WELS, Franz (Maxlangasse 21, Weisskirchen, A-8741, AT)
LERCHBAUM, Karl (Steinweg 10, Zeltweg, A-8740, AT)
RESTNER, Uwe (Raiffeisenstraße 18, Fohnsdorf, A-8753, AT)
EBNER, Bernhard (Wehrgasse 11, Knittelfeld, A-8720, AT)
KARGL, Hubert (Ingering II/25, Gaal, A-8731, AT)
GRIEF, Ralf (Am Pichlbach 12, Zeltweg, A-8740, AT)
MEIER, Manfred (Roseggergasse 5, Fohnsdorf, A-8753, AT)
WELS, Franz (Maxlangasse 21, Weisskirchen, A-8741, AT)
LERCHBAUM, Karl (Steinweg 10, Zeltweg, A-8740, AT)
RESTNER, Uwe (Raiffeisenstraße 18, Fohnsdorf, A-8753, AT)
EBNER, Bernhard (Wehrgasse 11, Knittelfeld, A-8720, AT)
KARGL, Hubert (Ingering II/25, Gaal, A-8731, AT)
GRIEF, Ralf (Am Pichlbach 12, Zeltweg, A-8740, AT)
| Patentansprüche : 1. Vollschnittstreckenvortriebsmaschine umfassend einen ein Fahrwerk (3) aufweisenden Grundrahmen (2) und wenigs- tens ein Schneidwerkzeug (9), das wenigstens eine erste Schneidvorrichtung (11, 24) mit einem um eine in Maschinenlängsrichtung verlaufende Rotationsachse (15, 25) drehbar gelagerten, zur Rotation antreibbaren Werkzeugträger (14, 26) und wenigstens eine zweite Schneidvorrichtung (12, 28) mit einem um eine quer zur Maschinenlängsrichtung und horizontal verlaufende Rotationsachse (13, 29) drehbar gelagerten, zur Rotation antreibbaren Werkzeugträger, aufweist, wobei die Werkzeugträger jeweils eine Vielzahl von Schneidwerkzeugen (16, 22, 27, 30) tragen, wobei die wenigstens eine zweite Schneidvorrichtung (12, 28) gegenüber der wenigstens einen ersten Schneidvorrichtung (11, 24) in Maschinenlängsrichtung zurückversetzt angeordnet und als Nachschneideinrichtung ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Rotationsachsen (15, 25, 13, 28) der wenigstens einen ersten Schneidvorrichtung (11, 24) und der wenigstens einen zweiten Schneidvorrichtung (12, 28) im Wesentlichen in der gleichen Horizontalebene liegen und dass die wenigstens eine erste Schneidvorrichtung (11, 24) und die wenigstens eine zweite Schneidvorrichtung (12, 28) im Wesentlichen den gleichen Schneiddurchmesser aufweisen und gleiche Schneidwerkzeuge (16, 12, 27, 30) , insbesondere rollende Schneidwerkzeuge tragen. 2. Vollschnittstreckenvortriebsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine zweite Schneidvorrichtung (12, 28) als Schneidwalze ausgebildet ist, die an ihrem Umfang eine Vielzahl von Schneidwerkzeugen (22, 30) trägt. - 13 - 3. Vollschnittstreckenvortriebsmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine erste Schneidvorrichtung (11, 24) nach Art eines Kernboh- rers mit an der der Ortsbrust zugewandten Stirnseite angeordneten Schneidwerkzeugen (16, 27) ausgebildet ist. 4. Vollschnittstreckenvortriebsmaschine nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass einer mittig ange- ordneten ersten Schneidvorrichtung (11) zwei seitlich angeordnete zweite Schneidvorrichtungen (12) nachgeordnet sind. 5. Vollschnittstreckenvortriebsmaschine nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwei seitlichen ers- ten Schneidvorrichtungen (24) eine zentral angeordnete zweite Schneidvorrichtung (28) nachgeordnet ist. 6. Vollschnittstreckenvortriebsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das recht- eckige Schneidprofil der zweiten Schneidvorrichtung (12, 28) und das kreisförmige Schneidprofil der ersten Schneid¬ vorrichtung (11, 24) einander in Maschinenlängsrichtung gesehen überlappen. 7. Vollschnittstreckenvortriebsmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Überlappung wenigstens 25% des Durchmessers des kreisförmigen Schneidprofils der ers¬ ten Schneidvorrichtung (11, 28) entspricht. 8. Vollschnittstreckenvortriebsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidwerkzeuge (16, 22, 27, 30) Disken oder Diskenpakete - 14 - umfassen, die jeweils in einem starr am Werkzeugträger be¬ festigten Lager drehbar gelagert sind. 9. Vollschnittstreckenvortriebsmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Diskenpakete an ihrem Um¬ fang eine Vielzahl von bevorzugt in in Umfangsrichtung verlaufenden Reihen angeordneten Schneideinsätzen tragen. 10. Vollschnittstreckenvortriebsmaschine nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Werkzeugträger der wenigstens einen zweiten Schneidvorrichtung (12, 28) eine Mehrzahl von Diskenpaketen (22) mit parallel zur Rota¬ tionsachse (13, 29) des Werkzeugträgers verlaufender Rota¬ tionsachse und eine Mehrzahl von Diskenpaketen (23) mit zur Rotationsachse (13, 29) des Werkzeugträgers geneigt verlaufender Rotationsachse vorgesehen sind. 11. Vollschnittstreckenvortriebsmaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die eine geneigte Rotations- achse aufweisenden Diskenpakete (23) eine kegelstumpfförmi¬ ge Umfangs- oder Hüllfläche aufweisen. 12. Vollschnittstreckenvortriebsmaschine nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die eine geneigte Rotationsachse aufweisenden Diskenpakete (23) an wenigstens einem Rand der Werkzeugträger angeordnet sind und zum jeweiligen Rand hin geneigt sind. 13. Vollschnittstreckenvortriebsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkzeugträger (14, 26) der wenigstens einen ersten Schneidvorrichtung (11, 24) an seinem Umfang Ladeschaufeln trägt, die - 15 - das gelöste Gestein einer im Inneren des Werkzeugträgers (14, 26) vorgesehenen Förderrinne zuführen. 14. Vollschnittstreckenvortriebsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeugträger in Maschinenlängsrichtung (18) relativ zum Grundrahmen verschiebbar geführt sind. 15. Vollschnittstreckenvortriebsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeugträger an einem gemeinsamen, in Maschinenlängsrichtung (18) relativ zum Grundrahmen (2) verschieblich geführten Träger (17) gelagert sind. 16. Vollschnittstreckenvortriebsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser der Werkzeugträger samt den Schneidwerkzeugen der Streckenprofilhöhe entspricht. 17. Vollschnittstreckenvortriebsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass am Grundrahmen (2) vor und hinter dem Fahrwerk (3) gegen die Firste und ggf. gegen die Sohle ausfahrbare Stempel (5) angeordnet sind . |
Die Erfindung betrifft eine Vollschnittstreckenvortriebsma- schine umfassend einen ein Fahrwerk aufweisenden Grundrah- men und wenigstens ein Schneidwerk, das wenigstens eine erste Schneidvorrichtung mit einem um eine in Maschinenlängsrichtung verlaufende Rotationsachse drehbar gelagerten, zur Rotation antreibbaren Werkzeugträger und wenigstens eine zweite Schneidvorrichtung mit einem um eine quer zur Maschinenlängsrichtung und horizontal verlaufende Rotationsachse drehbar gelagerten, zur Rotation antreibbaren Werkzeugträger, aufweist, wobei die Werkzeugträger jeweils eine Vielzahl von Schneidwerkzeugen tragen, wobei die wenigstens eine zweite Schneidvorrichtung gegenüber der we- nigstens einen ersten Schneidvorrichtung in Maschinenlängsrichtung zurückversetzt angeordnet und als Nachschneideinrichtung ausgebildet ist.
Eine derartige Vollschnittstreckenvortriebsmaschine ist beispielsweise der AT 504 281 A2 zu entnehmen, bei der einem um eine in Vortriebsrichtung verlaufende Rotationsachse rotierbar gelagerten Bohrkopf zur Erzielung einer im Soh ¬ lenbereich verbreiterten Sohle quer zur Rotationsachse des Bohrkopfes rotierbar gelagerte Walzen nachgeordnet sind. Die nachgeordneten Schneidwalzen dienen dem Nachschneiden der Sohle und des seitlichen Stoßes.
Ahnliche Maschinen mit Kernbohrern und Nachschneideinrichtungen sind aus den Dokumenten DE 2507087 AI, DE 3410121A1 und US 3,979,151 A bekannt geworden. Die Nachschneideinrichtungen sind dabei nicht starr am Schneidausleger angeordnet, sondern schwenkbar ausgebildet, um eine Profilierung des seitlichen Stoßes und der Firste durchzuführen. Auch in der WO 2007/075149 ist eine Vortriebsmaschine mit Nachschneideinrichtungen beschrieben. Die Schneidwerkzeugachsen der Nachschneideinrichtungen sind parallel zur Orts- brüst ausgerichtet.
Die aus dem Stand der Technik bekannten Vortriebsmaschinen sind insbesondere auf Grund ihrer Bauhöhe nicht ohne weite ¬ res für niedrige Streckenprofile und für Schneiden von Hartgestein einsetzbar.
Die Erfindung zielt nun darauf ab, eine Streckenvortriebsmaschine für den Hartgesteinseinsatz zu schaffen, die für niedrige Streckenprofile geeignet ist und mit der ein kon- tinuierlicher Vortrieb ermöglicht wird. Insbesondere soll dabei ein vollflächiger Schneidbetrieb über die gesamte Profilbreite und Profilhöhe gelingen. Die Maschine soll hinreichend kompakt ausgebildet sein und es soll auch mit den nachgeschalteten Abbauwerkzeugen eine hinreichende Vor- triebsleistung bei Material hoher Würfeldruckfestigkeit bzw. bei Hartgestein gewährleistet sein.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Vollschnittstreckenvor- triebsmaschine der eingangs genannten Art erfindungsgemäß im Wesentlichen derart weitergebildet, dass die Rotationsachsen der wenigstens einen ersten Schneidvorrichtung und der wenigstens einen zweiten Schneidvorrichtung im Wesentlichen in der gleichen Horizontalebene liegen und dass die wenigstens eine erste Schneidvorrichtung und die wenigstens eine zweite Schneidvorrichtung im Wesentlichen den gleichen Schneiddurchmesser aufweisen und gleiche Schneidwerkzeuge, insbesondere rollende Schneidwerkzeuge tragen. Dadurch, dass nun die Nachschneideinrichtungen den gleichen Schneiddurchmesser aufweisen wie die Hauptschneidvorri- chung, ist über die gesamte Profilbreite und die gesamte Profilhöhe ein vollflächiger Schneidbetrieb möglich, wobei die Anordnung der wenigstens einen zweiten Schneidvorrich- tung als Nachschneideinrichtung es erlaubt, ein niedriges aber dennoch ausreichend breites Schneidprofil zu erzielen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn, wie dies einer bevorzugten Weiterbildung entspricht, wenigstens drei Schneidvorrichtungen zum Einsatz gelangen.
Eine besonders kompakte Bauform wird bevorzugt erreicht, wenn die wenigstens eine zweite Schneidvorrichtung als Schneidwalze ausgebildet ist, die an ihrem Umfang eine Vielzahl von Schneidwerkzeugen trägt.
Insbesondere in Kombination mit der ersten Schneidvorrich ¬ tung ergibt sich auch beim Hartgesteinseinsatz eine hohe Vortriebsleistung, wobei bevorzugt vorgesehen ist, dass die wenigstens eine erste Schneidvorrichtung nach Art eines Kernbohrers mit an der der Ortsbrust zugewandten Stirnseite angeordneten Schneidwerkzeugen ausgebildet ist. Die hohe' Vortriebsleistung ergibt sich dabei auch dadurch, dass er ¬ findungsgemäß die wenigstens eine erste Schneidvorrichtung und die wenigstens eine zweite Schneidvorrichtung die glei- chen Schneidwerkzeuge, insbesondere rollende Schneidwerk ¬ zeuge, tragen. Die rollenden Schneidwerkzeuge können dabei bevorzugt als Rollenmeißel oder Diskenwerkzeuge od.dgl. ausgebildet sein. Die wenigstens eine erste Schneidvorrichtung und die wenigstens eine zweite Schneidvorrichtung können auf unterschiedliche Art und Weise miteinander kombiniert werden. Gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform ist vorgese- hen, dass einer mittig angeordneten ersten Schneidvorrichtung zwei seitlich angeordnete zweite Schneidvorrichtungen nachgeordnet sind. Bei einer derartigen Anordnung der Schneidvorrichtungen kann ein rechteckiges Profil aufgefahren werden.
Bei einer alternativen Ausbildung ist vorgesehen, dass zwei seitlichen ersten Schneidvorrichtungen eine zentral angeordnete zweite Schneidvorrichtung nachgeordnet ist. Bei dieser Bauform kann ein annähernd ovales Streckenprofil erzielt werden.
Damit zwischen dem durch die wenigstens eine erste Schneidvorrichtung erzielten Schneidprofil und dem durch die wenigstens eine zweite Schneidvorrichtung erzielten Schneidprofil keine Schneidzwickel bzw. Gesteinsreste verbleiben, sieht eine bevorzugte Weiterbildung vor, dass das rechteckige Schneidprofil der zweiten Schneidvorrichtung und das kreisförmige Schneidprofil der ersten Schneidvorrichtung einander in Maschinenlängsrichtung gesehen überlappen. Insbesondere ist es dabei vorteilhaft, wenn die Überlappung wenigstens 25% des Durchmessers des kreisförmigen Schneidprofils der ersten Schneidvorrichtung entspricht.
Um die Schneidleistung insbesondere bei hartem Gestein zu erhöhen und um insbesondere auch bei einem harten Gestein mit einer Würfeldruckfestigkeit von 150 - 300 MPa hohe Vortriebsleistungen zu erzielen, sieht eine bevorzugte Weiterbildung vor, dass die Schneidwerkzeuge Disken oder Diskenpakete umfassen, die jeweils in einem starr am Werkzeugträger befestigten Lager drehbar gelagert sind. Solche Diskenpakete kommen beispielsweise auch bei sogenannten Raise- Borern zum Einsatz, wobei bei solchen Schneidwerkzeugen die Schneidkanten der Disken derart knapp aneinander angeordnet werden können, dass sich äußerst geringe Schneidlinienab- stände zwischen den einzelnen Schneidringen ergeben und damit eine höhere Schneidleistung auch bei Hartgestein er- zielbar ist. Insbesondere ist ein Schneidlinienabstand von max. 50 mm erzielbar. Wenn, wie dies einer bevorzugten Weiterbildung entspricht, die Diskenpakete an ihrem Umfang eine Vielzahl von bevorzugt in in Umfangsrichtung verlaufenden Reihen angeordneten Schneideinsätzen tragen, wird die Schneidleistung noch weiter erhöht, wobei die insbesondere von Hartmetalleinsätzen gebildeten Schneideinsätze das Gestein auf Grund der im Wesentlichen senkrecht zur Ortsbrust eingebrachten Schneidkräfte brechen. Alternativ können an Stelle von Diskenpaketen auch einfache Walzen vorge- sehen sein, die an ihrem Umfang eine Vielzahl von Schneideinsätzen tragen.
Für die drehbare Lagerung der Diskenpakete bzw. Walzen am Werkzeugträger ist ein Lager erforderlich, das einen ent- sprechenden Platzbedarf, insbesondere in axialer Richtung der Werkzeugträger aufweist, so dass die Schneidkanten oder -einsätze der Diskenpakete bzw. Walzen nicht bis ganz an die Ränder der Werkzeugträger zur Wirkung gelangen können und dies insbesondere dann, wenn Rotationsachsen der Dis- kenpakete bzw. Walzen parallel zur Rotationsachse der Werkzeugträger verlaufen. Um diesem Umstand abzuhelfen, sieht eine bevorzugte Weiterbildung vor, dass an dem Werkzeugträger der wenigstens einen zweiten Schneidvorrichtung eine Mehrzahl von Diskenpaketen mit parallel zur Rotationsachse des Werkzeugträgers verlaufender Rotationsachse und eine Mehrzahl von Diskenpaketen mit zur Rotationsachse des Werkzeugträgers geneigt verlaufender Rotationsachse vorgesehen sind. Die eine geneigte Rotationsachse aufweisenden Disken- pakete können dabei an den Rändern der Werkzeugträger angeordnet und zum jeweiligen Rand hin geneigt sein. Diese Diskenträger sind somit schräg nach außen angestellt, damit der erforderliche Freischnitt bei den einzelnen Werkzeug- trägern gegeben ist. Eine optimierte Geometrie kann hierbei dahingehend erzielt werden, dass die eine geneigte Rotati ¬ onsachse aufweisenden Diskenpakete eine kegelstumpfförmige Umfangs- oder Hüllfläche aufweisen. Mit Vorteil sind die Werkzeugträger in Maschinenlängsrichtung relativ zum Grundrahmen verschiebbar geführt. Der Verschiebeantrieb wird dabei bevorzugt von hydraulischen Zylinderkolbenaggregaten gebildet. Mit Hilfe des Verschiebeantriebs können die Werkzeugträger kontinuierlich nach vor- ne geschoben werden und auf diese Art und Weise ein kontinuierlicher Vortrieb gewährleistet werden. Insbesondere werden die ersten und zweiten Werkzeugträger hierbei gleichzeitig und gemeinsam in Maschinenlängsrichtung verschoben .
Eine besonders einfache Bauweise ergibt sich, wenn der Durchmesser der Werkzeugträger samt den Schneidwerkzeugen der Streckenprofilhöhe entspricht. Dadurch wird erreicht, dass die Schneidwerkzeuge die Ortsbrust über die gesamte Streckenprofilhöhe bearbeiten ohne dass es hierfür erforderlich ist, die Werkzeugträger an einem in Höhenrichtung verschwenkbaren Auslegerarm oder dgl. anzuordnen. Die Werkzeugträger sind somit in diesem Fall nicht relativ zum Grundrahmen in Höhenrichtung verlagerbar.
Um die hohen Schneidkräfte sicher aufnehmen zu können, sieht eine weitere bevorzugte Ausbildung vor, dass der Grundrahmen gegen die Firste und ggf. die Sohle ausfahrbare Stempel vor und hinter dem Fahrwerk aufweist, um die Streckenvortriebsmaschine innerhalb der Strecke zu verspannen.
Um in einfacher Weise den Abtransport von gelöstem Gestein von der Ortsbrust in Richtung zu einem Abfördermittel sicherzustellen, sieht eine bevorzugte Weiterbildung vor, dass der Werkzeugträger der wenigstens einen ersten Schneidvorrichtung an seinem Umfang Ladeschaufeln trägt, die das gelöste Gestein einer im Inneren des Werkzeugträ- gers vorgesehenen Förderrinne zuführen. Auf diese Art und Weise wird das gelöste Gestein durch die als Kernbohrer ausgebildete erste Schneidvorrichtung nach hinten zu den Nachschneideinrichtungen und insbesondere zu den quer zur Vortriebsrichtung verlaufenden Schneidwalzen gefördert, die ggf. selbst wiederum Fördermittel aufweisen können, mit denen das gelöste Gestein schlussendlich auf ein in Maschinenlängsrichtung verlaufendes Abfördermittel aufgegeben werden können. Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. In dieser zeigen Fig.l eine perspektivische An ¬ sicht einer ersten Bauform der erfindungsgemäßen Voll- schnittstreckenvortriebsmaschine, Fig.2 eine Draufsicht auf die Maschine gemäß Fig.l, Fig.3 eine Vorderansicht der Maschine gemäß Fig.l, Fig.4 eine perspektivische Ansicht ei ¬ ner zweiten Bauform der erfindungsgemäßen Vollschnittstre- ckenvortriebsmaschine, Fig.5 eine Draufsicht der Maschine gemäß Fig .4 und Fig.6 eine Vorderansicht der Maschine gemäß Fig. .
In Fig.l und Fig. 2 ist die Vollschnittstreckenvortriebsma- schine mit 1 bezeichnet und weist einen Grundrahmen 2 auf, der ein Raupenfahrwerk 3 trägt. Der Grundrahmen 2 weist zu beiden Seiten der Maschinenlängsmittelebene 4 jeweils vor und hinter dem Raupenfahrwerk 3 gegen die Firste und Sohle ausfahrbare Stempel 5 auf, mit denen die Streckenvortriebs- maschine 1 innerhalb der Strecke verspannt werden kann. Eine nachlaufende Einheit ist mit 6 bezeichnet und weist unter anderem ein mit 7 schematisch angedeutetes Energieaggregat und ein eigenes Raupenfahrwerk 8 auf. Das Schneidwerk ist allgemein mit 9 bezeichnet und besteht aus einer Mehrzahl von Schneidvorrichtungen, die jeweils von einem Werkzeugträger gebildet werden, die eine Mehrzahl von Schneidwerkzeugen tragen, wie dies weiter unten noch näher erläutert werden wird. Dem Schneidwerk 9 ist eine nicht dargestellte Ladeeinrichtung zugeordnet, die das abgeschr- ämte Gestein aufsammelt und an einen mittig angeordneten, sich in Maschinenlängsrichtung erstreckenden Förderer übergibt. Der Förderer ist im hinteren, von der nachlaufenden Einheit 6 nach hinten vorstehenden Bereich, als Schwenkfördereinheit 10 ausgebildet.
Bei der Bauform gemäß den Fig.l bis Fig. 3 besteht das Schneidwerkzeug aus einer ersten Schneidvorrichtung 11, die als Kernbohrer ausgebildet ist, und weiters aus zwei dem Kernbohrer 11 nachgeordneten, als Nachschneideinheiten aus- gebildeten Schneidwalzen 12. Die Schneidwalzen 12 bestehen aus walzenartigen Werkzeugträgern, die um eine quer zur Maschinenlängsrichtung verlaufende Rotationsachse 13 drehbar gelagert und zur Rotation antreibbar sind. Die walzenartigen Werkzeugträger tragen an ihrem Umfang jeweils eine Mehrzahl von Diskenpaketen 22. Der Kernbohrer 11 weist einen Werkzeugträger 14 auf, der um eine in Maschinenlängsrichtung verlaufende Rotationsachse 15 drehbar gelagert und zur Rotation um diese Achse angetrieben ist. Der Kernbohrer 11 weist so wie die Schneidwalzen 12 eine Mehrzahl von Schneidwerkzeugen 16 auf, die ebenfalls als Diskenwerkzeuge ausgebildet sind. Sowohl der Werkzeugträger 14 des Kernboh ¬ rers 11 als auch der Werkzeugträger der Schneidwalzen 12 sind an einem gemeinsamen Träger 17 drehbar gelagert. Der Träger 17 ist dabei in Richtung des Doppelpfeils 18, d.h. in Maschinenlängsrichtung, mit Hilfe von schematisch angedeuteten Zylinderkolbenaggregaten 19 relativ zum Grundrahmen 2 verschiebbar gelagert.
Am Umfang des Kernbohrers 11 sind Ladeschaufeln 20 angeordnet, die das gelöste Material in eine im Inneren des Kern ¬ bohrers 11 vorgesehen Rinne übergeben, die das Material den Schneidwalzen 12 aufgibt. Die Schneidwalzen 12 fördern das gelöste Gestein weiter, wobei eine der Kontur der Schneid ¬ walzen 12 entsprechende schaufelförmige Abschirmwand 21 eine mittige Öffnung aufweist, über welche das gelöste Ge ¬ stein auf einen mittigen Abförderer gelangt, der den Schneidwalzen 12 nachgeordnet ist.
In der Vorderansicht gemäß Fig.3 ist ersichtlich, dass der Schneiddurchmesser des Kernbohrers 11 im Wesentlichen dem Durchmesser der beiden nachgeordneten Schneidwalzen 12 entspricht, sodass insgesamt ein rechteckiges Schneidprofil erzielt werden kann. Weiters ist ersichtlich, dass die Schneidwalzen 12 eine Mehrzahl von Diskenpaketen 22 aufweisen, die jeweils um eine parallel zur Rotationsachse 13 verlaufende Rotationsachse drehbar in einem am Werkzeugträger befestigten Lager gelagert sind. An den äußeren Rändern der Schneidwalzen 12 sind Diskenpakete 23 mit zur Rotationsachse 13 geneigten Rotationsachsen angeordnet, sodass die betreffenden Diskenpakete 23 jeweils schräg nach außen gerichtet sind. Weiters ist ersichtlich, dass der Kernboh- rer 11 ebenfalls eine Mehrzahl von Diskenpaketen 16 aufweist, wobei wenigstens ein Teil der Diskenpakete um Rotationsachsen drehbar gelagert ist, die eine in radialer Richtung des Kernbohrers 11 verlaufende Komponenten aufwei- se .
Bei der zweiten Bauform gemäß den Fig. 4 bis 6 werden für diejenigen Teile, die mit der ersten Bauform gemäß den Fig.l bis 3 übereinstimmen oder vergleichbar sind, diesel- ben Bezugszeichen verwendet. Soweit nicht anders angegeben, entspricht die Funktionsweise der einzelnen Komponenten der Funktionsweise der anhand der Fig.l bis 3 beschriebenen Komponenten. In der Folge wird daher nur mehr auf die Unterschiede eingegangen. Das Schneidwerkzeug 9 der in den Fig. bis 6 dargestellten zweiten Bauart besteht aus zwei Kernbohrern 24, die von um eine in Maschinenlängsrichtung verlaufende Rotationsachse 25 rotierenden Werkzeugträgern 26 gebildet sind, die an ihrer Stirnseite eine Mehrzahl von Diskenpaketen 27 aufweisen. Zwischen den beiden Kernbohrern 24 ist eine nachgeordnete Schneidwalze 28 vorgesehen, die als Nachschneideinheit ausgebildet ist und einen um eine quer zur Maschinenlängsrichtung verlaufende Rotationsachse 29 drehbar gelagerten und zur Rotation um diese Rotations ¬ achse angetriebenen walzenförmigen Werkzeugträger aufweist, der an seinem Umfang eine Vielzahl von Diskenpaketen 30 aufweist. Die Schneidwalze 28 sowie die beiden Kernschnei ¬ der 24 sind an einem gemeinsamen Träger 17 drehbar gela ¬ gert, der in Richtung des Doppelpfeils 18 in Maschinen ¬ längsrichtung verschiebbar gelagert ist, wobei der Ver- schiebeantrieb von zwei zu beiden Seiten der Maschinen- längsmittelebene 15 angeordneten hydraulischen Zylinderkolbenaggregaten 19 gebildet ist. P T/AT2011/000447
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Aus der Darstellung in Fig.6 ist ersichtlich, dass mit ei ¬ ner derartigen Anordnung der Schneidvorrichtungen ein im Wesentlichen ovales Schneidprofil erzielt werden kann. Die Kernbohrer 24 sind wiederum mit sogenannten Räumschaufeln 31 ausgestattet, die das geschrämte Material in eine in der Achse 25 der Kernbohrer 24 vorgesehene Förderrinne (nicht dargestellt) übergeben, sodass dieses geschrämte Material über die nachgeordnete Schneidwalze 28 auf den in Maschi ¬ nenlängsrichtung verlaufenden Förderer aufgegeben wird.
