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Patent Searching and Data


Title:
FURNITURE COMPONENT AND METHOD FOR PRODUCING SAME
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/115193
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a furniture unit (1) having two function walls (2, 3) which are spaced apart from one another and on which at least one movable furniture component (5) such as a flap device (5a) is received and guided. The furniture component (5) can be moved between at least two positions (6, 7). In a closed position (6), the furniture component (5) partitions off an intermediate space (8) between the function walls (2, 3) and, in an open position (7), makes the intermediate space (8) accessible. The spatial locations of the two function walls (2, 3) can be adjusted, independently of one another, by means of separately adjustable mounting devices (9).

Inventors:
POPPENBORG NORBERT (DE)
GÖTZ GERHARD (DE)
Application Number:
EP2019/083789
Publication Date:
June 11, 2020
Filing Date:
December 05, 2019
Export Citation:
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Assignee:
AMBIGENCE GMBH & CO KG (DE)
International Classes:
A47B47/04; A47B77/00; A47B95/00; A47B96/06
Foreign References:
KR20090007152U2009-07-15
DE102014110453A12016-01-28
DE202006014397U12007-03-15
Attorney, Agent or Firm:
BSB PATENTANWÄLTE SCHÜTTE & ENGELEN PART MBB (DE)
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Claims:
Ansprüche :

1. Möbeleinheit (1), umfassend zwei voneinander beabstandete Funktionswände (2, 3) an denen wenigstens eine bewegbare Möbelkomponente (5) aufgenommen und geführt wird, wobei die Möbelkomponente (5) zwischen wenigstens zwei Stellungen (6,

7) bewegbar ist, und wobei die Möbelkomponente (5) in einer geschlossenen Stellung (6) einen Zwischenraum (8) zwischen den Funktionswänden (2, 3) wenigstens teilweise abtrennt und in einer geöffneten Stellung (7) wenigstens teilweise freigibt, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden

Funktionswände (2, 3) über separat justierbare

Montageeinrichtungen (9) in ihrer räumlichen Lage unabhängig voneinander einstellbar sind.

2. Möbeleinheit (1) nach Anspruch 1, wobei die bewegbare

Möbelkomponente (5) als Klappeneinrichtung (5a) ausgebildet ist .

3. Möbeleinheit (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die beiden Funktionswände (2, 3) an einer Raumwand (50) befestigbar sind und wobei ihre räumliche Lage gegenüber der Raumwand (50) einstellbar ist und wobei in dem Zwischenraum (8) separate und nicht mit der Möbeleinheit verbundene Möbelteile (40) an der Raumwand (50) befestigbar und somit in dem Zwischenraum (8) anordnenbar sind.

4. Möbeleinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die beiden Funktionswände (2, 3) nur über die

Möbelkomponente (5) der Möbeleinheit (1) miteinander

verbunden sind.

5. Möbeleinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei wenigstens eine Montageinrichtung (9) wenigstens ein Montageprofil (10) umfasst.

6. Möbeleinheit (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei das Montageprofil (10) wenigstens einen Montageflansch (12) umfasst .

7. Möbeleinheit (1) nach einem der beiden vorhergehenden

Ansprüche, wobei das Montageprofil (10) wenigstens ein

Montageloch (13-16) aufweist.

8. Möbeleinheit (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei das Montageprofil (10) über eine sich durch das Montageloch (13- 16) erstreckende Befestigungseinheit (20) an der Raumwand

(50) und/oder der Funktionswand (2, 3) befestigt ist.

9. Möbeleinheit (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei das Montageloch (14, 15) wenigstens einen größeren Durchmesser

(17) aufweist als ein Durchmesser der Befestigungseinheit

(21), sodass eine seitliche Einstellung und/oder eine

Höheneinstellung ermöglicht wird.

10. Möbeleinheit (1) nach einem der drei vorhergehenden

Ansprüche, wobei wenigstens ein Montageloch (14, 15) als Langloch ausgebildet ist.

11. Möbeleinheit (1) nach Anspruch 8 oder nach Anspruch 8 und einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, wobei wenigstens eine Befestigungseinheit (20) eine Schraube mit einem

Schraubenschaft (23) und einem gegenüber dem Schraubenschaft

(22) vergrößerten Schraubenkopf (24) umfasst.

12. Möbeleinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Montageeinrichtung (9) wenigstens eine quer abstehende Trägereinheit (30) umfasst.

13. Möbeleinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei an der Montageeinrichtung (9) wenigstens ein Steg (31) ausgebildet ist, an welchem die Funktionswand (2, 3)

befestigt ist.

14. Möbeleinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei an der Montageeinrichtung (9) wenigstens ein Stift (32) zum Abstützen der Funktionswand (2, 3) ausgebildet ist.

15. Möbeleinheit (1) nach einem der drei vorhergehenden

Ansprüche, wobei die Trägereinheit (30) einen drehbaren Exzenter (33) umfasst.

16. Möbeleinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei an der Funktionswand (2, 3) eine Sicherungseinheit (25) zur Fixierung der Funktionswand (2, 3) angeordnet ist.

17. Möbeleinheit (1) nach Anspruch 5 oder nach Anspruch 5 und einem der anderen vorhergehenden Ansprüche, wobei das

Montageprofil (10) unmittelbar an einer Raumwand (50) befestigbar ist oder an einer Montageschiene (35) befestigbar ist .

18. Möbeleinheit (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Montageschiene (35) als C-Schiene (36) oder H-Schiene (37) ausgebildet ist.

19. Möbeleinheit (1) nach einem der beiden vorhergehenden

Ansprüche, wobei wenigstens ein Befestigungsarm mit einem L- förmigen Abschnitt umfasst ist und mit einem Schenkel an der Funktionswand und mit dem anderen Schenkel an der

Montageschiene befestigt ist.

20. Möbeleinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei an den beiden Funktionswänden (2, 3) jeweils ein

Klappenbeschlag (18) aufgenommen ist.

21. Möbeleinheit (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei

wenigstens ein sich im Betrieb bewegender Teil des

Klappenbeschlags (18) in einem Aufnahmeraum (19) in dem

Korpus (4) der Funktionswand (2, 3) aufgenommen ist.

22. Möbeleinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei drei oder mehr Funktionswände umfasst sind.

23. Möbeleinheit (1) mit einer Funktionswand (2, 3), an der

wenigstens eine Möbelkomponente (5) aufgenommen und geführt wird, wobei die Möbelkomponente (5) zwischen wenigstens zwei Stellungen bewegbar ist und die Möbelkomponente (5) in einer geschlossenen Stellung einen durch die Möbelkomponente (5) abgedeckten Abdeckraum benachbart zu der Funktionswand (2, 3) wenigstens teilweise abdeckt und in einer geöffneten Stellung den Abdeckraum benachbart zu der Funktionswand (2, 3) wenigstens teilweise freigibt, wobei die Funktionswand über wenigstens eine justierbare Montageeinrichtung in ihrer räumlichen Lage einstellbar ist.

24. Möbeleinheit insbesondere nach einem der vorhergehenden

Ansprüche, mit einer Funktionswand mit Markierung,

Vertiefungen, Gewinden, Aufnahmen usw. die eine exakte

Vermessung der Wände zueinander ermöglichen.

Description:
Möbelkomponente und Verfahren zur Herstellung

Beschreibung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine flexibel verwendbare Möbeleinheit, die insbesondere im Wohnbereich und vorzugsweise im Küchenbereich flexibel verwendet werden kann. Insbesondere kann die erfindungsgemäße Möbeleinheit als eine Art von Schrank oder Oberschrank eingesetzt werden, wobei im Inneren der Möbeleinheit unterschiedlichste Gegenstände aufbewahrt werden können.

Im Stand der Technik sind verschiedenste Möbeleinheiten bekannt geworden, die zum Beispiel als Oberschrank eingesetzt werden und die mit ihrem Möbelkorpus an eine Zimmerwand eines Raumes angebracht und zum Beispiel angeschraubt werden. Die Struktur derartiger Oberschränke ist meist klar vorgegeben. Die Lage der Seitenwände eines Möbelkorpus zueinander ist durch den

Möbelkorpusaufbau vorgegeben, sodass bei einer Verstellung des Möbelkorpus immer der gesamte Möbelkorpus verstellt wird. Als unterer Abschluss ist meist ein Unterboden vorgesehen und als oberer Abschluss ein Oberboden, zwischen denen je nach Art und Größe des Oberschranks ein oder mehrere Zwischenböden vorgesehen sein können. Ein solcher Oberschrank eignet sich zur

strukturierten Aufnahme unterschiedlichster

Aufbewahrungsgegenstände. Nachteilig ist jedoch der strikte Aufbau, der nur wenig Flexibilität zulässt.

Mit der DE 20 2006 014 397 Ul ist eine Ablagevorrichtung zur Wandbefestigung für Küchen bekannt geworden, bei der eine an einer Zimmerwand befestigbare Rückwand umfasst ist. An der

Rückwand ist ein sich horizontal erstreckender Oberboden

vorgesehen. Die Rückwand ist mit horizontal verlaufenden Schienen versehen, an der ein oder mehrere Trägermodule flexibel und horizontal verschiebbar anhängbar sind. Eine derartige Ablagevorrichtung bzw. ein derartiger Oberschrank ist flexibler nutzbar als herkömmliche Oberschränke , bei denen der Unterboden den unteren Abschluss bildet. Doch es ist eine noch größere Flexibilität gewünscht.

Es ist deshalb die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Möbeleinheit insbesondere für den Wohnbereich und/oder den

Küchenbereich zur Verfügung zu stellen, womit eine noch größere Flexibilität ermöglicht wird.

Diese Aufgabe wird durch eine erfindungsgemäße Möbeleinheit mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Weitere

Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der allgemeinen Beschreibung und aus der Beschreibung der

Ausführungsbeispiele .

Eine erfindungsgemäße Möbeleinheit umfasst zwei voneinander beabstandete Funktionswände, an denen wenigstens eine bewegbare Möbelkomponente aufgenommen und geführt wird. Die Möbelkomponente ist wenigstens zwischen zwei Stellungen bewegbar. Die

Möbelkomponente trennt in einer geschlossenen Stellung einen Zwischenraum zwischen den Funktionswänden wenigstens teilweise ab und/oder deckt diesen ab und gibt in einer geöffneten Stellung den Zwischenraum oder einen Aufbewahrungsraum zwischen den

Funktionswänden wenigstens teilweise frei. Die beiden

Funktionswände sind über separat justierbare Montageeinrichtungen in ihrer räumlichen Lage unabhängig voneinander einstellbar.

Die bewegbare Möbelkomponente ist vorzugsweise als

Klappeneinrichtung ausgebildet oder umfasst eine solche.

Insbesondere umfasst eine bevorzugte erfindungsgemäße

Möbeleinheit zwei voneinander beabstandete Funktionswände, an denen wenigstens eine Klappeneinrichtung aufgenommen und geführt wird. Die Klappeneinrichtung ist wenigstens zwischen zwei

Stellungen bewegbar. Die Klappeneinrichtung deckt in einer geschlossenen Stellung einen Zwischenraum zwischen den

Funktionswänden wenigstens teilweise ab und gibt in einer geöffneten Stellung den Zwischenraum zwischen den Funktionswänden wenigstens teilweise frei. Die beiden Funktionswände sind über separat justierbare Montageeinrichtungen in ihrer räumlichen Lage unabhängig voneinander einstellbar.

Die Bewegung der bewegbaren Möbelkomponente oder einer als

Klappeneinrichtung ausgebildeten Möbelkomponente ist dabei weder hinsichtlich des kinematischen Ablaufes noch hinsichtlich der Raumrichtung beschränkt. So ist es beispielsweise möglich, dass die Möbelkomponente oder wenigstens ein Teil davon eine

Drehbewegung, eine Schwenkbewegung, eine Schiebebewegung oder eine Kombination aus mindestens zweier dieser Bewegungsarten ausführt .

Die räumliche Anordnung der Funktionswände ist nicht auf eine im Wesentlichen vertikale Anordnung beschränkt; die Funktionswände können auch horizontal oder schräg (oder bewusst und gezielt windschief) an der Raumwand angeordnet sein.

Die Bewegungsrichtung der Möbelkomponente oder der

Klappeneinrichtung oder eines oder mehrerer Teile davon kann demgemäß ebenfalls in unterschiedlichen Raumrichtungen erfolgen.

Die erfindungsgemäße Möbeleinheit hat viele Vorteile. Ein erheblicher Vorteil der erfindungsgemäßen Möbeleinheit besteht darin, dass der Zwischenraum zwischen den voneinander

insbesondere seitlich beabstandeten Funktionswänden vollständig flexibel nutzbar ist.

Dadurch, dass die beiden Funktionswände jeweils einzeln und separat und unabhängig voneinander in ihrer räumlichen Lage einstellbar sind, wird es ermöglicht, dass beispielsweise an einer Zimmerwand oder Raumwand nur die beiden Funktionswände angebracht werden. Die beiden Funktionswände können dann einzig bzw. nur durch die Möbelkomponente in Form z. B. einer

Klappeneinrichtung oder auch eines Schubkastens miteinander verbunden sein. Um eine optimale Anordnung zu erhalten, ist die Lage und Position der beiden Funktionswände unabhängig

voneinander und separat einstellbar. Dadurch können Toleranzen in seitlicher Richtung oder in der Höhe oder auch Winkelabweichungen ausgeglichen werden, die sich bei der Montage der Funktionswände an einer Zimmer- oder Raumwand ergeben.

Vorzugsweise ist die bewegbare Möbelkomponente als

Klappeneinrichtung ausgebildet, kann aber auch als Schubkasten ausgebildet sein oder einen Teil eines solchen bilden. Ein solcher Schubkasten kann an den Funktionswänden bewegbar

befestigt oder aufgenommen sein. Es ist möglich, die Erfindung auf eine Möbeleinheit mit einer Klappeneinrichtung zu

beschränken .

Es ist bevorzugt, dass die beiden Funktionswände an einer

Raumwand oder einer Zimmerwand befestigbar sind. Vorzugsweise ist die räumliche Lage der Funktionswände gegenüber der Raumwand einstellbar. In dem Zwischenraum sind vorzugsweise nicht mit der Möbeleinheit verbundene Möbelteile an der Raumwand (separat) befestigbar und somit sind diese Möbelteile in dem Zwischenraum zwischen den Funktionswänden anordenbar. Das ermöglicht eine besonders weitgehende Flexibilität in der Nutzung der

erfindungsgemäßen Möbeleinheit. Es kann ein Möbelteil oder es können mehrere - auch voneinander unabhängige - Möbelteile in dem Zwischenraum zwischen den Funktionswänden an der Raumwand (auch Zimmerwand genannt) befestigt werden. Dadurch ergibt sich eine vollkommen flexible Gestaltungsmöglichkeit des Zwischenraums zwischen den Funktionswänden bzw. des von der Möbelkomponente wenigstens teilweise abdeckbaren oder abtrennbaren Abdeckraumes.

In einer besonders bevorzugten und besonders einfachen

Ausgestaltung besteht die erfindungsgemäße Möbeleinheit im

Wesentlichen aus zwei Funktionswänden und einer verstellbaren Klappe, die wenigstens in der geschlossenen Stellung den

Zwischenraum zwischen den beiden Funktionswänden im Wesentlichen abdeckt. Separat justierbare Montageeinrichtungen an den

Funktionswänden erlauben eine Einstellung der räumlichen Lage der beiden Funktionswände relativ zueinander und somit eine technisch passende und auch ästhetisch gewünschte räumliche Justage der erfindungsgemäßen Möbeleinheit.

Die erfindungsgemäße Möbeleinheit kann insbesondere als ein Typ von Schrank oder Oberschrank ausgebildet sein, wobei der

erfindungsgemäßen Möbeleinheit insbesondere ein Oberboden und ein Unterboden und auch Zwischenböden fehlen. In bevorzugten

Ausgestaltungen bildet die erfindungsgemäße Möbeleinheit ein vollständiges Möbel, weist aber abgesehen von einer bewegbaren Möbelkomponente in Form von z. B. einer Klappeneinrichtung zwischen den Innenflächen der Funktionswände keine Innenteile auf .

Eine Klappeneinrichtung als bewegbare Möbelkomponente kann insbesondere als einteilige oder mehrteilige Klappe oder auch als ein anderes bewegbares Möbelteil ausgebildet sein oder

dergleichen umfassen. Ein Deckel kann im Sinne der vorliegenden Erfindung auch eine Klappe sein.

Unter dem Begriff „Funktionswand" wird eine Wand der Möbeleinheit verstanden, die eine Zusatzfunktion bildet. Insbesondere ist ein Klappenbeschlag an der Funktionswand angeordnet oder darin aufgenommen. Besonders bevorzugt ist ein Klappenbeschlag im Inneren der Funktionswand wenigstens teilweise integriert.

Eine Funktionswand kann eine Seitenwand der Möbeleinheit sein. Möglich ist es auch, dass eine Funktionswand eine Mittelwand der Möbeleinheit bildet. Die Möbeleinheit kann zwei, drei oder mehr Funktionswände umfassen. Eine Funktionswand kann als Seitenwand oder auch als Mittelwand ausgebildet sein. In einer Weiterbildung kann die Möbeleinheit beispielsweise drei Möbelwände umfassen, wobei außen Seitenwände und dazwischen eine Mittelwand vorgesehen sind. Dann ist es möglich, dass alle drei Möbelwände als

Funktionswände ausgebildet sind. Möglich ist es aber auch, dass nur die beiden äußeren Möbelwände als Funktionswände ausgebildet sind. Möglich ist es auch, dass eine äußere und die mittlere Möbelwand als Funktionswand ausgebildet sind, während eine andere Seitenwand eine reine Möbelwand bildet, ohne weitere Funktionen zur Verfügung zu stellen. Dann sind die Klappenbeschläge an einer Seiten- und einer Mittelwand angeordnet.

Der Begriff „Funktionswand" kann insofern auch durch den Begriff Möbelwand mit Zusatzfunktion ausgetauscht werden. Die Möbeleinheit kann in allen Ausgestaltungen Teil einer größeren Möbeleinrichtung sein, sodass in solchen Ausgestaltungen die Möbeleinheit auch als Möbelkomponente bezeichnet werden kann. In einfachen Fällen bildet die Möbeleinheit ein vollständiges Möbel .

In allen Ausgestaltungen ist es bevorzugt, dass eine 3D- Verstellbarkeit wenigstens einer und insbesondere der beiden Funktionswände ermöglicht wird. Vorzugsweise ist eine vertikale Ausrichtung und/oder horizontale Ausrichtung und/oder eine

Einstellung eines seitlichen Winkels und/oder eines Winkels zur Wand möglich.

In bevorzugten Ausgestaltungen hat die Funktionswand wenigstens einen Korpus oder Wandkörper oder Wandkorpus. Insbesondere ist an der Funktionswand ein Aufnahmeraum für wenigstens eine

Beschlagkomponente eines Klappenbeschlags ausgebildet.

Insbesondere ist wenigstens eine Beschlagkomponente des

Klappenbeschlags im Aufnahmeraum der Funktionswand angeordnet.

Die Möbeleinheit ist insbesondere an einer Raumwand befestigbar. Möglich ist es auch, dass eine Funktionswand an einer Raumwand und die andere Funktionswand an einer anderen Raumwand befestigt werden. Eine Raumwand kann insbesondere eine Zimmerwand sein.

Eine Raumwand kann eine Gebäudewand sein. Eine Raumwand kann aber auch durch einen Raumteiler gebildet werden. Eine Raumwand kann massiv ausgebildet und/oder transportabel und zum Beispiel verschiebbar vorgesehen sein. Möglich ist es auch, dass eine Raumwand als Leichtbauwand ausgebildet ist. Vorzugsweise werden Möbelteile, die im Zwischenraum zwischen den Funktionswänden angeordnet werden, an der Raumwand oder auch an unterschiedlichen Raumwänden befestigt. Unter einer Raumwand ist insofern auch die Decke eines Raumes zu verstehen.

In besonders bevorzugten Ausgestaltungen sind im bestimmungsgemäß montierten Zustand die beiden Funktionswände vorzugsweise im Wesentlichen vertikal ausgerichtet.

Es ist besonders bevorzugt, dass die beiden Funktionswände (im Wesentlichen) nur über die bewegbare Möbelkomponente

(insbesondere Klappeneinrichtung) der Möbeleinheit miteinander verbunden sind. Vorzugsweise ist kein Oberboden vorgesehen und es ist auch kein Unterboden vorgesehen. Ebenso ist auch keine

Rückwand vorgesehen. In besonderen Ausgestaltungen ist es aber möglich, dass ein (einziger) Boden wie ein Unterboden, Oberboden oder Zwischenboden zwischen dem oberen und dem unteren Ende der Funktionswände vorgesehen ist. Ein solcher Boden ist dabei insbesondere gelenkig und/oder flexibel auf beiden Seiten mit den Funktionswänden verbunden. Auch bei einer solchen Ausgestaltung kann praktisch eine unabhängige Ausrichtung der beiden

Funktionswände voneinander durchgeführt werden. So beeinflusst eine Verstellung der Höhe einer Funktionswand in diesem Fall die Höhe der anderen Funktionswand nicht. Dadurch kann eine separate und effektive Ausrichtung der beiden Funktionswände und somit der Möbeleinheit insgesamt einfach und schnell durchgeführt werden.

Insgesamt kann es bei der Montage von Möbeleinheiten an

Raumwänden schwierig sein, zum Beispiel ein Loch in eine

Betonwand exakt positioniert einzubringen. Das kann zum Beispiel daran liegen, dass Armierungen in der Betonwand vorhanden sind, die zu einer leichten Verschiebung des gewünschten Bohrloches führen können. In all solchen Fällen ist dennoch eine einfache und schnelle und somit kostengünstige Montage der

erfindungsgemäßen Möbeleinheit möglich, da eine unabhängig voneinander erfolgende Einstellung der räumlichen Lage der

Funktionswände und somit der Möbeleinheit insgesamt möglich wird. Dabei beeinflusst die Einstellung der räumlichen Lage einer Funktionswand die räumliche Lage der anderen Funktionswand nicht.

In besonders bevorzugten Weiterbildungen umfassen die

Montageeinrichtungen bzw. wenigstens eine Montageeinrichtung wenigstens ein Montageprofil insbesondere zur Befestigung der Funktionswand an der Raumwand. In einfachen Ausgestaltungen kann das Montageprofil ein Montagebrett, eine Montageleiste oder dergleichen sein.

Vorzugsweise umfasst die Montageeinrichtung und insbesondere das Montageprofil wenigstens einen Montageflansch. Der Montageflansch kann als Flanscheinrichtung oder auch als Befestigungsflansch oder Befestigungslasche ausgebildet sein. In einfachen

Ausgestaltungen kann ein T-förmiges Montageprofil vorgesehen sein, welches einen durchgehenden Montageflansch bzw. zwei

Befestigungslaschen umfasst, wobei der Steg des „T" zum Beispiel als Trägereinheit dient und wenigstens zum Teil die Funktionswand trägt .

In bevorzugten Weiterbildungen weist das Montageprofil wenigstens ein Montageloch auf. Ein Montageloch kann z. B. zur Befestigung und/oder zur Befestigung und Einstellung der Funktionswand dienen .

In vorteilhaften Ausgestaltungen ist das Montageprofil über wenigstens eine sich durch das Montageloch erstreckende

Befestigungseinheit an der Raumwand und/oder der Funktionswand befestigt. Es ist möglich, dass eine Mehrzahl von

Befestigungseinheiten zur Befestigung des Montageprofils an der Raumwand und/oder dass eine Mehrzahl an Befestigungseinheiten zur Befestigung des Montageprofils an dem Korpus der Funktionswand vorgesehen sind.

Vorzugsweise weist das Montageloch oder wenigstens ein

Montageloch insbesondere in wenigstens einer Richtung wenigstens einen größeren Durchmesser auf als ein Durchmesser der

Befestigungseinheit, sodass eine seitliche Einstellung und/oder eine Höheneinstellung und/oder eine Einstellung in Längsrichtung insbesondere der Funktionswand oder des Montageprofils ermöglicht wird .

In allen Ausgestaltungen ist es möglich, dass wenigstens ein Montageloch als Langloch ausgebildet ist. Ein Langloch ermöglicht eine Längsverschiebung in Längsrichtung. Ein Montageloch mit größerem Durchmesser ermöglicht eine Verschiebung in allen

Richtungen .

Es ist möglich und bevorzugt, dass wenigstens eine

Befestigungseinheit eine Schraube mit einem Schraubenschaft und einem gegenüber dem Schraubenschaft vergrößerten Schraubenkopf umfasst. Die Befestigungseinheit kann noch weitere Teile oder Komponenten aufweisen.

In allen Ausgestaltungen und Weiterbildungen ist es bevorzugt, dass die Montageeinrichtung und insbesondere das Montageprofil wenigstens eine quer von der Montageeinrichtung bzw. dem

Montageprofil abstehende Trägereinheit umfasst. Eine solche

Trägereinheit kann als Trägerelement ausgebildet sein. Die

Trägereinheit kann einstückig mit der Montageeinrichtung und/oder dem Montageprofil ausgebildet sein. Die Trägereinheit kann auch ein separates Element sein und zum Beispiel als Schraube

ausgebildet sein, mit welcher das Montageprofil an dem Korpus der Funktionswand befestigt wird.

Es ist bevorzugt, dass an der Montageeinrichtung und insbesondere dem Montageprofil wenigstens ein Steg ausgebildet ist, an welchem die Funktionswand befestigt ist. Insbesondere kann wenigstens eine Trägereinheit als Steg ausgebildet sein. Vorzugsweise erstreckt sich der Steg in Längsrichtung des Montageprofils. Der Steg kann insbesondere einstückig mit der Montageeinrichtung und insbesondere dem Montageprofil ausgebildet sein. Bevorzugt ist ein im Wesentlichen T-förmiger Querschnitt der Trägereinheit bzw. des Montageprofils.

Es ist möglich und bevorzugt, dass an der Montageeinrichtung und insbesondere dem Montageprofil wenigstens ein Stift zum Abstützen oder Halten der Funktionswand ausgebildet ist. Insbesondere kann die Trägereinheit als Stift ausgebildet sein oder einen solchen umfassen. Das Montageprofil mit dem quer abstehenden Stift bildet dann vorzugsweise einen T-förmigen Querschnitt.

Die Trägereinheit und insbesondere der Stift kann vorzugsweise einen drehbaren Exzenter umfassen, der insbesondere an einer Aufnahme in dem Korpus der Funktionswand aufgenommen ist und die Funktionswand führt. Durch einen drehbaren Exzenter kann eine Höhen- und Seitenverstellung einer Funktionswand ermöglicht werden. Werden zum Beispiel vertikal voneinander beabstandet zwei drehbare Exzenter eingesetzt, so kann auch eine Winkelausrichtung der Funktionswand durchgeführt werden, wenn beide Exzenter gegensinnig ausgelenkt werden. Es ist auch eine gleichzeitige seitliche Verstellung und Winkeleinstellung einer Funktionswand über zwei drehbare Exzenter möglich. Dadurch wird eine besonders flexible und auch schnelle Montage und Einstellung ermöglicht.

Es ist bevorzugt, dass an der Funktionswand wenigstens eine Sicherungseinheit in Form von zum Beispiel einer

Sicherungsschraube zur Fixierung der Funktionswand angeordnet ist. Eine solche Sicherungseinheit oder Sicherungsschraube kann zum Beispiel seitlich auf den Stift oder den Steg der Träger einheit einwirken. Eine Sicherungseinheit dient insbesondere als Abziehsicherung, um beispielsweise das horizontale Abziehen der Funktionswände von der Raumwand zu verhindern.

In bevorzugten Ausgestaltungen ist das Montageprofil unmittelbar an einer Raumwand befestigbar oder das Montageprofil ist an einer Montageschiene befestigbar. In solchen Ausgestaltungen ist das Montageprofil insbesondere verschiebbar an der Montageschiene vorgesehen. Vorzugsweise ist die Montageschiene an der Raumwand befestigt .

In bevorzugten Ausgestaltungen ist die Montageschiene als C- Schiene oder H-Schiene ausgebildet. Eine C-Schiene kann auf der Oberfläche der Raumwand befestigt sein oder zum Beispiel in einer in die Raumwand eingebrachten Nut eingeschoben und dort befestigt sein. Entsprechend kann eine H-Schiene an einer Raumwand

befestigt werden. Möglich und bevorzugt ist es, dass eine H- Schiene über eine Schraube an der Raumwand befestigt wird, wobei ein Abstand der H-Schiene von der Raumwand über eine Mutter und eine zum Beispiel identisch ausgebildete Kontermutter eingestellt wird .

In bevorzugten Weiterbildungen ist wenigstens ein Befestigungsarm mit einem zum Beispiel L-förmigen Abschnitt umfasst. Der L-för- mige Abschnitt des Befestigungsarms ist dann vorzugsweise mit einem Schenkel an der Funktionswand und mit dem anderen Schenkel an der Montageschiene und insbesondere der H-Schiene befestigt. Wird eine Möbeleinheit mit derartigen Befestigungsrahmen montiert, wird vorzugsweise zunächst die H-Schiene an der

Raumwand beabstandet angebracht. Die H-Schiene ist vorzugsweise mit vergrößerten Montagelöchern und/oder Langlöchern versehen. Langlöcher sind insbesondere mit der Längsseite in vertikaler und horizontaler Richtung vorgesehen. Dadurch kann der Befestigungs arm mit einem Schenkel an der H-Schiene ausgerichtet befestigt werden. Dabei wird in einem oberen Bereich ein 1. Befestigungsarm und in einem unteren Bereich ein 2. Befestigungsarm ausgerichtet befestigt, sodass zwischen den abstehenden Schenkeln der

Befestigungsarme eine Funktionswand definiert aufgenommen werden kann. Die Funktionswand wird zum Beispiel durch Schrauben mit den abstehenden Schenkeln der Befestigungsarme verbunden. Dadurch können zwei Funktionswände separat einstellbar an einer Raumwand angebracht werden, die definiert zueinander ausgerichtet werden können .

In allen Ausgestaltungen ist es bevorzugt, dass an den beiden Funktionswänden jeweils (wenigstens) ein Klappenbeschlag

aufgenommen ist. Ein solcher Klappenbeschlag kann innen oder außen an dem Korpus der Funktionswand aufgenommen sein. Der Klappenbeschlag kann auf einer Seitenwand der Funktionswand sichtbar angeordnet werden. Der Klappenbeschlag kann auch in einem Aufnahmeraum im Inneren des Korpus angeordnet und befestigt sein. Vorzugsweise ist wenigstens ein Teil einer

Beschlagkomponente des Klappenbeschlags in einem Aufnahmeraum innerhalb des Korpus befestigt.

In allen Ausgestaltungen können auch drei oder mehr

Funktionswände und/oder Möbelwände umfasst sein.

Bei der erfindungsgemäßen Möbeleinheit können komplett

individuelle Aufbewahrungsbehältnisse in dem Zwischenraum zwischen zwei Funktionswänden zum Beispiel an der Raumwand montiert werden. Die individuellen Aufbewahrungsbehältnisse in dem Zwischenraum zwischen den Funktionswänden sind nicht mit den Funktionswänden verbunden, sondern direkt an die Zimmerwand bzw. die Raumwand angeschraubt. Die Breite dieser Konstruktion ist vollkommen flexibel und ebenso die Auswahl an zwischen den Funktionswänden angeordneten Aufbewahrungsbehältnissen oder Zwischenbehältern. Eine Klappeneinrichtung oder Blende schließt die Frontansicht ab und ergibt somit auf Wunsch ein homogenes Erscheinungsbild, welches nach dem Öffnen der Klappeneinrichtung den Blick auf die dahinter individuell angeordneten und

ausgestalteten Aufbewahrungsbehältnisse freigibt.

Dabei sind die Höhe der einzelnen Aufbewahrungsbehältnisse und der seitliche Abstand zwischen einander und zu den

Funktionswänden vollkommen flexibel. Ebenso ist die Größe der einzelnen Aufbewahrungsbehältnisse und Möbelteile frei wählbar.

Es ist nicht nötig, die seitlichen Funktionswände über einen Oberboden, einen Unterboden oder eine Rückwand miteinander zu verbinden. Die Funktionswände als Seitenwände können einzeln befestigt und justiert werden.

Eine weitere erfindungsgemäße Möbeleinheit umfasst (nur oder genau) eine Funktionswand, an der wenigstens eine bewegbare

Möbelkomponente (und z. B. eine) Klappeneinrichtung aufgenommen und geführt wird. Dabei ist die bewegbare Möbelkomponente (z. B. Klappeneinrichtung) zwischen wenigstens zwei Stellungen bewegbar. Die bewegbare Möbelkomponente (z. B. Klappeneinrichtung) trennt in einer geschlossenen Stellung einen Abdeckraum hinter der bewegbaren Möbelkomponente (z. B. Klappeneinrichtung) benachbart zu der Funktionswand wenigstens teilweise ab und gibt in einer geöffneten Stellung den Abdeckraum benachbart zu der

Funktionswand wenigstens teilweise frei. Dabei ist die

Funktionswand über justierbare Montageeinrichtungen bzw.

wenigstens eine justierbare Montageeinrichtung in ihrer

räumlichen Lage einstellbar. Die Funktionswand kann ausgebildet sein, wie es zuvor beschrieben wurde.

Bei einer solchen Ausgestaltung ist es möglich, dass nur eine einzelne Funktionswand vorgesehen ist, an der eine verstellbare Möbelkomponente (z. B. Klappeneinrichtung) verstellbar

aufgenommen und geführt wird. Der Klappenbeschlag z. B. einer Klappeneinrichtung kann seitlich an der Funktionswand aufgenommen sein und ist vorzugsweise im Inneren eines Korpus der Funktionswand wenigstens teilweise aufgenommen und befestigt. Durch Überführen der Möbelkomponente von der geschlossenen

Stellung in eine wenigstens teilweise geöffnete Stellung wird ein Abdeckraum oder es werden zwei Abdeckräume (rechts und links von der Funktionswand) wenigstens teilweise freigegeben. In den Abdeckräumen können unterschiedliche Aufbewahrungsbehältnisse zum Beispiel an der Raumwand angebracht werden, die von der

Möbelkomponente bzw. Klappe bzw. Klappeneinrichtung in der geschlossenen Stellung verdeckt werden. Die Möbelkomponente oder die Klappe der Klappeneinrichtung kann sich zu einer Seite von der Funktionswand aus erstrecken oder auch (symmetrisch) zu beiden Seiten.

In allen Ausgestaltungen einer Möbeleinheit mit wenigstens einer Funktionswand ist es bevorzugt, dass wenigsten ein

Orientierungspunkt vorgesehen ist, um eine (exakte) Vermessung der Funktionswände und/oder der Raumwände zueinander zu

ermöglichen. Ein Orientierungspunkt kann dabei insbesondere aus einer Gruppe von Orientierungspunkten entnommen werden, welche Markierungen, Vertiefungen, Gewinde, Aufnahme, Kanten, Absätze, Löcher, Farbpunkte, Muster und dergleichen mehr umfasst.

Es ist möglich und bevorzugt, dass z. B. wenigstens eine

Fixiereinheit zur Aufnahme oder Anlage eines Hilfsmittels oder eines Werkzeuges oder eines Messwerkzeuges an der Möbeleinheit ausgebildet. Beispielsweise kann eine Öse oder ein Haken oder ein Absatz als Fixiereinheit für ein Messgerät oder eine Messeinheit wie ein Maßbandende an der Möbeleinheit und insbesondere

wenigstens einer Funktionswand ausgebildet sein.

Es kann auch z. B. eine Aufnahme für einen Laser an der

Möbeleinheit ausgebildet sein.

Es kann auch wenigstens ein Aufdruck oder es können mehrere Aufdrucke mit definiertem Abstand von vorne und oben aufgebracht oder Muster an der Möbeleinheit ausgebildet sein, um den oder die Winkel und den Abstand der Wände zueinander zu vermessen. Ein aufgeklebter Aufdruck kann z. B. nach Ausrichtung mit abziehbarer Folie entfernt werden. Denkbar ist es auch, aufgebrachte Muster mit allgemeinen oder speziellen Radiermitteln oder Putzmitteln zu entfernen .

Die Erfindung kann nicht nur bei den beschriebenen Möbeleinheiten eingesetzt werden. Anwendungsgebiete und Einsatzmöglichkeiten sind auch Badezimmermöbel und Werkstatteinrichtungen, sodass eine Möbeleinheit zum Beispiel als Badezimmermöbel oder als

Werkstatteinrichtung oder Werkstatthängeschrank oder als Teil eines dieser Vorrichtungen ausgebildet sein kann.

In allen Ausgestaltungen ist es möglich und bevorzugt, dass auch eine Ausrichtung wenigstens einer Funktionswand in der Tiefe möglich ist. Deshalb ist vorzugsweise eine vollständige 3D- Ausrichtung der Möbeleinheit bevorzugt. Insbesondere ist eine Ausrichtung in der horizontalen und der vertikalen Richtung und auch in der Tiefe möglich.

Eine Ausrichtung in der Tiefe bedeutet, dass die Möbeleinheit insgesamt oder die Ausrichtung wenigstens einer Funktionswand nicht nur in seitlicher Richtung und in der Höhe verstellt werden kann, sondern auch in der Längsrichtung bzw. in der Tiefe, also von der Raumwand weg oder hin. Dementsprechend ist es bevorzugt, dass wenigstens eine Neigung einstellbar ist. Das kann z. B. an oberen und unteren Einstellpunkten erfolgen, bei denen eine lokale Distanz zur Raumwand unterschiedlich eingestellt wird. Bei zum Beispiel (lokal) schiefen Wänden kann das sinnvoll und/oder erforderlich sein, damit eine ordnungsgemäße Funktion

gewährleistet werden kann und insbesondere der Klappenbeschlag nicht klemmt.

Es kann sein, dass bei einer entsprechenden Justage an schiefen Raumwänden lokal ein Spalt zwischen der Funktionswand und der Raumwand entsteht, der gegebenenfalls aber abgedeckt oder mit passendem Material gefüllt werden kann.

In allen Ausgestaltungen und Weiterbildungen ist es auch möglich, dass eine seitlich wirkende Sicherung auch von den Stirnseiten und nicht nur von den Flachseiten einer Funktionswand oder von den Flachseiten der Funktionswände aus erfolgt. Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den Ausführungsbeispielen, die im Folgenden mit Bezug auf die beiliegenden Figuren erläutert werden.

In den Figuren zeigen:

Figur 1 eine schematische perspektivische Ansicht einer

erfindungsgemäßen Möbeleinheit in einer geschlossenen Stellung;

Figur 2 die Möbeleinheit nach Figur 1 mit geöffneter

Möbelkomponente ;

Figur 3 eine schematische perspektivische Darstellung einer

Funktionswand der Möbeleinheit nach Figur 1;

Figur 4 ein Montageprofil der Funktionswand aus Figur 3 in einer Vorderansicht;

Figur 5 eine schematische perspektivische Darstellung einer

Funktionswand mit einer bewegbaren Möbelkomponente;

Figur 6 eine weitere Ausführungsform einer Funktionswand einer erfindungsgemäßen Möbeleinheit in einer

perspektivischen Darstellung;

Figur 7 ein Montageprofil der Funktionswand nach Figur 6 in einer perspektivischen Darstellung;

Figur 8 das Montageprofil aus Figur 7 in einer Draufsicht;

Figur 9 eine Draufsicht auf eine weitere Funktionswand einer erfindungsgemäßen Möbeleinheit;

Figur 10 das vergrößerte Detail „A" aus Figur 9;

Figur 11 noch eine Funktionswand einer weiteren

erfindungsgemäßen Möbeleinheit in einer

perspektivischen Darstellung;

Figur 12 das Montageprofil der Funktionswand nach Figur 11 in einer perspektivischen Darstellung; Figur 13 eine Vorderansicht einer weiteren Funktionswand einer erfindungsgemäßen Möbeleinheit;

Figur 14 eine perspektivische Ansicht der Funktionswand nach

Figur 13;

Figur 15 ein Montageprofil der Funktionswand nach Figur 13;

Figur 16 eine weitere perspektivische Darstellung einer

Funktionswand einer erfindungsgemäßen Möbeleinheit; und

Figur 17 eine geschnittene Darstellung der Seitenansicht der

Funktionswand nach Figur 16;

Figur 18 das vergrößerte Detail „A" aus Figur 17;

Figur 19 ein Montageprofil der Funktionswand nach Figur 17;

Figur 20 ein Befestigungsprofil der Funktionswand zur Montage an dem Montageprofil.

In den Figuren 1-4 wird ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Möbeleinheit 1 dargestellt, welche hier in der Art eines Oberschranks 100 ausgebildet ist und im dargestellten Ausführungsbeispiel zwei seitliche Funktionswände 2 und 3 und eine verstellbare bewegbare Möbelkomponente 5 und hier eine als verschwenkbare Klappeneinrichtung 5a ausgebildete bewegbare Möbelkomponente 5 umfasst.

In allen Ausgestaltungen ist es möglich, dass anstelle einer verschwenkbaren Klappeneinrichtung 5a eine andere bewegbare Möbelkomponente 5 eingesetzt wird. Beispielsweise kann ein als Möbelkomponente 5 ausgebildeter Schubkasten oder es können mehrere Schubkästen an bzw. zwischen zwei seitlichen

Funktionswänden 2 und 3 geführt werden.

Wenigstens ein als Möbelkomponente ausgebildeter Schubkasten 5 ist dann zwischen wenigstens wenigstens zwei Stellungen 6, 7 bewegbar. Vorzugsweise deckt wenigstens ein Schubkasten 5 in einer geschlossenen Stellung 6 einen Zwischenraum 8 oder

Aufnahmeraum zwischen den Funktionswänden 2, 3 wenigstens teilweise ab und gibt in einer geöffneten Stellung 7 den

Zwischenraum (den Aufnahmeraum des Schubkastens) wenigstens teilweise frei. Die beiden Funktionswände 2, 3 sind dann über separat justierbare Montageeinrichtungen 9 in ihrer räumlichen Lage unabhängig voneinander einstellbar.

Besonders bevorzugt ist die erfindungsgemäße Möbeleinheit 1 in der Art eines Schrankes 100 ausgebildet. In Figur 1 ist die als Möbelkomponente 5 ausgebildete Klappeneinrichtung 5a in einer geschlossenen Stellung 6 und in Figur 2 in einer geöffneten oder aufgeklappten Stellung 7 abgebildet. In Figur 1 wird durch die Möbelkomponente 5 bzw. hier Klappeneinrichtung 5a der

Zwischenraum 8 zwischen den beiden Funktionswänden 2 und 3 in einer Ansicht direkt von vorn im Wesentlichen abgedeckt. Durch die perspektivische Darstellung schräg von oben ist hier aber ein Teil des Zwischenraums 8 in Figur 1 erkennbar. Wie auch Figur 2 zeigt, ist in dem Zwischenraum 8 zwischen den beiden

Funktionswänden 2 und 3 eine Anzahl an separaten Möbelteilen 40 bzw. Aufbewahrungsbehältnissen angeordnet.

Die Möbelteile 40 sind jeweils separat an der Raumwand 50 befestigt. Das bedeutet, dass die einzelnen Möbelteile 40 keinerlei Verbindung zueinander haben müssen. Ebenso haben die Möbelteile 40 keinerlei Verbindung zu der Möbeleinheit 1 bzw. zu den Funktionswänden 2 und 3 unter bzw. hinter der

Klappeneinrichtung 4.

In einer einfachen Ausgestaltung, wie sie in Figuren 1-4

dargestellt ist, besteht die Möbeleinheit 1 insgesamt aus den seitlichen Funktionswänden 2 und 3 und der Klappeneinrichtung 5 mit der hier verschwenkbaren Klappe und den der Übersichtlichkeit halber hier weggelassenen Klappenbeschlägen 18. Ein

Klappenbeschlag 18 ist zum Beispiel in Figur 5 erkennbar. Es können unterschiedlichste Arten von Klappenbeschlägen eingesetzt werden .

Die Funktionswände 2 und 3 sind vorzugsweise im Wesentlichen identisch oder spiegelsymmetrisch aufgebaut. Die Funktionswände 2 und 3 bilden Möbelwände der Möbeleinheit 1 und weisen zusätzlich noch eine zusätzliche Funktion auf. Hier nehmen die

Funktionswände 2 und 3 die Klappenbeschläge 18 auf. Die

Klappenbeschläge können beispielsweise auf der Innenwand der Funktionswände 2,3 sichtbar angeordnet sein, sodass die

Klappenbeschläge nach dem Überführen der Klappeneinrichtung 5a in die geöffnete Stellung 7 sichtbar sind. Möglich und bevorzugt ist es aber, dass die Klappenbeschläge wenigstens zum Teil und insbesondere in der geschlossenen Zustellung nahezu vollständig innerhalb des Korpus 4 der Funktionswand 2 bzw. 3 aufgenommen sind. Dazu weisen die Funktionswände 2 und 3 jeweils einen

Aufnahmeraum 19 auf, der zur Aufnahme eines Klappenbeschlags 18 dient .

Zur Montage der Möbeleinheit 1 werden die Funktionswände 2 und 3 zunächst separat voneinander an der Raumwand 50 angebracht. Die Klappeneinrichtung 5a wird vorzugsweise erst nach vollständiger Montage und Justage der beiden Funktionswände 2 und 3 angebracht.

Zur Montage wird hier in diesem Ausführungsbeispiel für jede Funktionswand 2,3 ein Montageprofil 10, welches hier als

Montagebrett bzw. Montageleiste 11 ausgeführt ist, an die

Raumwand 50 angeschraubt. Eine Ausrichtung der jeweiligen

Funktionswand 2, 3 in räumlicher Hinsicht erfolgt durch

entsprechende Ausrichtung an den Montagelöchern 14, 15, welche hier als Langlöcher ausgebildet sind.

Die separaten Möbelteile 40 können vor der vollständigen Montage der Möbeleinheit 1 oder auch nach der vollständigen Montage der Möbeleinheit 1 separat an der Raumwand 50 anmontiert werden.

Dabei kann die Größe, Art und Beschaffenheit der einzelnen

Möbelteile 40 individuell ausgewählt werden. Es ist auch möglich, dass ein Teil eines Möbelteils 40 beispielsweise über die

Klappeneinrichtung 5a nach oben hinaus übersteht, wenn keine vollständige Abdeckung im geschlossenen Zustand gewünscht wird. Ebenso können Teile auch nach unten über das untere Ende der Klappeneinrichtung 5a überstehen, selbst wenn die

Klappeneinrichtung 5a sich in der geschlossenen Stellung 6 befindet. Regelmäßig wird die Klappeneinrichtung 5a aber wenigstens in einer Ansicht von vorn in der geschlossenen

Stellung 6 die dahinter angebrachten Möbelteile 40 vollständig abdecken, sodass sich in der geschlossenen Stellung 6 eine einheitliche Vorderansicht ergibt.

Die Breite und Höhe der Möbeleinheit 1 ist vollständig frei wählbar. Bei Überschreiten bestimmter Breiten, oder falls es der Benutzer wünscht, ist es auch möglich, zum Beispiel eine 3. oder 4. Funktionswand zwischen den beiden Funktionswänden 2 und 3 vorzusehen, um die Klappeneinrichtung an drei oder mehr

Funktionswänden abzustützen.

Die Montageprofile 10 an den Funktionswänden 2 und 3 bilden die Montageeinrichtung 9, um die Funktionswände 2 und 3 individuell und separat voneinander räumlich auszurichten.

Figur 3 zeigt eine perspektivische Ansicht der Funktionswand 2, wobei der Aufnahmeraum 19 im Inneren des Korpus 4 der

Funktionswand 2 gestrichelt erkennbar ist. In den Aufnahmeraum 19 kann beispielsweise eine Kassette mit einem Klappenbeschlag 18 eingeführt werden oder es wird darin ein Klappenbeschlag

montiert .

Der Korpus 4 der Funktionswand 2 wird über hier als Schrauben ausgeführte Trägereinheiten 30 an dem als Montagebrett 11 ausgeführten Montageprofil 10 festgeschraubt. Die Schrauben 30 werden dabei in die Aufnahmen 26 im Korpus 4 der Funktionswand 2 eingeschraubt, um den Korpus 4 fest mit dem Montageprofil 10 der Montageeinrichtung 9 zu verbinden. Eine räumliche Ausrichtung der Funktionswand 2 kann durch die von außen zugänglichen Langlöcher 14 und 15 am oberen und unteren Ende des Montageprofils 10 erfolgen. Das Montageprofil 10 wird mittels der

Befestigungseinheit 20 an der Raumwand wie zum Beispiel einer Betonwand oder auch einer Leichtbauwand befestigt. Die Raumwand 50 kann eine Zimmerwand eines Gebäudes sein. Die Raumwand 50 kann auch mobil und zum Beispiel verfahrbar ausgebildet sein. Es ist auch möglich, dass die Raumwand 50 durch einen Raumteiler zur Verfügung gestellt wird. Figur 4 zeigt eine Draufsicht auf das Montageprofil 10 der

Montageeinrichtung 9 für die Funktionswand 2, wobei am oberen und unteren Ende die Montagelöcher 13, die als Langlöcher 14 bzw. 15 ausgebildet sind und dazwischen die Montagelöcher 16 zur Montage der Funktionswand 2 erkennbar sind. Die Montagelöcher 13 zur Befestigung an der Raumwand 50 weisen vorzugsweise wenigstens einen größeren Durchmesser 17 auf als ein Außendurchmesser 21 des Schraubenschafts 23 der Befestigungseinheit 20. Der Schraubenkopf 24 weist wiederum einen größeren Durchmesser auf als das

Montageloch, sodass eine justierbare Montage an der Raumwand 50 ermöglicht wird.

Figur 5 zeigt eine perspektivische schematische Darstellung einer Funktionswand 2, die in unterschiedlichsten Ausführungsbeispielen eingesetzt werden kann. Die Funktionswand 2 kann im Inneren Aufnahmen 26 für Trägereinheiten oder dergleichen aufweisen, mit denen die Funktionswand 2 beispielsweise an einem Montageprofil 10 befestigt werden kann. Es ist die Funktionswand 2 mit einem inneren Aufnahmeraum 19 abgebildet, in dem ein Klappenbeschlag 18 montiert ist.

Es können auch vollständig andere Klappenbeschläge 18 im Inneren des Aufnahmeraums 19 montiert oder angeordnet sein. Wie sich aus der Darstellung von Figur 5 ergibt, kann die Funktionswand 2 aus zwei Wandhälften bestehen, die jeweils eine Ausnehmung oder Aussparung aufweisen. Durch Zusammensetzen der beiden Wandhälften ergibt sich der abgebildete Korpus 4 mit dem Aufnahmeraum 19. Vor oder nach dem Zusammensetzen der beiden Wandhälften kann der Klappenbeschlag 18 eingeführt werden. Andere Herstellverfahren sind auch möglich.

Figur 6 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Funktionswand, bei dem der Korpus 4 der Funktionswand 2 wiederum einen Aufnahmeraum 19 aufweist. Der Korpus 4 ist hier über zwei separate und in vertikaler Richtung voneinander beabstandete Montageprofile 10 an einer Raumwand 50 angebracht.

Das Montageprofil 10 ist in einer perspektivischen Darstellung in Figur 7 abgebildet. Insgesamt weist das Montageprofil 10 hier eine etwa T-förmige Gestalt auf, wobei der Querstrich des „T" einen Montageflansch 12 bzw. zwei von dem Steg des „T" abstehende Montagelaschen bildet. Der Montageflansch 12 weist eine Mehrzahl an Montagelöchern auf. Die Montagelöcher 14 werden zur

Befestigung des Montageprofils 10 an der Raumwand 50 verwendet.

In der Darstellung nach Figur 7 sind die Montagelöcher 14 als Langlöcher ausgebildet und in vertikaler Richtung angeordnet. Dadurch kann bei der Montage eine vertikale Verschiebung des Montageprofils 10 ermöglicht werden.

Von dem Montageflansch 12 steht senkrecht von der Raumwand 50 hier eine Trägereinheit 30 ab, die einen Stift 32 und daran nach außen anschließend einen damit fest verbundenen drehbaren

Exzenter 33 umfasst. Der Korpus 4 der Funktionswand 2 liegt auf dem Exzenter 33 in der Aufnahme 26 auf. Durch eine Drehung des Exzenters 33 kann somit eine seitliche Verstellung und eine Höhenverstellung der Funktionswand 2 erzielt werden. Da zwei in der Höhe versetzte Montageprofile eingesetzt werden, nämlich eines in einem Bereich am oberen Ende der Funktionswand 2 und eines im unteren Bereich der Funktionswand 2 kann auch eine Winkeleinstellung der Funktionswand 2 gewährleistet werden.

Zur Befestigung an der Raumwand 50 werden wieder

Befestigungseinheiten 20 eingesetzt, wie es auch im

Ausführungsbeispiel gemäß der Figuren 1-4 der Fall war.

Figur 8 zeigt eine Draufsicht auf das Montageprofil 10 der

Montageeinrichtung 9 gemäß Figur 7, wobei die einzelnen

Langlöcher 14 und der Exzenter 33 in einer Draufsicht erkennbar sind. Zusätzlich eingezeichnet sind hier gestrichelt zwei quer ausgerichtete Langlöcher 14, die vorhanden sein können, um auch an der Raumwand 50 eine seitliche Justage vornehmen zu können.

Grundsätzlich kann das Montageprofil 10 aus den Figuren 7 und 8 in unterschiedlichsten Ausführungsbeispielen eingesetzt werden.

Figur 9 zeigt einen horizontalen Querschnitt durch eine

Funktionswand 2 einer weiteren Möbeleinheit 1, wobei auch hier der Korpus 4 einen Hohlraum als Aufnahmeraum 19 aufweist. Auch im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 9 wird ein Montageprofil 10 eingesetzt, wie es beispielsweise in Figur 7 oder 8 abgebildet ist. Das Montageprofil 10 umfasst wiederum einen Stift 32 und einen Exzenter 33 zur einfachen Montage der Funktionswand 2.

Figur 10 zeigt das vergrößerte Detail „A" aus Figur 9, wobei hier erkennbar ist, dass zur Montage an der Wand ein weiteres

Montageprofil 10 eingesetzt wird, welches hier als C-Schiene 36 ausgeführt ist. Die Montageschiene 35 bzw. C-Schiene 36 wird an der Raumwand 50 angeschraubt. An der Montageschiene 35 wird wiederum das Montageprofil 10 aus Figur 7 oder 8 befestigt.

Erkennbar ist der Stift 32, der in den Korpus 4 der Funktionswand 2 hineinragt. Von der Seite kann eine Sicherungseinheit 25, die hier als Sicherungsschraube ausgeführt ist, eingeschraubt werden. Die Sicherungseinheit 25 ist hier in der geöffneten Stellung abgebildet. Nach dem Einschrauben fixiert die Sicherungseinheit 25 den Stift 32 und somit den Korpus 4 der Funktionswand 2. Ein unabsichtliches Abziehen nach vorn ist nach der Fixierung mit der Sicherungseinheit 25 nicht mehr möglich.

In den Figuren 11 und 12 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel abgebildet, wobei hier die Funktionswand 2 ebenfalls über einen Korpus 4 und einen darin ausgebildeten Aufnahmeraum 19 verfügt. Zur Befestigung an der Raumwand 50 dient ein Montageprofil 10 der Montageeinrichtung 9. Das Montageprofil 10 weist hier einen T- förmigen Querschnitt auf. An dem Montageflansch 12, der sich über die Länge des Montageprofils 10 erstreckt, steht ein lang gestreckter Steg 31 quer ab, der in einer entsprechenden Nut in dem Korpus 4 der Funktionswand 2 hineinragt. Zur Fixierung des Korpus 4 werden Sicherungseinheiten 25 in Form von Schrauben von außen seitlich in den Korpus 4 der Funktionswand 2 ein- und durch entsprechende Löcher in dem Steg 31 des Montageprofils 10 durchgeschraubt .

An dem Montageprofil 10 sind Montagelöcher 14 und 15 ausgebildet, die hier als Langlöcher ausgeführt sind, um eine seitliche und eine vertikale Ausrichtung der Funktionswand 2 zu ermöglichen. Die Figuren 13-15 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel, wobei in Figur 13 hier eine vordere Draufsicht auf eine Funktionswand 2 einer Möbeleinheit 1 abgebildet ist. Hier sind, wie auch Figur 14 zeigt, in der Raumwand 50 Quernuten ausgebildet, die etwa horizontal verlaufen, aber grundsätzlich beliebig ausgerichtet sein können. In den Nuten sind Montageschienen 35 untergebracht, die hier als C-Schienen 36 ausgebildet sind. Die C-Schienen 36 sind mit der Raumwand 50 verschraubt. Dazu sind in der C-Schiene 36 jeweils Löcher 13 vorgesehen. Die Funktionswand 2 wird wiederum über das Montageprofil 10, wie es beispielsweise in Figuren 7 und 8 abgebildet ist, an der C-Schiene 36 als

Montageschiene 35 befestigt.

Die Montageprofile 10 weisen wiederum eine quer von dem

Montageflansch 12 abstehende Trägereinheit 30 auf, die

beispielsweise einen Stift und einen Exzenter 33 umfassen kann. Darüber werden entsprechende Ausrichtmöglichkeiten der

Funktionswand 2 ermöglicht.

In den Figuren 16 und 17 ist noch ein Ausführungsbeispiel einer Funktionswand 2 einer Möbeleinheit 1 abgebildet. Die

Funktionswand 2 weist wiederum einen Korpus 4 und einen

Aufnahmeraum 19 für einen Klappenbeschlag 18 in dem Korpus 4 auf.

An der Raumwand 50 wird eine Montageschiene 35 angebracht, die hier als H-Schiene 37 ausgeführt ist. Wie insbesondere in Figur 18 zu erkennen, wird ein Abstand der H-Schiene 37 von der

Raumwand 50 durch zwei Muttern 39 eingestellt, von denen eine Mutter 39 als Kontermutter dient. Dadurch ergibt sich ein Abstand 22b der H-Schiene 37 von der Raumwand 50 und ein Abstand 22a der H-Schiene 37 von dem Korpus 4. Es ist möglich, dass über

unterschiedliche Abstände der H-Schiene oben/unten eine (lokale) Neigung der Raumwand ausgeglichen werden kann. Dann kann eine räumlich optimale Justage durchgeführt werden.

Wie in Figur 19 zeigt, weist die H-Schiene 37 Langlöcher 15, 14 in vertikaler und horizontaler Ausrichtung auf, um eine

Ausrichtung der H-Schiene 37 an der Raumwand in der Höhe und in seitlicher Richtung zu ermöglichen. An die H-Schiene 37 werden oben und unten Befestigungsarme 38 angeschraubt, wobei der Befestigungsarm 38 in Figur 20

dargestellt ist. Die Befestigungsarme 38 weisen (hier kurze) vertikale und (hier längere) horizontal ausgerichtete Schenkel auf. An den vertikalen Schenkeln 6 sind ebenso wie an den horizontalen Schenkeln Montagelöcher ausgebildet. Mit den

Montagelöchern 16 an den vertikalen Schenkeln werden die

Befestigungsarme 38 an die H-Schiene 37 angeschraubt. Dabei kann eine Ausrichtung der Befestigungsarme 38 (oben und unten) durch die Langlöcher 14 und 15 in seitlicher Hinsicht und in der Höhe erfolgen. Dadurch ergibt sich eine flexible Ausrichtung der Funktionswand 2 seitlich, in der Höhe und hinsichtlich des

Neigungswinkels. Dadurch kann die Möbeleinheit mit den

Funktionswänden 2 und 3 optimal zueinander ausgerichtet werden.

Insgesamt stellt die Erfindung eine vorteilhafte Möbeleinheit zur Verfügung, welche eine flexible Ausgestaltung des Innenraums bzw. des Zwischenraums zwischen den Funktionswänden 2 und 3 oder des Abdeckraumes hinter einer Klappeneinrichtung 5a oder einer bewegbaren Möbelkomponente 5 ermöglicht. Es können

unterschiedlichste Aufbewahrungsbehälter in unterschiedlichsten Größen und Abständen an die Raumwand 50 angeschraubt werden. Wenn ein einheitlicher Oberflächeneindruck gewünscht wird, kann die Klappeneinrichtung 5a oder eine bewegbare Möbelkomponente 5 in die geschlossene Stellung 6 überführt werden, sodass sich eine einheitliche Oberfläche ergibt.

Bezugszeichenliste :

1 Möbeleinheit 20 Befestigungseinheit

2 Funktionswand 21 Durchmesser von 20

3 Funktionswand 22a Abstand

4 Korpus 22b Abstand

5 Möbelkomponente 23 Schraubenschaft

5a Klappeneinrichtung 24 Schraubenkopf

6 geschlossene Stellung 25 Sicherungseinheit

7 geöffnete Stellung 26 Aufnahme in 2,3 für 30

8 Zwischenraum 30 Trägereinheit

9 Montageeinrichtung 31 Steg

10 Montageprofil 32 Stift

11 Montagebrett 33 Exzenter

12 Montageflansch 35 Montageschiene

13 Montageloch (Raumwand) 36 C-Schiene

14 Montageloch, Langloch 37 H-Schiene

15 Montageloch, Langloch 38 Befestigungsarm

16 Montageloch (Funktions 39 Mutter

wand)

40 Möbelteil

17 Durchmesser von 13-15

50 Raumwand, Gebäudewand

18 Klappenbeschlag

100 Oberschrank

19 Aufnahmeraum in 2, 3