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Title:
FLYWHEEL START CLUTCH ARRANGEMENT AND DRIVETRAIN DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/219593
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a flywheel start clutch arrangement (3) having a friction clutch (8) and a claw clutch (9), such that the clutch arrangement has at least one actuation device (48) with a pressurised oil chamber (60). The invention further relates to a drivetrain device.

Inventors:
ROHM, Axel (Mainblick 3, Schonungen, 97453, DE)
KUNDERMANN, Wolfgang (Blasiusstraße 38, Dornburg-Dorndorf, 65599, DE)
PAONE, Alessio (Schloßgarten 7, Werneck, 97440, DE)
BARTHA, Alexander (Ebertsklinge 6 a, Würzburg, 97074, DE)
Application Number:
EP2018/061745
Publication Date:
December 06, 2018
Filing Date:
May 08, 2018
Export Citation:
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Assignee:
ZF FRIEDRICHSHAFEN AG (Löwentaler Straße 20, Friedrichshafen, 88046, DE)
International Classes:
F16D11/10; B60K6/387; F16D23/04
Foreign References:
DE102009045562A12011-04-14
DE102009003108A12010-11-18
DE102015211436A12016-01-28
DE102005053887A12007-05-16
Other References:
None
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Claims:
Patentansprüche

1 . Schwungstartkupplungsanordnung (3) mit einer Reibungskupplung (8) und einer Klauenkupplung (9), dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungsanordnung wenigstens eine Betätigungseinrichtung mit einem Druckölraum aufweist.

2. Schwungstartkupplungsanordnung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgangsseite der Reibungskupplung (8) und die Ausgangsseite der Klauenkupplung (9) mit einer Schwungmasseneinrichtung (4) verbindbar sind.

3. Schwungstartkupplungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibungskupplung (8) und die Klauenkupplung (9) eine gemeinsame Betätigungseinrichtung aufweisen.

4. Schwungstartkupplungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung (48) die Reibungskupplung (8) zuerst betätigt.

5. Schwungstartkupplungsanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibungskupplung (8) und/oder die Klauenkupplung (9) eine Betätigungseinrichtung (48) aufweisen, die mittels Drucköl betätigbar.

6. Schwungstartkupplungsanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungsanordnung (3) eine Betätigungseinrichtung (48) mit einem Betätigungskolben (50) aufweist, der sowohl die Reibungskupplung (8) als auch die Klauenkupplung (9) betätigt. /Insbesondere Ausrücken/

7. Antriebsstrangeinheit mit einer Schwungstartkupplungsanordnung und wenigstens einem Teil einer Schwungmasseneinrichtung (4), dadurch gekennzeichnet, dass die Schwungstartkupplungsanordnung (3) nach einem der vorangehenden Ansprüche ausgebildet ist.

8. Antriebsstrangeinheit nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Getriebewand (84) umfasst, die einen Abschnitt (100) der Olzuführung (92) der Betätigungseinrichtung (48) bildet.

9. Antriebsstrangeinheit nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Abschnitt (100) zumindest teilweise von oben nach unten führt.

10. Antriebsstrangeinheit nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Abschnitt (100) oben in der Kopfseite (102) der Getriebewand (84) mündet.

11. Antriebsstrangeinheit nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Abschnitt (100) an seinem unteren Ende (106) in einer Seitenwand der Getriebewand (84) mündet.

12. Antriebsstrangeinheit nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Abschnitt (100) an seinem unteren Ende (106) in der Bodenwand (108) der Getriebewand mündet.

13. Antriebsstrangeinheit nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Getriebewand (84) eine Zwischenwand, insbesondere die Zwischenwand zwischen Kupplungsglocke und Radsatzgehäuse, ist.

14. Antriebsstrangeinheit nach einem der Ansprüche 7 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine Getriebepumpe (90) die Betätigungseinrichtung (48) betätigt.

15. Antriebsstrangeinheit nach einem der Ansprüche 7 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Öl der Betätigungseinrichtung (48) Getriebeöl ist.

Description:
Schwunqstartkupplunqsanordnunq sowie Antriebsstrangeinrichtunq

Die Erfindung betrifft eine Schwungstartkupplung mit einer Reibungskupplung und einer Klauenkupplung.

Schwungstartkupplungen sind Kupplungen zwischen Verbrennungskraftmaschine und der ersten Schwungmasse. Es kann sich hierbei um ein Einmassenschwungrad oder ein Zweimassenschwungrad handeln. Dabei besteht das Problem, die Kupplungsanordnung zu betätigen.

Zur Lösung des Problems wird vorgeschlagen, dass die Kupplungsanordnung wenigstens eine Betätigungseinrichtung mit einem Druckölraum aufweist. Aufgrund der Position der Schwungstartkupplungsanordnung ist die Betätigung mit einem Kupp- lungsaktuator naheliegend. Es hat sich jedoch gezeigt, dass bei geschickter Anordnung und Verwendung der Komponenten auch eine nasse Kupplungsbetätigung durchführbar ist.

Vorzugsweise können die Ausgangsseite der Reibungskupplung und die Ausgangsseite der Klauenkupplung mit einer Schwungmasseneinrichtung verbindbar sein. Wie bereits beschrieben zeichnet sich die Schwungstartkupplungsanordnung durch ihre Lage aus. Dies dient dabei der Klarstellung, dass die Schwungmasseeinrichtung auf die Schwungstartkupplungsanordnung folgt.

Vorteilhafterweise können die Reibungskupplung und die Klauenkupplung eine gemeinsame Betätigungseinrichtung aufweisen. Der erste Vorteil der nassen Betätigungseinrichtung ergibt sich, wenn durch die gemeinsame Betätigung lediglich eine Ölzuführung und lediglich ein Betätigungselement vorhanden sind. Dann bedarf es auch lediglich eines einzigen Druckölraumes. Insbesondere hat die Kupplungsanordnung dann eine einzige Betätigungseinrichtung mit einem Druckölraum.

Vorteilhafterweise kann die Betätigungseinrichtung die Reibungskupplung zuerst betätigen. Je nach Ausgestaltung der Reibungskupplung als normally-closed-Kupplung oder normally-opened-Kupplung ist die Betätigung ein Ausrücken oder ein Einrücken. Vorteilhafterweise kann die Schwungstartkupplungsanordnung trockenlaufend ausgebildet sein. Das heißt, dass sowohl die Reibungskupplung als auch die Klauenkupplung trockenlaufend ausgebildet sind. Die Betätigung ist dagegen wie bereits beschrieben nasslaufend.

Vorzugsweise sind die Reibungskupplung und/oder die Klauenkupplung als normally- closed-Kupplung ausgebildet.

Vorteilhafterweise kann die Betätigungseinrichtung einen Betätigungskolben aufweisen. Dieser kann vorzugsweise wie bereits beschrieben sowohl die Reibungskupplung als auch die Klauenkupplung betätigen.

Daneben betrifft die Erfindung eine Antriebsstrangeinheit mit einer Kupplungsanordnung und wenigstens einem Teil einer Schwungmasseneinrichtung. Die Antriebsstrangeinheit zeichnet sich dadurch aus, dass die Schwungstartkupplungsanordnung wie beschrieben ausgebildet ist.

Vorzugsweise kann die Antriebsstrangeinheit eine Getriebewand umfassen, die einen Abschnitt der Ölzuführung der Betätigungseinrichtung bildet. Das heißt, dass ein Abschnitt der Ölzuführung in irgendeiner Art und Weise durch die Getriebewand verläuft. In der allerallgemeinsten Ausführung kann es sich hierbei um eine Durchgangsöffnung handeln, durch die eine Ölleitung verläuft.

Vorzugsweise kann der Abschnitt zumindest teilweise in radialer Richtung und insbesondere von oben nach unten führen. Dementsprechend erfolgt die grundsätzliche Ölzuführung von der oberen Seite des Getriebes her. Mit oben wird dabei das Getriebe in Einbaulage betrachtet, in dessen Kupplungsglocke sich die Schwungstartkupplungsanordnung befindet. Die Bezeichnungen„oben" und„unten" beziehen sich also auf die Einbaulage.

Dadurch dass ein Teil der Ölzuführung in der Getriebewand von oben nach unten führt werden zwei Vorteile realisiert. Zum Einen ist kein zusätzlicher axialer Bauraum notwendig, um diesen Teil der Ölzuführung unterzubringen. Zum anderen ist die Öl- zuführung in diesem Bereich bestmöglich geschützt. Insbesondere ist sie in diesem Bereich auch starr festgelegt. Dadurch dass kein Schlauch verwendet wird kann dieser weder reissen noch sich von der Stelle bewegen.

Vorzugsweise kann der Abschnitt oben in der Kopffläche der Getriebewand münden. Dadurch kann, wenn ein Teil der Ölzuführung von oben nach unten führt dieser durch eine einfache Bohrung in die Kopffläche der Getriebewand hergestellt werden.

Vorzugsweise kann der Abschnitt an seinem unteren Ende in einer Seitenwand der Getriebewand münden. Alternativ kann der Abschnitt an seinem unteren Ende in der Bodenwand der Getriebewand münden. Im letzten Fall kann der Abschnitt als Durch- gangsausnehmung bzw. Durchgangsbohrung in der Getriebewand ausgebildet sein.

Vorteilhafterweise kann die Getriebewand eine Zwischenwand, insbesondere die Zwischenwand zwischen Kupplungsglocke und Radsatzgehäuse, sein. Diese Zwischenwand wird manchmal auch als Lagerschild bezeichnet.

Vorzugsweise können die Zwischenwand, die Schwungmasseeinrichtung und die Schwungstartkupplungsanordnung eine Montageeinheit bilden. Das heißt, dass sie vormontiert sind und als Einheit in ein Getriebe verbaut werden können.

Vorzugsweise kann eine Getriebepumpe die Betätigungseinrichtung betätigen. Das heißt, dass keine zusätzliche Pumpe benötigt wird, sondern dass eine oder die Getriebepumpe auch zur Beschickung der Betätigungseinrichtung verwendet werden kann. Dadurch wird der Aufbau extrem ressourcenschonend, insbesondere kann bei einem Lager eines Abschnitts der Ölzuführung im Lagerschild letzten Endes durch die Verwendung eines Schlauchabschnitts und das Vorsehen des Druckraums mit Betätigungskolben die komplette Betätigung der Schwungstartkupplungsanordnung realisiert werden.

Vorteilhafterweise kann das Öl der Betätigungseinrichtung Getriebeöl sein. Dabei ist nicht ein bestimmter Typ Öl gemeint, sondern das Öl verwendet wird, das im Getrie- be vorhanden ist, und zwar in dem Getriebe, in dem die Schwungstartkupplungsein- richtung bzw. die Antriebsstrangeinheit verbaut ist.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen und Figuren. Dabei zeigen:

Fig. 1 einen Antriebsstrang,

Fig. 2 eine Kupplungsanordnung in einer ersten Ausgestaltung,

Fig. 3 eine Detailansicht einer Klauenkupplung,

Fig. 4 eine Kupplungsanordnung in einer zweiten Ausgestaltung,

Fig. 5 eine Ölzuleitung in einer ersten Ausgestaltung,

Fig. 6 eine Ölzuleitung in einer zweiten Ausgestaltung,

Fig. 7 eine Ölzuleitung in einer dritten Ausgestaltung, und

Fig. 8 eine Ölzuleitung in einer vierten Ausgestaltung.

Figur 1 zeigt einen Antriebsstrang 1 mit einem Verbrennungsmotor 2, einer

Schwungstartkupplungsanordnung 3, einer Schwungmasseneinrichtung 4, einer Trennkupplung 5, einem Elektromotor 6 und einem Getriebe 7. Der Elektromotor 6 kann dabei als Einzelelektromotor oder als in Reihe geschaltete Elektromotoren ausgestaltet sein, wesentlich ist hier, dass der Elektromotor 6 vor dem Getriebe 7 am Antriebsstrang 1 angreift.

Die Schwungstartkupplungsanordnung 3 zeichnet sich durch ihre Lage vor der Schwungmasseneinrichtung 4 aus. Dieses liegt an der besonderen Funktion der Schwungstartkupplungsanordnung 3, die lediglich dem Hochreisen des Verbrennungsmotors 2 dient und ansonsten das Drehmoment des Verbrennungsmotors 2 überträgt. Durch das Vorsehen der Schwungstartkupplungsanordnung 3 ist es möglich, den Elektromotor 6 mit geringeren Leistungsreserven auszugestalten, wodurch dieser günstiger herstellbar ist. Dabei trennt die Schwungstartkupplungsanordnung 3 den Verbrennungsmotor 2 vom Rest des Antriebsstrangs bei rein elektronischem Betrieb, der Elektromotor 6 treibt bei rein elektromotorischem Betrieb also auch die Schwungmasseneinrichtung 4 als Energiespeicher an. Die Zusatzleistung, die der Elektromotor 6 hierfür im rein elektromotorischem Betrieb aufbringen muss ist aber geringer als die Leistungsreserve die von Nöten wäre, wenn der Elektromotor 6 zum Starten des Verbrennungsmotors nicht nur diesen sondern auch die Schwungmasseneinrichtung 4 beschleunigen müsste.

Insgesamt gesehen ist während des Betriebs des Elektromotors 6 also geringfügig mehr Leistung vorzusehen, um die Schwungmasseneinrichtung 4 am Laufen zu halten. Dafür kann der Elektromotor 6 aber insgesamt schwächer ausgelegt werden, da die in der Schwungmasseneinrichtung 4 gespeicherte Energie dann zum Starten des Verbrennungsmotors 2 verwendet werden kann.

Die Schwungstartkupplungsanordnung 3 ist insbesondere keine Anfahrkupplung, da sie nicht verwendet wird, um das Kraftfahrzeug in Bewegung zu versetzen. Unabhängig davon, ob das Kraftfahrzeug bereits in Bewegung ist oder nicht, dient die Schwungstartkupplungsanordnung 3 lediglich dazu, den Verbrennungsmotor 2 zu starten. Sie ist daher von der Auslegung her beispielsweise in Bezug auf den Abtransport von Wärme anders auslegbar als eine Anfahrkupplung. Insofern macht sich die unterschiedliche Funktion beispielsweise in der Materialmenge der Anpressplatte bemerkbar.

Figur 2 zeigt eine Schwungstartkupplungsanordnung 3 in einer ersten Ausgestaltung. Die Schwungstartkupplungsanordnung 3 weist eine Reibungskupplung 8 sowie eine parallel dazu angeordnete Klauenkupplung 9 auf. Die Reibungskupplung 8 ist als trockenlaufende Reibungskupplung ausgestaltet. Sie ist insbesondere als Einschei- ben-Reibungskupplung ausgestaltet und umfasst dementsprechend eine Anpressplatte 10 und eine Kupplungsscheibe 12. Die Eingangsseite der Reibungskupplung 8 ist an die Kurbelwelle 14 angebunden, und zwar über die Nabe 16. Beispielsweise kann die Nabe 16 mittels Schrauben 18 mit der Kurbelwelle 14 verschraubt sein.

Die Kupplungsscheibe 12 ist an der Eingangsnabe 16 mittels Nieten 20 und über Tangentialblattfedern 22 befestigt. Die Kupplungsschreibe 12 ist also drehfest mit der Kurbelwelle 14 verbunden. Dabei sorgen die Tangentialblattfedern 22 für eine axiale Versetzbarkeit der Kupplungsscheibe 12, die auch anders realisiert werden kann. Auch muss die Nabe 16 keine Nabenscheibe 24 aufweisen, an der die Tangentialblattfedern 22 oder die Kupplungsscheibe 12 angreifen.

Auf der Ausgangsseite der Reibungskupplung 8 befinden sich die Anpressplatte 10, die Gegenanpressplatte 28, Tangentialblattfedern 30, das Gehäuse 32 und die Membranfeder 34.

In Figur 2 ist die Membranfeder 34 mittels Nieten 36 an der Primärseite 38 der Schwungmasseneinrichtung 4 befestigt. Dies ist jedoch nicht zwingend, wie beispielsweise aus Figur 4 hervorgeht. Die Anpressplatte 10 ist wie bei diesem Typ Reibungskupplung über die Tangentialblattfedern 30 am Gehäuse 32 axial verschieblich gelagert. Über die Membranfeder 34 ist die Reibungskupplung 8 ausrückbar. Die Reibungskupplung 8 ist also als normally-closed-Kupplung ausgebildet.

Die Klauenkupplung 9 verbindet ebenfalls die Kurbelwelle 14 mit der Primärseite 38 der Schwungmasseneinrichtung 4. Die Eingangsverzahnung 40 der Klauenkupplung 9, die an einem Klauenelement 42 angeordnet ist, steht mit der Kurbelwelle 14 über die Eingangsnabe 16 und ein daran zumindest drehfest angeordnetes Mitnehmerelement 44 in Verbindung. Wie weiter oben beschrieben, ist es einfacher, ein Zusatzelement an der Nabe 16 anzuordnen bzw. das Mitnehmerelement 44 an der Nabe 16 zu befestigen als die Verzahnung direkt an der Eingangsnabe 16 vorzusehen. Die Ausgangsverzahnung 46 der Klauenkupplung 9 bzw. des Klauenelements 42 steht dagegen mit der Primärseite 38 oder generell mit der Schwungmasseneinrichtung 4 in Eingriff. Bei dieser Sichtweise ist die Verzahnung auf der Seite der Nabe 16 und auf der Primärseite 38 nicht Teil der Klauenkupplung 9. Je nach Aufbau des Antriebstranges 1 bzw. der Schwungstartkupplungsanordnung 3 können diese auch als Teil der Klauenkupplung angesehen oder ausgestaltet werden.

Die Schwungstartkupplungsanordnung 3 weist zur Betätigung der Reibungskupplung 8 und der Klauenkupplung 9 eine Betätigungseinrichtung 48 auf. Die Betätigungseinrichtung 48 wird durch Drucköl gesteuert, das einen Betätigungskolben 50 axial verschiebt. Der Betätigungskolben 50 ist ringförmig ausgebildet, radial innen und radial außen weist er jeweils eine Wand 52 und 54 auf. Die Wand 52 steht dabei mit der Membranfeder 34 in Kontakt und die Wand 54 mit einem Vorsprung 56, der am Klauenelement 42 angeordnet ist. Dadurch, dass die Wand 52 höher ist als die Wand 54 und auch in Folge der Anordnung der Reibungskupplung 8 in Vergleich zur Klauenkupplung 9 wird die Reibungskupplung 8 früher betätigt, d. h. ein- und ausgerückt als die Klauenkupplung 9.

Der Druckraum wird nicht nur durch den Kolben 50 begrenzt, sondern auch durch das Anschlusselement 56. Das Anschlusselement 56 ist Teil der Primärseite 38 der Schwungmasseneinrichtung 4. Die Primärseite 38 ist also mehrteilig ausgebildet, der Grundkörper 58 stellt dabei eine Art Skelett dar, an dem das Anschlusselement 56 befestigt ist. Damit nimmt die Primärseite 38 und damit die Schwungmasseneinrichtung 4 auch den Druckraum 60 auf. Eine Zuleitung 62 zum Druckraum 60 führt dabei durch die Primärseite 38.

Das Anschlusselement 56 erfüllt dabei eine Doppelfunktion. Zum einen bildet es die Wandung des Druckraums 60, zum anderen weist es eine Verzahnung 64 auf, die mit der Ausgangsverzahnung 46 des Klauenelements 42 in Eingriff steht. Die Verzahnungen 46 und 64 stehen dabei vorzugsweise immer in Eingriff, also unabhängig davon ob die Klauenkupplung 9 ein- oder ausgerückt ist. Dies wird über die axiale Länge der Verzahnungen 46 und 64 realisiert.

Figur 3 zeigt das Klauenelement 42 im Detail. Dabei kann man die Eingangsverzahnung 40 und die Ausgangsverzahnung 46 erkennen. Die Eingangsverzahnung 40 ist dabei mit zwei Verzahnungen 66 und 68 ausgeführt, so dass bei einer Axialbewegung nach links keine Deckung mehr mit der Gegenverzahnung besteht und so der Kraftschluss aufgehoben ist. Dann ist die Eingangsverzahnung 40 ausgespurt. Die Gegenverzahnung ist wie weiter oben beschrieben am Mitnehmerelement 44 angeordnet und besteht aus den Verzahnungen 70 und 72.

Die Ausgangsverzahnung 46 ist in axialer Richtung dagegen sehr viel länger, so dass die Gegenverzahnung 64 auch bei einem axialen Verschieben gegenüber der Verzahnung 46 nicht ausgespurt wird und somit ständig in Eingriff bleibt.

Weiterhin sind der Vorsprung 57 wie auch die Vorlastfeder 74 zu erkennen.

Figur 4 zeigt eine weitere Ausgestaltung der Schwungstartkupplungsanordnung 3. Im Unterschied zur Ausgestaltung nach Figur 2 ist dabei die Membranfeder nicht an der Primärseite 38 des der Schwungmasseneinrichtung 4 befestigt sondern an einer Mitnehmerplatte 76, wodurch die Schwungstartkupplungsanordnung als fertig vormontiertes Modul verbaubar ist. Über Schrauben 78 kann die Schwungstartkupplungsanordnung 3 dann an der Schwungmasseneinheit 4 festgeschraubt werden. Dabei werden selbstverständlich nur ausgangsseitige Elemente verschraubt. Der Aufbau nach Figur 4 stimmt in vielen Details mit dem Aufbau nach Figur 2 überein, weswegen hier gleiche Bezugszeichen verwendet werden.

Ein Unterschied besteht in der konkreten Ausgestaltung des Klauenelements 80 in Vergleich zum Klauenelement 42.

Auch der Betätigungskolben 82 ist im Gegensatz zu Figur 2 nicht mehr mit Wänden versehen vielmehr besteht er mehr oder weniger aus einer geraden Frontseite, auch als Betätigungsplatte bezeichenbar, die sowohl die Membranfeder 34 wie auch das Klauenelement 80 axial bewegen kann. Der Kolben 82 ist allerdings immer noch ringförmig.

Figur 5 zeigt eine erste Ausgestaltung der Zuleitung des Drucköls für den Druckraum 60. Dabei befindet sich die Schwungstartkupplungseinrichtung 3 und die Schwung- masseneinrichtung 4 links der Zwischenwand 84, die das Lagerschild darstellt und den Radsatzraum 86 vom Kupplungsraum bzw. der Kupplungsglocke trennt. Eine obere Wand des Getriebegehäuses 88 führt dabei im Wesentlichen in axialer Richtung. Innerhalb des Getriebegehäuses 88 sind eine Getriebepumpe 90, die Zuleitung 92 und ein Ventil 94 angeordnet. Die Lage des Ventils 94 ist exemplarisch, es kann sich auch außerhalb des Getriebegehäuses 88 befinden, wie in den folgenden Ausgestaltungen noch gezeigt wird. Das Ventil 94 ist dabei der Betätigungseinrichtung 48 zugeordnet. Neben dem Ventil 94 können sich noch weitere und andere Ventile in Wirkverbindung mit der Getriebepumpe 90 befinden. Beispielsweise kann ein Ventil vorgesehen sein, das mehrere Zuleitungen speisen kann. Das Ventil 94 ist dann stromabwärts angeordnet und dient lediglich dem Öffnen und Schließen des Druckraums. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass das Ventil 94 an der in Figur 5 gezeigten Stelle angeordnet ist und bereits hier die Zuleitung 92 offen- und schließbar ist.

Bei der gezeigten Anordnung wird die Betätigungseinrichtung 48 ebenfalls über die Getriebepumpe 90 versorgt, wodurch an Zusatzaufwand lediglich die Zuleitung 92 anfällt. Diese ist im ersten Abschnitt 96 innerhalb des Getriebegehäuses, der zweite Abschnitt 98 liegt außerhalb des Getriebegehäuses 88 und der dritte Abschnitt 100 wieder innerhalb des Getriebegehäuses. Der Abschnitt 100 liegt dabei in der Ausgestaltung nach Figur 5 neben der Zwischenwand 84.

Figur 6 zeigt eine weitere Ausgestaltung des Ölkreislaufes der Betätigungseinrichtung 48. Dabei führt der Abschnitt 100 durch die Zwischenwand 84. Das Ventil 94 befindet sich dabei an der Kopfseite 102 der Zwischenwand 84. Das Ventil 94 kann auch bei dieser Ausgestaltung näher an der Getriebepumpe liegen. Das Legen des Abschnitts 100 in die Zwischenwand 84 und die Position des Ventils 94 sind grundsätzlich unabhängig voneinander. Bei dieser Ausgestaltung kann jedoch der Übergang vom Ventil zu dem folgenden Leitungsabschnitt besonders einfach ausgeführt werden und auch die Lagerung des Ventils ist dann automatisch über das Getriebegehäuse 88 realisiert. Figur 7 zeigt eine weitere alternative Ausgestaltung, bei der das Ventil selbst auch in der Zwischenwand 84 angeordnet ist. Wie bei der Ausgestaltung nach Figur 6 mündet das obere Ende 104 in die Kopfseite 102 und das untere Ende 106 in die Bodenseite 108 der Zwischenwand 84.

Wie auch in der Ausgestaltung nach Figur 6 ist der Abschnitt 98 dabei in der Getriebewand 88 angeordnet.

Figur 8 zeigt eine weitere Ausgestaltung der Zuleitung 92. Bei dieser ist der Abschnitt 100 wiederum in der Zwischenwand 84 angeordnet. Die Pumpe 1 10 befindet sich dagegen im Abschnitt 98, weswegen das Ventil 94 entfallen kann. Über den Abschnitt 96 besorgt die Pumpe 1 10 Öl aus dem Getriebe 6, um es zur Betätigung der Betätigungseinrichtung 48 zu verwenden. Die Pumpe 1 10 kann dabei über eine eigene Batterie, eine eigene Recheneinheit und ein eigenen Speicher verfügen.

Bezuqszeichen

Antriebsstrang

Verbrennungsmotor

Schwungstartkupplungsanordnung

Schwungmasseneinrichtung

Trennkupplung

Elektromotor

Getriebe

Reibungskupplung

Klauenkupplung

Anpressplatte

Kupplungsscheibe

Kurbelwelle

Nabe

Schrauben

Niet

Tangentialblattfeder

Nabenscheibe

Gegenanpressplatte

Tangentialblattfeder

Gehäuse

Membranfeder

Niet

Primärseite

Eingangsverzahnung

Klauenelement

Mitnehmerelement

Ausgangsverzahnung

Betätigungseinrichtung

Betätigungskolben

Wand

Wand Anschlusselement

Vorsprung

Grundkörper

Druckraum

Zuleitung

Verzahnung

Verzahnung

Verzahnung

Verzahnung

Verzahnung

Vorlastfeder

Mitnehmerplatte

Schraube

Klauenelement

Betätigungskolben

Zwischenwand

Radsatzraum

Gehäuse

Getriebepumpe

Zuleitung

Ventil

Abschnitt

Abschnitt

Abschnitt

Kopfseite oberes Ende unteres Ende

Bodenseite

Pumpe