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Patent Searching and Data


Title:
FLUID DISTRIBUTION ELEMENT FOR SINGLE-PHASE OR MULTI-PHASE FLUIDS, METHOD FOR THE PRODUCTION THEREOF, AND USE THEREOF
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/035831
Kind Code:
A2
Abstract:
The present invention relates to a fluid distribution element for single-phase or multi-phase fluids, comprising a carrier structure (2), which has a curved surface at least in some areas and which has at least one channel structure and/or fluid guide (4) for distributing fluid, the channel structure and/or fluid guide having branches and/or unions (3), and a method for the production thereof. The fluid distribution elements according to the invention are used in heat exchangers or devices for mass transfer between fluids.

Inventors:
OLTERSDORF, Thore (Barbarastrasse 16, Freiburg, 79106, DE)
PAUST, Nils (Ida-Kerkovius-Strasse 9, Freiburg, 79100, DE)
Application Number:
EP2010/004995
Publication Date:
March 31, 2011
Filing Date:
August 13, 2010
Export Citation:
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Assignee:
FRAUNHOFER-GESELLSCHAFT ZUR FÖRDERUNG DER ANGEWANDTEN FORSCHUNG E.V. (Hansastr. 27c, München, 80686, DE)
ALBERT-LUDWIGS-UNIVERSITÄT FREIBURG (Fahnenbergplatz, Freiburg, 79098, DE)
OLTERSDORF, Thore (Barbarastrasse 16, Freiburg, 79106, DE)
PAUST, Nils (Ida-Kerkovius-Strasse 9, Freiburg, 79100, DE)
Attorney, Agent or Firm:
PFENNING, MEINIG & PARTNER (Patent- und Rechtsanwälte, Theresienhöhe 13, München, 80339, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Fluidverteilungselement (1) für einphasige oder mehrphasige Fluide mit einer zumindest bereichsweise eine gekrümmte Oberfläche aufweisenden Trägerstruktur (2) , die mindestens eine Verzweigungen und/oder Vereinigungen (3) aufweisende Kanalstruktur und/oder Fluidführung (4) zur Fluidverteilung aufweist.

2. Fluidverteilungselement nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet, dass die Kanalstruktur und/oder Fluidführung (4) zur Phasenseparation perforiert ist.

3. Fluidverteilungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüchen,

dadurch gekennzeichnet, dass die Kanalstruktur und/oder Fluidführung (4) Verzweigungen und/oder Vereinigungen in Y-Form (3) und/oder Mehrfach- Form (5,5') aufweist.

4. Fluidverteilungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerstruktur (2) wellen-, spiral- oder zylinderförmig ist. Fluidverteilungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerstruktur (2) aus zwei gefügten zylindrischen Körpern besteht, wobei mindestens ein Körper eine Kanalstruktur und/oder Fluidführung (4) aufweist.

Fluidverteilungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 4,

dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerstruktur (2) aus Blechen gebildet ist, wobei mindestens ein Blech die Kanalstruktur und/oder Fluidführung (4) bildende Ausprägungen aufweist und die beiden Bleche gefügt sind und die Trägerstruktur (2) spiralförmig gebogen ist..

Verfahren zur Herstellung eines Fluidvertei- lungselementes nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem mittels Umformen oder Trennen eine Kanalstruktur und/oder Fluidführung (4) in einem zylinderf rmigen Körper erzeugt und anschließend der Körper mit einem zweiten zylinderförmigen Körper mittels eines Fügeverfahrens an der strukturierten Oberfläche des ersten Körpers zur Trägerstruktur (2) verbunden wird.

8. Verfahren nach Anspruch 7,

dadurch gekennzeichnet, dass der zweite zylindrische Körper eine Kanalstruktur und/oder Fluid- führung (4) aufweist.

Verfahren nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass beim Umformen der zylinderförmige Körper mit einer Strukturen aufweisenden zylindrischen Positivform geprägt wird und somit die Strukturen auf den Körper übertragen werden.

10. Verfahren nach Anspruch 9,

dadurch gekennzeichnet, dass die Positivform ein zylindrischer Körper ist, der auf der Außenseite strukturiert ist, und die Trägerstruktur (2) ein Hohlzylinder ist und für das Umformen die Trägerstruktur (2) die Positivform ummantelt.

11. Verfahren nach Anspruch 9,

dadurch gekennzeichnet, dass die Positivform ein zylindrischer Körper ist, der auf der Innenseite strukturiert ist, und die Trägerstruktur (2) ein Zylinder ist und für das Umformen die Positivform die Trägerstruktur (2) ummantelt.

12. Verfahren zur Herstellung eines Fluidvertei- lungselementes nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem in einem Blech mittels Umformen oder Trennen eine Kanalstruktur eine Kanalstruktur und/oder Fluidführung (4) erzeugt wird, anschließend das erste und ein zweites Blech in spiralförmiger Form gebogen werden und die Bleche mittels eines Fügeverfahrens an der strukturierten Oberfläche des ersten Blechs zur Trägerstruktur (2) verbunden werden.

13. Verfahren zur Herstellung eines Fluidvertei- lungselementes nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem in einem Blech mittels Umformen oder Trennen eine Kanalstruktur eine Kanalstruktur und/oder Fluidführung (4) erzeugt wird, anschließend der Körper mit einem zweiten Blech mittels eines Fügeverfahrens an der strukturierten Oberfläche des ersten Blechs zur Trägerstruktur (2) verbunden wird und die Trägerstruktur (2) in eine spiralförmige Form gebogen wird.

Verfahren nach Anspruch 12 oder 13,

dadurch gekennzeichnet, dass das Blech mit einer Strukturen aufweisenden Positivform geprägt wird und somit die Strukture auf das Blech übertra- gen werden.

15. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 14,

dadurch gekennzeichnet, dass als Umformprozess Innenhochdruckformen oder elektromagnetisches Umformen durchgeführt wird.

Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kanalstruktur mit Verzweigungen und Vereinigungen in Y-Form (3) und/oder Mehrfach-Form (5, 5') erzeugt wird

Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Fügen mittels Löten, Schweißen, Pressen Kleben, Sintern und/oder Kombinationen hiervon erfolgt.

Verwendung eines Fluidverteilungselementes (1) oder einer Anordnung mehrerer Fluidverteilungs- elemente (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6 i einem Wärmetauscher oder in einer Vorrichtung zum Stoffaustausch zwischen Fluiden.

Verwendung nach Anspruch 18,

dadurch gekennzeichnet, dass das Fluidvertei- lungselement (1) in einem Wärmetauscher mit min destens einem Tauscherelement, dass wiederum ei ne Vielzahl von Kanalstrukturen und/oder Fluid- führungen (4) aufweist, eingesetzt wird, wobei die Fluid- und Phasenverteilung auf dieses Tauscherelement durch die Ausführung der Kanalstruktur und/oder Fluidführung (4) in Form von Strömungsvorrichtungen wie Blenden oder Düsen durch aprupte oder kontinuierliche Veränderung der Querschnitte erreicht wird.

Description:
Fluidverteilungselement für einphasige oder mehrphasige Fluide, Verfahren zu dessen Herstellung und

dessen Verwendung

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Fluidverteilungselement für einphasige oder mehrphasige Fluide sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung. Verwendung finden die erfindungsgemäßen Fluidverteilungselemente in Wärmetauschern oder Vorrichtungen zum Stoffaustausch zwischen Fluiden.

Ein wichtiger Parameter für die Beurteilung der Effizienz eines Kreuzstrom-betriebenen Verdampfers ist die optimale Temperaturverteilung auf der Oberfläche. Diese Temperaturverteilung ist Voraussetzung für eine geringe Temperaturdifferenz zwischen den beteiligten Arbeitsmedien. Diese Differenz wird als Grädigkeit bezeichnet. Um eine optimale Grädigkeit eines Wärmeübertragers zu erreichen, ist eine gleichmäßige Ver- teilung des Kältemittels notwendig.

Neben der Grädigkeit spielt der Druckverlust eine große Rolle. Gleichmäßige und möglichst optimierte Druckverluste bedeuten eine geringe Änderung in der Verdampfungstemperatur und damit wiederum insgesamt eine hohe Temperaturhomogenität. Dies erreicht man in modernen, gelöteten Wärmeübertragern mit Hilfe von Verteiler- und Sammelrohren, an denen eine Vielzahl von Minikanalflachrohren (MPE-Rohren) angeschlossen ist. Diese Verfahrensweise ermöglicht gleichmäßige und insgesamt kurze Strömungsweglängen.

Dadurch entstehen aber große Probleme bei der Fluid- verteilung, da je nach Leistung des Verdampfers eine veränderliche Vielzahl dieser Flachrohre angeschlossen werden muss. Bedingt durch die Anwendung von Minikanalflachrohren, die für sich wiederum eine Vielzahl von MPE-Rohren parallel in einem Flachrohr vereinen, muss die Fluidverteilung nicht nur für eine Vielzahl von Flachrohren pro Verteilerrohr betrachtet, sondern auch bezogen auf die Vielzahl an Kanälen für jedes angeschlossene Flachrohr abgestimmt werden.

Luft-Kältemittel-Verdampfer bestehen üblicherweise aus gesteckten Wärmeübertragern und sind eine Kombination aus Kupfer-Rohrregistern und Aluminium- Lamellenpaketen. Durch den Einsatz von Venturi- Verteilern in Wärmeübertragern dieser Bauart kann dabei sowohl die Phasen- als auch die Fluidverteilung optimal betrieben werden.

Im ökonomischen Sinne, im Hinblick auf die eingesetzte Kältemittelfüllmenge, aber auch im Hinblick auf die Effizienz, kann mit gelöteten Wärmeübertragern ein technologischer Fortschritt erreicht werden. Die gelöteten Wärmeübertrager sind durch die ausschließliche Verwendung von Aluminium als Werkstoff und die Verwendung von stranggepressten MPE-Rohren in Kombination mit Diffusionslötverfahren kostengünstig und in leicht automatisierbaren Fertigungsverfahren herzustellen .

Aus der EP 1 525 428 Bl ist ein Verfahren zur Erstellung eines Hydrauliknetzwerkes zur Wärme- und/oder StoffÜbertragung bekannt, bei dem eine vorgegebene

Übertragungsfläche oder ein vorgegebenes Übertragungsvolumen mit einem mehrfach verzweigten Hydrauliknetzwerk versehen wird. Die US 2007/0039724 beschreibt einen Wärmeaustauscher, der ein perforiertes Führungsrohr direkt an einer Venturi-Düse zur Fluid- und Phasenverteilung im Verteilerrohr aufweist. Ausgehend hiervon war es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Fluidverteilungselement bereitzustellen, mit dem eine Vergleichmäßigung der eintretenden

Stoffströme ermöglicht wird. Das Fluidverteilungselement soll dabei sowohl für einphasige als auch mehr- phasige Fluide einsetzbar sein.

Diese Aufgabe wird durch das Fluidverteilungselement mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie Verfahren zu dessen Herstellung mit den Merkmalen der Ansprüche 7, 12 und 13gelöst. In Anspruch 18 wird eine erfindungsgemäße Verwendung angegeben. Die weiteren abhängigen Ansprüche zeigen vorteilhafte Weiterbildungen auf.

Erfindungsgemäß wird ein Fluidverteilungselement für einphasige oder mehrphasige Fluide mit einer zumindest bereichsweise eine gekrümmte Oberfläche aufwei- senden Trägerstruktur bereitgestellt, wobei die Trägerstruktur mindestens eine Kanalstruktur und/oder Fluidführung zur Fluidverteilung aufweist. Die Kanalstruktur bzw. Fluidführung weist dabei eine Vielzahl von Kanälen oder Röhren auf, die über Verzweigungen oder Vereinigungen verbunden sind.

Die vorliegende Erfindung stellt somit ein neues Konzept für die Verteilung von ein- oder mehrphasigen Fluiden vor. Grundlage dieses neuen Konzeptes ist die gezielte Anwendung von Verzweigungen anstelle von Verteilersträngen bzw. Verteilerrohren, die die zeitgleiche Beschickung einer Vielzahl von Fluid- führenden Rohren oder Kanälen durchführen. Insbesondere für Wärmeüberträger, wie z.B. Kreuzstrom- betriebene Luft-Kältemittel-Verdampfer in Kältekreisläufen wird mit dem erfindungsgemäßen Fluidvertei- lungselement eine wirksame Lösung für die

Vergleichmäßigung von ein- bzw. mehrphasig eintretenden Stoffströmen bereitgestellt. Dabei basiert die vorliegende Erfindung auf der Anwendung von zentrifugalen Kräften in Trägerstrukturen, die zumindest bereichsweise eine gekrümmte Oberfläche aufweisen, wobei in den gekrümmten Bereichen die Zentrifugalkräfte auf das zu transportierende Fluid wirken, sowie Kanalstrukturen und/oder FLuidführungen aufweisen, die eine Fluidverteilung und gegebenenfalls sogar eine Phasenseparation ermöglichen. Eine bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass die

Kanalstruktur und/oder Fluidführung zur Phasenseparation perforiert ist.

Bei der Fertigung dieses Fluidverteilers als Hohlzy- linder durch Umformen oder Trennen kann diese zentrifugale Kanalisierung eines eintretenden zweiphasigen Stoffstroms durch Perforation eine Phasenseparation der Anteile an flüssiger und gasförmiger Phase in de an sich hohl ausgeführten zylindrischen Bauteil erreichen. Somit ist nicht nur eine kontrollierte Phasen- und Fluidverteilung möglich, sondern auch eine Phasenabtrennung der Gasphase möglich. Bei der Anwen dung dieses Verfahrens auf Wärmeübertrager oder Verdampfer im speziellen kann auf diese Weise die Bauform eines solchen Verdampfers kompakter gestaltet werden, da die voluminöse Gasphase vorweg im Verteiler abgeschieden werden kann. Dies ermöglicht die Konstruktion von kompakteren Wärmeübertragern, eine verbesserte Wärmeübertragung und ebenso eine Druck- verlustminimierung .

Das erfindungsgemäße Fluidverteilungselement kann auch für mehrphasige Stoffströme eingesetzt werden. Durch die wirkende Zentrifugalkraft besitzt ein zwei phasiger Stoffstrom eine relativ kleine Phasengrenzfläche, da aufgrund eines geringen Wärmetransports die Blasenbildung minimal ist. Durch die Kombination von Vereinigungen und Verzweigungen, die an einen kleinen Hohlraum angeschlossen sind, lässt sich eine beliebige Anzahl von eintretenden Stoffströmen auf eine beliebige Anzahl von austretenden Stoffströmen aufteilen .

In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Trägerstruktur zumindest bereichsweise wellen-, spiral- oder zylinderförmig umgeformt, wodurch eine Fluidver teilung und gegebenenfalls sogar eine Phasenseparati on ermöglicht wird.

Vorzugsweise weist die Kanalstruktur Verzweigungen und/oder Vereinigungen in Y-Form und/oder ehrfach- Form auf. Neben Verzweigungen in der Y-Form sind abe auch alle anderen Formen denkbar, bei denen sich ein Kanal in zwei Kanäle aufteilt.

Bei gelöteten Wärmeübertragern ist es Stand der Technik, die Aufteilung der Sammelleitungen in separierte Bereiche vorzunehmen, um die Anzahl der zu beschickenden angeschlossenen Rohre zu minimieren und damit die Problematik der schlechten Fluid- und Phasenverteilung entgegenwirken zu können. Die Anzahl der angeschlossenen Rohre pro zentraler, linker und rechter Sammelleitung ist dabei gleich. Erhöht man die Anzahl der Rohre für jeden aufeinander folgenden Umlenkbereich, lässt sich die Strömungsgeschwindigkeit vergleichmäßigen, da das bereitgestellte

durchströmbare Volumen auf diese Weise besser auf die veränderliche spezifische Dichte des verdampfenden Mediums abgestimmt werden kann.

Die veränderliche Anzahl der angeschlossenen Rohre führt allerdings dazu, dass man nicht mit einfachen Y-Verzweigungen die gleichmäßige Fluidverteilung bzw. Beschickung der angeschlossenen Rohre vornehmen kann. Dies lässt sich bei der Fluidführung auf der zylindrischen Oberfläche nur mit Hilfe von ebenfalls zylindrisch geführten Kammern, mit Mehrfachverzweigungen bzw. Mehrfachvereinigungen erreichen.

Nach der Aufzweigung auf die notwendige Anzahl an Kanälen für die Beschickung ist eine zylindrische Führung zur besseren Kontrolle der Phasenverteilung nicht mehr notwendig. Die Kanalführung kann nun auf kompaktere Weise durchgeführt werden, indem in axialer Richtung eine größere Steigung der Kanalstrukturen vorgesehen wird. Erst der Einströmbereich muss notwendigerweise zur Beschickung auf die Ausführung des Anschlusses der MPE-Rohre abgestimmt werden. Eine triviale Nebenbedingung für die Anwendung von separierten Sammelleitungen mit diesen mit Mehrfachverzweigungen bzw. -Vereinigungen ausgestatteten Kammern besteht in der bereits erwähnten konstanten Gesamtanzahl an angeschlossenen Rohren in beiden Sammelleitungen. Diese Nebenbedingung muss bei der

Fluidverteilung in Sammelleitungen mit berücksichtigt werden, führt sie doch zu dem weiter oben beschriebenen Umstand, dass das Verhältnis von eingeführten und abgehenden Rohren in einzelnen Verzweigungen nicht konstant bei 1:2 liegen kann, sondern Mehrfachverzweigungen notwendig macht.

Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft die Phasenabtrennung in wie einen Hohlzylinder geformten Fluidverteilungselementen . Dies kann durch eine Perforation der helixartig geführten Fluidkanäle erfolgen .

Die Anzahl an Rohren pro Umlenkbereich in den Sammel- rohranschlüssen lässt sich weiter minimieren. Dies geschieht durch die Perforation der nach innen gerichteten Kanalwand, was eine Phasenseparation der Gasphase in die hohl ausgeführte neuartige Sammelleitung ermöglicht. Dies ist vor allem in den Kanalabschnitten interessant, in denen die Zentrifugalkraft maximal wird, da auf diese Weise ein Austreten der flüssigen Phase weitgehend vermieden werden kann. Der Stoffström nimmt an spezifischem Volumen ab. Die Anzahl der zu beschickenden, angeschlossenen Rohre kann somit minimiert werden. Ein auftretenden Maximum der Wärmeübertragung bei einem definierten Dampfanteil kann auf diese Weise kontrolliert eingestellt und eine Verminderung der Wärmeübertragung durch Annäherung an den überhitzten Zustand minimiert werden. Erfindungsgemäß wird ebenso ein Verfahren zur Herstellung des zuvor beschriebenen Fluidverteilungsele- mentes bereitgestellt, bei dem mittels Umformen oder Trennen eine Kanalstruktur und/oder Fluidführung in einem zylinderförmigen Körper erzeugt und anschließend der Körper mit einem zweiten zylinderförmigen Körper mittels eines Fügeverfahrens an der strukturierten Oberfläche des ersten Körpers zur Trägerstruktur verbunden wird.

Unter Umformen und Trennen sind im Rahmen der vorliegenden Erfindung alle der in DIN 8580 aufgeführten Fertigungstechniken zu verstehen.

Unter Fügeverfahren sind im Rahmen der vorliegenden Erfindung alle der in DIN 8593 aufgeführten

Fügetchniken zu verstehen, insbesondere Löten,

Schweißen, Pressen, Kleben, Sintern und/oder Kombinationen hiervon.

Ein hohl oder massiv ausgeführter zylindrischer, nach innen oder außen strukturierter Körper kann als Positivwerkzeug Strukturen bei Umformprozessen vorgeben, die, bevorzugt durch Innenhochdruckumformen (IHU) oder Elektromagnetisches Umformen, ein eingeführtes oder übergezogenes Rohrstück umformen und somit die Strukturen des Werkzeugs auf das Rohrstück übertragen. Die auf diese Weise entstandene Kanalstruktur auf der Zylinderoberfläche ist nach außen oder nach innen gerichtet zunächst noch zur Umgebung hin offen. Nach diesem Fertigungsschritt wird ein zweites, passendes unverformtes Rohrstück mit diesem umgeformten Zylinderkörper durch ein geeignetes Fügeverfahren zu einem neuen unlösbaren druckfesten Bauteil verfügt.

In einem kombinierten Verfahren erfolgt die Umformung des einen Rohrstücks gemeinsam mit der Verfügung des unverformten Rohrstücks, um die druckdichten Kanalstrukturen zur Fluidverteilung zu erzeugen. Erfindungsgemäß wird ebenso ein Verfahren zur Herstellung des zuvor beschriebenen Fluidverteilungsele- mentes bereitgestellt, bei dem in einem Blech mittels Umformen oder Trennen eine Kanalstruktur und/oder Fluidführung erzeugt wird, anschließend das erste und ein zweites Blech in spiralförmiger Form gebogen werden und die Bleche mittels eines Fügeverfahrens an der strukturierten Oberfläche des ersten Blechs zur Trägerstruktur (2) verbunden werden. Um die beim Biegen auftretende Stauchung auf der zur

Biegeachse orientierten Oberfläche und Dehnung weg von der Biegeachse orientierten Oberfläche zu vermeiden, erfolgt der Verfahrensschritt der Verfügung der beiden Bleche erst nach dem Biegen. Weisen beide Ble- che Kanalstrukturen und/oder Fluidführungen auf, so ist bereits bei der Umformung der Bleche auf die spätere Stauchung/Dehnung des entsprechenden innen/außen liegenden Bleches darauf zu achten, dass die Kanalstrukturen und/oder Fluidführungen passend zueinander gefertigt werden. Ist nur auf einem Blech als Trägerstruktur eine Umformung zur Erzeugung von Kanalstrukturen und/oder Fluidführungen vorgesehen, so müssen Stauchungen/Dehnungen nur als Einflussgrößen auf die Länge der Bleche vor dem Biegen berücksichtigt wer- den. Der Biegevorgang muss dabei nicht zwangsläufig mit beiden Blechen gleichzeitig erfolgen. Ein dem Fügen der zwei Bleche vorgeschalteter Biegeprozess je Blech ist sogar wünschenswert, da die zum Fügen notwendigen vorbereitenden Prozessschritte z.B. Aufbrin- gen von Flussmittel für das Löten an den getrennten

Blechen und ohne darauffolgenden Fügeprozess einfa- eher durchzuführen ist.

Erfindungsgemäß wird ebenso ein Verfahren zur Herstellung des zuvor beschriebenen Fluidverteilungsele- mentes bereitgestellt, bei dem in einem Blech mittels

Umformen oder Trennen eine Kanalstruktur und/oder Fluidführung erzeugt wird, anschließend der Körper mit einem zweiten Blech mittels eines Fügeverfahrens an der strukturierten Oberfläche des ersten Blechs zur Trägerstruktur verbunden wird und die Trägerstruktur in eine spiralförmige Form, vorzugsweise in Form einer Archimedischen Spirale, gebogen wird.

Folgende weiteren Aspekte der vorliegenden Erfindung sind hervorzuheben:

• Ein nach bekannter Art (siehe beispielsweise

EP 1 525 428 Bl) strukturiertes und verfügtes mit Kanalstrukturen zur Fluidführung versehenes Blech wird durch Biegung in eine spiralförmige Form gebracht .

• Ein Rohrstück wird durch Umformen möglichst durch eine zylindrische Positivform derart geprägt und anschließend mit einem weiteren passenden, außen anliegenden Rohrstück, z.B. durch Diffusionslöten, derart druckdicht verbunden, dass auf der Oberfläche Strukturen für die Fluidführung entstehen, die eine Fluidverteilung durch Y-Verzweigungen, Mehr- fachverzweigungen und -Vereinigungen auf der Rohroberfläche erlauben. Diese Umformung mit positiver Form sollte besser nach innen gerichtet sein. Auf diese Weise können nach außen gerichtete unebene Oberflächen vermieden werden und eine Weiterverar- beitung, z.B. in kompakten Wärmeübertragern, wird damit vereinfacht. In Rohr- bzw. Kanaldurchmessern, deren

Querschnittsgröße oberhalb des Submillimeterbe- reichs für niedrig viskose Fluide (Kältemittel, wie FKW und Kohlenwasserstoffe) bleibt, kann davon ausgegangen werden, dass Volumenkräfte, wie die Gravitation und im Falle der spiral- oder zylinderförmigen Fluidverteiler die Zentrifugalkraft, gegenüber der Oberflächenspannung überwiegen. Die zentrifugale Volumenkraft bewirkt in den Kanalstrukturen eine beschleunigte Phasentrennung bei Anwendungen mit mehrphasigen Fluiden ähnlich einem Zyklon. Die Phasenverteilung wird vergleichmäßigt und somit eine Fluidverteilung an Verzweigungen vereinfacht, da je nach Phasenzusammensetzung und Strömungsregime keine Tropfen- bzw. Blasengleich- verteilung vorliegen muss.

• Bei der Anwendung dieses Verfahrens zum Ersatz von Sammelleitungen in gelöteten Wärmeübertragern ist das Problem der Phasenverteilung nun nicht mehr, bezogen auf die Gesamtheit der Flachrohre, die an die Sammelleitung angeschlossen sind, zu lösen, sondern nur noch für die Anzahl der Minikanäle pro Flachrohr, was eine wesentliche Vereinfachung der technisch zu lösenden Fluidverteilung mit gleichmäßiger Phasenzusammensetzung darstellt.

Verwendung findet das erfindungsgemäße Fluidvertei- lungselement oder eine Anordnung mehrerer Fluidver- teilungselemente, so wie es zuvor beschrieben wurde, in einem Wärmetauscher oder in einer Vorrichtung zum Stoffaustausch zwischen Fluiden. Dabei ist es bevor- zugt, dass das Fluidverteilungselement in einem Wär- metauscher mit mindestens einem Tauscherelement, das wiederum eine Vielzahl von Kanalstrukturen und/oder Fluidführungen aufweist, eingesetzt wird, wobei die Fluidverteilung auf dieses Tauscherelement durch Einschnürung der Kanalstruktur und/oder Fluidführung verbessert wird. Für mehrphasige Systeme erfolgt ebenso eine Verbesserung der Phasenverteilung.

Anhand der nachfolgenden Figuren soll der erfindungsgemäße Gegenstand näher erläutert werden, ohne diesen auf die hier gezeigten speziellen Ausführungsformen einschränken zu wollen.

Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Variante des

Fluidverteilungselementes in drei perspektivischen Seitenansichten .

Fig. 2 zeigt eine weitere erfindungsgemäße Variante des Fluidverteilungselementes.

Fig. 3 zeigt eine Darstellung der Grundform der Ka- nalstruktur eines erfindungsgemäßen Fluidverteilungselementes .

Fig. 4 zeigt ein spiralförmiges Fluidverteilungsele- ment .

Fig. 5 zeigt einen gelöteten Wärmeüberträger mit separierten Umlenkbereichen in der Verteiler- und der Sammelleitung .

In Fig. 1 ist ein erfindungsgemäßes Fluidverteilungs- element 1 dargestellt, das einfache Verzweigungen, d.h. eine Y-Verzweigung bzw. Bifurkation 3, auf einer zylindrischen Oberfläche 2 aufweist.

In Fig. 2 ist ein erfindungsgemäßes Fluidverteilungs element dargestellt, das eine komplexere Verzwei- gungsstruktur aufweist. Diese komplexere Verzweigungsstruktur ermöglicht mehr Freiheitsgrade bei der kontrollierten Fluidverteilung des ein- oder mehrphasigen StoffStromes . Durch die Kombination von Verei- nigungen 5 und Verzweigungen5 ' , die hier an einen kleinen Hohlraum 6 angeschlossen sind, lässt sich eine beliebige Anzahl von eintretenden Stoffströmen auf eine beliebige Anzahl von austretenden Stoffströmen aufteilen .

In Fig. 3 ist eine Kanalstruktur des erfindungsgemäßen Fluidverteilungselementes dargestellt. Dieses wurde mittels Blechumformung (Roll-Bonding, IHU, EMU) für die spiralförmige Biegung hergestellt. Zu sehen sind hier nur die Kanäle an sich und nicht das eigentliche Blech, in dem diese Kanalstruktur 7 eingebettet ist. Es ist somit die ungebogene Form des Bleches dargestellt. In Fig. 4 ist das in Fig. 3 dargestellte Blech in gebogener Form 8 dargestellt. Nicht dargestellt sind Einlässe, die sich im Ursprung auf der Spiralachse am oberen oder unteren Ende befinden, und Auslässe in Form einer Vielzahl von Öffnungen für MPE-Rohre im äußeren Randbereich des spiralförmig gebogenen Bleches. Auch die in Fig. 3 beschriebene Kanalstruktur ist in Fig. 4 nicht sichtbar.

In Fig. 5 ist ein gelöteter Wärmeüberträger 9 mit ei- ner Verteilerleitung 10 und einer Sammelleitung 12 dargestellt. Die Verteilerleitung 10 weist dabei separierte Umlenkbereiche 11, 11', 11'', die Sammelleitung 12 separierte Umlenkbereiche 13 und 13 ' auf.