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Patent Searching and Data


Title:
FURNACE SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2009/138297
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a furnace system, comprising a furnace (1), particularly an arc furnace, for melting metal, a cleaning device (3) for removing and/or avoiding bulk goods from or in a furnace opening (2), wherein the cleaning device (3) comprises a movable thrust arm (4) for carrying out a thrust movement, and means (6) for moving the thrust arm (4) between a parking level (P) and an operating level (B). The invention provides a furnace system, in which the use of a furnace opening is further made more flexible in that a work platform (7) forming a work level (A) is present, from which the furnace opening (2) is accessible and which carries the cleaning device (3), and wherein the work level (A) has a recess (8) through which the thrust arm (4) can be guided during the movement thereof between the operating level (b) positioning above the work level (A), and the parking level (P) positioned below the working level (A).

Inventors:
ROSNER, Johannes (Slovinskaskeet 23, Prag, 10100, CZ)
SCHMID, Michael (Wasserstr. 14, Offenburg, 77654, DE)
Application Number:
EP2009/053997
Publication Date:
November 19, 2009
Filing Date:
April 03, 2009
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Wittelsbacherplatz 2, München, 80333, DE)
ROSNER, Johannes (Slovinskaskeet 23, Prag, 10100, CZ)
SCHMID, Michael (Wasserstr. 14, Offenburg, 77654, DE)
International Classes:
F27D23/02; F27D3/04
Attorney, Agent or Firm:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Postfach 22 16 34, München, 80506, DE)
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Claims:

Patentansprüche

1. Ofenanlage, mit einem Ofen (1), insbesondere einem Lichtbogenofen, zum Schmelzen von Metall, mit einer Reinigungseinrichtung (3) zum Entfernen und/oder Vermeiden von Sperrgut aus bzw. in einer Ofenöffnung (2), wobei die Reinigungseinrichtung (3) einen verfahrbaren Stoßarm (4) zum Ausführen einer Stoßbewegung und Mittel (6) zum Verfahren des Stoßarms (4) zwischen einem Parkniveau (P) und einem Betriebsniveau (B) umfasst, mit einer ein Arbeitsniveau (A) bildende Arbeitsplattform (7), von welcher die Ofenöffnung (2) zugänglich ist und welche die Reinigungseinrichtung (3) trägt, wobei das Arbeitsniveau (A) eine Aussparung (8) aufweist, durch welche der Stoßarm (4) beim Verfahren zwischen dem oberhalb des Arbeitsniveaus (A) liegenden

Betriebsniveau (B) und dem unterhalb des Arbeitsniveaus (A) liegenden Parkniveau (P) durchführbar ist.

2. Ofenanlage nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die

Aussparung (8) bei auf dem Parkniveau (P) angeordnetem Stoßarm (4) mit einem Schließelement (9) abdeckbar ist.

3. Ofenanlage nach Anspruch 1 oder 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Arbeitsplattform (7) und/oder das Schließelement (9) feuerfest ausgebildet sind.

4. Ofenanlage nach Anspruch 2 oder 3, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass das

Schließelement (9) vor oder bei dem Verfahren des Stoßarms (4) von dem Parkniveau (P) auf das Betriebsniveau (B) automatisch, die Aussparung (8) öffnend bewegbar ist.

5. Ofenanlage nach einem Ansprüche 2 bis 4, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass das Schließelement (9) bei oder nach dem Verfahren des Stoßarms

(4) von dem Betriebsniveau (B) auf das Parkniveau (P) automatisch, die Aussparung schließend bewegbar ist.

6. Ofenanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass bei auf dem Parkniveau (P) angeordnetem Stoßarm (4) eine Chargiereinrichtung (10) zum Befördern von Chargiergut mittels einer Führungseinrichtung (11) zur Ofenöffnung (2) führbar ist.

7. Ofenanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Arbeitsplattform (7) wenigstens zwei Führungsschienen (12, 13) zur Führung einer Chargiereinrichtung (10) an die Ofenöffnung (2) aufweist, wobei die Aussparung (8) zwischen einem Paar von Führungsschienen (12, 13) angeordnet ist.

8. Ofenanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass Versorgungsleitungen der Reinigungseinrichtung (3) wenigstens abschnittsweise unterhalb des Arbeitsniveaus (A) angeordnet sind.

9. Ofenanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Mittel (6) zum Verfahren wenigstens ein drehbares, an der Arbeitsplattform (7) angeordnetes, den Stoßarm (4) führendes Führungselement (15, 16) sowie eine Hubeinrichtung (17) zum Heben und Senken des Stoßarms (4) umfassen.

Description:

Beschreibung

Ofenanlage

Die Erfindung betrifft eine Ofenanlage, mit einem Ofen, insbesondere einem Lichtbogenofen, zum Schmelzen von Metall, mit einer Reinigungseinrichtung zum Entfernen und/oder Vermeiden von Sperrgut aus bzw. in einer Ofenöffnung, wobei die Reinigungseinrichtung einen verfahrbaren Stoßarm zum Ausführen einer Stoßbewegung und Mittel zum Verfahren des

Stoßarms zwischen einem Parkniveau und einem Betriebsniveau umfasst .

Ofenanlagen werden bspw. in Stahlwerken zur Herstellen von Stahl verwendet. Dabei wird metallischer Schrott und/oder reduziertes Eisen einem Ofen, etwa einem Lichtbogenofen, zugeführt, in welchem der metallische Feststoff in eine flüssige Phase überführt wird. Die Metallschmelze wird anschließend weiter konditioniert, bis eine gewünschte Qualität des Flüssigstahls erreicht ist.

Ein Ofen zur Herstellung einer Metallschmelze weist häufig eine Arbeitstür auf. Die Arbeitstür ist in der Regel die Schlackentür zur Ausführung der Schlacke vor dem Abstich der Metallschmelze aus dem Ofen. Die Schlackentür wird auch genutzt, um Sauerstoff auf das Flüssigmetallbad mittels einer durch die Arbeitstür positionierte Lanze zu blasen, um das Flüssigmetall zu konditionieren .

Während des Schmelzprozesses bilden sich durch Stahl- und Schlackespritzer die Arbeitstür zusetzende „Bären", welche nach jeder Schmelze entfernt werden müssen.

Aus der Europäischen Patentschrift EP 0 663 061 Al ist eine auf Schienen verfahrbare Stoßmaschine zur Ausübung von

Funktionen im Schlackenstichloch von Elektrostahl-Schmelzöfen bekannt, ausgestattet mit einem ausfahrbaren Arm mit einem

vorn sitzenden Kopf oder Schild von geringfügig kleinerem Querschnitt als das Schlackenstichloch des Ofens. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Ofenanlage der eingangs genannten Art bereitzustellen, mit welcher der Einsatz einer Ofenöffnung weiter flexibilisiert werden kann.

Die Aufgabe wird gelöst durch eine Ofenanlage der eingangs genannten Art, wobei eine ein Arbeitsniveau bildende Arbeitsplattform vorhanden ist, von welcher die Ofenöffnung zugänglich ist und welche die Reinigungseinrichtung trägt, wobei das Arbeitsniveau eine Aussparung aufweist, durch welche der Stoßarm beim Verfahren zwischen dem oberhalb des Arbeitsniveaus liegenden Betriebsniveau und dem unterhalb des Arbeitsniveaus liegenden Parkniveau durchführbar ist. Durch eine derartige Ofenanlage ist es möglich, flexibel Freiraum vor einer Ofenöffnung, welche vorzugsweise als Schlackentüröffnung ausgebildet ist, zu schaffen.

Das von der Arbeitsplattform gebildete Arbeitsniveau ist in der Regel durch die Oberfläche der Arbeitsplattform in Ofennähe gebildet und ist in der Regel eine Ebene. Die Arbeitsplattform kann zur Begehung durch Personen, insbesondere durch Betriebspersonal, ausgestaltet sein, womit in solchen Fällen auch das Arbeitsniveau begehbar ist.

Vorzugsweise ist der Stoßarm auf dem Parkniveau nicht oberhalb des Arbeitsniveaus angeordnet.

Indem die Reinigungseinrichtung derart einfahrbar an der Arbeitsplattform angeordnet ist, wird die Nutzung der

Ofenöffnung, insbesondere einer Schlackentüröffnung, weiter flexibilisiert . Denn nachdem die Ofenöffnung mittels der Reinigungseinrichtung von Sperrgut, insbesondere metallischen Ablagerungen, befreit ist und/oder ein Absetzen von Sperrgut in der Ofenöffnung durch die Reinigungseinrichtung vermieden wurde, kann - nach Verfahren des Stoßarms der

Reinigungseinrichtung auf das Parkniveau - an der Ofenöffnung bspw. ein Manipulator zum Einsatz kommen, etwa zur

Temperaturmessung des Metallbads, zur Probenentnahme oder zum Einblasen von Sauerstoff auf das Metallbad, etc..

Durch die Erfindung steht somit mehr und schneller bereitzustellender Freiraum auf der Arbeitsplattform für das Bedienpersonal oder Prozesseingriffe am Ofen durch die Ofenöffnung zur Verfügung. Bei Bedarf - d.h. bei zunehmendem Zusetzen der Ofenöffnung - kann die Reinigungseinrichtung schnell und flexibel bereitgestellt werden. Die Platzersparnis führt zudem zu mehr Bediensicherheit im Ofennahen Bereich der Arbeitsplattform. Insbesondere kann die Ofenöffnung auch während des Chargiervorgangs zum Chargieren des Ofens mit Chargiergut, durch die Reinigungseinrichtung, insbesondere den Stoßarm, frei von Chargiergut gehalten werden. Für diesen Fall wird der Stoßarm vor dem Chargieren des Chargierguts in den Ofen in die Ofenöffnung eingefahren, wodurch ein Ablagern von Schrott während des Chargierens im Bereich der Ofenöffnung vermieden wird.

Auf dem Betriebsniveau wird der Stoßarm in seine

Längsrichtung verfahren. Durch die ggf. wiederholte Bewegung des Stoßarms in Längsrichtung wird das Sperrgut aus dem Bereich der Ofenöffnung entfernt und die Ofenöffnung, insbesondere Schlackentüröffnung, kann bspw. zur Erfassung von Parametern des Metallbads und/oder des Ofens sowie ggf. zu deren Manipulation verwendet werden.

Auf dem Parkniveau ist die Reinigungseinrichtung vorteilhafterweise möglichst kompakt angeordnet. So ist es bspw. der Stoßarm eingezogen, um möglichst wenig Raum in Anspruch zu nehmen. Die Reinigungseinrichtung ist im Parkniveau vorzugsweise durch feuerfeste Ausmauerung der Ausnehmung der Arbeitsbühne von den vom Ofen ausgehenden thermischen Einflüssen möglichst abgeschirmt.

Die Aussparung des Arbeitsniveaus, welche beim Verfahren des Stoßarms zwischen Parkniveau und Betriebsniveau durchfahren wird, kann beliebig ausgestaltet sein. Vorzugsweise ist die

Aussparung rechteckig ausgebildet. Wesentlich ist jedoch, dass der Stoßarm ohne Behinderung bzw. Beschädigung vom Parkniveau in das Betriebsniveau und vom Betriebsniveau in das Parkniveau gelangen kann. Die Arbeitsplattform weist ebenfalls eine zur Aussparung korrespondierende Ausnehmung auf, in welcher die Reinigungseinrichtung bei Anordnung des Stoßarms auf dem Parkniveau vollständig eingelassen ist. Die Aussparung weist daher im Sinne dieser Anmeldung eine zweidimensionale, d.h. flächige Ausdehnung auf, während die korrespondierende Ausnehmung der Arbeitsplattform eine dreidimensionale, d.h. räumliche Ausdehnung, aufweist.

Die Mittel zum Verfahren des Stoßarms zwischen einem Parkniveau und einem Betriebsniveau können mechanisch, hydraulisch, pneumatisch, elektrisch oder in anderer Art und Weise realisiert sein. Bspw. können Hubscheren vorgesehen sein .

In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Aussparung bei auf dem Parkniveau angeordnetem Stoßarm mit einem Schließelement abdeckbar. Dies ist insbesondere dann möglich, wenn die Reinigungseinrichtung bei auf Parkniveau angeordnetem Stoßarm vollständig nicht oberhalb des Arbeitsniveaus angeordnet ist. Das Schließelement kann als Teil der Reinigungseinrichtung, etwa durch ein Gehäuse des Stoßarms, oder als separates, ggf. von der

Reinigungseinrichtung unabhängiges Bauteil, ausgebildet sein, Das Schließelement kann bspw. manuell und/oder automatisch bedient werden. Durch ein derartiges Schließelement wird die Sicherheit auf der Arbeitsplattform weiter erhöht, da die Aussparung verschlossen werden kann, sofern die Reinigungseinrichtung nicht benötigt wird. Durch das Verschließen bzw. Abdecken der Aussparung des Arbeitsniveaus wird zusätzlicher Raum auf der Arbeitsplattform nutzbar, da die Arbeitsplattform etwa durch das Bedienpersonal oder verfahrbare Roboter vollständig genutzt werden kann. Vorzugsweise weist das Schließelement Versteifungsrippen auf. Dadurch wird einerseits die Sicherheit auf der

Arbeitsplattform erhöht, ferner kann der Ofen verbessert betrieben werden.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die Arbeitsplattform und/oder das Schließelement feuerfest ausgebildet. Dadurch wird die Reinigungseinrichtung auf dem Parkniveau vor zu großer Hitze geschützt, wodurch die Betriebsdauer der Reinigungseinrichtung erhöht wird.

In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist das Schließelement vor oder bei dem Verfahren des Stoßarms von dem Parkniveau auf das Betriebsniveau automatisch, die Aussparung öffnend bewegbar. Dies ist bspw. besonders einfach zu erreichen, indem das Schließelement an der Reinigungseinrichtung angeordnet, bzw. mit dieser verbunden, ist. Das Schließelement kann jedoch auch Teil bspw. der Arbeitplattform sein. Jedenfalls bedarf es so keiner zusätzlichen Maßnahmen des Bedienpersonals - etwa einer manuellen öffnung des Schließelements -, um den Stoßarm der Reinigungseinrichtung auf das Betriebsniveau zu fahren, wodurch die Sicherheit für das Bedienpersonal erhöht wird. Ferner werden dadurch Kollisionen des Stoßarms mit dem Schließelement vermieden, wodurch sich die Lebensdauer der Reinigungseinrichtung erhöht.

In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsvariante der Erfindung ist das Schließelement bei oder nach dem Verfahren des Stoßarms von dem Betriebsniveau auf das Parkniveau automatisch, die Aussparung schließend bewegbar. Dadurch wird erreicht, dass der die Aussparung frühzeitig nach Verfahren der Reinigungseinrichtung auf das Parkniveau abgedeckt ist. Dadurch wird die Sicherheit auf der Arbeitsplattform für das Bedienpersonal erhöht. Weder muss Bedienpersonal manuell für das Abdecken der Aussparung sorgen, noch ist es den widrigen Temperaturbedingungen bei einem derartigen Vorgang nahe de s Ofens ausgesetzt.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist bei auf dem Parkniveau angeordnetem Stoßarm eine Chargiereinrichtung zum Befördern von Chargiergut zur Ofenöffnung mittels einer Führungseinrichtung führbar. Dadurch wird der Einsatz der Ofenöffnung und damit auch der Betrieb des Ofens bzw. der gesamte Ofenanlage weiter flexibilisiert und verbessert. Es kann nun bei „versenkter" Reinigungseinrichtung eine Chargierung von Roheisen erfolgen. Als Chargiereinrichtung können Schurren, Transportbänder, Chargierbehälter oder auch Chargierroboter und andere Chargiereinrichtungen verwendet werden. Als Führungseinrichtungen kommen bspw. Führungsschienen, Führungsrinnen oder andere geeignete Führungseinrichtungen zum Einsatz .

In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist die Arbeitsplattform wenigstens zwei Führungsschienen zur Führung einer Chargiereinrichtung an die Arbeitstür auf, wobei die Aussparung zwischen zwei, insbesondere einem Paar von, Führungsschienen angeordnet ist. Eine derartige Ausführung ist für besonders schwergewichtige

Chargiereinrichtungen vorteilhaft, da hier die Gewichtskräfte der Chargiereinrichtung und des von dieser aufgenommenen Chargierguts direkt in die Arbeitsplattform, insbesondere gut verteilt, abgeleitet werden können. Eine Ableitung von

Kräften ist insbesondere mit einer Vielzahl von etwa parallel verlaufenden Führungsschienen möglich. Dadurch wird die einen auf dem Parkniveau angeordneten Stoßarm aufweisende Reinigungseinrichtung nicht durch hohe Kräfte belastet. Dies erhöht die Lebensdauer der Reinigungseinrichtung.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind Versorgungsleitungen der Reinigungseinrichtung wenigstens abschnittsweise unterhalb des Arbeitsniveaus angeordnet. Vorzugsweise sind die Versorgungsleitungen wenigstens abschnittsweise innerhalb der Arbeitsplattform angeordnet. Dadurch sind die Versorgungsleitung, bspw. für Elektrik und Medien, etwa Gas für Pneumatikzylinder oder

Flüssigkeit für Hydraulikzylinder, gut vor den thermischen Einflüssen bei der Herstellung von Metallschmelzen zumindest in denjenigen Bereichen geschützt, in welchen sie unterhalb des Arbeitsniveaus, vorzugsweise innerhalb der Arbeitsplattform, angeordnet sind.

In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung umfassen die Mittel zum Verfahren wenigstens ein drehbares, an der Arbeitsplattform angeordnetes, den Stoßarm führendes Führungselement sowie eine Hubeinrichtung zum Heben und Senken des Stoßarms. Durch eine derartige Ausbildung der Mittel zum Verfahren kann eine besonders einfache, kostengünstige und sichere Möglichkeit zum Verfahren des Stoßarms der Reinigungseinrichtung bereitgestellt werden. Vorzugsweise greift die Hubeinrichtung direkt am Stoßarm bzw. an einem Gehäuse des Stoßarms an und das wenigstens eine Führungselement bewegt den Stoßarm auf einer kreisringabschnittförmigen Bahnkurve zwischen Parkniveau und Betriebsniveau. Dadurch kann erreicht werden, dass der ein- und ausfahrbare Stoßarm besonders nah an und/oder besonders tief eine Ofenöffnung gelangt. Dadurch wird die Wirksamkeit der Reinigung verbessert.

Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus einem Ausführungsbeispiel, welches anhand schematischer Zeichnungen nachfolgend näher erläutert ist. Es zeigen:

FIG 1 eine Seitenansicht einer Ofenanlage mit einer

Arbeitsplattform, einer Chargiereinrichtung in Parkposition und einer Reinigungseinrichtung mit

Stoßarm auf Betriebsniveau,

FIG 2 eine Seitenansicht einer Ofenanlage mit einer Arbeitsplattform, einer Chargiereinrichtung in Chargierposition und einer Reinigungseinrichtung mit Stoßarm auf Parkniveau,

FIG 3 eine Draufsicht auf eine zwischen zwei Führungsschienen angeordnete durch ein Schließelement abgedeckte Aussparung.

FIG 1 zeigt eine Ofenanlage mit einem als

Elektrolichtbogenofen ausgebildeten Ofen 1 zur Herstellung einer Metallschmelze aus festem Metall. Der Ofen 1 weist eine Mehrzahl an Ofenöffnungen auf, so etwa eine öffnung für das Einbringen von Elektroden zur Ausbildung eines Lichtbogens, eine öffnung zur Entstaubung/Entgasung des Ofens, eine Abstichöffnung und eine Schlackentüröffnung.

Im folgenden wir die Schlackentüröffnung als Ofenöffnung 2 betrachtet. An der Schlackentüröffnung 2 entstehen während des Betriebs des Lichtbogenofens 1 metallische, erstarrende Ablagerungen, welche den Zugang des Schmelzguts durch die Schlackentür behindern können. Derartige Ablagerungen fallen u.a. unter den Begriff Sperrgut. Das Sperrgut ist in FIG 1 nicht dargestellt.

Zur Beseitigung des Sperrguts ist eine Reinigungseinrichtung

3 vorhanden. Diese weist einen Stoßarm 4 auf, welcher in einem Gehäuse 5 angeordnet ist. Der Stoßarm 4 ist in seine

Längsrichtung, vorzugsweise horizontal, bewegbar. Der Stoßarm

4 weist einen widerstandsfähigen Kopf auf, mittels welchem das Sperrgut verschleißarm beseitigt werden kann. Die Verfahrung des Stoßarms 4 in seine Längsrichtung wird im Ausführungsbeispiel durch Hydraulikzylinder 18 bewirkt. Es können jedoch auch alternative Mittel zur Bewegung des Stoßarms 4 in Längsrichtung vorgesehen werden, etwa Pneumatikzylinder, motorische Verstellung, usw.

Die Reinigungseinrichtung 3 umfasst ferner Mittel 6 zum Verfahren des Stoßarms 4, vorzugsweise wenigstens abschnittsweise in vertikaler Richtung. Mittels dieser Mittel 6 kann der Stoßarm 4 zwischen einem Parkniveau P, vgl. FIG 2, und einem Betriebsniveau B bewegt werden. Bei dem Parkniveau P, vgl. FIG 2, und dem Betriebsniveau B handelt es sich in der Regel um unterschiedliche Höhenniveaus. Auf dem Parkniveau P, vgl. FIG 2, befindet sich der Stoßarm 4

unterhalb des Betriebsniveaus B, während dieser sich auf dem Betriebsniveau B oberhalb des Parkniveaus P befindet.

Die Mittel 6 zum Verfahren umfassen im vorliegenden Ausführungsbeispiel ein erstes Führungselement 15 und ein zweites Führungselement 16 sowie eine Hubeinrichtung 17. Dadurch kann der Stoßarm 4 samt Gehäuse 5 vom Parkniveau P auf das Betriebsniveau B gehoben werden und vom Betriebsniveau B auf das Parkniveau P, vgl. FIG 2, gesenkt werden. Dabei werden in der Regel alle Zwischenniveaus zwischen Parkniveau P und Betriebsniveau B durchfahren. Die Hubeinrichtung 17 ist vorzugsweise hydraulisch betrieben und weist daher einen Hydraulikzylinder 19 auf. Die Hubeinrichtung 17 ist derart ausgestaltet, dass die Kraft zum Heben und Senken des Stoßarms 4 direkt auf den Stoßarm 4 oder dessen Gehäuse 5 übertragen wird. Die Führungselemente 15 bzw. 16 sind derart ausgestaltet, dass sich der Stoßarm 4 beim Verfahren zwischen Parkniveau P, vgl. FIG 2, und Betriebsniveau B auf einer kreisabschnittförmigen Bahnkurve bewegt. Dies ist eine besonders einfache und vorteilhafte Ausführung der Mittel 6 zum Verfahren des Stoßarms 4.

Die Ofenlage 1 umfasst eine Arbeitsplattform 7, welche durch ihre begehbare Oberfläche ein Arbeitsniveau A bildet. Das Arbeitsniveau A liegt zwischen Parkniveau P, vgl. FIG 2, und

Betriebsniveau B. Befindet sich der Stoßarm 4 auf dem

Parkniveau P, vgl. FIG 2, so ist dieser im

Ausführungsbeispiel nicht oberhalb, vorzugsweise unterhalb, des Arbeitsniveaus A angeordnet. Insbesondere überragt in diesem Zustand vorzugsweise kein Teil der

Reinigungseinrichtung 3 das Arbeitsniveau A.

Die Reinigungseinrichtung 3 ist auf der Arbeitsplattform 7 gelagert. Insbesondere weist die Arbeitsplattform 7 eine Ausnehmung auf, innerhalb derer die die Mittel 6 zum

Verfahren des Stoßarms 4 angeordnet sind. Mit der Ausnehmung korrespondiert eine Aussparung 8 auf dem Arbeitsniveau A. Die Aussparung 8 des Arbeitsniveaus A wird beim Verfahren

zwischen Parkniveau P und Betriebsniveau B vom Stoßarm 4 durchfahren .

Am Gehäuse 5 der Reinigungseinrichtung 3 ist ferner ein Schließelement 9 angeordnet. Das Schließelement 9 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel starr mit dem Gehäuse 5 des Stoßarms 4 verbunden. Das Schließelement 9 kann bspw. auch durch einen Teil des Gehäuses 5 realisiert werden. Wird der Stoßarm 4 zwischen Parkniveau P, vgl. FIG 2, und Betriebsniveau B verfahren, so wird das Schließelement 9 mitbewegt. Das Schließelement 9 ist derart dimensioniert, das die Aussparung 8 vorzugsweise im Wesentlichen vollständig abdeckbar ist. Das Schließelement 9 ist somit derart ausgebildet, dass es sich während des Verfahrens des Stoßarms 4 vom Betriebsniveau B auf das Parkniveau P, vgl. FIG 2, automatisch die Aussparung 8 schließend bewegt, während das Schließelement 9 beim Verfahren des Stoßarms 4 vom Parkniveau P, vgl. FIG 2, auf das Betriebsniveau B die Aussparung 8 öffnend bewegt wird. Es können bei einer derartigen Ausführungsform auf zusätzliche Mittel zum automatischen

Abdecken und Aufdecken der Aussparung 8 verzichtet werden. Die hier dargestellte Ausführungsform des Schließelements 9 ist technisch besonders einfach und wenig fehleranfällig.

Das Schließelement 9 ist feuerfest ausgebildet, d.h. bspw. mit feuerfestem Material ausgekleidet. Dadurch wird eine gute Temperaturisolierung der Reinigungseinrichtung 3 erreicht.

FIG 2 zeigt die Reinigungseinrichtung 3 aus FIG 1, wobei der Stoßarm 4 der Reinigungseinrichtung 3 auf dem Parkniveau P angeordnet ist. Das am Gehäuse 5 des Stoßarms 4 angeordnete Schließelement 9 deckt die Aussparung 8 im Wesentlichen vollständig, d.h. bis auf vernachlässigbare Gefährdung bewirkende Lücken zwischen der Arbeitsplattform 7 und dem Schließelement 9 oder vorzugsweise vollständig, ab.

Dadurch, dass das die Oberseite des Schließelements 9 im abdeckenden Zustand im Wesentlichen bündig mit dem von der

Oberfläche der Arbeitsplattform 7 gebildeten Arbeitsniveau A abschließt, ist es möglich, eine Chargiereinrichtung 10 an die Schlackentür 2 heranzuführen, um damit Chargiergut, vorzugsweise Roheisen, durch die vom Sperrgut befreite Schlackentür 2 in den Ofen 1 zu chargieren.

Um eine gezielte Hinführung der Chargiereinrichtung 10 an die Schlackentür 2 zu gewährleisten, ist diese mit Hilfe einer Führungseinrichtung 11, vorzugsweise automatisch, verfahrbar. Die Chargiereinrichtung 10 ist vorzugsweise ferngesteuert, mittels der Führungseinrichtung 11 an die Schlackentür 2 hin und von dieser weg verfahrbar. Dazu weist die Chargiereinrichtung 10 eine entsprechend betreibbare, nicht dargestellte Antriebseinrichtung auf.

Durch die Verfahrbarkeit des Stoßarms 4 der Reinigungseinrichtung 3 zwischen Parkniveau P und Betriebsniveau B, vgl. FIG 1, kann somit schnell und flexibel Betriebsraum für bspw. einen Chargierroboter oder einen Manipulator bereitgestellt werden. Ein automatisiertes

Verfahren des Stoßarms 4 zwischen dem Parkniveau P und dem Betriebsniveau B, vgl. FIG 1, setzt ferner menschliche Ressourcen frei, wodurch durch parallelen Ablauf von Arbeitsabläufen Anlaufzeiten für Messungen mittels Manipulatoren, Chargieren und Reinigen der Schlackentür verringert werden können.

FIG 3 zeigt eine Draufsicht auf einen Ausschnitt der Arbeitsplattform 7 aus FIG 1 und FIG 2 mit einer Führungseinrichtung 11. Das Schließelement 9 bzw. die Reinigungseinrichtung 3 ist zwischen einer ersten Führungsschiene 12 und einer zweiten Führungsschiene 13 angeordnet. Die Führungsschienen 12 bzw. 13 werden im vorliegenden Ausführungsbeispiel von der Führungseinrichtung 11 umfasst und dienen der Führung von an der Schlackentür zu betreibenden Vorrichtungen, wie etwa einer Chargiereinrichtung. Durch eine derartige Anordnung der Reinigungseinrichtung 3 relativ zu den zwei Führungsschienen

11 bzw. 12 wird vermieden, dass die Gewichtskraft der an die Schlackentür zu führenden Vorrichtung in die

Reinigungseinrichtung 3 eingeleitet wird. Die Gewichtskraft wird durch die Arbeitsplattform 7 aufgenommen, welche auch für derartige Belastungen konstruiert ist. Durch eine derartige Anordnung der Reinigungseinrichtung 3 bzw. der Aussparung relativ zu einem Paar Führungsschienen 12 bzw. 13 können mechanische Belastungsspitzen der Reinigungseinrichtung 3 vermieden werden, wodurch die Reinigungseinrichtung 3 kostengünstiger bei trotzdem hoher Lebensdauer realisiert werden kann.