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Patent Searching and Data


Title:
FOLDING PLIERS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/079833
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to folding pliers (1) for bending sheet metal (8), having a first clamping area (2) and a second clamping area (3), wherein the clamping areas (2, 3) are connected rotatably about a first rotation axis (4), and also a first grip piece (6) and a second grip piece (7) pivotably connected to the first grip piece (6), wherein the first grip piece (6) is connected to the first clamping area (2). In order to achieve a tool that is robust and at the same time easy to handle, it is provided according to the invention that the second grip piece (7) is connected to the second clamping area (3) rotatably about a second rotation axis (5), so that, when the first grip piece (6) is pivoted in relation to the second grip piece (7) out of a transporting position, the first clamping area (2) is moved in relation to the second clamping area (3) in such a way that a sheet (8) arranged between the clamping areas (2, 3) can be clamped by the clamping areas (2, 3), after which a further pivoting movement of the first grip piece (6) in relation to the second grip piece (7) brings about a rotating movement of the first clamping area (2) together with the second clamping area (3) in relation to the second grip piece (7) about the second rotation axis (5) in order to bend the clamped sheet (8).

Inventors:
TSCHEINIG, Andreas (Grussach 23, 8101 Gratkorn, 8101, AT)
Application Number:
AT2018/060173
Publication Date:
May 02, 2019
Filing Date:
August 01, 2018
Export Citation:
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Assignee:
TSCHEINIG, Andreas (Grussach 23, 8101 Gratkorn, 8101, AT)
International Classes:
B21D19/08; B21D5/04; B21D5/16; B25B7/00; E04D15/04; B21D39/02
Foreign References:
JPS59165719U1984-11-07
US5222386A1993-06-29
DE6937564U1970-05-14
DE3824451A11990-01-25
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
WIRNSBERGER & LERCHBAUM PATENTANWÄLTE OG (Mühlgasse 3, 8700 Leoben, 8700, AT)
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Claims:
Patentansprüche

1. Falzzange zum Biegen von Blech, aufweisend eine erste Klemmfläche und eine zweite Klemmfläche, wobei die Klemmflächen um eine erste Drehachse drehbar verbunden sind, sowie ein erstes Griffstück und ein mit dem ersten Griffstück schwenkbar verbundenes zweites Griffstück, wobei das erste Griffstück mit der ersten Klemmfläche verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Griffstück um eine zweite Drehachse drehbar mit der zweiten Klemmfläche verbunden ist, sodass, wenn das erste Griffstück relativ zum zweiten Griffstück aus einer Transportposition geschwenkt wird, die erste Klemmfläche relativ zur zweiten Klemmfläche derart bewegt wird, dass ein zwischen den Klemmflächen angeordnetes Blech durch die Klemmflächen klemmbar ist, wonach eine weitere Schwenkbewegung des ersten Griffstückes relativ zum zweiten Griffstück eine Drehbewegung der ersten Klemmfläche samt der zweiten Klemmfläche um die zweite Drehachse relativ zum zweiten Griffstück bewirkt, um das geklemmte Blech zu biegen.

2. Falzzange nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die erste Drehachse und die zweite Drehachse etwa parallel sind. 3. Falzzange nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Blech zwischen der ersten Drehachse und der zweiten Drehachse im Wesentlichen durch die Klemmflächen vollflächig klemmbar ist.

4. Falzzange nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine drehbare Verbindung zwischen den Klemmflächen und/oder zwischen der zweiten

Klemmfläche und dem zweiten Griffstück durch ein Scharnier, insbesondere ein

Stangenscharnier, gebildet ist.

5. Falzzange nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Griffstück über ein plattenförmiges Zwischenelement mit der ersten Klemmfläche verbunden ist, wobei das erste Griffstück vorzugsweise über zumindest zwei,

insbesondere endseitig angeordnete, Verbindungspositionen mit dem plattenförmigen Zwischenelement verbunden ist.

6. Falzzange nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zweite Griffstück über ein plattenförmiges Zwischenelement mit der zweiten Klemmfläche verbunden ist, wobei das zweite Griffstück vorzugsweise über zumindest zwei, insbesondere endseitig angeordnete, Verbindungspositionen mit dem plattenförmigen Zwischenelement verbunden ist.

7. Falzzange nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Klemmfläche mit dem ersten Griffstück starr verbunden ist, wobei in einer

Transportposition, in welcher die Griffstücke aneinander anliegen, die Klemmflächen unter einem Öffnungswinkel von 10° bis 90°, insbesondere 15° bis 35°, vorzugsweise etwa 20°, zueinander angeordnet und geöffnet sind, um ein Blech aufzunehmen.

8. Falzzange nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass in der Transportposition ein Moment, welches erforderlich ist, um das zweite Griffstück relativ zur zweiten Klemmfläche um die zweite Drehachse zu bewegen, größer ist als ein Moment, welches erforderlich ist, um das erste Griffstück um die erste Drehachse relativ zur zweiten Klemmfläche zu bewegen, sodass eine Bewegung des ersten Griffstückes aus der Transportposition zunächst eine Bewegung des ersten Griffstückes relativ zur zweiten Klemmfläche auslöst.

9. Falzzange nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass an einem Gelenk, welches die zweite Drehachse bildet, insbesondere einem die zweite Drehachse bildenden Stangenscharnier, zumindest eine Feder vorgesehen ist, mit welcher eine zwischen relativ zueinander bewegbaren Teilen des Gelenkes wirkende Reibkraft in das Gelenk einbringbar ist, um ein zum Einleiten einer Bewegung des Gelenkes erforderliches Moment zu definieren, wobei eine Federkraft insbesondere durch eine Klemmschraube einstellbar ist.

Description:
Falzzange

Die Erfindung betrifft eine Falzzange zum Biegen von Blech, aufweisend eine erste Klemmfläche und eine zweite Klemmfläche, wobei die Klemmflächen um eine erste Drehachse drehbar verbunden sind, sowie ein erstes Griffstück und ein mit dem ersten Griffstück schwenkbar verbundenes zweites Griffstück, wobei das erste Griffstück mit der ersten Klemmfläche verbunden ist.

Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Werkzeuge zum Falzen von Blech bzw. zum Biegen von Blech bekannt geworden. Werkzeuge des Standes der Technik sind jedoch unhandlich und schwer, weswegen diese beispielsweise nicht dazu geeignet sind, Bleche an Fassaden auf einfache Art und Weise zu falzen bzw. zu biegen.

Hier setzt die Erfindung an. Aufgabe der Erfindung ist es, ein Werkzeug der eingangs genannten Art anzugeben, welches leicht und einfach handhabbar sowie mobil einsetzbar ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Falzzange der eingangs genannten Art gelöst, bei welcher das zweite Griffstück um eine zweite Drehachse drehbar mit der zweiten Klemmfläche verbunden ist, sodass, wenn das erste Griffstück relativ zum zweiten Griffstück aus einer Transportposition geschwenkt wird, die erste Klemmfläche relativ zur zweiten Klemmfläche derart bewegt wird, dass ein zwischen den Klemmflächen angeordnetes Blech durch die Klemmflächen klemmbar ist, wonach eine weitere

Schwenkbewegung des ersten Griffstückes relativ zum zweiten Griffstück eine

Drehbewegung der ersten Klemmfläche samt der zweiten Klemmfläche um die zweite Drehachse relativ zum zweiten Griffstück bewirkt, um das geklemmte Blech zu biegen.

Im Rahmen der Erfindung wurde erkannt, dass eine kompakte und leichtgewichtige Vorrichtung zum Biegen von Blech auf einfache Weise erreicht werden kann, wenn eine Falzzange entsprechend ausgebildet ist und bei einer Bewegung der Griffstücke relativ zueinander zunächst ein Blech zwischen den Klemmflächen eingeklemmt und bei einer weiteren Bewegung der Griffstücke relativ zueinander das Blech in weiterer Folge durch eine Bewegung der Klemmflächen samt dem Blech relativ zum zweiten Griffstück um die zweite Drehachse gebogen wird. Eine solche Falzzange kann leichtgewichtig und kompakt ausgebildet sein, sodass diese auch mobil beispielsweise zu Fassadenarbeiten einsetzbar ist. In der Regel erfolgt das Klemmen des Bleches durch eine Bewegung der Klemmflächen relativ zueinander um die erste Drehachse und das Biegen des Bleches durch eine Bewegung der Klemmflächen samt dem geklemmten Teil des Bleches um die zweite Drehachse mit einer durchgängigen Bewegung der Griffstücke, um eine günstige Hantierbarkeit zu gewährleisten.

Um das fertig gefalzte Blech wieder aus der Falzzange zu lösen, wird das erste Griffstück einfach entgegengesetzt zur Bewegung beim Klemmen und Falzen des Bleches bewegt, sodass gefalzte Blech aus der Falzzange gelöst werden kann.

Es hat sich als günstig erwiesen, dass die erste Drehachse und die zweite Drehachse etwa parallel sind. Ein Abstand zwischen den Drehachsen beträgt üblicherweise weniger als 20 cm, insbesondere weniger als 10 cm, und korrespondiert mit einer Länge des gewünschten Falzes bzw. einer Länge des Teiles des Bleches, welcher gebogen werden soll. Die Klemmflächen erstrecken sich üblicherweise von der ersten Drehachse bis zur zweiten Drehachse, sodass ein Blech vorzugsweise in einem Bereich zwischen der ersten Drehachse und der zweiten Drehachse vollständig klemmbar ist, um dieses gleichmäßig zu belasten und somit eine saubere Kante zu erreichen.

Günstig ist es, wenn das Blech zwischen der ersten Drehachse und der zweiten

Drehachse im Wesentlichen durch die Klemmflächen vollflächig klemmbar ist. Somit ist ein Klemmen in einem Bereich zwischen den Drehachsen durchgängig möglich. Dadurch wird ein sauberes Biegen des geklemmten bzw. kraftschlüssig zwischen den

Klemmflächen fixierten Bleches mit glatten Biegekanten erreicht.

Ein konstruktiv einfacher und gleichzeitig robuster Aufbau wird erreicht, wenn eine drehbare Verbindung zwischen den Klemmflächen und/oder zwischen der zweiten Klemmfläche und dem zweiten Griffstück durch ein Scharnier, insbesondere ein

Stangenscharnier, gebildet ist. Dadurch ist auch eine gleichmäßige Kraftübertragung über eine Länge des Falzes gewährleistet.

Es hat sich bewährt, dass das erste Griffstück über ein plattenförmiges Zwischenelement mit der ersten Klemmfläche verbunden ist, wobei das erste Griffstück vorzugsweise über zumindest zwei, insbesondere endseitig angeordnete, Verbindungspositionen mit dem plattenförmigen Zwischenelement verbunden ist. Dies gewährleistet eine gleichmäßige Krafteinleitung über eine Länge des Falzes, sodass eine besonders glatte und qualitativ hochwertige Biegekante erreichbar ist.

Analog hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn das zweite Griffstück über ein plattenförmiges Zwischenelement mit der zweiten Klemmfläche verbunden ist, wobei das zweite Griffstück vorzugsweise über zumindest zwei, insbesondere endseitig

angeordnete, Verbindungspositionen mit dem plattenförmigen Zwischenelement verbunden ist.

Um einen besonders kompakten Transport zu ermöglichen, ist es vorteilhaft, wenn die erste Klemmfläche mit dem ersten Griffstück starr verbunden ist, vorzugsweise unter einem Winkel von weniger als 100°, insbesondere weniger als 50°, vorzugsweise 15° bis 35°. Die Griffstücke können dann in einer Transportposition aneinander anliegend angeordnet sein, aus welcher Transportposition heraus ein Klemmen eines Bleches und ein Falzen unmittelbar möglich ist. Üblicherweise sind die erste Klemmfläche und das erste Griffstück im Bereich der ersten Drehachse verbunden. Günstig ist es, wenn die erste Klemmfläche mit dem ersten Griffstück starr verbunden ist, wobei in einer Transportposition, in welcher die Griffstücke aneinander anliegen, die Klemmflächen unter einem Öffnungswinkel von 10° bis 90°, insbesondere 15° bis 35°, vorzugsweise etwa 20°, zueinander angeordnet und geöffnet sind, um ein Blech aufzunehmen. Dadurch ist einerseits ein platzsparender Transport möglich. Andererseits kann die Falzzange dann unmittelbar aus der Transportposition für das Falzen bzw. von Blech eingesetzt werden.

Um zu gewährleisten, dass eine Drehung um die zweite Drehachse erst dann erfolgt, wenn die erste Klemmfläche formschlüssig mit der zweiten Klemmfläche verbunden ist, gegebenenfalls über ein zwischen den Klemmflächen geklemmtes Blech, ist bevorzugt vorgesehen, dass in der Transportposition ein Moment, welches erforderlich ist, um das zweite Griffstück relativ zur zweiten Klemmfläche um die zweite Drehachse zu bewegen, größer ist als ein Moment, welches erforderlich ist, um das erste Griffstück um die erste Drehachse relativ zur zweiten Klemmfläche zu bewegen, sodass eine Bewegung des ersten Griffstückes aus der Transportposition zunächst eine Bewegung des ersten Griffstückes relativ zur zweiten Klemmfläche auslöst. Dies kann konstruktiv auf unterschiedlichste Weisen umgesetzt werden, insbesondere durch unterschiedlich leichtgängige Gelenke, welche die Drehachsen bilden.

Eine robuste Ausführung unterschiedlich leichtgängiger Drehachsen kann auf einfache Weise erreicht werden, wenn an einem Gelenk, welches die zweite Drehachse bildet, insbesondere einem die zweite Drehachse bildenden Stangenscharnier, zumindest eine Feder vorgesehen ist, mit welcher eine zwischen relativ zueinander bewegbaren Teilen des Gelenkes wirkende Reibkraft in das Gelenk einbringbar ist, um ein zum Einleiten einer Bewegung des Gelenkes erforderliches Moment zu definieren, wobei eine

Federkraft insbesondere durch eine Klemmschraube einstellbar ist. Beispielsweise können auf relativ zueinander bewegte Teile der zweiten Drehachse wirkende gefederte Druckstücke vorgesehen sein, sodass ein Bewegen des Scharnieres bzw. ein Bewegen der zweiten Klemmfläche relativ zum zweiten Griffstück um die zweite Drehachse nur unter Überwindung eines durch die Feder hervorgerufenen Reibmomentes bzw. einer auf die relativ zueinander bewegbaren Teile der zweiten Drehachse wirkenden Reibkraft möglich ist. Es versteht sich, dass auch mehr als eine Feder vorgesehen sein kann, um über eine Länge des Scharnieres eine gleichmäßige Reibkraft einzubringen. Die Feder wirkt somit beispielsweise direkt auf ein erstes Teil des die zweite Drehachse bildenden Gelenkes, welches relativ zu einem zweiten Teil dieses Gelenkes bewegbar ist, und drückt das erste Teil mit der Federkraft gegen das zweite Teil, sodass zum Bewegen des ersten Teiles relativ zum zweiten Teil die Überwindung einer Reibkraft erforderlich ist, welche durch die Federkraft und einen Reibwert definiert ist.

Weitere Merkmale, Vorteile und Wrkungen der Erfindung ergeben sich anhand des nachfolgend dargestellten Ausführungsbeispiels. In den Zeichnungen, auf weiche dabei Bezug genommen wird, zeigen: Fig. 1 bis 3 eine erfindungsgemäße Falzzange in unterschiedlichen Betriebszuständen; Fig. 4 eine erfindungsgemäße Falzzange samt einem Blech;

Fig. 5 ein Detail einer erfindungsgemäßen Falzzange gemäß Fig. 4;

Fig. 6 eine erfindungsgemäße Falzzange samt einem Blech;

Fig. 7 eine weitere erfindungsgemäße Falzzange samt einem Blech. Fig. 1 bis 3 zeigen eine erfindungsgemäße Falzzange 1 in unterschiedlichen

Betriebszuständen. Wie ersichtlich weist die Falzzange 1 ein erstes Griffstück 6 und ein zweites Griffstück 7 auf, wobei das erste Griffstück 6 starr mit einer ersten Klemmfläche 2 verbunden ist. Das erste Griffstück 6 und die erste Klemmfläche 2 sind wie dargestellt um eine erste Drehachse 4 drehbar mit einer zweiten Klemmfläche 3 verbunden, sodass zwischen den Klemmflächen 2, 3 ein Teil eines Bleches 8 oder dergleichen klemmbar ist.

Die zweite Klemmfläche 3 ist über eine zweite Drehachse 5, welche zur ersten

Drehachse 4 parallel ist, drehbar mit einem zweiten Griffstück 7 verbunden, sodass ein zwischen den Klemmflächen 2, 3 geklemmtes Blech 8 durch eine Drehbewegung der über das geklemmte Blechstück verbundenen Klemmflächen 2, 3 um die zweite Drehachse 5 biegbar bzw. falzbar ist.

Sowohl die Bewegung der ersten Klemmfläche 2 relativ zur zweiten Klemmfläche 3 um die erste Drehachse 4 als auch die Biegebewegung der beiden Klemmflächen 2, 3 um die zweite Drehachse 5 sind durch eine Bewegung des ersten Griffstückes 6 relativ zum zweiten Griffstück 7 auslösbar, sodass ein Klemmen und Biegen von Blech 8 mit einer durchgängigen Bewegung des ersten Griffstückes 6 relativ zum zweiten Griffstück 7 erfolgen kann.

In Fig. 1 ist die Falzzange 1 in einer Transportposition dargestellt, in welcher die

Falzzange 1 einen minimalen Raumbedarf aufweist und die Griffstücke 6, 7 im

Wesentlichen aneinander anliegen. Aus dieser Transportposition heraus ist ein Klemmen und Falzen eines Bleches 8 unmittelbar möglich. Hierzu wird ein zu falzendes Blech 8 zwischen den in dieser Transportposition unter einem Öffnungswinkel ß von etwa 10° bis 35° geöffneten Klemmflächen 2, 3 der Falzzange 1 angeordnet.

Um ein zwischen den Klemmflächen 2, 3 angeordnetes Blech 8 zu klemmen bzw.

kraftschlüssig zwischen den Klemmflächen 2, 3 zu fixieren wird ein erstes Griffstück 6 der Falzzange 1 relativ zu einem zweiten Griffstück 7 der Falzzange 1 aus der in Fig. 1 dargestellten Position im Uhrzeigersinn in Bewegungsrichtung 13 bewegt. Nachdem die erste Klemmfläche 2 starr mit dem ersten Griffstück 6 verbunden ist, bewirkt eine

Drehbewegung des ersten Griffstückes 6 auch eine Drehbewegung der ersten

Klemmfläche 2 relativ zur zweiten Klemmfläche 3, wodurch ein zwischen den Klemmflächen 2, 3 angeordnetes Blech 8 durch die Klemmflächen 2, 3 geklemmt wird, wenn das erste Griffstück 6 relativ zum zweiten Griffstück 7 im Uhrzeigersinn bewegt wird. Eine solche Position, in welcher die Klemmflächen 2, 3 geschlossen sind, ein

Öffnungswinkel ß zwischen den Klemmflächen 2, 3 also 0 ° beträgt, ist in Fig. 2 dargestellt.

Aus der in Fig. 2 dargestellten Position ist bei einer weiteren Bewegung des ersten Griffstückes 6 relativ zum zweiten Griffstück 7 in Bewegungsrichtung 13 ist keine weitere Bewegung des ersten Griffstückes 6 relativ zur zweiten Klemmfläche 3 um die erste Drehachse 4 mehr möglich, zumal die Klemmflächen 2, 3 bereits geschlossen sind. Eine weitere Bewegung des ersten Griffstückes 6 relativ zum zweiten Griffstück 7 im

Uhrzeigersinn in Bewegungsrichtung 13 bewirkt daher aus der in Fig. 2 dargestellten Klemmposition eine Drehbewegung der Klemmflächen 2, 3 samt dem Blech 8 und des ersten Griffstückes 6 im Uhrzeigersinn um die zweite Drehachse 5. Bei dieser Bewegung wird das zwischen den Klemmflächen 2, 3 geklemmte Blech 8 gebogen. Eine

Biegeposition, in welcher die Klemmflächen 2, 3 geschlossen und relativ zum zweiten Griffstück 7 dementsprechend verschwenkt sind, ist in Fig. 3 dargestellt. Hier ist auch ersichtlich, dass die erste Klemmfläche 2 unter einem Winkel α von etwa 50° mit einem Zwischenelement 10 verbunden ist, über welches die erste Klemmfläche 2 starr mit dem ersten Griffstück 6 verbunden ist.

Um das fertig gefalzte bzw. gebogene Blech 8 aus der Falzzange 1 zu lösen, wird das erste Griffstück 6 einfach entgegengesetzt zu der Bewegungsrichtung 13 beim Klemmen und Falzen, hier also gegen den Uhrzeigersinn, bewegt, sodass die Klemmflächen 2, 3 geöffnet und das Blech 8 freigegeben werden.

Fig. 4 bis 6 zeigen eine erfindungsgemäße Falzzange 1 in einer Betriebsposition wie in Fig. 3 dargestellt, jedoch samt einem zwischen den Klemmflächen 2, 3 geklemmten Blech 8. We ersichtlich ist das Blech 8 im Bereich der zweiten Drehachse 5 gebogen. Dies ist durch die vorstehend beschriebene Bewegungsabfolge erfolgt.

Wie dargestellt sind die Griffstücke 6, 7 über plattenförmige Zwischenelemente 10 mit den Klemmflächen 2, 3 verbunden, wobei die Griffstücke 6, 7 in endseitigen Bereichen der plattenförmigen Zwischenelemente 10 angeordnet bzw. an endseitig angeordneten Verbindungspositionen 11 mit den Griffstücken 6, 7 verbunden sind, um eine

gleichmäßige Kraftübertragung und Einleitung in das Blech 8 zu gewährleisten.

Insbesondere in Fig. 6 ist ersichtlich, dass die erste Drehachse 4 und die zweite

Drehachse 5 konstruktiv hier durch Stangenscharniere 9 gebildet sind, um Kräfte besonders gleichmäßig zu übertragen.

Es versteht sich, dass eine Länge der plattenförmigen Zwischenelemente 10 bzw. der Drehachsen 4, 5 entsprechend einem zu falzenden bzw. biegenden Blech 8 gewählt wird und gegebenenfalls individuell anpassbar ist. Analog sind eine Länge der Griffstücke 6, 7 bzw. ein Abstand derselben von den Drehachsen 4, 5 an einen konkreten Anwendungsfall anpassbar, sodass über entsprechende Hebellängen jeweils ein einfaches Betätigen der Falzzange 1 bzw. ein einfaches Falzen von Blech 8 möglich ist. Fig. 7 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Falzzange 1 samt einem Blech 8, wobei die Falzzange 1 im Wesentlichen analog zu der in Fig. 6

dargestellten Falzzange 1 ausgebildet ist, jedoch zusätzlich mit Klemmschrauben 12 befestigte Federn im Bereich der zweiten Drehachse 5 aufweist. Über die Federn wird dabei eine zwischen relativ zueinander bewegbaren Teilen des die zweite Drehachse 5 bildenden Stangenscharnieres 9 wirkende Reibkraft hervorgerufen, sodass ein durch diese Federn hervorgerufenes Reibmoment überwunden werden muss, bevor die zweite Klemmfläche 3 relativ zum zweiten Griffstück 7 um die zweite Drehachse 5 bewegt werden kann. An der ersten Drehachse 4 sind keine entsprechenden Federn vorgesehen, weswegen ein Moment, um die zweite Klemmfläche 3 relativ zum zweiten Griffstück 7 um die zweite Drehachse 5 zu drehen, größer ist als ein Moment, um das erste Griffstück 6 um die erste Drehachse 4 relativ zur zweiten Klemmfläche 3 zu drehen. Dadurch ist gewährleistet, dass bei einer Schwenkbewegung des ersten Griffstückes 6 aus der in Fig. 1 dargestellten Transportposition in Bewegungsrichtung 13 zunächst eine

Drehbewegung des ersten Griffstückes 6 samt erster Klemmfläche 2 um die erste

Drehachse 4 relativ zur zweiten Klemmfläche 3 erfolgt und eine Drehbewegung der ersten Klemmfläche 2 samt der zweiten Klemmfläche 3 um die zweite Drehachse 5 erst dann erfolgt, wenn die erste Klemmfläche 2 gegebenenfalls über ein zwischen den

Klemmflächen 2, 3 geklemmtes Blech 8 oder dergleichen formschlüssig mit der zweiten Klemmfläche 3 verbunden ist bzw. an dieser anliegt. Analog ist dadurch eine Reihenfolge der Bewegungen beim Öffnen der Falzzange 1 vorgegeben. Dies gewährleistet eine einfache Handhabung des Werkzeuges. Eine Höhe des zu überwindenden

Reibmomentes kann dabei über die Klemmschrauben 12 eingestellt werden, über welche eine Vorspannung der Federn einstellbar ist.

Eine erfindungsgemäße Falzzange 1 ist platzsparend, leichtgewichtig und einfach handhabbar, weswegen diese auch auf einfache Weise mobil einsetzbar ist, um beispielsweise Bleche 8 an Fassaden und dergleichen zu biegen. Die erfindungsgemäße Falzzange 1 ist darüber hinaus robust ausgebildet, sodass diese auch für raue

Einsatzbedingungen, insbesondere auf Baustellen, geeignet ist.