LADE, Günther (Finkenstr. 11, Berglen, 73663, DE)
PFISTER, Ralph (Struempfelbacher Straße 2, Weinstadt, 71384, DE)
BEIER, Marco (Alexanderstr. 8/1, Gutach, 79261, DE)
RAMBACH, Armin (Freiestrasse 2, Waldkirch, 79183, DE)
AUGUST FALLER KG (Freiburger Strasse 25, Waldkirch, 79183, DE)
THUEMICHEN, Claus (Brunnenstr. 11, Obersimten, 66957, DE)
LADE, Günther (Finkenstr. 11, Berglen, 73663, DE)
PFISTER, Ralph (Struempfelbacher Straße 2, Weinstadt, 71384, DE)
BEIER, Marco (Alexanderstr. 8/1, Gutach, 79261, DE)
RAMBACH, Armin (Freiestrasse 2, Waldkirch, 79183, DE)
| Ansprüche 1. Faltschachteleinsatz (10; 50), insbesondere für zylinderförmige Gegenstände (2), wie Ampullen, Flaschen und dergleichen, mit einem Zuschnitt (1; 51), der zwei Aufnahmekammern (31 , 32) zur Aufnahme insbesondere der Endabschnitte der Gegenstände (2) bildet, wobei die Aufnahmekammern (31 , 32) jeweils einen beabstandet zu einem Bodenabschnitt (11) angeordneten, einen Ausschnitt (29; 29a) zur Aufnahme des jeweiligen Endabschnitts des Gegenstands (2) aufweisenden Wandabschnitt (14; 14a, 15; 15a) umfasst und, wobei der Wandabschnitt (14; 14a, 15; 15a) über Falze (36, 37; 55) angelenkte Laschen (33, 34; 52, 53) aufweist, die in Richtung des Bodenabschnitts (11) umfaltbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Laschen (33, 34; 52, 53) als Mittel zum Aufstützen der Aufnahmekammern (31 , 32) ausgebildet sind. 2. Faltschachteleinsatz nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Laschen als erste Laschen (33, 34) mittels Falze (36, 37) an wenigstens einer seitlichen Begrenzungskante (38, 39) des Wandabschnitts (14, 15) angeordnet sind, wobei die erste Lasche (33, 34) eine derartige Form aufweist, dass sie in den seitlichen Öffnungsquerschnitt (42, 43) der Aufnahmekammer (31 , 32) einklappbar ist. 3. Faltschachteleinsatz nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Falze (36, 37) der ersten Lasche (33, 34) seitlich eingerückt an der Begrenzungskante (38, 39) des Wandabschnitts (14, 15) angeordnet ist. 4. Faltschachteleinsatz nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Laschen als zweite Laschen (52, 53) ausgebildet sind, dass die zweite Laschen (52, 53) an dem Ausschnitt (29a) zur Aufnahme des Endabschnitts des Gegenstands (2) über Falze (55) angelenkt ist und, dass die zweiten Laschen (52, 53) in Richtung des Bodenabschnitts (1 1) in den seitlichen Öffnungsquerschnitt (42, 43) der Aufnahmekammer (31 , 32) einklappbar ist. 5. Faltschachteleinsatz nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten bzw. zweiten Laschen (33, 34; 52, 53) mit Seitenwandab- schnitten (12, 13, 16, 17) des Zuschnitts (1 ; 51 ), die den Wandabschnitt (14; 14a, 15; 15a) mit dem Bodenabschnitt (11) verbinden, zusammenwirken. 6. Faltschachteleinsatz nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der zwischen den beiden Aufnahmekammern (31 , 32) angeordnete Bodenabschnitt (1 ) mit Endabschnitten (18, 9) des Zuschnitts (1; 51) zusammenwirkt und mit diesen verriegelt und ggf. verklebt ist, wobei die Endabschnitte (18, 19) an der Unterseite des Bodenabschnitts (1 1) angeordnet sind. 7. Faltschachtel (60) für einen Faltschachteleinsatz (10; 50), insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 6, mit einem Zuschnitt (61), der an gegenüberliegenden Seiten Verschlusslaschen (64, 68 bis 70) aufweist, über die bei geöffneten Verschlusslaschen (64, 68 bis 70) der Faltschachteleinsatz (10; 50) mit darin angeordneten Gegenständen (2) in den aufgerichteten Zuschnitt (61) seitlich einschiebbar ist, wobei der Zuschnitt (61) Mittel zum Halten des Faltschachteleinsatzes (10; 50) in der Faltschachtel (60) bei einer Entnahme eines Gegenstandes aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel durch eine Deckelwand (65) des Zuschnitts (61) gebildet sind, die an dem Faltschachteleinsatz (10; 50) anliegt. 8. Faltschachtel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Zuschnitt (61) einen Deckel (73) aufweist, der zumindest in der Deckelwand (65) angeordnet ist und, dass die Mittel als außerhalb des Deckels (73) angeordnete Bereiche (77 bis 80) der Deckelwand (65) ausgebildet sind. Faltschachtel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (73) über Perforationen (74) bzw. wenigstens eine Ritzung mit dem Zuschnitt (61) verbunden ist. 10. Faltschachtel nach Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (72) bis in einen Seitenwandabschnitt (67) des Zuschnitts (61) ausgebildet ist und eine Aufreisslasche (75) aufweist. |
Faltschachteleinsatz und Faltschachtel für einen Faltschachteleinsatz
Stand der Technik
Die Erfindung betrifft einen Faltschachteleinsatz und eine Faltschachtel für einen Faltschachteleinsatz nach den Oberbegriffen der beiden unabhängigen Ansprüche.
Ein derartiger Faltschachteleinsatz, der als„Traypackung" bezeichnet wird, und eine derartige Faltschachtel sind bereits aus der EP 0 491 399 B1 bekannt. Der bekannte Faltschachteleinsatz dient der Aufnahme von zylinderförmigen Gegenständen, insbesondere von Ampullen, Spritzen körper, Vials, Fläschchen oder ähnlichem, wie sie insbesondere im pharmazeutischen Bereich zum Einsatz kommen. Hierzu bildet der bekannte Faltschachteleinsatz zwei Aufnahmekammern mit Ausschnitten zur klemmenden Aufnahme der Endabschnitte der zylindrischen Gegenstände aus. Die Aufnahmekammern werden von Wandabschnitten gebildet, welche beabstandet zu einem Bodenabschnitt des Faltschachteleinsatzes angeordnet sind. Der Faltschachteleinsatz wird aus einem einstückigen Zuschnitt gefertigt, wobei die Aufnahmekammern durch streifenförmige Bereiche des Zuschnittes ausgebildet werden, die über Falzkanten miteinander verbunden sind, wobei die gegenüberliegenden Endbereiche des Zuschnittes gegen den Bodenabschnitt des Zuschnittes umgefaltet und mit diesem verklebt werden. Anschließend können die Aufnahmekammern durch Aufrichten der gegenüberliegenden Endbereiche des Zuschnittes gebildet werden, um diese anschließend mit den Gegenständen zu bestücken. Nachteilig dabei ist, dass der Faltschachteleinsatz während des Bestückens mit den Gegenständen im Bereich der Aufnahmekammern gehalten werden muss, damit die Aufnahmekammern nicht wieder in ihre ursprüngliche, flachliegende Position zurückklappen. Zwar sind bei dem aus der EP 0 491 399 B1 bekannten Faltschachteleinsatz Laschen vorgesehen, die an den Wandabschnitten der Aufnahmekammern auf der dem Bodenabschnitt gegenüberliegenden Seite über Falzkanten angelenkt sind, jedoch dienen diese Laschen der Verbindung mit einer den Faltschachteleinsatz umgebenden Faltschachtel, damit der Faltschachteleinsatz innerhalb der Faltschachtel unverlierbar befestigt ist.
BESTÄTIGUNGSKOPIE Durch diese Befestigung des Faltschachteleinsatzes in der Faltschachtel mittels durch Klebstoff verbundene Laschen wird gleichzeitig bei einer Entnahme der Gegenstände sichergestellt, dass sich der Faltschachteleinsatz nicht aus der Faltschachtel lösen lässt, sodass ein einfacheres und besseres Handling bei der
Entnahme der Gegenstände ermöglicht wird.
Offenbarung der Erfindung
Ausgehend von dem dargestellten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Faltschachteleinsatz nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 derart weiterzubilden, dass ein vereinfachtes Handling beim Befüllen des Faltschachteleinsatzes mit den Gegenständen ermöglicht wird. Insbesondere soll dabei verhindert werden, dass die Aufnahmekammern bei noch nicht eingeführten Gegenständen wieder in ihren flachen Ursprungszustand zurückgelangen. Darüber hinaus liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Faltschachtel für einen Faltschachteleinsatz derart weiterzubilden, dass die Herstellkosten der aus Faltschachteleinsatz und Faltschachtel bestehenden Verpackung insofern redu- ziert werden, als dass zusätzliche Verarbeitungsschritte durch Klebestellen zwischen dem Faltschachteleinsatz und der dem Faltschachteleinsatz umgebenden Faltschachtel vermieden werden, wobei der Faltschachteleinsatz gleichzeitig in der Faltschachtel fixiert werden soll, wenn Gegenstände aus der Faltschachtel entnommen werden. Diese Aufgaben werden bei einem Faltschachteleinsatz sowie einer Faltschachtel für einen Faltschachteleinsatz mit den Merkmalen der beiden unabhängigen Ansprüche gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Faltschachteleinsatzes sowie der erfindungsgemäßen Faltschachtel sind in den jeweiligen Unteransprü- chen angegeben. In den Rahmen der Erfindung fallen sämtliche Kombinationen aus zumindest zwei von in den Ansprüchen, der Beschreibung und/oder den Figuren offenbarten Merkmalen.
In einer ersten konstruktiven Umsetzung des Faltschachteleinsatzes ist es vor- gesehen, dass die Laschen als erste Laschen mittels Falze an wenigstens einer seitlichen Begrenzungskante des Wandabschnitts angeordnet sind, wobei die erste Lasche eine derartige Form aufweist, dass sie in den seitlichen Öffnungsquerschnitt der Aufnahmekammer einklappbar ist. Durch das Einklappen der ersten Lasche in den Öffnungsquerschnitt der Aufnahmekammer wird hierbei insbesondere ein Zusammenwirken der Lasche mit den Begrenzungswänden des Zu- Schnitts der Aufnahmekammer bewirkt, sodass die Aufnahmekammer in ihrem aufgerichteten Zustand fixiert bzw. positioniert ist.
Um ein Zurückklappen bzw. Herausklappen der ersten Lasche aus dem Öffnungsquerschnitt der Aufnahmekammer zu vermeiden ist es dabei bevorzugt vorgesehen, dass die Falzkante der ersten Lasche seitlich eingerückt an der Begrenzungskante des Wandabschnitts angeordnet ist.
In einer alternativen Ausführungsform des Faltschachteleinsatzes ist es vorgesehen, dass die Laschen als zweite Laschen ausgebildet sind, dass die zweite La- sehen an dem Ausschnitt zur Aufnahme des Endabschnitts des Gegenstands über Falze angelenkt ist und, dass die zweiten Laschen in Richtung des Bodenabschnitts in den seitlichen Öffnungsquerschnitt der Aufnahmekammer einklappbar ist. Diese Lösung bietet den Vorteil, dass für den Zuschnitt des Faltschachteleinsatzes weniger Material benötigt wird.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Faltschachteleinsatzes ist es vorgesehen, dass der zwischen den beiden Aufnahmekammern angeordnete Bodenabschnitt mit Endabschnitten des Zuschnitts zusammenwirkt und mit diesen verriegelt und ggf. verklebt ist, wobei die Endabschnitte an der Unterseite des Bodenabschnitts angeordnet sind. Diese Lösung bietet den Vorteil, dass der
Faltschachteleinsatz in seiner Längsrichtung eine besondere hohe Biegesteifig- keit aufweist, was das Handling bzw. das Einführen der Gegenstände in die Aufnahmekammern erleichtert. Darüber hinaus bietet diese Lösung den Vorteil, dass bei einer gestrichenen Seite des Materials des Zuschnitts ein für den Betrachter verbessertes Erscheinungsbild ermöglicht wird.
Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Faltschachtel für einen Faltschachteleinsatz ist es vorgesehen, dass der Zuschnitt einen Deckel aufweist, der zumindest in der Deckelwand angeordnet ist und, dass die Mittel als außerhalb des Deckels angeordnete Bereiche der Deckelwand ausgebildet sind. Somit fixieren bzw. halten die außerhalb des Deckels angeordneten Bereiche der Deckelwand den Faltschachteleinsatz entgegen der Entnahmerichtung der Gegenstände aus den Aufnahmen des Faltschachteleinsatzes.
Bevorzugt ist vorgesehen, dass der Deckel über Perforationen oder wenigstens eine Ritzung mit dem Zuschnitt verbunden ist. Dadurch wird ein einfaches öffnen des Deckels ermöglicht.
Besonders bevorzugt ist es weiterhin, dass der Deckel bis in einen Seitenwand- abschnitt des Zuschnitts ausgebildet ist und eine Aufreisslasche aufweist. Dadurch wird ein einfaches Fassen des Deckels und somit ein einfaches Handling zum Öffnen des Deckels ermöglicht.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnungen.
Diese zeigen in:
Fig. 1 den Zuschnitt eines ersten erfindungsgemäßen Faltschachteleinsatzes in Draufsicht,
Fig. 2 den Zuschnitt eines zweiten erfindungsgemäßen Faltschachteleinsatzes in Draufsicht,
Fig. 3 den Faltschachteleinsatz aus dem Zuschnitt der Fig. 1 in aufgerichtetem Zustand in perspektivischer Ansicht,
Fig. 4 eine Draufsicht auf einen Zuschnitt auf eine Faltschachtel zur Verwendung mit einem Faltschachteleinsatz gemäß den Fig. 1 oder 2 und
Fig. 5 eine perspektivische Ansicht auf einen geöffnete Faltschachtel mit darin angeordneten Gegenständen.
Gleiche Teile bzw. Teile mit gleicher Funktion sind in den Figuren mit identischen Bezugsziffern versehen. In der Fig. 1 ist der Zuschnitt 1 eines ersten Faltschachteleinsatzes 10 dargestellt. Der Zuschnitt 1 besteht hierbei insbesondere aus einem Karton, wobei vorzugsweise ein gestrichener Karton verwendet wird, dessen eine (für einen Verbraucher sichtbare) Seite eine glatte, weiße Oberfläche aufweist. Der Zuschnitt 1 ist im Wesentlichen rechteckförmig ausgebildet und hat parallel zueinander angeordnete Abschnitte 1 1 bis 19. Hierbei ist der Zuschnitt 1 im Wesentlichen symmetrisch ausgebildet und weist in der Mitte den Bodenabschnitt 11 auf, an den über Falze 20, 21 jeweils ein innerer Seitenwandabschnitt 12, 13 angelenkt ist. Die inneren Seitenwandabschnitte 12, 13 sind über Falze 22, 23 mit oberen, Hohlwände bildende Wandabschnitten 14, 15 verbunden. An die oberen Wandabschnitte 14, 15 schließen sich über Falze 24, 25 äußere Seitenwandabschnitte 16, 17 an. Die äußeren Seitenwandabschnitte 16, 17 sind wiederum mit Falzen 26, 27 mit Endabschnitten 18, 19 verbunden. In den inneren Seitenwandab- schnitten 12, 13 sowie den oberen Wandabschnitten 14, 15 sind Ausschnitte 29 ausgebildet bzw. ausgestanzt. Die beiden Endabschnitte 18, 19 werden zum
Ausbilden des Faltschachteleinsatzes 10 gegen die Unterseite des Bodenabschnitts 1 1 gefaltet und insbesondere mit diesem verklebt. Hierbei wird in an sich bekannter Art und Weise ein flacher Zuschnitt 1 gebildet, bei dem die inneren Seitenwandabschnitte 12, 13 und die oberen Wandabschnitte 14, 15 auf den äu- ßeren Seitenwandabschnitten 16, 17 und den Endabschnitten 18, 19 aufliegen.
Ein derartiger, flachgelegter Zuschnitt 1 lässt sich derart aufrichten, dass die oberen Wandabschnitte 14, 15 beabstandet zu dem Bodenabschnitt 11 angeordnet sind und dabei Aufnahmekammern 31 , 32 (siehe Fig. 3 und 5) ausbilden.
Die Aufnahmekammern 3 , 32 dienen der Aufnahme der Endabschnitte von Gegenständen 2 (siehe Fig. 5), welche insbesondere als zylindrische Gegenstände 2 in Form von Zylinderampullen, Fläschchen oder ähnliches ausgebildet sind. Hierbei sind die Endabschnitte der Gegenstände 2 in die in den Aufnahmekam- mern 31 , 32 angeordneten Ausschnitte 29 einführbar, wobei die Endabschnitte der Gegenstände 2 klemmend in den Ausschnitten 29 gehalten sind.
Der Zuschnitt 1 des ersten Faltschachteleinsatzes 10 weist erfindungsgemäß im Bereich der oberen Wandabschnitte 14, 15 an den gegenüberliegenden Seiten angeordnete Seitenlaschen 33, 34 auf. Hierbei sind die Seitenlaschen 33, 34 ü- ber Falze 36, 37 mit den oberen Wandabschnitten 14, 15 verbunden bzw. an diesen angelenkt, wobei die Falze 36, 37 seitlich eingerückt in Bezug auf die ansonsten durchgehenden seitlichen Begrenzungskanten 38, 39 des Zuschnitts 1 angeordnet sind. Die Seitenlaschen 33, 34 weisen in dem dargestellten Ausführungsbeispiel optional auf der den Falzen 36, 37 gegenüberliegende Seite jeweils eine Einstecklasche 40, 41 auf. Erfindungswesentlich ist, dass die Form bzw.
Größe der Seitenlaschen 33, 34 bzw. der Einstecklaschen 40, 41 derart ist, dass bei ausgebildeten Aufnahmekammern 31 , 32 die Seitenlaschen 33, 34 in Richtung der Endabschnitte 18, 19 umgefaltet werden können, wobei die Seitenlaschen 33, 34 in die seitlich offenen Öffnungsquerschnitte 42, 43 (Fig. 3) der Auf- nahmekammern 31 , 32 einschwenken. Ggf. können hierbei die Einstecklaschen
40, 41 mit den entsprechenden Endabschnitten 18, 19 des Zuschnitts 1 verriegelt bzw. verklebt werden, nachdem der Faltschachteleinsatz 10 in einen Packguttransport eingesetzt und weitertransportiert wird. Dadurch, dass die Falze 36, 37 der Seitenlaschen 33, 34 seitlich in Bezug auf die äußeren Begrenzungskanten 38, 39 eingerückt sind wirken die Seitenkanten 44, 45 der Seitenlaschen 33, 34 mit den inneren Seitenwandabschnitten 12, 13 und den äußeren Seitenwandabschnitten 16, 17 zusammen, derart, dass ein aufgerichtete Lage bzw. eine aufgerichtete Position der Aufnahmekammern 31 , 32 gewährleistet ist. Dadurch wird beim Bestücken des Faltschachteleinsatzes 10 mit den Gegenständen 2 ein verbessertes Handling ermöglicht bzw. die Faltschachtelmaschine ggf. in ihrem Aufbau in ihrer Packgutkette vereinfacht, da auf Haltemittel o.ä. an der Packgutkette ggf. verzichtet werden kann oder einfachere Haltemittel verwendet werden können.
Der in der Fig. 2 dargestellte zweite Faltschachteleinsatz 50 unterscheidet sich von dem ersten Faltschachteleinsatz 10 dadurch, dass der Zuschnitt 51 des zweiten Faltschachteleinsatzes 50 keine seitlichen Seitenlaschen 33, 34 aufweist. Stattdessen weisen die Ausschnitte 29a im Bereich der oberen Wandab- schnitte 14a, 15a nach innen ragende, über Falze 55 angelenkte Laschen in
Form von Aufrichtabschnitten 52, 53 auf, die aneinander anstoßen und durch Perforationen bzw. einen Schlitz 54 voneinander entkoppelt sind. Hierbei ist es vorgesehen, dass bei aufgerichtetem Zuschnitt 51 beim Einlegen der Gegenstände 2 in die Ausschnitte 29a die Aufrichtabschnitte 52, 53 nach unten, d.h. in Richtung der Endabschnitte 18a, 19a gedrückt werden. Dabei ragen die Aufrichtabschnitte 52, 53 in Analogie zu den Seitenlaschen 33, 34 in die Öffnungsquer- schnitte 32, 33 der Aufnahmekammern 31 , 32 hinein, so dass ein Zurückklappen der Aufnahmekammern 31 , 32 in ihren flachen Ursprungszustand verhindert wird. Weiterhin werden bei eingesetzten Gegenständen 2 diese in den Ausschnitten 29a festgehalten bzw. in ihrer Lage verriegelt.
In der Fig. 4 ist ein Zuschnitt 61 einer erfindungsgemäßen Faltschachtel 60 dargestellt. Hierbei dient die Faltschachtel 60 insbesondere der Aufnahme eines ersten Faltschachteleinsatzes 10 bzw. eines zweiten Faltschachteleinsatzes 50, kann jedoch grundsätzlich auch für andersartig ausgebildete Faltschachteleinsätze verwendet werden.
Der Zuschnitt 61 der Faltschachtel 60 weist einen Bodenabschnitt 62, einen ersten Seitenwandabschnitt 63 mit seitlichen ersten Verschlusslaschen 64, einen Deckelabschnitt 65 sowie jeweils einen, an dem Bodenabschnitt 62 bzw. dem Deckelabschnitt 65 angelenkten zweiten Seitenwandabschnitt 66, 67 auf, die in Teilbereichen gegeneinander verklebbar sind. Der eine Seitenwandabschnitt 67 weist weiterhin seitlich angeordnete zweite Verschlusslaschen 68 auf, die mit den ersten Verschlusslaschen 64 und an dem Deckelabschnitt 65 angelenkten dritten Verschlusslaschen 69 und am Bodenabschnitt 62 angelenkten vierten Verschlusslaschen 70 zusammenwirken, um die Faltschachtel 60 in üblicher Weise zu verschließen. Hierbei wird bei geöffneter Faltschachtel 60 der erste Faltschachteleinsatz 10 bzw. der zweite Faltschachteleinsatz 50 in den Innenraum der Faltschachtel 60 seitlich eingeschoben, und anschließend wird die Faltschachtel 60 mittels der Verschlusslaschen 64, 68, 69 und 70 verschlossen, wobei die Verschlusslaschen 64, 68, 69 und 70 beim Verpackungsprozess in einem Kartonierer optional miteinander verklebt werden.
Zur Entnahme einzelner Gegenstände 2 ist in dem Deckelabschnitt 65 und der einen Seitenwand 67 ein Deckel 73 ausgebildet. Hierbei ist der Deckel 73 durch Perforationen 74 gebildet, wobei der Deckel 73 eine Aufreisslasche 75 aufweist, die bei geschlossener Faltschachtel 60 beabstandet zu einem Ausschnitt 76 im zweiten Seitenwandabschnitt 66 angeordnet ist, und die manuell leicht fassbar ist, um den Deckel 73 zu öffnen. Ergänzend wird erwähnt, dass anstelle von Perforationen 74 als Schwächungen an beiden Seiten des Deckels 73 ausgebildete Ritzungen ausgebildet sein können, die vorzugsweise versetzt zueinander angeordnet sind.
Erfindungswesentlich ist, dass die Ausbildung des Deckels 73 bzw. Anordnung der Perforationen 74 derart ist, dass der Deckelabschnitt 65 der Faltschachtel 60 insbesondere in seinen Eckbereichen 77 bis 80 bei geöffneter Faltschachtel 60, d.h. bei geöffnetem Deckel 73, mit dem ersten bzw. dem zweiten Faltschachteleinsatz 10, 50 derart zusammenwirkt, dass die oberen Wandabschnitte 14, 15 des Faltschachteleinsatzes 10, 50 in Anlagekontakt mit den Eckbereichen 77 bis 80 der Faltschachtel 60 angeordnet sind (Fig. 5). Das bedeutet, dass der Faltschachteleinsatz 10, 50 trotz geöffneter Faltschachtel 60 nicht aus der Faltschachtel 60 entnehmbar ist, ohne dass die Faltschachtel 60 beschädigt wird bzw. die Verschlusslaschen 67 bis 70 geöffnet werden. Dadurch kann auch zum Beispiel bei miteinander verklebten Verschlusslaschen 67 bis 70 eine Orginali- tätsverpackung ausgebildet werden.
Die soweit beschriebenen Faltschachteleinsätze 10, 50 sowie die Faltschachtel 60 können in vielfältiger Art und Weise modifiziert bzw. abgewandelt werden, ohne vom Erfindungsgedanken abzuweichen. Insbesondere sind die Faltschachteleinsätze 10, 50 zur Aufnahme wenigstens eines Gegenstandes 2, üblicherweise jedoch zur Aufnahme mehrerer Gegenstände 2 ausgebildet, wobei die Gegenstände 2 parallel zueinander angeordnet sind. Darüber hinaus kann es auch vorgesehen sein, innerhalb der Faltschachtel 60 einen Beipackzettel anzuordnen, z.B. in dem Bereich zwischen den Gegenständen 2 und dem Bodenabschnitt 11 , oder aber zwischen den Gegenständen 2 und dem Deckelabschnitt 64.
Bezugszeichenliste
1 Zuschnitt
2 Gegenstand
10 Faltschachteleinsatz
11 Bodenabschnitt
12 Seitenwandabschnitt
13 Seitenwandabschnitt
14, 14a oberer Wandabschnitt
15, 15a oberer Wandabschnitt
16 äußerer Seitenwandabschnitt
17 äußerer Seitenwandabschnitt
18, 18a Endabschnitt
19, 19a Endabschnitt
20 Falz
21 Falz
22 Falz
3 Falz
4 Falz
5 Falz
26 Falz
27 Falz
29, 29a Ausschnitt
31 Aufnahmekammer
2 Aufnahmekammer
33 Seitenlasche
4 Seitenlasche
36 Falz
7 Falz
38 seitliche Begrenzungskante 9 seitliche Begrenzungskante Einstecklasche
Einstecklasche
Öffnungsquerschnitt Öffnungsquerschnitt Seitenkante
Seitenkante zweiter Faltschachteleinsatz Zuschnitt
Aufrichtabschnitt
Aufrichtabschnitt
Schlitz
Falz Faltschachtel
Zuschnitt
Bodenabschnitt
erster Seitenwandabschnitt erste Verschlusslasche Deckelabschnitt
zweiter Seitenwandabschnitt zweiter Seitenwandabschnitt zweite Verschlusslasche dritte Verschlusslasche vierte Verschlusslasche Deckel
Perforationen
Aufreisslasche
Ausschnitt
Eckbereich
Eckbereich
Eckbereich
Eckbereich
