SEBASTIAN, Lothar (An den Wieen 54, Duisburg, 47239, DE)
WOLLNY, Klaus (Immenhofweg 27, Krefeld, 47803, DE)
SCHÜRMANN, Klaus (Jüchener Strasse 45, Jüchen, 41363, DE)
SEBASTIAN, Lothar (An den Wieen 54, Duisburg, 47239, DE)
WOLLNY, Klaus (Immenhofweg 27, Krefeld, 47803, DE)
| Patentansprüche: 1. Rahmenpresse, insbesondere Einetagenpresse, - mit einer Mehrzahl von hintereinander angeordneten Pressenrahmen (1 ), wobei zumindest eine ortsfeste Pressplatte (2) vorhanden ist, wobei fernerhin eine mittels Arbeits- zylinderkolbenanordnungen (3) beaufschlagte und gegen die ortsfeste Pressplatte (2) verfahrbare Pressplatte (4) vorgesehen ist, wobei an zwei gegenüberliegenden Seiten bzw. Außenseiten (8) der Presse jeweils zumindest zwei mit Abstand voneinander angeordnete Führungssäulen (5) vorgesehen sind, und wobei jede Führungssäule (5) beim Verfahren der verfahrbaren Pressplatte (4) gegen die ortsfeste Pressplatte (2) durch zumindest eine zugeordnete Führungsöffnung bzw. durch zumindest einen zugeordneten Führungskanal (6) geführt wird. 2. Rahmenpresse nach Anspruch 1 , wobei die Führungssäulen (5) bzw. die zugeordneten Führungsöffnungen bzw. Führungskanäle (6) an zwei gegenüber- liegenden äußeren Pressenrahmen (1 ) der Presse angeordnet sind. 3. Rahmenpresse nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei die Führungssäulen (5) mit der verfahrbaren Pressplatte (4) verfahren werden und durch - vorzugsweise im Bereich der ortsfesten Pressplatte (2) angeordnete - Führungsöffnungen bzw. Führungskanäle (6) geführt werden. 4. Rahmenpresse nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei - vorzugsweise im Bereich der verfahrbaren Pressplatte (4) - Führungsöffnungen bzw. Führungskanäle (6) für die Führungssäulen (5) vorgesehen sind, welche Führungsöffnungen bzw. Führungskanäle (6) mit der verfahrbaren Pressplatte (4) verfahrbar sind und durch welche die ortsfesten Führungssäulen (5) beim Verfahren der Pressplatte (4) geführt werden. 5. Rahmenpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Führungssäulen (5) einen rechteckigen Querschnitt aufweisen und wobei auch die zugeordneten Führungsöffnungen bzw. Führungskanäle (6) einen rechteckigen Querschnitt aufweisen. 6. Rahmenpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei zwischen zumindest zwei Führungssäulen (5) eine Zuführungsöffnung (7) und/oder Ausführungsöffnung für das Pressgut vorgesehen ist. |
Beschreibung:
Die Erfindung betrifft eine Rahmenpresse, insbesondere eine Einetagenpresse mit einer Mehrzahl von hintereinander angeordneten Pressenrahmen.
Hydraulische Pressen werden entweder in Form von Rahmenpressen oder als Säulenpressen ausgeführt. Rahmenpressen haben gegenüber Säulenpressen den Vorteil, dass sie fast wartungsfrei sind. Andererseits müssen Rahmenpressen neben vertikalen Presskräften auch relativ hohe horizontale Kräfte aufnehmen, die zu Zwängen führen können.
Demgegenüber liegt der Erfindung das technische Problem zugrunde, eine Rahmenpresse der eingangs genannten Art anzugeben, bei der die Horizontalkräfte effektiv aufgenommen bzw. absorbiert werden können und insbesondere von den Pressenrahmen ferngehalten werden können.
Zur Lösung dieses technischen Problems lehrt die Erfindung eine Rahmenpresse, insbesondere eine Einetagenpresse, mit einer Mehrzahl von hintereinander angeordneten Pressenrahmen, wobei an einem Pressentisch zumindest eine ortsfeste untere Pressplatte vorhanden ist, wobei fernerhin eine mittels Arbeitszylinderkolbenanordnungen beaufschlagte und gegen die ortsfeste Pressplatte verfahrbare obere Pressplatte vorgesehen ist,
wobei an zumindest zwei gegenüberliegenden Außenseiten der Presse jeweils zumindest zwei mit Abstand voneinander angeordnete vertikale Führungssäulen vorgesehen sind
und wobei jede vertikale Führungssäule beim Verfahren der verfahrbaren Pressplatte gegen die ortsfeste Pressplatte durch zumindest eine zugeordnete Führungsöffnung, vorzugsweise durch zumindest einen zugeordneten Führungskanal geführt wird. Es liegt also im Rahmen der Erfindung, dass eine hydraulische Presse vorgesehen ist, die als Rahmenpresse mit einer Mehrzahl von Pressenrahmen ausgeführt ist. Es liegt weiterhin im Rahmen der Erfindung, dass sich die Führungssäulen bzw. die zugeordneten Führungsöffnungen/Führungskanäle an gegenüberliegenden Außenseiten der Presse befinden und insbesondere im Bereich der vier Ecken bzw. im Bereich der vier Außenecken der Presse angeordnet sind. Zweckmäßigerweise ist jeder Ecke bzw. Außenecke der Presse zumindest eine, vorzugsweise eine Führungssäule zugeordnet.
Es empfiehlt sich, dass die Führungssäulen bzw. die zugeordneten Führungsöffnungen/Führungskanäle an zwei gegenüberliegenden äußeren Pressenrahmen der Presse angeordnet sind, und zwar bevorzugt an den Außenseiten dieser äußeren Pressenrahmen. Dabei verlaufen die Führungssäulen zweckmäßigerweise parallel zu den äußeren Pressen rahmen. Vorzugsweise sind die Führungssäulen und die zugeordneten Führungsöffnungen/Führungskanäle im Bereich der Außenkanten der beiden äußeren Pressenrahmen der Rahmenpresse vorgesehen. Die erfindungsgemäße Rahmenpresse weist empfohlenermaßen zumindest drei, bevorzugt zumindest vier und sehr bevorzugt mehr als fünf hintereinander angeordnete Pressenrahmen auf.
Nach einer ersten bevorzugten Ausführungsvariante werden die Führungssäulen mit der verfahrbaren Pressplatte verfahren und werden durch die Führungsöffnungen bzw. Führungskanäle geführt, die vorzugsweise im Bereich der ortsfesten Pressplatte ortsfest angeordnet bzw. fixiert sind. Nach einer empfohlenen Ausführungsvariante ist im Bereich der ortsfesten Pressplatte eine Führungsklammer vorgesehen, die sich über zumindest den Großteil der Breite des zugeordneten äußeren Pressenrahmens erstreckt. In dieser ortsfest fixierten Führungsklammer sind dann die Führungskanäle für die Führungssäulen vorgesehen. Vorzugsweise ist weiterhin im Bereich der verfahrbaren Pressplatte eine obere Führungsklammer vorgesehen, die sich über zumindest den Großteil des zugeordneten äußeren Pressenrahmens erstreckt und an die die Führungssäulen fest bzw. ortsfest angeschlossen sind. Durch Verfahren dieser oberen Führungsklammer mit der verfahrbaren Pressplatte werden also die Führungssäulen ebenfalls verfahren und zweckmäßigerweise durch die Führungskanäle der unteren ortsfesten Führungsklammer geführt. Empfohlenermaßen sind diese Führungsklammern an beiden gegenüberliegenden Seiten bzw. Außenseiten der Presse vorgesehen.
Gemäß einer alternativen ebenfalls bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind - vorzugsweise im Bereich der verfahrbaren Pressplatte - Führungsöffnungen bzw. Führungskanäle vorgesehen, die mit der verfahrbaren Pressplatte verfahrbar sind und durch die ortsfeste Führungssäulen beim Verfahren der Pressplatte geführt werden. Dann sind die Führungssäulen zweckmäßigerweise im Bereich der unteren ortsfesten Pressplatte fixiert bzw. ortsfest fixiert. Auch hier bietet es sich an, an jeder der gegenüberliegenden Seiten bzw. Außenseiten der Presse jeweils mit zwei Führungsklammern zu arbeiten. Die Führungskanäle sind in den oberen Führungsklammern vorhanden, die sich bevorzugt zumindest über den Großteil der Breite der zugeordneten Pressenrahmen erstrecken. Die Führungssäulen sind empfohlenermaßen an die unteren Führungsklammern ortsfest angeschlossen, wobei sich die unteren Führungsklammern zumindest über den Großteil der Breite des zugeordneten Pressenrahmens erstrecken.
Zweckmäßigerweise werden die Führungssäulen formschlüssig und bevorzugt ohne Spiel bzw. mit wenig Spiel in den Führungsöffnungen bzw. Führungskanälen geführt. Die Führungssäulen können dabei von den Wänden der Führungskanäle über ihren Umfang vollständig oder nur teilweise umschlossen sein. Bei der lediglich teilweise umschlossenen Ausführungsform beziehen sich die Begriffe "formschlüssig" und "ohne Spiel" auf den umschlossenen Bereich. Gemäß einer empfohlenen Ausführungsform der Erfindung weisen die Führungssäulen einen rechteckigen Querschnitt auf und weisen bevorzugt auch die zugeordneten Führungsöffnungen/Führungskanäle einen rechteckigen bzw. teil-rechteckigen Querschnitt auf. Der rechteckige Querschnitt der Führungsöffnungen/Führungskanäle ist dann empfohlener- maßen lediglich geringfügig größer als der rechteckige Querschnitt der Führungssäulen. Die Führungssäulen und die Führungsöffnungen/Führungskanäle können aber auch im Querschnitt rund bzw. kreisförmig ausgebildet sein. Zweckmäßigerweise sind die Führungskanäle an ihren beiden Stirnenden jeweils offen ausgebildet, so dass die Führungssäulen die Führungskanäle vollständig durchgreifen können.
Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass zwischen zumindest zwei einer Außenseite der Presse zugeordneten Führungssäulen eine Zuführungsöffnung und/oder Ausführungsöffnung für das Pressgut vorgesehen ist. Der Abstand der beiden einer Außenseite der Presse zugeordneten Führungssäulen ist also mit der Maßgabe bemessen, dass die Durchfahrt des Pressgutes in den Presseninnenraum nicht beeinträchtigt wird.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass aufgrund der Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Rahmenpresse Horizontalkräfte funktionssicher und effektiv aufgenommen werden können. Es kann insbesondere erreicht werden, dass die Horizontalkräfte von den Pressenrahmen ferngehalten werden können und gleichsam im Führungssystem aus den Führungssäulen und Führungs- kanälen bzw. Führungsklammern absorbiert werden. Mit der erfindungsgemäßen Anordnung können Horizontalkräfte bis zu 20 MN absorbiert bzw. aufgefangen werden. Die Horizontalkräfte können auf diese Weise wirksam von den Longitudinal- bzw. Vertikalkräften getrennt werden. Der Erfindung liegt fernerhin die Erkenntnis zugrunde, dass die Absorption der Horizontalkräfte gleichsam durch ein Vier-Punkt-Führungssystem an den Ecken bzw. Außenecken der Presse sehr effektiv realisiert werden kann. Hervorzuheben ist, dass diese beachtlichen Vorteile durch relativ wenig aufwendige Maßnahmen erzielt werden. Gegenüber den bekannten Rahmenpressen ist weder eine signifikante Erhöhung des Gewichts noch eine erhebliche Erhöhung des Volumens erforderlich. Die erfindungsgemäße Rahmenpresse kann relativ kostengünstig hergestellt werden und aufgrund der vorgenannten Vorteile sind auch die Transportkosten für eine solche Vorrichtung verhältnismäßig gering. Die erfindungsgemäße Rahmenpresse zeichnet sich neben einer hohen Funktionssicherheit auch durch eine lange Lebensdauer aus.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Rahmenpresse und
Fig. 2 eine Seitenansicht des Gegenstandes nach Fig. 1.
In den Figuren ist eine Rahmenpresse in Form einer Einetagenpresse zum Pressen von plattenförmigem Pressgut dargestellt. Die Rahmenpresse weist eine Mehrzahl von in Pressenlängsrichtung hintereinander angeordneten Pressenrahmen 1 auf. Im Ausführungsbeispiel sind sechs Pressenrahmen 1 vorgesehen. Es ist eine ortsfeste untere Pressplatte 2 vorhanden und weiterhin ist eine mittels der Arbeitszylinderkolbenanordnungen 3 beaufschlagte und gegen die ortsfeste Pressplatte 2 verfahrbare obere Pressplatte 4 vorgesehen. In der Seitenansicht gemäß Fig. 2 sind fernerhin zwischen den beiden Pressplatten 2, 4 angeordnete Zylinderkolbenanordnungen 9 erkennbar, die in üblicher und bekannter Weise zum Öffnen der Presse bzw. zum Aufbau einer definierten Gegenkraft dienen.
An zwei gegenüberliegenden Außenseiten der Presse bzw. an den beiden gegenüberliegenden äußeren Pressenrahmen 1 der Presse sind jeweils zwei mit Abstand zueinander angeordnete vertikale Führungssäulen 5 vorgesehen. Jede Führungssäule 5 wird beim Verfahren der verfahrbaren Pressplatte 4 gegen die ortsfeste Pressplatte 2 vorzugsweise und im Ausführungsbeispiel durch einen zugeordneten Führungskanal 6 geführt. Die Führungskanäle 6 können dabei bezüglich ihres Umfanges geschlossen ausgebildet sein. Nach einer Ausführungsvariante und im Ausführungsbeispiel nach den Figuren sind die Führungskanäle 6 aber nur über einen Teil ihres Umfanges geschlossen ausgebildet. Es liegt dann aber im Rahmen der Erfindung, dass die Führungssäulen 5 in den Führungskanälen 6 mit der Maßgabe geführt bzw. gehalten werden, dass sie nicht außer Eingriff mit den Führungskanälen 6 geraten.
Vorzugsweise und im Ausführungsbeispiel nach den Figuren ist an jedem der beiden gegenüberliegenden äußeren Pressenrahmen 1 eine obere Führungsklammer 10 und eine untere Führungsklammer 11 vorgesehen. Die Führungsklammern 10, 11 erstrecken sich dabei über die Breite bzw. über den Großteil der Breite der Pressenrahmen 1. Zweckmäßigerweise sind die Führungsklammern 10, 11 mit vorgespannten Fixierungselementen, insbesondere mit vorgespannten Schrauben an der Presse fixiert. Die unteren Führungsklammern 11 sind im Ausführungsbeispiel im Bereich der ortsfesten unteren Pressplatte 2 ortsfest befestigt. Vorzugsweise und im Ausführungs- beispiel sind an diese unteren Führungsklammern 11 die Führungssäulen 5 ortsfest fixiert. Eine Relativbewegung zwischen Führungssäulen 5 und unteren Führungsklammern 11 ist in dieser Ausführungsform also nicht möglich. Gemäß Ausführungsbeispiel nach den Figuren ist die obere Führungsklammer 10 im Bereich der oberen verfahrbaren Pressplatte 4 fixiert. Die obere Führungsklammer 10 ist mit der oberen verfahrbaren Pressplatte 4 nach unten verfahrbar. Dabei werden die Führungssäulen 5 in den Führungskanälen 6 der oberen Führungsklammer 10 geführt bzw. gleiten die Führungssäulen 5 durch die Führungskanäle 6 der oberen Führungsklammer 10.
Nach bevorzugter Ausführungsform und im Ausführungsbeispiel nach den Figuren weisen die Führungssäulen 5 einen rechteckigen Querschnitt auf und die zugeordneten Führungskanäle 6 weisen bezüglich ihres die Führungssäulen 5 umschließenden Bereichs einen rechteckigen bzw. teil-rechteckigen Querschnitt auf. Die Führungssäulen 5 greifen formschlüssig in die Führungskanäle 6 ein.
Der Abstand der Führungssäulen 5 ist im Übrigen vorzugsweise und im Ausführungsbeispiel mit der Maßgabe bemessen, das zwischen zwei Führungssäulen 5 eine problemlose Durchfahrt des Pressgutes in dem Presseninnenraum bzw. aus dem Presseninnenraum möglich ist.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass durch Verwirklichung von erfindungsgemäßen Führungen an den vier Außenecken einer Rahmenpresse Horizontalkräfte auf funktionssichere und effektive Weise aufgefangen bzw. absorbiert werden können.
