| Patentansprüche 1. Hausbrandofen, dadurch gekennzeichnet, dass die Flammenumkehrplatte (1) aus beschichteter Schaumkeramik ist, vorzugsweise mit einer Beschichtung aus Aluminiumoxyd, das wiederum mit Edelmetallen, insbesondere Platin, Rhodium oder Palladium beschichtet ist. 2. Hausbrandofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Flammenumkehrplatte (1) so angeordnet ist, dass sie den gesamten Feuerraum nach oben abschließt. 3. Hausbrandofen nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Vorderkante (2) der Flammenumkehrplatte (1) und der Ofenwand (3) ein Notschlitz (4) offen bleibt. 4. Hausbrandofen nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Notschlitz (4) nicht breiter ist als 3 cm. 5. Hausbrandofen, dadurch gekennzeichnet, dass die Flammenumkehrplatte (1) eine oder mehrere Aussparungen (7) aufweist, in die beschichtete Schaumkeramikplatten (8) eingepasst sind, deren Beschichtung vorzugsweise aus Aluminiumoxyd besteht, das wiederum mit Edelmetallen, insbesondere Platin, Rhodium oder Palladium beschichtet ist, wobei diese Flammenumkehrplatte (1) den gesamten Feuerraum nach oben entweder ganz abschließt oder so, dass zwischen ihrer Vorderkante (2) und der Ofenwand (3) nur noch ein Notschlitz (4) offen bleibt. 6. Hausbrandofen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder mehrere Aussparungen (7) nahe an der Vorderkante (2) der Flammenumkehrplatte (1) angeordnet sind. 7. Hausbrandofen nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Aussparungen (7) mit den eingepassten Schaumkeramikplatten (8) an der Vorderkante (2) der Flammenumkehrplatte (1) über die Breite der Flammenumkehrplatte (1) erstreckt. |
Beschreibung
Bei Öfen, die im Hausbrand eingesetzt werden, wird derzeit der Rauch ungefiltert ins Freie abgeleitet. Aufgabe der Erfindung ist es, für Öfen ein System vorzuschlagen, mit der einfach und kostengünstig Feinstaub gefiltert wird. Dazu wird folgende Lösung vorgeschlagen:
Nach dem Stand der Technik ist in einem Hausbrandofen eine Platte angeordnet, die verhindert, dass die Flammenzungen in das Rauchrohr gelangen können - nachfolgend: "Flammenumkehrplatte" (1). Die Flammenumkehrplatte kann eine Stahlplatte sein. Bei Öfen mit höherer Brenntemperatur sind Flammenumkehrplatten aus Schamott, Vertiku- lite, Speckstein oder Thermott Stand der Technik. Es wird vorgeschlagen, diese Flammenumkehrplatte (1) als Schaumkeramikplatte auszuführen und zwar mit einer Be- schichtung, wie sie in der Automobilindustrie bei Katalysatoren eingesetzt wird. Vorgeschlagen wird als Beschichtung Aluminiumoxyd, wobei dieses wieder mit Edelmetallen, insbesondere Platin, Rhodium oder Palladium beschichtet ist.
Solche Schaumkeramikplatten sind so gasdurchlässig, dass der Rauch relativ ungebremst durch die Platten hindurch ins Rauchrohr entweichen kann. Der Ruß, der zusammen mit den Verbrennungsabgasen durch die Platte geleitet wird, wird dabei zurückgehalten. Zusätzlich werden mit der Beschichtung schädliche Verbrennungsabgase beseitigt. (Anspruch 1)
Besonders vorteilhaft ist es, die Flammenumkehrplatte aus beschichteter Schaumkeramik nicht lediglich in dem Bereich anzuordnen, wo die Verbrennungsabgase in das Rauchrohr münden sondern so, dass die Flammenumkehrplatte den gesamten Feuerraum nach oben abschließt (Figur 1). Besonders Vorteilhaft ist diese Anordnung aus mehreren Gründen. Einmal deshalb, weil bedingt durch die größere Plattenfläche der Rauch praktisch ungehindert durch die Platte hindurch treten kann. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass eine Selbstreinigung durch Nachverbrennungen möglich ist. Vor allem aber wird auf diese Weise die Temperatur der Flammenumkehrplatte erhöht, was die Wirksamkeit der Beschichtung als Katalysator steigert. (Anspruch 2)
Bei Hausbrandöfen nach dem Stand der Technik ist die Flammenumkehrplatte so dimensioniert und angeordnet, dass zwischen ihrer Vorderkante (2) und der Ofenwand (3) ein Abstand gehalten wird, durch den der Rauch aus dem Feuerraum abströmen kann. Es wird vorgeschlagen, dort einen Notschlitz beizubehalten für den Fall, dass sich die Schaumkeramikplatte mit Ruß zusetzen sollte. (Anspruch 3)
Wird dem Notschlitz (4) eine Breite von nicht mehr als 3 cm gegeben, dann ist die Abgasreinigung noch nicht erheblich beeinträchtigt (Figur 2). (Anspruch 4)
Beschichtete Schaumkeramikplatten sind teuer. Als Alternative zum Hausbrandofen nach Anspruch 1 und 2 wird deshalb vorgeschlagen, die Flammenumkehrplatte so auszuführen, dass sie aus zwei Komponenten besteht. Die eine Komponente ist eine Platte aus herkömmlichem, nicht rauchdurchlässigen Material mit einer Aussparung (7) für die zweite Komponente (8). Die zweite Komponente ist die erfinderische Schaumkeramikplatte, die in die Aussparung (7) so eingepasst wird, dass sie mit dieser eine einheitliche Platte bildet (Figur 4), die den gesamten Feuerraum nach oben abschließt und allenfalls noch einen Notschlitz (4) zwischen ihrer Vorderkante (2) und der Ofenwand (3) frei- lässt. (Anspruch 5)
Besonders vorteilhaft ist es, wenn eine Aussparung (7) mit der eingepassten beschichteten Schaumkeramikplatte (8) nahe an der Vorderkante (2) der Flammenumkehrplatte angeordnet ist (Figur 3 und 4). (Anspruch 6)
Diese Anordnung ist dann besonders wirkungsvoll, wenn sich die Aussparung (7) mit der eingepassten Schaumkeramikplatte (8) über die Breite der Flammenumkehrplatte erstreckt. (Anspruch 7)
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