia: ein Ausschnitt gemäß dem Schnittverlauf Ia-Ia in Fig. 1,
Fig. 2: eine perspektivische Aufsicht auf den Fluidauffangbe- hälter gemäß Figur 1 mit dem Speicherkörper in einer Entleerungsposition,
Fig. 3: eine perspektivische Aufsicht auf eine zweite Ausführungsform des Fluidauffangbehälters mit dem Speicherkörper in der Füllposition,
Fig. 4: eine perspektivische Aufsicht auf den Fluidauffangbe- hälter gemäß Figur 3 mit dem Speicherkörper in der Entleerungsposition,
Fig. 4a-c einen Ausschnitt VIa-c - VIa-c gemäß dem Schnittverlauf in Fig. 4 in jeweils einer, anderen Ausführungs- form.
Fig. 5: eine perspektivische Aufsicht auf den Fluidauffangbe- hälter in einem Gewässer und mit zusätzlichen Bauteilen versehen und
Fig. 6: eine perspektivische Aufsicht auf ein Modulsystem mit mehreren Fluidauffangbehältern gemäß der zweiten Ausführungsform in einem Gewässer und während seines Auf- baus .
In den Figuren 1 bis 4 wird ein Fluidauffangbehälter 1 in zwei Ausführungsformen für insbesondere Fluid F aus der Abwasserwirtschaft und aus Kühlungssystemen mit einem Seitenwände 2 aufweisenden Speicherkörper 3, einem Tragwerk 4 und einem Zu- lauf 5 und Ablauf 6 für das Fluid F gezeigt. Der Speicherkörper ist ferner mit einer Bodenplatte 7 ausgestattet, die fluiddicht mit den Seitenwänden 2 verbunden ist. Die Tragkonstruktion 4 ist als Stabwerkkonstruktion Sk mit Stäben 8 aufgebaut, wobei das Tragwerk 4 eine Quaderform aufweist, die Stäbe 8 entlang der Kantenlinien des Quaders angeordnet sind und endseitig miteinander verschweißt sind. Die Stäbe 8 sind aus einem Stahlvierkanthohlprofil gefertigt. Der Speicherkörper 3 wird von einer Deckenplatte 9 überdeckt, wobei die oben laufenden Stäbe 8, die Seitenwände 2 und die Deckelplatte 9 fluiddicht mitein- ander verbunden sind. Dies ist als Ausschnitt in Figur Ia, einer Schnittansicht gemäß dem Schnittverlauf Ia-Ia in Figur 1, schematisch gezeigt. Hierzu ist ein oberer Rand 10 flanschartig über den oberen Stab ' 8 gezogen, wobei der obere Rand unterhalb und oberhalb jeweils durch eine Dichtung 11 fluiddicht zum Stab 8 und zur Deckelplatte 9 angeordnet ist.
Erfindungsgemäß sind die Seitenwände 2 des Speicherkörpers 3 zusammenfaltbar. Dies ist schematisch in den Figuren 1 und 2 bzw. 3 und 4 gezeigt. Figur 1 und 3 geben den Speicherkörper 3
in einer Füllposition wieder, in der seine Seitenwände 2 ungefaltet, bzw. äußerst gering gefaltet sind. In den Figuren 2 und 4 befindet sich der Speicherkörper 3 in einer Entleerungsposition, in der die Seitenwände 2 stark zusammengefaltet sind, so dass der Speicherkörper 3 lediglich noch ein Restspeichervolumen aufweist, während er in der Füllposition gemäß der Figur 1 ein maximales Speichervolumen aufweist.
Die Deckelplatte 9 ist abnehmbar konzipiert, wobei vorgesehene Klammern und Verschraubungen zum Anpressen der Deckelplatte gegen den oberen Rand 10 der Speicherwände 2 bzw. gegen das Tragteil 4 der übersichtlichkeit halber in der Zeichnung fortgelassen sind.
Der Zulauf 5 ist, wie schematisch angedeutet, mit einem wesentlich größeren Durchmesser als der Ablauf 6 versehen. Dies deu- tet auf eine der möglichen Einsatzfunktionen des Fluidauffang- behälters 1 hin, gemäß der sein Speicherkörper 3 über den großformatigen Zulauf 5 rasch gefüllt werden kann. Dies ist z.B. bei Starkregen, bei Löscharbeiten wie z.B. bei Chemieunfällen, und bei Notkühlungen, wie z.B. bei Kernkraftwerken, also dann von großem Vorteil, wenn ein großer Volumenstrom an Fluid bewältigt werden und zwischen gespeichert werden muss, wozu das Fluid dann in den Fluidauffangbehälter 1 durch den großformatigen Zulauf 5 eingespeist werden kann. Ist die Gefahrensituation vorbei, bzw. ist der Fluidauffangbehälter 1 vollständig ge- füllt, so kann seine Entleerung über den Ablauf 6 über einen wesentlichen längeren Zeitraum erfolgen, so dass der Ablauf 6 entsprechend kleiner dimensioniert werden kann. In den Fällen, in den beispielsweise eine Nassreinigung des Speicherkörpers 3 z.B. über Wirbeljets 29 erfolgen soll, indem entsprechende Mengen an Feststoffen aus dem Speicherkörper 3 entfernt werden sollen, kann der Zulauf 5, wie in der Zeichnung durch einen dünneren .gestrichelten Pfeil angedeutet, auch als Ablauf verwendet werden. Ein Wirbeljet 29 ist, in stark schematisierter Form beispielgebend in Figuren 1 und 3 dargestellt, auf der Oberseite der Bodenplatte 7 im Inneren des Speicherkörpers 3
angeordnet. Mittels des Wirbeljets 29 wird das Fluid F fortwährend in Bewegung gehalten, so dass im Fluid enthaltene Feststoff sich nicht oder nur vermindert absetzen können.
Die in den Figuren 3 und 4 gezeigte zweite Ausführungsform des Fluidauffangbehälters 1 weist abweichend von der in den Figuren 1 und 2 gezeigten ersten Ausführungsform gelenkig miteinander verbunden Stäbe 8 auf, die in einer Schwenkrichtung a so klappbar sind, dass die hier senkrechten dargestellten Stäbe in eine Ebene parallel zur Deckelplatte 9 bzw. zur Bodenplatte 7 hinein verschwenkbar sind. Hierzu weisen die senkrechten Stäbe 8 in einem Mittenbereich ein zusätzliches Gelenk 30 auf, mittels welchen der jeweils zugehörige Stab 8 in angegebener Schwenkrichtung a einklappen kann. Zum Zusammenklappen wird der Speicherkörper 3 zuvor zweckmäßigerweise in die Entleerungsposition gebracht (Figur 2 bzw. 4) . Anschließend erfolgt das Zusammenklappen der seitlichen Stäbe, wodurch sich insgesamt die tatsächliche Höhe des Fluidauffangbehälters 1 drastisch vermindert. Zusammengeklappte Fluidauffangbehälter 1 sind in Figur 6 gezeigt, auf die weiter unten noch eingegangen wird. Aus der Klapp- und Stützfunktion der Stäbe 8 ergibt sich, dass die Stäbe in der in Figuren 1 bis 5 dargestellten gestreckten Position, in der die Stäbe hier senkrecht zueinander angeordnet sind, sowie vorteilhaft auch im zusammengeklappten Zustand jeweils ver- und entriegelbar sind.
In der zweiten Ausführungsform des Fluidauffangbehälters 1 weisen die Bodenplatte 7 und die Deckelplatte 9 jeweils mindestens einen umlaufenden Seitenwandrand 27 auf. Hierbei sind die Seitenwandränder' 27 zueinander weisend ' angeordnet . Somit bilden die Seitenwandränder 27 mit der ihr zugehörigen Platte 7, 9 jeweils eine schal.enartige Form auf, wobei diese wobei diese schalenartige Formen aufeinander zuweisen geöffnet sind. In der Entleerungsposition, in der die Seitenwände zusammengefaltet oder zusammengedrückt sind, greifen dieselben so ineinander oder übereinander und ferner aneinander anstoßend, dass dadurch Bodenplatte 7 und Deckelplatte 9 voneinander in einem festen
Abstand beabstandet gehalten werden. Somit wird in der Entleerungsposition durch die Bodenplatte 7 und die Deckelplatte 9 einen mit ihren zugehörigen Seitenwandrändern 27 ein geschützter Innenraum geschaffen, in den hinein die Seitenwände 2 mit ihrem Zusammenfalten abgelegt werden. Hierbei sind die Seitenwandrändern 27 so dimensioniert, dass die auf der Oberseite der Bodenplatte 7 angeordnete Wirbeljets 28 ungefährdet mit in den geschützten Innenraum hinein geführt werden kann.
In den in Figuren 4a bis 4c schematisch dargestellten Schnitten sind beispielgebend drei unterschiedliche Ausführungsformen der Bodenplatte 7 und die Deckelplatte 9 mit den Seitenwandrändern 27 gezeigt, wobei sich hier der Speicherkörper jeweils in der Entleerungsposition befindet. In Figur 4a stößt der Seitenwand- rand 27 der Bodenplatte 7, so dass die Höhe des geschützten Raumes durch die Höhe dieses Seitenwandrandes 27 bestimmt wird. Der Seitenwandrand 27 der Deckelplatte übergreift die oberen, waagerecht angeordneten Stäbe 8, wodurch der Speicherkörper 3 gegen ein waagereichtes Verschieben gesichert wird. In Figur 4b greifen der innen liegende Seitenwandrand 27 der Bodenplatte 7 und der außen liegende Seitenwandrand 27 der Deckelplatte 9 aneinander vorbei. In Figur 4c greifen die beiden Seitenwand- ränder 27 gemäß einem Nut-Feder-Prinzip stirnseitig ineinander, wobei hier der Seitenwandrand 27 der Deckelplatte 9 eine Aufnahme 27 für die Aufnahme des stirnseitigen Endes des Seiten- wandrandes 27 der Bodenplatte 7 aufweist. Zusätzlich zur waagerechten Verschiebesicherung der Deckelplatte 9 und damit des Speicherkörpers 3 weist die Deckelplatte 9 einen weiteren außen angeordneten Seitenwandrand 27 auf, der, ähnlich wie. in Figur 4a und Ia, die oberen, waagerecht angeordneten Stäbe 8 über- greift.
Um die Reinigung der Fluidauffangbehälter 1 von Feststoffen, die sich auf- die Bodenplatte 7 abgelagert haben, zu erleichtern, ist eine Rüttlereinrichtung mit einzelnen Rüttlern 31 vorgesehen, die an der Unterseite an der Bodenplatte 7 angeord- net sind und mittels derer zur Lockerung der abgelagerten Fest-
stoffe nach dem Prinzip eines Presslufthammers mechanische Stoßwellen in die Bodenplatte 7 einleitbar sind.
Die Figur 5 zeigt eine perspektivische Aufsicht auf den Flui- dauffangbehälter 1, der, wie durch die gestrichelten gewellten Linien im oberen Bereich der Figur 5 angedeutet, in einem Fluid, bzw. sich hier unter Wasser W angeordnet ist, und über ein Stützsystem 12 mit Stützen 13 auf einem Untergrund U des Gewässers abgestützt ist. Hierdurch wird ein Modulsystem 14 gebildet, welches nachfolgend in einer anderen Ausführungsform noch näher erläutert werden wird und welches hier lediglich einen Fluidauffangbehälter 1 aufweist.
Die Stützen 13 sind oberseitig über destillierte Tragschienen 15 mit einem L-Profil verbunden. Hierzu sind die Tragschienen 15 so zueinander angeordnet, dass jeweils ein außen liegender Schenkel 16 des L-Profils als seitlicher Anschlag gegen ein seitliches Abrutschen des Fluidauffangbehälters 1 aus dem Stützsystem 12 heraus dient. Das Tragwerk 4 bzw. das Stützsystem 12 ist nach oben hin durch weitere Stützen 13 erweitert, die eine aus dem Wasser W herausragende Plattform 17 tragen.
Der Fluidauffangbehälter 1 und das Stützsystem 12 mit der Plattform 17 sind in der Zeichnung stark schematisch dargestellt. Die Erfindung selbst richtet sich im Prinzip auf beliebige Abmessungen des Fluidauffangbehälters 1 mit dem Speicherkörper 3, wobei der Speicherkörper beispielsweise mehrere hun- dert Kubikmeter Fassungsvermögen aufweisen kann. Von daher versteht es sich von selbst, dass die Anzahl der Stützen 13 sowie andere Bauteile in mehrfacher Form hier Einsatz finden können, um eine notwendige Stabilität des Fluidauffangbehälters 1 und des Modulsystems 14 zu erreichen.
Die Plattform 17 bietet die Möglichkeit zusätzliche, hier schematisch dargestellte Aufbauten 18 auf ihr zu errichten. In dem in Figur 5 dargestellten Beispiel sollen in den Aufbauten 18 notwendige zusätzliche Aggregate und Vorrichtungen für den
Betrieb des Fluidauffangbehälters 1 untergebracht sein, die, wie durch eine Antenne 19 schematisch angedeutet, in drahtloser Verbindung mit beispielsweise hier nicht dargestellten Pumpen stehen.
Mit dem Einsetzen des Fluidauffangbehälters 1 in ein Fluid bzw. in ein Gewässer lastet ein äußerer Fluid- oder Wasserdruck p unter anderem auf den Speicherkörper 3. Der Speicherkörper 3 ist in Figur 5 wie in Figur 1 in seiner Füllposition dargestellt. Mit Entleeren des Speicherkörpers 3 werden die Seiten- wände 2 über den Wasserdruck p und, bei einem vorgesehenen Verschließen des Zulaufes 5, durch den Unterdruck, der durch das Abpumpen des Fluids aus dem Speicherkörper 3 entsteht, zusammengefaltet und die Bodenplatte 7 gegen die Deckelplatte 9 angehoben bis der Speicherkörper 3 seine Entleerungsposition erreicht hat. Durch diese Maßnahme wird bewirkt, dass keine Luft in den Speicherkörper 3 gelangt, die den Auftrieb des Fluidauffangbehälters 1 ungünstig vergrößern würde, zum einen Aufschwimmen des Fluidauffangbehälters 1 einführen könnte, und somit die sichere Positionierung des Fluidauffangbehälters 1 unter Wasser W zumindest gefährden würde.
In der Figur 6 ist das Modulsystem 14 in einer zweiten Ausführungsform gezeigt. Wie in Figur 5 so ist in Figur 6 das Modulsystem 14 unter Wasser W angeordnet, weist aber eine Vielzahl von Fluidauffangbehältern 1 gemäß der zweiten Ausführungsform auf. Die in Figur 6 wiedergegebene Anzahl an Fluidauffangbehältern ist nur beispielgebend. Das Stützsystem 12 ist bis auf eine in Längsrichtung verlaufenden Tragschienen 15 aus Stäben 8 mit Vierkanthohlprofilen aufgebaut, wobei diese bis auf die Stützen 13 schematisiert allein durch eine Linie wiedergegeben sind. Das Stützsystem 13 bildet eine Reihe von Kammern 20, in der jeweils ein standardisierter Fluidauffangbehälter 1 als Modul ausgebildet einsetzbar ist. Hierbei überragen die eingesetzten modularen Fluidauffangbehälter 1. Die Zwischenwände 21, zwischen den Kammern 20 sind ebenfalls aus einem Vierkanthohl- profil aufgebaut und sind aus dem Stützsystem 12 nach oben hin
herausziehbar, welches durch das überragen der Zwischenwände über das übrige Stützsystem 12 angedeutet wird, auf diese Weise können zwei oder mehrere Kammern 20 zusammen gelegt werden. Es ist einsichtig, dass das Modulsystem baukastenförmig weiter in Längsrichtung sowie senkrecht dazu in horizontaler Ebene weiter geführt werden kann. Hierzu ist vorgesehen, dass sämtliche Maße des Modulsystems 14 einen oder mehreren Standards zugeführt werden, die die modulare Bauweise des Modulsystems ermöglichen.
Zum Befüllen der Speicherkörper 3 der Fluidauffangbehälter 1 ist hier ein übergabeschacht 22 vorgesehen, der über eine Rohrleitung 23 vom Uf her durch eine Rohrleitung 24 mit Fluid F versorgt wird. Der übergabeschacht 22 mündet in eine Verteilerleitung 24 mit Rohrstutzen 25, die jeweils an dem ihm zugeordneten Zulauf 5 des Fluidauffangbehälters 1 angeschlossen sind. Somit können rasch große Mengen an Fluid F in die Fluidauffangbehälter 1 eingespeist werden. Nicht dargestellt sind der übersichtlichkeit halber vorgesehene AblaufVorrichtungen, die jedoch im Prinzip jedoch bereits anhand der Figuren 1 bis 3 erläutert worden sind.
In der Figur 6 wird zudem gezeigt, dass die Fluidauffangbehälter 1 leicht beispielsweise von einem Schiff S über eine Krananlage K in das Modulsystem 14 eingesetzt werden können. Die Fluidauffangbehälter 1 werden in dem hier gezeigten Beispiel über das Schiff S zu dem Modulsystem 14 hin transportiert und über den Kran, der mit einem Haken H in einen Beschlag B an der Deckelplatte eingreift und den Fluidauffangbehälter 1 in die jeweils vorgesehene Kammer 20 absenkt bzw. dieser entnimmt. •
Um das Transportvolumen der Fluidauffangbehälter 1 zu vermindern, ist in diesem Ausführungsbeispiel vorgesehen, dass das Tragwerk 4 zusammenklappbar ist. Hierzu sind das Tragwerk 4 mit bildenden seitlichen Stützelementen 26 mit seitlichen Stäbe 8 (siehe Figur 3 und 4) so verschwenkbar oder einkippbar, dass sie in eine Ebene parallel zur Deckelplatte 9 und zur Bodenplatte 7 trennbar sind. Hierzu notwendige Verschwenkelemente
und Knickelemente sind nicht in der Zeichnung dargestellt. Zum Transport und zum Einsetzen des Fluidauffangbehälters 1 befindet sich der Speicherkörper 3 zweckmäßigerweise in seiner Entleerungsposition, so dass durch das seitliche Verschwenken oder Einknicken von seitlichen Stützelementen 26 bzw. der seitlichen Stäbe 8 eine enorme Verringerung des Transportvolumens des Fluidauffangbehälters erzielt wird.
Abweichend von dem in Figur 6 dargestellten Einsetzverfahren zum Einsetzen des Fluidauffangbehälters 1 kann der Fluidauf- fangbehälter 1 auch mit verschwenktem bzw. eingeknickten Seitenelementen in seine zugehörige Kammer eingesetzt werden, wobei die Seitenelemente mit Eintauchen in die zugehörige Kammer über einen Auslösemechanismus wieder in ihre hier senkrechte Stellung gebracht werden können.
Bezugszeichenliste
1 Fluidauffangbehälter
2 Seitenwand
3 Speicherkörper
4 Tragwerk
5 Zulauf
6 Ablauf
7 Bodenplatte
8 Stab
9 Deckelplatte
10 Rand
11 Dichtung
12 Stützsystem
13 Stütze
14 Modulsystem
15 Tragschiene
16 Schenkel
17 Plattform
18 Aufbauten
19 Antenne
20 Kammer
21 Zwischenwand
22 Obergäbeschacht
23 Rohrleitung
24 Verteilerleitung
25 Rohrstutzen
26 Stützelement
27 Seitenwandrand
28 Aufnahme
29 Wirbelj et
30 Gelenk
31 Rüttler a Schwenkrichtung
B Beschlag
F Fluid
H Haken
K Krananlage
P Fluid- oder Wasserdruck
S Schiff
Sk Stabwerkkonstruktion
U Untergrund
Uf Ufer
W Wasser
