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Patent Searching and Data


Title:
FUNNEL-SHAPED INSERT FOR A PLANT CONTAINER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/192751
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a funnel-shaped insert (3) for a plant container (2), namely a flower pot or decorative cachepot, comprising a tubular portion (11), a ring plate (12) adjoining the upper end of the tubular portion in a shoulder-like manner, and a sealing edge (13) sealing against the side wall (5) of the plant container, wherein, on the underside, a water collecting basin (22) forms between the insert (3) and the plant container (2). On the upper side, a receptacle (19) is formed, which in particular forms a support for a plant pot (4). The receptacle (19) is preferably formed at least partially by the sealing edge (13).

Inventors:
ORSCHULIK GÜNTHER (DE)
Application Number:
EP2019/000105
Publication Date:
October 10, 2019
Filing Date:
April 02, 2019
Export Citation:
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Assignee:
POEPPELMANN HOLDING GMBH & CO KG (DE)
International Classes:
A01G9/02; A01G27/06; B65D85/52
Foreign References:
EP1842421A12007-10-10
EP2255613A12010-12-01
US20160330919A12016-11-17
US5921025A1999-07-13
EP1900275A12008-03-19
NL9400634A1995-12-01
DE202015100254U12016-04-22
EP1842421A12007-10-10
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Claims:
Schutzansprüche

1. Trichterförmiger Einsatz (3) für einen Pflanzenbehälter (2), nämlich Blumen-, Dekor- oder Übertopf, mit einem Rohrteil (1 1), einer sich schulterförmig am oberen Ende des Rohrteils anschließenden Ringplatte (12) und einem gegen die Seitenwand (5) des Pflanzenbehälters abdichtenden Dichtrand (13), wobei sich unterseitig ein Wasserauf- fangbecken (22) zwischen dem Einsatz (3) und dem Pflanzenbehälter (2) ausbildet, dadurch gekennzeichnet, dass oberseitig eine insbesondere ein Auflager ausbildende Aufnahme (19) für einen Pflanztopf (4) ausgebildet ist.

2. Einsatz nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtrand (13) die Auf- nahme (19) zumindest teilweise mit ausbildet.

3. Einsatz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (19) als zumindest teilweise umlaufender, ein im Wesentlichen L-förmiges Profil aufweisender Tragrahmen (20) gebildet ist.

4. Einsatz nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtrand (13) als leicht konischer, schürzenförmiger Flansch ausgebildet ist und eine Dichtumfangsfläche darbietet.

5. Einsatz nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtrand (13) wenigstens eine elastische, vorzugsweise aus einem weichen Material, geformte Dichtlippe aufweist.

6. Einsatz nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Auf- nahme (19) Befestigungsmittel (14) zur Festlegung des Pflanztopfs (4) am Einsatz (3) umfasst.

7. Einsatz nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel von über den Umfang verteilten, nach innen vorstehenden Stegen und/oder Ausbuchtungen (14) gebildet sind, welche den Pflanztopf (4) an bodennahen Seitenwandbereichen seit- lich klemmen.

8. Einsatz nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel Haken umfassen, die in Ausnehmungen, Einbuchtungen, Hinterschneidungen und/oder Bodenlöcher des Pflanztopfes (4) greifen.

9. Einsatz nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringplatte (12) im Bereich der Befestigungsmittel unterseitig verstärkt ist.

10. Einsatz nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch ein sich von der Ringplatte (12) und/oder dem Rohteil (1 1) nach oben erstreckendes Stützelement (16) für ein wasserleitendes Element, vorzugsweise einen Docht (21 ).

1 1. Einsatz nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützelement von einem, sich nach oben verjüngenden Hohlkörper (16) gebildet ist, mit einer schlitzförmigen Ausnehmung (17) und/oder Vertiefung im Kopfbereich.

12. Einsatz nach Anspruch 10 oder 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Stützelement (16) außermittig am Einsatz (3) angeordnet ist.

13. Anordnung bestehend aus einem einen Boden (6) und eine Seitenwand (5) aufweisen- den Pflanzenbehälter (2), wobei der Pflanzenbehälter mit dem Boden und einem unteren Teil der Seitenwand ein Wasserreservoir (8) ausbildet, und einem im Bereich des Wasserreservoirs dichtend an der Seitenwand des Pflanzenbehälters anliegenden Einsatz (3), insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei unterseitig ein Wasserauf- fangbecken (22) zwischen dem Einsatz (3) und dem Pflanzenbehälter (2) ausgebildet ist.

14. Anordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (3) im Pflan- zenbehälter (2) festgelegt ist.

15. System (1 ) bestehend aus einer aus einem Pflanzenbehälter (2) und einem Einsatz (3) bestehenden Anordnung nach Anspruch 13 oder 14, und einem oberhalb des Einsatzes (3) im Pflanzenbehälter (2) aufgenommenen Pflanztopf (4).

16. Anordnung bestehend aus einem Pflanztopf (4) mit einem mit Bodenlöchern versehe- nen Boden und einer Seitenwand, und einem unterseitig am Boden und/oder außen an bodennahen Seitenwandbereichen des Pflanztopfes festgelegten Einsatz (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 12.

17. System (1 ) bestehend aus einem einen Boden (6) und eine Seitenwand (5) aufweisen- den Pflanzenbehälter (2), wobei der Pflanzenbehälter mit dem Boden und zumindest ei- nem unteren Teil der Seitenwand ein Wasserreservoir (8) ausbildet, und einer darin ein- gesetzten, aus einem Pflanztopf (4) und einem Einsatz (3) bestehenden Anordnung nach Anspruch 16.

Description:
Trichterförmiger Einsatz für einen Pflanzenbehälter

Die vorliegende Erfindung betrifft einen trichterförmigen Einsatz für einen Pflanzenbehälter nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 , sowie den Einsatz aufweisende Anordnungen und Systeme nach den Ansprüchen 13, 15, 16 und 17.

Pflanzen, die in einem Pflanztopf eingetopft sind, benötigen während dem Transport Wasser. Es sind bereits Langzeitbewässerungssysteme entwickelt worden, bei denen der Pflanztopf in einem Transportbehälter eingesetzt ist, wobei in dem Transportbehälter ein Wasserreservoir unterhalb des Pflanztopfes vorliegt. Das Wasserreservoir ist dabei über einen Docht mit dem im Pflanztopf befindlichen Substrat leitungsverbunden. Ein solches System ist bei- spielsweise aus der DE 202015100254 U1 bekannt. Hier weist der Transportbehälter ein flächiges Dekorelement auf, welches ein Sichtfenster für eine Wasserstandsanzeige mit ausbildet. Beim Versand der Pflanzen mittels Post- und Kurierdienste besteht allerdings die Gefahr, dass Wasser durch umgestürzte oder gar auf dem Kopf stehend transportierte Transportbehälter verschüttet wird mit weitreichenden Folgen für die meist aus Karton be- stehende Umverpackung als auch für die weiteren Packstücke, die zusammen mit der Pflan- ze transportiert werden und Waren enthalten können, die durch verschüttetes Wasser be- schädigt werden können, wie beispielsweise hochwertige elektronische Geräte.

Beim Transport von Schnittblumen sind Transportbehälter mit einem Aufsatz zur Eindäm- mung der Wasserverschüttung bekannt, wobei der Aufsatz trichterförmig ausgebildet ist mit einem zentralen Rohrteil, durch das ein Bündel von Schnittblumen in den mit Wasser teilge- füllten Transportbehälter steckbar ist, und mit einer sich schulterförmig am oberen Ende des Rohrteils anschließenden Ringplatte, wobei unterseitig des Aufsatzes ein ringförmiges Was- serauffangbecken zwischen dem Aufsatz und dem Pflanzenbehälter ausgebildet ist. Aus der EP 1842421 A1 ist ein solches Verschüttungsverhinderungselement für Schnittblumentransportbehälter bekannt, dessen äußerer Rand von innen gegen die Seitenwand dichtend am oberen Rand des Transportbehälters anliegt. Für den verschüttungssicheren Transport ein- getopfter Pflanzen ist dieser Einsatz allerdings weniger geeignet, da eine mögliche Aufnah- me des Pflanztopfes im Rohrteil einen im Durchmesser deutlich größer als den Pflanztopf dimensionierten Transportbehälter bedingt, um das notwendige Wasserauffangvolumen aus- zubilden.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen trichterförmigen Einsatz für einen Pflan- zenbehälter und den Einsatz aufweisende Anordnungen und Systeme der eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, dass das Transportvolumen für einen wasserverschüt tungssicheren Transport eingetopfter Pflanzen minimiert ist.

Die Aufgabe wird gelöst durch einen Einsatz nach Anspruch 1 und den Einsatz aufweisende Anordnungen und Systeme nach den Ansprüchen 13, 15, 16 und 17. Vorteilhafte Ausgestal tungen der Erfindung sind den auf diesen Ansprüchen rückbezogenen Unteransprüchen so wie der nachfolgenden Figurenbeschreibung zu entnehmen.

Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass auf der Oberseite des trichterförmigen Einsatzes eine insbesondere ein Auflager ausbildende Aufnahme für einen Pflanztopf ausgebildet ist.

Der Pflanzenbehälter, in dem der trichterförmige Einsatz einzusetzen ist, bildet mit seinem Boden und zumindest einem unteren Teil der Seitenwand ein Wasserreservoir aus. Der insbesondere unten im Pflanzenbehälter angeordnete trichterförmige Einsatz bildet dabei eine Art Sicherheitsumschließung (engl. Containment), um das Verschütten von Wasser (engl. spillage) aus dem Wasserreservoir zu verhindern. Denn das zwischen Einsatz und Pflanzen- behälter ausgebildete Wasserauffangbecken fängt das Wasser auf bzw. hält es zurück, wenn der Pflanzenbehälter auf der Seite liegt oder gar auf dem Kopf gestellt ist. Der Einsatz ist insbesondere für den Versand von in Pflanztöpfen eingetopften Pflanzen von Vorteil, die eine Langzeitbewässerung benötigen. Der jeweilige Pflanztopf wird hierzu in einem teilweise mit Wasser gefüllten Pflanzenbehälter transportiert, wobei der Pflanztopf über dem Wasserspiegel gehalten und das Wasser über einen Docht der Pflanze zugeführt wird.

Dadurch dass der Einsatz oberseitig also oberhalb der Ringplatte eine Aufnahme für den Pflanztopf ausbildet, kann der Einsatz unten im Pflanzenbehälter unmittelbar unterhalb des Pflanztopfes angeordnet sein für eine optimale Ausnutzung des vom Pflanzenbehälter bereitgestellten Raums. Der Einsatz kapselt das Wasserreservoir, wobei der Zugang zum Wasserreservoir allein durch das Rohrteil erfolgt. Hierdurch ist sichergestellt, dass das ge speicherte Wasser bei umgekipptem Pflanzenbehälter nicht mehr durch oder um den Pflanztopf herum auslaufen kann. Der Wasserstand sollte hierbei nicht höher als der untere Ausgang des Rohrteils sein, der sich vorzugsweise auf ungefähr halber Höhe zwischen Pflanzenbehälterboden und Pflanztopfboden befindet.

Durch die erfindungsgemäße, insbesondere ein Auflager ausbildende Aufnahme am Einsatz ist der Pflanztopf im Pflanzenbehälter auf dem Einsatz gelagert und geführt. Zusätzliche Hal temittel, wie beispielsweise ein am oberen Rand des Pflanzenbehälters ausgebildetes Auflager, sind am Pflanzenbehälter nicht erforderlich, um den Pflanztopf oberhalb des Wasserreservoirs zu halten. Außerdem ist der Pflanztopf durch die am Einsatz ausgebildete Aufnahme in dem Pflanzenbehälter vorzugsweise mittig positioniert. Insbesondere können auch kleiner als der Pflanzenbehälter dimensionierte oder eine andere Form aufweisende Pflanztöpfe in dem Pflanzenbehälter transportiert werden. Das Rohrteil kann zylindrisch oder konisch ausgeformt sein, während die Ringplatte im We- sentlichen flach bis stark konisch geformt ist, wobei sie vom Rand zum Rohrteil leicht abfällt, sodass über den Pflanztopf zugegebenes und aus den Bodenlöchern austropfendes Wasser zum Rohrteil und über diesen nach unten in das Wasserreservoir abfließen kann. Der Trich- ter ist im Wesentlichen rotationssymmetrisch ausgebildet und weist insgesamt eine dünne Wandstärke auf. Er kann aber auch für ovale oder eckige Pflanzenbehälter ausgebildet sein. Der Trichter ist vorzugsweise aus Kunststoff im Spritzgussverfahren hergestellt und kann entsprechende Entformungsschrägen aufweisen.

Der Trichter klemmt mit seinem Dichtrand an der leicht konisch zulaufenden Innenwand des Pflanzenbehälters, sodass ein Tieferrutschen des Einsatzes verhindert ist. Dadurch dass der mit Pflanzsubstrat und Pflanze beschwerte Pflanztopf an dem Einsatz aufgenommen und dadurch mit seinem Gesamtgewicht auf dem Einsatz aufsteht, wird die Festlegung und insbesondere die Abdichtung des Einsatzes im Pflanzenbehälter verstärkt und ein Herausdrü- cken nach oben verhindert. Entsprechende Niederhaltemittel an der Innenwand des Pflan- zenbehälters, in Form von lokalen Stegen, Nocken oder einer umlaufenden Hinterschnei- dung, unter die der Dichtrand einrasten könnte, sind nicht erforderlich, können aber zusätz- lich vorgesehen sein.

Vorzugsweise bildet der Dichtrand die Aufnahme zumindest teilweise mit aus. Der in der Aufnahme eingesetzte Pflanztopf steift dadurch den Dichtrand zusätzlich aus für eine ein- wandfreie, wasserdichte Abdichtung zwischen Dichtrand und Innenwand des Pflanzenbehälters. Die vom Pflanztopf aufgebrachte Niederhaltekraft wird nahe dem Dichtrand auf dem Einsatz aufgebracht. Der Einsatz kann dadurch insgesamt dünner und konstruktiv einfacher ausgebildet werden.

Weiter bevorzugt ist die Aufnahme als zumindest teilweise umlaufender, ein im Wesentlichen L-förmiges Profil aufweisender Tragrahmen gebildet. Der im Wesentlichen horizontale und in die Ringplatte übergehende bzw. diese mitausbildende L-Schenkel bildet dabei das Auflager für den äußeren Rand des Pflanztopfes aus. Die Niederhaltekraft wird auf diesen äußeren Ring konzentriert. Der im Wesentlichen vertikale L-Schenkel bietet eine seitliche Führung und damit Positionierung für den eingesetzten Pflanztopf dar und kann außerdem den Dichtrand des Einsatzes zumindest teilweise mit ausbilden. Der Tragrahmen kann aber auch beabstandet zum Dichtrand in der Ringplatte angeordnet sein.

Vorzugsweise ist der Dichtrand als leicht konischer, schürzenförmiger Flansch ausgebildet zur Darbietung einer kegelstumpfförmigen Dichtumfangsfläche, die gleichzeitig der flächigen Klemmung des Einsatzes in dem Pflanzenbehälter dient, wodurch ein Herausdrücken des Einsatzes aufgrund seitlicher Belastung des im gewissen Maße flexiblen Pflanzenbehälters gehemmt ist.

Mit Vorteil weist der Dichtrand wenigstens eine elastische, vorzugsweise aus einem weichen Material, geformte Dichtlippe auf. Durch das elastische Material ist die Abdichtung verbes- sert. Es kann im 2K-Spritzgussverfahren an den Dichtrand angespritzt sein. Die Elastizität kann auch durch eine Verjüngung der Wandstärke erzielt werden, wobei die Dichtlippe ge- genüber dem Dichtrand nach außen ausgestellt ist.

In bevorzugter Weiterausgestaltung umfasst die Aufnahme Befestigungsmittel zur Festle- gung des Pflanztopfs am Einsatz. Dadurch ist der Pflanztopf im Pflanzenbehälter gegen Herausfallen gesichert. Die Festlegung kann derart ausgelegt sein, dass der Pflanztopf zum Auffüllen von Wasser vom Einsatz gelöst und damit aus dem Pflanzenbehälter entnommen werden kann, während der Einsatz im Pflanzenbehälter verbleibt. Die Festlegung des Pflanztopfes am Einsatz kann auch durch Kleben oder Siegeln erfolgen. Weiter kann die Festlegung derart ausgelegt sein, dass eine Art Originalitätssicherung gegen unbefugtes Austauschen von Pflanzen gegeben ist. Durch die am Einsatz vorgesehenen Befestigungs- mittel kann zunächst der Einsatz am Pflanztopf angebracht werden, um sodann die Einheit in einfacher Weise in den bereits mit Wasser teilgefüllten Pflanzenbehälter einzusetzen.

Vorzugsweise sind die Befestigungsmittel von über den Umfang verteilten, nach innen vorstehenden Stegen und/oder Ausbuchtungen gebildet, welche den Pflanztopf an bodennahen Seitenwandbereichen seitlich klemmen. Durch die seitliche Klemmung ist eine einfache Fest- legung des Pflanztopfes gegeben. Er kann einfach in den Einsatz hineingedrückt werden.

Die am Einsatz vorgesehenen Klemmelemente in Form von Stegen oder Ausbuchtungen können toleranzausgleichend sein, sodass auch im Durchmesser unterschiedliche große Pflanztöpfe aufgenommen werden können.

Vorzugsweise umfassen die Befestigungsmittel Haken, die in Ausnehmungen, Einbuchtun- gen, Hinterschneidungen und/oder Bodenlöcher des Pflanztopfes greifen. Die Haken können sich von der Ringplatte aus nach oben erstrecken und in besagte Bodenlöcher greifen. Bei schlüsselförmig ausgebildeten Bodenlöchern ist eine Bajonettverriegelung möglich. Auch können Haken am Rand des Einsatzes verteilt angeordnet sein, sodass diese in bodenna- hen Ausnehmungen, Einbuchtungen oder Hinterschneidungen der Pflanztopfwandung grei- fen und den Pflanztopf hierüber am Einsatz festlegen.

Vorzugsweise ist die Ringplatte im Bereich der Befestigungsmittel unterseitig verstärkt. Ins- besondere im Bereich von nach innen vorstehenden Ausbuchtungen im Dichtrand können unterseitige Rippen den Einsatz verstärken, für einen einwandfrei dichtenden Dichtrand. Die Rippen können zudem als Stapelstege fungieren.

In weiterer Ausgestaltung ist am Einsatz ein sich von der Ringplatte und/oder dem Rohteil nach oben erstreckendes Stützelement für ein wasserleitendes Element vorgesehen. Vorzugsweise handelt es sich dabei um einen Docht. Das Stützelement kann stabförmig ausgebildet sein und in seiner Länge derart bemessen sein, dass ein an der Spitze des Stützelements aufgenommener Docht beim Ein-/Aufsetzen des Pflanztopfes durch ein Bodenloch in den Pflanztopf hinein ins Pflanzsubstrat geführt wird. Die Dochtlänge ist zweckmäßigerweise so zu wählen, dass der Docht durch das Rohrteil bis zum Boden des Pflanzenbehälters reicht. Bei umgekipptem Pflanzenbehälter fällt der Docht der Schwerkraft folgend in das Wasserauffangbecken und hält somit die Wasserversorgung der Pflanze aufrecht.

Vorzugsweise ist das Stützelement von einem, sich nach oben verjüngenden Hohlkörper gebildet, mit einer schlitzförmigen Ausnehmung und/oder Vertiefung im Kopfbereich. Der Einsatz bleibt dadurch stapelfähig. In dem Schlitz kann der Docht klemmend gehalten wer- den, um ihn in das Pflanzsubstrat zu stecken.

Vorzugsweise ist das Stützelement außermittig am Einsatz angeordnet ist, wodurch Pflanz- töpfe verwendet werden können, die kein zentrales Bodenloch aufweisen.

Erfindungsgemäß besteht die Anordnung aus einem einen Boden und eine Seitenwand auf- weisenden Pflanzenbehälter, wobei der Pflanzenbehälter mit dem Boden und einem unteren Teil der Seitenwand ein Wasserreservoir ausbildet, und einem im Bereich des Wasserreser- voirs dichtend an der Seitenwand des Pflanzenbehälters anliegenden Einsatz, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei unterseitig ein Wasserauffangbecken zwischen dem Einsatz und dem Pflanzenbehälter ausgebildet ist. Der Einsatz befindet sich unten im Pflanzenbehälter, wodurch sich oberhalb ein Aufnahmeraum für einen Pflanztopf ausbildet, in dem der Pflanztopf vorzugsweise vollständig aufgenommen werden kann.

Vorzugsweise ist der Einsatz im Pflanzenbeh älter festgelegt, beispielsweise durch Klem- mung an der Seitenwand, alternativ durch Einschnappen an einem Vorsprung der Seiten- wand. Der Einsatz kann auch am Boden des Pflanzenbehälters festgelegt sein, beispielswei- se durch vom Boden hochstehende Rasthaken, die in Ausnehmungen des Rohrteils greifen. In einfacher Weise ist der Einsatz durch den im Pflanzenbehälter aufgenommenen Pflanztopf fixiert, indem der Pflanztopf aufgrund seines Gewichts den Einsatz in seine Position nieder- hält.

Erfindungsgemäß besteht ein System aus der vorgenannten Anordnung aus Pflanzenbehäl- ter und Einsatz und einem oberhalb des Einsatzes im Pflanzenbehälter aufgenommenen Pflanztopf. Das System ist äußerst kompakt, insbesondere baut es im Durchmesser nur wenig größer auf als der darin aufgenommene Pflanztopf.

Eine weitere erfindungsgemäße Anordnung besteht aus einem Pflanztopf mit einem mit Bo- denlöchern versehenen Boden und einer Seitenwand, und einem unterseitig am Boden und/oder außen an bodennahen Seitenwandbereichen des Pflanztopfes festgelegten Einsatz nach einem der Ansprüche 1 bis 12. Beim zugeordneten System ist diese Anordnung in ei- nem einen Boden und eine Seitenwand aufweisenden Pflanzenbehälter eingesetzt, wobei der Pflanzenbehälter mit dem Boden und zumindest einem unteren Teil der Seitenwand ein Wasserreservoir ausbildet.

Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung sind der nachfolgenden Figurenbeschrei- bung zu entnehmen. Einzelne technische Merkmale der nachfolgend beschriebenen Ausfüh- rungsbeispiele können auch in Kombination mit vorbeschriebenen Ausführungsbeispielen sowie den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche und etwaiger weiterer Ansprüche zu erfindungsgemäßen Gegenständen kombiniert werden. Sofern sinnvoll, werden funktionell gleichwirkende Elemente mit identischen Bezugsziffern versehen. Es zeigen

Fig. 1 ein aus Pflanzenbehälter, Einsatz und Pflanztopf bestehendes System in einer teilweisen Schnittansicht;

Fig. 2 eine perspektivische Schnittansicht von der Anordnung aus Pflanzenbehälter und

Einsatz;

Fig. 3 a,b alternative Ausführungsformen des Einsatzes in perspektivischer Ansicht; Fig. 4 a,b das in einer Umverpackung aufgenommene System aus Fig. 1 in verschiedenen Transportlagen.

Das System 1 aus Pflanzenbehälter 2, Einsatz 3 und Pflanztopf 4 ist in einer um 90° um die Längsmittelachse abgewinkelten Schnittansicht dargestellt, wobei der Pflanztopf ungeschnit- ten dargestellt ist. Der eine kegelstumpfförmige Grundform aufweisende und im Spritzgussverfahren in einer dünnen Wandstärke aus Kunststoff hergestellte Pflanzenbehälter 2 ist als Blumen-, Dekor- bzw. Übertopf mit einem flächigen Dekor auf der Außenseite seiner Seitenwand 5 versehen. Der keine Bodenlöcher aufweisende Boden 6 bildet zusammen mit einem unteren Teil der Seitenwand 5 ein Wasserreservoir 8 aus. Der Wasserstand 10 des darin aufgenommenen Wassers kann durch ein seitliches Sichtfenster 9 kontrolliert werden. Sta pelstege 7 im Übergang vom Boden zur Seitenwand ermöglichen das Ineinanderstapeln gleicher Pflanzenbehälter in einem definierten Stapelabstand.

Der erfindungsgemäß unten im Pflanzenbehälter 2 angeordnete trichterförmige Einsatz 3 bildet eine Art Sicherheitsumschließung für das Wasserreservoir 8 aus, wodurch das Verschütten von Wasser verhindert wird. Der aus Kunststoff in dünner Wandstärke im Spritz gussverfahren hergestellte Einsatz 3 weist eine rotationssymmetrische trichterförmige Grundform aus, mit einem zentralen, konisch geformten Rohrteil 1 1 und einer sich schulterförmig am oberen Ende des Rohrteils 1 1 anschließenden, im Wesentlichen flachen Ringplat te 12, die als stark konisch geformtes Element vom Rand zum Rohrteil leicht abfällt. Der Ein satz 3 weist einen leicht konisch geformten, schürzenförmig umlaufenden und sich von der Ringplatte nach oben erstreckenden Flansch als Dichtrand 13 auf.

Die Konizität des Dichtrandes 13 ist an die Konizität der Seitenwand 5 des Pflanzenbehälters 2 angepasst, sodass sich bei Anordnung des Einsatzes 3 im Pflanzenbehälter 2 eine kegelstumpfförmige Klemm- und vor allem Dichtumfangsfläche ausbildet. Die obere Kante des flanschförmigen Dichtrandes 13 ist dabei noch nach außen ausgestellt und in der Wandstär- ke verjüngt, zur Ausbildung einer separaten, die Abdichtung weiter verstärkenden Dichtlippe.

Der Einsatz 3 trennt in dem Pflanzenbehälter 2 das Wasserreservoir 8 von dem darüberliegenden Aufnahmeraum für den Pflanztopf 4 ab, welcher derart bemessen ist, dass der Pflanztopf vollständig im Pflanzenbehälter aufgenommen ist, wobei der auskragendende Rand des Pflanztopfes 4 in einem ausgestellten Kragen 5a der Seitenwand 5 liegt. Erfin- dungsgemäß ist am Einsatz 3 oberseitig eine Aufnahme 19 für den Pflanztopf 4 ausgebildet.

Der aus einer dünnen Kunststofffolie im Thermoformverfahren hergestellte Pflanztopf 4 steht mit seinem wenigstens ein Bodenloch aufweisenden Boden auf der Ringplatte 12 des Ein- satzes 2 auf. Der durch eine eingetopfte Pflanze einschließlich Substrat beschwerte Pflanztopf 4 drückt dabei mit seinem Gesamtgewicht auf den äußeren Bereich der Ringplatte 12 und verstärkt hierdurch die Klemmung und Abdichtung des Einsatzes 3 an der Seitenwand 5 des Pflanzenbehälters 2. Gleichzeitig ist der Pflanztopf 4 in bodennahen Seitenwandberei chen von dem Einsatz 3 geklemmt und dadurch in bzw. an diesem festgelegt, wodurch ins gesamt der Einsatz 3 und der Pflanztopf 4 gegen Herausfallen aus dem Pflanzenbehälter 2 gesichert sind.

Die Klemmung des Pflanztopfes 4 erfolgt durch lokale, nach innen vorspringende Ausbuch tungen 14 im Dichtrand 13, welche den Pflanztopf 4 außerdem im Einsatz 3 und hierüber im Pflanzenbehälter 2 zentrieren. Der Einsatz 3 und insbesondere die Ausbuchtungen 14 sind durch unterseitig angeformte Rippen 15 ausgesteift. Der Dichtrand 13 mit den Ausbuchtun gen 14 und zumindest der äußere Teil der Ringplatte 12 bilden einen ringförmig umlaufenden, im Wesentlichen L-förmigen Tragrahmen 20 als Aufnahme 19 für den Pflanztopf 4 aus.

Die Versorgung einer im Pflanztopf 4 eingetopften Pflanze erfolgt durch einen Docht 21 , wel- cher durch ein Bodenloch des Pflanztopfes 4 in das Pflanzsubstrat gesteckt ist und durch das Rohrteil 11 des Einsatzes 3 bis in das Wasserreservoir 8 verläuft. Das Wasser kann entweder durch den Pflanztopf 2 zugegeben werden, wobei es zeitverzögert aus dessen Bodenlöchern austritt und sich über den trichterförmigen Einsatz 3 im Wasserreservoir 8 sammelt, oder bei herausgenommenen Pflanztopf direkt eingefüllt werden.

Die Figuren 3a und 3b zeigen zweckmäßige Weiterausgestaltungen des Einsatzes, bei denen jeweils ein spitz zulaufender Dom 16 mit endseitigem Aufnahmeschlitz für den Docht 21 vorgesehen ist. Hierüber kann in einfacher Weise der Docht 21 bei der Aufnahme des Pflanztopfes 4 in dem Pflanzenbehälter 2 bzw. beim Untersetzen des Einsatzes 3 am Pflanz- topf 4 in das Innere des Pflanztopfes 4 geführt werden. Beim Einsatz 3 ' gemäß Fig. 3a ist der Dom 16 exzentrisch am Einsatz angeordnet und dadurch für Pflanztöpfe geeignet, die kein zentrales Bodenloch aufweisen. Der Einsatz 3 gemäß Fig. 3b ist mit dem sich vom unteren Ausgang des Rohrteils 1 1 nach oben erstreckenden Dom 16 für Pflanztöpfe mit zentralem Bodenloch vorgesehen. Seitliche Öffnungen 18 ermöglichen hierbei den Was- seraustausch durch das Rohrteil 1 1.

Der erfindungsgemäße Einsatz 3 sichert das Wasserreservoir 8 gegen Verschütten, sollte das System 1 versehentlich Umfallen oder auf dem Kopf stehen. Es eignet sich daher insbesondere auch als Sicherung für in wasserempfindlicher Umgebung aufgestellte Systeme, beispielsweise in Wohn- und Büroräume. Vor allem dient es aber als Sicherung während dem Transport, bei dem eine korrekte Transportlage der meist aus Karton bestehenden Um- verpackung 23 nicht sichergestellt werden kann.

Denn zwischen dem Einsatz 3 und dem Pflanzenbehälter 2 ist unterseitig des Einsatzes 3 ein Wasserauffangbecken 22 ausgebildet. Das Wasserauffangbecken 22 ist derart bemes- sen, dass es eine Wassermenge aufnehmen kann, die in etwa bis unter den Ausgang des Rohrteils 1 1 reicht, ohne dass beim Umstürzen des Systems 1 eine Teilmenge des Wassers durch das Rohrteil 1 1 und weiter durch oder am Pflanztopf 4 vorbei ausfließen kann. Fig. 4a zeigt eine Transportlage der Umverpackung 23, bei der das System 1 quasi auf der Seite liegt, wie es auch bei versehentlich umgeworfenen Systemen am Aufstellort der Fall wäre. Das Wasserauffangbecken 22 ' ist dabei von einem Umfangsabschnitt der Seitenwand 5, einem Segment des Bodens 6 sowie dem Einsatz 3 gebildet. Bei der in Fig. 4b gezeigten Transportlage ist das System 1 gar auf dem Kopf gestellt. Hier ist ein ringförmig um das Rohrteil 1 1 gebildetes Wasserauffangbecken 22 " zwischen der Seitenwand 5 und dem Ein- satz 3 gebildet. In beiden Fällen ist einer Wasserversorgung der Pflanze durch den Docht 21 sichergestellt, dessen Ende der Schwerkraft folgend stets in dem jeweils ausgebildeten Wasserauffangbecken 22 ' , 22 " liegt.

Bezugszeichen

1 System 12 Ringplatte

2 Pflanzenbehälter 13 Dichtrand

3 Einsatz 14 Ausbuchtung

Pflanztopf 15 Rippe

5 Seitenwand 16 Dom

a Kragen 17 Aufnahmeschlitz

Boden 18 Öffnung

Stapelsteg 19 Aufnahme

Wasserreservoir 20 Tragrahmen

Sichtfenster 21 Docht

0 Wasserstand 22 Wasserauffangbecken

1 Rohrteil 23 Umverpackung