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Patent Searching and Data


Title:
FOIL BEARING
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/097297
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a foil bearing (2) for supporting a shaft (12), said bearing comprising a sleeve-type bearing housing (4) with three foil arrangements (6, 8, 10) distributed around the inner circumference of the bearing housing (4), each arrangement covering a circumferential segment of the bearing housing (4) and having a corrugated foil (14) lying against the inner wall of the housing and a top foil (16) covering said corrugated foil. Each of the end edges (22) of the top foils (16), said edges delimiting the top foils (16) in the circumferential direction, are supported by retaining means formed on the inner wall of the housing. In said foil bearing, according to the invention: insertion grooves (18, 20) are formed in the inner face of the housing, the grooves extending along surface lines and projecting obliquely into the housing wall from the inside to the outside, each of said grooves holding one end edge (22) of a top foil (16) and one end edge (24) formed on the associated corrugated foil (14); in the bearing-housing (4) inner contour, which has a circular cross-section, the corrugated foils (14) have corrugation heights (H, h) that decrease, starting from their respective central regions (26) towards their respective end edges (24) in relation to the circumferential direction of the bearing housing.

Inventors:
BRAUN, Wolfgang (Hohe Leiten 3, Garstadt, 97493, DE)
WIRTH, Philipp (Niederwerrner Str. 61, Schweinfurt, 97421, DE)
Application Number:
DE2016/200567
Publication Date:
June 15, 2017
Filing Date:
December 01, 2016
Export Citation:
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Assignee:
SCHAEFFLER TECHNOLOGIES AG & CO. KG (Industriestraße 1-3, Herzogenaurach, 91074, DE)
International Classes:
F16C17/02; F16C43/02
Foreign References:
EP2937584A12015-10-28
EP2740949A12014-06-11
US20020054718A12002-05-09
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Claims:
Patentansprüche

Folienlager (2) zum Lagern einer Welle (12), umfassend ein hülsenartiges Lagergehäuse (4) mit drei über den Innenumfang des Lagergehäuses (4) verteilt angeordneten, jeweils einen Umfangsabschnitt des Lagergehäuses (4) überdeckenden Folienanordnungen (6, 8, 10), die jeweils eine an der Gehäuseinnenwand anliegende Wellfolie (14) und eine diese überdeckende Deckfolie (1 6) umfassen, wobei die die Deckfolien (1 6) in Umfangsrichtung begrenzenden Endkanten (22) der Deckfolien (1 6) sich jeweils an der Gehäuseinnenwand ausgebildeten Haltemitteln abstützen, dadurch gekennzeichnet, dass an der Gehäuseinnenseite längs Mantellinien sich erstreckende, schräg von innen nach außen in die Gehäusewand hineinragende Stecknuten (18, 20) ausgebildet sind, deren jede jeweils eine Endkante (22) einer Deckfolie (16) sowie eine an der zugeordneten Wellfolie (14) ausgebildete Endkante (24) aufnimmt, und dass bei im Querschnitt kreisförmiger Innenkontur des Lagergehäuses (4) die Wellfolien (14) jeweils von ihrem auf die Umfangsrichtung des Lagergehäuses bezogen mittleren Bereich (26) aus zu ihren Endkanten (24) hin abnehmende Wellenhöhen (H, h) aufweisen.

Folienlager nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Stecknuten (18, 20) die zugeordneten Endkanten (22, 24) der Deckfolien (1 6) und der Wellfolien (14) mit einer Gleitpassung aufnehmen, und dass die Tiefe der Stecknuten (18, 20) größer ist als die Eindringtiefe der zugeordneten Endkanten (22, 24) bei unbelasteter Deckfolie (1 6).

Folienlager nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich jeweils einer Stecknut (18) der beiden einer Folienanordnung (10) zugeordneten Stecknuten (18, 20) eine oder mehrere die Gehäusewand durchsetzende Gewindebohrungen (34, 36) vorgesehen sind, welche die Endkanten (22, 24) in der jeweiligen Stecknut (18) fixierende Klemmschrauben aufnehmen.

Description:
Bezeichnung der Erfindung

Folienlager Gebiet der Erfindung

Die Erfindung betrifft ein Folienlager zum Lagern einer Welle, umfassend ein hülsenartiges Lagergehäuse mit drei über den Innenumfang des Lagergehäuses verteilt angeordneten, jeweils einen Umfangsabschnitt des Lagergehäuses überdeckenden Folienanordnungen, die jeweils eine an der Gehäuseinnenwand anliegende Wellfolie und eine diese überdeckende Deckfolie umfassen, wobei die die Deckfolien in Umfangsrichtung begrenzenden Endkanten der Deckfolien sich jeweils an der Gehäuseinnenwand ausgebildeten Haltemitteln abstützen. Hintergrund der Erfindung

Unter Folienlagern versteht man hydrodynamische oder aerodynamische Lager, bei denen die bei unbelastetem Lager die Welle beziehungsweise ganz allgemein die den drehend gelagerten Rotor abstützende Lagerfläche von einer dünnen, verschleißfesten Deckfolie gebildet ist, welche ihrerseits von einer zwischen Deckfolie und Lagergehäusewand angeordneten elastischen Wellfolie abgestützt wird. Im Betrieb bildet sich zwischen der Welle und der Deckfolie ein hydrodynamischer oder aerodynamischer, die Welle tragender Film. Nur bei Start- und Stoppvorgängen kommt es zu einem direkten Bewegungskontakt zwischen Welle und Deckfolie. Folienlager der beschriebenen Art werden bevorzugt für gering belastete, mit hoher Drehzahl laufende Wellen eingesetzt, beispielsweise bei Kompressoren, Gasturbinen, Turboladern und dergleichen.

Eine bewährte Bauform von Lagern der oben beschriebenen Art sind als soge- nannte Dreiflächenlager ausgebildete, für beide Drehrichtungen geeignete Folienlager, bei denen drei jeweils eine Deckfolie und eine zugeordnete Wellfolie umfassende Folienanordnungen jeweils einen Innenumfangsabschnitt des Lagergehäuses überdecken. Damit diese Lager für beide Drehrichtungen geeignet sind, müssen die Folienanordnungen in beiden Drehrichtungen gleichermaßen fixiert sein. Außerdem sind sie üblicherweise so aufgebaut, dass die Welle insbesondere im Betrieb in, auf den Lagerquerschnitt bezogen, drei gleichmäßig über den Wellenumfang verteilt angeordneten Berührungszonen, also im We- sentlichen statisch bestimmt, abgestützt wird. Dies verlangt im Allgemeinen eine sehr aufwendige konstruktive und fertigungstechnische Gestaltung insbesondere des Lagergehäuses.

Aus der US 2 002/0054718 A1 ist ein Folienlager der eingangs genannten Art bekannt. Darin stützen sich die Deckfolien über ihre Endkanten an im Querschnitt etwa T-förmigen Halteleisten ab, welche an der Innenseite des Lagergehäuses ausgebildeten sind. Um die erwünschten, für die Bildung eines aerodynamischen Films erforderlichen konvergierenden Spalte (aerodynamic wedges) zu erzeugen, ist der innere Querschnitt der Lagerhülse nicht kreisförmig ausge- bildet, sondern setzt sich aus drei Kreisbogensegmenten zusammen, deren Radius jeweils gegenüber dem Lagermittelpunkt exzentrisch versetzt ist derart, dass sich zu den Berührungszonen hin konvergierende Spalte zwischen Welle und Lagergehäuse ergeben. Die elastischen Wellfolien stützen sich in Um- fangsrichtung nicht ab, das heißt, sie werden nur von den Deckfolien gehalten und durch diese entsprechend der Form der konvergierenden Spalte gegenüber einer an sich gleichen Wellenhöhe elastisch verformt. Wegen der für die AbStützung der Deckfolien vorgesehenen Halteleisten einerseits und der komplexen Innenquerschnittsform des Lagergehäuses andererseits sind die bekannten Folienlager konstruktiv und fertigungstechnisch sehr aufwendig und teuer. Au- ßerdem sind die Folienanordnungen wegen der starren Abstützung der Deckfolien an den Halteleisten nicht in der Lage, sich an durch mechanische oder wärmebedingte Belastungen verursachte Verformungen anzupassen.

Aufgabe der Erfindung

Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Folienlager der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art zu schaffen, das kon- struktiv und fertigungstechnisch einfach ist, und bei dem die Folienanordnungen sich an im Betrieb auftretende Verformungen anpassen können.

Beschreibung der Erfindung

Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den Merkmalen des Hauptanspruchs, während vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung den Unteransprüchen entnehmbar sind. Demnach geht die Erfindung aus von einem Folienlager zum Lagern einer Welle, umfassend ein hülsenartiges Lagergehäuse mit drei über den Innenumfang des Lagergehäuses verteilt angeordneten, jeweils einen Umfangsabschnitt des Lagergehäuses überdeckenden Folienanordnungen, die jeweils eine an der Gehäuseinnenwand anliegende Wellfolie und eine diese überdeckende Deckfo- lie umfassen, wobei die die Deckfolien in Umfangsrichtung begrenzenden Endkanten der Deckfolien sich jeweils an der Gehäuseinnenwand ausgebildeten Haltemitteln abstützen.

Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist dabei vorgesehen, dass an der Gehäuseinnenseite längs Mantellinien sich erstreckende, schräg von innen nach außen in die Gehäusewand hineinragende Stecknuten ausgebildet sind, deren jede jeweils eine Endkante einer Deckfolie sowie eine an der zugeordneten Wellfolie ausgebildete Endkante aufnimmt, und dass bei im Querschnitt kreisförmiger Innenkontur des Lagergehäuses die Wellfolien jeweils von ihrem auf die Umfangsrichtung des Lagergehäuses bezogen mittleren Bereich aus zu ihren Endkanten hin abnehmende Wellenhöhen aufweisen.

Eine konstruktive und insbesondere fertigungstechnische Vereinfachung des Lagergehäuses ergibt sich einerseits daraus, dass anstelle von radial nach innen vorstehenden Halteleisten zur Abstützung der Folienanordnungen in Umfangsrichtung, die im Allgemeinen eine Bearbeitung mit hohem Materialabtrag erfordern, einfache Stecknuten in die Lagergehäusewand eingebracht, beispielsweise geschnitten oder erodiert sind, in welche die Endkanten der Folien- anordnung einfach axial eingeschoben werden können. Dadurch, dass die Stecknuten sowohl die Endkanten der Deckfolien als auch die Endkanten der Wellfolien aufnehmen, sind auch die letzteren gegen eine Verschiebung in Um- fangsrichtung gesichert. Ein anderer Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung liegt vor allem darin, dass die Innenkontur des Lagergehäuses kreisrund ist, wobei die erwünschten konvergierenden Spalte durch die besondere, neuartige Gestaltung der Wellfolien mit ihren von ihrem mittleren Bereich aus zu den Endkanten hin abnehmenden Wellenhöhen geformt werden, wie anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert wird.

Eine bevorzugte Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung sieht vor, dass die Stecknuten die zugeordneten Endkanten der Deckfolien und der Wellfolien mit einer Gleitpassung aufnehmen, und dass die Tiefe der Stecknuten größer als die Eindringtiefe der zugeordneten Endkanten bei unbelasteter Deckfolie ist. Die Tiefe der Stecknuten ist auf die Länge der Deck- und Wellfolien so abgestimmt, dass die mit einer Gleitpassung in den Stecknuten aufgenommenen Endkanten der Folienanordnungen sich sowohl bei temperaturbedingter Ausdehnung der Folien als auch bei einer Längenänderung aufgrund der Lagerbelastung in den Stecknuten verschieben und die Folienanordnungen sich so an die jeweiligen Betriebsbedingungen anpassen können.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass im Bereich jeweils einer der beiden einer Folienanordnung zugeordneten Stecknuten eine oder mehrere die Gehäusewand durchsetzende Gewindebohrungen vor- gesehen sind, welche die Endkanten in der jeweiligen Stecknut fixierende Klemmschrauben aufnehmen. Die oben beschriebene Anpassung an die jeweiligen Betriebsbedingungen erfolgt dabei jeweils an dem nicht fixierten Ende der Folienanordnungen. Es sind auf diese Weise beliebige Kombinationen von nicht fixierten oder einseitig fixierten Folienanordnungen möglich. Die Klemmschrau- ben dienen zugleich als Sicherung der Folienanordnungen in axialer Richtung des Folienlagers. Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäß ausgebildeten Folienlagers wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen:

Figur 1 einen Querschnitt durch ein erfindungsgemäßes Folienlager, welches als Dreiflächenlager ausgebildet ist,

Figur 2 ein Detail der Figur 1 in vergrößerter Darstellung,

Figur 3 eine perspektivische Ansicht eines Lagergehäuses für ein Folienlager, und

Figur 4 schematisch eine Wellfolie für ein Folienlager gemäß Figur 1 .

Ausführliche Beschreibung der Zeichnungen

Das in der Figur 1 dargestellte, als sogenanntes Dreiflächenlager ausgebildete Folienlager 2 umfasst ein hülsenartiges Lagergehäuse 4, drei über den Innenumfang des Lagergehäuses 4 verteilt angeordnete Folienanordnungen 6, 8, 10 und eine im Folienlager drehbar gelagerte Welle 12.

Jede der drei Folienanordnungen 6, 8, 10 umfasst eine an der Innenwand des Lagergehäuses 4 direkt anliegende Wellfolie 14 und eine diese überdeckende Deckfolie 1 6. An der Gehäuseinnenseite sind längs Mantellinien des Lagergehäuses sich erstreckende, schräg von innen nach außen in die Gehäusewand hineinragende Stecknuten 18, 20 ausgebildet, von denen jede jeweils eine Endkante 22 einer Deckfolie 1 6 sowie eine an der zugeordneten Wellfolie 14 ausgebildete Endkante 24 aufnimmt, wie insbesondere in Figur 2 gut erkennbar ist. Die Ausrichtung der Stecknuten 18, 20 folgt im Wesentlichen der Ausrichtung der in Umfangsrichtung auslaufenden Endkanten 22, 24.

Die Innenkontur des Lagergehäuses 4 ist im Querschnitt kreisförmig ausgebildet, und die Wellfolien 14 weisen jeweils von ihrem auf die Umfangsrichtung des Lagergehäuses 4 bezogen mittleren Bereich 26 aus zu ihren Endkanten 24 hin abnehmende Wellenhöhen H, h auf, wie insbesondere Figur 4 zeigt. Die Differenz h der Wellenhöhen von der Wellfolienmitte zu den Endkanten hin kann beispielsweise in der Größenordnung von 10 bis 100 % der maximalen Wellen- höhe H betragen.

Figur 3 zeigt in einer perspektivischen Darstellung ein Lagergehäuse 4 für ein sogenanntes Dreiflächenlager, mit drei um jeweils 120° versetzt und über den Umfang verteilt angeordneten Stecknutenpaaren 28, 30, 32, die jeweils End- kanten 22, 24 benachbarter Folienanordnungen 6, 8, 10 aufnehmen. Um die Folienanordnungen 6, 8, 10 insbesondere auch in Achsrichtung des Folienlagers 2 zu fixieren, sind im Bereich jeweils einer der beiden einer Folienanordnung 6, 8, 10 zugeordneten Stecknuten 18, 20 zwei die Gehäusewand durchsetzende Gewindebohrungen 34, 36 vorgesehen, welche die Endkanten 22, 24 in der jeweiligen Stecknut fixierende Klemmschrauben aufnehmen, wie nicht im einzelnen dargestellt ist. Bei Bedarf können auch jeder Stecknut entsprechende Gewindebohrungen und Klemmschrauben zugeordnet werden.

Bezugszeichenliste

Folienlager

Lagergehäuse

Erste Folienanordnung

Zweite Folienanordnung

Dritte Folienanordnung

Welle

Wellfolie

Deckfolie

Stecknut

Stecknut

Endkante

Endkante

Bereich

Erstes Stecknutenpaar

Zweites Stecknutenpaar

Drittes Stecknutenpaar

Erste Gewindebohrung

Zweite Gewindebohrung