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Title:
FRAMEWORK AND OFFSHORE SUPPORT STRUCTURES MADE THEREOF
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/188124
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a framework (50) for assembling an offshore framework structure in a modular manner, comprising a first bar (51) which functions as a floating body, a second bar (52), two posts (53) for supporting the bars (51, 52) in a substantially parallel manner, and two belts (54) for tensioning the framework (50). Connection elements (55) are arranged at each end of the bars (51, 52), said connection elements having flanges (56) for attaching the connection elements (55) to the bars (51, 52). Receiving areas (57) are arranged in the connection elements (55) transversely to the longitudinal direction (61) of the bars (51, 52) in order to attach the posts (53). Furthermore, the connection elements (55) have securing means (58) for securing belts (54) provided with tensioning devices (60) such that the framework (50) can be held in shape or diagonally tensioned by means of the tensioning devices (60).

Inventors:
SINN PHILIPP (DE)
Application Number:
EP2020/058041
Publication Date:
September 24, 2020
Filing Date:
March 23, 2020
Export Citation:
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Assignee:
SINN POWER GMBH (DE)
International Classes:
B63B1/10; B63B1/12; B63B3/04; B63B35/44; B63B75/00
Domestic Patent References:
WO1987003170A11987-06-04
WO2018143818A12018-08-09
WO2012098564A12012-07-26
Foreign References:
US20160152307A12016-06-02
DE102008048730B42010-10-07
Attorney, Agent or Firm:
ERHARDT, Martin (DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Fachwerk (50) zum modularen Aufbau einer Offshore-Fachwerkstruktur mit einem als Schwimmkörper funktionierenden ersten Riegel (51), einem zweiten Riegel (52), zwei Pfosten (53) zum im Wesentlichen parallelen Abstützen der Riegel (51 , 52) und mit zwei Bändern (54) zum Verspannen des Fachwerk (50), wobei an den jeweiligen Enden der Riegel (51 , 52) Verbindungselemente (55) angeordnet sind, welche aufweisen:

Flansche (56) zum Anbinden der Verbindungselemente (55) an die Riegel (51 , 52) in deren Längsrichtung (61);

Aufnahmen (57) zur Anbindung der Pfosten (53) an die Riegel (51 , 52) quer zur Längsrichtung (61) der Riegel (51 ,52);

Befestigungsmittel (58) zum Befestigen von mit Spannvorrichtungen (60) versehe nen Bändern (54), sodass das Fachwerk (50) mittels der Spannvorrichtungen (60) in Form gehalten bzw. diagonal verspannt werden kann.

2. Fachwerk (50) nach Anspruch 1 , bei dem die Verbindungselemente (55) bezüglich der Längsrichtung (61) der Riegel (51 , 52) asymmetrisch aufgebaut sind, wobei auf einer Seite ein Fortsatz (62) und auf der gegenüberliegenden Seite eine Halterung (66) ausge bildet ist, sodass der Fortsatz (62) eines Verbindungselements (55) eines Fachwerks (50) mittels der Halterung (66) eines anderen Verbindungselements (55) eines weiteren Fachwerks (50) verbunden werden kann.

3. Fachwerk (50) nach Anspruch 2, bei dem der Fortsatz (62) ein Verbindungsauge auf weist, in den ein Verbindungsbolzen (67) ersetzbar ist, wobei in eine in den Verbin dungsbolzen (67) eingebrachte Querbohrung (68) die Bänder (54) aufnehmbar sind.

4. Fachwerk (50) nach Anspruch 3, bei dem die Halterung (66) zwei Platten aufweist, die einander zugewandte trichterförmige Vertiefungen zeigen, mittels denen konisch ausge bildete Enden der Verbindungsbolzen (67) gefangen, zentriert und fixiert werden können, wenn die Platten geführt in Längsrichtung (61) der Pfosten aufeinander zu bewegt wer den.

5. Fachwerk (50) nach einem der vorherigen Ansprüche, bei dem die Flansche (56) der Verbindungselemente (55) und die Enden der Riegel (51 , 52) derart ausgestaltet sind, dass die Flansche (56) zumindest die Enden des ersten Riegels (51 , 52) fluiddicht ver schließen.

6. Fachwerk (50) nach einem der vorherigen Ansprüche, bei dem der erste Riegel (51 , 52) einen runden Querschnitt aufweist und/oder als Hohlkörper ausgebildet ist.

7. Fachwerk (50) nach einem der vorherigen Ansprüche, bei dem die Riegel (51 , 52), die Pfosten, die Verbindungselemente (55) und/oder die Bänder (54) aus einem metalli schen Werkstoff, aus Kunststoff oder einem Verbundwerkstoff gefertigt sind.

8. Fachwerk (50) nach einem der vorherigen Ansprüche, das allein durch die Auftriebskraft des ersten Riegels (51) schwimmfähig ist.

9. Fachwerk (50) nach einem der vorherigen Ansprüche, bei dem in Verlängerung zumin dest einer der Pfosten ein Schwimmkörper (100), insbesondere ein Schwimmkörper (100) nach einem der Ansprüche 14 bis 20, ein Teil einer Aufständerung, bspw. für So laranlagen oder Windkraftanlagen, oder eine Halterung für eine Plattform angeordnet ist.

10. Offs ho re- Fachwerkstruktur (70) gebildet aus 3 Fachwerken (50) gemäß einem der An sprüche 1 bis 9, die über die Verbindungselemente (55) zu einer geraden Dreiecks- Pris menstruktur miteinander verbunden sind, wobei die als Schwimmkörper funktionierenden ersten Riegel (51) eine im Wesentlichen dreieckige Grundfläche, die zweiten Riegel (52) eine im Wesentlichen dreieckige, zur Grundfläche kongruente Deckfläche aufspannen und zwei Pfosten (53) zweier benachbarter Fachwerke (50) jeweils eine Seitenkante bil den.

11. Offs ho re- Fachwerkstruktur (70) gebildet aus vier oder mehr Fachwerken (50) gemäß ei nem der Ansprüche 1 bis 9, die über die Verbindungselemente (55) zu einer geraden Rechteck- oder Vieleckeck-Prismenstruktur miteinander verbunden sind, wobei die als Schwimmkörper funktionierenden ersten Riegel (51) eine im Wesentlichen recht- oder vieleckige Grundfläche, die zweiten Riegel (52) eine im Wesentlichen recht- oder viel eckige zur Grundfläche kongruente Deckfläche aufspannen und zwei Pfosten (53) zweier benachbarter Fachwerke (50) jeweils eine Seitenkante bilden, wobei die Verbindungs elemente (55) der jeweiligen Fachwerke (50) Befestigungsmittel aufweisen, woran mit Spannvorrichtungen (60) versehenen Verbinder (69) befestigbar sind, um zwei Fach werke (50) der Fachwerkstruktur (70) an nicht benachbarten Enden miteinander zu Ver binden.

12. Fachwerkstruktur (70) nach Anspruch 11 , bei dem die Verbinder (69) im Wesentlichen in der Grundflächen- und/oder Deckflächenebene und/oder entlang einer Raumdiagonalen verlaufen.

13. Fachwerkstruktur (70) nach einem der Ansprüche 10 bis 12, das allein durch die Auf triebskraft der ersten Riegel (51) schwimmfähig ist.

14. Fachwerkstruktur (70) nach einem der Ansprüche 10 bis 13, bei der in Verlängerung ei ner oder mehrerer der Seitenkanten und/oder an einem oder mehreren der Riegel (51 , 52) ein oder mehrere Schwimmkörper (100), insbesondere Schwimmkörper (100) gemäß einem der Ansprüche 17 bis 23, oder Aufständerungen, Haltevorrichtungen, Plattformen oder dergleichen befestigbar sind.

15. Fachwerkstruktur (70) nach einem der Ansprüche 9 bis 13, bei der an einer oder mehre ren der Seitenkanten zwischen den ersten Riegeln (51) und den zweiten Riegeln (52) ein Schwimmkörper (100), insbesondere ein Schwimmkörper (100) nach einem der Ansprü che 17 bis 23, in vertikaler Richtung beweglich angeordnet ist.

16. Modular aufgebautes, schwimmendes Offshore-Tragwerk (80) zur schwimmenden Ab stützung von Haltevorrichtungen, Plattformen, Aufbauten, Aufständerungen für Solaran lagen, Windkraftanlagen und dergleichen, mit einer Vielzahl von Offshore-Fach- werkstrukturen (70) nach einem der Ansprüche 10 bis 15.

17. Torus-ähnlicher Schwimmkörper (100) mit einem die Torusrotationsachse (2) enthalten den Torusauge (4), der aus einer Vielzahl von Torussegment-artiger Pontons (1) aufge baut ist, wobei die Pontons (1) aufweisen:

Verbindungsmittel (10) an im Wesentlichen eben ausgebildeten Seitenflächen (9), die derart ausgebildet sind, dass benachbarte Pontons (1) in axialer und/oder radiale Richtung formschlüssig verbunden werden können;

Aufnahmen (30) an den radial inneren Pontonflächen (5) für die Aufnahme eines Verbindungsbauteil (15) im Torusauge (4); Haltemittel (20) an den radial äußeren Pontonflächen (7) zum Zusammenhalten be nachbarter Pontons (1) in Torus-Umfangsrichtung und fixieren der Pontons (1) in Richtung des Torusauges (4);

wobei die Pontons (1) im Rotationsschmelz-, Blasextrudier- oder RIM-Verfahren aus Kunststoff hergestellt sind.

18. Schwimmkörper (100) nach Anspruch 17, wobei die Verbindungsmittel (10) an einer der Seitenflächen (9) als zumindest eine im Wesentlichen radial, axial oder in radialer Rich tung schräg verlaufende Nut (12) und an der anderen Seitenfläche (9) als zumindest eine zur Nut (12) gegengleiche, im Wesentlichen komplementäre Feder (14) ausgebildet sind.

19. Schwimmkörper (100) nach Anspruch 17 oder 18, bei dem die Haltemittel (20) ein um laufender Ring oder Gurt oder Spannvorrichtungen (22) sind, die die einzelnen Pontons (1) in Umfangsrichtung Zusammenhalten.

20. Schwimmkörper (100) nach einem der Ansprüche 17 bis 19, bei dem die Winkel, die die Größe der einzelnen Torussegment-artigen Pontons (1), aus denen der Schwimmkörper (100) aufgebaut ist, definieren, voneinander abweichen und/oder bei dem die axiale Länge der einzelnen Torussegment-artigen Pontons (1), aus denen der Schwimmkörper (100) aufgebaut ist, voneinander abweichen.

21. Schwimmkörper (100) nach einem der Ansprüche 17 bis 20, der eine Ventilbetätigungs einrichtung (45) aufweist, mit der zumindest eine Ventileinrichtung (40) eines Pontons (1) zum zumindest teilweisen Fluten oder Entleeren des Pontons (1) betätigt werden kann.

22. Schwimmkörper (100) nach einem der Ansprüche 17 bis 21 , wobei zumindest einer der Pontons (1) auf der Ober- und/oder Unterseite Ösen (17) für den Transport des Pontons (1) und/oder des Schwimmkörpers (100) aufweist.

23. Schwimmkörper (100) nach einem der Ansprüche 17 bis 22, bei dem im Torusauge (4) mittels der Aufnahmen (30) ein im Wesentlichen rotationssymmetrischer Pontonträger (15) aufgenommen ist, dessen Rotationsachse mit der Torusrotationsachse überein stimmt und an dem eine im Wesentlichen parallel zur Torusrotationsachse ausgerichtete Hubstange (25) zum Weiterleiten von oszillierenden Bewegungen des Schwimmkörpers (100) befestigbar ist.

24. Wellenkraftwerk (200), das modular aus einer Vielzahl von Fachwerkstrukturen (70) nach Anspruch 12 aufgebaut ist und eine Vielzahl von Schwimmkörper (100) nach Anspruch 20 aufweist, wobei die Hubstangen (25) mit Antriebswellen von Lineargeneratoren (90), die gegen die Hubstangen (25) elastisch vorgespannt sind, derart wirkverbunden sind, dass oszillierende Bewegungen der Hubstangen (25) die Antriebswellen der Lineargene ratoren (90) in Drehung versetzen.

Description:
FACHWERK UND DARAUS AUFGEBAUTE OFFSHORE- TRAGSTRUKTUREN

Die Erfindung betrifft schwimmfähige, im Wesentlichen flächig aufgebaute Fachwerke und daraus modular zusammengesetzte, schwimmfähige 3-dimensionale Tragstrukturen, bei spielsweise als Tragstruktur für schwimmende Plattformen, beispielsweise für die Aufstände rung von Solarpanelen und Windenergieanlagen, oder als Tragstruktur für Wellenkraftwerke.

Schwimmende Plattformen, wie beispielsweise mittels Schwimmkörper getragene Plattfor men oder Pontons und dergleichen, sind vielfältig im Stand der Technik bekannt. Viele dieser Strukturen sind kompliziert in ihrem Aufbau und werden daher oftmals an Land montiert, um im montierten Zustand an ihren Einsatzort gebracht zu werden. Dies begrenzt insbesondere die Baugröße solcher Plattformen.

Tragstrukturen mit einer größeren Flächenausdehnung, welche offshore zusammengesetzt werden, sind oftmals nur schwer manipulier- bzw. manövrierbar, insbesondere, wenn diese auf offener See, d.h. im Meer, zum Einsatz kommen sollen. Hierbei verursacht speziell der Aufbau„offshore“ einen hohen Einsatz an Hilfsmitteln und somit Kosten, die bei diesen flä chenhaft ausgedehnten Tragstrukturen sehr hoch sein können.

Es ist daher Aufgabe der Erfindung eine Tragstruktur bereit zu stellen, welche mit einfachen Mitteln und kostengünstig erstellt werden kann, wobei die Tragstruktur modular aufbaut und erweiterbar sein soll. Dabei soll der Herstell- und Montageaufwand auf ein Minimum redu ziert werden, insbesondere der Montageaufwand offshore. Mit der erfindungsgemäßen Trag werksstruktur soll darüber hinaus eine robuste, schwimmfähige Tragstruktur bereitgestellt werden können, die in ihren Dimensionen und Tragkraft flexible anpassbar ist.

Die Aufgabe wird gelöst, durch ein schwimmfähiges, im Wesentlichen flächig ausgebildetes Fachwerk gemäß Anspruch 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den davon abhängigen Unteransprüchen 2-7 angegeben. Die erfindungsgemäße Aufgabe wird weiter durch eine schwimmfähige Fachwerkstruktur nach Anspruch 8 oder 9 gelöst. Bevorzugte Ausführungs formen dieser Fachwerkstrukturen sind mit den davon abhängigen Unteransprüchen ange- geben. Zum Erhöhen der Auftriebskraft werden ferner Schwimmkörper gemäß unabhängi gem Anspruch 14 angegeben, wobei bevorzugte Weiterentwicklungen mit den davon abhän gigen Unteransprüchen angegeben sind. Mit Anspruch 21 ist ferner ein Wellenkraftwerk an gegeben, welches modular aus einer Vielzahl von erfindungsgemäßen Fachwerkstrukturen aufgebaut ist, die wiederum aus den erfindungsgemäßen Fachwerken modular aufgebaut sind. Zur Umwandlung von Wellenenergie in elektrische Energie werden die zuvor genann ten Schwimmkörper verwendet.

Die erfindungsgemäße Basiseinheit bildet ein Fachwerk, welches für den modularen Aufbau einer Offshore Fachwerkstruktur vorgesehen und im Wesentlichen flächig ausgebildet ist.

Das erfindungsgemäße Fachwerk weist einen ersten als Schwimmkörper funktionierenden Riegel und einen zweiten Riegel auf, die parallel zueinander mittels zwei seitlicher Pfosten abgestützt sind. Mittels zwei Bänder kann das Fachwerk diagonal in Form gehalten bzw. ver spannt werden. Zum Verbinden der Riegel mit den Pfosten und der Bänder sind an den En den der Riegel Verbindungselemente mit Flanschen angeordnet. Falls der erste und/oder der zweite Riegel aus einem Hohlkörper aufgebaut ist, verschließen die Flansche die Riegel flu iddicht, sodass ein darin aufgenommenes Luftvolumen eine entsprechende Auftriebskraft er zeugt. Bei Verwendung metallischer Werkstoffe kann dies beispielsweise mittels Verschwei ßen der Flansche mit den Riegeln erfolgen. Andere fachübliche Verbindungen, wie beispiels weise ein Verschrauben oder Verkleben, ggf. mit Dichtungen, sind hierbei vom Erfindungs gedanken ebenfalls umfasst. In einer weiteren Ausführungsform ist zumindest der erste Rie gel als fluiddichter Hohlkörper ausgebildet, an dessen Enden die Verbindungselemente be festigt werden können.

Bevorzugt bilden die Riegel zusammen mit den daran an deren Enden angebrachten Verbin dungselementen eine insbesondere an Land vormontierte Baugruppe des erfindungsge mäße n Fachwerks. Dabei weisen die Verbindungselemente neben den Flanschen Aufnah men zum Anbinden der Pfosten an die Riegel quer zur Längsrichtung der Riegel auf, um die Riegel parallel beabstandet zu halten. Bevorzugt werden diese seitlichen Pfosten, die im We sentlichen senkrecht zu den Riegeln ausgerichtet sind, lediglich mit den Aufnahmen zusam men gesteckt. Weiter bevorzugt geschieht dies ohne Zuhilfenahme von Werkzeug, sodass alle bekannten Arten von starren oder gelenkigen Steck-, Klemm-, Clip-Verbindungen vom Erfindungsgedanken umfasst sind, die zum Anbinden der Pfosten an die Verbindungsele mente ohne Werkzeug geeignet sind. Zum in Form halten, ggf. Verspannen und Zusammenhalten des erfindungsgemäßen Fach werks, und somit auch der Riegel mit den Pfosten, werden Bänder eingesetzt, welche Spannvorrichtungen aufweisen. Diese Bänder, sind an Befestigungsmitteln an den Verbin dungselementen befestigbar und fixieren das Fachwerk diagonal, bzw. halten es in der im Wesentlichen rechteckigen Form. Unter den Begriff Bänder fallen dabei Zug- und Zurrgurte, genauso wie Streben mit Spannvorrichtung, beispielsweise mit entsprechenden Unks- Rechtsgewinden, Seile, etc.

In einem bevorzugen Ausführungsbeispiel werden Bolzen quer zur Längsrichtung der Riegel und quer zur Längsrichtung der Pfosten in die Verbindungselemente eingesetzt, wobei die Bolzen weiter bevorzugt drehbar sind, jedoch durch die darin eingesetzten Bänder axial fi xiert in den Verbindungselementen aufgenommen sind. In einer Ausführungsform der Erfin dung sind die als Bänder ausgebildeten Fachwerkstreben an der Spannvorrichtung teilbar und weisen jeweils an dem der Spannvorrichtung gegenüberliegendem Ende einen Bund auf, dessen Durchmesser größer ist als der der Querbohrung des im Verbindungselement aufgenommenen Bolzens. Mittels der Spannvorrichtung können die Bänder/Fachwerkstre ben nach Einsetzen in die Verbindungselemente bzw. in die drehbaren Bolzen, miteinander verbunden, d.h. diagonal miteinander verspannt werden, sodass das erfindungsgemäße Fachwerk in sich fest verbunden ist und alle beteiligten Bauteile festgesetzt sind. Mittels der Drehbarkeit der Bolzen in den Verbindungselementen ist das erfindungsgemäße Fachwerk skalierbar, da sich bei einem Verlängern der Riegel und/oder Pfosten neben der Länge der Fachwerkdiagonalen auch deren Winkel ändert. Bei einem Verspannen mit beispielsweise mit Zuggurten als Bänder erübrigen sich die drehbar in den Verbindungselementen aufge nommen Bolzen, da die Befestigungsmittel für die Bänder beispielsweise in Art einer Durch führung, einer Öse oder eines Schlitzes ausgebildet sind.

Somit kann ein erfindungsgemäßes Fachwerk durch einfaches bevorzugt Werkzeug-loses Anbinden der mit Verbindungselementen versehenen Riegel mit den Pfosten und Einführen von (teilbaren) Bändern in Durchführungen oder Fachwerkstreben in drehbare Bolzen mit Querbohrungen, allein durch Spannvorrichtungen in Form bzw. zusammengehalten werden. Dadurch ist ein minimaler Einsatz an Hilfsmitteln zum Aufbau eines erfindungsgemäßen Fachwerks erforderlich. Erfindungsgemäß sind die ersten Riegel schwimmfähig bzw. funktio nieren als Schwimmkörper. Damit erzeugen sie eine Auftriebskraft, die die Gewichtskraft ih res Eigengewichts in Wasser reduziert, ausgleicht oder gar übersteigt. In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Auftriebskraft des ersten Riegel so hoch, dass ein Fachwerk schwimmend an ein Wasseroberfläche gehalten werden kann, wobei in anderen Ausfüh rungsformen die Auftriebskraft der ersten Riegel geringer ist, und zusätzliche Schwimmkör per beispielsweise in Verlängerung der Pfosten am Fachwerk angeordnet werden können.

Bevorzugt kann daher das erfindungsgemäße Fachwerk als Baugruppe, beispielsweise an Land, aufgebaut werden und zum Ausbilden einer Fachwerkstruktur an Land oder offshore erstellt werden oder zum Erweitern einer Tragwerkstruktur„offshore“ verbracht werden. In einer anderen Ausführungsform kann aus mehreren erfindungsgemäßen Fachwerken an Land oder in Ufernähe ein Offshore-Tragwerkstrukturmodul zusammengesetzt werden und beispielsweise mittels eines Schleppers an seinen Einsatzort gebracht werden, wo es mit weiteren Offshore-Fachwerkstruktur-Modulen verbunden werden kann. Weiteres hierzu un ten.

Die Schwimmfähigkeit einer erfindungsgemäßen Fachwerks kann, wie oben bereits ange deutet durch die Ausbildung der ersten Riegel als Hohlkörper, die mit den Verbindungsele menten fluiddicht verschlossen sind, oder die als fluiddichte Hohlkörper ausgebildet sind, die an die erfindungsgemäßen Verbindungselemente befestigbar sind, gewährleistet werden. Im erfindungsgemäßen Fachwerk können die ersten und zweiten Riegel unterschiedliche Quer schnitte oder unterschiedlich große Durchmesser aufweisen, bzw. aus unterschiedlichen Ma terialien gefertigt sein, da die zweiten Riegel nicht zur Auftriebskraft beitragen müssen, auch wenn dies vollstellbar ist. Dies gilt insbesondere in Anwendungsfällen, in denen die erfin dungsgemäßen Fachwerke senkrecht in einer Tragstruktur ausgerichtet sind, wobei bei spielsweise die ersten Riegel die unteren Riegel bilden. Hierbei sind dann insbesondere die auf oder kurz unter der Wasseroberfläche schwimmenden ersten Riegel für das Erzeugen einer Auftriebskraft ausschlaggebend. Es ist daher vorstellbar, den Durchmesser eines ers ten Riegels sehr viel größer auszugestalten als den Durchmesser des anderen, zweiten Rie gels, um so beispielsweise Gewicht einzusparen. Aus Wirtschaftlichkeitsgründen ist jedoch ebenfalls vorstellbar, die beiden Riegel als Gleichteile auszuführen, da dann auch die Verbin dungselemente, von denen vier in jedem Fachwerk verbaut werden, als Gleichteile ausbild bar sind, ohne dass Adapterstücke erforderlich sind. Ggf. sind dann zur Erzeugung ausrei chend hoher Auftriebskräfte die Anordnung weiter Schwimmkörper in Verlängerung der Pfos ten oder an den Riegeln erforderlich. Auch die Verwendung gleicher Materialien für die bei den Riegel ist erfindungsgemäß nicht notwendig, sodass beispielsweise der eine Auftriebs kraft erzeugende erste Riegel beispielsweise aus einem Kunststoff oder Kunststoffverbund- Werkstoff hergestellt werden kann, wobei der andere parallele (obere) zweite Riegel aus ei nem metallischen Material bestehen kann und bspw. einen Querschnittsform eines Doppel- T-Trägers aufweist und weiter bspw. aus Meerwasser-festen Aluminium gefertigt ist.

Prinzipiell können alle Materialien zum Einsatz kommen, die fachüblich zur Erzeugung einer Auftriebskraft verwendet werden können, wie Hohlkörper, Materialien mit einer Dichte gerin ger als die von Wasser, insbesondere Salzwasser. Hierbei kann beispielsweise auch an ge schäumte Materialien gedacht werden, die beispielsweise einen massiven Kern des Riegels umgeben, der etwa aus Festigkeitsgründen notwendig ist.

Zur weiteren Erhöhung der Auftriebskraft ist in einem weiteren erfindungsgemäßen Ausfüh rungsbeispiel ein Schwimmkörper an den Fachwerken befestigbar, beispielsweise in Verlän gerung der Pfosten, die die beiden Riegel parallel zueinander beabstanden. Eine Befesti gung eines Schwimmkörpers auf halber Strecke zwischen den beiden Verbindungselemen ten ist jedoch genauso vom Erfindungsgedanken umfasst, wie die Anordnung zweier oder mehrerer Schwimmkörper auch übereinander am erfindungsgemäß bevorzugt allein schwimmfähigen Fachwerk.

Damit die erfindungsgemäßen Fachwerke schräg oder quer zu ihrer Flächenausdehnung miteinander verbindbar sind oder zu einer dreidimensionalen Struktur verbindbar sind, wei sen die Verbindungselemente eine asymmetrische Form bezüglich der Längsrichtung der Riegel auf, wobei auf einer Seite ein Fortsatz und auf der gegenüberliegenden Seite eine Halterung ausgebildet ist, sodass der Fortsatz eines Verbindungselements eines ersten Fachwerks mittels der Halterung eines anderen Verbindungselements eines weiteren, zwei ten Fachwerks verbunden werden kann. Damit können die Verbindungselemente an allen Eckpunkten des erfindungsgemäßen Fachwerks als Gleichteile ausgeführt werden. Da im mer zwei benachbarte Verbindungselemente zweier Fachwerk einer Art Männchen-Weib- chen-Verbindung verbindbar sind.

Eine Ausführungsform der Erfindung weist Fortsätze an den Verbindungselementen auf, in die ein Verbindungsauge eingebracht ist, in welches wiederum ein Verbindungsbolzen er setzbar ist. Zum Festsetzen eines solchen Verbindungsbolzens sind auf der dem Verbin dungsauge gegenüber liegenden Seite des Verbindungselementes Anschraubpunkte für Hal terungen vorgesehen, die die jeweiligen Verbindungsbolzen im Verbindungsauge eines be nachbarten Verbindungselementes in axialer Richtung fixieren können. Somit ist es erfin- dungsgemäß möglich, mit Gleichteilen für die Verbindungselemente sowohl das erfindungs gemäße Fachwerk an sich zusammenzuhalten, als auch über diese Verbindungselemente mehrere erfindungsgemäße Fachwerke miteinander zu verbinden. Die genaue Ausgestal tung des Verbindungsauges gegebenenfalls mit Verstärkungsbuchsen als auch die genaue Ausgestaltung der Verbindungsbolzen, welche bevorzugt konische Enden aufweisen, sowie der Halteelemente zum Fangen und Arretieren der Verbindungsbolzen sind fachüblich keine Grenzen gesetzt. Eine konkrete Ausführungsform wird unten anhand der beigefügten Figu ren näher beschrieben.

Wie oben bereits angedeutet, können die erfindungsgemäßen und ggf. allein schwimmfähi gen Fachwerke zu einer schwimmfähigen dreidimensionalen Offshore-Fachwerkstruktur, ins besondere zu einem erfindungsgemäßen 3-dimensionalen Fachwerkstrukturmodul in Form eines geraden Dreieck-Prismas oder eines geraden Viereck- oder Vieleck-Prismas mittels geeigneter Verbindungselemente zusammengesetzt werden. Charakteristisch für solche ge raden Prismen sind deren kongruente Grund- und Deckflächen. Erfindungsgemäß bilden die oben beschriebenen Fachwerke als Basisbaugruppen die Seitenflächen derartiger Offshore- Fachwerkstruktur-Module gemäß der Erfindung.

Erfindungsgemäß ist es bevorzugt, dass die Fachwerke in den erfindungsgemäßen Offs- hore-Fachwerkstruktur-Modulen senkrecht, d.h. vertikal zu einer Wasseroberfläche, ausge richtet sind, wobei die ersten Riegel im oder auf dem Wasser schwimmen. Diese Fach- werkstruktur-Module, welche insbesondere modulare Grundkörper für flächenhafte Trag werkstrukturen, beispielsweise zum Aufbau einer großflächigen Fachwerkstruktur bilden, können hierbei sowohl an Land als auch an See zusammengesetzt werden, da die Fach werke in sich steif und verspannt sind, womit sie einfacher transportier, montier- und manipu lierbar sind als deren Einzelteile selbst. Dies gilt insbesondere auch dann, wenn die Fach werk bei Wellengang zusammengefügt werden sollen.

Ein aus drei erfindungsgemäßen Fachwerken gebildete Fachwerkstruktur stellt dabei das kleinste Modul dar, ein gerades Dreiecks-Prisma. Dabei spannen die ersten Riegel eine in etwa dreieckige Grundfläche auf, wobei die zweiten Riegel eine dazu kongruente dreieckige Deckfläche aufspannen. Da die in diesem Fall drei Fachwerke senkrecht angeordnet sind, werden die Seitenkanten eines solchen Dreiecksprismas durch jeweils zwei seitliche Stan gen zweier benachbarter Fachwerke gebildet. Verbunden sind die Fachwerke dabei über die Verbindungselemente. Konkret - wie oben bereits ausgeführt - beispielsweise über an den Verbindungselementen ausgebildeten Fortsätze mit Verbindungsaugen, in denen Verbin dungsbolzen einsetzbar sind, die von Halterungen, welche an das benachbarte Verbindungs element beispielsweise anschraubbar sind, gehalten werden. Aufgrund der geraden Drei ecks-Prismenstruktur ist ein solches Modul in sich stabil und benötigt keine Verspannungen in der jeweiligen Grund- oder Deckfläche, obwohl solche vorstellbar sind.

Werden vier erfindungsgemäße Fachwerke jeweils vertikal stehend miteinander verbunden, ergibt sich eine im Wesentlichen quaderförmige Struktur, wobei die vertikalen Seitenkanten aus jeweils zwei seitlichen Stangen benachbarter Fachwerke gebildet sind. Hier bilden die ersten Riegel als auch die zweiten Riegel jeweils eine im Wesentlichen rechteckige Grund- bzw. Deckfläche aus. Auch hier werden benachbarte Fachwerke mittels der Verbindungsele mente, wie oben bereits beschrieben, miteinander verbunden.

Zusätzlich können die Verbindungbolzen der einzelnen Verbindungselemente Querbohrun gen aufweisen, in welche mit Spannvorrichtungen versehene Verbinder einführbar sind, um die Fachwerke beispielsweise in der Grundfläche als auch der Deckfläche miteinander zu verspannen. Werden die Querbohrungen als Schrägbohrungen ausgeführt, so können auch Verbinder in der Raumdiagonale, d.h. von einem Verbindungspunkt in der Grundfläche zu einem Verbindungspunkt der Deckfläche, welche nicht Teil des gleichen Fachwerks ist, ver bunden werden. Auch hier ist es bevorzugt, die Verbindungsbolzen drehbar in den Verbin dungselementen aufzunehmen, damit das aus bevorzugt skalierbaren Fachwerken aufge baute dreidimensionale Offshore-Fachwerkstruktur-Modul ebenfalls skalierbar ist.

Mittels des erfindungsgemäßen Verbindens erfindungsgemäßer Fachwerke entstehend so mit gerade Dreiecks-Prismen oder gerade Vierecks-Prismen oder gerade Vieleck-Prismen, welche ein Offshore-Fachwerkstruktur-Modul einer flächenhaft ausgedehnten Tragwerkstruk- tur bilden können. Mit diesen dreidimensionalen Dreieck-, Quader- oder Vieleckstrukturen können dann je nach Anwendungsfall individuell gestaltete Tragwerksstrukturen aufgebaut werden, die Plattformen oder Abstütz- Unterstützungsvorrichtungen für erneuerbare Ener gien oder Wartungsplattformen oder auch für Windkraftanlagen oder Bohrinseln darstellen können. Selbstredend sind die erfindungsgemäßen Fachwerke auch in Tragstrukturen für Freizeitbadeplattformen oder als Equipment-oder Pausenplattformen für Tauchgänge vor stellbar. Das Einsatzgebiet erfindungsgemäßer Offshore-Tragwerkstrukturen ist hierauf je doch nicht limitiert, sodass beispielsweise auch Fahrbrücken oder ähnliches vorstellbar sind. Sollte der Eigenauftrieb der aus erfindungsgemäßen Fachwerken gebildeten Offshore-Trag- werkstrukturen für den jeweiligen Anwendungsfall nicht ausreichen, so können Schwimmkör per zusätzlich an oder unter den für den Auftrieb vorgesehenen ersten Riegeln befestigt wer den. Hierzu ist beispielsweise vorstellbar, in Verlängerung der Pfosten entsprechende Auf nahmevorrichtungen für Haltestangen oder Halteösen für Schwimmkörper anzuordnen, mit dem die Fachwerkstrukturen an den jeweiligen Verbindungspunkten/Knotenpunkten unter stützbar sind. In einer bevorzugten Ausführungsform können somit beispielsweise an einer quaderförmigen Fachwerkstruktur vier Schwimmkörper an den jeweiligen vier Ecken der rechteckigen Grundfläche angeordnet werden, wobei auch eine höhere, durch vier teilbare Anzahl an Schwimmkörpern im Bereich des Möglichen ist.

Analog können Haltestangen auch an den oberen Konten- bzw. Eckpunkten der Fach- werkstruktur-Module befestigt werden, um daran weitere Strukturelemente für Haltevorrich tung zu befestigen.

Erfindungsgemäß werden bevorzugt Schwimmkörper verwendet, die einen Torus-ähnlichen Aufbau aus torussegmentartigen Pontons aufweisen. Ein solcher Torus-ähnlicher Schwimm körper weist bevorzugt eine Vielzahl gleichartiger torussegmentartigen Pontons auf. Jedes dieser Torussegmente zeigt dabei an seinen im Wesentlichen eben/plan ausgebildeten Sei tenflächen Verbindungsmittel auf, mit denen Kuchenstück-ähnlich ausgebildete Pontons axial und/oder radial formschlüssig miteinander verbunden werden können. Eine erfindungs gemäß bevorzugte Verbindungsart ist die Ausbildung von Nut und Feder-Verbindungen. Die erfindungsgemäß bevorzugt verwendeten Schwimmkörper werden somit kuchenstückartig zusammengesetzt, wobei im Toruszentrum, d.h. im Torusauge, Aufnahmen ausgebildet sind, um ein Verbindungsbauteil, beispielsweise zur Anbindung an die Verbindungselemente der Knotenpunkte der Fachwerkstrukturen vorgesehen sind. Am äußeren Umfang der einzelnen Pontons sind Haltemittel vorgesehen, mit denen die einzelnen segmentartigen Pontons zu sammengehalten werden, damit gegen auseinander driften gesichert sind. In einer einfachen Ausführungsform sind dies Gurte, die in Umfangsnuten der Torussegmente eingreifen und so ein auseinanderdriften der Torussegmente verhindern.

Ein Torus - auch im Sinne der Erfindung - ist dabei ein Körper, der aus einer im Wesentli chen aus konvexen Linien gebildeten, geschlossenen Kontur, die um eine davon beabstan- dete Torusrotationsachse rotiert, gebildet wird. Dabei ist die beispielsweise aus konvexen Li nien aufgebaute Kontur im einfachsten Fall ein Kreis - was in diesem Spezialfall zu einer „Donut“-Form führt. Jedoch kann jede andere, auch konkave Bereiche aufweisende Kontur erfindungsgemäß verwendet werden, die in einem Abstand zur Torusrotationsachse, zum Ausbilden eines zentralen Torusauges, um diese rotiert. Die im Weiteren angegebenen Rich tungsangaben, wie axial, radial oder umfänglich, beziehen sich daher - falls nichts anderes angegeben ist - auf die Torusrotationsachse.

Gemäß der Erfindung bildet ein Ponton ein Torussegment eines solchen Torus aus, d.h. mit einer Vielzahl dieser Torussegment-artigen Pontons kann einen vollständiger Torus-ähnli chen Schwimmkörper aufgebaut werden. Dabei ist die erforderliche Anzahl der Torusseg- ment-artigen Pontons zum Ausbilden eines vollständigen Torus-ähnlichen Schwimmkörpers für den Erfindungsgedanken unerheblich. Hierbei ist jeder Ponton für sich alleine schwimm fähig und stellt beispielsweise einen geschlossenen Hohlkörper dar.

Zum Zusammensetzen eines Torus-ähnlichen Schwimmkörpers weisen die erfindungsgemä ßen schwimmfähigen Torussegment-artigen Pontons an den im Wesentlichen eben ausge bildeten Seitenflächen zum formschlüssigen, axialen, radialen und/oder schräg radialen Ver binden benachbarter Pontons geeignete Verbindungsmittel auf. Erfindungsgemäß sind ebene Seitenflächen hierbei bevorzugt, da hierüber eine gute form- und kraftschlüssige Ver bindung benachbarter Pontons erreicht werden kann, insbesondere in axialer Torusrotations- achsen-Richtung.

Des Weiteren sieht die Erfindung an den radial äußeren Pontonflächen Haltemittel vor, um benachbarte Pontons in Torus-Umfangsrichtung und/oder in radialer Richtung miteinander zu verbinden. Mit der erfindungsgemäßen Anordnung von Verbindungsmitteln an den Seiten flächen sowie Haltemitteln an den radialen äußeren Pontonflächen können die einzelnen Torussegment-artige Pontons zu einem erfindungsgemäßen Schwimmkörpers zusammen gesetzt werden, der ein zentrales Torusauge aufweist. Somit ergibt sich für die Demontage eines einzelnen Torussegment-artigen Pontons eine einfache Entnahmemöglichkeit in radia ler Richtung, ohne dass der gesamte Schwimmkörper zerlegt werden muss. Speziell durch die an den radial äußeren Pontonflächen angebrachten Haltemittel wird ein radiales Ausei nanderdriften der einzelnen Torussegment-artigen Pontons vermieden. Diese Haltemittel können in einem einfachen robusten Ausführungsbeispiel ein Ring, insbesondere ein Metal- ring oder auch ein Gurt, bspw. ein Endlosgurt, sein, der um die Pontons herum in die Halte mittel eingelegt /-geschnappt werden kann.

Weiter erfindungsgemäß weist ein erfindungsgemäßer Torussegment-artiger Ponton an den radial inneren Pontonflächen Aufnahmen auf, in denen im Torusauge ein weiteres Bauteil, io

wie beispielsweise ein Pontonträger aufgenommen werden kann. Ein solcher Pontonträger ist gemäß der Erfindung bevorzugt teilweise formschlüssig mit jedem einzelnen Ponton und somit auch mit dem Gesamtschwimmkörper flächenartig verbunden, so dass Kräfte, die in axialer Richtung der Torus-Rotationsachse wirken, gut übertragbar sind. Insbesondere wird über eine flächige Anbindung/Aufnahme des Pontonträgers im Torusauge erreicht, dass auf den Schwimmkörper wirkende Kräfte nicht punktuell auf die einzelnen Pontons übertragen werden. An einem solchen Pontonträger können weitere Einrichtungen, die ggf. für die Funktion eines Wellenkraftwerks erforderlich sind, wie z.B. eine Hubstange, fachüblich be festigt werden.

Insgesamt lässt sich somit aus den erfindungsgemäßen, Torussegment-artigen Pontons ein Torus-ähnlicher Schwimmkörper in einfacher Art und Weise zusammensetzen, der eine kom pakte Form und Struktur aufweist. Die kompakte Form verleiht dem Torus-ähnlichen

Schwimmkörper eine hohe Stabilität sowie eine hohe Robustheit. Darüber hinaus kann ein solcher Torus-ähnlicher Schwimmkörper im Falle einer Beschädigung eines einzelnen Torus artigen Segments, d.h. eines Pontons, in einfacher Art und Weise durch Austausch des be schädigten Pontons wieder instandgesetzt werden. Ein vollständiger Austausch des

Schwimmkörpers ist dann nicht notwendig. Dies ermöglicht weiterhin eine einfache Wartung auf dem Wasser, ohne dass beispielsweise ein kompletter Schwimmkörper eines Fach- werkstruktur-Moduls demontiert werden muss, um an Bord eines Schiffes oder an Land zu repariert zu werden.

Gemäß der Erfindung werden die erfindungsgemäßen Torussegment-artigen Pontons im Ro tationsschmelzverfahren, im Blasextrudierverfahren oder im RIM-Verfahren aus Kunststoff hergestellt, wobei bei allen drei Verfahren ist die Herstellung von Bauteilen mit innenliegen den Hohlräumen möglich ist. Beim RIM-Verfahren ist auch die Herstellung von Vollmaterial- Schwimmkörper denkbar. Somit ergibt sich für die Herstellung eines erfindungsgemäßen, Torussegment-artigen Pontons ein kostengünstiges Verfahren, welches, mit einer verhältnis mäßig einfachen Grundform, in einem zyklischen Verfahren die Herstellung einer Vielzahl er findungsgemäßer Pontons in Serie möglich macht. Die zuvor genannten Herstellverfahren sind hierbei dem Fachmann geläufige, industriell ausgereifte Verfahren, die im Rahmen die ser Erfindungsbeschreibung nicht näher erläutert werden müssen. Diese Verfahren gewähr leisten einen hohen Grad an Wiederholbarkeit, so dass eine Vielzahl erfindungsgemäßer Pontons mit geringen Toleranz-Abweichungen produzierbar sind. Da das Rotationsschmelz-, das Blasextrudier- oder das RIM-Verfahren industriell ausgereifte, großtechnische Verfahren sind, sind diese Verfahren auch kostengünstig in ihren Verfahrenskosten, relativ z.B. zu einer Einzelfertigung für„einteilige“ Schwimmkörper.

Erfindungsgemäß ist es weiterhin bevorzugt, die erfindungsgemäßen Pontons aus einem Kunststoff herzustellen, was insbesondere bei den Blasextrudier- und dem RIM-Verfahren impliziert ist. Mit dem Rotationsschmelzverfahren als auch mit dem Blasextrudierverfahren können die erfindungsgemäßen Pontons als Hohlkörper hergestellt werden, was ihre

Schwimmfähigkeit verbessert. Mittels des Rotationsschmelzverfahrens lassen sich erfin dungsgemäße Pontons gegebenenfalls auch aus Aluminium hersteilen, was aber bei einem Einsatz im Meerwasser eine spezielle Aluminiumlegierung erfordert. Kunststoffe sind demge genüber - wie leider auch die Umweltproblematik zeigt - Seewasser-resistenter und somit für den Einsatz in erfindungsgemäßen Torussegment-artigen Pontons bevorzugt. Eine wei tere bevorzugte Eigenschaft von Kunststoffen liegt darin, dass deren Eigenschaften hinsicht lich Elastizität, Bruchdehnung, Kerbschlagzähigkeit, etc. besser auf die jeweiligen Einsatzbe dürfnisse anpassbar ist, als dies bei anderen Werkstoffen, wie beispielsweise Holz, Metallen oder Textilien möglich ist.

In bevorzugten Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Pontons ist an einer Seitenflä che als Verbindungsmittel zu einer Seitenfläche eines benachbarten Pontons zumindest eine im Wesentlichen radial, axial oder in radialer Richtung schräg verlaufende Nut angeordnet, die in eine dazu gegengleiche, im Wesentlichen komplementäre Feder auf der ebenen Ver bindungsfläche des benachbarten Ponton eingreifen kann, um einen Formschluss zwischen zwei benachbarten Pontons zu erreichen. Somit ergibt sich für einen einzelnen Ponton, dass auf einer Seitenfläche zumindest eine in radialer, axialer oder in radialer Richtung schräg verlaufende Nut ausgebildet ist und dass auf der anderen Seitenfläche desselben Pontons eine hierzu gegengleiche im Wesentlichen komplementäre Feder ausgebildet ist. Diese Not wendigkeit ergibt sich aus der gedanklichen Vervollständigung des Torus-ähnlichen

Schwimmkörpers, damit alle einzelnen Pontons über eine Nut und Feder-Verbindung an den Seitenflächen miteinander verbindbar sind.

Für einen Fachmann ist es dabei offensichtlich, dass die Nut und Feder Paarungen nur inso fern komplementär ausgebildet sein müssen, als dass die Pontons zusammensteck- bzw. schiebbar sind. Jedoch kann insbesondere die radiale Länge einer Nut auch länger sein als die radiale Länge der darin aufzunehmenden Feder. Die Feder darf radial nur nicht länger sein, da sonst eine Montage nicht möglich wäre. Somit bezieht sich im Wesentlichen komple mentär auf die geometrische Ausbildung der Nut und Federn derart, dass sie zumindest in axialer Torus-Richtung formschlüssig ineinander greifen können.

Dabei ist es bei der Zusammensetzung, d.h. beim Aufbau des Schwimmkörpers unerheblich, ob die einzelnen Torussegmente, d.h. die Pontons, in axialer oder in radialer oder in einer dazu schräg verlaufenden Richtung zusammengeschoben werden können. Einem Fach mann ist bekannt, dass die einzelnen Nut und Federverbindungen ggf. Anschläge aufweisen können, damit ein Vervollständigen des Torus, d.h. des Schwimmkörpers, erleichtert wird. Solche Anschläge können beispielsweise durch eine radial einwärts und/oder radial auswärts angeordnete Begrenzung der Nut umgesetzt werden. Jedoch können auch Nasen oder Vor sprünge, die an den Seitenflächen vorstehen, einen derartigen Anschlag bilden. Zur radial äußeren Seite ist eine derartige Begrenzung für die Nut und Federverbindung nicht erforder lich, jedoch kann eine solche radial nach außen wirkende Begrenzung die (Vor-) Montage des Schwimmkörpers gegebenenfalls erleichtern.

In einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist der erfindungsgemäße Ponton im We sentlichen symmetrisch ausgebildet, wobei jede Seitenfläche zumindest eine Nut und eine Feder aufweist. Dabei ist ein solcher Ponton symmetrisch zur Torusäquatorebene, wodurch eine auf einer Seitenfläche oben angeordnete Nut auf der anderen Seitenfläche unten ange ordnet ist. Ein Analoges gilt für die gegengleichen, im Wesentlichen komplementär ausgebil deten Federn. Eine solche symmetrische Ausbildung des Pontons erleichtert gegebenenfalls die Montage, da auf die Orientierung des Pontons beim Einsetzen bzw. Zusammensetzen des Schwimmkörpers nicht geachtet werden muss.

Der erfindungsgemäße Ponton weist ferner auf den radialen äußeren Pontonflächen Halte mittel auf, mit denen benachbarte Pontons in Torus-Umfangsrichtung, also in Schwimmkör perumfangsrichtung zusammengehalten werden können. Dabei können diese Haltemittel gleichzeitig eine radial einwärts in Richtung des Torusauges bzw. der Torusrotationsachse gerichtete Kraft ausüben und so die Pontons auch in radialer Richtung fixieren. In einer bei spielhaften Ausführung sind diese Haltemittel in Form einer umlaufenden Nut an der radial äußeren Torusfläche ausgebildet, in die ein Ring, bspw. aus Metall oder einem Textil oder Elastomer, eingelegt/eingeschnappt werden kann. Einem Fachmann sind viele Möglichkeiten geläufig, wie eine solche Fixierung in Umfangsrichtung ausgeführt werden kann, womit alle Möglichkeiten vom Erfindungsgedanken umfasst sind. Weitere Beispiele sind Spannvorrich- tungen, wie Spannbügel, die in Spannnasen eingreifen; Spanngurte, wie sie häufig zu Trans portzwecken verwendet werden; elastische und/oder gummiartige Ringe; oder auch ein Seil, etc. Bei den hierfür verwendeten Materialen sind allerdings ggf. die rauen Umweltbedingun gen auf hoher See zu berücksichtigen.

Weiter bevorzugt weist der erfindungsgemäße Ponton auf der Ober- und/oder Unterseite Ösen für den Transport, die Lagerung und/oder die Befestigung des einzelnen Pontons oder des aus einer Vielzahl von Pontons aufgebauten Schwimmkörpers auf. Diese Ösen können am einsatzfähigen Schwimmkörper auch auf dessen Unterseite angeordnet sein, um an die sen Ösen Befestigungsmittel, wie beispielsweise Zurrgurte oder andere - gegebenenfalls auch elastische - Verbindungsmittel anzubringen. Im Fall eines symmetrisch zur Torusäqua torebene ausgebildeten Pontons können beispielsweise Ösen, die für den Transport oder zur Befestigung von Gurten oder anderen Verbindungsmitteln vorgesehen sind, sowohl auf der Oberseite als auch auf der Unterseite angeordnet sein.

Auf den inneren Pontonflächen können weiter Aufnahmen vorgesehen sein, um beispiels weise einen Pontonträger im Torusauge aufzunehmen, mittels dem der Schwimmkörper bei spielsweise an einer Haltestange oder an einer Hubstange eines Wellenkraftwerks ange bracht werden kann bzw. befestigbar ist. Durch eine solche, beispielsweise über einen im Torusauge aufgenommenen Pontonträger und einer daran befestigten Hubstange, können insbesondere oszillierende Bewegungen des Schwimmkörpers beim Durchgang einer Welle auf andere Vorrichtungen eines Wellenkraftwerks übertragen werden (vgl. hierzu DE 10 2008 048 730 B4).

Sowohl die Haltemittel an den äußeren Pontonflächen als auch die Aufnahmen an den inne ren Pontonflächen können dabei von einer Seitenfläche des Pontons zur anderen Seite des Pontons verlaufen, beispielsweise als eine in Umfangsrichtung ausgebildete Nut oder Schlitz. In eine solche Nut an der äußeren Pontonfläche kann nach Zusammensetzen eines erfindungsgemäßen Schwimmkörpers aus einer Vielzahl von erfindungsgemäßen Pontons ein Gurt umlaufend um den Schwimmkörper eingesetzt werden, der mit geeigneten Spann oder Zurrvorrichtungen in Umfangsrichtung gespannt werden kann, wodurch die Vielzahl der Pontons sowohl in radialer als auch in Umfangsrichtung fixierbar ist. Ist dabei gleichzeitig ein Pontonträger im Torusauge des Schwimmkörpers angeordnet, so kann dieser ebenfalls über die Haltevorrichtung am äußeren Umfang des Schwimmkörpers festgehalten werden, insbe sondere wenn dieser Pontonträger in schlitzartige Aufnahmen aufgenommen wird. In einer weiteren bevorzugte Ausführung sind die radial inneren Aufnahmen schlitzartig so ausgestal tet, dass ein Befestigungselement des Pontonträgers - bevorzugt mit einer platten-/schei- benförmigen Form - in die Aufnahmen eingesetzt werden kann und, so eine flächige Kraft übertragung in axialer Torusrotationsachsen-Richtung zwischen Pontonträger und den ein zelnen Pontons möglich ist.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der erfindungsgemäße Ponton eine Ventileinrichtung zum zumindest partiellen Fluten und Entleeren eines Hohlraums des Pon tons auf.

Mit den erfindungsgemäßen Pontons kann somit ein Torus-ähnlicher Schwimmkörper mit ei nem die Torusrotationsachse enthaltenden Torusauge aus einer Vielzahl von erfindungsge mäßen Pontons in einer einfachen Art und Weise aufgebaut werden, wobei die Nuten und Federn an den Seitenflächen benachbarter Pontons zur axialen und/oder radialen Fixierung ineinandergreifen, wobei bspw. Klemmmittel an den äußeren Pontonflächen die Pontons in radialer und in Umfangsrichtung zueinander fixieren. Insgesamt kann so ein kompakter aus einer Vielzahl erfindungsgemäßer Pontons bestehender Schwimmkörper zusammengesetzt werden, der insbesondere durch formschlüssige Verbindungen unter Unterstützung von kraftschlüssigen Verbindungen einer sehr hohen Anzahl vom Lastwechseln auch unter widri gen Umweltbedingungen, wie sie beispielsweise auf hoher See auftreten, in solider und ro buster Weise standhalten kann.

In einer weiteren Ausführungsform sind die Pontons eines Schwimmkörpers unterschiedlich groß, hinsichtlich des Torussegment-Winkels, d.h. des Winkels der das Torussegment auf spannt bzw. der Winkel den das Torussegment einschließt. Dabei ist vorstellbar, dass die Summe der Torussegmentwinkel der eingesetzten Pontons kleiner als 360° ist und ein oder mehrere verbleibende Zwischenräume beispielsweise mit Streben, überbrückt werden. Sol che Streben können als Befestigungselemente für weiteren Bauteile, wie Messvorrichtungen, oder Ähnlichen, dienen. In diesem Zuge ist es weiterhin vorstellbar, dass nicht nur die Öff nungswinkel der Torussegmente sich voneinander unterscheiden, sondern dass auch deren axiale Höhe/Länge von einander abweicht. Eine solche Ausführungsform könnte z.B. dann zur Anwendung kommen, wenn gestapelte Schwimmkörper zum Einsatz kommen, jedoch die Angriffsfläche für Querkräfte verringern bzw. zerklüften will. Insgesamt wird mit der Erfindung ein montage-, transport- und wartungsfreundlicher Schwimmkörper bereitgestellt, der durch die Herstellung einzelner erfindungsgemäßer Pon tons in einer kostengünstigen Art und Weise aufgebaut, gelagert und transportiert werden kann. Wird zudem ein Ring oder Gurt umlaufend als Halteinrichtung verwendet, so ist auch hier eine kostengünstige, einfache und robuste Möglichkeit geschaffen, die Vielzahl der erfin dungsgemäßen Pontons als einen kompakten Schwimmkörper zusammenzuhalten.

Wie oben bereits angedeutet, ist im Torusauge ein im Wesentlichen rotationssymmetrischer Pontonträger angeordnet, dessen Rotationsachse mit der Torusrotationsachse überein stimmt. Bevorzugt weist der Pontonträger ein scheibenförmiges Stützelement auf, das mit den Aufnahmen an den inneren Pontonflächen zusammenwirkt. Des Weiteren weist der Pon tonträger bevorzugt einen im Wesentlichen rotationssymmetrischen Stützring konzentrisch zur Torusachse auf, an dem sich die Pontons gegen die auf sie wirkende Lasten und Mo mente abstützen können.

Für eine zusätzliche Abstützung der erfindungsgemäßen Pontons am Pontonträger kann die ser zusätzliche im Wesentlichen radial ausgerichtete Befestigungsstege aufweisen, die beim Zusammensetzen des erfindungsgemäßen Schwimmkörpers mit den Seitenflächen der ein zelnen Pontons zur Anlage kommen. Solche Befestigungsstege sind bevorzugt auf der dem Stützring gegenüberliegenden Seite des Stützelementes angeordnet.

Mit dem Zusammenwirken des Stützelementes, dem Stützring und den Befestigungsstegen wird zusammen mit den daran angeordneten Pontons ein kompakter, einen geschlossenen Kraftfluss aufweisender Schwimmkörper bereitgestellt, der auch bei Kräften, die außerhalb der Rotationsachse des Torus wirken, ausreichend stabil ist, um auch widrigen Bedingungen auf hoher See standhalten zu können.

Bevorzugt weißt der Pontonträger des Weiteren ein im Wesentlichen parallel zu seiner Rota tionsachse und damit auch parallel zur Torusachse angeordnetes weiteres Befestigungsele ment auf, an dem ein parallel zur Torusachse ausgerichtetes Haltemittel für den Schwimm körper im Torusauge befestigt werden kann, mit dem er wiederum beispielsweise an ein er findungsgemäßes Fachwerk, eine Offshore-Fachwerkstruktur gemäß der Erfindung oder eine Plattform einer schwimmfähigen Insel abgestützt werden kann.

Mit der erfindungsgemäßen Fachwerkstruktur kann weiter, wie oben bereits angedeutet, ebenfalls ein Wellenkraftwerk ausgebildet werden, indem in eine aus einer Vielzahl von Fachwerkstrukturen zusammengesetzte, flächenartige Tragstruktur gebildet wird. An den je weiligen Seitenkanten der Offshore-Fachwerkstrukturmodule können dann die zuvor be schriebenen Torus-ähnlichen Schwimmkörper beweglich derart aufgenommen werden, dass diese dem Wellendurchgang durch die Tragstruktur/Wellenkraftwerk in vertikaler Richtung folgen können. D.h. die einzelnen Schwimmkörper bewegen sich vertikal auf- und abwärts in einer oszillierenden Bewegung, je nachdem, ob sie sich gerade auf einem Wellenberg oder in einem Wellental befinden. An diesen Torus-ähnlichen Schwimmkörpern ist eine

Hubstange bevorzugt im Torusauge befestigt, welche diese oszillierende vertikale Bewegung auf linearen Generatoren überträgt. Diese werden durch die oszillierenden Bewegungen in Drehung versetzt und können im Prinzip eines Dynamos elektrische Energie erzeugen, die über geeignete Mittel aufsummiert, gleichgerichtet und an Land übertragbar ist.

In einem vereinfachen dargestellten Ausführungsbeispiel, beispielsweise einer Fach werkstruktur in Form eines geraden Dreiecks-Prisma, können so drei beweglich angeordnete Schwimmkörper eine derartige Auf- und Ab-Bewegung vollziehen. Modular hochskaliert ist es somit leicht nachvollziehbar, dass eine flächenhaft ausgebildete Struktur mit hundert oder mehr solchen Dreiecks-Fachwerkstrukturmodulen auch entsprechend viele bewegliche Schwimmkörper zur Energieumwandlung bereitstellen kann, wodurch ein Wellenkraftwerk ausgebildet wird.

Stellt man sich eine quadratische Flächenstruktur mit einer Kantenlänge von hundert Meter oder mehr vor, die aus erfindungsgemäßen Fachwerk mit einer Riegellänge von beispiels weise 10m aufgebaut ist - also beispielsweise 10x10 quaderförmige Fachwerkstruktur-Mo- dule - so ist leicht nachvollziehbar, dass eine solche flächenhaft ausgebildete Offshore-Trag- struktur relativ stabil auf einer gewissen Oberfläche schwimmt, obwohl ein Welle durch eine solche ausgedehnte Tragstruktur hindurchläuft. Hierbei ist es weiterhin vorstellbar, dass die flächenhaft ausgedehnte Tragstruktur gewichtsmäßig so austariert ist, dass sie einerseits eine hohe Trägheit gegen Auslenkung durch die Wellen zeigt, und andererseits genügend Eigenauftrieb bereitstellt, damit die beweglich angeordneten Schwimmkörper rein durch die Wellenkraft ausgelenkt werden und keine Auftriebskraft für das Halten der Tragstruktur auf bringen müssen.

Die vorliegende Erfindung des erfindungsgemäßen Fachwerks als auch der erfindungsgemä ßen modularen Fachwerkstrukturen sowie deren Zusammenbau zu flächig ausgedehnten Tragstrukturen werden im Folgenden anhand von Figuren beispielhaft anhand von bevorzug ten Ausführungsformen dargestellt, wobei die Figuren bzw. die dort gezeigten Ausführungs formen den Erfindungsgedanken nicht einschränken. Es zeigen:

Figur 1 : ein erfindungsgemäßes Fachwerk;

Figur 2: eine perspektivische Ansicht eines Verbindungselementes zum Aufbau eines erfindungsgemäßen Fachwerks;

Figur 3: einen Verbindungspunkt eines erfindungsgemäßen Fachwerks;

Figur 4: eine Ausführungsform zum Verbinden zweier Verbindungselemente benach barter Fachwerke;

Figur 5: eine perspektivische Ansicht eines Fachwerkstruktur-Moduls gemäß der Erfin dung;

Figur 6: eine perspektivische Ansicht einer T ragstruktur aus einer Vielzahl von Fach- werkstruktur-Modulen;

Figur 7: eine perspektivische Ansicht einer modularen Fachwerkstruktur gemäß der

Erfindung;

Figur 8: die Fachwerkstruktur gemäß Figur 6 in einer weiteren erfindungsgemäßen

Ausführung;

Figur 9: ein Modul für ein Wellenkraftwerk;

Figur 10: Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Schwimmkörpers

Figur 1 1 ein aus einer Vielzahl von Fachwerkstruktur-Modulen zusammengesetztes

Wellenkraftwerk.

Figur 1 zeigt ein erfindungsgemäßes, schwimmfähiges Fachwerk 50 mit einem ersten Riegel

51 und parallel einem zweiten Riegel 52 mit ihren jeweiligen Längsachsen 61. Die beiden Riegel 51 & 52 werden über Pfosten 53 gehalten, welche in Verbindungselementen 55 auf genommen sind. Dabei stehen die Längsrichtungen 63 der Pfosten 53 senkrecht zur Längs richtung 61 der Riegel 51 & 52. An jedem Ende der ersten Riegel 51 und der zweiten Riegel 52 sind Verbindungselemente 55 angeordnet, welche über Bänder 54, die Spannvorrichtun gen 60 aufweisen, miteinander verspannt sind. Damit entsteht ein stabiles Fachwerk 50, wel ches diagonal über die Bänder 54 verspannt ist. Die Bänder 54 sind in den Verbindungsele menten 55 beispielsweise so eingehängt, dass sie in Richtung des Fachwerkzentrums arre tiert sind. In einer weiter bevorzugten Ausführungsform sind die Bänder 54 in drehbaren Bol zen 59 (siehe Figur 2) mit Querbohrungen 68 so aufgenommen, dass diese mit den Spann vorrichtungen 60 miteinander verbunden sind und das Fachwerk 50 diagonal verspannen können.

Das in Figur 1 gezeigte Fachwerk 50 weist für die beiden Riegel 51 , 52 in etwa dieselben Durchmesser auf, was jedoch nicht zwingend ist, wie oben bereits beschrieben. Die seitli chen Pfosten 53 als auch die Bänder 54 können beispielsweise aus einem metallischen Werkstoff gefertigte Rohre oder Vollmaterialstangen sein. Wenn das Fachwerk 50 für den offshore Einsatz im Meer vorgesehen ist, sollte bei der Materialauswahl jedoch eine salzwas serbeständige Legierung gewählt werden. Dies gilt selbstredend auch für die Verbindungs elemente 55.

In Figur 2 ist eine Detailansicht eines Verbindungs- / Knotenpunktes des erfindungsgemäßen Fachwerks 50 gezeigt, hier erkennt man, dass die Pfosten 53 in Aufnahmen 57 der Verbin dungselemente 55 aufgenommen sind und die Riegel 51 & 52 über Flansche 56 mit dem Verbindungselement 55 verbunden sind. Weiter erkennt man einen Bolzen 59, welcher in eine Bohrung 58 des Verbindungselementes 55 eingeschoben ist und welcher eine als Band ausgebildete Fachwerkstrebe 54 hält. Auf einer Seite des Verbindungselementes 55 erkennt man Fortsätze 62 mit einem darin ausgebildeten Verbindungsauge 64, in welches beispiels weise ein Verbindungsbolzen 67 (vgl. Figur 4) einsetzbar ist. Der über Halterungen 66 arre tierbar ist, die auf der gegenüberliegenden Seite der Fortsätze 62 am Verbindungselement 55 an Anschraubpunkten 65 befestigt werden können.

Figur 3 zeigt ein Verbindungselement, so wie es beispielsweise 4-mal je Fachwerk bei der Montage eines einzelnen erfindungsgemäßen Fachwerks verwendet wird. Auf der rechten Seite erkennt man, den Flansch 56 für die ggf. fluiddichte Anbindung des Verbindungsele ments 55 an ein Ende eines Riegels 51 oder 52 sowie die Aufnahme 57 zum Anbinden eines Pfostens 53. Oberhalb der Aufnahme 57 ist eine Bohrung 58 gezeigt, in welcher der Bolzen 59 zur Halterung der Bänder 54 einsetzbar ist. Oberhalb der Bohrung 58 sind zwei An schraubpunkte 65 gezeigt, an die Halterungen 66 zum Fixieren eines Verbindungsbolzens angeschraubt werden können. Dabei können die Achsen 73 der Anschraubpunkte 65 zur Führung der Halterungen 66 dienen, damit beispielsweise ein im Verbindungsauge eines be nachbarten Verbindungselements eines anderen Fachwerk aufgenommener Verbindungs bolzen 67 gefangen, zentriert und schlussendlich fixiert werden kann. Hierzu erkennt man auf der gegenüberliegenden Seite einen oberen Fortsatz 62 mit einem entsprechend darin ausgebildeten Verbindungauge 64 zum Einsetzen eines Verbindungsbolzens 67 (hier nicht dargestellt; vgl. Figur 4).

Mit Figur 4 sind zwei Verbindungselemente 55 dargestellt und ein Ausführungsbeispiel zur Verbindung der beiden Verbindungselemente 55. Eine solche Verbindungssituation entsteht beispielsweise, wenn zwei erfindungsgemäße Fachwerke 50 miteinander verbunden werden sollen, um eine Fachwerkstruktur 70 bzw. ein Offshore-Fachwerkstruktur-Modul 70 aufzu bauen. In Figur 4 werden Halterungen 66 verwendet, die eine in etwa dreieckige Ausgestal tung aufweisen und einen Verbindungsbolzen 67, welcher konische Enden 72 aufweist, über eine Trichter-förmige Öffnung 71 fangen und arretieren können. Hierzu können beispiels weise über entlang der Achsen 73 der der Anschraubpunkte 65 geführte Schraubbolzen die Halterung nach und nach zusammengeführt werden, sodass bei der Montage zweier erfin dungsgemäßer Fachwerke 50 die beiden Halterungen 66 beispielsweise mit einem Abstand vorfixiert werden, der größer ist als die axiale Länge des Verbindungsbolzens 67. Der im Verbindungsauge eingesetzte Verbindungsbolzen 67 wird zwischen die beiden Halterung 66 gefangen, wenn die Halterungen mit ihren aufeinander zu weisenden trichterförmigen Öff nungen einander angenähert werden. Beim Annähern der beiden Halterung 66 fängt sich der Verbindungsbolzen 67 in den trichterförmigen Aufnahmen 71 der Halterungen 66 und wird dadurch zentriert und final fixiert.

Weiter ist in Figur 4 eine Ouerbohrung 68 im Verbindungsbolzen 67 erkennbar, in die ein Verbinder 69 zum Verspannen eines Fachwerkmoduls 70 einsetzbar ist. Diese Ouerbohrung 68 ist in Figur 4 in der Ebene ausgerichtet, die durch die Längsrichtungen 61 der Riegel auf gespannt wird, was, wie oben bereits ausgeführt, auch schräg dazu erfolgen kann, falls eine Verspannung in Richtung der Raumdiagonale eines Fachwerkmoduls 70 erfolgen soll.

Figur 5 zeigt ein Fachwerkstruktur-Modul 70, oder auch Fachwerkmodul 70 genannt, wel ches aus vier erfindungsgemäßen Fachwerken 50 aufgebaut ist. Hierbei bilden die jeweils ersten Riegel 51 eine im Wesentlichen rechteckige Grundfläche. Die durch die zweiten Rie gel 52 im Wesentlichen rechteckig aufgespannte Deckfläche wird durch jeweils zwei Pfosten 53 an den jeweiligen Seitenkanten parallel beabstandet gestützt. Über Bänder 54, die an den „Außenflächen“ des jeweiligen Fachwerks 50 abgestützt sind, werden die erfindungsgemä ßen Fachwerke 50 verspannt. Über die Verbindung der Verbindungselemente 55, wie bei spielsweise in Figur 4 dargestellt, werden die einzelnen Fachwerke 50 zusammengehalten und über Verbinder 69, die diagonal in der Grundfläche bzw. Deckfläche laufen, verspannt. Die einzelnen Verbinder 69 als auch die Bänder 54 weisen jeweils Spannvorrichtungen 60 bspw. zum Verbinden und Spannen der Verbinder 69 und der Bänder 54 auf.

Figur 6 zeigt ein flächig aufgebautes Tragwerk 80, welches aus mehreren Fachwerkstruktur- Modulen 70 aufgebaut ist, wobei das erfindungsgemäße Fachwerk 50 die Basisbaugruppe bildet. Der Fachmann erkennt, das in dem Ausführungsbeispiel der Figur 6 17 einzelne erfin dungsgemäße Fachwerke miteinander verbunden sind, wobei in den gebildeten sechs Deck flächen und sechs Grundflächen jeweils Diagonalverstrebungen 69 zum weiteren Aussteifen des Tragwerks 80 angeordnet sind.

Figur 7 zeigt exemplarisch ein Fachwerkmodul 70, an dem an den ersten Riegeln 51 bzw. in Verlängerung der Pfosten 53 Schwimmkörper 100 angeordnet sind. Diese Schwimmkörper 100, die an den jeweiligen Verbindungspunkten der ersten Riegel 51 benachbarter Fach werke 50 angeordnet sind, bestehen aus einzelnen Torus-segmentartigen Pontons 1 , die einzeln für sich schwimmfähig sind. Diese torussegmentartigen Pontons 1 werden durch an ihren Seitenflächen angeordneten Verbindungsmitteln zusammengesteckt und über Halte mittel 30 an den Umfangsflächen zusammengehalten. Diese Haltemittel 30 sind im einfachs ten Fall ein Spanngurt 24, der um die torussegmentartigen Pontons gespannt wird. Diese Art des Aufbaus der Schwimmkörper 100 ist bevorzugt, um einerseits das Transportvolumen der Schwimmkörper zu reduzieren und andererseits eine niedrigere Ausfallwahrscheinlichkeit der Schwimmkörper bereitzustellen. Sollte im Betrieb einer der torussegmentartigen Pontons 1 undicht werden, so kann dieser einzeln ausgetauscht werden und es muss nicht der Schwimmkörper 100 in seiner Gesamtheit getauscht werden. Ein weiterer Vorteil dieses seg mentartigen Aufbaus besteht darin, dass das Gewicht der einzelnen Segmente sehr viel ge ringer ist als das Gesamtgewicht der Schwimmkörper 100.

Figur 8 zeigt eine Tragwerkstruktur 80, welche aus sechs Modulen gemäß Figur 7 aufgebaut ist. Dabei ist ebenfalls erkennbar, dass jedes Modul 70 aus vier erfindungsgemäßen Fach werken 50 gebildet wird, wobei aneinandergrenzende Module ein gemeinsames Fachwerk 50 aufweisen. Charakteristisch hierfür sind die doppelten Pfosten 53 an den äußeren Seiten kanten der Tragwerkstruktur 80. Die beiden inneren Knoten weisen entsprechend vier verti kale Pfosten 53 auf. Die an den Seitenflächen T-Knoten bildende Verbindungen haben dem entsprechend drei vertikale Pfosten 53.

In Figur 9 ist ein quaderförmiges Fachwerkstruktur-Modul 70 gezeigt, das Teil eines Wellen kraftwerks bildet. Bei diesem exemplarisch gezeigten Modul sind Schwimmkörper 100 zwi schen den ersten Riegeln 51 und den zweiten Riegeln 52 der jeweiligen erfindungsgemäßen Fachwerke 50 angeordnet. Die Schwimmkörper 100 können dabei entlang der Pfosten 53 oszillieren und Hubstangen 25 linear auf und ab entlang der Torusrotationsachse 2 bewe gen. Diese Hubstangen 25 sind mit Lineargeneratoren 90 derart verbunden, dass die lineare Hub-Bewegung der Hubstangen 25 in Rotationsbewegungen der Lineargeneratoren 90 um gesetzt wird, sodass über das Dynamoprinzip Wellenenergie in elektrische Energie umge wandelt werden kann. Eine Schnittdarstellung der erfindungsgemäß verwendeten Schwimm körper 100 ist in Figur 10 gezeigt, die einen Schnitt entlang der Ebene A-A aus Figur 9 zeigt.

In Figur 10 erkennt man zwei Pontons 1 die symmetrisch zur Torusrotationsachse 2 ange ordnet sind. Dabei erkennt man an dem auf der rechten Seite in Figur 10 dargestellten Pon ton 1 Federn 14 an der im Wesentlichen eben ausgebildeten Pontonseitenfläche 9 , die in Nuten 12 eingreifen können, die an der Pontonseitenfläche 9 des Ponton 1 erkennbar sind, der auf der linken Seite der Figur 10 dargestellt ist. Daraus ist ersichtlich, dass jeder Ponton 1 auf einer seiner Pontonseitenflächen 9 Federn 14 und auf der anderen Pontonseitenfläche 9 Nuten 14 aufweist, die jeweils eine Nut- und Federverbindung mit einem benachbarten Ponton 1 eingehen, wenn ein Schwimmkörper 100 zusammengesetzt wird - vgl. hierzu auch linker vorderer Schwimmkörper 100 in Figur 9. Durch eine solche Nut- und Feder-Verbin dung sind die Pontons 1 in axialer Richtung der Torusrotationsachse 2 festgelegt. Mittels Spannmittel 24, die in eine Umfangsnut 20 eingelegt sind die Pontons in radialer Richtung gegen eine Pontonträger 15 gegen auseinander driften gesichert. Am Pontonträger 15 ist in Richtung der Torusrotationsachse 2 eine Hubstange 25 befestigt, die bei Auslenkung des Schwimmkörpers beispielsweise durch eine Welle in vertikaler Richtung bewegbar ist. Paral lel zur Hubstange 25 sind die Pfosten 53 den erfindungsgemäßen Fachwerkstruktur-moduls erkennbar, an denen der Pontonträger 15 des Schwimmkörper 100 entlang gleiten kann bzw. durch die der Pontonträger 15 vertikal geführt ist. Der Pontonträger 15 ist dabei über Aufnahmen 30 an der radial inneren Seiten der Pontons 1 formschlüssig über ein Stützele ment 32 in Form Platte 33 aufgenommen. Bevorzugt weist das Stützelement 32 an seiner Ober- oder Unterseite Befestigungsstege 35 auf, die radial ausgerichtet sind und den einzel nen Pontons 1 zusätzlich Halt in Umfangsrichtung geben, sodass Umfangskräfte auf den Schwimmkörper 100 vom Pontonträger 15 auf die Pfosten 53 übertragen werden können und so die Hubstange 25 weitestgehend frei von Rotationskräften bleibt.

Selbstredend können an den unteren Enden des Offshore-Fachwerkstruktur-Moduls 70 un terhalb der ersten Riegel 51 weitere Schwimmkörper 100 angeordnet sein, so wie dies bei spielsweise in Figur 11 dargestellt ist. Figur 11 zeigt ein Wellenkraftwerk 200, das aus sechs Fachwerkstruktur-Modulen 70 gemäß Figur 9 aufgebaut ist. Dabei sind die Fachwerke 50 der Fachwerkstruktur-Module 70, welche erfindungsgemäß selbst-schwimmend ausgebildet ist, mit zusätzlichen Schwimmkörpern 100 an den einzelnen Knotenpunkten versehen, um dem Wellenkraftwerk mehr Auftrieb zu verleihen.

Die zwischen den ersten Riegeln 51 und den zweiten Riegeln 52 angeordneten Schwimm körper 100 können sich entsprechend eines Wellendurchgangs oszillierend entlang der Sei tenstäbe 53 bewegen. Dadurch heben und senken sich die Hubstangen 25 und treiben die Lineargeneratoren 90 zum Umwandeln von Wellenenergie in elektrische Energie an. Für ei nen Fachmann ist leicht nachvollziehbar, dass ein solches Wellenkraftwerk 200 ebenfalls in sehr viel größeren Dimensionen mit einer vielfachen Anzahl an beweglichen Schwimmkör pern 100 ausgebildet werden kann, wobei mit Zunahme der Flächenausdehnung des Wel lenkraftwerks 200 die Selbst-Stabilisierung der Fachwerkstruktur bzw. des Tragwerks 80 zu nimmt.

Insgesamt lässt sich mit dem erfindungsgemäßen schwimmfähigen Fachwerk 50 eine Viel zahl möglicher Tragstrukturen für eine Vielzahl verschiedener offshore Anwendungen bereit stellen, wovon die gezeigte Anwendung für ein Wellenkraftwerk 200 nur ein Beispiel von vie len darstellt. Im Sinne der Erfindung können sämtliche erfindungsgemäßen Tragstrukturen 80 modular mit der Basisbaugruppe des erfindungsgemäßen Fachwerks 50 erweitert und so mit vergrößert werden. Weiterhin ermöglicht die modulare Bauweise der Fachwerke 50 als auch der Tragstruktur-Module 70 sowie der modulare Aufbau der Schwimmkörper 100 eine einfache Montage als auch einen reduzierten Wartungsaufwand, da gegebenenfalls beschä digte Baugruppen einfach und modular ausgetauscht werden können. Bezugszeichenliste

1 Ponton 50 Fachwerk

2 Torusrotationsachse 51 Erster Riegel

3 Torusäquatorebene 52 Zweiter Riegel

4 Torusauge 53 Pfosten

5 Innere Pontonfläche 54 Bänder

6 Pontonoberseite 55 Verbindungselement

7 Äußere Pontonfläche 56 Flansch

8 Pontonunterseite 57 Aufnahmen

9 Seitenfläche 58 Bohrung

10 Verbindungsmittel 59 Bolzen

60 Spannvorrichtung

12 Nut 61 Längsrichtung Riegel

62 Fortsätze

14 Feder

63 Längsrichtung Stangen

15 Pontonträger

64 Verbindungsauge

17 Ösen 65 Anschraubpunkt

66 Halterung

20 Haltemittel

67 Verbindungsbolzen

68 Querbohrung

22 Spannvorrichtung

69 Verbinder

24 Gurt / Ring 70 Fachwerkstruktur-Modul

25 Halteelement / Hubstange 71 Trichter-förmige Aufnahme

72 Konisches Ende

30 Aufnahme

73 Achse Anschraubpunkte

32 Stützelement 80 T rag werk

33 Platte

82 Eck-Knoten

35 Befestigungsstege 83 T-Knoten

84 Innerer Knoten

37 Stützring

90 Lineargenerator

40 Ventileinrichtung

100 Schwimmkörper

45 Ventilbetätigungseinrichtung

200 Wellenkraftwerk