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Patent Searching and Data


Title:
FOAM CUTTING MACHINE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/067086
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a foam cutting machine having an continuous, band-shaped knife (11) and having an oscillating device (24) which drives the knife in the knife plane and perpendicular to the knife edges in an oscillating manner. The effect of a serrated or waved knife is thus achieved although the knife has a straight front knife edge (11b). Said type of knife provides the option of resharpening and does not have the disadvantages of wave-shaped or serrated knives.

Inventors:
TILLMANN, Michael (Landgraben 45, Würselen, 52146, DE)
KERN, Hans-Dieter (Eckenberger Straße 32, Aachen, 52066, DE)
Application Number:
EP2010/067234
Publication Date:
June 09, 2011
Filing Date:
November 10, 2010
Export Citation:
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Assignee:
FECKEN-KIRFEL GMBH & CO. KG (Prager Ring 1-15, Aachen, 52070, DE)
TILLMANN, Michael (Landgraben 45, Würselen, 52146, DE)
KERN, Hans-Dieter (Eckenberger Straße 32, Aachen, 52066, DE)
International Classes:
B62D1/00; B23D55/08; B26D1/46; B26D1/54; B26D7/08
Attorney, Agent or Firm:
VON KREISLER SELTING WERNER (Deichmannhaus am Dom, Bahnhofsvorplatz 1, Köln, 50667, DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1. Schaumstoffschneidemaschine mit einem endlosen bandförmigen Messer (11), das eine scharfe vordere Messerkante (IIb) und eine stumpfe rückwärtige Messerkante (lld) aufweist, und entlang einer Bahn um Messerscheiben (12,13,14,15) umläuft, wobei die Bahn einen Schneidbereich (IIa) aufweist, in dem Messerführungen (16,17) angeordnet sind, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , d a s s mindestens eine der Messerführungen (16,17) eine Schwingvorrichtung (24) aufweist, die das Messer (11) in der Messerebene und senkrecht zu den Messerkanten schwingend antreibt.

2. Schaumstoffschneidemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beide Messerführungen Schwingvorrichtungen aufweisen, die das Messer in der Messerebene und senkrecht zu den Messerkanten schwingend antreiben.

3. Schaumstoffschneidemaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Schwingvorrichtung (24) eine exzentrisch gelagerte Rückenrolle (25) ist.

4. Schaumstoffschneidemaschine nach einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Schwingvorrichtung (24) einen Piezoschwinger, einen pneumatischen oder einen elektromagnetischen Schwinger aufweist. Schaumstoffschneidemaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückenrolle (25) eine durch das Messer (11) angetriebene mitlaufende Rolle ist.

Verfahren zum Schneiden eines Schaumstoffblockes mit einem bandförmigen Messer, das eine scharfe vordere Messerkante und eine stumpfe rückwärtige Messerkante aufweist, dad u rch g eken nzeich n et, dass das Messer in der Messerebene und senkrecht zu den Messerkanten schwingend angetrieben wird.

Description:
Schaumstoffschneidemaschine

Die Erfindung betrifft eine Schaumstoffschneidemaschine mit einem endlosen bandförmigen Messer.

Zum Schneiden von Schaumstoffen werden unter anderem Maschinen benutzt, die mit einem endlosen Bandmesser arbeiten, das über eine große Länge von z.B. ein bis drei Metern frei läuft. Dies bedeutet, dass das Bandmesser nicht seitlich oder nach hinten abgestützt ist. Solche Maschinen können mit horizontal oder vertikal ausgerichtetem Bandmesser ausgerüstet sein. Beim Schneiden von schweren oder stauchharten Schaumstoffen beispielsweise aus Polyurethan, Polyethylen oder anderen Materialien ist insbesondere im Konturschnitt ein Schleppfehler des Bandmessers über die Arbeitsbreite zu beobachten. Dieser Schleppfehler ist aufgrund der großen unabgestützten Länge des Bandmessers in einem bis zu 2,5m breiten Block im Prinzip unvermeidbar. Je nach den physikalischen Eigenschaften des Materials, sowie je nach den Schneidparametern wie Schneidgeschwindigkeit, Messerschärfe, Messerspannung, aber auch abhängig von der Konturform, kann dieser Schleppfehler in der Mitte des Blockes zu nicht tolerierbaren Abweichungen von der Sollkurve des zu schneidenden Teils führen.

Es sind Maschinen bekannt, bei denen das Bandmesser in der Mitte des Schneidbereiches oder an unterschiedlichen Positionen durch einen mitfahrenden Mittelarm abgestützt wird. Eine solche Einrichtung kann jedoch nur dann eingesetzt werden, wenn zwei Schaumstoffblöcke nebeneinander so positioniert werden, dass z.B. zwei kleinere Matratzen gleichzeitig nebeneinander geschnitten werden oder nur ein schmaler Block bearbeitet wird. Um des Weiteren den Schleppfehler im breiten Schaumstoffblock zu vermindern, werden oftmals Bandmesser mit speziellen Geometrien eingesetzt. Hierzu zählen z.B. Bandmesser mit gezahnter Schneidkante oder solche mit wellenförmig oder kalottenförmig geschliffener Schneidkante (ähnlich der eines Brotmessers) . Diesen Schneidmedien wohnt jedoch der Nachteil inne, dass sie aufgrund ihrer Formgebung nicht nachgeschliffen werden können. Da die Messer im Verlauf ihrer Lebensdauer durch den Schneidvorgang im Material stumpf werden, muss die Schneidgeschwindigkeit aufgrund nicht vorhandener Nachschleifmöglichkeit herabgesetzt werden, bzw. es muss mit einem über die Zeit wachsendem Schleppfehler gerechnet werden. Nur mit einem ständig nachgeschliffenen Bandmesser kann über die gesamte Lebensdauer des Bandmessers eine gleichbleibende Qualität des Schnitts, gepaart mit stets gleichbleibender Schneidgeschwindigkeit erreicht werden. Ein gezahntes Bandmesser kann zwar geschliffen werden, jedoch werden dabei die Zähne im vorderen Bereich mit der Zeit abgeschliffen, was zu einer Verringerung der Zahnwirkung führt oder dazu, dass die Zähne sogar im weiteren Verlauf ganz abgeschliffen werden. Daher werden gezahnte Bandmesser üblicherweise gar nicht geschliffen oder nur kurz angeschliffen, was zu den oben beschriebenen negativen Auswirkungen nach längerer Laufzeit führt.

Auch können gezahnte oder wellenförmig/kalottenförmig geschliffene Messer nicht mit derselben hohen Spannung betrieben werden, da je nach Herstellungsprozess dieser Messer z.B. die Kerbwirkung einer in den Bandmesserstahl eingebrachten Zahnung einen Bruch bei höheren Spannungen begünstigt. Auch verringert der geringere Querschnitt eines gezahnten Messers die mögliche Vorspannung. Ein erhöhter Schleppfehler ist durch die geringere Vorspannung des Messers vorprogrammiert.

Ferner sind oszillierende Bandmesser bekannt, bei denen im Schneidbereich ein kurzes Stück Messer (meist ein gezahntes Messer oder ein Schneiddraht) mit einer Oszillationsvorrichtung in longitudinale Messerrichtung hin und her angetrieben wird. Aufgrund der Maschinengeometrie sind aber auch diese Messer nicht schleifbar. Daher ist meist die Schneidgeschwindigkeit bei diesen Maschinen sehr gering. Weiterhin sind Pendelhubstichsägen bekannt, bei denen neben der Hubbewegung- senkrecht zur Schnittrichtung - der vertikal auf und ab bewegten Säge wahlweise eine horizontale Pendelbewegung - in Schnittrichtung - zugeschaltet werden kann, die dafür sorgt, dass sich die Säge in der Abwärtsbewegung (im Sägevorlauf) nach vorne bewegt, um sich dabei tiefer in das zu schneidende Material einzugraben. Dies führt je nach Material zu einer wechselnden Spangröße im Schnitt, zu einem erhöhten Vorwärtsdrang der Säge, d.h. einer besseren Bearbeitungsmöglichkeit mit weniger Kraftaufwand für den Bediener und letztendlich zu einem besseren Schneidergebnis. In der Aufwärtsbewegung wird die Säge leicht nach hinten geführt, um die anfallenden Sägespäne abführen zu können, bzw. Platz für deren Auswurf aus dem Sägespalt zu schaffen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schaumstoffschneidemaschine zu schaffen, bei der mit einem endlosen bandförmigen Messer das Schneidverhalten einer wellenförmigen Messerkante nachgebildet wird, wobei das Messer jedoch schleifbar ist.

Die erfindungsgemäße Schaumstoffschneidemaschine ist durch den Patentanspruch 1 definiert.

Erfindungsgemäß weist mindestens eine Messerführung eine Schwingvorrichtung auf, die das Messer in der Messerebene und senkrecht zur Messerkante schwingend antreibt. Auf diese Weise wird dem Bandmesser neben der longitudinalen Laufbewegung eine gleichzeitige transversale Querbewegung im Sinne einer Pendelbewegung hinzugefügt. Dabei ist die resultierende Bewegung des Bandmessers, bezogen auf einen beliebigen Punkt im Schaumstoff material, vergleichbar mit der Bewegung der Vorderkante eines wellenförmig geschliffenen Bandmessers. Relativ zu dem Schaumstoffmaterial führt das entlang des Schneidbereichs bewegte Messer eine wellenförmig schwingende Bewegung aus. Die Erfindung vereinigt die Vorteile eines wellenförmig gestalteten Messers, nämlich einen feineren Schnitt und einen niedrigeren Schneidwiderstand und damit einen verringerten Schleppfehler, mit den Vorteilen eines glatten Bandmessers, das sich stärker spannen lässt und ständig nachgeschliffen werden kann.

Die Erfindung ist vorzugsweise bei Konturschneidemaschinen anwendbar, kann jedoch auch bei anderen Typen von Schneidemaschinen eingesetzt werden, bei denen das Bandmesser im horizontalen, vertikalen oder schräg stehenden Arbeitsbereich frei läuft.

Da sich das im Schneidebereich frei laufende Bandmesser nur an den seitlich zum Materialblock liegenden Messerführungen führen und beeinflussen lässt, werden die steuerbare Messerverdrehung und die Schwingbewegung an diesen Stellen eingebracht. Die Erfindung beruht auf einer schwingenden Transversalbewegung des Messers durch einen Schwingungserreger, der an der Messerführung (Verdrehführung) des Bandmessers positioniert ist, also an den beiden Stellen, an denen das freilaufende Bandmesser die Führung verlässt und in das Schaumstoffmaterial eintaucht, bzw. an denen das Bandmesser das Schaumstoffmaterial verlässt und wieder in die Führung eintaucht.

Vorzugsweise ist vorgesehen, dass beide Messerführungen Schwingvorrichtungen aufweisen, die das Messer in der Messerebene und senkrecht zur Messerkante schwingend antreiben. Die Schwingvorrichtungen können synchronisiert, d.h. zeitlich aufeinander abgestimmt sein, so dass sie phasengleich schwingen. Eine solche Synchronisierung ist jedoch wegen der großen Länge des Schneidbereichs von etwa ein bis drei Metern häufig nicht notwendig. Die besten Ergebnisse haben sich gezeigt, wenn die Schwingungsfrequenz so bemessen ist, dass die Wellenlänge, also die örtliche Auswirkung der Schwingung in Längsrichtung des Bandmessers, zwischen 20mm und 100mm beträgt. Dabei wird die Amplitude so gewählt, dass sie zwischen einem Viertel und dem Doppelten der Länge der Messerfase beträgt. Die Messerfase ist die Abschrägung des Bandmessers, die in der Messerkante endet.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass mindestens eine Schwingvorrichtung eine exzentrisch gelagerte Rückenrolle ist. Diese Rückenrolle stützt die rückwärtige Messerkante ab. Durch ihre Drehbewegung wird das Bandmesser in eine Transversalschwingung (quer zu seiner Längsrichtung) versetzt. Dabei drückt sich das Messer durch den Schneiddruck bzw. die Einstellung/-schränkung der Messerscheiben so an die Rückenrolle, dass ein ständiger Kontakt und damit eine stete Schwingungserregung gegeben sind. Die exzentrische Rückenrolle benötigt keinen eigenen Antrieb, da sie durch das vorbeilaufende Messer angetrieben wird. Die Schwingungsfrequenz wird durch den Durchmesser der Rückenrolle bestimmt und die Amplitude durch die Größe der Exzentrizität. Es können auch andere Arten von Schwingvorrichtungen benutzt werden, beispielsweise ein Piezoschwinger oder ein elektromagnetischer Schwinger.

Im Folgenden werden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert. Es zeigen :

Fig. 1 eine Frontansicht einer horizontalen Konturschneidemaschine, wobei ausschließlich das Schneidaggregat dargestellt ist,

Fig. 2 eine schematische Darstellung des Schneidebereichs des

Bandmessers mit den beiden Messerführungen unter Angabe der Schwingungsrichtungen, Fig. 3 in vergrößertem Maßstab eine der Messerführungen mit darin vorhandener Schwingvorrichtung und

Fig. 4 eine alternative Ausführungsform zu Fig. 3 mit einer anderen

Schwingvorrichtung.

In Fig. 1 ist eine Frontansicht einer Schaumstoffschneidemaschine dargestellt, und zwar aus der Sicht eines ankommenden Schaumstoffblockes, der mit einem Bandmesser der Schneidemaschine geschnitten werden soll. Die Schneidemaschine weist einen rechteckigen starren Rahmen 10 auf, in dem das bandförmige flexible Messer 11 entlang einer Bahn umläuft. Das Messer 11 ist ein endloses Messer, d.h. es bildet eine geschlossene Schleife. An den Ecken des Rahmens 10 sind Messerscheiben 12, 13, 14, 15 drehbar gelagert, um die das bandförmige Messer 11 umläuft. Eine der Messerscheiden ist angetrieben, wodurch das Messer entlang der Bahn bewegt wird.

Im unteren Abschnitt der Bahn bildet das Messer 11 einen Schneidbereich IIa, durch den der zu schneidende Schaumstoff auf einem Förderer hindurch transportiert wird. In dem Schneidbereich IIa läuft das Messer ohne Führung bzw. Abstützung. Der Schneidbereich IIa ist durch Messerführungen 16, 17 begrenzt. Diese sind um die Längsachse des bandförmigen Messers gesteuert drehbar, um den Anstellwinkel des Messers zu verändern bzw. um der Konturlinie zu folgen. Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf das Messer 11 und die Messerführungen 16, 17. Das bandförmige Messer 11, das in dem Schneidbereich IIa ungeführt frei läuft, hat eine scharfe vordere Messerkante IIb und eine stumpfe rückwärtige Messerkante lld. Der spitze vordere Bereich, der sich an die Messerkante IIb anschließt, wird als Messerfase 11c bezeichnet. Erfindungsgemäß enthalten die Messerführungen 16, 17 Schwingvorrichtungen, die das Messer 11 in Schwingungen versetzen, die durch die Doppelpfeile 20 angedeutet sind. Die Schwingungen verlaufen in der Messerebene und senkrecht zu den beiden Messerkanten. Durch die Laufbewegung 21 des Messers und die Schwingbewegungen wird in Bezug auf das Werkstück die Wirkung eines wellenförmigen Messers erreicht, obwohl die Messerkante IIb des verwendeten Messers gerade ist.

Fig. 3 zeigt schematisch den inneren Aufbau der Messerführung 16. Diese weist in einem Gehäuse 23, durch welches das Messer 11 hindurch läuft, eine Rückenrolle 25 auf, die frei drehbar gelagert ist und mit ihrer Umfangsfläche die rückwärtige Messerkante l ld des Messers 11 abstützt. Der Rückenrolle gegenüberliegend ist eine Führungsrolle 26 gelagert. Die Rückenrolle 25 ist auf einer Achse 28 gelagert und ihre Umfangsfläche 29 ist exzentrisch zu der Achse 28. Dadurch wird das Messer 11, das durch die Rückenrolle 25 entgegen der Schneidvorrichtung abgestützt wird, in Schneidrichtung schwingend vor und zurück bewegt. Die Stützrolle 25 bildet die Schwingvorrichtung 24. Die Schwingungsamplitude wird durch die Größe der Exzentrizität bestimmt. Die Wellenlänge der Schwingung wird durch den Umfang der Rückenrolle 25 bestimmt.

Das Messer 11 läuft durch einen Führungsspalt 30, der um die Längsachse des Messers herum gesteuert drehbar ist, um den Anstellwinkel des Messers zu verändern.

Eine andere Ausführungsform der Schwingvorrichtung 24 ist in Fig. 4 dargestellt. Die Schwingvorrichtung weist hier einen piezoelektrischen oder pneumatischen oder magnetischen Schwinger 32 auf, der ein Stützelement 33 schwingend rechtwinklig zur rückwärtigen Messerkante l ld antreibt. Das Stützelement 33 stützt die rückwärtige Messerkante lld ab. Die Anlage der Messerkante an dem Stützelement wird durch den Schneiddruck gewährleistet, mit dem das Werkstück gegen das Messer drückt. Bei einer elektrisch gesteuerten Schwingvorrichtung 32 können Schwingfrequenz und Schwingamplitude beliebig verändert werden, ohne Umrüstungen an der Maschine durchzuführen.