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Patent Searching and Data


Title:
FOLDABLE SLAT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2015/128468
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a foldable slat for a sliding cover structure in particular for a truck, comprising a first foldable slat element and a second foldable slat element which are hingedly interconnected. The first and/or the second foldable slat element have/has a plurality of members which are interconnected by joints.

Inventors:
TIEMANN BURKHARD (DE)
LAGEMANN BERNARD (DE)
Application Number:
EP2015/054148
Publication Date:
September 03, 2015
Filing Date:
February 27, 2015
Export Citation:
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Assignee:
BOGE ELASTMETALL GMBH (DE)
International Classes:
B60J7/06
Domestic Patent References:
WO2012010618A12012-01-26
Foreign References:
EP2106947A12009-10-07
FR2786441A12000-06-02
US4747441A1988-05-31
EP1782986A12007-05-09
EP0778169B12000-02-23
Attorney, Agent or Firm:
BOSSMEYER, Jörg Peter (DE)
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Claims:
Patentansprüche

1 . Faltplatte (9) für eine Schiebeverdeckstruktur (1 ) insbesondere eines Lastwagens, umfassend ein erstes und ein zweites Faltplattenelement (14, 14'), welche gelenkig miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und/oder das zweite Faltplattenelement (14, 14') jeweils mehrere Glieder (30, 31 , 32) aufweist, wobei die Glieder untereinander durch Gelenke (33, 34) verbunden sind.

2. Faltplatte (9) nach Anspruch 1 , wobei die Glieder (30, 31 , 32) voneinander

beabstandet sind.

3. Faltplatte (9) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Gelenke (33, 34) zwischen den Gliedern (30, 31 , 32) durch Scharniere, insbesondere Filmscharniere, gebildet sind.

4. Faltplatte (9) nach Anspruch 1 , 2 oder 3, wobei die Gelenke (33, 34) jeweils ein oberes und ein unteres Gelenkteil (36, 37) aufweisen, die im Ruhezustand der Faltplatte (9) bei geschlossenem Schiebeverdeck an der Ober- bzw. Unterseite (42, 44) der Faltplattenelemente (14, 14') angeordnet sind.

5. Faltplatte (9) nach Anspruch 4, wobei die oberen und/oder die unteren Gelenkteile (36, 37) jeweils durch eine filmscharnierartige Verbindung oder ein Filmscharnier gebildet sind.

6. Faltplatte (9) nach Anspruch 5, wobei die oberen Gelenkteile (36) jeweils mehrere Verstärkungsbereiche (38) aufweisen, die durch dünnwandigere Abschnitte miteinander verbunden sind.

7. Faltplatte (9) nach Anspruch 6, wobei die oberen Gelenkteile (36) jeweils zwei Verstärkungsbereiche (38) aufweisen, die untereinander durch ein nach außen gewölbtes Filmscharnier (39) und mit den jeweiligen Gliedern (30, 31 , 32) durch nach innen gewölbte Filmscharniere (40) verbunden sind.

8. Faltplatte (9) nach einem der Ansprüche 4 bis 7, wobei die Enden der oberen

Gelenkteile (36) jeweils in einer Aussparung (41 ) an der Oberseite (42) der Glieder (30, 31 , 32) mit den jeweiligen Gliedern (30, 31 , 32) verbunden sind.

9. Faltplatte (9) nach einem der Ansprüche 4 bis 8, wobei die oberen Gelenkteile (36) relativ zu der Quererstreckung der Faltplattenelemente (14, 14') eine geringere

Quererstreckung aufweisen und insbesondere in Bezug auf die Quererstreckung der Faltplattenelemente (14, 14') mittig angeordnet sind.

10. Faltplatte (9) nach einem der Ansprüche 4 bis 9, wobei die unteren Gelenkteile (37) jeweils durch mindestens eine nach außen gewölbte, filmscharnierartige Verbindung

(43) zwischen benachbarten Gliedern (30, 31 , 32), und insbesondere jeweils durch zwei in Bezug auf die Quererstreckung der Faltplattenelemente (14, 14') außen liegende filmscharnierartige Verbindungen (43) gebildet sind.

1 1 . Faltplatte (9) nach Anspruch 10, wobei die Verbindungsstellen der

filmscharnierartigen Verbindungen (43) an den Gliedern (30, 31 , 32) von der Unterseite

(44) der Faltplattenelemente (14, 14') beabstandet sind.

12. Faltplatte (9) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die ersten und zweiten Faltplattenelemente (14, 14') durch ein Gelenkachsenelement (16) miteinander verbunden sind, wobei die an das Gelenkachsenelement (16) angrenzenden Glieder (30) mit dem Gelenkachsenelement (16) jeweils über ein Filmscharnier (17) verbunden sind.

Description:
Faltplatte

Die Erfindung betrifft eine Faltplatte für eine Schiebeverdeckstruktur insbesondere eines Lastwagens, umfassend ein erstes und ein zweites Faltplattenelement, welche gelenkig miteinander verbunden sind. Eine derartige Faltplatte ist aus der EP 0 778 169 B1 bekannt.

Lastwagen, das heißt Lastkraftwagen und Anhänger (Trailer) sowie Auflieger der Lastkraftwagen, sind im Stand der Technik in verschiedenen Ausgestaltungen bekannt. So sind beispielsweise die sogenannten Pritschenwagen oder Wechselpritschen bekannt, die eine ebene offene Ladefläche hinter der Fahrerkabine aufweisen. Um dennoch einen sicheren und trockenen Transport von Ladung zu gewährleisten, ist die Ladefläche derartiger Pritschenwagen üblicherweise mit einem Verdeck versehen. Im Stand der Technik sind hierzu feste Verdecke und Schiebeverdecke bekannt.

Schiebeverdecke können geöffnet werden, weisen gegenüber festen Verdecken daher den Vorteil auf, dass der Ladevorgang des Lastwagens, beispielsweise bei

Kranbeladung, durch den Schiebemechanismus erheblich erleichtert wird, da der Laderaum von oben oder seitlich zugänglich gemacht werden kann. Um ein leichtes Öffnen und Schließen des Schiebeverdecks zu ermöglichen, ist es erforderlich, dass eine auf der Verdeckstruktur aufliegende Plane beim Öffnen gleichmäßig gefaltet wird. Hierzu ist eine Schiebeverdeckstruktur mit einer Vielzahl von Spriegeln versehen, welche quer zu zwei parallelen Längsgurten verlaufen, und welche entlang der jeweiligen Längsgurte zur Zwangsfaltung der auf den Spriegeln der

Schiebeverdeckstruktur aufliegenden Plane über Faltplatten miteinander verbunden sind.

Das Aufstellen der Plane kann bereits durch eine geringe Last auf der Plane, z.B. durch Regenwasser, erschwert oder verhindert werden.

Es besteht die Aufgabe, eine Faltplatte der eingangs genannten Art zu schaffen, die ein Öffnen des Verdecks vereinfacht, insbesondere wenn das Verdeck durch Regenwasser belastet ist. Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebene Erfindung gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind den Unteransprüchen zu entnehmen. Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung ist im nebengeordneten Anspruch angegeben.

Erfindungsgemäß ist eine Faltplatte für eine Schiebeverdeckstruktur insbesondere eines Lastwagens geschaffen, umfassend ein erstes und ein zweites

Faltplattenelement, welche gelenkig miteinander verbunden sind, wobei das erste und/oder das zweite Faltplattenelement jeweils mehrere Glieder aufweist, wobei die Glieder untereinander durch Gelenke verbunden sind.

Der vorliegenden Erfindung liegt der Gedanke zu Grunde, dass der Aufstellvorgang der Faltplatten beim Zusammenfalten des Schiebeverdecks mittels der mehrere Glieder aufweisenden Faltplattenelemente vordefinierbar ist, so dass auf das Schiebeverdeck wirkende Kräfte oder Lasten, beispielsweise durch Wasseransammlungen, besser ableitbar sind. Insbesondere können sich die mehrgliedrigen Faltplattenelemente während des Zusammenfaltens des Schiebeverdecks raupenartig aufstellen, wodurch auf dem Schiebeverdeck angesammeltes Wasser nach beiden Seiten ablaufen kann.

Vorzugsweise sind die Glieder eines Faltplattenelementes derart voneinander beabstandet, dass jedes Glied gegenüber angrenzenden Gliedern bis zu einem bestimmten Winkel schwenkbar ist.

In einer Ausgestaltung der Erfindung sind die Gelenke zwischen benachbarten Gliedern durch Scharniere, insbesondere Filmscharniere, gebildet. Die Filmscharniere sind einteilig mit den beiden zu verbindenden Gliedern ausgebildet. Die Scharniere können aus einer dünnwandigen Verbindung bestehen, z.B. in Form eines Falzes, die durch ihre Biegsamkeit eine begrenzte Drehbewegung der verbundenen Glieder ermöglicht.

Ein bevorzugter Kunststoff zur Herstellung der Faltplatte ist Polypropylen (PP). Eine derartig hergestellte Faltplatte ist verschleißbeständig und reduziert das Gewicht der Schiebeverdeckstruktur. In einer Ausgestaltung der Erfindung weisen die Gelenke jeweils ein oberes und ein unteres Gelenkteil auf, die im Ruhezustand der Faltplatte bei geschlossenem

Schiebeverdeck an der Ober- bzw. Unterseite der Faltplattenelemente angeordnet sind. Die oberen und unteren Gelenkteile ermöglichen ein Vordefinieren der Winkel, die die Glieder der Faltplattenelemente während des Zusammenfaltens des Schiebeverdecks zueinander bilden. Insbesondere können Winkel vorgegeben werden, die ein Ablaufen von Wasser begünstigen. Außerdem kann durch die zweiteilige Ausführung der

Gelenke ein Überbiegen der Faltplattenelemente verhindert werden.

Die oberen und/oder die unteren Gelenkteile können jeweils durch eine

filmscharnierartige Verbindung oder ein Filmscharnier gebildet sein. Derartige

Gelenkteile sind robust und leicht herstellbar.

In einer Ausgestaltung der Erfindung weisen die oberen Gelenkteile jeweils mehrere Verstärkungsbereiche auf, die durch dünnwandigere Abschnitte miteinander verbunden sind. Insbesondere umfassen die oberen Gelenkteile jeweils zwei

Verstärkungsbereiche, die untereinander durch ein nach außen gewölbtes

Filmscharnier und mit den angrenzenden Gliedern durch nach innen gewölbte

Filmscharniere verbunden sind. Derartig ausgestaltete obere Gelenkteile wölben sich beim Zusammenfalten des Schiebeverdecks auf vorbestimmte Weise nach außen und unterstützen das gegenseitige vordefinierte Verschwenken der Glieder beim

Zusammenfalten des Schiebeverdecks.

In einer Ausgestaltung sind die Enden der oberen Gelenkteile jeweils in einer

Aussparung an der Oberseite der Glieder mit den jeweiligen Gliedern verbunden. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, dass die oberen Gelenkteile im Ruhezustand, d.h. im gestreckten Zustand der Faltplattenelemente, bündig mit der Oberseite der

Faltplattenelemente abschließen.

In einer Ausgestaltung weisen die oberen Gelenkteile in Draufsicht auf die Oberseite der Faltplatte jeweils eine geringere Breite als die Faltplattenelemente auf und sind insbesondere in Bezug auf die Breite der Faltplattenelemente mittig angeordnet.

Derartige obere Gelenkteile verringern das Gewicht der Faltplatte. Die unteren Gelenkteile können jeweils durch mindestens eine nach außen gewölbte, filmscharnierartige Verbindung zwischen benachbarten Gliedern, und insbesondere jeweils durch zwei in Bezug auf die Quererstreckung der Faltplattenelemente außen liegende filmscharnierartige Verbindungen gebildet sein. Derartige untere Gelenkteile sind bei geringem Gewicht ausreichend robust und langlebig.

Vorzugsweise sind die Verbindungsstellen der filmscharnierartigen Verbindungen an den Gliedern von der Unterseite der Faltplattenelemente beabstandet. Dadurch ragen die filmscharnierartigen Verbindungen im Ruhezustand nicht von der Unterseite der Faltplattenelemente hervor, sondern können mit der Unterseite der Faltplattenelemente bündig abschließen.

In einer Ausgestaltung sind die ersten und zweiten Faltplattenelemente durch ein Gelenkachsenelement miteinander verbunden, wobei die an das

Gelenkachsenelement angrenzenden Glieder mit dem Gelenkachsenelement jeweils über ein Filmscharnier verbunden sind. Somit können alle Gelenke oder gelenkartigen Verbindungen der Faltplatte durch Filmscharniere oder filmscharnierartige

Verbindungen gebildet sein, was wiederum eine einstückige Herstellung der Faltplatte, beispielsweise aus Kunststoff, ermöglicht.

Nachstehend ist anhand der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher beschrieben. Es zeigt in schematisierter Darstellung: eine Schiebeverdeckstruktur, in der eine Faltplatte gemäß der vorliegenden Erfindung einsetzbar ist;

Fig. 2 eine perspektivische Ansicht der in Fig. 1 dargestellten

Schiebeverdeckstruktur in geöffnetem Zustand; und die Figuren 3a bis 8c eine Faltplatte gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung in verschiedenen Zuständen und Ansichten. Figur 1 zeigt allgemein eine Schiebeverdeckstruktur 1 für Lastwagen bzw. Trailer, welche hier in ausgefahrenem bzw. geschlossenem Zustand dargestellt ist. Unter Lastwagen werden hier Lastkraftwagen, Lastkraftwagenanhänger,

Lastkraftwagenauflieger und Wechselpritschen verstanden. Die Schiebeverdeckstruktur 1 umfasst eine Vielzahl von Spriegeln 2, welche quer zwischen zwei parallel zueinander verlaufenden Längsgurten 3, 3' angeordnet sind. Auf den Spriegeln 2 liegt eine Folie bzw. Plane auf. Die als Schienen ausgebildeten Längsgurte 3, 3' sind einstückig aus Aluminium hergestellt und sind jeweilig mit Laufflächen versehen, an welchen eine Vielzahl von Rollenwagen mit jeweiligen Rollen 1 1 verschiebbar angeordnet sind, von denen hier lediglich ein mehrteilig ausgebildeter Rollenwagen 4 mit Seilanbindung, ein mehrteilig ausgebildeter Standard-Rollenwagen 5 und ein Endrollenwagen 6

exemplarisch dargestellt sind. Der Endrollenwagen 6 befindet sich an dem ersten Ende 7 der Schiebeverdeckstruktur 1 , was dem hinteren Ende eines Lastwagens entspricht, an welchem beispielsweise eine Hebebühne angeordnet ist. An dem

gegenüberliegenden vorderen zweiten Ende 12 der Schiebeverdeckstruktur 1 befindet sich das geschlossene Ende, an welchem beispielsweise die Führerkabine des

Lastkraftwagens angeordnet ist. Zwischen den jeweils in den Längsgurten 3 und 3' angeordneten Endrollenwagen 6 verläuft quer zu den Längsgurten 3, 3' ein

Portalbalken 8, weicher den Abschluss der Schiebeverdeckstruktur 1 bildet. Der Portalbalken 8 dient dazu, einerseits die Plane als in Querrichtung versteifendes Element an dem Trailer zu befestigen. Weiterhin greifen typischerweise die Verschlüsse der Türen in den Portalbalken 8 ein, so dass bei verschlossenen Türen diese über die Türverschlüsse des Portalbalkens 8 ebenfalls befestigt und gesichert sind. Der

Portalbalken 8 ist über eine Verbindungsstruktur 34 (siehe Figur 2), welche Hebelarme umfasst, mit den beidseitig angeordneten Endrollenwagen 6 verbunden, so dass durch Verschwenken der Hebelarme der Portalbalken 8 nach oben geklappt werden kann, um die Schiebeverdeckstruktur 1 zurückzuschieben. Weiterhin ist der Portalbalken 8 mit einer Winkelform ausgeführt, so dass er im heruntergeklappten Zustand auch die endseitigen Stirnseiten der Längsgurte 3, 3' zumindest teilweise übergreift. Um ein Verschieben des Endrollenwagens 6 in der Endposition bei geschlossener Plane zu verhindern, ist ein Verriegelungsmechanismus 13 vorgesehen. Durch Zug an einem Entriegelungsseil 13' kann der Verriegelungsmechanismus 13 freigegeben werden, so dass dann der Endrollenwagen 6 entlang der Längsgurte 3, 3' verschiebbar ist. Eine Schlaufe 15 ist für die seitliche Betätigung des Ver egelungsmechanismus 13 dargestellt. Nach dem Entriegeln der Endrollenwagen 6 wird mit einer hier nicht dargestellten Stange, welche einen endseitigen Haken aufweist, an der Schlaufe 15 in Längsrichtung der Längsgurte 3, 3' gezogen und die Schiebeverdeckstruktur 1 hierdurch geöffnet. Damit bei diesem Öffnungsvorgang, bei welchem lediglich an einer Seite des Trailers an solch einer Schlaufe 15 gezogen wird, keine Verkantung, d. h. kein Verkippen oder Verdrehen in einer waagerecht stehenden Ebene, der

Endrollenwagen 6 auftritt, weisen diese mehrere hier nicht sichtbare Rollen auf. Die Endrollenwagen 6 sind mit den Standard-Rollenwagen 5 über zwischen den jeweiligen Rollenwagen angeordnete Faltplatten 9 verbunden. In der hier dargestellten

Ausführungsform sind jeweils 18 Faltplatten 9 pro Längsgurt 3 bzw. 3' vorgesehen. Mittig an den Faltplatten 9 ist eine Spriegelanbindungseinrichtung 10 vorgesehen, an denen die Spriegel 2 befestigt sind, so dass die Spriegel 2 beim Öffnen der

Schiebeverdeckstruktur 1 nach oben geschoben werden. Zwischen den Standard- Rollenwagen 5 sind jeweils zwei Rollenwagen 4 mit Seilanbindung zum

gegenüberliegenden Rollenwagen 4 vorgesehen, was der Stabilisierung dient.

Insbesondere wird hierdurch eine zusätzliche Querversteifung erzielt, da durch das Seil, mit welchem die zwei gegenüberliegenden Rollenwagen 4 verbunden sind, Zugkräfte nach außen abgefangen werden. Wie in Figur 1 ersichtlich ist, sind hier zwei solcher quer zu den Längsgurten 3, 3' verlaufenden Seilanbindungen vorgesehen, welche die Längsgurte 3, 3' in Längsrichtung in etwa Dritteln. Die Längsgurte 3, 3' sind aus Metall, wie beispielsweise Aluminium, ausgebildet, wohingegen die Rollenwagen 4, 5, 6 und Faltplatten 9 zumindest überwiegend aus Kunststoff hergestellt sind. Damit die hier nicht dargestellte Faltplane in geschlossenem Zustand nicht flattert, was zu einem erheblich höheren Kraftstoffverbrauch führen würde, weist sie mehrere hier nicht dargestellte Rungen auf, welche lösbar mit der Ladefläche verbunden werden können, beispielsweise indem sie in entsprechende Ausnehmungen eingesteckt werden. An der Oberseite sind die Rungen längsverschiebbar mit den Längsgurten 3, 3' verbunden.

Figur 2 zeigt eine perspektivische Ansicht eines vorderen zweiten Endes 12 der in Figur 1 dargestellten Schiebeverdeckstruktur 1 in geöffnetem Zustand, in welchem der Portalbalken 8 mittels der Verbindungsstruktur 34 nach oben verschwenkt ist und die in diesem Zustand zusammengeklappten Faltplatten 9 jeweils zusammengefaltet sind, so dass sich auch die mittig in den Faltplatten 9 angeordneten Spriegel 2 in einer angehobenen Stellung befinden. Wie hier gut erkennbar ist, ist die Spriegelanbindung 10 mittig in den Faltplatten 9 ausgebildet.

Die Figuren 3 bis 8 zeigen eine Faltplatte 9 gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung in verschiedenen Ansichten und in verschiedenen aufeinanderfolgenden Zuständen, die sich bei einem Zusammenfalten des Schiebeverdecks der Schiebeverdeckstruktur 1 ergeben. Dabei zeigen die Figuren 3a, 4a, 5a, 6a, 7a und 8a die Faltplatte 9 jeweils von oben. Die Figuren 3b, 4b, 5b, 6b, 7b und 8b zeigen die Faltplatte 9 jeweils von der Seite. Die Figuren 3c, 4c, 5c, 6c, 7c und 8c zeigen die Faltplatte 9 jeweils in

perspektivischer Ansicht.

Die Faltplatte 9 weist ein erstes Faltplattenelement 14 und ein zweites

Faltplattenelement 14' auf, welche im Wesentlichen gleich ausgebildet sind und spiegelsymmetrisch zu einem Gelenkachsenelement 16, an welchem das erste

Faltplattenelement 14 und das zweite Faltplattenelement 14' jeweils angelenkt sind, angeordnet sind. Die gelenkige Verbindung des ersten Faltplattenelements 14 und des zweiten Faltplattenelements 14' erfolgt über die Anlenkung der Faltplattenelemente 14, 14' mittels Filmscharnieren 17 an das mittig zwischen dem ersten und zweiten

Faltplattenelement 14, 14' angeordnete Gelenkachsenelement 16.

Die ersten und zweiten Faltplattenelemente 14, 14' bestehen jeweils aus drei Gliedern, die nachfolgend als Innenglieder 30, Mittelglieder 31 und Außenglieder 32 bezeichnet sind. Die Innenglieder 30 sind jeweils an einem Ende über das Filmscharnier 17 mit dem Gelenkachsenelement 16 und am anderen Ende über ein erstes Gelenk 33 mit dem jeweils angrenzenden Mittelglied 31 verbunden. Die Mittelglieder 31 sind jeweils über ein zweites Gelenk 34 mit dem jeweils angrenzenden Außenglied 32 verbunden. An dem jeweiligen freien Ende 19 der Außenglieder 32 ist eine Lagerstelle 20 zum Anbinden der Faltplatte 9 an hier nicht dargestellte Rollenwagen vorgesehen.

Die ersten und zweiten Gelenke 33, 34 umfassen jeweils ein oberes Gelenkteil 36 sowie ein unteres Gelenkteil 37. Das obere Gelenkteil 36 umfasst zwei

Verstärkungsbereiche 38, die über ein nach außen gewölbtes Filmscharnier 39 miteinander und über nach innen gewölbte Filmscharniere 40 mit den angrenzenden Gliedern verbunden sind. An den Anlenkungspunkten sind die oberen Gelenkteile 36 in Aussparungen 41 der jeweiligen Glieder angeordnet, so dass die oberen Gelenkteile 36 im Ruhezustand, d.h. in gestreckter Position der Faltplattenelemente 14, 14' (Fig. 3 und Fig. 8) nicht über die Oberseite 42 der Faltplattenelemente 14, 14' hinausragen. Dabei sind die oberen Gelenkteile 36 schmaler als die Faltplattenelemente 14, 14' und in Bezug auf die Quererstreckung der Faltplattenelemente 14, 14' mittig angeordnet.

Das untere Gelenkteil 37 wird durch zwei filmscharnierartige Verbindungen 43 gebildet, wie beispielsweise in der Fig. 4c zu erkennen ist, wobei die Verbindungen 43 nach außen gewölbt sind. Die Anlenkungen der Verbindungen 43 an den jeweiligen Gliedern sind leicht nach innen versetzt, d.h. von der Unterseite 44 der Faltplattenelemente 14, 14' beabstandet, so dass die unteren Gelenkteile 37 im Ruhezustand der

Faltplattenelemente 14, 14' trotz Wölbung nach außen nicht über die Unterseite 44 hinausragen, wie z.B. in den Figuren 3b und 8b zu erkennen.

Zum Auffalten der Schiebeverdeckstruktur sind das erste Faltplattenelement 14 und das zweite Faltplattenelement 14' jeweilig um das Gelenkachsenelement 16 herum schwenkbar. Die Figuren 3 bis 8 zeigen den Übergang von einer ersten Ruheposition, in der die Faltplattenelemente 14, 14' in einer Ebene verlaufen (Fig. 3), und einer zweiten Ruheposition, in der sich die beiden Faltplattenelemente 14, 14' im

Wesentlichen parallel gegenüberliegen (Fig. 8). Die erste Ruheposition entspricht einem geschlossenen Schiebeverdeck (Fig. 1 ), und die zweite Ruheposition einem geöffnetem Schiebeverdeck (Fig. 2).

In dem in Fig. 4 gezeigten Zustand ist das Gelenkachsenelement 16 bereits leicht angehoben, so dass bei beiden Faltplattenelementen 14, 14' das Innenglied 30 gegenüber dem Mittelglied 31 angewinkelt ist, während das Mittelglied 31 und das Außenglied 32 noch in der gleichen Ebene (d.h. horizontal) liegen. Das obere Gelenkteil 36 zwischen dem Innenglied 30 und dem Mittelglied 31 ist dabei jeweils nach außen gewölbt. In Figur 5 ist das Gelenkachsenelement 16 weiter angehoben, so dass bei beiden Faltplattenelementen 14, 14' nun auch das Mittelglied 31 gegenüber dem Außenglied 32 angewinkelt ist. In diesem Zustand ist nun auch das jeweilige obere Gelenkteil 36 zwischen dem Mittelglied 31 und dem Außenglied 32 nach außen gewölbt.

In den Figuren 6 und 7 ist das Gelenkachsenelement 16 jeweils noch weiter

angehoben. Zu erkennen ist, dass dadurch bei beiden Faltplattenelementen 14, 14' zuerst (Fig. 6) das Innenglied 30 und das Mittelglied 31 und anschließend (Fig. 7) auch das Außenglied in eine Ebene gebracht werden. Dabei bewegt sich zuerst das obere Gelenkteil 36 zwischen dem Innenglied 30 und dem Mittelglied 31 und anschließend auch das obere Gelenkteil 36 zwischen dem Mittelglied 31 und dem Außenglied 32 von dem nach außen gewölbten Zustand in einen im Wesentlichen ebenen Zustand.

Nachdem das Schiebeverdeck schließlich vollständig zusammengefaltet ist (Fig. 2), kommen die Faltplattenelemente 14, 14' im Wesentlichen parallel zueinander zu liegen (Fig. 8).

Aus den Figuren 3-8 lässt sich erkennen, dass sich die einzelnen Glieder der

Faltplattenelemente 14, 14' beim Zusammenfalten des Schiebeverdecks raupenartig verstellen. Der Verstellvorgang wird durch die Ausgestaltung der oberen und unteren Gelenkteile 36, 37 und die Beabstandung der Glieder 30, 31 , 32 definiert. Insbesondere werden zwischen den Gliedern 30, 31 , 32 entstehenden Winkel durch die unteren Gelenkteile 37 definiert, während die oberen Gelenkteile 36 ein Überbiegen der Faltplattenelemente 14, 14' verhindern.

Durch die entstehende raupenartige Verstellung werden Kräfte, die von außen auf die Faltplatte 9 wirken (z.B. durch Wasseransammlungen auf dem Schiebeverdeck), schrittweise abgeleitet. Das Risiko, dass das Schiebeverdeck durch derartige Lasten nicht geöffnet oder beschädigt werden kann, ist dadurch verringert. Bezugszeichen Schiebeverdeckstruktur

Spriegel

' Längsgurte

Rollenwagen mit Seilanbindung

Standard-Rollenwagen

Endrollenwagen

erstes Ende

Portalbalken

Faltplatte

Spriegelanbindungseinrichtung

Rollen

zweites Ende

, 13' Verriegelungsmechanismus

, 14' erstes und zweites Faltplattenelement

Schlaufe

Gelenkachsenelement

Filmscharniere

Befestigungseinrichtung

Enden des ersten bzw. zweiten Faltplattenelements Lagerstellen

Innenglied

Mittelglied

Außenglied

erstes Gelenk

zweites Gelenk

oberes Gelenkteil

unteres Gelenkteil

Verstärkungsbereiche

Filmscharnier

Filmscharnier

Aussparung Oberseite

filmscharnierartige Verbindung Unterseite