Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
FRAME ELEMENT WITH A SUPPORT HEAD, AND BUILDING SCAFFOLD COMPRISING SUCH A FRAME ELEMENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/162415
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a frame element (10) comprising a frame pipe (12) into which a threaded spindle (16) is partly introduced at one end. The threaded spindle (16) is guided in the frame pipe (12) by at least one spindle positioning groove (24, 26, 28), in particular multiple spindle positioning grooves (24, 26, 28). The frame pipe (12) is mechanically reinforced by the spindle positioning groove(s) (24, 26, 28) in the region of the threaded spindle (16) received in the frame pipe (12). At the same time, the maximum inclination of the threaded spindle (16) in the frame pipe (12) is reduced by the spindle positioning grooves (24, 26, 28). Overall, a force can thus be substantially more strongly applied to the frame element (10) in the direction of the longitudinal axis (23b) of the frame pipe (12). At the other end, the frame pipe (12) has at least one pin positioning groove (40, 42), in particular multiple pin positioning grooves (40, 42). Alternatively or in addition thereto, the frame pipe (12) can have at least one reinforcing groove in the region of a node point. Alternatively or in addition thereto, the frame pipe (12) can have at least one additional reinforcing groove between two node points.

Inventors:
MEYER, Andreas (Spechtweg 19, Kempten, 87439, DE)
MIKIC, Erzad (Hermann-Leichtlin-Str. 24, Karlsruhe, 76185, DE)
READ, Andrew (Grüner Weg 3, Ulm, 89075, DE)
SPECHT, Rudolf (89233 Neu-Ulm, 89233, DE)
Application Number:
EP2017/054773
Publication Date:
September 28, 2017
Filing Date:
March 01, 2017
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
PERI GMBH (Rudolf-Diesel-Straße, Weißenhorn, 89264, DE)
International Classes:
E04G1/06; E04G7/20; E04G7/30; E04G7/32; E04G11/48; E04G25/06
Domestic Patent References:
WO1998051886A11998-11-19
WO2015014676A12015-02-05
Foreign References:
DE4027739C11991-10-24
EP0389256A11990-09-26
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
KOHLER SCHMID MÖBUS PATENTANWÄLTE PARTNERSCHAFTSGESELLSCHAFT MBB (Gropiusplatz 10, Stuttgart, 70563, DE)
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche

1. Gerüstelement (10) für ein Baugerüst (74), wobei das

Gerüstelement (10) Folgendes aufweist:

a) Einen Trägerkopf (76) mit einer Gewindespindel (16);

b) ein vertikal im Baugerüst (74) montierbares Gerüstrohr (12) mit einem Spindelaufnahmeabschnitt (14) an einem ersten axialen Gerüstrohrende (34), wobei die Gewindespindel (16) in den Spindelaufnahmeabschnitt (14) teilweise eingeführt ist;

c) eine auf die Gewindespindel (16) montierte Spindelmutter (20), wobei der Trägerkopf (76) im montierten Zustand des

Gerüstelements (10) seine vertikale Last über die

Gewindespindel (16) in das Gerüstrohr (12) einleitet;

dadurch gekennzeichnet, dass

der Spindelaufnahmeabschnitt (14) eine erste

Spindelpositioniernut (24) aufweist, die den Innendurchmesser des Gerüstrohrs (12) verringert.

2. Gerüstelement nach Anspruch 1, bei dem die erste

Spindelpositioniernut (24) die Gewindespindel (16) im

Gerüstrohr (12) radial so zentriert, dass die Längsachse (23a) der Gewindespindel (16) um den Winkel ß gegenüber der

Längsachse (23b) des Gerüstrohrs (12) geneigt ist, wobei der Winkel ß weniger als 1° beträgt.

3. Gerüstelement nach Anspruch 1 oder 2, bei dem sich die erste Spindelpositioniernut (24) in Umfangsrichtung des Gerüstrohrs (12) erstreckt, wobei die erste Spindelpositioniernut (24) in

Umfangsrichtung des Gerüstrohrs (12) unterbrochen oder

umlaufend ausgebildet ist.

4. Gerüstelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der axiale Abstand der ersten Spindelpositioniernut (24) vom ersten axialen Gerüstrohrende (34) kleiner als der Innendurchmesser des Spindelaufnahmeabschnitts (14) ist.

5. Gerüstelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Spindelaufnahmeabschnitt (14) eine zweite Spindelpositioniernut (26) aufweist, die axial von der ersten Spindelpositioniernut (24) beabstandet ist und den Innendurchmesser des Gerüstrohrs (12) verringert.

6. Gerüstelement nach Anspruch 5, bei dem der

Spindelaufnahmeabschnitt (14) eine dritte

Spindelpositioniernut (28) aufweist, die axial weiter von der ersten Spindelpositioniernut (24) beabstandet ist als die zweite

Spindelpositioniernut (26) und den Innendurchmesser des

Gerüstrohrs (12) verringert.

7. Gerüstelement nach Anspruch 6, bei dem die dritte

Spindelpositioniernut (28) axial weniger weit von der zweiten

Spindelpositioniernut (26) beabstandet ist als die zweite

Spindelpositioniernut (26) von der ersten Spindelpositioniernut (24).

8. Gerüstelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Gerüstrohr (12) an seinem zweiten axialen Gerüstrohrende (36) einen Zapfenaufnahmeabschnitt (38) aufweist, in den ein

Zapfen (32) eines weiteren Gerüstelements (30) einführbar ist, wobei der Zapfenaufnahmeabschnitt (38) eine erste

Zapfenpositioniernut (40) aufweist, die den Innendurchmesser des Gerüstrohrs (12) verringert.

9. Gerüstelement nach Anspruch 8, bei dem der

Zapfenaufnahmeabschnitt (38) eine zweite

Zapfenpositioniemut (42) aufweist, die axial von der ersten

Zapfenpositioniernut (40) beabstandet ist und den

Innendurchmesser des Gerüstrohrs (12) verringert.

10. Gerüstelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Gerüstrohr (12) einen Knotenpunkt (44) aufweist, an dem

a) ein Querriegel (48, 50) des Gerüstelements (10) mit dem

Gerüstrohr (12) verbunden ist oder

b) eine Koppelstelle (46), insbesondere in Form einer Rosette, zur Anbindung eines Querriegels (48, 50) ausgebildet ist,

wobei das Gerüstrohr (12) im Bereich des Knotenpunkts (44) eine erste Versteifungsnut (54) aufweist, die weniger als 15 cm in einer ersten axialen Richtung (56) vom Knotenpunkt (44) beabstandet ist und

i. den Innendurchmesser des Gerüstrohrs (12) verringert oder ii. den Außendurchmesser des Gerüstrohrs (12) vergrößert.

11. Gerüstelement nach Anspruch 10, bei dem das

Gerüstrohr (12) im Bereich des Knotenpunkts (44) eine weitere Versteifungsnut (64) aufweist, die weniger als 15 cm in einer der ersten axialen Richtung (56) entgegengesetzten zweiten axialen Richtung (66) vom Knotenpunkt (44) beabstandet ist und

i. den Innendurchmesser des Gerüstrohrs (12) verringert oder ii. den Außendurchmesser des Gerüstrohrs (12) vergrößert.

12. Baugerüst (74) mit einem Gerüstelement (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.

Description:
Gerüstelement mit einem Trägerkopf und Baugerüst mit einem solchen Gerüstelement

Die Erfindung betrifft ein Gerüstelement für ein Baugerüst, wobei das Gerüstelement Folgendes aufweist:

a) Einen Trägerkopf mit einer Gewindespindel;

b) ein vertikal im Baugerüst montierbares Gerüstrohr mit einem

Spindelaufnahmeabschnitt an einem ersten axialen Gerüstrohrende, wobei die Gewindespindel in den Spindelaufnahmeabschnitt teilweise eingeführt ist;

c) eine auf die Gewindespindel montierte Spindelmutter, wobei der Trägerkopf im montierten Zustand des Gerüstelements seine vertikale Last über die Gewindespindel in das Gerüstrohr einleitet.

Der zuvor beschriebene Trägerkopf des Gerüstelements dient allgemein zum Abtragen einer vertikalen Last in ein Baugerüst. Auf den Trägerkopf ist beispielsweise eine Betonschalung auflegbar bzw. montierbar. Weiterhin kann der Trägerkopf als temporäre Abstützung bei Sanierungen eingesetzt werden.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es nun, ein Gerüstelement bereitzustellen, das über den Trägerkopf signifikant mehr vertikale Last abtragen kann, ohne deutlich massiver und schwerer ausgebildet zu sein. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es weiterhin, ein Baugerüst mit einem solchen Gerüstelement bereitzustellen.

Die erfindungsgemäße Aufgabe wird durch ein Gerüstelement mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 und ein Baugerüst gemäß

Patentanspruch 12 gelöst. Die Unteransprüche geben zweckmäßige

Weiterbildungen an.

Die erfindungsgemäße Aufgabe wird somit gelöst durch ein Gerüstelement für ein Baugerüst. Das Gerüstelement weist einen Trägerkopf mit einer Gewindespindel auf. Das Gerüstelement weist weiterhin ein Gerüstrohr mit einem Spindelaufnahmeabschnitt auf. In den Spindelaufnahmeabschnitt ist die Gewindespindel teilweise eingeführt. Der Spindelaufnahmeabschnitt befindet sich dabei an einem ersten axialen Ende des Gerüstrohrs. Auf die Gewindespindel ist eine Spindelmutter so montiert, dass der Trägerkopf im montierten vertikalen Zustand des Gerüstelements seine Last über die Gewindespindel in das Gerüstrohr einleitet. Der Spindelaufnahmeabschnitt weist dabei eine erste Spindelpositioniernut auf, die den

Innendurchmesser des Gerüstrohrs verringert.

Die erste Spindelpositioniernut verbessert signifikant die vertikale

Tragfähigkeit des Gerüstelements, ohne das Gewicht des Gerüstelements maßgeblich zu erhöhen. Dabei wird durch die erste Spindelpositioniernut die Tragfähigkeit des Gerüstelements in zweifacher Hinsicht erhöht: Zum einen wird die Festigkeit des Gerüstrohrs im Bereich der ersten

Spindelpositioniernut aufgrund der Formgebung der ersten

Spindelpositioniernut erhöht. Zum anderen wird die Gewindespindel durch den verringerten Innendurchmesser des Gerüstrohrs an der ersten

Spindelpositioniernut besser im Gerüstrohr ausgerichtet. Insgesamt erfolgt hierdurch eine erheblich verbesserte Eignung des Gerüstelements zur vertikalen Lastabtragung.

Vorzugsweise wird die Gewindespindel durch die erste

Spindelpositioniernut möglichst zentriert im Gerüstrohr ausgerichtet, wobei zum Einführen der Gewindespindel in das Gerüstrohr eine

Spielpassung zwischen Gewindespindel und Gerüstrohr vorliegt. Dabei weist die Längsachse der Gewindespindel den Winkel ß gegenüber der Längsachse des Gerüstrohrs auf, wobei der Winkel ß weniger als 1°, insbesondere weniger als 0,8°, vorzugsweise weniger als 0,7°, beträgt. Die Vertikallast wird dadurch möglichst zentrisch in das Gerüstrohr eingeleitet, um im Baugerüst auftretende Momente klein zu halten.

Die erste Spindelpositioniernut kann sich parallel zur Längsachse des Gerüstrohrs erstrecken. Dabei sind vorzugsweise zumindest drei, über den Umfang des Gerüstrohrs verteilte, Nuten zur Ausrichtung der

Gewindespindel vorgesehen. In bevorzugter Ausgestaltung der ersten Spindelpositioniernut erstreckt sich diese jedoch in Umfangsrichtung des Gerüstrohrs. Die erste Spindelpositioniernut kann dabei in

Umfangsrichtung des Gerüstrohrs unterbrochen oder umlaufend

ausgebildet sein.

Eine besonders effektive Zentrierung der Gewindespindel im Gerüstrohr erfolgt, wenn der axiale Abstand der ersten Spindelpositioniernut vom ersten axialen Gerüstrohrende kleiner ist als der Innendurchmesser des Spindelaufnahmeabschnitts.

Weiter bevorzugt weist der Spindelaufnahmeabschnitt eine zweite

Spindelpositioniernut auf. Die zweite Spindelpositioniernut ist dabei axial von der ersten Spindelpositioniernut beabstandet und verringert den Innendurchmesser des Gerüstrohrs. Durch die zweite

Spindelpositioniernut wird die Ausrichtung der Gewindespindel im

Gerüstrohr durch zumindest zwei axial voneinander beabstandete

Spindelpositioniernuten definiert, wodurch die Ausrichtung, insbesondere die Zentrierung, der Gewindespindel besonders präzise erfolgt.

Die zweite Spindelpositioniernut kann sich parallel zur Längsachse des Gerüstrohrs erstrecken. Dabei sind vorzugsweise zumindest drei, über den Umfang des Gerüstrohrs verteilte, Nuten zur Ausrichtung der

Gewindespindel vorgesehen. Alternativ dazu kann sich die zweite

Spindelpositioniernut in Umfangsrichtung des Gerüstrohrs erstrecken. Dabei kann die zweite Spindelpositioniernut in Umfangsrichtung des Gerüstrohrs unterbrochen oder umlaufend ausgebildet sein.

In weiter bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung weist der

Spindelaufnahmeabschnitt eine dritte Spindelpositioniernut auf. Die dritte Spindelpositioniernut ist axial weiter von den ersten Spindelpositioniernut beabstandet als die zweite Spindelpositioniernut. Die dritte

Spindelpositioniernut verringert den Innendurchmesser des Gerüstrohrs. Durch die dritte Spindelpositioniernut wird die Ausrichtung, insbesondere die Zentrierung, der Gewindespindel im Gerüstrohr weiter verbessert.

Die dritte Spindelpositioniernut kann sich parallel zur Längsachse des Gerüstrohrs erstrecken. Dabei sind vorzugsweise zumindest drei, über den Umfang des Gerüstrohrs verteilte, Nuten zur Ausrichtung der Gewindespindel vorgesehen. Alternativ dazu kann sich die dritte

Spindelpositioniernut in Umfangsrichtung des Gerüstrohrs erstrecken. Die dritte Spindelpositioniernut kann dabei in Umfangsrichtung des

Gerüstrohrs unterbrochen oder umlaufend ausgebildet sein.

Vorzugsweise ist die dritte Spindelpositioniernut axial weniger weit von der zweiten Spindelpositioniernut beabstandet als die zweite

Spindelpositioniernut von der ersten Spindelpositioniernut.

Besonders bevorzugt verringert die zweite Spindelpositioniernut und/oder die dritte Spindelpositioniernut den Innendurchmesser des Gerüstrohrs genauso weit wie die erste Spindelpositioniernut. Das radiale Spiel der Gewindespindel im Gerüstrohr wird hierdurch signifikant reduziert, wobei die Gewindespindel dennoch leicht in das Gerüstrohr einführbar bleibt.

Das Gerüstrohr kann an seinem zweiten axialen Gerüstrohrende, das dem ersten axialen Gerüstrohrende gegenüberliegt, einen

Zapfenaufnahmeabschnitt aufweisen, in den ein Zapfen eines weiteren Gerüstelements einführbar ist. Der Zapfenaufnahmeabschnitt kann eine erste Zapfenpositioniemut aufweisen, die den Innendurchmesser des Gerüstrohrs verringert. Durch die erste Zapfenpositioniernut wird das Gerüstrohr im Bereich des Zapfenaufnahmeabschnitts mechanisch verstärkt.

Die erste Zapfenpositioniernut kann sich parallel zur Längsachse des Gerüstrohrs erstrecken. Dabei sind vorzugsweise zumindest drei, über den Umfang des Gerüstrohrs verteilte, Nuten zur Ausrichtung der

Gewindespindel vorgesehen. Alternativ dazu kann sich die erste

Zapfenpositioniemut in Umfangsrichtung des Gerüstrohrs erstrecken. Die erste Zapfenpositioniemut kann dabei in Umfangsrichtung des Gerüstrohrs unterbrochen oder umlaufend ausgebildet sein.

Vorzugsweise ist der axiale Abstand der ersten Zapfenpositioniemut vom zweiten axialen Gerüstrohrende kleiner als der Innendurchmesser der ersten Zapfenpositioniemut.

Weiter bevorzugt weist der Zapfenaufnahmeabschnitt eine zweite

Zapfenpositioniemut auf, die axial von der ersten Zapfenpositioniemut beabstandet ist und den Innendurchmesser des Gerüstrohrs verringert. Der Zapfen eines weiteren Gerüstelements wird dadurch an zwei axial voneinander beabstandeten Zapfenpositioniernuten im

Zapfenaufnahmeabschnitt zentriert.

Die zweite Zapfenpositioniemut kann sich parallel zur Längsachse des Gerüstrohrs erstrecken. Dabei sind vorzugsweise zumindest drei, über den Umfang des Gerüstrohrs verteilte, Nuten zur Ausrichtung der

Gewindespindel vorgesehen. Alternativ dazu kann sich die zweite

Zapfenpositioniemut in Umfangsrichtung des Gerüstrohrs erstrecken. Die zweite Zapfenpositioniemut kann dabei in Umfangsrichtung des

Gerüstrohrs unterbrochen oder umlaufend ausgebildet sein.

In weiter bevorzugter Ausgestaltung des Gerüstelements weist das

Gerüstrohr einen Knotenpunkt auf, an dem

a) ein Querriegel des Gerüstelements mit dem Gerüstrohr verbunden ist, oder

b) eine Koppelstelle zur Anbindung eines Querriegels ausgebildet ist, wobei das Gerüstrohr im Bereich des Knotenpunkts eine erste

Versteifungsnut aufweist. Die erste Versteifungsnut ist dabei weniger als 15 cm in einer ersten axialen Richtung vom Knotenpunkt beabstandet und verringert den Innendurchmesser des Gerüstrohrs oder vergrößert den Außendurchmesser des Gerüstrohrs. Durch die erste Versteifungsnut wird das Gerüstelement in einem Bereich, in dem es im aufgebauten Zustand besonders stark belastet ist, nämlich im Bereich des Knotenpunkts, verstärkt. Das Gerüstrohr bietet durch die erste Versteifungsnut ein höheres Widerstands- und Trägheitsmoment im Bereich des Druckpunktes des Querriegels. Die Koppelstelle kann in Form einer Rosette zur

Anbindung eines Querriegels ausgebildet sein.

Weiter bevorzugt weist das Gerüstrohr im Bereich des Knotenpunkts eine weitere Versteifungsnut auf, die weniger als 15 cm in einer zweiten axialen Richtung vom Knotenpunkt beabstandet ist und den

Innendurchmesser des Gerüstrohrs verringert oder den

Außendurchmesser des Gerüstrohrs vergrößert. Die zweite axiale Richtung ist dabei der ersten axialen Richtung entgegengesetzt. Mit anderen

Worten wird durch eine weitere Versteifungsnut der Knotenpunkt in beide axiale Richtungen durch jeweils eine Versteifungsnut verstärkt.

Die Spindelpositioniernut(-en) und die Versteifungsnut(-en) verringern den Innendurchmesser des Gerüstrohrs vorzugsweise in gleichem Maß.

Die erfindungsgemäße Aufgabe wird weiterhin gelöst durch ein Baugerüst mit einem zuvor beschriebenen Gerüstelement.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden detaillierten Beschreibung mehrerer Ausführungsbeispiele der Erfindung, aus den Patentansprüchen sowie anhand der Figuren der Zeichnung, die erfindungswesentliche Einzelheiten zeigt. Die in der Zeichnung gezeigten Merkmale sind derart dargestellt, dass die erfindungsgemäßen Besonderheiten deutlich sichtbar gemacht werden können. Die verschiedenen Merkmale können je einzeln für sich oder zu mehreren in beliebigen Kombinationen bei Varianten der Erfindung verwirklicht sein.

Es zeigen :

Figur 1 eine Schnittansicht eines Gerüstelements aus dem Stand der

Technik;

Figur 2 eine Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Gerüstelements;

Figur 3 eine Draufsicht auf einen Knotenpunkt eines

erfindungsgemäßen Gerüstelements; und

Figur 4 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen

Baugerüsts.

Figur 1 zeigt ein Gerüstelement 10 gemäß dem Stand der Technik. Das Gerüstelement 10 weist ein Gerüstrohr 12 auf. Im Gerüstrohr 12 ist ein Spindelaufnahmeabschnitt 14 ausgebildet. In den

Spindelaufnahmeabschnitt 14 ist eine Gewindespindel 16 eingeführt. Die Gewindespindel 16 weist ein Außengewinde 18 auf. Das bekannte

Gerüstelement 10 weist weiterhin eine Spindelmutter 20 auf. Die

Spindelmutter 20 weist ein Innengewinde 22 auf, mit dem die

Spindelmutter 20 am Außengewinde 18 der Gewindespindel 16 befestigt ist. Der Spindelaufnahmeabschnitt 14 weist in axialer Richtung durchgehend denselben Innendurchmesser auf. Die Gewindespindel 16, die sich über die Spindelmutter 20 am Gerüstrohr 12 axial abstützt, weist eine

Schiefstellung um den Winkel ß auf. Genauer gesagt ist die

Längsachse 23a der Gewindespindel 16 um den Winkel ß gegenüber der Längsachse 23b des Gerüstrohrs 12 geneigt. Der Winkel ß beträgt dabei typischerweise 1,29°.

Figur 2 zeigt im Gegensatz zu Figur 1 ein erfindungsgemäßes

Gerüstelement 10. Das Gerüstelement 10 gemäß Figur 2 weist ein

Gerüstrohr 12 mit einem Spindelaufnahmeabschnitt 14 auf. Weiterhin weist das Gerüstelement 10 eine Gewindespindel 16 auf, an der eine Spindelmutter 20 angeordnet ist. Der Spindelaufnahmeabschnitt 14 weist eine erste Spindelpositioniernut 24, eine zweite Spindelpositioniernut 26 und eine dritte Spindelpositioniernut 28 auf. Die

Spindelpositioniernuten 24, 26, 28 definieren den wirksamen

Innendurchmesser des Spindelaufnahmeabschnitts 14 für die

Gewindespindel 16. Durch die Spindelpositioniemuten 24, 26, 28 ist die Gewindespindel 16 deutlich weniger geneigt im Gerüstrohr 12 angeordnet. Der Winkel ß zwischen der Längsachse 23a der Gewindespindel 16 und der Längsachse 23b des Gerüstrohrs 12 beträgt insbesondere weniger als 0,8°, vorzugsweise weniger als 0,7°. Im Vergleich zum

Gerüstelement 10 gemäß Figur 1 wird dadurch die vertikale Belastbarkeit des Gerüstelements 10 um ca. 10% erhöht. Zusätzlich dazu wird der Spindelaufnahmeabschnitt durch die Spindelpositioniernuten 24, 26, 28 mechanisch gegen Einknicken verstärkt.

In Figur 2 ist ein weiteres Gerüstelement 30 (gestrichelt) dargestellt, dessen Zapfen 32 in das Gerüstrohr 12 einführbar ist. Das Gerüstrohr 12 weist somit ein erstes axiales Gerüstrohrende 34 auf, in das die Gewindespindel 16 einführbar ist. Weiterhin weist das

Gerüstrohr 12 ein zweites axiales Gerüstrohrende 36 auf, in das der Zapfen 32 des weiteren Gerüstelements 30 einführbar ist. Am zweiten axialen Gerüstrohrende 36 ist ein Zapfenaufnahmeabschnitt 38 zur Aufnahme des Zapfens 32 im Gerüstrohr 12 ausgebildet. Eine

mechanische Verstärkung des Zapfenaufnahmeabschnitts 38 sowie eine verbesserte Zentrierung des Zapfens 32 erfolgt durch eine erste

Zapfenpositioniernut 40 und eine zweite Zapfenpositioniernut 42.

Figur 3 zeigt ein weiteres erfindungsgemäßes Gerüstelement 10. Das Gerüstelement 10 weist einen Knotenpunkt 44 mit einer Koppelstelle 46 auf. Die Koppelstelle 46 ist vorliegend in Form einer Rosette ausgebildet. Querriegel 48, 50 sind an der Koppelstelle 46 angeordnet.

Aus Figur 3 ist ersichtlich, dass das Gerüstrohr 12 eine erste

Versteifungsnut 54 aufweist, die in einer ersten axialen Richtung 56 beabstandet von der Koppelstelle 46 im Gerüstrohr 12 ausgebildet ist. Eine zweite Versteifungsnut 58 ist in der ersten axialen Richtung 56 beabstandet zur Koppelstelle 46 im Gerüstrohr 12 ausgebildet. Schultern 60, 62 der Querriegel 48, 50 liegen im Bereich des Gerüstrohrs 12 zwischen der ersten Versteifungsnut 54 und der zweiten Versteifungsnut 58 am Gerüstrohr 12 an. Durch die erste Versteifungsnut 54 und die zweite Versteifungsnut 58 wird somit ein mechanisch besonders stabiler Bereich des Gerüstrohrs 12 ausgebildet, in dem insbesondere die mechanische Stabilität gegen Einbeulen des Gerüstrohrs 12 sehr hoch ist.

Das Gerüstrohr 12 weist eine weitere Versteifungsnut 64 auf. Die weitere Versteifungsnut 64 ist in einer zweiten axialen Richtung 66 von der Koppelstelle 46 beabstandet. Die erste axiale Richtung 56 und die zweite axiale Richtung 66 verlaufen dabei entlang der Längsachse 23b des

Gerüstrohrs 12, wobei die zweite axiale Richtung 66 der ersten axialen Richtung 56 entgegengesetzt ist. Durch die weitere Versteifungsnut 64 können Einstecklaschen 68, 70 der Querriegel 48, 50 mechanisch besonders fest an das Gerüstrohr 12 angepresst werden, ohne dass es zu einer plastischen Verformung des Gerüstrohrs 12 bei einer Belastung der Querriegel 48 und/oder 50 kommt.

Alternativ oder zusätzlich zu den beschriebenen Versteifungsnuten 54, 58, 64 kann das Gerüstelement 10 zwischen axial benachbarten Koppelstellen, von denen in Figur 3 lediglich eine Koppelstelle 46 dargestellt ist,

zumindest eine Zusatzversteifungsnut 72 im Gerüstrohr 12 ausgebildet sein.

Figur 4 zeigt ein Baugerüst 74 mit mehreren Gerüstelementen, von denen aus Gründen der Übersichtlichkeit in Figur 4 nur ein erstes

Gerüstelement 10 mit einem Bezugszeichen versehen ist. Das

Gerüstelement 10 weist exemplarisch einen Knotenpunkt 44 auf, an dem - ebenfalls beispielhaft - ein Querriegel 48 angeordnet ist. Aufgrund der kleinen Darstellung des Baugerüsts 74 ist in Figur 4 keine

erfindungsgemäße Nut sichtbar. Zum Abtragen einer Last weist das

Gerüstelement 10 einen Trägerkopf 76 auf.

Unter Vornahme einer Zusammenschau aller Figuren der Zeichnung betrifft die Erfindung zusammenfassend ein Gerüstelement 10 mit einem Gerüstrohr 12, in das einenends eine Gewindespindel 16 teilweise

eingeführt ist. Im Gerüstrohr 12 wird die Gewindespindel 16 von

zumindest einer Spindelpositioniernut 24, 26, 28, insbesondere mehreren Spindelpositioniernuten 24, 26, 28, geführt. Durch die

Spindelpositioniernut(-en) 24, 26, 28 wird das Gerüstrohr 12 im Bereich der im Gerüstrohr 12 aufgenommenen Gewindespindel 16 mechanisch verstärkt. Gleichzeitig wird die maximale Neigung der Gewindespindel 16 im Gerüstrohr 12 durch die Spindelpositioniernut(-en) 24, 26, 28

reduziert. Insgesamt kann das Gerüstelement 10 hierdurch deutlich stärker in Richtung der Längsachse 23b des Gerüstrohrs 12 mit einer Kraft beaufschlagt werden. Das Gerüstrohr 12 kann anderenends zumindest eine Zapfenpositioniernut 40, 42, insbesondere mehrere

Zapfenpositioniernuten 40, 42, aufweisen. Alternativ oder zusätzlich dazu kann das Gerüstrohr 12 im Bereich eines Knotenpunkts 44 zumindest eine Versteifungsnut 54, 58, 64 aufweisen. Alternativ oder zusätzlich dazu kann das Gerüstrohr 12 zwischen zwei Knotenpunkten 44 zumindest eine Zusatzversteifungsnut 72 aufweisen.