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| Patentansprüche: 1. Möbelschublade für Küchen, Labors, Praxen und dergleichen, mit einer Vorderwand (4), einer Rückwand (3) und wenigstens einem glattflächigen Boden (2), dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (2) zumindest in seinem Eckbereich (2a) seitlich offen ist und im Seitenbereich zwischen Rückwand (3) und Vorderwand (4) zumindest je eine Strebe (5) befestigt ist. 2. Möbelschublade nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Strebe (5) aus einem Metallrohr, insbesondere aus Aluminium gebildet ist. 3. Möbelschublade nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Strebe (5) mittels versenkten Schrauben (7) an der Rück- und Vorderwand (3, 4) verschraubt ist. 4. Möbelschublade nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schrauben (7) jeweils mit in die Strebe (5) eingesteckten Dübeln (8) verschraubt sind. 5. Möbelschublade nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass benachbart zu den Streben (5) Seitenwände (9), vorzugsweise aus Glas oder transparenten Kunststoff einsteckbar sind. 6. Möbelschublade nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass an der Rück- und Vorderwand (3, 4) mehrere Haltestifte (9a) vorgesehen sind, die um die Wandstärke der Seitenwand (9) von den Streben (5) versetzt angeordnet sind. 7. Möbelschublade nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Rück- und Vorderwand (3, 4) im Seitenbereich jeweils zwei oder mehr Streben (5) höhenversetzt vorgesehen sind, insbesondere in gleichmäßiger Teilung. 8. Möbelschublade nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass an der Oberkante der Seitenwand (9) Hängeregister (9b) und/oder Schubeinlagen (9c) einhängbar sind. 9. Möbelschublade nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorderwand (4) transparent ausgebildet ist. 10. Möbelschublade nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorderwand (4), Rückwand (3) und der Boden (2) als einstückige Wanne ausgeformt ist. |
Möbelschublade
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Möbelschublade, insbesondere für Küchen, Labors, Praxen und dergleichen, entsprechend dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Im Haushalt, in der Gastronomie und auch im gewerblichen Bereich, aber auch in
Laborbereichen ist es ein bekanntes Problem, dass Möbelschubladen einer regelmäßigen, teilweise sogar täglichen, gründlichen Reinigung unterzogen werden müssen, damit diese Einrichtungen den entsprechenden gesetzlichen Hygienebestimmungen entsprechen können. Diese Reinigung ist in der Regel aufwendig und führt nicht zum gewünschten Erfolg, nämlich dem vollständigen Entfernen von Verunreinigungen. Dieses Problem stellt sich insbesondere bei Möbelschubladen, bei denen sich insbesondere in den Eckbereichen Verschmutzungen ansammeln, so dass die Reinigung beträchtlich erschwert ist, da eine Vielzahl von Ecken und Kanten vorhanden sind, in denen sich Schmutzansammlungen bilden können, die wiederum Nährboden für Bakterien sein können. Es gibt zwar
Profilschienen, die den Übergang zwischen Boden und den Wänden abrunden sollen, aber diese weisen dennoch Stoßstellen auf, in denen sich Schmutz ansammeln kann.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht somit darin, eine Möbelschublade zu schaffen, die sich auf einfache Weise hygienisch und ohne Gefahr von
Verunreinigungsrückständen säubern lässt.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst, wobei zweckmäßige Ausführungen durch die Unteransprüche gekennzeichnet sind. Unter "Möbel" sind hierbei alle Bereiche zu verstehen, wie Küchenmöbel, Labormöbel, Büromöbel usw.
Erfindungsgemäß ist die Möbelschublade mit wenigstens einem glattflächigen Boden ausgebildet, so dass sich dieser leicht reinigen lässt. Durch die leichte Zugänglichkeit ist ein leichtes Putzen möglich, um die Bildung von Schmutzresten in den Ecken zu bannten.
Zudem weist die Möbelschublade seitlich offene Eckbereiche auf, da im Seitenbereich zwischen Rückwand und Vorderwand Streben erhöht, d.h. beabstandet zum Boden befestigt sind, um mit einem Putztuch den jeweiligen Boden gut zu erreichen. Je nach Höhe und Traglast der Schublade sind zwischen Rück- und Vorderwand im Seitenbereich jeweils zwei oder mehr Streben höhenversetzt vorgesehen sind, insbesondere in gleichmäßiger Teilung, um die erforderliche Aussteifung und Stabilität der Schublade zu gewährleisten. Da die
BESTÄTIGUNGSKOPIE Streben hierbei als Zuganker wirken, ist auch bei großen Auszügen die Kraftübertragung statisch gesichert.
Bevorzugt ist die Streben als Metallrohr, insbesondere aus Aluminium, ausgebildet, wobei die Strebe mittels versenkten Schrauben an der Rück- und Vorderwand verschraubt ist.
Vorzugsweise sind diese Schrauben jeweils mit in die Strebe (Metallrohr) eingesteckten Dübeln verschraubt, so dass sich ein hoher Kraftschluss ergibt. Diese Bauteile sind zudem preiswerte Massenware, so dass die Aussteifung der Möbelschublade mit geringen Kosten erzielt wird. Dies kann ggf. auch noch vor Ort durch den Möbelschreiner erfolgen, da die bevorzugten Aluminium-Rohre (als Stangenware) einfach abgelängt werden können.
Zudem ist bei der Möbelschublade bevorzugt, dass benachbart zu den Streben Seitenwände, vorzugsweise aus Glas oder transparenten Kunststoff von oben her einsteckbar sind. Um diese Seitenwände sicher zu halten, sind an der Rück- und Vorderwand mehrere Haltestifte vorgesehen, die um die Wandstärke der jeweiligen Seitenwand von den Streben versetzt angeordnet sind. Somit ist die Seitenwand zwischen diesen Bauteilen einfach einzustecken. Zur Entfernung der jeweiligen Seitenwand ist es daher lediglich notwendig, diese bei geöffneter Schublade anzuheben, so dass sie nach oben entnommen werden kann. Zur Reinigung der Schublade kann die Glas-Seitenwand dann auf einfachste Art beispielsweise in einer Spülmaschine gereinigt werden, während der Boden vollkommen glattflächig ist, was eine einfache und hygienische Reinigung ermöglicht. Abgesehen von der vereinfachten Reinigungsmöglichkeit der Möbelschublade, ist ein weiterer Vorteil dieser Elemente darin zu sehen, dass abgenutzte oder zerkratzte Bauteile in kürzester Zeit ohne technischen
Kundendienst ausgewechselt werden können. Durch die flexible Höhe der Schublade kann außerdem verhindert werden, dass die darin befindlichen Teile über die Rückwand oder die Seitenteile hinausrutschen.
Nachfolgend wird im Zusammenhang mit den beigefügten Zeichnungen ein bevorzugtes
Ausführungsbeispiel beschrieben. Darin zeigt:
Fig. 1 eine schematische Gesamtansicht einer Möbelschublade;
Fig. 2 eine Seitenansicht der Möbelschublade nach Fig. 1 ;
Fig. 3 einen vergrößerter Ausschnitt der Möbelschublade nach Fig. 2,
Fig. 4 eine Ausführung für den Bürobereich mit Hängeregister,
Fig. 5 eine Ausführung für den Apothekenbereich mit zwei Gefachen,
Fig. 6 eine Ausführung als Eckschublade,
Fig. 7 eine raumhohe Ausführung z. B. für Praxen oder Apotheken, und
Fig. 8 eine wannenförmige Ausführung. In Fig. 1 ist die schematische Perspektivansicht eines Ausführungsbeispiels einer Möbelschublade 1 dargestellt, die beispielsweise in einer Küchenzeile 2 eingesetzt wird. Die Möbelschublade 1 besitzt eine Vorderwand 4, eine Rückwand 3 und einen glattflächigen Boden 2, wobei der Boden 2 zumindest in seinen Eckbereichen 2a seitlich offen ist, so dass mit einem Lappen diese Eckbereiche sauber geputzt werden können. Im Seitenbereich ist zwischen Rückwand 3 und Vorderwand 4 zumindest je eine relativ dünne Strebe 5 befestigt, insbesondere verschraubt, wie nachfolgend beschrieben. Je nach Bauhöhe und geforderter Traglast können zwischen Rück- und Vorderwand 3, 4 verlaufend im Seitenbereich auch zwei oder drei Streben 5 höhenversetzt vorgesehen sein, wie dies für zwei Streben in Fig.1 , linker Bereich bzw. in Fig. 2 dargestellt ist. Im rechten, oberen Bereich der Fig. 1 ist zudem eine Seitenwand 9 angedeutet, die vorzugsweise aus Glas oder transparenten Kunststoff besteht und benachbart zur/zu den Strebe(-n) 5 von oben her einsteckbar ist. Dabei sind hier an der Rück- und Vorderwand 3, 4 mehrere kurze Haltestifte 9a vorgesehen, die um die Wandstärke der Seitenwand 9 von der Strebe 5 versetzt angeordnet sind. Somit ist die Seitenwand 9 in Art einer Dreipunkt- oder Mehrpunkt-Anlage sicher in der Möbelschublade 1 fixiert, kann aber zur Reinigung rasch nach oben herausgezogen werden. Die Eckbereiche 2a des Bodens 2 sind dann zum Putzen gut zugänglich, da die unterste Strebe 5 etwa eine Handbreit über dem Boden 2 höhenversetzt verläuft.
Wie in Fig. 2 und 3 dargestellt, ist die Strebe 5 aus einem Metallrohr, insbesondere aus Aluminium gebildet, wobei die Strebe 5 mittels versenkten Schrauben 7 an der Rück- und Vorderwand 3, 4 verschraubt ist. Zudem ist am Boden eine Führungsschiene 6 ersichtlich, die vorzugsweise als Teleskop-Auszug mit einer Traglast von 30 kg oder mehr ausgebildet ist. An der Vorderwand 4 ist weiterhin eine Frontblende 4a dargestellt, um beispielsweise die standardisiert vorgefertigte Möbelschublade 1 den Farben bzw. Dekors einer Küchenzeile anzupassen, wobei die Schraubverbindung 7 verdeckt bleibt.
In Fig. 3 ist die im Kreis der Fig. 2 dargestellte Schraubverbindung vergrößert gezeichnet, wobei die Rück- bzw. Vorderwand durchdringenden Schrauben 7 jeweils mit einem in die Strebe 5 eingesteckten Dübel 8 verschraubt sind, um die Rück- und Vorderwand 3, 4 in stabiler, kraftübertragender Weise miteinander zu verbinden. Durch diese relativ filigranen Streben 5 (anstatt der sonst üblichen festen Seitenwände) wird eine statisch ausreichende Aussteifung der Möbelschublade 1 erzielt, so dass auch bei weitem Auszug eine
hervorragende Stabilität gegeben ist. Zudem ist diese optisch ansprechende Art der
Verbindung sehr kostengünstig, da auf Standardteile (Schrauben, Dübel, Rohr als
Stangenware) zurückgegriffen werden kann. Im allgemeinen reicht eine solche verschraubte Strebe 5 zur Stabilität aus, so dass weitere Streben 5 durch sog. Kugelschnäpper T (Fig. 3, links) fixiert werden können. Hierbei greift eine Kugel in das offene Rohrende ein. Die Strebe 5 kann aus dieser Fixierung leicht entnommen werden, da die Kugel gegen eine Feder ausweichen kann. Eine andere einfache Fixierung ist in Fig. 7 mit der Einzelheit X gezeigt, nämlich ein schlüssellochartiges Langloch 7", an den ein abgesetztes Ende der Strebe 5 formschlüssig eingedrückt werden kann. Es sind aber auch andere, dem Fachmann geläufige Verankerungen zwischen Strebe 5 und Vorder- bzw. Rückwand 3, 4 möglich, wie Rastverbindungen.
In Fig. 4 ist eine Ausführung der Schublade für den Bürobereich in zwei jeweils zur Seite gedrehten Ansichten gezeigt, wie diese in Rollcontainern oft zum Einsatz kommen. An der Oberkante der Seitenwand 9 können hierbei Hängregister 9b oder Schubeinlagen 9c aufgelegt werden, wie die mit dem Pfeil angedeutet ist. Die übrigen Bauteile weisen dabei die gleichen Bezugszeichen wie in den vorstehenden Figuren auf. Für den Küchenbereich können ähnliche Schubeinlagen 9c zur Aufbewahrung von Besteck eingesetzt werden.
In Fig. 5 ist eine Schublade mit zwei Gefachen, also zwei übereinander angeordneten Böden 2 dargestellt, wie diese häufig in Praxen oder Apotheken eingesetzt werden. Der Auszug 6 ist hierbei im oberen Bereich angeordnet. Die Vorderwand 4 kann hierbei transparent ausgeführt sein, um den Inhalt der Schublade grob zu inspizieren, auch wenn diese geschlossen ist. In der hier nach rechts gedrehten Ansicht ist die obere Seitenwand etwas zurückgesetzt, um mittels eine weiteren Strebe 5' einen Handtuchhalter zu bilden.
In Fig. 6 ist eine vorteilhafte Ausführung als Eckschublade gezeigt, die eine besonders gute Platzausnutzung besitzt. Die Seitenwände 9 sind wiederum nach dem Reinigen des glattflächigen Bodens 2 von oben einfach einsteckbar, wie dies mit den Pfeilen angedeutet ist.
Fig. 7 zeigt eine raumhohe Ausführung mit sechs Böden 2 übereinander, wie dies
insbesondere in Apotheken, Praxen oder Labors zur optimalen Lagerdichte gefordert wird. Auch hier ist der Auszug 6 im oberen Bereich der Schublade 1 angeordnet. Die hier rechts vergrößert dargestellte Einzelheit X wurde vorstehend beschrieben. Die hier an der
Vorderwand 4 und Rückwand 3 vorgesehenen durchgehenden Lochreihen dienen der Verstellung der Böden 2 in beliebigen Höhen, zur Anpassung der Lagerhöhen von
Medikamenten. Ähnlich hohe Schubladen (oder Auszüge) können beispielsweise auch als Schuhschrank verwendet werden, wobei die Böden 2 oder Fächer auch geneigt sein können. In Fig. 8 ist eine besonders stabile Ausführung der Möbelschublade dargestellt, wobei der Boden 2 zur Vorderwand 4 und zur Rückwand 3 hochgezogen ist, also ein einziges Bauteil bilden (wie mit der stärkeren Linie eingezeichnet) oder anders ausgedrückt, eine Wanne mit offenen Seiten formen. Die Seitenwände 9 werden wiederum entlang den Streben 5 und den Halterungsstiften 9a fixiert. Die "Wanne" mit Boden 2, Rückwand 3 und Vorderwand 4 als integrales Bauteil ist bevorzugt aus Edelstahl oder Aluminium gebogen oder tiefgezogen, um insbesondere in Labors, Kliniken oder der Gastronomie eingesetzt zu werden. Im
Übergangsbereich von Boden 2 zur Vorderwand 4 bzw. Rückwand 3 weist das Bauteil einen geringen Radius auf, so dass zusätzlich zu den gut zugänglichen Seiteneckbereichen keine Stosskanten vorhanden sind. Somit können strenge hygienische Anforderungen erfüllt werden.
Next Patent: SUBSTRATE ELEMENT BASED ON SILICON NITRIDE
