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Title:
FRICTION PLATE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/204844
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a friction plate comprising a flat carrier ring (5) having a first surface (6) and a second surface (7), wherein an annular friction lining (8) is arranged on the first surface (6), and at least one opening (13) is formed in the first friction lining (8) in the axial direction (4), which also extends through the carrier ring (5) in the axial direction (4), wherein the opening (13) is formed at a distance from an inner circumference (15) and at a distance from an outer circumference (14) of the carrier ring (5).

Inventors:
FÖGE, Volker (Kurhausstraße 3c, 4820 Bad Ischl, 4820, AT)
NICKEL, Falk (Linzerstraße 101, 4810 Gmunden, 4810, AT)
PÜHRINGER, David (Dr. Watzke-Str. 18/16, 4663 Laakirchen, 4663, AT)
SCHACHINGER, Gerald (Schwaighoferstraße 8, 4861 Schörfling, 4861, AT)
Application Number:
AT2019/060133
Publication Date:
October 31, 2019
Filing Date:
April 18, 2019
Export Citation:
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Assignee:
MIBA FRICTEC GMBH (Dr.-Mitterbauer-Straße 3, 4663 Laakirchen, 4663, AT)
International Classes:
F16D13/64
Domestic Patent References:
WO2018045405A12018-03-15
Foreign References:
DE102014208732A12015-11-12
US1524214A1925-01-27
FR2549922A11985-02-01
Attorney, Agent or Firm:
ANWÄLTE BURGER UND PARTNER RECHTSANWALT GMBH (Rosenauerweg 16, 4580 Windischgarsten, 4580, AT)
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e

1. Reiblamelle mit einem ebenen Trägerring (5) der eine erste Oberfläche (6) und eine zweite Oberfläche (7) aufweist, wobei auf der ersten Oberfläche (6) ein ringförmiger Reibbelag (8) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass im ersten Reibbelag (8) in Axial richtung (4) zumindest ein Durchbruch (l3)ausgebildet ist, der sich in der Axialrichtung (4) auch durch den Trägerring (5) erstreckt, wobei der Durchbruch (13) beabstandet zu einem In nenumfang (15) und beabstandet zu einem Außenumfang (14) des Trägerringes (5) ausgebil det ist.

2. Reiblamelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf der zweiten Oberfläche (7) des Trägerringes (5) ein zweiter Reibbelag (8) angeordnet ist, und in diesem zweiten Reibbelag (8) in Axialrichtung (4) zumindest ein Durchbruch (13) ausgebildet ist, der sich in der Axialrichtung (4) auch durch den Trägerring (5) und den ersten Reibbelag (8) er streckt, wobei der Durchbruch (13) beabstandet zum Innenumfang (15) und beabstandet zum Außenumfang (14) des Trägerringes (5) ausgebildet ist.

3. Reiblamelle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Reibbelag (8) ein Streu sinterreibbelag ist.

4. Reiblamelle nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Reibbelag (8) ein Streu sinterreibbelag ist.

5. Reiblamelle nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchbruch (13) einen kreisförmigen oder einen tropfenförmigen oder einen ovalen oder ei nen polygonalen oder einen schlitzförmigen Querschnitt - in Axialrichtung (4) betrachtet - aufweist.

6. Reiblamelle nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere sich in der Axialrichtung (4) durch die Reiblamelle sich erstreckende Durchbrüche (13) ausgebildet sind.

7. Reiblamelle nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der Durchbrüche (13) ausgewählt ist aus einem Bereich von 2 bis 50, insbesondere aus einem Be reiche von 2 bis 22.

8. Reiblamelle nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass Kanten (17) des ersten und/oder des zweiten Reibbelages (8) im Anschluss an den zumindest einen Durchbruch (13) abgeschrägt ausgebildet sind.

9. Reiblamelle nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Durchbrüche (13) mit unterschiedlicher Flächenausdehnung und/oder unterschiedli cher Form angeordnet sind.

10. Reiblamelle nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die mehreren Durchbrüche (13) auf unterschiedlicher radialer Höhe ausgebildet sind.

11. Reiblamelle nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Durchbrüche (13) in gleicher radialer Richtung ausgebildet sind.

Description:
Reiblamelle

Die Erfindung betrifft eine Reiblamelle mit einem ebenen Trägerring der eine erste Oberflä che und eine zweite Oberfläche aufweist, wobei auf der ersten Oberfläche ein ringförmiger Reibbelag angeordnet ist.

Reiblamellen für Lamellenreibsysteme sind an sich aus dem Stand der Technik bekannt.

Diese können mit oder ohne Reibbelag ausgeführt sein. Weiter können sie als Außen- oder In nenlamelle ausgebildet sein. Die Reiblamellen befinden sich auf Lamellenträgem und werden durch eine Betätigungsvorrichtung bedarfsweise in Reibschluss miteinander gebracht.

In Hinblick auf die Reibbeläge werden häufig ringförmige Streu sinterreibbeläge oder Compo- site-Reibbeläge verwendet. Composite-Reibbeläge können auch segmentiert ausgeführt sein.

Es ist weiter bekannt, den Reibbelägen eine Oberflächenstruktur in Lorm einer Nutung zu ge ben, um damit die Kühlung der Reibbeläge mittels Öl zu verbessen.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Reiblamellen zur Verfügung zu stel len, die im Vergleich zu bekannten Reiblamellen ein geringeres Gewicht aufweisen.

Diese Aufgabe der Erfindung wird bei der eingangs genannten Reiblamelle dadurch gelöst, dass im ersten Reibbelag in Axialrichtung zumindest ein Durchbruch ausgebildet ist, der sich in der Axialrichtung auch durch den Trägerring erstreckt, wobei der Durchbruch beabstandet zu einem Innenumfang und beabstandet zu einem Außenumfang des Trägerringes ausgebildet ist.

Durch die Anordnung des zumindest einen Durchbruchs in der Axialrichtung durch die ge samte Reiblamelle wird Werkstoff eingespart, wodurch die Reiblamelle ein geringeres Ge wicht aufweist. Überraschenderweise wurde dabei festgestellt, dass verglichen mit dem vollen Ringdesign bekannte Reiblamellen die erfindungsgemäße Reiblamelle hinsichtlich der Perfor mance keine bzw. eine nur unwesentliche Verschlechterung erleidet. Durch die Mengenre duktion an eingesetztem Werkstoff wird aber nicht nur das Gewicht der Reiblamelle reduziert, sondem können begleitend dazu auch die Kosten für die Herstellung der Reiblamelle redu ziert werden.

Gemäß einer Ausführungsvariante der Reiblamelle kann vorgesehen werden, dass nicht nur auf einer Seite des Trägerringes ein Reibbelag angeordnet ist, sondern dass auf der zweiten Oberfläche des Trägerringes ein zweiter Reibbelag angeordnet ist, und in diesem zweiten Reibbelag in Axialrichtung zumindest ein Durchbruch ausgebildet ist, der sich in der Axial richtung auch durch den Trägerring und den ersten Reibbelag erstreckt, wobei der Durchbruch beabstandet zu einem Innenumfang und beabstandet zu einem Außenumfang des Trägerringes ausgebildet ist. Es können damit die voranstehenden Effekte auch für in zwei Richtungen wir kende Reiblamellen verwirklicht werden.

Bevorzugt ist/sind gemäß weiteren Ausführungsvarianten der der erste Reibbelag ein

Streusinterreibbelag und/oder der zweite Reibbelag ein Streusinterreibbelag, da diese eine ge ringere Kompressibilität aufweisen. Der zumindest eine Durchbruch kann damit ohne Perfor manceverlust größer ausgeführt werden, womit wiederum ein geringere Materialverbrauch verbunden ist.

Nach einer anderen Ausführungsvariante der Reiblamelle kann der Durchbruch einen kreis förmigen oder einen tropfenförmigen oder einen ovalen oder einen polygonalen oder einen schlitzförmigen Querschnitt - in Axialrichtung betrachtet - aufweisen. Durch die Variabilität der Form des Durchbruches kann das Reibverhalten der Reiblamelle besser an Reiblamellen in Form von Vollringe, also ohne den zumindest einen Durchbruch, angepasst werden.

Zur weiteren Verbesserung der voranstehend genannten Effekte kann nach einer weiteren Ausführungsvariante der Reiblamelle vorgesehen sein, dass mehrere sich in der Axialrichtung durch die Reiblamelle sich erstreckende Durchbrüche ausgebildet sind. Es hat sich dabei als vorteilhaft herausgestellt, wenn nach einer Ausführungsvariante der Reiblamelle dazu die An zahl der Durchbrüche ausgewählt ist aus einem Bereich von 2 bis 50, insbesondere aus einem Bereiche von 2 bis 22.

Zur besseren Vermeidung von Beschädigungen der Reiblamelle im Bereich der Durchbrüche kann gemäß einer Ausführungsvariante vorgesehen sein, dass die Kanten des ersten und/oder des zweiten Reibbelages im Anschluss an den zumindest einen Durchbruch abgeschrägt aus gebildet sind. Zudem kann damit das Strömungs verhalten eines Kühlfluids durch die Durch brüche verbessert werden.

Eine bessere Anpassbarkeit der tribologischen Eigenschaften der Reiblamelle an jene von Vollringen ist möglich, wenn die Reiblamelle gemäß zumindest einer der folgenden Ausfüh rungsvarianten ausgebildet wird:

es werden mehrere Durchbrüche mit unterschiedlicher Flächenausdehnung und/oder unterschiedlicher Form angeordnet,

die mehreren Durchbrüche sind auf unterschiedlicher radialer Höhe ausgebildet; mehrere Durchbrüche sind in gleicher radialer Richtung ausgebildet.

Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert.

Es zeigen jeweils in vereinfachter, schematischer Darstellung:

Fig. 1 einen Ausschnitt aus einem Lamellenpaket in Seitenansicht;

Fig. 2 eine erste Ausführungsvariante einer Reiblamelle;

Fig. 3 eine zweite erste Ausführungsvariante einer Reiblamelle;

Fig. 4 verschiedene Ausführungsvarianten der Reiblamelle;

Fig. 5 ein Detail einer Ausführungsvariante einer Reiblamelle in Seitenansicht geschnitten.

Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen wer den, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß auf glei che Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen wer- - t - den können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben, un ten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind diese Lageangaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.

In Fig. 1 ist ein Ausschnitt aus einem Lamellenpaket 1 dargestellt. Das Lamellenpaket 1 weist mehrere Innenlamellen 2 und mehrere Außenlamellen 3 auf, die auch als Reiblamellen be zeichnet werden können. Die Innenlamellen 2 sind in einer Axialrichtung 4 abwechselnd mit den Außenlamellen 3 angeordnet. Über einen entsprechenden Betätigungsmechanismus sind die Innenlamellen 2 relativ zu den Außenlamellen 3 in der Axialrichtung 4 verstellbar, sodass zwischen den Innenlamellen 2 und den Außenlamellen 3 ein Reibschluss ausgebildet wird.

Die Innenlamellen 2 weisen einen zumindest annähernd ebenen Trägerring 5 mit einer ersten Oberfläche 6 und einer dieser in der Axialrichtung 4 gegenüberliegenden zweiten Oberfläche 7 auf. Auf der ersten und/oder der zweiten Oberfläche 6, 7 ist ein Reibbelag 8 angeordnet. Die Innenlamellen 2 sind also sogenannte Belaglamellen.

Die Außenlamellen 3 weisen ebenfalls einen zumindest annährend ringförmigen Lamellen körper 9 auf, der in der dargestellten Ausführungsvariante allerdings frei von Reibbelägen 8 ist. Die Außenlamellen 3 sind also die sogenannten Gegenlamellen, die in Reibschluss mit den Reibbelägen 8 der Innenlamellen 2 verbracht werden können. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass die Reibbeläge 8 auf den Außenlamellen 3 angeordnet sind, insbesondere wenn auf den Innenlamellen 2 keine Reibbeläge 8 angeordnet sind.

Bevorzugt besteht der Trägerring 5 der Innenlamellen 2 und/oder der Lamellenkörper 9 der Außenlamellen 3 aus einem Stahl bzw. umfassen diesen. Sie können jedoch auch aus einem anderen geeigneten, insbesondere metallischen, Werkstoff bestehen, beispielsweise aus einem Sinterwerkstoff.

Dieser prinzipielle Aufbau eines Lamellenpakets 1 ist aus dem Stand der Technik bekannt. Zu weiteren Einzelheiten dazu sei daher auf diesen einschlägigen Stand der Technik verwiesen.

Das Lamellenpaket 1 ist Teil eines Lamellenreibsystems, beispielsweise einer (nasslaufenden) Lamellenkupplung, einer Bremse, einer Haltevorrichtung, einer Differenzialsperr, etc.. In Fig. 2 ist eine erste Ausführungsvariante einer Reiblamelle dargestellt, wie sie in dem La mellenpaket 1 nach Fig. 1 eingesetzt wird bzw. werden kann. Im Speziellen ist eine Innenlam elle 2 dargestellt. Die Reiblamelle kann aber auch eine Außenlamelle 3 (Fig. 1) sein.

Die Reiblamelle ist insbesondere für den sogenannten nasslaufenden Betrieb vorgesehen.

Die Reiblamelle kann an einer radial inneren Stirnfläche 10 zumindest ein Mitnehmerelement 11, beispielsweise in Form einer Innenverzahnung, aufweisen.

Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass auch die Außenlamellen 3 an einer radial äußeren Stirn fläche zumindest ein Mitnehmerelement aufweisen können. Sollte daher die Reiblamelle nach Fig. 2 als Außenlamelle 3 ausgebildet sein, ist das zumindest eine Mitnehmerelement auf der radial äußeren Stirnfläche der Reiblamelle angeordnet.

Über die Mitnehmerelemente 11 kann eine drehfeste Verbindung mit einem weiteren Bauteil des Lamellenreibsystems, beispielsweise einer Welle im Fall der Innenlamellen 2 oder dem Gehäuse des Lamellenreibsystems im Fall der Außen-lamellen 3, hergestellt werden, wie dies an sich bekannt ist.

Es ist auch möglich, dass die Innenlamellen 2 oder die Außenlamellen 3 also sogenannte frei fliegende Lamellen ausgebildet sind, also keine derartigen Mitnehmerelemente 11 aufweisen. Der Trägerring 5 (Fig. 1) der Reiblamelle ist in einer Umfangsrichtung 12 geschlossen ausge bildet.

Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass für den Fall, dass die Reiblamelle eine Au ßenlamelle 3 (Fig. 1) ist, die nachfolgenden Ausführungen zum Trägerring 5 auch auf der La mellenkörper 9 der Außenlamelle 3 übertragen werden können, sofern dieser nach der Erfin dung ausgebildet ist.

Vorzugsweise ist der Trägerring 5 einstückig ausgebildet. Es ist aber auch möglich, dass der Trägerring 5 aus mehreren miteinander verbundenen Segmenten zusammengesetzt ist. Wie bereits ausgeführt ist auf der ersten Oberfläche 6 des Trägerringes 5 (Fig. 1) ein erster Reibbelag 8 angeordnet und mit diesem verbunden. Wie aus Fig. 2 zu ersehen ist, ist der erste Reibbelag 8 vorzugsweise auf der gesamten ersten Oberfläche 6 des Trägerringes 5 angeord net. Weiter erstreckt sich der erste Reibbelag 8 vorzugsweise in der Umfangsrichtung 12 durchgehend, ist also bevorzugt ebenfalls ringförmig ausgebildet. Es ist also bevorzugt nur ein erster Reibbelag 8 auf der ersten Oberfläche 6 des Trägerringes 5 angeordnet.

In der bevorzugte Ausführungsvariante ist der erste Reibbelag 8 ein Streusinterreibbelag. Die Streusintertechnologie an sich ist aus dem Stand der Technik bekannt, sodass an dieser Stelle zu weiteren Einzelheiten dieser Technologie darauf verwiesen sei. Es sei an dieser Stelle nur so viel angemerkt, dass dabei auf einen vorbereiten Trägerring 5 ein für die Reiblamelle ge eignetes Sinterpulver aufgestreut und auf den Trägerring 5 aufgesintert wird. Danach werden dieser Belag verdichtet und werden dabei Nuten für die Kühlung der Reibelamelle einge presst. Anschließend kann der Belag einer zweiten Sinterung unterzogen werden. Gegebenen falls findet eine Nachbehandlung, z.B. eine Kalibrierung der Reiblamelle, eine Entgrätung, etc., statt.

Als Sinterpulver können die aus dem Stand der Technik bekannten Materialien für Streusin terbeläge verwendet werden.

Gemäß einer Ausführungsvariante der Reiblamelle kann alternativ oder zusätzlich zum ersten Reibbelag 8 auf der zweiten Oberfläche 7 des Trägerringes 5 (Fig. 1) ein zweiter Reibbelag 8 (Fig. 1) angeordnet sein. Auch dieser zweite Reibbelag 8 ist gemäß einer weiteren Ausfüh rungsvariante der Reiblamelle bevorzugt ein Streusinterbelag. Die voranstehenden Ausfüh rungen zum ersten Reibbelag 5 können daher auch auf den zweiten Reibbelag 8 übertragen werden.

Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, ist in dem Reibbelag 8 und dem Trägerring 5 (Fig. 1) der Reiblamelle zumindest ein Durchbruch 13 vorgesehen bzw. ausgebildet, der sich in der Axial richtung 4 (Fig. 1) durchgehend durch den Reibbelag 8 und den Trägerring 5 erstreckt. Der Durchbruch 13 durch den Reibbelag 8 ist fluchtend zum Durchbruch 13 des Trägerringes 5 ausgebildet. Weiter ist der Durchbruch 13 sowohl von einem Außenumfang 14 als auch von einem Innenumfang 15 des Trägerringes 5 ausgebildet. Der Durchbruch 13 ist somit vollum fänglich geschlossen (in der Axialrichtung 4 betrachtet) ausgebildet, wie dies aus Fig 2 zu er sehen ist.

Sofern auch der voranstehend beschriebene zweite Reibbelag 8 auf dem Trägerring 5 ange ordnet ist, ist vorzugsweise auch in diesem zumindest ein Durchbruch 13 angeordnet bzw. ausgebildet. Die Ausführungen zum Durchbruch 13 im ersten Reibbelag 8 gelten analog auch für diesen Durchbruch 13 im zweiten Reibbelag 8. Dieser Durchbruch 13 ist fluchtend zum Durchbruch 13 im ersten Reibbelag und im Trägerring 5 ausgebildet.

Obwohl in der oben beschriebenen Ausführungsvariante der Reiblamelle nur ein Durchbruch 13 im ersten Reibbelag 8 und im Trägerring 5 und/oder nur ein Durchbruch 13 im zweiten Reibbelag 8 und im Trägerring 5 ausgebildet ist, ist nach einer weiteren Ausführungsvariante der Reiblamelle bevorzugt, dass mehrere Durchbrüche 13 im ersten Reibbelag 8 und im Trä gerring 5 und/oder mehrere Durchbrüche 13 im zweiten Reibbelag 8 und im Trägerring 5 aus gebildet sind. Es sind dabei also mehrere in der Axialrichtung 4 durch die Reiblamelle sich erstreckende Durchbrüche 13 ausgebildet. Insbesondere kann die Anzahl der Durchbrüche 13 ausgewählt sein aus einem Bereich von 2 bis 50, vorzugsweise aus einem Bereiche von 2 bis 22. Generell kann die Anzahl der Durchbrüche ausgewählt sein aus einem Bereich von 1 x bis 10 mal x, wobei x definiert ist als Verhältnis des Durchmessers des Trägerrings 5 am Außen umfang 14 / maximale Breite des Trägerrings 4 in Radialrichtung 16 (Fig. 4).

Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsvariante der Reiblamelle haben die Durchbrüche 13 einen kreisförmigen Querschnitt (in der Axialrichtung 4 betrachtet). Der Durchbruch 13 bzw. die Durchbrüche 13 können auch eine andere Querschnittsform (in der Axialrichtung 4 betrachtet) aufweisen, wie dies aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich ist, die weitere Ausführungs varianten der Reiblamelle zeigen. Beispielsweise kann der Durchbruch 13 bzw. können die Durchbrüche 13 einen eiförmigen bzw. tropfenförmigen (Fig. 3) oder einen ovalen oder einen polygonalen, z.B. eine dreieckigen, einen viereckigen, einen sechseckigen, oder einen schlitz förmigen Querschnitt - in Axialrichtung 4 betrachtet - aufweisen. Der schlitzfömige Durch bruch 13 kann gewellt oder geradlinig ausgebildet sein, wie dies aus Fig. 4 ersichtlich ist. Die mehreren Durchbrüche 13 können hinsichtlich ihrer Größe, d.h. ihrer Flächenausdehnung, und Ihrer Form des Querschnittes in der Axialrichtung 4 betrachtet alle gleichausgeführt sein. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass mehrere Durchbrüche 13 mit unterschiedlicher Flächenausdehnung und/oder unterschiedlicher Form angeordnet sind, wie dies beispielhaft im rechten unteren Quadranten der Reiblamelle in Fig. 4 dargestellt ist.

Weiter besteht die Möglichkeit, dass die mehreren Durchbrüche 13 auf unterschiedlicher radi aler Höhe ausgebildet sind, wie dies beispielhaft im linken unteren Quadranten der Reibla melle in Fig. 4 dargestellt ist. Dabei können die mehreren Durchbrüche 13 auch in gleicher radialer Richtung ausgebildet sein, wie dies im Übergang vom im linken unteren Quadranten auf den im linken oberen Quadranten der Reiblamelle in Fig. 4 dargestellt ist. Es ist bei der letztgenannten Ausführungsvariante der Reiblamelle möglich, dass alle Durchbrüche 13 der gleichen radialen Richtung die gleiche Größe oder eine unterschiedliche Größe aufweisen. Z.B. können die Durchbrüche 13 von innen nach außen mit einer größeren Flächenausdeh nung ausgebildet werden.

In Fig. 5 ist eine weitere Ausführungsvariante der Reiblamelle ausschnittsweise dargestellt, bei der die Kanten 17 des ersten und/oder des zweiten Reibbelages 8 im Anschluss an den zu mindest einen Durchbruch 13 abgeschrägt ausgebildet sind.

Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Au sführungs Varianten der Reiblamelle, wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass auch Kombinationen der einzelnen Ausführungsvarianten un tereinander möglich sind.

Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis des Aufbaus der Reiblamelle diese nicht zwingend maßstäblich dargestellt ist. Bezugszeichenaufstellung Lamellenpaket

Innenlamellen

Außenlamellen

Axialrichtung

Trägerring

Oberfläche

Oberfläche

Reibbelag

Lamellenkörper

Stirnfläche

Mitnehmerelement

Umfang srichtung

Durchbruch

Außenumfang

Innenumfang

Radialrichtung

Kante