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Title:
FRAME ELEMENT, FRAME COMPRISING SUCH A FRAME ELEMENT, AND METHOD FOR ASSEMBLING THE FRAME
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/099837
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a frame element (12) comprising an elongated longitudinal frame element (14) and a coupling element (16a) which is releasably secured to the longitudinal frame element. The end of the coupling element (16a) can be hooked into a hole of the longitudinal frame element (14). In particular, the coupling element (16a) can be installed on the longitudinal frame element (14) by means of a sliding movement and/or a pivoting movement by an angle of less than 180°. The coupling element (16a) can be directly connected to an additional coupling element in a reversibly releasable manner. The coupling element (16a) is preferably designed in the form of a rosette-shaped part. The coupling element (16a) can be designed in the form of a single-piece sheet metal part, and the coupling element (16a) is preferably designed to be threadless.

Inventors:
KÜRTH, Jürgen (Haggenthaler Straße 63a, Weißenhorn, 89264, DE)
Application Number:
EP2017/080443
Publication Date:
June 07, 2018
Filing Date:
November 27, 2017
Export Citation:
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Assignee:
PERI GMBH (Rudolf-Diesel-Straße 19, Weißenhorn, 89264, DE)
International Classes:
E04G7/22; E04G7/32; E04G7/34; E04G7/30
Domestic Patent References:
WO1988002446A11988-04-07
WO1998044220A11998-10-08
Foreign References:
FR2764920A11998-12-24
EP2949833A12015-12-02
JP2012233382A2012-11-29
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
KOHLER SCHMID MÖBUS PATENTANWÄLTE PARTNERSCHAFTSGESELLSCHAFT MBB (Gropiusplatz 10, Stuttgart, 70563, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1 . Gerüstelement (12) für ein Gerüst (10), wobei das Gerüstelement (12) Folgendes aufweist:

a) Ein sich länglich erstreckendes Gerüstlängselement (14) mit

mehreren zueinander beabstandeten Löchern (22a-22e); b) ein In sich starres Koppelelement (16a-16d) mit einer im

Koppelelement (16a-16d) ausgebildeten Verbindungsstelle (26a- 26c) zur Ankopplung eines Gerüstanschlusselements (18) des Gerüsts (10);

dadurch gekennzeichnet, dass das Koppelelement (16a-16d) reversibel lösbar am Gerüstlängselement (14) angeordnet ist, indem das

Koppelelement (16a-16d) den Rand (36) zumindest eines Lochs (22a-22e) des Gerüstlängselements (14) hintergreift. 2. Gerüstelement nach Anspruch 1, bei dem das Koppelelement (16a-16d) plattenförmig und/oder einteilig ausgebildet ist. 3. Gerüstelement nach Anspruch 1 oder 2, bei dem zumindest ein Loch (22a- 22e) eine erste lichte Weite (Wl) aufweist, die ein teiiweises Einführen des Koppelelements (16a-16d) erlaubt und eine kleinere, zweite lichte

Weite (W2) aufweist, die ein Hintergreifen des Gerüstlängselements (14) durch das Koppelelement (16a-16d) erlaubt, sodass das

Koppelelement (16a-16d) ohne Verformung am Gerüstlängselement (14) montierbar ist. 4. Gerüstelement nach Anspruch 3, bei dem das Koppelelement (16a-16d) durch eine Schwenkbewegung, eine Schiebebewegung oder eine

Kombination aus Schwenk- und Schiebebewegung am

Gerüstlängselement (14) montierbar ist.

5. Gerüstelement nach Anspruch 3 oder 4, bei dem das zumindest eine Loch (22a-22e) einen Anschlag (38a, 38b) für das Koppeleiement (16a- 16d) aufweist, der einem Nutzer das Erreichen der zweiten lichten

Weite (W2) bei der Montage des Koppelelements ( 16a-16d) signalisiert.

6. Gerüstelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Gerüstlängselement (14) an seinem Außenumfang an einer ersten axialen Position ein erstes Lochpaar (46a-46c) aufweist, wobei die beiden

Löcher (22a-22e) des ersten Lochpaars (46a-46c) einander

gegenüberliegend im Gerüstlängselement (14) ausgebildet sind. 7. Gerüstelement nach Anspruch 6, bei dem das Gerüstlängselement (14) an seinem Außenumfang an einer zweiten axialen Position ein zweites

Lochpaar (46a-46c) aufweist, wobei die beiden Löcher (22a-22e) des zweiten Lochpaars (46a-46c) einander gegenüberliegend im

Gerüstlängselement (14) ausgebildet sind. 8. Gerüstelement nach Anspruch 7, bei dem das zweite Lochpaar (46a-46c) um 90°±20° um die mittige Längsachse (42) des

Gerüstlängselements (14) versetzt zum ersten Lochpaar (46a-46c) ausgebildet ist. 9. Gerüstelement nach einem der Ansprüche 7 oder 8, bei dem das axiale Zentrum des zweiten Lochpaars (46a-46c) um A2=62,5 mm ±20 mm axial versetzt zum axialen Zentrum des ersten Lochpaars (46a-46c) ausgebildet ist. 10. Gerüstelement nach einem der Ansprüche 7 bis 9, bei dem das

Gerüstlängselement (14) an einer dritten axialen Position ein drittes Lochpaar (46a-46c) aufweist, wobei das dritte Lochpaar (46a-46c) um 0°±20° um die mittige Längsachse (42) des Gerüstlängselements (14) versetzt zum ersten Lochpaar (46a-46c) ausgebildet ist.

11. Gerüstelement nach einem der Ansprüche 7 bis 10, bei dem das axiale Zentrum des dritten Lochpaars (46a-46c) gleich weit ±20 mm zum axialen Zentrum des zweiten Lochpaars (46a-46c) beabstandet ist wie das axiale Zentrum des zweiten Lochpaars (46a-46c) zum axialen Zentrum des ersten Lochpaars (46a-46c). 12. Gerüstelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Gerüstlängselement (14) in Form eines im montierten Zustand vertikalen Gerüstrohrs ausgebildet ist. 13. Gerüstelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Gerüstelement (14) ein in sich starres weiteres Koppelelement ( 16a') mit einer im weiteren Koppelelement (16a') ausgebildeten

Verbindungsstelle (26a-26c) zur Ankopplung eines

Gerüstanschlusselements (18) aufweist, wobei das weitere

Koppelelement ( 16a') abschnittsweise formschlüssig und reversibel lösbar mit dem Koppelelement (16a-16d) verbunden ist.

14. Gerüst ( 10) mit einem Gerüstelement ( 12) nach einem der

vorhergehenden Ansprüche und einem Gerüstanschlusselement ( 18), wobei das Gerüstanschlusselement (18) teilweise mit der

Verbindungsstelle (26a-26c) des Koppelelements (16a-16c) verbunden ist.

15. Gerüst nach Anspruch 14, bei dem das Gerüstanschlusseiement ( 18) ein Gerüstanschlusselement-Loch aufweist, wobei ein

Gerüstanschlusselement-Koppelelement reversibel lösbar am

Gerüstanschlusselement ( 18) angeordnet ist, indem das

Gerüstanschlusselement-Koppelelement den Rand des

Gerüstanschlusselement-Lochs hintergreift.

16. Verfahren zur Montage des Gerüsts (10) nach Anspruch 14 oder 15 mit den Verfahrensschritten:

A) Teilweises Einführen des Koppelelements (16a-16c) in ein erstes Loch (22a-22e) des Gerüstlängselements (14);

B) Bewegen des Koppelelements (16a-16c) relativ zum

Gerüstlängselement (14), sodass das Koppelelement (16a-16c) das Gerüstlängselement (14) im Bereich des ersten Lochs (22a-22e) hintergreift.

Description:
Gerüstelcment, Gertist mit einem wichen Gerüstelement und Verfahren zur Montage des Gerüsts

Die Erfindung betrifft ein Gerüstelement gemäß dem Oberbegriff des

Patentanspruchs 1, ein Gerüst gemäß Patentanspruch 14 mit einem solchen Gerüstelement sowie ein Verfahren gemäß Patentanspruch 16 zum Aufbau eines solchen Gerüsts.

Es ist allgemein bekannt, ein Gerüst mit einem Gerüstelement vorzusehen, wobei das Gerüstelement ein Gerüstlängselement - in der Regel in Form eines vertikalen Gerüststiels - und ein in sich starres Koppelelement - in der Regel in Form einer Rosette - aufweist. Das Koppelelement ist dabei fest am

Gerüstlängselement angeordnet. Nachteilig an dem bekannten Gerüstelement ist, dass es ein hohes Gewicht aufweist sowie aufwändig und teuer herzustellen ist. Alternativ hierzu ist es bekannt, einfach ausgebildete Gerüstiängselemente mit Halbkupplungen zu verbinden. Hierdurch entstehen jedoch vielmals unfallträchtige Konstruktionen mit in das Gerüst ragenden Teilen. Weiterhin sind solche Gerüste aufgrund der großen Anzahl ihrer Schraubverbindungen sehr aufwändig im Auf- und Abbau.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Gerüstelement bereit zu stellen, das ein deutlich geringeres Gewicht aufweist und dabei insbesondere auch einfacher und kostengünstiger fertigbar Ist. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es weiterhin, ein Gerüst mit einem solchen Gerüstelement sowie ein Verfahren zur Montage eines solchen Gerüsts bereit zu stellen.

Diese Aufgabe wird durch ein Gerüstelement gemäß Patentanspruch 1, ein Gerüst gemäß Patentanspruch 14 und ein Verfahren zur Montage eines Gerüsts nach Patentanspruch 16 gelöst. Die Unteransprüche geben bevorzugte

Weiterbildungen wieder.

Die erfindungsgemäße Aufgabe wird somit gelöst durch ein Gerüstelement für ein Gerüst, wobei das Gerüstelement ein Gerüstlängselement und ein am

Gerüstlängselement angeordnetes Koppelelement aufweist. Das Koppelelement ist dabei reversibel lösbar an einem Loch des Gerüstlängselements angeordnet, indem es das Gerüstlängselement im Bereich des Lochs abschnittsweise hintergreift. Das Koppelelement ist in sich unbeweglich ausgebildet, weist also selbst kein Scharnier oder dergleichen auf. Im Koppelelement ist eine

Verbindungsstelle, insbesondere in Form einer Durchgangsausnehmung, ausgebildet, um eine Anschlussmöglichkeit für ein Gerüstanschlusselement, insbesondere in Form eines Gerüstriegels, zu schaffen. Das Gerüstlängselement weist mehrere Löcher auf, um mehrere Koppelelemente des Gerüstelements am Gerüstlängselement anordnen zu können und/oder das Koppelelement an verschiedenen Positionen am Gerüstlängselement anordnen zu können. - -

Das Gerüstlängselement weist daher von sich aus kein fest am

Gerüstlängselement angeordnetes Koppelelement oder nur wenige fest am Gerüstlängselement angeordnete Koppelelemente auf, sodass das

Gerüstlängselement besonders leicht ausgebildet äst. Das Gerüstlängselement ist dadurch besonders einfach transportierbar. Beim Aufbau des Gerüsts kommen nur die benötigten Koppelelemente zum Einsatz. Weiterhin vermindern die Löcher im Gerüstlängselement dessen Gewicht. Da das Gerüstlängselement im Wesentlichen als ein Rohr mit mehreren Löchern ausgebildet ist, kann das Gerüstelement einfach und kosteneffektiv gefertigt werden.

Das Gerüstlängselement kann abschnittsweise verdickt ausgebildet sein, um die statische Schwächung durch die Löcher auszugleichen.

Die Fertigung des Gerüstelements wird weiter erleichtert, wenn das

Koppelelement plattenförmig und/oder einteilig ausgebildet ist. Das

Koppelelement kann eben, d. h. im Wesentlichen flach, ausgebildet sein.

Vorzugsweise ist das Koppelelement in Form eines Blechteils ausgebildet.

Vorzugsweise sind das Koppelelement und/oder das Gerüstlängselement in Form eines Metallteils ausgebildet.

In besonders bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist das Koppelelement in Form eines Rosettenteils, d. h. einem Teil einer üblichen Rosette, ausgebildet. Unter einer Rosette wird dabei ein scheibenförmiges Bauteil mit zumindest zwei Verbindungsstellen zum Anschluss zumindest eines Gerüstanschlusselements verstanden. Das Koppelelement ist dabei vorzugsweise in Form einer Halbrosette oder einer Viertelrosette ausgebildet.

Das Koppelelement kann in zumindest einem Loch einen Halsabschnitt

aufweisen, an dem zwei Vorsprünge des Koppelelements ausgebildet sind, die sich vom Halsabschnitt aus aufspreizen und die das Gerüstlängselement hintergreifen. Das Loch kann mehrere verschiedene, miteinander verbundene Bereiche aufweisen. Alternativ oder zusätzlich dazu kann das Loch eine erste lichte Weite aufweisen, die ein teilweises Einführen des Koppelelements erlaubt und eine kleinere, zweite lichte Weite aufweisen, die ein Hintergreifen des

Gerüstlängselements durch das Koppelelement erlaubt.

Das Koppelelement kann am Gerüstlängselement verrastbar sein. Vorzugsweise ist das Koppelelement dabei ohne Deformation des Gerüstlängselements und/oder des Koppelelements am Gerüstlängselement montierbar.

Das Koppelelement kann durch eine Schiebebewegung, d. h. durch eine transiatorische Bewegung, und/oder durch eine Schwenkbewegung am

Gerüstlängselement montierbar sein. Die Schwenkbewegung kann dabei vorzugsweise um die mittige Längsachse des Koppelelements erfolgen. Die Schwenkbewegung ermöglicht insbesondere die Anordnung des Koppelelements in der Art eines Bajonettanschlusses.

Das Koppelelement ist insbesondere werkzeugfrei am Gerüstlängselement installierbar. Besonders bevorzugt ist das Koppelelement schraubfrei am

Gerüstlängselement befestig bar, sodass das Koppelelement besonders zeitsparend am Gerüstlängselement montierbar ist. In diesem Fall weisen weder das Koppelelement noch das Gerüstlängselement zur Anbindung des

Koppelelements am Gerüstlängselement ein Gewinde auf.

In weiter bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung weist zumindest ein Loch einen Anschlag für das Koppelelement auf, der einem Nutzer das Erreichen der zweiten lichten Weite bei der Montage des Koppelelements signalisiert.

Die Verbindungsstelle in Form einer Durchgangsausnehmung des

Koppelelements zur Anbindung des Gerüstanschlusselements kann vollständig durch das Koppelelement begrenzt sein. Alternativ dazu kann die

Durchgangsausnehmung durch das Koppelelement und das Gerüstlängselement begrenzt sein. Das Koppelelement kann eine beliebige Verbindungsstelle aufweisen, die mit einer beliebigen - zum Loch des Gerüstlängselements passenden - Anbindung des Koppelelements an das Gerüstiängselement kombinierbar ist.

Mehrere Löcher können in axialer Richtung, bezogen auf die axiale Mitte der Löcher, gleich weit in einem Abstand AI zueinander beabstandet sein. Die effektive Länge L des Gerüstlängselements kann ein Mehrfaches dieses

Abstandes AI (L = n*Al; mit n als natürlicher Zahl) betragen, sodass das Gerüst durch die Löcher ein Raster gleichmäßig beabstandeter Kopplungsmöglichkeiten aufweist. Die effektive Länge L des Gerüstlängselements bezeichnet dabei die axiale Länge des Gerüstelements ohne einen eventuellen Anschlusszapfen, der im montierten Zustand in einem weiteren Gerüstiängselement aufgenommen Ist.

Bevorzugt sind mehrere Löcher gleich ausgebildet, wodurch die Fertigung des Gerüstiängselements und die Montage des Gerüstelements erleichtert wird.

Insbesondere sind alle Löcher zur Ankopplung eines Koppelelements gleich ausgebildet.

Das Gerüstiängselement kann Löcher aufweisen, die ein erstes Lochpaar bilden. Die Löcher des ersten Lochpaars sind vorzugsweise gleich ausgebildet, d. h. die Löcher des ersten Lochpaars weisen dieselbe Form auf. Weiter bevorzugt befinden sich die Löcher axial an derselben Stelle, nämlich der ersten axialen Position, des Gerüstlängselements.

Vorzugsweise weist das Gerüstiängselement an der ersten axialen Position ausschließlich die beiden Löcher des ersten Lochpaars und kein weiteres Loch auf.

Das Gerüstiängselement kann an seinem Außenumfang an einer zweiten axialen Position ein zweites Lochpaar aufweist, wobei die beiden Löcher des zweiten Lochpaars im Gerüstiängselement ausgebildet sind. Die Löcher des zweiten Lochpaars sind vorzugsweise gleich ausgebildet. Weiter bevorzugt sind die Löcher des zweiten Lochpaars und die Löcher des ersten Lochpaars gleich ausgebildet.

Vorzugsweise weist das Gerüstlängselement an der zweiten axialen Position ausschließlich die beiden Löcher des zweiten Lochpaars und kein weiteres Loch auf.

Das zweite Loch paar kann, insbesondere um 90°±20°, um die mittige

Längsachse des Gerüstlängselements versetzt zum ersten Lochpaar ausgebildet sein. Hierdurch wird die statische Schwächung des Gerüstlängselements signifikant verringert.

Das axiale Zentrum des zweiten Lochpaars kann um A2=500 mm/4 ±20 mm = 120 mm ±20 mm oder A2=500 mm/8 ±20 mm = 62,5 mm ±20 mm axial versetzt zum axialen Zentrum des ersten Lochpaars ausgebildet sein. Hierdurch ergibt sich ein ideales Rastermaß für typische effektive Längen von

Gerüstlängselementen. Das axiale Zentrum des Lochpaars bezeichnet dabei die Position des Lochpaarzentrums in axialer Richtung des Gerüstlängselements.

Das Gerüstlängselement kann an einer dritten axialen Position ein drittes Lochpaar aufweisen, wobei das dritte Lochpaar im Wesentlichen un versetzt bezüglich der mittigen Längsachse des Gerüstlängselements zum ersten

Lochpaar ausgebildet ist.

Vorzugsweise weist das Gerüstlängselement an der dritten axialen Position ausschließlich die beiden Löcher des dritten Lochpaars und kein weiteres Loch auf.

Das axiale Zentrum des dritten Lochpaars ist bevorzugt im Wesentlichen gleich weit zum axialen Zentrum des zweiten Lochpaars beabstandet wie das axiale Zentrum des zweiten Lochpaars zum axialen Zentrum des ersten Lochpaars. Hierdurch wird ein sehr gleichmäßiges Raster für Anschlussmöglichkeiten im Gerüstlängselement geschaffen. - -

Eines oder mehrere Löcher können mit einer Markierung versehen sein, um an mehreren Gerüstlängselementen auf schnelle und sichere Art und Weise an den Löchern gleicher axialer Position Koppelelemente anbringen zu können.

Das Gerüstlängselement kann in Form eines, insbesondere im montierten Zustand horizontalen, Gerüstriegels ausgebildet sein. Vorzugsweise ist das Gerüstlängselement in Form eines, insbesondere im montierten Zustand vertikalen, Gerüstrohrs ausgebildet. Das Gerüstrohr weist dabei bevorzugt zu mehr als 50% des gesamten Gerüstlängselements einen runden, insbesondere kreisringförmigen, Querschnitt auf. Das Gerüstlängselement ist in diesem Fall besonders leicht und darüber hinaus einfach zu fertigen.

Das Gerüstlängselement kann mit oder ohne Zapfen zur Anbindung eines weiteren Gerüstlängselements des Gerüsts ausgebildet sein.

Das Gerüstelement kann ein in sich starres weiteres Koppelelement mit einer im weiteren Koppelelement ausgebildeten Verbindungsstelle, insbesondere in Form einer Durchgangsausnehmung, zur Ankopplung eines Gerüstanschlusselements aufweisen, wobei das weitere Koppelelement abschnittsweise formschlüssig und reversibel lösbar mit dem Koppelelement verbunden ist.

Der Formschluss zwischen dem Koppelelement und dem weiteren Koppelelement kann durch eine Schwalbenschwanzverbindung erfolgen.

Vorzugsweise sind das Koppeielement und das weitere Koppelelement an derselben axialen Position des Gerüstlängselements angeordnet.

Die Kombination aus Koppelelement und weiterem Koppelelement kann eine das Gerüstlängselement radial umgreifende Anschlussmöglichkeit, insbesondere in Form einer Rosette, schaffen. Die erfindungsgemäße Aufgabe wird weiterhin gelöst durch ein Gerüst mit einem hier beschriebenen Gerüstelement und einem Gerüstanschlusselement, wobei das Gerüstanschlusselement teilweise mit der Verbindungsstelle des

Koppelements verbunden, insbesondere in die Verbindungsstelle in Form einer Durchgangsausnehmung des Koppelelements eingeführt, ist.

Das Gerüstanschlusselement kann in Form eines Gerüsthalters zur

Fassadenanbindung, in Form eines Geländerhalters oder einer Halbkupplung ausgebildet sein. Vorzugsweise ist das Gerüstanschlusselement in Form eines Gerüstriegels, insbesondere zur im montierten Zustand horizontalen Verbindung zweier vertikaler Gerüststiele, ausgebildet.

Das Gerüstanschlusseiement kann ein Gerüstanschlusselement-Loch aufweisen, mittels dem ein Gerüstanschlusselement-Koppelelement reversibel lösbar am Gerüstanschlusselement befestigt ist. Das Gerüstanschlusselement-Loch kann dabei wie ein hier beschriebenes Loch des Gerüstlängselements ausgebildet sein. Das Gerüstanschlusselement-Koppelelement kann wie ein hier beschriebenes Koppeielement ausgebildet sein. Vorzugsweise weist das Gerüstanschlusselement mehrere Gerüstanschlusselement-Löcher auf. Die Gerüstanschlusselement- Löcher können in Form hier beschriebener Lochpaare ausgebildet sein.

Das Gerüstanschlusselement kann über das Koppelelement zum horizontalen Anbau an das Gerüstlängselement ausgebildet sein. Alternativ oder zusätzlich dazu kann das Gerüstanschlusselement zum schrägen Anbau ausgebildet sein.

Das Gerüst kann mehrere hier beschriebene miteinander verbundene,

insbesondere reversibel lösbar miteinander verbundene, Gerüstlängselemente aufweisen.

Die erfindungsgemäße Aufgabe wird weiterhin gelöst durch ein Verfahren zur Montage eines hier beschriebenen Gerüsts. Das Verfahren umfasst die

Verfahrensschritte: A) Teilweises Einführen des Koppelelements in ein erstes Loch des

Gerüstlängselements;

B) Bewegen des Koppelelements, sodass das Koppelelement das

Gerüstlängselement im Bereich des ersten Lochs hintergreift.

Vor, nach und/oder zwischen den Verfahrensschritten A) und B) kann ein weiterer Verfahrensschritt oder können weitere Verfahrensschritte durchgeführt werden. Das Verfahren kann das Zusammenfügen, insbesondere das

Zusammenstecken, mehrerer Gerüstlängselemente umfassen. Alternativ oder zusätzlich dazu kann das Verfahren das Montieren eines

Gerüstanschlusselements an der Verbindungsstelle, insbesondere an einer Verbindungsstelle in Form einer Durchgangsausnehmung, des Koppelelements umfassen.

Das Verfahren erfolgt vorzugsweise ohne die Vornahme einer Schraubbewegung zur Installation des Koppelelements am Gerüstlängselement. Beim Bewegen des Koppelelements wird vorzugsweise eine maximale Schwenkbewegung von höchstens 360°, insbesondere von höchstens 180°, durchgeführt. Bevorzugt ist das Verfahren werkzeugfrei durchführbar.

Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zum Abbau eines hier

beschriebenen Gerüsts, bei dem zumindest die Verfahrensschritte A) und B) in umgekehrter Reihenfolge durchgeführt werden.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der

nachfolgenden detaillierten Beschreibung mehrerer Ausführungsbeispiele der Erfindung, aus den Patentansprüchen sowie anhand der Figuren der Zeichnung, die erfindungswesentliche Einzelheiten zeigt. Die verschiedenen Merkmale können je einzeln für sich oder zu mehreren in beliebiger Kombination bei Varianten der Erfindung verwirklicht sein. Die in der Zeichnung gezeigten Merkmale sind derart dargestellt, dass die erfindungsgemäßen Besonderheiten deutlich sichtbar gemacht werden können. eine isometrische Ansicht eines Teils eines Gerüsts mit einem Gerüstelement, das ein Gerüstlängselement und ein daran befestigtes Koppelelement aufweist, wobei am Koppelelement ein Gerüstanschlusselement befestigt Ist; eine Schnittansicht des Gerüsts gemäß Fig. la im Bereich des Koppelelements; eine vergrößerte Seitenansicht eines Teils des Gerüsts gemäß Fig. la; eine Draufsicht auf das Gerüst gemäß Fig. la; eine isometrische Ansicht eines Gerüstelements mit einem

Gerüstlängselement und einem Koppelelement; eine Seitenansicht auf das Gerüstlängselement gemäß Flg. 2a; eine isometrische Ansicht eines Gerüstelements; eine Seitenansicht des Gerüstelements gemäß Fig. 3a; eine isometrische Ansicht eines Koppelelements; eine Draufsicht auf ein Koppelelement; eine isometrische Ansicht eines Gerüstelements mit einem

Gerüstlängselement und zwei unmittelbar miteinander verbundenen Koppelelementen; Fig. 6b eine isometrische Ansicht des Gerüstlängselements gemäß Fig. 6a in Alleinstellung;

Fig. 6c eine Draufsicht auf das Gerüstelement gemäß Fig. 6a;

Fig. 7a eine schematische Seitenansicht eines Lochs eines

Gerüstlängselements;

Fig. 7b eine schematische Seitenansicht des Lochs gemäß Fig. 7a mit einem teilweise eingeführten Koppeielement;

Fig. 7c eine schematische Seitenansicht des Lochs gemäß Fig. 7b mit

verriegeltem Koppelelement;

Flg. 8a eine schematische Seitenansicht eines Lochs eines

Gerüstlängselements;

Fig. 8b eine schematische Seitenansicht des Lochs gemäß Fig. 8a mit einem teilweise eingeführten Koppelelement;

Fig. 8c eine schematische Seitenansicht des Lochs gemäß Fig. 8b mit

verriegeltem Koppelelement;

Fig. 9a eine schematische Seitenansicht eines Gerüstelements;

Fig. 9b eine schematische Draufsicht auf das Gerüstelement gemäß Fig. 9a.

Fig. la zeigt einen Teil eines Gerüsts 10 mit einem Gerüstelement 12. Das Gerüstelement 12 weist ein Gerüstlängselement 14 und ein Koppelelement 16a auf. Das Gerüst 10 weist weiterhin ein Gerüstanschlusselement 18 auf. Das Koppelelement 16a ist am Gerüstlängselement 14 befestigt. Das

Gerüstanschlusselement 18 ist am Koppelelement 16a befestigt. Das Gerüstlängselement 14 ist in Form eines, insbesondere vertikalen,

Gerüststiels ausgebildet. Das Gerüstlängselement 14 ist dabei im vorliegenden Fall in Form eines Rohrs mit kreisringförmigem Querschnitt ausgebildet. Das Rohr weist vorzugsweise einen Außendurchmesser von 48,3 mm ±2 mm und/oder eine Wandstärke von 3,2 mm ±1 mm oder eine Wandstärke

von 2,7 mm± l mm oder unterschiedliche Wandstärken auf.

Das Gerüstanschlusselement 18 ist in Form eines Gerüstriegels, insbesondere zur Verbindung des Gerüstelements 12 mit einem weiteren, vorzugsweise gleichen, Gerüstelement (nicht gezeigt), ausgebildet.

Fig. lb zeigt eine geschnittene Draufsicht auf das Gerüst 10. Aus einer

Zusammenschau der Fign. la und lb ist ersichtlich, dass das Koppelelement 16a eben ausgebildet ist. Das Koppelelement 16a ist hufeisenförmig ausgebildet. Das Koppelelement 16a weist im Bereich seiner beiden freien Enden jeweils einen Vorsprung 20a, 20b auf, die das Gerüstlängselement 16a im Bereich eines Lochs 22a des Gerüstlängselements 14 hintergreifen. Hierdurch wird das

Koppelelement 16a formschlüssig am Gerüstlängselement 14 befestigt. Die Befestigung des Gerüstanschlusselements 18 am Koppelelement 16a erfolgt wiederum durch das zumindest teilweise Einführen eines

Anschlussvorsprungs 24 in eine Verbindungsstelle 26a in Form einer

Durchgangsausnehmung des Koppelelements 16a. Die Vorsprünge 20a, 20b sind kreisabschnittförmig ausgebildet, wobei der Außenradius r der im Inneren des Gerüstlängselements 14 anliegenden Vorsprünge 20a, 20b des

Koppelelements 16a dem Innenradius R des Gerüstlängselements 14 in diesem Bereich ±5 mm entspricht.

Fig. lc zeigt einen Teil des Gerüsts 10. In Fig. lc ist der Anschlussvorsprung 24 in einer Seitenansicht verdeutlicht. Das Gerüstanschlusselement 18 liegt mit einem ersten Anpressbereich 28a am Gerüstiängselement 14 an. Weiterhin liegt das Gerüstanschlusselement 18 mit seiner, insbesondere horizontalen, Stirnseite an dem Gerüstlängselement 14 mit einem zweiten Anpressbereich 28b an. Eine - -

Gewichtsbelastung des Gerüstanschlusselements 18 führt zu einer Zugbelastung des Koppelelements 16a von dem Gerüstlängselement 14 weg.

Das Gerüstanschlusselement 18 weist weiterhin einen verschiebbaren Keil 30 auf. Der Keil 30 rutscht beim Einsetzen des Anschlussvorsprungs 24 in die Verbindungsstelle 26a (siehe Fig. lb) automatisch in die Verbindungsstelle 26a (siehe Fig. lb) und verhindert dadurch ein versehentliches Bewegen des

Anschlussvorsprungs 24 aus der Verbindungsstelle 26a (siehe Fig. lb), beispielsweise im Fall eines Windstoßes. Der Keil 30 sichert indirekt somit zusätzlich auch das Koppelelement 16a am Gerüstlängseiement 14. Der Keil 30 kann, insbesondere mit einem Hammer (nicht gezeigt), weiter eingeschlagen werden, um das Koppelelement 16a zu verspannen und zusätzlich zum

Formschluss einen Kraftschluss zu erreichen.

Fig. ld zeigt eine Draufsicht auf das Gerüst 10. Aus Fig. ld (vgl. auch Fig. la) ist ersichtlich, dass die Stirnseite des Gerüstanschlusselements 18

abschnittsweise am Gerüstlängselement 14 anliegt, wobei sich die Kontur der Stirnseite, hier im zweiten Anpressbereich 28b, teilweise an die Außenkontur des Gerüstlängselements 14 anpasst. Im vorliegenden Fall weist das

Gerüstanschlusselement 18 eine runde Ausnehmung auf, die sich an die runde Außenkontur des Gerüstlängselements 14 anschmiegt. Hierdurch wird im montierten Zustand des Gerüstanschlusselements 18 ein Verschwenken des Gerüstanschlusselements 18 um die Längsachse 32 des

Gerüstanschlusselements 18 verhindert. Weiterhin wird eine verbesserte

Kraftübertragung erzielt.

Fig. 2a zeigt ein Gerüstelement 12 mit einem Gerüstlängselement 14 und einem Koppelelement 16a. Aus Fig. 2a ist ersichtlich, dass im Fall dieser

Ausführungsform des Gerüstelements 12 das Koppelelement 16a in zwei

Löchern 22a, 22b befestigt ist.

Fig. 2b zeigt das Gerüstlängselement 14 gemäß Fig. 2a, wobei Fig. 2b

verdeutlicht, dass die beiden Löcher 22a, 22b zur teilweisen Aufnahme des Koppelelements 16a (siehe Fig. 2a) zumindest abschnittsweise, insbesondere vollständig, winkelförmig ausgebildet sind. Wie anhand des Lochs 22a

verdeutlicht ist, weisen die Löcher 22a, 22b jeweils eine erste lichte Weite Wl, die ein teilweises Einführen des Koppelelements 16a (siehe Fig. 2a) erlaubt, und eine zweite lichte Weite W2 auf, in der das Koppelelement 16a (siehe Fig. 2a) am Gerüstlängselement 14 gegen Herausziehen gesichert ist. Der Abschnitt der Löcher 22a, 22b mit der gegenüber dem Abschnitt mit der lichten Weite Wl kleineren lichten Weite W2 befindet sich vorzugsweise im montierten Zustand des Gerüstlängselements 14 unterhalb des Abschnitts mit der lichten Weite Wl, sodass das Koppelelement 16a bereits aufgrund seines Gewichts am

Gerüstlängselement 14 verhakt bleibt.

Fig. 3a zeigt ein Gerüstelement 12 mit einem Gerüstlängselement 14 und einem daran befestigten Koppelelement 16a. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel kann das Koppelelement 16a durch ein Verschwenken des Koppelelements 16a um dessen mittige Längsachse 34 befestigt werden. Die mittige Längsachse 34 erstreckt sich dabei In Längsrichtung des Koppelelements 16a und mittig bezüglich der Dicke und der Breite des Koppelelements 16a.

Fig. 3b zeigt eine Seitenansicht des Gerüstelements 12. Aus Fig. 3b ist ersichtlich, dass das Koppeleiement 16a vorzugsweise um einen Winkel α

von 90°±30° um die mittige Längsachse 34 des Koppelelements 16a

verschwenkbar ist, um in die in Fig. 3b dargestellte verriegelte Position zu gelangen, in der das Koppelelement 16a abschnittsweise einen Rand 36 des Lochs 22a hintergreift. Das Loch 22a weist dabei einen Anschlag 38a auf, der einem Nutzer das Erreichen der verriegelten Position des Koppelelements 16a signalisiert.

Fig. 4a zeigt eine weitere Ausführungsform eines Koppelelements 16a. Das Koppelelement 16a ist axialsymmetrisch zu seiner mittigen Längsachse 34 ausgebildet. Das Koppelelement 16a ist in Form einer Viertelrosette ausgebildet. Fig. 5a zeigt eine weitere Ausführungsform eines Koppelelements 16a. Das Koppeleiement 16a weist einen Halsabschnitt 40 auf, von dem aus sich

Vorsprünge 20a, 20b erstrecken. Die Vorsprünge 20a, 20b sind

kreisabschnittförmlg ausgebildet. Das Koppelelement 16a kann auf

unterschiedlichste Art und Weise mittels einer Hakverbindung an einem

Gerüstlängselement 14 (siehe beispielsweise Fign. 2a und 3a) angeordnet werden.

Fig. 6a zeigt einen Teil eines Gerüstelements 12 mit einem

Gerüstlängselement 14, einem Koppelement 16a und einem weiteren

Koppelelement 16a\ Das Koppelelement 16a und das weitere

Koppelelement 16a" sind jeweils in Form einer Halbrosette ausgebildet. Das Koppelelement 16a und das weitere Koppelement 16a ( befinden sich an derselben axialen Position des Gerüstlängselements 14, d. h. auf der gleichen Höhe bezüglich der mittigen Längsachse 42 des Gerüstlängselements 14. Die mittige Längsachse 42 erstreckt sich dabei entlang der Längsrichtung des Gerüstlängselements 14 und radial mittig zum Gerüstlängselement 14. Durch die Anordnung des Koppelelements 16a und des weiteren Koppelelements 16a' an derselben axialen Stelle kann das Koppelelement 16a zusammen mit dem weiteren Koppelelement 16a v eine das Gerüstlängselement 14 radial vollständig umfassende Rosette ausbilden.

Fig. 6b zeigt das Gerüstlängselement 14 gemäß Flg. 6a. Gemäß Flg . 6b weist das Gerüstiängselement 14 an einer axialen Position zwei Löcher 22a, 22b auf. Die Löcher 22a, 22b sind an dieser axialen Position gleich ausgebildet. Die Löcher 22a, 22b sind jeweils schlüssellochförmig ausgebildet und weisen einen Abschnitt mit einer ersten lichten Weite Wl und einen Abschnitt mit einer kleineren lichten Weite W2 auf.

Fig. 6c zeigt das Gerüstelement 12 gemäß Fig. 6a in einer Draufsicht, wobei aus Fig. 6c das Hintergreifen des Gerüstlängselements 14 durch die

Koppelelemente 16a, 16a v ersichtlich ist. Beide Koppelelemente 16a, 16a" sind gleich ausgebildet, wodurch die Montage des Gerüstelements 12 erleichtert wird. Die beiden Koppelelemente 16a, 16a' sind formschlüssig, insbesondere durch Schwalbenschwanzverbindungen 44a, 44b, reversibel lösbar miteinander verbindbar.

Beide Koppelelemente 16a, 16a' weisen mehrere Verbindungsstellen, hier in Form von Durchgangsausnehmungen, auf, von denen aus Gründen der

Übersichtlichkeit in Fig. 6c nur die Verbindungsstellen 26a, 26b, 26c des

Koppelelements 16a mit einem Bezugszeichen versehen sind. Die

Verbindungsstellen 26a, 26b sind dabei sowohl durch das Koppeleiement 16a als auch das Gerüstlängselement 14 lateral begrenzt, wohingegen die

Verbindungsstelle 26c ausschließlich durch das Koppelelement 16a lateral begrenzt ist.

Fig. 7a zeigt schematisch ein Loch 22a. Das Loch 22a weist eine sanduhrförmige Kontur auf. Es weist eine erste lichte Weite Wl und eine zweite lichte Weite W2 auf. Die zweite lichte Weite W2 ist 7 mm ±5 mm kleiner ausgebildet als die erste lichte Weite Wl.

Fig. 7b zeigt das Einfädeln eines Koppelelements 16a in das Loch 22a gemäß Fig. 7a. Das Koppelelement 16a ist dabei so ausgebildet, dass es mit beiden Vorsprüngen 20a, 20b hinter den Rand 36 des Lochs 22a im Bereich der ersten lichten Weite Wl, die hier 35 mm ±5 mm groß ist, eingebracht werden kann.

Fig. 7c zeigt das Loch 22a mit eingedrehtem Koppelelement 16a. Das

Koppelelement 16a hintergreift mit seinen beiden Vorsprüngen 20a, 20b den Rand 36 des Lochs 22a im Bereich der zweiten lichten Weite W2.

Das Koppelelement 16a liegt abschnittsweise im in Fig. 7c gezeigten, verriegelten Zustand an zumindest einem Anschlag 38a, 38b des Lochs 22a an. Das

Entriegeln des Koppelelements 16a, d. h. die Bewegung von der in Fig. 7c gezeigten Position in die in Fig. 7b gezeigte Position, erfolgt im vorliegenden Fall in Draufsicht im Uhrzeigersinn. Wird nun ein gleiches Loch (nicht gezeigt) an einem weiteren Gerüstlängselement (nicht gezeigt) ausgebildet, erfolgt das Entriegeln eines dort befestigten weiteren Koppelelements (nicht gezeigt) aus der in Fig. 7c gezeigten Blickrichtung gegen den Uhrzeigersinn. Sind das

Koppelelement 16a und das weitere Koppelelement (nicht gezeigt) über ein Gerüstanschlusselement (nicht gezeigt; vgl. Gerüstanschlusselement 18 gemäß Fig. la) verbunden, verhindert dieses Gerüstanschlusselement (nicht gezeigt) das Entriegeln der Koppeleiemente 16a. Zumindest einer der Anschläge 38a, 38b, hier beide Anschläge 38a, 38b, verhindert somit ein Entriegeln des

Koppelelements 16a, sobald dieses über ein Gerüstanschlusselement (nicht gezeigt) mit einem weiteren Koppelelement (nicht gezeigt) verbunden ist.

Das Loch 22a kann alternativ dazu zu der in Fig. 7a gezeigten Form gespiegelt ausgebildet sein.

Fig. 8a zeigt schematisch ein Loch 22a. Das Loch 22a ist ovalförmig, hier insbesondere ellipsenförmig, ausgebildet. Das Loch 22a ist aufgrund seiner einfachen Form leicht herzusteilen. Es weist eine erste lichte Weite Wl und eine zweite lichte Weite W2 auf. Die zweite lichte Weite ist 7 mm ±5 mm kleiner ausgebildet als die erste lichte Weite Wl.

Fig. 8b zeigt das Einhängen eines Koppelelements 16a in das Loch 22a gemäß Fig. 8a. Das Koppelelement 16a ist dabei so ausgebildet, dass es, analog zum Koppelelement 16a gemäß Fig. 7b, mit beiden Vorsprüngen 20a, 20b hinter den Rand 36 des Lochs 22a im Bereich der ersten lichten Weite Wl, die

hier 35 mm ±5 mm groß ist, eingebracht werden kann.

Fig. 8c zeigt das Loch 22a mit eingedrehtem Koppelelement 16a. Das

Koppelelement 16a hintergreift, analog zum Koppelelement 16a gemäß Fig. 7c, mit seinen beiden Vorsprüngen 20a, 20b den Rand 36 des Lochs 22a im Bereich der zweiten lichten Weite W2. Das Koppelelement 16a kann sowohl im

Uhrzeigersinn als auch gegen den Uhrzeigersinn in die verriegelte Position gemäß Flg. 8c überführt werden. - 1 -

Fig. 9a zeigt schematisch einen Querschnitt eines Teils eines Gerüstelements 12 mit einem Gerüstlängselements 14. Das Gerüstlängselement 14 ist bevorzugt dazu ausgebildet, an einem oder beiden axialen Enden mit einem gleichen, weiteren Gerüstlängselement 14' (hier gestrichelt angedeutet) verbunden zu werden. Das weitere Gerüstlängselement 14' kann abschnittsweise im

Gerüstlängselement 14 aufgenommen werden. Im vorliegenden

Ausführungsbeispiel taucht das weitere Gerüstlängselement 14'

maximal 100 mm, bevozugt maximal 90 mm, in das Gerüstlängselement 14 ein.

Das Gerüstlängselement 14 weist ein erstes Lochpaar 46a aus sich

gegenüberliegenden Löchern 22a, 22b auf. Am Loch 22b ist ein

Koppelelement 16a angedeutet. Das axiale Zentrum des ersten Lochpaars 46a ist um den Abstand AI, hier 125 mm±20 mm, vom freien Ende des

Gerüstlängselements 14 beabstandet. Das axiale Zentrum bezeichnet dabei die Mitte der Löcher 22a, 22b in Richtung der mittigen Längsachse 42 des

Gerüstlängselements 14.

Die effektive Länge L des Gerüstlängselements 14 beträgt n*Al, wobei n eine natürliche Zahl ist.

Das Gerüstlängselement 14 weist ein zweites Lochpaar 46b aus sich

gegenüberliegenden Löchern auf, wobei in Fig. 9a nur das Loch 22c sichtbar ist. Das axiale Zentrum des zweiten Lochpaars 46b ist insbesondere um den

Abstand A2= 1/2*A1 vom axialen Zentrum des ersten Lochpaars 46a

beabstandet. Das axiale Zentrum des zweiten Lochpaars 46b kann auch um einen anderen Abstand A2 vom axialen Zentrum des ersten Lochpaars 46a beabstandet sein, beispielsweise um ein Geländerelement (nicht gezeigt) in einer definierten Höhe anzubringen, die nicht mit dem Rastermaß übereinstimmt.

Ein drittes Lochpaar 46c, das aus den sich gegenüberliegenden Löchern 22d, 22e besteht, weist einen Abstand AI zum ersten Lochpaar 46a auf. Das zweite Lochpaar 46b ist gegenüber dem ersten Lochpaar 46a und dem dritten Loch paar 46c bezüglich der mittigen Längsachse 42 des

Gerüstlängselements 14 um 90° ±20° verdreht ausgebildet.

Insgesamt weist das Gerüstelement 12 mehrere Lochpaare 46a-46c auf, die gleichmäßig zueinander beabstandet und jeweils zu ihrem axial

nächstbenachbarten Lochpaar 46a-46c verdreht ausgebildet sind. Ein aus mehreren solcher Gerüstelemente 12 zusammengesetztes Gerüst (nicht gezeigt) weist ein axial durchgehendes gleichmäßiges Raster aus Lochpaaren 46a-46c auf.

Fig. 9b zeigt schematisch das Gerüstelement 12 gemäß Fig. 9a in einer

Draufsicht. Gemäß der Darstellung in Fig. 9b wurden gegenüber der Darstellung in Fig. 9a mehrere Koppelelemente 16a, 16b, 16c, 16d am

Gerüstlängselement 14 angeordnet. Die Koppelelemente 16a, 16b sind dabei mit durchgezogenen Linien gezeichnet, um zu verdeutlichen, dass die

Koppelelemente 16a, 16b an den Löchern des ersten Lochpaars 46a (siehe Fig. 9a) angeordnet sind, wohingegen die Koppelelemente 16c, 16d mit gestrichelten Linien angedeutet sind, um hervorzuheben, dass die

Koppelelemente 16c, 16d an den Löchern des zweiten Lochpaars 46b (siehe Fig. 9a) angeordnet sind. Aus Fig. 9b ist ersichtlich, dass die

Koppelelemente 16a-16d Anschlussmöglichkeiten für Gerüstanschlusselemente (nicht gezeigt; vgl. Gerüstanschlusselement 18 gemäß Fig. la) in vier, hier horizontale, Richtungen bieten.

Unter Vornahme einer Zusammenschau aller Figuren der Zeichnung betrifft die Erfindung zusammenfassend ein Gerüstelement 12 mit einem länglichen

Gerüstlängselement 14 und einem daran lösbar befestigten Koppelelement 16a- 16d. Das Koppelelement 16a-16d ist mit seinem Ende in einem Loch 22a-22e des Gerüstlängselements 14 verhakbar. Insbesondere kann das Koppelelement 16a- 16d durch eine Schiebebewegung und/oder eine Drehbewegung um einen Winkel von weniger als 180° am Gerüstlängselement 14 installierbar sein. Das

Koppelelement 16a-16d kann unmittelbar mit einem weiteren Koppelelement 16a' reversibel lösbar verbunden sein. Vorzugsweise ist das

Koppeielement 16a-16d in Form eines Rosettenteils ausgebildet. Das

Koppelelement 16a-16d kann in Form eines einstückigen Blechteils ausgebildet sein. Bevorzugt ist das Koppelelement 16a-16d gewindefrei ausgebildet.