| 1. | UmluftBackschrank, welcher einen wärmeiso¬ lierten, allseitig umschlossenen Raum, bei welchem eine Frontseite als Tür ausgebildet ist, umfasst, in welchem Raum parallel zu den Seitenwänden verlaufende, von die sen beabstandete, mit Luftdurchlässen versehene Stauwän¬ de angeordnet sind, die mit einer oberen Abdeckung ver¬ sehen sind, die zusammen mit den Stauwänden den Backraum bilden, in welchen ein mit Backblechen beschickter Wagen durch die Frontseite einschiebbar ist, in welchem Raum ausserhalb des Backraums mindestens ein Heizelement und mindestens ein Ventilator angeordnet ist, mit welchem Ventilator die durch das Heizelement erwärmte Luft durch die Luftdurchlässe der einen der beiden Stauwände in den Backraum und durch die Luftdurchlässe der anderen der beiden Stauwände aus dem Backraum strömt, dadurch ge¬ kennzeichnet, dass im Wagen (15) oberhalb von jedem Backblech (16) ein Zwischenboden (22) eingesetzt ist, so dass jeweils zwischen der Oberseite des Backblechs (16) und der Unterseite des darüber angeordneten Zwischenbo dens (22) ein erster Raum (23) und zwischen der Unter¬ seite des Backbleches (16) und des darunter angeordneten Zwischenbodens (22) ein zweiter Raum (24) entsteht, dass der erste Raum (23) und der zweite Raum (24) in den den beiden Stauwänden (4) und (5) benachbarten Seiten Oeff nungen (25) bzw. (26) aufweisen, und dass Mittel vorge¬ sehen sind, mit welchen die durch die Stauwände (4) und (5) strömende Warmluft wahlweise durch den ersten Raum (23) und/oder den zweiten Raum (24) leitbar ist. |
| 2. | UmluftBackschrank nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an den parallel zu den Stauwänden (4) , (5) verlaufenden Seiten des Wagens (15) im we¬ sentlichen horizontal angeordnete winkelige Profile (18) angebracht sind, auf deren horizontale Schenkel (19) die Backbleche (16) einschiebbar sind, während entlang den Rändern der vertikalen Schenkel (20) Führungen (21) an¬ gebracht sind, in welche Führungen (21) die Zwischenbö¬ den (22) einschiebbar sind, wobei die Zwischenböden (22) mit am Randbereich angebrachten stehenden Bolzen (27) versehen sind, welche Bolzen (27) auf den Führungen (21) abgestützt sind, wodurch zwischen den Zwischenböden (22) und den winkeligen Profilen (18) je die Oeffnung (25) entsteht. |
| 3. | UmluftBackschrank nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftdurchlässe in den Stauwänden (4, 5) als im wesentlichen horizontal verlaufende Schlitze (13) ausgestaltet sind, deren Höhe (H) etwa der Höhe (h) einer der beiden Oeffnungen (25) oder (26) entspricht. |
| 4. | UmluftBackschrank nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel aus ver¬ stellbaren Leitblechen (29) bestehen, welche oberhalb und unterhalb der die Stauwände (4, 5) bildenden, mit gegenseitigem Abstand voneinander angebrachten Lamellen (28) angeordnet sind, wobei jedes Leitblech (29) um eine längs der entsprechenden Lamelle (28) verlaufende Längs¬ achse (32) verschwenkbar ist. |
| 5. | UmluftBackschrank nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Leitblech (29) mit einem Schwenkhebel (33) ausgerüstet ist, welche Schwenkhebel (33) an mindestens einer Steuerstange (34) angelenkt sind, und dass die mindestens eine Steuerstange (34) über einen Antrieb bewegbar ist. |
| 6. | UmluftBackschrank nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel aus einer Aufhängevorrichtung bestehen, an welcher der in den Um¬ luftBackschrank (1) eingeschobene Wagen (15) aufhängbar und in der Höhe verstellbar ist, wodurch die Lage der Oeffnungen (25) bzw. (26) der ersten Räume (23) und zweiten Räume (24) bezüglich der Luftdurchlässe (13) der Stauwände (4, 5) veränderbar ist. |
| 7. | UmluftBackschrank nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufhängevorrichtung aus minde¬ stens einem an dem Wagen (15) einhängbaren Element (38) endlicher Länge besteht, welches mit einem Verstell e chanismus (40, 41) verbunden ist, welcher Verstellmecha nismus (40, 41) über einen Linearantrieb (42) betätigbar ist. |
| 8. | UmluftBackschrank nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass beide Stauwände (4, aus übereinander mit Zwischenraum in Form eines Schlitzes (13) , der als Luftdurchlass wirkt, angeordne¬ ten Lamellen (28) bestehen, welche Lamellen (28) im vor¬ deren und hinteren stirnseitigen Endbereich an je einem Profil (43) bzw. (44) gehalten sind, und dass die beiden so gebildeten Lamellenwände in stirnseitigen, am Back schrank befestigten Führungen (45) und (46) im wesentli¬ chen vertikal verschiebbar geführt sind, und dass die Verschiebung der Lamellenwände über einen Verstellmecha nismus (50, 51) erfolgt. |
| 9. | UmluftBackschrank nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Verstellmechanismus aus einer um ihre Längsachse verdrehbaren Welle (50) besteht, wel¬ che Welle (50) über einen Linearantrieb (52) verdrehbar ist, und dass an der Welle (50) die Enden von mindestens zwei flexiblen Elementen (47) endlicher Länge befestigt sind, während die anderen Enden der flexiblen Elemente (47) , die über Umlenkrollen (49) geführt sind, an je einem Punkt der beiden Lamellenwände befestigt ist. |
| 10. | UmluftBackschrank nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwei als ho¬ rizontale Schlitze (13) ausgebildete Luftdurchlässe der beiden Stauwände (4, 5) einen gegenseitigen Abstand (a) voneinander aufweisen, und dass der Abstand der Back bleche (16) voneinander, wenn sie in den Wagen (15) ein¬ geschoben sind, ein ganzzahliges Vielfaches des Masses (a) ist. |
Die Erfindung betrifft einen Umluft-Backschrank gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Derartige Backschranke sind bekannt. In diesen Backschranken wird in einem Raum, der durch das isolier- te Gehäuse des Backschrankes gebildet wird, dessen eine Frontseite mit einer T re versehen ist, die darin ent¬ haltene Luft durch Heizelemente erwärmt. Diese erwärmte Luft wird durch Ventilatoren in Form eines Kreislaufs durch einen Backraum gef hrt. Der Backraum ist durch zwei Stauwande, die parallel zu der isolierten Gehau¬ sewand verlaufen, und einer Abdeckung gebildet. Die Stauwande sind mit Luftdurchlassen versehen, durch wel¬ che die Luft zirkulieren kann. Beim Backvorgang befindet sich im Backraum ein Wagen, welcher mit mehreren uber- einander angeordneten Backblechen versehen ist, die in den Wagen eingeschoben werden können, und auf welchen sich die Backrohlinge befinden.
Die erwärmte Luft strömt nun durch die Luftdurch¬ lasse der einen Stauwand in den Backraum, wo sie zwi- sehen den Blechen hindurch zur anderen Stauwand und durch die in dieser anderen Stauwand angeordneten Luft¬ durchlasse aus dem Backraum ausströmt. Durch den Über¬ druck hinter der einen Stauwand und den Unterdruck hin¬ ter der anderen Stauwand wird im Backraum über dessen gesamte Hohe praktisch eine laminare, horizontal verlau¬ fende Strömung erreicht.
Um zu vermeiden, dass die auf der Zustromseite sich befindenden Backrohlinge schneller gebacken werden als diejenigen, die sich auf der Abstromseite befinden, wird die Stromungsrichtung des Luftkreislaufes perio¬ disch gewechselt. Dadurch wird ein gleichmassiges Backen
aller im Backraum sich befindenen Backrohlingen gewähr¬ leistet.
Dieser Umluft-Backschrank eignet sich sehr gut für Backgut, welches allseitig derselben Temperatur ausgesetzt werden muss. Nicht geeignet ist er hingegen für Backgut, welches mit unterschiedlicher Ober- und Unterhitze gebacken werden muss, da die Ober- und Unterhitze nicht regelbar sind.
Zum Backen von Backgut, welches eine unterschied- liehe Ober- und Unterhitze erfordert, werden sogenannte Einschiessbacköfen verwendet. Diese bestehen normaler¬ weise aus übereinander angeordneten Backöfen, die jeder für sich abgeschlossen sind, und welche jeweils nur eine Lage von Backblechen aufnehmen können. Bei diesen Öfen ist jeder einzeln bezüglich Ober- und Unterhitze regel¬ bar.
Diese Einschiessbacköfen weisen aber den Nachteil auf, dass die mit Backgut gefüllten Bleche einzeln in den jeweiligen Ofen eingeschoben werden müssen. Der Ar- beitsaufwand ist demgemäss gegenüber einem Backschrank, in welchen der mit Blechen und Backgut ausgerüstete Wa¬ gen eingefahren werden kann, viel grösser. Zudem sind diese übereinander angeordneten Einzelöfen in der An¬ schaffung wesentlich teurer als ein den gleichen Raum bietender Backschrank.
Die Aufgabe der Erfindung besteht nun darin, einen Umluft-Backschrank so zu gestalten, dass die Ober- und Unterhitze für jedes einzelne Backblech, welche übereinander auf dem Wagen, der in den Backschrank ein- schiebbar ist, jeweils entsprechend regulierbar ist.
Erfindungsgemäss erfolgt die Lösung dieser Aufga¬ be durch die in der Kennzeichnung des Anspruchs 1 ange¬ gebenen Merkmale.
Durch das wahlweise Einleiten und Wegführen der
Warmluft in den bzw. aus dem ersten Raum, der zwischen der Oberseite des Backblechs und der Unterseite des da¬ rüber angeordneten Zwischenbodens gebildet wird, und/oder in den bzw. aus dem zweiten Raum, der zwischen der Unterseite des Backblechs und des darunter angeord¬ neten Zwischenbodens gebildet wird, lässt sich die Ober- und Unterhitze je nach Bedarf regulieren.
In vorteilhafter Weise sind die Zwischenböden mit am Randbereich angebrachten stehenden Bolzen versehen, welche Bolzen auf Führungen zu stehen kommen, welche
Führungen entlang dem oberen Ende der winkeligen Profile verlaufen, die am Wagen zur Aufnahme der Backbleche an¬ gebracht sind. Dadurch werden einerseits die seitlichen Öffnungen gebildet, durch welche die Warmluft strömen kann, während andererseits die Zwischenböden problemlos aus dem Wagen entfernt werden können, wenn keine unter¬ schiedliche Ober- und Unterhitze erforderlich ist.
In vorteilhafter Weise sind die Luftdurchlässe in den Stauwänden als horizontal verlaufende Schlitze aus- gestaltet, wobei die Höhe eines Schlitzes etwa der Höhe einer der beiden Öffnungen des ersten oder des zweiten Raumes entspricht, so dass .die Schlitze parallel und gegenüberliegend zu den beiden Öffnungen, die ebenfalls schlitzförmig sind, zu liegen kommen. Eine Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, dass oberhalb und unterhalb jedes Schlitzes, die in der Stauwand angebracht sind, je ein verstellbares Leitblech angeordnet ist. In vorteilhafter Weise werden alle Leit¬ bleche gemeinsam über eine Steuerstange, die über einen Antrieb bewegbar ist, entsprechend eingestellt. Je nach Stellung der Leitbleche strömt die Luft durch den ersten Raum, was eine grosse Oberhitze zur Folge hat, durch den zweiten Raum, was einer grossen Unterhitze entspricht, oder durch beide Räume, so dass das zu backende Backgut
sowohl einer Ober- wie auch einer Unterhitze ausgesetzt ist.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung be¬ steht darin, dass die Schlitze in den Stauwänden und die Öffnungen am Wagen relativ zueinander verschoben werden können. Dies kann einerseits durch eine Niveauregelung des Wagens erfolgen, oder andererseits durch ein verti¬ kales Verschieben der beiden Stauwände. Vorteilhafte Ausgestaltungen dieser Verstellmöglichkeit ergeben sich aus den weiteren abhängigen Ansprüchen.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Er¬ findung besteht darin, dass jeweils zwei Schlitze, die in den beiden Stauwänden angeordnet sind, einen gegen¬ seitigen Abstand a voneinander aufweisen, während der Abstand der in den Wagen eingeschobenen Backbleche von¬ einander jeweils ein ganzzahliges Vielfaches des Masses a ist. Damit wird erreicht, dass sowohl Wagen mit klei¬ nem Blechabstand als auch Wagen mit grossem Blechabstand in den Backschrank eingeschoben werden können, wobei für beide Fälle die Ober- und Unterhitze regulierbar ist, da die Schlitze in den Stauwänden, die nicht auf der Höhe der Öffnungen des Wagens liegen, durch den vertikalen Schenkel des Profils, das am Wagen seitlich angebracht ist, abgedeckt werden. Ausführungsformen der Erfindung werden nachfol¬ gend anhand der beiliegenden Zeichnungen beispielhaft näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht im Schnitt guer zum Um¬ luft-Backschrank;
Fig. 2 einen Ausschnitt aus einer Seitenansicht auf den Wagen;
Fig. 3 einen Ausschnitt einer Ansicht auf eine
Stauwand mit angrenzendem Bereich des Wagens, mit einge¬ stellter maximaler Oberhitze;
Fig. 4 eine Ansicht eines Ausschnitts der Stau¬ wand gemäss Fig. 3 mit angrenzendem Bereich des Wagens, mit eingestellter maximaler Unterhitze;
Fig. 5 schematisch eine Darstellung der Verstell- barkeit der Leitbleche gemäss Fig. 3 und 4;
Fig. 6 eine Ansicht eines Ausschnittes einer Stauwand mit daran angrenzendem Bereich des Wagens, mit relativ zueinander verstellbarer Höhe, eingestellt für maximale Oberhitze;
Fig. 7 einen Ausschnitt einer Ansicht der Stau¬ wand mit angrenzendem Bereich des Wagens gemäss Fig. 6, eingestellt für maximale Unterhitze; Fig. 8 eine Seitenansicht des oberen Bereichs des
Backschranks im Schnitt längs zum Backschrank mit in der Höhe verstellbarer Stauwand;
Fig. 9 eine Schnittdarstellung entlang Linie IX-IX durch die Stauwand gemäss Fig. 8.
Der Umluft-Backschrank 1 gemäss Fig. 1 wird durch wärmeisolierte Seitenwände 2 gebildet, die allseitig ei¬ nen Raum 3 umschliessen. In bekannter Weise ist die nicht dargestellte Frontseite als Tür ausgebildet. Par¬ allel zu den wärmeisolierten Seitenwänden 2 ist je eine Stauwand 4 bzw. 5 angeordnet. Diese beiden Stauwände 4 und 5 sind von den entsprechenden Seitenwänden 2 beab- standet, so dass zwischen den Seitenwänden 2 und der entsprechenden Stauwand 4 bzw. 5 ein Luftkanal 6 bzw. 7 entsteht. Die beiden Stauwände 4 und 5 verlaufen von der Frontseite des Umluft-Backschranks 1 bis zu dessen Rück¬ seite.
Die beiden Stauwände 4 und 5 sind mit einer obe¬ ren Abdeckung 8 versehen, welche auf die beiden Stauwän-
de 4 und 5 aufgesetzt ist und die gleiche Länge auf¬ weist. Durch die beiden Stauwände 4 und 5 und die Ab¬ deckung 8 wird im Raum 3 der Backraum 9 gebildet.
Oberhalb der Abdeckung 8 sind im Raum 3 Ventila- toren 10 sowie ein Heizelement 11 eingebaut. Die Venti¬ latoren 10 sind über entsprechende Motoren 12 antreib¬ bar. In den Stauwänden 4 und 5 sind Luftdurchlässe in Form von Schlitzen 13 eingelassen, so dass beispielswei¬ se die Luft, angetrieben durch den in Fig. 1 linksseitig angeordneten Ventilator 10, entlang Pfeil 14 vom Heiz¬ element 11 in den Luftkanal 6 durch die Schlitze 13 der Stauwand 4 in den Backraum 9 geleitet wird, von wo das Abströmen der Luft über die Schlitze 13 der Stauwand 5 in den Luftkanal 7 und von da zurück zum Heizelement 11 erfolgt. Durch Ausschalten des in Fig. 1 linksseitig an¬ geordneten Ventilators 10 und das Einschalten des rechtsseitig angeordneten Ventilators 10 erfolgt eine Umkehrung der Strömungsrichtung des Luftkreislaufes. Eine derartige Umschaltung wird periodisch vorgenommen, damit im Backraum 9 eine gleichmässige Wärmeverteilung erfolgt.
In den Backraum 9 ist ein Wagen 15 einfahrbar, auf welchem übereinander angeordnete Backbleche 16 ein¬ geschoben sind. Auf den Backblechen 16 sind die Backroh- linge 17 angeordnet. Zur Aufnahme der Backbleche 16 im Wagen 15 sind an den Seiten horizontal verlaufende win¬ kelige Profile 18 befestigt. Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, weisen diese winkeligen Profile 18 einen horizonta¬ len Schenkel 19 auf, auf welchem die Backbleche 16 ein- geschoben werden können. Entlang den oberen Rändern der vertikalen Schenkel 20 der winkeligen Profile 18 ist je eine Führung 21 angeformt, in welche ein Zwischenboden 22 einschiebbar ist. Zwischen der Oberseite jedes Back¬ blechs 16 und der Unterseite des darüber angeordneten
Zwischenbodens 22 entsteht ein erster Raum 23. Zwischen jeder Unterseite des Backblechs 16 und der Oberseite des darunter angeordneten Zwischenbodens 22 entsteht ein zweiter Raum 24. Im randseitigen Bereich des Zwischen- bodens 22 ist der erste Raum 23 und der zweite Raum 24 mit einer Öffnung 25 bzw. 26 versehen, die auf die Höhe des dazugehörigen Schlitzes 13 der beiden Stauwände 4 und 5 zu liegen kommen.
In der Seitenansicht auf einen Ausschnitt einer Seite des Wagens 15 gemäss Fig. 2 sind die vertikalen Schenkel 20 des winkeligen Profils 18 ersichtlich. Die vertikalen Schenkel 20 dieser winkeligen Profile 18 bil¬ den die Seitenwand des Wagens 15. Diese Seitenwand ist nur durch die Öffnungen 25 und 26 durchbrochen, welche Öffnungen 25 und 26 den Einlass bzw. den Auslass für die Luft in den ersten Raum 23 und den zweiten Raum 24 bil¬ den. Zur Erreichung der Öffnung 25 ist der Zwischenboden 22 am Randbereich mit stehenden Bolzen 27 ausgerüstet, welche Bolzen 27 auf den Führungen 21 der winkligen Pro- file 18 abgestützt sind.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, entspricht die Höhe h der beiden Öffnungen 25 und 26, die schlitzförmig sind, etwa der Höhe H der Schlitze 13, die in den Stau¬ wänden 4 und 5 angeordnet sind. Um nun die Luft, die durch die Schlitze 13 der Stauwände 4 und 5 strömt, durch eine der beiden Öffnungen 25 oder 26 leiten zu können, sind die Lamellen 28, die die entsprechenden Stauwände 4 bzw. 5 bilden, an ihrem oberen und unteren Randbereich mit Leitblechen 29 ausgerüstet. In der Stel- lung der Leitbleche 29, wie sie in Fig. 3 dargestellt ist, wird die Luft, die durch die Schlitze 13 strömt, durch die Öffnungen 25 in den ersten Raum 23 geleitet, wie durch Pfeil 30 dargestellt ist. Auf der nicht darge¬ stellten, gegenüberliegenden Seite, die durch die Stau-
wand 5 gebildet wird, sind die entsprechenden Leitbleche symmetrisch gestellt, wodurch der Abfluss der Luft aus dem ersten Raum 23 durch die Leitbleche 29 in den Luft¬ kanal 7 erfolgt. In dieser Stellung der Leitbleche wird ■ also der erste Raum 23 mit Warmluft versehen, d.h. dass die Backrohlinge 17 einer Oberhitze ausgesetzt sind.
Durch Umstellen der Leitbleche 29 von der in Fig. 3 dargestellten Lage in die Lage, wie sie in Fig. 4 ge¬ zeigt ist, wird die Luft, die durch die Schlitze 13 der entsprechenden Stauwände 4 bzw. 5 strömt, durch die Öff¬ nung 26 in den zweiten Raum 24 geleitet, dargestellt durch Pfeil 31. Dies bedeutet, dass die Backrohlinge 17 einer Unterhitze ausgesetzt sind.
Zwischen den beiden Extremstellungen der Leitble- ehe 29, wie sie in Fig. 3 und Fig. 4 dargestellt sind, und mit welcher eine maximale Oberhitze bzw. eine maxi¬ male Unterhitze erreicht wird, können auch Zwischenstel¬ lungen eingestellt werden. Dies bedeutet, dass je nach Bedarf die Backrohlinge sowohl einer Oberhitze als auch einer Unterhitze ausgesetzt werden können.
Wie aus Fig. 5 ersichtlich ist, sind die Leitble¬ che 29 an ihren stirnseitigen Enden und je nach Bedarf verteilt über die Länge mit rechtwinklig zu den Leitblechen 29 angeordneten Laschen 31 versehen. Diese Laschen 31 sind um eine längs der entsprechenden Lamelle 28 verlaufende Längsachse 32 verschwenkbar. Je die endseitigen Laschen 31 der Leitbleche 29 sind mit einem Schwenkhebel 33 ausgerüstet. Die so in Reihe untereinander angeordneten Schwenkhebel 33 sind an eine Steuerstange 34 angelenkt, welche Steuerstange in nicht dargestellter aber bekannter Weise über einen Antrieb in Richtung des Doppelpfeils 35 bewegbar ist.
Das wahlweise Zu- und Abführen der Warmluft über die Schlitze 13 der beiden Stauwände 4 und 5 in die Öff-
nung 25 und/oder die Öffnung 26 kann auch dadurch erfol¬ gen, dass die in den Stauwänden 4 und 5 angebrachten Schlitze 13 und die Öffnungen 25 und 26 des Wagens 15 relativ zueinander verschoben werden können, wie aus den Fig. 6 und 7 ersichtlich ist. In der Lage gemäss Fig. 6 befinden sich die Schlitze 13 auf der Höhe der gegen¬ überliegenden Öffnungen 25. Dadurch wird die Luft, wel¬ che die Schlitze 13 der beiden Stauwände 4 und 5 durch¬ strömt, jeweils in den ersten Raum 23 durch die Öffnung 25 geleitet, wie durch Pfeil 36 angegeben ist. Dies be¬ deutet, dass die Backrohlinge 17, die sich auf den im Wagen 15 eingeschobenen Backblechen 16 befinden, einer Oberhitze ausgesetzt sind.
In Fig. 7 ist die Lage dargestellt, in welcher die Öffnungen 26 direkt den Schlitzen 13 der Stauwände 4 und 5 gegenüberliegend sind. Dies bedeutet, dass die Stauwände 4 und 5 und der Wagen 15 relativ zueinander in der Höhe verschoben wurden. Die Öffnungen 25 werden in dieser Lage im wesentlichen von den Lamellen 28 der bei- den Stauwände 4 und 5 abgedeckt. Die durch die Schlitze 13 strömende Luft gelangt somit in den zweiten Raum 24, wodurch die Backrohlinge 17 einer Unterhitze ausgesetzt sind. Die Luftströmung ist durch den Pfeil 37 darge¬ stellt.
In Fig. 6 und 7 sind jeweils die beiden Extrem- stellungen gezeigt, es können auch Zwischenstellungen eingestellt werden, wodurch die Luft sowohl durch die Öffnung 25 in den ersten Raum 23 als auch durch die Öff¬ nung 26 in den zweiten Raum 24 strömen kann. Hierbei werden die Backrohlinge 17 einer Ober- und Unterhitze ausgesetzt.
Die relative Verschiebung zwischen den Stauwänden 4 und 5 und dem Wagen 15 kann gemäss einer ersten Vari¬ ante, die in Fig. 1 dargestellt ist, ausgeführt werden.
Der in den Backraum 9 eingeschobene Wagen 15 wird an seinen oberen vier Ecken an je einem Element 38, bei¬ spielsweise einem Drahtseil, in nicht dargestellter aber bekannter Weise aufgehängt. Die Elemente 38 werden ver- tikal nach oben durch entsprechend in der Abdeckung und in der isolierten oberen Seitenwand angebrachten Öff¬ nungen aus dem Raum 6 geführt. Danach werden die Elemen¬ te 38 über Umlenkrollen 39 einer verschwenkbaren Welle 40 zugeführt, die am Umluft-Backschrank 1 gelagert ist. Dabei ist die Aufwickelrichtung aller Elemente 38 auf der Welle 40 gleich gerichtet. Die Welle 40 ist mit ei¬ nem Hebel 41 ausgerüstet, an welchem ein am Umluft-Back¬ schrank 1 angelenkter Linearantrieb 42 gelenkig befe¬ stigt ist. Durch Betätigen des Linearantriebs 42 wird die Welle 40 verschwenkt, alle entsprechend darauf befe¬ stigten Elemente 38 werden je nach Schwenkrichtung auf- oder abgewickelt, wodurch der Wagen 15 entsprechend an¬ gehoben oder abgesenkt wird. Durch entsprechendes Anhe¬ ben oder Absenken des Wagens kann, wie vorgängig be- schrieben wurde, die entsprechende Ober- bzw. Unterhitze reguliert werden.
Die zweite Variante zur relativen Verstellung zwischen den Schlitzen 13 der Stauwände 4 und 5 und dem Wagen 15 kann, wie in Fig. 8 dargestellt ist, durch ver- tikales Verschieben der beiden Stauwände 4 und 5 erfol¬ gen. Die Lamellen 28 sind je an ihren stirnseitigen En¬ den an einem Profil 43 und 44 befestigt, so dass zwi¬ schen den einzelnen Lamellen 28 ein Schlitz 13 entsteht. Die so gebildeten Stauwände 4 und 5 liegen mit ihren Profilen 43 und 44 in einer Vertikalführung 45 und 46, die im Umluft-Backschrank 1 befestigt sind. Jedes Profil 43 und 44 ist an seinem oberen Ende mit einem Element 47 verbunden, welches Element als Drahtseil ausgeführt wer¬ den kann. Jedes Element 47 ist durch ein vertikal ange-
ordnetes Rohr 48, welches die Abdeckung 8 und die obere Seitenwand des Umluft-Backschranks 1 durchdringt, aus dem Raum 3 geführt. Auf der oberen Seitenwand des Um¬ luft-Backschranks 1 ist für jedes Element 47 eine Um- lenkrolle 49 befestigt, über welche das Element 47 ge¬ führt ist. Alle Elemente 47 enden auf einer verdrehbaren Welle 50, mit welcher sie derart befestigt sind, dass die AufWickelrichtung gleich gerichtet ist. Die verdreh¬ bare Welle 50 ist auf dem Umluft-Backschrank 1 ortsfest gehalten. An der verdrehbaren Welle 50 ist ein Hebel 51 befestigt, an welchem das eine Ende eines Linearantriebs 52 angelenkt ist, dessen anderes Ende schwenkbar mit dem Umluft-Backschrank 1 verbunden ist. Durch betätigen des Linearantriebs 52 wird die verdrehbare Welle 50 ver- dreht, wodurch die daran befestigten Elemente 47 auf- oder abgewickelt werden, was zur Folge hat, dass die beiden Stauwände 4 und 5 angehoben bzw. abgesenkt wer¬ den. Dadurch lässt sich die Lage der Schlitze 13 bezüg¬ lich der Öffnungen 25 und 26 des Wagens einstellen. In der Schnittdarstellung gemäss Fig. 9 ist er¬ sichtlich, wie die Lamellen 28 an den Profilen 43 und 44, die als Vierkantprofile ausgebildet sind, befestigt sind, und wie diese beiden Vierkantprofile 43 und 44 in den Führungen 45 bzw. 46, die als U-Profile ausgeführt sind und entsprechend im Backschrank 1 befestigt sind, geführt werden.
Wie aus Fig. 8 ersichtlich ist, haben zwei hori¬ zontale Schlitze 13 der Stauwand 4 bzw. 5 einen gegen¬ seitigen Abstand a. Je nach Grosse der zu backenden Backrohlinge 17 ist beispielsweise ein Wagen 15 so aus¬ gerüstet, dass zwei Backbleche 16 den Abstand 2a haben, während bei einem zweiten Wagen der Abstand der Backble¬ che 3a und bei einem dritten Wagen der Abstand der Back¬ bleche 4a beträgt. Wie bereits erwähnt, werden die
Schlitze 13, die nicht auf der Höhe der Öffnungen 25 und 26 des Backwagens sind, durch den vertikalen Schenkel 20 der winkeligen Profile 18 abgedeckt. Bei der obengenann¬ ten Teilung der Abstände der Backbleche 16 können nun die Stauwände 4 und 5 so ausgestattet sein, dass von un¬ ten gesehen der erste Schlitz weggelassen werden kann, dass der zweite, dritte und vierte Schlitz angebracht sein müssen, dass der fünfte Schlitz wieder weggelassen werden kann, während der sechste Schlitz vorhanden sein muss. Danach beginnt diese Periode wieder von vorn.
Der Umluft-Backschrank 1 ist in nicht dargestell¬ ter, aber bekannter Weise mit einer Dampfregulierung ausgerüstet, mit welcher der Dampfgehalt der im Raum 3 sich befindenden Luft entsprechend reguliert werden kann.
Damit bei einer längeren Backzeit die Regulierung der Ober- bzw. der Unterhitze noch gewährleistet ist, können die Zwischenboden 22 mit einer wärmeisolierenden Schicht versehen sein.
