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Title:
FOODSTUFF CONTAINING APPLE WAX AND USE OF APPLE WAX AS AN ADDITIVE IN A FOODSTUFF
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/074669
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to a foodstuff, containing apple wax as an additive, wherein the foodstuff contains at most 0.1 wt%, in reference to the total weight of the foodstuff, of an additive from the group consisting of beeswax (E901) and carnauba wax (E903) or a mixture of these two waxes. The invention also relates to the use of apple wax.

Inventors:
AYDIN BÜLENT (DE)
Application Number:
EP2019/077532
Publication Date:
April 16, 2020
Filing Date:
October 10, 2019
Export Citation:
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Assignee:
KATJES FASSIN GMBH CO KG (DE)
International Classes:
C11B11/00; A23B7/16; A23G3/00; A21D15/08; A23F5/14; A23G3/34; C11B1/10
Domestic Patent References:
WO2007026101A12007-03-08
WO1993017083A11993-09-02
Foreign References:
Other References:
KLEIN BRUNA ET AL: "Development of dispersive solvent extraction method to determine the chemical composition of apple peel wax", FOOD RESEARCH INTERNATIONAL, ELSEVIER, AMSTERDAM, NL, vol. 116, 28 August 2018 (2018-08-28), pages 611 - 619, XP085593696, ISSN: 0963-9969, DOI: 10.1016/J.FOODRES.2018.08.080
ROBERT BELDING ET AL: "Composition and Variability of Epicuticular Waxes in Apple Cultivars", J. AMER. SOC. HORT. SCI., 1 January 1998 (1998-01-01), pages 348 - 356, XP055651543, Retrieved from the Internet [retrieved on 20191210]
Attorney, Agent or Firm:
HERZOG IP PATENTANWALTS GMBH (DE)
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Claims:
PATENT ANSPRÜCHE

1. Ein Lebensmittel, beinhaltend Apfelwachs als Zusatzstoff, wobei das Lebensmittel höchstens 0,1 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Lebensmittels, eines Zu- satzstoffes aus der Gruppe bestehend aus Bienenwachs (E 901), Camaubawachs (E 903) oder einer Mischung aus diesen beiden Wachsen, enthält.

2. Das Lebensmittel nach Anspruch 1, wobei das Lebensmittel frei ist von Bienenwachs, Camaubawachs oder einer Mischung aus diesen beiden Wachsen.

3. Das Lebensmittel nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Lebensmittel das Apfelwachs als Zusatzstoff in eine Menge in einem Bereich von 0,0001 bis 1 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des Lebensmittels, beinhaltet.

4. Das Lebensmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Apfelwachs erhältlich ist durch ein Verfahren umfassend die Verfahrensschritte:

i) Extraktion einer Apfelschalen beinhaltenden Zusammensetzung mit organi schen Lösungsmitteln;

ii) zumindest teilweises Verdampfen des organischen Lösungsmittels aus dem Ex trakt unter Erhalt von Apfelwachs.

5. Das Lebensmittel nach Anspruch 4, wobei die Apfelschalen beinhaltende Zusammen setzung entpektinisierter Apfeltrester ist.

6. Das Lebensmittel nach Anspruch 4 oder 5, wobei das organische Lösungsmittel aus gewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Alkoholen, Ethem, Kohlenwasserstoffen, halogenierten Kohlenwasserstoffen oder einer Mischung aus mindestens zwei davon.

7. Das Lebensmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei das Apfelwachs mindes tens eine der folgenden Eigenschaften verwirklicht:

(a) einen Gehalt an Nonacosan in einem Bereich von 10 bis 50 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Apfelwaches;

(ß) einen Gehalt an Urolsäure in einem Bereich von 20 bis 80 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Apfelwaches.

8. Das Lebensmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei das Lebensmittel ein Obst ist, dessen Oberfläche zumindest teilweise mit einem Apfelwachs beinhaltenden Überzugsmittel beschichtet ist.

9. Das Lebensmittel nach Anspruch 8, wobei das Obst ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus einem Apfel, einer Birne, einer Banane, einer Ananas, einer Avocado, einer Mango, einer Melone, einer Zitrusfrucht, einem Granatapfel und einem Pfirsich.

10. Das Lebensmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei das Lebensmittel ein Le- bensmittel mit einer Schokoladenoberfläche, vorzugsweise mit einem Schokoladen überzug, ist, wobei die Schokoladenoberfläche, vorzugsweise der Schokoladenüber zug, zumindest teilweise mit einem Apfelwachs beinhaltenden Überzugsmittel be- schichtet ist.

11. Das Lebensmittel nach Anspruch 10, wobei Lebensmittel mit einer Schokoladenober fläche ein mit Schokolade überzogenes Gebäckstück, eine mit Schokolade überzogene Süßware oder ein mit Schokolade überzogenes Obst ist.

12. Das Lebensmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei das Lebensmittel eine Kaffeebohne ist, wobei die Oberfläche der Kaffeebohne zumindest teilweise mit ei nem Apfelwachs beinhaltenden Überzugsmittel beschichtet ist.

13. Das Lebensmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei das Lebensmittel eine Nuss ist, wobei die Oberfläche der Nuss zumindest teilweise mit einem Apfelwachs beinhaltenden Überzugsmittel beschichtet ist. 14. Das Lebensmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei das Lebensmittel eine

Backware ist, wobei die Oberfläche der Backware zumindest teilweise mit einem Ap felwachs beinhaltenden Überzugsmittel beschichtet ist.

15. Verwendung von Apfelwachs als Zusatzstoff in einem Lebensmittel, wobei das Le- bensmittel höchstens 0,1 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Lebensmittels, eines Zusatzstoffes aus der Gruppe bestehend aus Bienenwachs (E 901), Camauba- wachs (E 903) oder einer Mischung aus diesen beiden Wachsen, enthält.

Description:
APFELWACHS-BEINHALTENDE LEBENSMITTEL UND VERWENDUNG VON APFELWACHS ALS ZUSATZSTOFF IN EINEM LEBENSMITTEL

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Lebensmittel beinhaltend Apfelwachs als Zusatzstoff sowie die Verwendung von Apfelwachs. Bienenwachs (E 901) und Camaubawachs (E 903) sind als Zusatzstoffe in der Lebensmittelin dustrie zugelassen. Das Bienenwachs ist ein natürlicher Stoff, der in den Wachsdrüsen von in Gefangenschaft und im Freiland lebenden Honigbienen produziert wird. Aus dem Bienen wachs lassen die Bienenvölker Waben entstehen, die der Aufbewahrung von Honig, der Lage rung von Pollen und der Aufzucht von Nachwuchs dienen. Camaubawachs wird von den beid- seitig mit einer pulverförmigen Wachsschicht bedeckten Blättern der Camaubapalme gewon nen. Diese löst sich teilweise nach dem Trocknen der Blätter ab, der Rest wird durch Bürsten, Klopfen und Schaben von den längs gespaltenen Blättern abgelöst. Das Wachs wird anschlie ßend geschmolzen und von den sich absetzenden Verunreinigungen befreit und abgesiebt. Bei der Verwendung als Zusatzstoff in Lebensmitteln werden Bienen- und Camaubawachs insbesondere als Überzugsmittel und als Füllstoff verwendet. Als Überzugsmittel bzw. als Be standteil eines Überzugsmittels schützen sie die Lebensmittel vor Geruchs-, Geschmacks- und Feuchtigkeitsverlusten, fördern den Glanz oder verlängern die Frische. Eingesetzt werden die se Wachse insbesondere als Überzugsmittel für Obst, Kaffee, Nüsse, Gebäck oder mit Schoko- lade überzogenen Keksen und kleinen Gebäckstücken.

Es hat sich allerdings gezeigt, dass sich insbesondere der Glanz und der Schutz vor Feuchtig keitsverlusten durch auf natürlichen Wachsen basierenden Überzugsmitteln in Lebensmitteln verbessern lässt. Allgemein ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Nachteil, der sich aus dem Stand der Technik ergibt, zumindest teilweise zu überwinden. Eine Aufgabe der Erfindung ist es insbesondere, mit einem Überzugsmittel beschichtete, vorzugsweise vegane Lebensmittel bereitzustellen, welche im Vergleich zu den aus dem Stand der Technik bekannten, mit Bie- nenwachs und/oder Camaubawachs beschichteten Lebensmitteln einen verbesserten Glanz aufweisen. Eine Aufgabe der Erfindung ist es auch, mit einem Wachs beschichtete, vorzugs- weise vegane Lebensmittel bereitzustellen, welche im Vergleich zu den aus dem Stand der Technik bekannten und mit Bienenwachs und/oder Camaubawachs beschichteten Lebensmit teln mit weniger Wachs beschichtet sind und dennoch einen vergleichbaren Glanz und/oder eine vergleichbarer Tendenz, aneinander zu haften, aufweisen. Darüber hinaus lag der vorlie- genden Erfindung die Aufgabe zugrunde, mit einem Überzugsmittel beschichtete, vorzugswei- se vegane Lebensmittel bereitzustellen, welche im Vergleich zu den aus dem Stand der Tech nik bekannten, mit Bienenwachs und/oder Camaubawachs beschichteten Lebensmitteln eine verbesserte Versiegelung der Oberfläche durch das Überzugsmittel aufweisen und demnach das Lebensmittel noch besser vor Geruchs-, Geschmacks- und Leuchtigkeits Verlusten schüt zen.

Ein Beitrag zur mindestens teilweisen Erfüllung mindestens einer dieser Aufgaben wird durch die unabhängigen Ansprüche geleistet. Die abhängigen Ansprüche stellen bevorzugte Ausfüh- mngsformen bereit, die zur mindestens teilweisen Erfüllung mindestens einer der Aufgaben beitragen.

Einen Beitrag zur Erfüllung mindestens einer der erfindungsgemäßen Aufgaben leistet ein Le bensmittel, beinhaltend Apfelwachs als Zusatzstoff, wobei das Lebensmittel höchstens 0,1 Gew.-%, besonders bevorzugt höchstens 0,01 Gew.-%, noch mehr bevorzugt höchstens

0,01 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht des Lebensmittels, eines Zusatzstoffes aus der Gmppe bestehend aus Bienenwachs (E 901), Camaubawachs (E 903) oder einer Mi schung aus diesen beiden Wachsen, enthält. Am meisten bevorzugt ist das Lebensmittel frei von Bienenwachs, Camaubawachs oder einer Mischung aus diesen beiden Wachsen. Weiterhin ist es erfindungsgemäß bevorzugt, dass das Lebensmittel das Apfelwachs als Zu satzstoff in einer Menge in einem Bereich von 0,0001 bis 1 Gew.-%, besonders bevorzugt in einem Bereich von 0,001 bis 0,5 Gew.-% und am meisten bevorzugt in einer Menge in einem Bereich von 0,01 bis 0,1 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gewicht des Lebensmittels, bein- haltet.

Das in dem Lebensmittel enthaltene Apfelwachs kann durch alle dem Fachmann bekannten Verfahren zur Gewinnung von Apfelwachs aus Apfelschalen erhalten werden. Vorzugsweise ist das Apfelwachs erhältlich durch ein Verfahren umfassend die Verfahrensschritte: i) Extraktion einer Apfelschalen beinhaltenden Zusammensetzung mit organischen Lö- sungsmitteln, vorzugsweise mit einem organischen Lösungsmittel ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Alkoholen wie beispielsweise Ethanol, Ethem, Kohlenwasserstof- fen, halogenierten Kohlenwasserstoffen wie beispielsweise Chloroform, oder einer Mi- schung aus mindestens zwei davon; ii) zumindest teilweises Verdampfen des organischen Lösungsmittels aus dem Extrakt unter Erhalt von Apfelwachs. Eine geeignete Apfelschalen beinhaltende Zusammensetzung, welche im Verfahrensschritt i) eingesetzt wird, ist entpektinisierter Apfeltrester, der als Abfallprodukt in der Pektin herstel- lenden Industrie anfällt. Ein Verfahren zur Herstellung von Apfelwachs aus entpektinisiertem Apfeltrester ist beispielsweise in der WO 93/17083 Al beschrieben. Weiterhin ist es erfindungsgemäß bevorzugt, dass das Apfelwachs mindestens eine der folgen den Eigenschaften, vorzugsweise jedoch beide der folgenden Eigenschaften verwirklicht:

(a) einen Gehalt an Nonacosan in einem Bereich von 10 bis 50 Gew.-%, bevorzugt in einem Bereich von 15 bis 40 Gew.-% und am meisten bevorzugt in einem Bereich von 20 bis 35 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht des Apfelwaches; (ß) einen Gehalt an Urolsäure in einem Bereich von 20 bis 80 Gew.-%, bevorzugt in einem Bereich von 25 bis 70 Gew.-% und am meisten bevorzugt in einem Bereich von 35 bis 70 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht des Apfelwaches.

Wird das Apfelwachs als Überzugsmittel oder als Bestandteil eines Überzugsmittels für das Lebensmittel eingesetzt, so kann das Überzugsmittel neben dem Apfelwachs weitere Kompo- nenten beinhalten, wie beispielsweise ein Pflanzenöl als Träger und/oder Antioxidationsmittel als weitere Zusatzstoffe.

Bevorzugte Pflanzenöle sind insbesondere Sonnenblumenöl, Sojaöl, Erdnußöl, Rapsöl, Se- samöl, Safloröl, Tallöl, Leinöl, Rüböl, SenfÖl, Olivenöl, Teesamenöl, Maisöl, Weizenkeimöl, Korianderöl, Distelöl, Färberdistelöl, Borretschöl, Nachtkerzenöl, Fenchelöl oder Johannes- beersamenöl oder ein Gemisch aus mindestens zwei dieser Öle.

Bevorzugte Antioxidationsmittel sind beispielsweise Butylhydroxyanisol, Butylhydroxytoluol, Guajakharz, Lecithin, Nordihydroguajaretsäure, Propylgallat, Octylgallat, Dodecylgallat, Tocopherole, Trihydroxybutyrophenon, Ascorbinsäure, Ascorbylpalmitat, Dilaurylthio- dipropionat, Distearylthiodipropionat, Monoisopropylcitrat, Thiodipropionsäure, Citraconsäure oder eine Kombination aus mindestens zwei dieser Antioxidantien.

Gemäß einer ersten besonderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Lebensmittels ist das Lebensmittel ein Obst, dessen Oberfläche zumindest teilweise mit einem Apfelwachs be- inhaltenden Überzugsmittel beschichtet ist. In diesem Zusammenhang ist es besonders bevor- zugt, dass das Obst ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus einem Apfel, einer Birne, einer Banane, einer Ananas, einer Avocado, einer Mango, einer Melone, einer Zitrusfrucht, einem Granatapfel und einem Pfirsich.

Gemäß einer zweiten besonderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Lebensmittels ist das Lebensmittel ein Lebensmittel mit einer Schokoladenoberfläche, vorzugsweise mit einem Schokoladenüberzug, wobei die Schokoladenoberfläche, vorzugsweise der Schokoladenüber zug, zumindest teilweise mit einem Apfelwachs beinhaltenden Überzugsmittel beschichtet ist. Ein in diesem Zusammenhang bevorzugtes Lebensmittel ist ein mit Schokolade überzogenes Gebäckstück, insbesondere ein mit Schokolade überzogener Keks, eine mit Schokolade über- zogene Süßware oder ein mit Schokolade überzogenes Obst.

Gemäß einer dritten besonderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Lebensmittels ist das Lebensmittel eine Kaffeebohne, wobei die Oberfläche der Kaffeebohne zumindest teilwei- se mit einem Apfelwachs beinhaltenden Überzugsmittel beschichtet ist.

Gemäß einer vierten besonderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Lebensmittels ist das Lebensmittel eine Nuss, wobei die Oberfläche der Nuss zumindest teilweise mit einem Apfelwachs beinhaltenden Überzugsmittel beschichtet ist. Gemäß einer fünften besonderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Lebensmittels ist das Lebensmittel eine Backware, wobei die Oberfläche der Backware zumindest teilweise mit einem Apfelwachs beinhaltenden Überzugsmittel beschichtet ist. In diesem Zusammenhang bevorzugte Backwaren sind feine Backwaren, i. e. Backwaren, die aus Teigen oder Massen durch Backen, Rösten, Trocknen, Kochextrusion oder andere Verfahren hergestellt werden. Die Teige oder Massen werden unter Verwendung von Getreide und/oder Getreideerzeugnis- sen, Stärken, Letten, Zuckerarten bereitet. Beispiele geeigneter feiner Backwaren sind Baum kuchen, Baumkuchenspitzen, Baumkuchentorte, Backwaren aus Wiener Masse (Tortenböden), Sandkuchen, Marmorkuchen, Königskuchen, Königskuchen rheinischer Art, Englischer Ku chen, Blätterteiggebäck, Stollen (Mandel-, Marzipan-, Mohn-, Nuss-, Butter-, Quarkstollen), Bienenstich, Butterkuchen, Butterstreuselkuchen, Plunder, Dänischer Plunder, Lrüchtebrot, Käsekuchen, Käsetorte (Käse-Sahnetorte), Sahnetorte, Sahnekremtorte, Kremtorten (Butter kremtorte), Lrankfürter Kranz, Schwarzwälder Kirschtorte, Sachertorte oder Bischofsbrot. BEISPIELE

Die Erfindung wird im Folgenden durch Beispiele genauer erläutert, wobei diese Beispiele keine Einschränkung der Erfindung bedeuten.

Beispiel 1 - Obst

Beispiel 1 betrifft die Anwendung von Apfelwachs als Bestandteil eines Überzugsmittels zur Behandlung von Birnen.

Unbehandelte Birnen (Sorte Williams Christ) wurden mit 0,1 Gew.-%, bezogen auf das Ge- samtgewicht der Birnen, eines Überzugsmittels beinhaltend 7.5 Gew.-% Apfelwachs (gewon nen gemäß der Vorgehens weise in Beispiel 1 auf Seite 13 der WO 93/17083 Al) und 92,5 Gew.-% Sonnenblumenöl überzogen/gewachst. Dazu werden die unbehandelten Birnen mit dem Überzugsmittel gleichmäßig besprüht.

Beispiel 2 - Lebensmittel mit einer Schokoladenoberfläche

Beispiel 2 betrifft die Anwendung von Apfelwachs als Bestandteil eines Überzugsmittels zur Behandlung eines Lebensmittels mit einer Schokoladenoberfläche.

Butterkekse werden mit einem Schokoladenüberzug versehen. Nach dem Erstarren der Scho- kolade werden die Butterkekse mit dem im Beispiel 1 beschriebenen Überzugsmittel beschich tet.

Vergleichsbeispiel 1 - Obst

Birnen wurden gemäß Beispiel 1 mit einem Überzugsmittel behandelt, welches Bienenwachs anstelle des Apfelwachses enthielt. Vergleichsbeispiel 2 - Lebensmittel mit einer Schokoladenoberfläche

Die mit Schokolade überzogenen Butterkekse aus Beispiel 2 wurden mit einem Überzugsmittel behandelt, welches Bienenwachs anstelle des Apfelwachses enthielt.

Beispiel 3 - Vergleich zwischen Apfelwachs und Bienen- bzw. Camaubawachs

Fruchtgummis (Katjes„ Glücksherzen“) wurden mit der gleichen Menge Überzugsmittel (bein haltend Wachs, Sonnenblumenöl und Antioxidationsmittel (a-Tocopherol )) beschichtet. Dazu werden die unbehandelten Produkte wieder in einer Wachstrommel bei kontinuierlicher Zufuhr des Überzugsmittels gedreht. Durch das Aneinanderreiben der Produkte wird das Überzugs- mittel auf die Oberfläche verteilt. Die behandelten Fruchtgummis werden sodann bei 20°C für 4 Wochen gelagert und anschließend hinsichtlich der Rieselfähigkeit mit einer Notenskala von 1 bis 5 beurteilt (dabei bedeutet„5“: am Besten;„1“: am Schlechtesten).

AW = Apfelwachs; CW = Camaubawachs; BCW=Mischung aus Bienen- und Camaubawachs

Es zeigt sich, dass die Dosierung des Apfelwachses mit 0,9 g/kg des Überzugsmittels bei 5 min in der Trommel zu gleich guten Ergebnissen führt wie bienenwachshaltiges Überzugsmittel mit einer Dosierung von 1 ,2 g/kg des Überzugsmittels bei 5 min in der Trommel, camauba- wachshaltiges Überzugsmittel mit einer Dosierung von 1,8 g/kg des Überzugsmittels bei 5 min in der Trommel und Überzugsmittel beinhaltend einen Bienenwachs-Camaubawachsmix mit einer Dosierung von 1,5 g/kg des Überzugsmittels bei 5 min in der Trommel. Er werden also vergleichbar gute Ergebnisse mit weniger Rohmaterialeinsatz bei kürzerer Behandlungsdauer erzielt. Der Glanz war in allen Proben vergleichbar gut.